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Archiv der Kategorie Psychologie
Oskars letzter Sommer…
15.6.2010 von Oskar Unke.

ist zwar noch nicht angebrochen, da hoffe ich doch noch ein paar mehr zu erleben. Da ich aber angefangen habe, Hermann Hesses: Klingsors letzter Sommer - zu lesen, war der Beitragstitel naheliegend.
Zu Hermann Hesse stoße ich immer wieder, er fasziniert mich und ist mein Lieblingsschriftsteller des 20. Jahrhunderts. Werde dieser Tage wohl auch die neue 20bändige Gesamtausgabe von Hermann Hesse bestellen, obwohl ich Bücher von ihm habe.
Demnächst werde ich wohl auch mal wieder einen Abstecher nach Maulbronn ins Kloster machen, auf den Spuren von Hermann Hesse wandeln und vor allem in die dortige Buchhandlung abtauchen, die sehr viele Titel zu Hermann Hesse führt. Solche Örtlichkeiten besuche ich immer wieder sehr gerne, obwohl ich ja dort schon sehr oft war. Ist ja auch nur ein Katzensprung von uns entfernt, quasi nur 3 Ortschaften weiter.

Wenn mein Opa liest, muß ich mir schon was einfallen lassen damit er mit mir spielt.

Das ist mir ein Rätsel, warum er immer so sehr seine Nase in diese verstaubten Bücher stecken tut. Mit Puppen spielen ist doch tausendmal schöner.

Lenas Spiel- und Puppenwelt
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Der Gedanke des Tages
12.3.2010 von Oskar Unke.
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Offenheit hilft dir im Himmel, aber auf Erden bekommt sie dir nicht immer so gut. Viele Menschen sind verunsichert, wenn ein Mensch sich zu offen generiert und darstellt.
«Der Mensch wird frei geboren, und dennoch liegt er in Ketten.” (Rousseau)
Der Mensch ist frei geboren, und doch geht er als Sklave durchs Leben. In letzter Zeit ist mir wieder sehr oft und sehr schmerzlich bewußt geworden, wie weit verbreitet immer noch die “Emotionale Pest” (Innenweltverschmutzung) ist. Wie viele Menschen einfach nicht in der Lage sind oder auch nicht willens, die negative Matrix zu bearbeiten und versuchen aufzulösen.
Diesen unfreien Menschen auf anderer Ebene, hat Erich Fromm in seinen Ausführungen zum “Marketingcharakter” beschrieben. Unter sozialphilosophischen Gesichtspunkt von Herbert Marcuse in “Der eindimensionale Mensch” beschrieben. Nach wie vor sind viel zu viele Menschen im “Charakterpanzer” gefangen und eingeschnürt.

“Warum sind die Menschen unfrei und organisieren ihre eigene Unterdrückung, obwohl sie sich nach Freiheit sehnen? Sie sind freiheitsunfähig aufgrund irrationaler Charakterstrukturen des Durchschnittsmenschen, die als “normal” gelten.” (Wilhelm Reich in “Die Massenpsychologie des Faschismus”)
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Medienflut
13.11.2009 von Oskar Unke.

