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Bodenständigkeit und der Feldweg
Dieser Eintrag stammt von Oskar Unke Am 19.6.2011 @ 01:34 In Zeitempfinden, Reflexionen, Lebensphilosophie, Oskars Notizkladde, Oskar Unke | 3 Kommentare

Feldweg
“Das Einfache verwahrt das Rätsel des Bleibenden und des Großen.
Unvermittelt kehrt es bei den Menschen ein und braucht doch ein
langes Gedeihen. Im Unscheinbaren des immer Selben verbirgt es
seinen Segen.”
(Martin Heidegger: Der Feldweg. 10. Aufl. Frankfurt a.M. 1998, S. 4)
Martin [1] Heidegger der Philosoph der Beständigkeit und “Glockenklangs”.
“Heidegger war durch die tiefe Verwurzelung im süddeutschen Landleben geprägt. Von Freiburg aus entdeckte er für sich den Südschwarzwald. In der Landschaft zwischen Feldberg und Belchen sah er eine intakte Natur, gesundes Klima und idyllische Dörfer.” (Auszug Wikipedia)
In seiner [2] Hütte in [3] Todtnauberg im Südschwarzwald schrieb Heidegger zahlreiche seiner Werke. Mit den hektischen Großstädten konnte er sich sein ganzes Leben lang nicht anfreunden.[1]

Blick vom oberen Hauweg in Wössingen
“„Meine ganze Arbeit […] ist von der Welt dieser Berge und Bauern getragen und geführt. […] sobald ich wieder hinaufkomme, drängt sich schon in den ersten Stunden des Hüttendaseins die ganze Welt der früheren Fragen heran, und zwar in der Prägung, in der ich sie verließ. Ich werde einfach in die Eigenschwingung der Arbeit versetzt…[…] [2]

Wössingen Feldweg
Denken als Weg.
Heidegger: Der Feldweg. [4] Die Metapher des Weges (You Tube) zieht sich durch Heideggers Gesamtwerk.
>Dass für Heidegger Denken und Philosophieren eine Bewegung vollzieht und dabei einen Weg zurücklegt, zeigt sich an Werktiteln wie „Wegmarken“, „Holzwege“ und „Unterwegs zur Sprache“. Denken wird so zum Weg und zur Bewegung…[…] [3]

Abendstimmung Walzbachtal-Wössingen
Die Bedeutung der Zeit für das Sein wurde Heidegger zufolge in aller bisherigen Philosophie nicht beachtet.
Sein Hauptwerk “Sein und Zeit” (1927) —> die Frage nach dem Sinn von Sein beschäftigt mich auch immer wieder.
„Der Horizont aus dem dergleichen wie Sein überhaupt verständlich wird, ist die Zeit.“[45/6] Die Bedeutung der Zeit für das Sein wurde Heidegger zufolge in aller bisherigen Philosophie nicht beachtet. (Wiki)
—> siehe auch: [5] Philosophie der Zeit
“Als der Sinn des Seins desjenigen Seienden, das wir Dasein nennen, wird die Zeitlichkeit aufgewiesen. Dieser Nachweis muß sich bewähren in der wiederholten Interpretation der vorläufig aufgezeigten Daseinsstrukturen als Modi der Zeitlichkeit.” ( S.17 - Sein und Zeit, 17. Aufl. Tübingen 1993)
[1] Michael Inwood: Heidegger. Freiburg 1999, S. 10.
[2] Schöpferische Landschaft: Warum bleiben wir in der Provinz? in Aus der Erfahrung des Denkens (GA 13).
[3] Otto Pöggelers Einführung zu Heidegger: Der Denkweg Martin Heideggers. Stuttgart 1994. (zitiert nach Wikipedia)
Heidegger lehnte daher sowohl historische wie auch systematische „Philosophiegelehrsamkeit“ ab.[25 / 4] Die Aufgabe der Philosophie ist vielmehr ein Offenhalten dieser Fragen, die Philosophie bietet nicht Gewissheit und Sicherheit, sondern „das ursprüngliche Motiv der Philosophie [entspringt] aus der Beunruhigung des eigenen Daseins“.[26/5] (Wiki)
[4] M. Heidegger: Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis). (GA 65), S. 86.
[5] M. Heidegger: Phänomenologie der Anschauung und des Ausdrucks (Theorie der philosophischen Begriffsbildung). GA 59, S. 170.
[6] M. Heidegger: Grundprobleme der Phänomenologie (GA 24), S. 22.
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[1] Heidegger: http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger
[2] Hütte: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Heideggerrundweg0013.JPG&fil
etimestamp=20070924064757
[3] Todtnauberg: http://de.wikipedia.org/wiki/Todtnau
[4] Die Metapher des Weges : http://www.youtube.com/watch?v=PSaVn6toBRA
[5] Philosophie der Zeit: http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie_der_Zeit
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