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Archiv der Kategorie Reflexionen

Dieses Land kenne ich leider nicht

Juliane Werding - Land der langsamen Zeit 1997

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Nicht nur im Winter wenn es schneit…

buchausschnitt 160… nein auch im Hochsommer lassen sich sehr vortrefflich Leseabende, ja sogar Lesetage abhalten. Wenn es draußen einfach zu heiß ist, zieht es mich ab der Mittagszeit nicht mehr so nach draußen. Wenn Klein-Lena dann ihren Mittagsschlaf abhält, ist Phase 1 der Leselust angesagt. Für die nächsten Tage gerichtet (denn es wird wohl wieder sehr heiß werden):

Juli 2010 Bunker 001
Lesevorhaben

Juli 2010 018
Lesestapel

Es harren noch genügend Bücher … und Gedanken … auf dem Weg zur Weisheit ;-)

Wer diese schwierige Wanderung
den Sumpf, die Torheit überwand,
ans andre Ufer kam, wunschlos,
andächtig und von Zweifel frei,
ruhig nicht hängend an der Welt -
den nenn’ ich einen Weisen.
(Gautama Buddha)

Bildmontage 1
So manche Lesenacht ist auf diesem Lebensweg noch erforderlich

Abendstimmung

Abendstimmung

 Des Morgens lacht wie eine junge Frau,
Streng blickt am Abend meine Ufenau,

 Durch Flutendunkel geisterhaft gestreckt,
Von nahen Bergesschatten zugedeckt.

 Lang hat sich das Soldatenschiff ergetzt
An einem Echo. Beide schweigen jetzt

 Verklungen ist der Vesperglocke Schall,
Ein dunkler Friede waltet überall.

 Wär ich ein Jüngling voller Leidenschaft,
Beängstigt von der eignen Lebenskraft,

 In Tränen löste sich, was bang und wild
Ein junges Herz bestürmt, vor diesem Bild.

 Nun hab ich handelnd meine Glut gedämpft,
Den Vesperfrieden hab ich mir erkämpft

 Und schreite, wann du, Sonne, dich entfernst,
Getrost durch diesen tiefen Abendernst.

 In den gestrengen Zügen der Natur
Empfind ich die verwandte Seele nur.

 [Meyer: Huttens letzte Tage. Klassische Werke, Meyer-SW Bd. 2, (S. 428)]

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 032
Abendstimmung in Untergrombach am Baggersee

Nachdem es uns dort oben auf dem Michaelsberg doch zu windig und ungemütlich war, sind wir runter nach Untergrombach und am See noch etwas gelaufen.

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 048
Abendstimmung am See

Gegen Abend

 Nun hängt nur noch am Kirchturmknopf
Der letzte Sonnenschein;
Bald werden auch die Höhen
Ganz ohne Sonne sein.

 Und Silberglanz dann überall;
Des Mondes blasses Licht
Umschüttet unsre Laube,
Umleuchtet dein Gesicht.

 Der Mond, das Licht der Küsse,
Das alles zaubrisch macht:
Komm, Nacht, mit deinen Gnaden,
Du liebereiche Nacht!

 [Bierbaum: Irrgarten der Liebe - Bibliothek der deutschen Lyrik - Bierbaum-Irrgarten, S. 8]

Gegensätze und Gegensätzlichkeit

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 029
Michaeliskapelle mit blauem Himmel

In der selben Minute in anderer Richtung

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 027
Blick vom Michaelisberg (Michaelsberg)

Gegensätze - Spiel der Gegensätze - Gegensatzlehren in der Philosophie - Für mich sind solche Beiträge, solche Wortspielereien, immer auch Anlaß, Wörter, Begriffe auf ihre tiefere Bedeutung hin abzuklopfen, zu hinterfragen um der Oberflächlichkeit der Begrifflichkeit zu entgehen.

Fingerzeig und / oder Hinweis?

