Trennung ist unser Los

Trennung

Trennung ist unser Los (Eingangsportal vom Weingartener Friedhof)

Hoffnung Wiedersehen ist unsere Hoffnung

Werd`ich dich wiedersehn?
Werd`ich dich wiedersehn, wenn über unserm Grabe
die Bäume rauschen im erneuten Laub,
wenn Sommerrosen blühn aus unserm Staub,
und ich dies schöne Leben längst vergessen habe?

Wird es ein Suchen sein, ein qualvoll langes Irren,
womit die Moira unsre Liebe prüft?
Wird dieser Strom, der uns umfängt, vertieft
uns tragen über alle armen Erdenwirren?

Wird nur noch Leere sein in grauen Schleiern?
Wird Licht uns an sich ziehn mit blendend weißen Feuern,
darin wir durch des Raumes Weite wehn?

Soll das, was war, ins Wesenlose sinken?
Wirst du mit mir den tiefen Trank der Liebe trinken,
der nie versiegt? – Werd ich dich wiedersehn?

(Albrecht Schoenhals, aus „Dich hätte ich geliebt“)
(Limes Verlag Wiesbaden und München)

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Sehnsucht

(Bild von Caspar Friedrich)

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Sehnsucht nach anderen Welten

 

 

Habe mich ja schon öfters zaghaft mit dem Thema “Leben nach dem Tod” auseinander gesetzt. Muß aber gestehen, so recht schlüssig und vertraut wird mir diese Thematik bislang nicht.

Das Leben als Schichtproblem Das Leben als Schichtenproblem

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6 Kommentare zu Trennung ist unser Los

  1. Laura sagt:

    Eine spannende Frage, lieber Oskar. Daher habe ich mich von deinen Gedanken inspirieren lassen und mir meine Gedanken dazu gemacht. Allerdings nicht zum ersten Mal. Nur dieses Mal habe ich sie einfach mal im Blog aufgeschrieben.

    Die Überschriften über den Toren sind so zutreffend. Einfach schön !
    Und ich liebe die Gemälde von Casper David Friedrich ! Sie sind wo voller Romantik !
    Und welch‘ wunderbare, tiefsinnige Worte in den Versen von Albrecht Schoenhals !

    Meine Sorge ist, dass in der heutigen kranken Zeit der Sinn für Romantik immer mehr verlorengeht. Die Zeit der Dichter und Denker, der Schöngeister und der großen Meister mit ihren großartigen Meisterwerken, ist wohl endgültig vorbei. Das stimmt mich traurig – weckt andererseits aber wieder die Hoffnung auf ein Wiedersehen …..
    irgendwo …… irgendwie ……irgendwann ……

    Hab eine angenehmen Abend, lieber Oskar, einen sonnigen Sonntag und sei ganz herzlich gegrüßt von Laura, der momentan dermaßen viele Gedanken durch den Kopf gehen, dass ich den Kopf mal wieder leerpusten lassen muss ;o).
    Mach’s gut !

    • Oskar Unke sagt:

      Hallo Laura,
      auch dir Dank für Besuch und Kommentar und deinen Link in deinem Beitrag 🙂
      Gelesen habe ich ihn, aber dann hatte ich so viel um die Ohren und schwupps ist fast schon wieder eine Woche herum. Gestern konnte ich nicht, mein Internetzugang war mal wieder gekappt. Da sind zur Zeit dauernd Instandsetzungsarbeiten bzw. Änderungsarbeiten zugange. Die Fernsehsenderbelegung wurde auch schon wieder geändert, obwohl ich ja keines schaue.

      >“Meine Sorge ist, dass in der heutigen kranken Zeit der Sinn für Romantik immer mehr verlorengeht“>
      Da liegst du nicht falsch. Die Kulturbanausen sind leider in der Mehrzahl. 🙁
      Das Niveau in jeder Hinsicht – geht den Bach runter, Dekadenz und Verfall wohin man schaut.
      Man muß aber dazu sagen, die Mehrheit der Menschen war noch nie für Denker und Dichter und Philosophie zu haben. Das war in meiner Jugendzeit schon nicht anders, nur heute ist es generell noch getoppt. Aber auch ich war in gewisser Hinsicht ein Spätstarter 🙁 und habe oft genug mehr Unsinn im Kopf gehabt……
      Zu dem eigentlichen Themenbereich, da tendiere ich doch eher zu einer nüchternen, pragmatischen (jungfräulich-rationalen) Sichtweise. Aus menschlicher narzißtischer Wunschvorstellung, konnte sich der Mensch nie so richtig vorstellen, daß der Tod ein endgültiger Schlußstrich bedeutet. Siehe auch Freud —> Sublimierung, künstlerisches Schaffen, der Wunsch etwas Bleibendes zu hinterlassen etc.
      Obwohl ich ja im Zusatzstudium u.a. den Pastoralpsychologen noch abgeschlossen habe, bin ich doch in diesem Bereich sehr kritisch geblieben.
      Da tendiere ich auch zu einem sehr kritischen Menschenbild, A. Schopenhauer ist nicht umsonst mein Leit-Philosoph gewesen und geblieben.
      Wünsche dir eine angenehme Restwoche. 🙂
      VG
      Oskar

  2. Irmi sagt:

    Lieber Oskar,
    das ist passend zu meinen Gedanken. Beide Torüberschriften passen so gut
    und sie gefallen mir sehr gut.
    Ich denke auch manchmal über den Tod und das Leben danach nach. Zu einem
    Ergebnis bin ich nicht gekommen. Aber er kommt immer näher – damit muss ich mich abfinden.
    Einen sonnigen Start ins Wochenende wünscht Dir
    Irmi

    • Oskar Unke sagt:

      Hallo Irmi,
      auch dir Dank für Besuch und Kommentar 🙂
      Wenn ich dort einen Rundgang mache zieht es mich immer an dieses Tor.
      Es ist einfach so wunderbar zutreffend und setzt bei mir immer ein Gedankenkarusell in Gang.
      Auch für mich kommt dieser Tag immer näher und läßt mich oft sinnieren ~~ wieviel Zeit mir wohl noch vergönnt ist???
      Wünsche dir eine schöne Restwoche.
      VG
      Oskar

  3. Morgentau sagt:

    Mir geht es auch so, dass ich einfach nicht richtig schlüssig werde, was ich denken soll bei diesem Thema.
    Bis jetzt verlass ich mich auf meine Gefühle, natürlich ohne zu wissen, ob sie mich trügen. Sie helfen mir … also lass ich sie zu.

    Alles andere werden wir sehen … eines Tages … vielleicht …

    Hab einen schönen Tag!

    • Oskar Unke sagt:

      Hallo Frau Morgentau 🙂
      Danke für Besuch und Kommentar, obwohl ich dich mal wieder vernachlässigt habe. Gelesen habe ich aber alles bei dir und auch deine schönen Bilder bestaunt. 🙂
      Das Thema „Leben nach dem Tod“ und alle verwandten Themen und Gedanken sind wirklich schwierig zu handhaben. Es basiert halt so vieles rein auf „Glauben“ oder auch nicht glauben.
      Wünsche dir sonnenverwöhnte Wandertage.
      VG
      Oskar

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