Nachtgedanken XXV

Die Mitte der Nacht

Die Nacht
Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.
Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauen Wind,
Obs gedanken oder Träume?-
Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen:
Leise doch im Herzengrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.
(Joseph v. Eichendorff)

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Ein Kommentar zu Nachtgedanken XXV

  1. Irmi sagt:

    Lieber Oskar,
    ich mag Eichendorff sehr. Du hast das
    Gedicht gut ausgesucht.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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