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 005
Michaeliskapelle Altar

Seit vielen Jahrhunderten kommen Menschen an diesen Ort, um hier zu beten und um Beistand zu bitten.
Heute war ja Frau Gemahlin mal wieder dabei, komme aber auch öfters und sehr gerne mal allein hier her. Hier habe ich übrigens auch Gustav kennengelernt, der ja ursprünglich mitbloggen wollte, jetzt aber in Berlin gelandet ist.

Die Kapelle macht den Michaelsberg zum Wallfahrtsort, um auf den ewig jungen Straßen Gottes unterwegs zu sein.

Auch ich kehre immer wieder gerne hier oben ein. Der Michaelisberg wurde auch sehr früh schon besiedelt und bewohnt. Im Stadtmuseum von Bruchsal sind auch Funde aus der Vorzeit ausgestellt.

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 010
Die vierzehn Nothelfer an der rechten Seitenwand

Greife mal zwei von ihnen heraus:
1. S. Achatius - 307 enthauptet - Gedenktag am 8. Mai - angerufen bei Lebens- und Todesangst.
Der Nothelfer Achaz hat das Patronat der Bewahrung vor allen Übeln, schweren Krankheiten und Todesangst, er wird angerufen zur Stärkung in Zweifeln.
2. S. Eustachius - um 300 gemartert - Gedenktag am 20. September - Patron in schwierigen Lebenslagen. Über S. Eustachius gibt es sehr viele unterschiedliche Legenden und Darstellungen.

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 2 002
Oskars Bunkerzentrale und Informationsinsel

Juni 2010 SAM 5 Michaelis + Monsumwetter 2 008
Volkstümliche Darstellung der 14 Nothelfer
(Abbildung im Buch: Das große Buch der Heiligen - Geschichte und Legende im Jahreslauf - S. 72, 3. Ausgabe 1979)

Selbsterkenntnis oder Wer bin ich?

Maskenduo

Oder mit Schopenhauer: “Von dem, was einer ist.”
Jedenfalls ist Selbsterkenntnis die Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“
Selbsterkenntnis ist kein Verstandesakt (intellektuelle Sicht), ja nicht einmal ein mentaler oder emotionaler Akt, sie kann auch nicht von außen vermittelt werden. Sondern sie kann nur in einem selbst stattfinden, indem man herausfindet, wer dieses „Ich“ oder „Selbst“ ist, mit dem man die Welt wahrnimmt.

Schopenhauer sieht es so: Das Schlüsselwort der Schopenhauerschen Grundbestimmung Was einer ist lautet Unterschiede. Sie sind von der Natur zwischen die Menschen gesetzt. Diese echten persönlichen Vorzüge seien durchgreifender für Glück oder Unglück als das, was man besitze oder was der Einzelne in den Augen anderer sei. Sie würden mehr als Herkommen, als Rang oder Reichtum bewirken. Denn inneres Behagen oder Unbehagen liege in der Hauptsache in dem, was in einem selbst bestehe oder vorgehe.

Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.

“Dieselbe Begebenheit, welche sich in einem geistreichen Kopfe interessant darstelle, würde, von einem flachen Alltagskopf aufgefaßt, auch nur eine schale Szene aus der Alltagswelt sein.” (Schopenhauer)

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Oder wie es Oskar zu sagen beliebt: Wenn ein Affe in den Spiegel hinein schaut, kann kein Apostel zurück schauen.

Nun ließe sich sowohl über Selbsterkenntnis, Wer bin ich, Schopenhauers Was einer ist und Von Dem, was Einer vorstellt, sehr viel schreiben, aber sehr oft haut es dann bei mir in letzter Zeit eine Sperre rein, wenn mir in den Sinn kommt, wie der Normal-Internet-Surfer liest, nämlich quasi gar nicht, er überfliegt den Text nur und die wenigsten lesen längere Texte. :-( Die Bildchengucker werden immer mehr und sonstige Schwachomaten sind so langsam in der Überzahl…

