beschauliche Landidylle

friedliche Landidylle friedliche Landidylle

”Die Menschen sind in ihren Vergnügen tief unter das Niveau
ihrer Umwelt gesunken. Tausend Verlockungen in ihrer
nächsten Umgebung, der baulichen wie der pflanzlichen
Art, die sie kaum beachten.”
(Botho Strauß, Vom Aufenthalt, München 2009, S. 45)

Frühlingsidylle Frühlingsidylle

Nun ist am Dienstag der Frühling 2016 auch schon wieder Vergangenheit und als bald Jahreshalbzeit. (Astronomischer Sommeranfang 21. Juni 2016 um 00:34 MESZ) Die Sommersonnenwende (Der Sommeranfang ist am 21. Juni 2016. Astronomisch beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende: dem Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht und die Tage am längsten.) macht mich immer ein wenig wehmütig, weil nun die Tage wieder abnehmen. Obwohl man es jetzt und im Juli noch nicht so sehr merkt, im August aber schon. Dabei beginnt ja nun erst einmal der Sommer und zwei Monate lang kann man sich hoffentlich  an ihm  erfreuen.

Blick in Richtung Gondelsheim Blick in Richtung Gondelsheim

Beginn des phänologischen Frühsommers: Blüte des Schwarzen Holunders, der bei uns schon gut zwei Wochen in voller Blüte steht.
Solche Wege liebe ich  Solche Wege liebe ich

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Wanderlied

Entflohn sind wir der Stadt Gedränge:
Wie anders leuchtet hier der Tag!
Wie klingt in unsre Lustgesänge
Lerchensang
hier und Wachtelschlag!
Nun wandern wir und lassen gerne
Herrn Griesgram zu Haus;
Ein frischer Blick dringt in die Ferne
Nur immer hinaus!
Wir wandern bis der späte Abend taut,
Wir rasten bis der Morgen wieder graut.

Man lagert sich am Schattenquelle,
Wo erst das muntre Reh geruht;
Aus hohler Hand trinkt sich der helle
Kühle Trank
wohl noch eins so gut,
Nun wandern wir usw.
([Mörike: Gedichte (Ausgabe 1867), S. 403)]

Jöhlinger Weinberge In den Jöhlinger Weinbergen

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2 Kommentare zu beschauliche Landidylle

  1. Oskar Unke sagt:

    Hallo Laura,
    ja, leider hast du recht, dieses Land ist wahrhaftig zu einem Irrenhaus verkommen, mit sehr vielen Dummschwätzern in allen Bevölkerungsschichten.
    Statt besser wird es aber zunehmend grusliger und wir fahren mit Karacho auf die Wand zu. Was die Flüchtlingsflut betrifft, es geht ja geradewegs weiter. Nun kommen viele von Ihnen schon über Polen und dort haben wir überhaupt nicht ausreichend Bundespolizei.
    Das mit der Beschimpfung als Nazi, Pack oder dergleichen geht mir jedenfalls am Arsch vorbei. Da weiß ich was ich bin und lasse mir auch keine „Erbschuld“ aufladen, von wegen Vergangenheit usw. Diese Masche zieht bei mir nicht.
    Hoffentlich trifft die Vorhersage von den Wetterfröschen (Meteorologen) nicht zu, daß der Sommer auch kühl und regnerisch wie das vergangene Frühjahr sein soll. 🙁
    Jedenfalls nutze ich soweit wie möglich die Tage zum Laufen und Wandern.
    VG
    Oskar

  2. Laura sagt:

    So schön, diese Landidylle, lieber Oskar. In dieser friedlichen Umgebung kann man doch wunderbar vom irrsinnigen Politikergeschwätz abschalten. Ich kann dieses dumme Geschwätz einfach nicht mehr ertragen. Man könnte über so viel Irrsinn eigentlich schon lachen, ginge es nicht um die Zukunft dieses Landes und die der einheimischen Bevölkerung. BM Gröhe will jetzt schon die Reserven aus dem Gesundheitsfond für die Krankenkassen bereitstellen!!! Viele dieser „illegalen Einwanderer“ brauchen auch Zahnersatz und das kostet Unsummen.
    Die Industrie tut nun auch kund, dass die „Flüchtlinge“ der Wirtschaft langfristig schaden können.
    NA so was, aber auch!, kann ich da nur sagen. Das hat mein gesunder Menschenverstand auch ohne Studie und Studium schon erkannt, als die Flüchtlingsströme über Deutschland hereinbrachen. Hätte die Industrie das vor knapp einem Jahr kundgetan, wäre sie wahrscheinlich auch als Pack und Nazis beschimpft worden. Dieses Land ist zu einem Irrenhaus verkommen und versinkt immer tiefer im Sumpf – dank unserer überaus kompetenten (Satire on) Politikergarde. Es ist unglaublich !

    Lieber Oskar, hab einen guten Tag, freuen wir uns auf den hoffentlich sonnigen Sommer und lassen wir uns unser Leben von diesen Schwätzern nicht vermiesen.
    Mach’s gut und sei herzlich gegrüßt von
    Laura, die gestern schon einen warmen Sommersonnenscheintag genießen durfte.

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