Durch den Freitod von Robert Enke ist eine wahre Medienflut über alle Medien- und Kommunikationskanäle entfacht worden.
An den vielen Deutungen, Spekulationen und sonstigen Dingen will ich mich nicht beteiligen. Nach längerer Zeit habe ich allerdings in einem Blog mal wieder einen Kommentar abgesetzt.
Besonders ein Kommentar hatte da doch mein Mißfallen hervorgerufen.
Deswegen ein paar Reflexionen zu Depressionen:
Leserkommentar bei AllesAlltäglich:
Um ein wenig zur Sachlichkeit beizutragen:
Die Krankheit „Die Depression“ gibt es so nicht, sie hat viele Facetten, viele Ursachen, ist sehr oft irrtümlich belegt, genauso wie „Streß“ und viele andere Begriffe / Krankheiten.
Ein paar Leuten hier, die wenn auch teilweise nur unterschwellig, Unverständnis für die „Reaktion“ eines suizidalen Depressiven äußern, sei in Erinnerung gerufen:
„Es gibt nur wenige psychisch Kranke, deren Leiden nicht irgendwann zu der Frage führt: Kann ich, will ich so weiterleben? Depressive Verstimmungszustände, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, Abhängigkeitserkrankungen, psychogene Reaktionen und Persönlichkeitsstörungen bringen für viele Kranke soviel Leid und soviel Erschütterung in ihren Beziehungen zu anderen Menschen mit sich, daß sich Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung ausbreiten. Dies aber sind die wichtigsten Risikofaktoren, die eine Suizidgefährdung mit sich bringen und die zum “präsuizidalen Syndrom” und schließlich zur Suizidhandlung führen können. Aber auch bei Menschen, bei denen bis dahin keine psychische Störung bekannt war, können Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in eine Suizidhandlung münden.
Suizid ist ein menschenmöglicher Akt. Keiner von uns ist vor Suizidgedanken sicher. Ob daraus ein Suizidversuch wird, liegt meist an der Häufung komplizierter Umstände. Ob daraus ein vollendeter Suizid wird, mag sogar eine Frage von Glück oder Unglück sein, rechtzeitig gefunden zu werden oder eine gerade nicht tödliche Dosis an Medikamenten geschluckt zu haben. Manche Autoren fordern ein Recht auf Suizid ein, auf die Freiheit, Hand an sich zu legen, wenn die persönliche Bilanz ergeben hat, daß sich Weiterleben nicht lohnt. Der Psychologe Walter A. Scobel formuliert: “Jeder suizidale Mensch, ob er nun krank ist oder gesund, verdient Achtung statt ghtung, Anteilnahme statt Ablehnung, Verständnis statt intoleranter Verurteilung, Mitgefühl statt Bestrafung und Entmündigung, Hilfe statt Gleichgültigkeit. Tot sein und nicht mehr weiterleben wollen sollte als möglicher und einsehbarer Impuls der menschlichen Psyche akzeptiert und nicht länger tabuisiert und diskriminiert werden.” (Einleitung von: Umgang mit suizidalen Patienten - Laufen am Abgrund (aus Via medici 4/97) Prof. Dr. Asmus Finzen, Dr. Ulrike Hoffmann-Richter)
Menschen die nicht wissen, was es heißt eine handfeste Depression zu haben, kann ich nur dringlich anraten das Buch von Piet C. Kuiper „Seelenfinsternis – Die Depression eines Psychiaters -“ S. Fischer, 1988, zu lesen, insbesondere das Kapitel Im tiefsten Abgrund S. 143 –
(In diesem vielbesprochenen Buch schildert der niederländische Psychiater Piet C. Kuiper auf beklemmende Weise eine schwere Depression, die ihn in eine tiefe Lebenskrise stürzte und seine Einweisung in eine Klinik notwendig machte. All sein Wissen über seelische Störungen versagte vor seiner eigenen Erkrankung. Nach seiner Genesung schrieb er dieses einmalige Dokument nieder, das zu einem Bestseller geworden ist. »Seine größte Intensität gewinnt Kuipers Bericht bei der Schilderung jener Schuldhölle, in der er während seiner Krankheit unterzugehen drohte. Das Zentralkapitel Im tiefen Abgrund ist eine auch schriftstellerisch unerhörte Innenansicht der Hölle aus der Sicht der Depression.« Ludger Lütkehaus )