Es geht doch nichts über das Bewährte

Aufstieg

Wie oft hat sich NEU doch immer sehr schnell als Reinfall oder Enttäuschung herausgestellt.
So bleibe ich aus Prinzip auch noch bei meinen alten Röhrenmonitoren. Die Bildschirmeinstellungen 1280 x 768 Pixel, 1152 x 864 Pixel und 1024 x 768 Pixel habe ich mit Grausen wieder rückgängig gemacht. Hier aktuell am 19er Monitor arbeite ich wieder mit 800 x 600 Pixel. Das sehe ich auch gescheit etwas. Für mich ist so die Darstellung in allen Belangen am optimalsten. Je höher die Auflösung, um so beschissener stellte sich auch die Blogansicht und meine anderen Webseiten dar. Muß mir mit dann solch kleiner Schrift nicht noch vollends die Augen versauen, was durch die Computerei schon hinlänglich genug geschehen ist.
Mit solch vielen Erlebnissen, Warenerfahrungen, Handwerkerfrust und sonstigen Spirenzitäten habe ich immer wieder die oft leidliche Erfahrung/en machen müssen, bzw mußte immer wieder zu mir sagen: Oskar! Bleibe bei deinen altbewährten Schätzen und Dingen, es kommt gewöhnlich nichts besseres nach… :-( :-(
April 2010 115
So isses Oskar!

Das pfeift doch jeder Spatz vom Dach.
Was Handwerker für einen Quatsch und Scheiß produzieren können, habe ich in aller Deutlichkeit mal wieder bei meiner/unserer Tochter gesehen.

Oskars letzter Sommer…

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ist zwar noch nicht angebrochen, da hoffe ich doch noch ein paar mehr zu erleben. Da ich aber angefangen habe, Hermann Hesses: Klingsors letzter Sommer - zu lesen, war der Beitragstitel naheliegend.
Zu Hermann Hesse stoße ich immer wieder, er fasziniert mich und ist mein Lieblingsschriftsteller des 20. Jahrhunderts. Werde dieser Tage wohl auch die neue 20bändige Gesamtausgabe von Hermann Hesse bestellen, obwohl ich Bücher von ihm habe.
Demnächst werde ich wohl auch mal wieder einen Abstecher nach Maulbronn ins Kloster machen, auf den Spuren von Hermann Hesse wandeln und vor allem in die dortige Buchhandlung abtauchen, die sehr viele Titel zu Hermann Hesse führt. Solche Örtlichkeiten besuche ich immer wieder sehr gerne, obwohl ich ja dort schon sehr oft war. Ist ja auch nur ein Katzensprung von uns entfernt, quasi nur 3 Ortschaften weiter.

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Wenn mein Opa liest, muß ich mir schon was einfallen lassen damit er mit mir spielt.

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Das ist mir ein Rätsel, warum er immer so sehr seine Nase in diese verstaubten Bücher stecken tut. Mit Puppen spielen ist doch tausendmal schöner.

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Lenas Spiel- und Puppenwelt

Der Gedanke zur Nacht

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Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks,
alle Vergangenheit vergessend,
niederlassen kann,
der wird nie wissen, was Glück ist.
(Friedrich Nietzsche)

Die Taoisten glauben, daß die Betrachtung von etwas Schönem allein schon heilsam ist. Deshalb legen sie auch viel Wert auf eine bewußte und harmonische Gestaltung ihrer Umwelt nach den Gesetzen der Harmonie und Natürlichkeit. Einfach nur den Augenblick genießen, die Umgebung auf das Innerste wirken lassen. Ein Spaziergang in der Natur, im Wald, ein Rundgang im Garten, hat es schon immer vermocht mein Gemüt zu beruhigen. Genauso berührt mich das Betrachten des nächtlichen Gestirns, es läßt mich jedesmal staunen und über die Unendlichkeit sinnieren. Gewöhnlich löst diese Sternenguckerei so etwas wie Andacht, Ruhe, Glück, manchmal aber auch so etwas wie Sehnsucht aus. Die Betrachtung der Natur, achtsam in sich aufgenommen, löst zumindest bei mir ein Gefühl der Dankbarkeit und Zufriedenheit aus.

