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Manchmal hat man so Tage
Dieser Eintrag stammt von Oskar Unke Am 24.4.2011 @ 23:19 In Wehmut, Melancholie, Nachtgedanken, Oskars Notizkladde, Oskar Unke | 2 Kommentare

Mystik
Nur wer die Leier schon hob
auch unter Schatten,
darf das unendliche Lob
ahnend erstatten.
Nur wer mit Toten vom Mohn
aß, von dem ihren,
wird nicht den leisesten Ton wieder verlieren.
Mag auch die Spieglung im Teich
oft uns verschwimmen:
Wisse das Bild.
(Rainer Maria Rilke, Sonette an Orpheus 1. Teil, Nr. 1X)

Das Bewußtsein hat das Potential, über eine materielle und alltägliche
Welt hinaus zu denken. Die Sehnsucht nach einem Ausgleich der Disharmonie zwischen Sein und Wunsch ist somit möglich.

Laß mich ein, du stiller Himmel,
Nimm mich aus dem Weltgetümmel.
(Angelus Silesius)
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