„Der Begriff Depression wird in vielen Zusammenhängen verwendet: als ein bestimmtes Gefühl oder Symptom, ein Symptomkomplex oder Syndrom oder eine genau definierte Krankheitseinheit (Beck, 1970). Während in der Alltagssprache jemand als depressiv bezeichnet wird, der nach einer Enttäuschung traurig oder lustlos ist, ist letzteres für die »Diagnose Depression« weder eine hinreichende noch notwendige Bedingung. Depression kann sich auf unterschiedlichen Ebenen manifestieren (nach Beck, 1970; Hautzinger, 1981; Faust et al., 1983).
Kielholz (1971) systematisiert die Symptome in Grundsymptome und akzessorische Symptome. Zu den Grundsymptomen zählt er die depressive Grundstimmung (z. B. »Gefühl der Gefühllosigkeit«), die Denkhemmung, die Hemmung der zentrifugalen Funktionen (z. B. Willenshemmung, Antriebsmangel). Die akzessorischen Symptome beinhalten stimmungsbedingte Wahnideen, insbesondere Versündigungs-, Insuffizienz-, Verarmungs- und nihilistische Ideen sowie somatische Erscheinungen. Für die Zuordnung zu den Unterformen sind neben der Ausprägung der Symptome Informationen über Verlauf und Dauer der Symptome, Vorhandensein anderer körperlicher oder psychopathologischer Krankheiten sowie belastender Lebensereignisse notwendig. Der Ausprägungsgrad kann durch psychologische Testverfahren erfaßt werden (Blöschl, 1981).
Es sind viele Versuche unternommen worden, die Symptomvielfalt zu klassifizieren, mit dem Ziel einer möglichst eindeutigen Zuordnung zu klar definierten Krankheitseinheiten mit spezifizierter Jiologie, Verlaufscharakteristika und unterscheidbaren Reaktionen auf verschiedene Behandlungsformen (für einen Überblick siehe Linden, 1979; Benesch, 1981). Kraepelin (1913)“
„Die meisten europäischen Klassifikationen sowie die Internationale Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (ICD-9 / 10) unterscheiden weiterhin endogene und neurotische Depression sowie innerhalb der endogenen Depression unipolare und bipolare (d. h. mit depressiven und manischen Phasen) Formen. (Kielholz, 1971; Roth/Barnes, 1981). Der Endogenitätsbegriff gehört zu den umstrittensten in der Psychiatrie (Schulte/Tölle, 1971). Damit ist so Unterschiedliches gemeint wie eine aus sich selbst heraus entstandene Krankheit sowie erbliche oder somatische Genese (Schulte/Tölle, 1971) oder auch eine besonders schwere Form der Depression. Übereinstimmung besteht jedoch inzwischen dahingehend, daß auch im Vorfeld endogener Depression kritische Lebensereignisse auftreten und mit dem Krankheitsgeschehen interagieren können.“
Aufgrund verschiedener faktoren- und clusteranalytischer sowie Längsschnittstudien wurde auf deskriptive Weise versucht, Unterscheidungskriterien von endogener und neurotischer Depression zu bestimmen. Matussek et al. (1981) identifizierten folgende Symptome für die endogene Gruppe: abgrenzbare Qualität der Depression, Verlust der Reagibilität, Hemmung, Morgentief, Rückzug der Patienten, Störung der tageszeitlichen Rhythmen, Appetitverlust, Schlafstörungen. Neurotisch Depressive stellen im Vergleich mit endogen Depressiven eine heterogene Gruppe dar mit den Merkmalen: neurotische Persönlichkeitsstruktur, Reagibilität, Traurigkeit als qualitativ nicht abgrenzbar von normaler Traurigkeit und Hypochondrie (Matussek et al., 1982). Endogen Depressive sprechen besser auf trizyklische Antidepressiva an, die Remission ist stabiler (Matussek et al., 1981; Roth/Barnes, 1981).
[Depression : Handwörterbuch Psychologie, S. 493 - 496 (vgl. HWB Psych., S. 102) ]
In der Psychologie und Psychiatrie unterscheidet man unipolare affektive Störungen (Depression oder Manie) von den bipolaren affektiven Störungen (die „manische-depressive“ Bipolare Störung).