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Faszination Nachthimmel

Kindheitserinnerungen, Nostalgie und Heute

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Enkelin Lenas Bücherschatz beim Opa

Leider habe ich von meiner eigenen Kindheit keine Märchenbücher mehr. Deswegen habe ich diese nostalgische Bücherreihe für Enkelin Lena bestellt. Das sind Nachdrucke aus meiner Kinderzeit. Von unserer Tochter haben wir ja alle Bilder- und Märchenbücher aufgehoben, die nun auch Klein-Lena wieder zugute kommen.

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Kleine Bücherauswahl

Der absolute Hit für Lena ist aber zur Zeit Ballspielen mit Apa. Das O am Anfang eines Wortes bekommt sie noch nicht so sauber heraus, deswegen Apa …. Apa Ball

April 2010 109
Ballauswahl

April 2010 113
Habe ihr extra dieses Schränckchen im Arbeitszimmer frei gemacht für ein Teil ihrer Bücher bei mir. Da sie auch gerne mit mir malt, sind diese Utensilien auch noch darin.

Der amerikanische Kinderpsychiater W. Hugh Missildine geht von der Erkenntnis aus, daß das Erleben und Verhalten des Erwachsenen bestimmt werden durch die Erfahrungen, die er als Kind gemacht hat.
“Das Leben, so wie Sie es verstehen, haben Sie in diesem frühen Milieu gelernt. Welche Eigentümlichkeiten Ihre Familie auch hatte, von ihr haben Sie das Gefühl erworben, daheim’ zu sein. Dies ist das Gefühl, das Ihr “inneres Kind von früher” stets sucht.” (W.Hugh Missildine: In dir lebt das Kind, das du warst, Klett-Cotta - 1963 - 9. Aufl. 1990)

Viele Menschen müssen unter seelischen Störungen leiden, weil sie sich von den Gewohnheiten ihrer Kindheit nicht freimachen können.
Aber wie viele Kinder konnten erst gar nicht dieses Gefühl “daheim zu sein” entwickeln, kein Urvertrauen aufbauen, das dringend nötig ist um >normal< und psychisch gesund leben zu können. Eine mangelhafte Ausbildung dieses Grundgefühls hat entsprechend eine erschwerte weitere Entwicklung zur Folge und führt u.U. zu späterer, spezifischer Verhaltensauffälligkeit. In den ersten Lebensjahren werden die Weichen dafür gestellt, ob wir der Welt und den Menschen um uns herum tendenziell vertrauen oder eher nicht. Urvertrauen macht das Baby stark fürs Leben und entsteht in den ersten Lebensmonaten.
Bestimmend ist, wie das Kleinkind seine Bezugspersonen und seine Umwelt erfährt. Läuft es hier schief, ist ein Kandidat der emotionalen Pest geprägt.
Dieses Grundvertrauen ist die Basis für eine positive, optimistische Lebenseinstellung, für Selbstwertgefühl und für eine normale Beziehungsfähigkeit auch in der Partnerschaft.

Zum Trost habe ich …

Kalorienfutter

eine Packung TUC-Kräcker verspachtelt.
Leider machen sich solche Extraessensbonusse im Gewicht bemerkbar. Habe in letzter Zeit leider 1, 5 kg zugenommen. Zwar noch nicht dramatisch, bei meinem Idealgewicht, aber aufpassen muß ich nun schon ein wenig. :-(

April 2010 070
Mein Hofkübelgarten

April 2010 067
Heute war Sonnensitzwetter

Dem Sonntag habe ich heute alle Ehre gemacht. Am siebten Tage sollst du ruhn habe ich ausgiebig befolgt.

Die obige Belohnung war auch deswegen fällig, weil es eher ein zudeckendes Essen war. Es sind Begierden und es ist Ablenkung.
Meine Nachbarin geht mir nicht aus dem Kopf. Sie ist heute Abend vom Rettungsdienst abgeholt worden. Was bewirkt es wohl, daß ein Mensch plötzlich so seinen Lebenswillen verliert, nicht mehr so recht leben will?
Da ich zur Zeit mit solchen Gedanken eh zu kämpfen habe, war dieses Ereignis wieder ein Startpunkt. Wenig später ging dann im Unterdorf auch noch der Rettungshubschrauber nieder und Sirenen waren zu hören.

