Naturverbundenheit

natürliche Landschaft natürliche Landschaft, ursprüngliche Wege

”Wer die Natur liebt, dessen innere und äußeren Sinne stehen noch wahrhaft
im Einklang miteinander; er hat sich den Geist der Kindheit bis ins Mannesalter
erhalten. Sein Umgang mit Himmel und Erde wird Teil seiner täglichen Nahrung…
Nicht alleine die Sonne oder der Sommer zollen ihren Freudentribut, sondern
jegliche Stunde und Jahreszeit; denn jede Stunde und jeder Wechsel entspricht
einer anderen Geistesverfassung und bestätigt sie.”
(Ralph Waldo Emmerson: Die Natur – 1990, S.88)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 025 Kraichgauer Naturlandschaft bei Obergrombach

Hügellandschaft Richtung Jöhlingen

Für mich ist diese “Einfachheit” der Landschaft, diese unspektakulären Feldwege
trotzdem immer wieder ein erhabenes Erlebnis im Sinne von Martin Heidegger und seinem: Der Feldweg (Klostermann Verlag – bebilderte Sonderausgabe – 4. Auflage 2010)

”Dieselben Äcker und Wiesenhänge begleiten den Feldweg zu jeder Jahreszeit mit einer stets anderen Nähe” (s.o.)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 046 Blick auf die Obergrombacher Weinberge und weitere Lieblingswege

”Das Einfache verwahrt das Rätsel des Bleibenden und des Großen. Unvermittelt kehrt es bei den Menschen ein und braucht doch ein langes Gedeihen.” (w.o.)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 048 Feldweggedanken

”Die Weite aller gewachsenen Dinge, die um den Feldweg verweilen, spendet Welt.”
(Martin Heidegger: Der Feldweg – S. 17)

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 019 unscheinbarer Feldweg auf Wössinger Gemarkung

Wer keinen “Draht” dafür hat, wer keinen Sinn dafür entwickelt hat, dem gibt es in der Tat nicht viel. Dieser Mensch geht achtlos an so Vielem vorbei, nicht zuletzt auch an seinem eigenen Leben. Er lebt es nicht selber, sondern er wird gelebt.

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2 Kommentare zu Naturverbundenheit

  1. Oskar Unke sagt:

    Hallo Laura,
    Jeder Tag bringt ein wenig mehr Frühling.
    Heute schon mehr Blühendes zu sehen.
    Ja, die Landschaft liebe ich so. Nicht zu hohe Berge, weiter Blick, keine Einengung und das Meer mag ich auch nicht mehr so wie früher. Die Alpen geben mir auch nichts mehr. Da hat’s auch zu viele Verschattete … kicher
    Unter der Woche geht es mit dem Menschenauflauf. 😆
    Das ist halt das Wunderbare am Rentnerdasein, man kann zu jeder Zeit laufen.
    Da die Blödheit stark zunehmend ist, bin ich immer sehr froh, wenn ich keine zweibeinige blöckende Hornochsen zu Gesicht bekomme. 😆
    VG
    Oskar

  2. Laura sagt:

    Es sieht wahrlich schon ein wenig nach Frühling aus.
    Auf einem der Fotos sind sogar schon kleine weiße Blüten zu erkennen.
    Jetzt kann es nicht mehr lange dauern 🙂
    Schön ist es in deiner Umgebung – und so schön menschenleer !!
    Nochmals liebe Grüße
    von Laura

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