In diesem Band sind gemalte Bilder die in der Therapie entstanden.
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Nun hatte ich doch schon die schlimmsten Befürchtungen
17.10.2009 von Oskar Unke.

Nochmal Schwein gehabt.
Vergangene Nacht träumte ich, ich sei ein Ferkel, aber ein richtiges ![]()
Nun dachte ich so bei mir, Oskar, Oskar wie beinlich würde da Dr. Pizius wieder sagen. Da auch ein Oskar nicht alles im Kopf haben kann, wälzte ich nun mal die einschlägige Fachliteratur durch.
Nun ist mir aber doch ein Stein vom Herzen gefallen. Völlig harmlos, ganz sittsam ist die Geschichte. Ferkel = Schwein
Ferkel-Schweinetraum: Ein Schwein im Traum zu sehen, ist fast so gut wie “Schwein zu haben” Es ist ein positives Symbol, ein Symbol, das Kraft und Energie ausstrahlt und Mut macht zu weiterem Vorwärtsstürmen.
(Gerhard Merz: Dein Traum und seine Deutung, Xenos, 1988)

AAAtaacke ich komme!!!
Wir träumen alle, aber über das Wesen und die Bedeutung der Träume gehen die Meinungen auseinander. Manch einem sind Träume eher lästig und unangenehm - gestohlene Zeit. Anderen Menschen sind sie ersehnte Hinweise, Winke fürs Dasein.Träume können das Tor zum Unterbewußtsein sein. Die meisten Menschen haben Träume; doch nur wenige verstehen ihren Sinn. “Jeder Traum ist Informations- und Kontrollorgan und darum das wirksamste Hilfsmittel beim Aufbau der Persönlichkeit.” (C.G. Jung)
Wer träumt, schläft besser, heißt es sehr oft. Aber nicht immer schlafe ich da nun wirklich besser. Manchmal kann träumen sowohl anstrengend wie auch lästig sein. Deswegen waren Schlaf und Traum für die Menschen schon immer rätselhafte, ja unheimliche Phänomene. Die Traumdeutung reicht von den ältesten Kulturen bis zur modernen Psychoanalyse. Der Schlaf wird sehr gerne auch als “Bruder des Todes” bezeichnet.
In dieser Nacht träumte ich zwar auch noch von Autos, aber dies sehe ich eher im Zusammenhang mit einem schweren Unfall bei uns hier. Vorgestern überholte gefährlich ein wildgewordener Idiot, wie sie nicht so selten sind, mehrere PKWs auf unserer Umgeheungsstraße und verursachte dadurch einen schweren Unfall. Das zuletzt überholte Kfz kam dadurch ins Schleudern und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Dieser Fahrer kam ums Leben, im anderen Fahrzeug wurde ein Ehepaar schwer verletzt. Der Unfallverursacher beging Fahrerflucht. Die Polizei verteilt nun Handzettel, um diesen Raudie ausfindig zu machen. Wieder mußten Unschuldige dran glauben. Deswegen gehören solche Delikte auch noch viel härter bestraft.
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Eigenartiges Volk diese Psychologen
3.6.2009 von Oskar Unke.

“Schau dir mal einen ganz normalen Psychologen an. Er weiß wohl am besten, was in Menschen vorgeht. Jeden Tag wird er unzähligen Leuten erzählen, wie man sich am besten zu verhalten hat. Und er weiß auch Rat, wenn sich jemand nicht so leicht ändern kann, wie er will. Er hat alles Wissen, das er für ein eigenes zufriedenstellendes Leben braucht. Er kennt jede Technik, die zur Lösung von Konflikten zwischen Menschen, von Problemen in dir selber führen kann. Und was macht er mit diesem Wissen? Er weiß es, und damit ist es genug. Er wendet all das, was er anderen als gut und richtig empfiehlt, auf sich selber nicht an. Ich könnte nun weiter fragen, ob er dann die Ratsuchenden nicht übers Ohr haut, wenn er ihnen Empfehlungen gibt, die für ihn selber anscheinend nichts taugen. Doch lassen wir diesen Punkt außer acht. Ich frage, was ihm sein Wissen nützt, außer daß er es im Kopf hat?”
Aber, aber… Johannes! Wer wird denn da Brunnenvergifter spielen… Uund Oskar kannst du ja wohl nicht gemeint haben, oder doch… Pfui Teifel!!!
Zur Hölle mit dir!
(S. 48 - Johannes Erzählung)
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Schiebe einen Berg an unbeantworteten Mails vor mir her…
7.2.2009 von Oskar Unke.