Leben
Lebe jetzt und laß dich nicht
von Zweifel, Ungewissheit und Zukunftsängsten lähmen.

Mir sind diese ganzen Mechanismen nur zu gut bekannt. Es ist auch nicht so, daß mich solche Gedanken nun über Gebühr beeinträchtigen oder sich meiner bemächtigt haben. Aber nachdenklicher und fragender bin ich zur Zeit schon. Da wird mein eigenes Erlebnis von Erkrankung in letzter Zeit wohl auch eine gewisse Rolle spielen. Dann natürlich auch die Todesfälle und Erkrankungen in der jüngsten Vergangenheit, die Menschen betroffen hat die mir näher bekannt waren.

Ein ambivalenter Tag

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Einerseits meint man bei solchem Frühlingswetter, Mann müßte die Welt ebenreißen, so viel wäre zu tun, meint der kleine Mann im Ohr des Mannes :lol: und die schwarze Seelenseite möchte aber mehr in der Sonne faulenzen … huch! werde doch nicht einen Sonnenstich bekommen haben ;-)
Teilweise hatte ich mich aber auch in verschiedenen Publikationen festgelesen, dann ruft Lena zum spielen und spazierengehen und tausenderlei andere Dinge machen. Es gibt ja so viel zu entdecken in dieser Welt. Das Ende vom Lied war, es wurde nur tröpfchenweise was getan. Einen neuen Hofkübel habe ich mir angelegt, Eis geschlurft, dann war bald Abendessenszeit und baden muß der Mensch ja auch. Im Nachhinein wundert man sich dann immer, wo ist die Zeit nur geblieben, wer hat sie geklaut???

April 2010 039

April 2010 040

“Je älter ich werde, - je tiefer empfinde ich, alles ist Glück und Gnade, das Kleine so gut wie das Große … (Theodor Fontane)

Wieder eine Uhr abgelaufen

Uhrenräderwerk Vor zwei Tagen in der näheren Nachbarschaft. Ein Mann, gleicher Jahrgang wie ich, lag mit Herzversagen in seinem Bett. Für mich immer ein Wink mit dem Zaunpfahl. Oskar, die Einschüsse kommen näher.
Wie sagte Nestroy: “Ich hör’ schon das Gras wachsen, in welches ich beißen werd’.”
“Vom Standpunkt der Jugend aus ist das Leben eine Unendlichkeit, vom Standpunkt des Alters aus eine sehr kurze Vergangenheit. Operngucker durchs Objektiv und durchs Okular.” ( A. Schopenhauer)

Je älter ich werde, desto mehr wird mir meine Vergänglichkeit schmerzlich bewußt. In jüngeren Jahren hat man solche Gedanken schnell abgetan, mit dem Argument, ALLES noch so weit entfernt irgendwo in der Ewigkeit. Nun ist es zwar nicht sinnvoll in meinem Alter, wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren und nur noch an solche Dinge zu denken. Eine positive Sichtweise ist jetzt erst recht vonnöten. Bewußt und achtsam die Tage angehen, den Augenblick genießen und versuchen aus allem das Beste zu machen.

In jeder Wolke wohnt ein Traum

April 2010 022
In jeder Wolke wohnt ein Traum, deswegen bin ich auch ein
Wolkenträumer.

April 2010 014

Walzbachtal-Wössingen

 

Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
(Christian Morgenstern)

 

Deswegen reise ich so gerne mit den Wolken um die Welt. Es eröffnet
immer wieder neue Ausblicke und Einblicke. Vielleicht findet die Seele dann
einmal das verlassene Paradies.

