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Archiv der Kategorie Tiefenpsychologie
Ja, ja ich weiß ja…
23.9.2008 von Oskar Unke.


Ja, ja ich weiß ja…..
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“Wenn irgendwer vor 1927 behauptet hätte, dass so viele soziale Institutionen der Gesellschaft des Menschentiers seit tausenden Jahren im wesentlichen irrational, also biopathisch waren, wäre ich einer seiner strengsten Gegner gewesen. Mittlerweile hat die soziale Entwicklung überall auf dieser Erde, ausgehend von Europa, die Tatsache, dass der Mensch und seine Gesellschaft im streng psychiatrischen Sinne des Wortes geisteskrank ist, zu einem Gemeinplatz gemacht. Ich hatte das Glück, oder wenn man will, das Unglück, diese Tatsache nicht, wie die meisten erst 1942, sondern schon 1927 empfunden und mit ihrer Erforschung begonnen zu haben. Der erste Zusammenstoss mit der menschlichen Irrationalität war ein Riesenschock. Dass ich ihm stand hielt, ohne geisteskrank zu werden, ist unbegreiflich. Man bedenke, dass dieses Erlebnis mich mitten in einer behaglichen Angepasstheit an das übliche Denken antraf. Ich geriet, ohne zu ahnen, womit ich es zu tun hatte, in die sogenannte “Wurstmaschine”, also in einen Zustand, der in den letzten 10 Jahren jedem neu hinzukommenden Sexualökonomen und Vegetotherapeuten wohl vertraut ist. Der Zustand lässt sich am besten wie folgt beschreiben: Wie mit einem Schlage erkennt man die naturwissenschaftliche Nichtigkeit, die biologische Sinnlosigkeit und die soziale Schädlichkeit von Anschauungen und Einrichtungen, die bis zu diesem Zeitpunkt ganz natürlich und selbstverständlich erschienen.
(Wilhelm Reich)
Wird mir an manchen Tagen sehr bewußt in Erinnerung gebracht.
Zu mehr reicht mir die Zeit nicht mehr. Auch die kommenden Tagen, anstrengende und ausgefüllte Tage. Nach der Physiotherapie an der HWS mehr Schmerzen.
„Die charakterliche Struktur ist erstarrter soziologischer Prozess einer Epoche.“ (Wilhelm Reich in: Charakteranalyse)
Geschrieben in Mentalpsychologie, Bioenergetik + Sexualität, Tiefenpsychologie, Oskars Notizkladde, Oskar Unke | Drucken | Keine Kommentare »
Lag es am Vollmond?
19.8.2008 von Oskar Unke.

Das ich so intensiv geträumt habe nach langer Zeit. Und nicht nur wunderschöne Elfenträume, nö ganz und gar nicht.
Sogar Schlangen trieben ihr Unwesen. Ooorg! Schlangen mag ich nicht so. Der Mensch und die Schlange sind seit Urzeiten Feinde, und es war die Schlange, die Eva den Apfel der Erkenntnis reichte, womit der Sündenfall begann und die Vertreibung aus dem Paradies folgte. Es gibt nur wenige Menschen, die Schlangen mögen und akzeptieren können, ich gehöre eindeutig zu den Schlangenverächtern. Es ist ein Ur-Unbehagen in uns, das uns vor diesen Viechern zurückschrecken läßt. Da fällt mir ein ehemaliger Kollege ein. Der hatte früher lange Jahre in Brasilien gelebt. Wenn ich mir einen Spaß machen wollte und diesen Kollegen mal wieder foppen (ärgern) wollte, zischte ich wie eine Schlange, Ooohh! Wie er immer so schön erschrocken ist und zusammengefahren.
“Im Traum ist die Schlange kein widerliches Reptil (O doch, ist sie, jedenfalls in meinem Traum!!!) sie symbolisiert unsere im dunkeln liegende Triebnatur, die ebenso ein Teil unserer Wesens ist wie die andere, uns vertraute Seite. Es liegt an uns, diesen Teil in unsere Gesamtpersönlichkeit zu integrieren, sie uns nutzbar zu machen, denn sie ist notwendig zur Gewinnung unserer ganzen Einheit, zur Reifung unseres Selbst.” (Gerhard Merz: Traumdeutung, Xenos-Verlagsgesellschaft, 1988))
Geschrieben in Traumwelten, Bioenergetik + Sexualität, Tiefenpsychologie, Oskars Notizkladde, Oskar Unke | Drucken | 1 Kommentar »