Heute das Gegenteil: schöner Sommertag

Juli 2017 - 13 14 - Olymp WöWald Wickenberg 001

Heute das Gegenteil von Gestern – ein schöner Sommertag, aber keine Bullenhitze. Das habe ich sogleich ausgenutzt und war wieder über 3 Stunden auf Wanderschaft.

Am Walzbach Wössingen – am Walzbach, der in diesem Bereich aber ausgetrocknet ist, das Bachbett ist verlandet, weil dieser Zustand schon länger vorherrscht. Für mich auch ein eindeutiger Hinweis auf eine Klimaverschlechterung. Es regnet nicht mehr genügend in unserem Bereich. Auch weiter vorne ist es nicht besser. Dort am Stauwehr ist früher (50er und 60er Jahre) sogar gebadet worden.

Sonnenblumenfeld Sonnenblumenfeld – die Sonnenblumen blühen auch immer früher. Nur dieses Jahr gibt es wenige Felder davon. Das Getreide wird jedoch immer erbärmlich niedriger, oftmals noch nicht einmal so hoch wie Gras. Wenn ich da an meine Kinder- und Jugendzeit denke, wie schön hoch das das Getreide war, umrankt von Ackerkräuter und Feldblumen (wie Klatschmohn und Kornblumen sowie Margeriten usw.) Die Natur wird immer eintöniger, genauso wie der Mensch. Eine traurige Entwicklung.

Getreidefeld Diese Minihalme liegen genauso um wie längere Halme. Dies war ja mal mit ein Argument wegen der Neuzüchtung. Bei den längeren Halmen hatte man wenigstens auch noch mehr Stroh.

Getreidefeld Getreidefeld – da düngt man auf Teufel komm raus, spritzt unsinnig Gifte und behauptet biologische Landwirtschaft rechnet sich nicht. Das man aber breite Fahrspuren, mit den unsinnig großen sowie teuren Traktoren und ihren überdimensionierten Reifen, in die Felder fährt zum Spritzen und Düngen zählt wohl nicht, da wächst ja nichts  brauchbares mehr. 🙁  Aber wie so oft, da wird sich gehörig in die eigene Tasche gelogen. Diese menschliche Blödheit läßt sich halt nicht immer ausblenden, wenn man in der Natur unterwegs ist.

anschließend in den Kühlen Wald Anschließend in den kühlen Wald

Blick vom Waldweg auf Jöhlinger Weinberge Blick vom Wössinger Waldrandweg auf die Jöhlinger Weinberge im Hasensprung

Blick auf Steinbruch Blick auf den Wössinger Steinbruch vom Zementwerk und den Lugenberg.

HaarezuBerge

Zum Haare raufen mit dieser Menschheit

Wiesen am Waldesrand Wiese am Waldesrand – was da auffällt, seit zwei, drei Jahren stelle ich fest, daß die Grillen und Heuschrecken auch immer weniger werden. Eine große Heuschrecke habe ich seit drei Jahren nicht mehr gesehen. Auch ein früher übliches Grillenkonzert vermisse ich seit Jahr und Tag. Dieses Jahr habe ich im Frühjahr auch kein Fröschekonzert vernommen. Die Natur wird immer artenärmer, dank dieser bekloppten Menschheit, die neuesten Bestandsaufnahmen sprechen eine deutliche Sprache.

Blick in Richtung Wössingen Blick in Richtung Wössingen

Am Walzbach Hinten am Walzbach am hinteren Sprantalerweg – auch hier schon lange kein Wasser mehr drin. In den 70er und 80er Jahren hat da unser Hund noch drin geplanscht, bei Spaziergängen und zwar auch im Sommer.

Getreide, Getreide, Getreide wohin das Auge auch schaut.

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2 Kommentare zu Heute das Gegenteil: schöner Sommertag

  1. Morgentau sagt:

    Was mich so erschreckt, … dass bei so vielen Menschen das Empfinden zu fehlen scheint … oder verschüttet ist, die Wunder der Natur wahrzunehmen, diese einmalige Schönheit und den Wert zu erkennen, … und das Bedürfnis zu haben, das alles schützen zu wollen.

    Während ich das schreibe, singt ein Vögelchen vor meinem Fenster. Das ist so schön und tröstlich … und gleichzeitig hab ich soviel Angst, dass mir auch das noch genommen wird durch die Geldgier der Menschen.

    Warum gelingt es dem Menschen nicht, dieses einmalige Geschenk – das Leben hier auf der Erde – dankbar anzunehmen und das Beste daraus zu machen, damit sie am Leben bleibt? Warum begreift ein Großteil einfach nicht, welch Wunder das ist.

    Oder sind wir doch ein Experiment, das aus dem Ruder läuft? Fragen über Fragen …

    Ein lieber Gruß zu dir, lieber Oskar,
    aus der Morgenwiese

  2. Morgentau sagt:

    Was mich so erschreckt, … dass bei so vielen Menschen das Empfinden zu fehlen scheint … oder verschüttet ist, die Wunder der Natur wahrzunehmen, diese einmalige Schönheit und den Wert zu erkennen, … und das Bedürfnis zu haben, das alles schützen zu wollen.

    Während ich das schreibe, singt ein Vögelchen vor meinem Fenster. Das ist so schön und tröstlich … und gleichzeitig hab ich soviel Angst, dass mir auch das noch genommen wird durch die Geldgier der Menschen.

    Warum gelingt es dem Menschen nicht, dieses einmalige Geschenk – dem Leben hier auf der Erde – dankbar anzunehmen und das Beste daraus zu machen, damit sie am Leben bleibt? Warum begreift ein Großteil einfach nicht, welch Wunder das ist.

    Oder sind wir doch ein Experiment, das aus dem Ruder läuft? Fragen über Fragen …

    Ein lieber Gruß zu dir, lieber Oskar,
    aus der Morgenwiese

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