Ich wollte es tun

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Aber ich tat es bislang nicht.
Der letzte Termin wäre der 31.03. um den Unkostenbeitrag zu überweisen. FALSCH! Bis zum 31.03. sollte der Betrag überwiesen sein.
Gezaudert habe ich und tue es noch :-(
Um was geht es!!!
Am 24. April wäre Klassentreffen in Obrigheim am Neckar. Im Schloß Neuburg soll das Treffen stattfinden.
Aber ich fühle mich nicht fit und von der Gesundheit her nicht in der Lage daran teil zu nehmen. 45 Jahre aus der Schule, nein! und nochmals nein! ich kann es nicht fassen. Mit ein persönliches Problem für mich momentan, es bereitet mir eine persönliche Krise :-( mein Alter.
Gestern bekam ich das bestellte Buch:
WIR vom Jahrgang 1950 - mit rotem Aufkleber > Alles Gute zum 60. <
Nun gut! 60 bin ich noch nicht, es trennen mich noch ein paar Monate davon, aaabber Smiley-40px-Face-crying es schmerzt mich, es ist für mich eine Schallgrenze
und dagegen habe ich auch noch kein Gegenmittel gefunden.
Jedenfalls habe ich das Buch gleich durchgelesen und in Erinnerungen versunken, wie schon so oft in letzter Zeit.

Nachtgedanken: Wissen

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Das höchste Wissen besteht darin, seine eigenen Grenzen zu kennen.
Der höchste Mut besteht darin, diese auch anderen gegenüber zuzugeben.

Nachtgedanken: Warum werden wir eigentlich krank?

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Seit meiner eigenen Erkrankung kürzlich, treiben mich diese Gedanken vermehrt um, alte Überlegungen gehen mir durch den Kopf, alte Aufzeichnungen habe ich flüchtig durchgesehen.

Es gibt sehr viele internationale Studien zu diesem Themenkomplex, selber hatte ich einmal über 1000 Studien ausgewertet, andere Quellen durchgeforstet, doch zum Schluß war ich nicht schlauer, nicht wissender, sondern eher noch ratloser, denn es gibt keine eindeutigen Kriterien und Antworten auf diese Grundfrage.

Wertet man Berfragungen von gesunden Menschen aus, berfrägt man ältere Menschen, warum sie ihrer Meinung nach so gesund alt geworden sind, bekommt man tausenderlei verschiedene Antworten. Eine vor Jahren an der Uni Heidelberg durchgeführte Mega-Studie, brachte auch kein Licht in dieses komplexe Thema.

Eine schweizerische HP beschäftigt sich auch mit diesem Thema.
Der Betreiber der Webseiten frägt sich:
“Grundfrage:
Wissen Sie warum wir eigentlich Krank werden? Warum wir Unfälle mit schweren folgen haben? Oder kennen Sie die Situation? Nichts ahnend hören Sie von einem Bekannten, der plötzlich schwer erkrankt ist. Dann sind Sie vielleicht überrascht. Der? Der hat doch immer so gesund gelebt.”
(Warum - wir - krank - werden )

Gesundheit erbitten sich die Menschen in ihren Gebeten von den Göttern; dass es aber in ihrer Hand liegt, diese zu erhalten, daran denken sie nicht. Indem sie vielmehr durch Unmäßigkeit das Gegenteil davon bewirken, werden sie durch ihre Begierde selbst zu Verrätern an ihrer Gesundheit.
(Demokrit 460 v Chr.)

Wobei dies voll und ganz stimmt. ABER! Es gibt genügend Beispiele von Menschen, die gegen all die gesunden Ratschläge und Maximen verstoßen haben, gesündigt an allen Ecken und Enden und sind doch relativ alt geworden bei erträglicher Gesundheit.

Medienflut

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Durch den Freitod von Robert Enke ist eine wahre Medienflut über alle Medien- und Kommunikationskanäle entfacht worden.
An den vielen Deutungen, Spekulationen und sonstigen Dingen will ich mich nicht beteiligen. Nach längerer Zeit habe ich allerdings in einem Blog mal wieder einen Kommentar abgesetzt.
Besonders ein Kommentar hatte da doch mein Mißfallen hervorgerufen.