Tut mir leid! Komme einfach nicht mehr nach. Nach einer Fernsehsendung habe ich dann eine regelrechte Flut an Mails bekommen, die vielfach auch um Hilfe ersuchten. Da wird mir dann auch immer sehr bewußt, wieviele Menschen doch in Wirklichkeit Probleme und Schwierigkeiten haben. Dies bekommt man natürlich auch in den psychosozialen Beratungsstellen mit.
Jedenfalls werde ich nach und nach diesen Berg noch abarbeiten, dumm nur, daß ich momentan so unter Zeit- und Erledigungsdruck in eigener Sache stehe. ![]()
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Zur Situation des Einzelnen in der Gesellschaft
30.11.2008 von Oskar Unke.
Die Lüge, die unsere Gesellschaft durchzieht und unsere sozialen Beziehungen vergiftet, ist allgegenwärtig, besonders aber wieder sehr ausgeprägt in der Politik an sich, insbesonders aber in der jetzigen Krisensituation unserer deutschen Wirklichkeit.
Phänomenanalysen zeigen die Lüge in verschiedenen Lebensbereichen, aber auch zurückgebunden an die grundlegende Unaufrichtigkeit in unserer Kultur: die Verdrängung unserer Triebnatur. An ihr hängt schon die Lüge, daß Triebunterdrückung ohne schlimme Folgen bleibe, und die selbstsichere Behauptung, daß Triebbefreiung, “sexuelle Revolution” - wie die soziale - eine irreale Utopie sei. —> weitergehende Beiträge hierzu auf MP-Netz
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Provokative Therapie
25.9.2008 von Oskar Unke.
Anstatt wie in vielen Seminarsituationen in mühevoller und geduldiger Kleinarbeit zu versuchen, Teilnehmer zu aktivieren und positiv auf das Thema einzustimmen, wird ein Trainer, der den provokativen Stil anwendet, mit (schwarzem) Humor reagieren und eher versuchen, die negative Haltung des Teilnehmers zu verstärken.
Die provokative Therapie wurde von dem amerikanischen Psychologen Frank Farelly bereits 1963 entwickelt. Farelly war es leid, immerzu verständnisvoll und mitfühlend auf seine Klienten zu reagieren. Schließlich kann der Hilfesuchende auch nicht ständig auf die Rücksichtnahme sämtlicher Mitmenschen bauen. (—>)
Ziel einer Beratung oder eines Trainings im provokativen Stil ist es, den Teilnehmer oder Ratsuchenden auf drei Dinge hinzuweisen:
1. Jeder ist verantwortlich für sein Leben.
2. Nur jeder selbst kennt die Lösung für seine Probleme.
3. Es gibt Realitäten im Leben, die müssen alle Menschen akzeptieren.
Die Provokative Therapie ist eine von FRANK FARRELLY entwickelte Therapieform, die den paradox arbeitenden Schulen nahesteht. Der Begriff “provokativ” wird im Sinne von “herauslocken, herausfordern” verstanden und keinesfalls im Sinne von “verletzen” oder “beleidigen”.
Das Ziel der Provokativen Therapie ist die Stärkung der Selbstverantwortung des Klienten. Durch die provokativen Interventionen werden beim Klienten der Wille zur konstruktiven Veränderung und seine Selbstheilungskräfte mobilisiert. Das befähigt ihn - meist in sehr kurzer Zeit - sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und selbstschädigende Verhaltensweisen durch gesünderes Verhalten zu ersetzen.
Humor und Herausforderung sind die wesentlichen Elemente der provokativen Vorgehensweise.
Farrelly stellte viele für unumstösslich gehaltene Therapieregeln auf den Kopf, machte das befreiende Lachen in der Therapie gesellschaftsfähig und bewies, dass effektive Therapie sowohl kurzweilig als auch kurz sein kann. In der Provokativen Therapie spielt der Therapeut die Rolle des Advocatus Diaboli und persifliert humorvoll die selbstschädigenden Verhaltensweisen des Klienten - und zwar nur diese -, sodass sie gemeinsam darüber lachen können. Das gibt dem Klienten einen gewaltigen mentalen Freiraum (—>)
Lachen heilt die Seele
Über sich selbst schmunzeln zu können, eröffnet neue Blickwinkel und kann besonders für die Seele heilender Balsam sein. (Kurzfassung)
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