Deswegen ein paar Reflexionen zu Depressionen:

Leserkommentar bei AllesAlltäglich:

Um ein wenig zur Sachlichkeit beizutragen:

Die Krankheit „Die Depression“ gibt es so nicht, sie hat viele Facetten, viele Ursachen, ist sehr oft irrtümlich belegt, genauso wie „Streß“ und viele andere Begriffe / Krankheiten.

Ein paar Leuten hier, die wenn auch teilweise nur unterschwellig, Unverständnis für die „Reaktion“ eines suizidalen Depressiven äußern, sei in Erinnerung gerufen:
„Es gibt nur wenige psychisch Kranke, deren Leiden nicht irgendwann zu der Frage führt: Kann ich, will ich so weiterleben? Depressive Verstimmungszustände, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, Abhängigkeitserkrankungen, psychogene Reaktionen und Persönlichkeitsstörungen bringen für viele Kranke soviel Leid und soviel Erschütterung in ihren Beziehungen zu anderen Menschen mit sich, daß sich Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung ausbreiten. Dies aber sind die wichtigsten Risikofaktoren, die eine Suizidgefährdung mit sich bringen und die zum “präsuizidalen Syndrom” und schließlich zur Suizidhandlung führen können. Aber auch bei Menschen, bei denen bis dahin keine psychische Störung bekannt war, können Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in eine Suizidhandlung münden.

Suizid ist ein menschenmöglicher Akt. Keiner von uns ist vor Suizidgedanken sicher. Ob daraus ein Suizidversuch wird, liegt meist an der Häufung komplizierter Umstände. Ob daraus ein vollendeter Suizid wird, mag sogar eine Frage von Glück oder Unglück sein, rechtzeitig gefunden zu werden oder eine gerade nicht tödliche Dosis an Medikamenten geschluckt zu haben. Manche Autoren fordern ein Recht auf Suizid ein, auf die Freiheit, Hand an sich zu legen, wenn die persönliche Bilanz ergeben hat, daß sich Weiterleben nicht lohnt. Der Psychologe Walter A. Scobel formuliert: “Jeder suizidale Mensch, ob er nun krank ist oder gesund, verdient Achtung statt ghtung, Anteilnahme statt Ablehnung, Verständnis statt intoleranter Verurteilung, Mitgefühl statt Bestrafung und Entmündigung, Hilfe statt Gleichgültigkeit. Tot sein und nicht mehr weiterleben wollen sollte als möglicher und einsehbarer Impuls der menschlichen Psyche akzeptiert und nicht länger tabuisiert und diskriminiert werden.” (Einleitung von: Umgang mit suizidalen Patienten - Laufen am Abgrund (aus Via medici 4/97) Prof. Dr. Asmus Finzen, Dr. Ulrike Hoffmann-Richter)

Menschen die nicht wissen, was es heißt eine handfeste Depression zu haben, kann ich nur dringlich anraten das Buch von Piet C. Kuiper „Seelenfinsternis – Die Depression eines Psychiaters -“ S. Fischer, 1988, zu lesen, insbesondere das Kapitel Im tiefsten Abgrund S. 143 –
(In diesem vielbesprochenen Buch schildert der niederländische Psychiater Piet C. Kuiper auf beklemmende Weise eine schwere Depression, die ihn in eine tiefe Lebenskrise stürzte und seine Einweisung in eine Klinik notwendig machte. All sein Wissen über seelische Störungen versagte vor seiner eigenen Erkrankung. Nach seiner Genesung schrieb er dieses einmalige Dokument nieder, das zu einem Bestseller geworden ist. »Seine größte Intensität gewinnt Kuipers Bericht bei der Schilderung jener Schuldhölle, in der er während seiner Krankheit unterzugehen drohte. Das Zentralkapitel Im tiefen Abgrund ist eine auch schriftstellerisch unerhörte Innenansicht der Hölle aus der Sicht der Depression.« Ludger Lütkehaus )

„Der Begriff Depression wird in vielen Zusammenhängen verwendet: als ein bestimmtes Gefühl oder Symptom, ein Symptomkomplex oder Syndrom oder eine genau definierte Krankheitseinheit (Beck, 1970). Während in der Alltagssprache jemand als depressiv bezeichnet wird, der nach einer Enttäuschung traurig oder lustlos ist, ist letzteres für die »Diagnose Depression« weder eine hinreichende noch notwendige Bedingung. Depression kann sich auf unterschiedlichen Ebenen manifestieren (nach Beck, 1970; Hautzinger, 1981; Faust et al., 1983).
Kielholz (1971) systematisiert die Symptome in Grundsymptome und akzessorische Symptome. Zu den Grundsymptomen zählt er die depressive Grundstimmung (z. B. »Gefühl der Gefühllosigkeit«), die Denkhemmung, die Hemmung der zentrifugalen Funktionen (z. B. Willenshemmung, Antriebsmangel). Die akzessorischen Symptome beinhalten stimmungsbedingte Wahnideen, insbesondere Versündigungs-, Insuffizienz-, Verarmungs- und nihilistische Ideen sowie somatische Erscheinungen. Für die Zuordnung zu den Unterformen sind neben der Ausprägung der Symptome Informationen über Verlauf und Dauer der Symptome, Vorhandensein anderer körperlicher oder psychopathologischer Krankheiten sowie belastender Lebensereignisse notwendig. Der Ausprägungsgrad kann durch psychologische Testverfahren erfaßt werden (Blöschl, 1981).

Es sind viele Versuche unternommen worden, die Symptomvielfalt zu klassifizieren, mit dem Ziel einer möglichst eindeutigen Zuordnung zu klar definierten Krankheitseinheiten mit spezifizierter Jiologie, Verlaufscharakteristika und unterscheidbaren Reaktionen auf verschiedene Behandlungsformen (für einen Überblick siehe Linden, 1979; Benesch, 1981). Kraepelin (1913)“

„Die meisten europäischen Klassifikationen sowie die Internationale Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (ICD-9 / 10) unterscheiden weiterhin endogene und neurotische Depression sowie innerhalb der endogenen Depression unipolare und bipolare (d. h. mit depressiven und manischen Phasen) Formen. (Kielholz, 1971; Roth/Barnes, 1981). Der Endogenitätsbegriff gehört zu den umstrittensten in der Psychiatrie (Schulte/Tölle, 1971). Damit ist so Unterschiedliches gemeint wie eine aus sich selbst heraus entstandene Krankheit sowie erbliche oder somatische Genese (Schulte/Tölle, 1971) oder auch eine besonders schwere Form der Depression. Übereinstimmung besteht jedoch inzwischen dahingehend, daß auch im Vorfeld endogener Depression kritische Lebensereignisse auftreten und mit dem Krankheitsgeschehen interagieren können.“
Aufgrund verschiedener faktoren- und clusteranalytischer sowie Längsschnittstudien wurde auf deskriptive Weise versucht, Unterscheidungskriterien von endogener und neurotischer Depression zu bestimmen. Matussek et al. (1981) identifizierten folgende Symptome für die endogene Gruppe: abgrenzbare Qualität der Depression, Verlust der Reagibilität, Hemmung, Morgentief, Rückzug der Patienten, Störung der tageszeitlichen Rhythmen, Appetitverlust, Schlafstörungen. Neurotisch Depressive stellen im Vergleich mit endogen Depressiven eine heterogene Gruppe dar mit den Merkmalen: neurotische Persönlichkeitsstruktur, Reagibilität, Traurigkeit als qualitativ nicht abgrenzbar von normaler Traurigkeit und Hypochondrie (Matussek et al., 1982). Endogen Depressive sprechen besser auf trizyklische Antidepressiva an, die Remission ist stabiler (Matussek et al., 1981; Roth/Barnes, 1981).
[Depression : Handwörterbuch Psychologie, S. 493 - 496 (vgl. HWB Psych., S. 102) ]

In der Psychologie und Psychiatrie unterscheidet man unipolare affektive Störungen (Depression oder Manie) von den bipolaren affektiven Störungen (die „manische-depressive“ Bipolare Störung).

November II 013
In diesem Band sind gemalte Bilder die in der Therapie entstanden.