Nachtgedanken XVII

Nachtgedanken

Warten führt weg von der mechanischen Logik der Uhr und eröffnet Zeiterfahrungen, die anderes möglich und erlebbar machen, als das, was die Zeitmesser vorgeben. Die Diktatur der Uhr läßt kein fruchtbares Warten zu. Wartezeit ist ein Geschenk. Nietzsche beschreibt es: „Warten und sich – vorbereiten; das Aufspringen neuer Quellen abwarten; in der Einsamkeit sich auf fremde Gesichte und Stimmen vorbereiten; (…) [1]

Zeit verrinnt

An anderen Stelle schreibt Nietzsche in lyrischer Form:
Sils-Maria
Hier saß ich, wartend, wartend doch auf nichts,
Jenseits von Gut und Böse, bald des Lichts
Genießend, bald des Schattens, ganz nur Spiel,
Ganz See, ganz Mittag, ganz Zeit ohne Ziel.
Da, plötzlich, Freundin! wurde eins zu zwei –
Und Zarathustra ging an mir vorbei…

Oskar im Bunker

[1] (S. 168/169)

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Nachtgedanken XVI

Heute bin ich dran mit den Nachtgedanken

Auf den Tod zu warten…

Es ist ein seltenes Glück zu leben; der Tod aber kommt ganz von selbst. Was ist das für ein Gedanke, das seltene Glück des Lebens preiszugeben, um auf den Tod zu warten, der doch ganz von selbst kommt; Sitte und Recht hochzuhalten, um vor den Menschen zu prahlen; seinen Gefühlen und seiner Natur Gewalt anzutun, um den Ruhm herbeizulocken!
[Chinesische Philosophie: Liä Dsi – Das wahre Buch vom quellenden Urgrund. ]

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Lebensspuren in Lebenswegen

Lebensspuren 1

Diese, meine Füße haben nun schon eine beträchtliche Wegstrecke an Jahren absolviert. Auch mir hat sich sehr oft die heilende Kraft des Wortes erschlossen.
Deswegen habe ich weite Lebensphasen lang immer das sogenannte “Biografisches Schreiben” praktiziert. Auch heute noch schreibe ich per Hand viele Notizen, Ideen etc. in Tagebücher bzw. Notizkladden. Eine längere Zeitphase habe ich mehr in elektronische Notiz- und Tagebücher geschrieben. Auch von der computerbasierten Kalenderbuchführung bin ich ganz abgekommen. Obwohl ich da ein wunderbares Programm habe (Lotus Organizer), führe ich ein Kalenderbuch wieder in alter Manier mit handschriftlichen Einträgen. Ganz zu Anfang habe ich da ja auch mit Hypertext – Software und HyperCard Prg (in den 80er und 90er Jahren) gearbeitet. 1989 bis 1992 habe ich mit verschiedenen Atari-Computern gearbeitet, da gab es auch hervorragende Karteiprogramme. Damals habe ich im Gegensatz zur Masse der Computerarbeiter auch mit der Lotus SmartSuite gearbeitet (bis Windows 7 64bit die Suite nicht mehr akzeptierte.) Allerdings habe ich da auch schon lange parallel mit Open Office und Linuxsoftware gearbeitet.

Mit Lotus 123 schließt IBM eine “Killerapplikation” der beginnenden PC-Ära, wie es zuvor VisiCalc für den Apple II gewesen war. Die Tabellenkalkulationssoftware wurde im Januar 1983 als Lotus 1-2-3 eingeführt und mit dem Slogan “rechnet schneller, als Sie 1-2-3 sagen können” beworben. Lotus 1-2-3 war Bestandteil der SmartSuite, ebenso wie WordPro ,die Datenbank Approach. Ganz zu Anfang hatte ich mit Ami Pro dem Vorgänger von WordPro gearbeitet.

 

Sept-Okt-Gem   Hauw-Bunk 033

“Schreiben heißt, sich selber lesen” erkannte schon der Schriftstelle Max Frisch. Biografisch schreiben eröffnet auch die Chance die Vergangenheit aufzuarbeiten und Kontakt mit den inneren Beweggründen aufzunehmen.

Wildschweinallee

So lasset uns voranschreiten zu neuen Horizonten

Von den Anfängen

Notizkladde Lang, lang ist es her. Von den Internetanfangszeiten –Mittwoch, 19. November 2003  – hatte ich mit NetFusion  eine Medizin-Mythos HP erstellt. Die Fusion Version weiß ich jetzt mit Anhieb gar nicht mehr, könnte die Version 3.0 gewesen sein. Gleichzeitig hatte  ich zu der Zeit auch HPs mit MS Frontpage erstellt. Die HP ist auf einem alten Sicherungslaufwerk gespeichert, da ich natürlich diese Urversionen der Software nicht mehr aktuell auf dem Computer habe, ist die Darstellung nur noch rundimentär möglich.

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Auf dieser Homepage ging es u.a. um solche Themen wie: Der Mythos von der Medizin als Wissenschaft, … “Der belgische Elektrotechniker Jacques Neirynck, der die Geschichte der modernen Ingenieurskunst kennt wie kaum ein anderer, hat festgestellt, daß >ein radikales Mißverhältnis zwischen angestrebtem Ziel und den von der Medizin verwendeten Mitteln< zu bestehen scheint. Der Grund hierfür ist seiner Meinung nach darin zu suchen, daß die Epidemie gegenwärtiger Befindlichkeitsstörungen und Gesundheitsprobleme ein soziales Phänomen ist – und die moderne Medizin tritt dem mit einer rein technischen Strategie entgegen.

[…] Angenommen der Patient überlebt die Behandlung, kann es vorkommen, daß die Symptome zwar verschwinden, die Krankheit selbst jedoch in einer anderen Form wieder auftaucht, da die tatsächliche Ursache nicht beseitigt worden war…”

Oskars Dachstuben

Am obigen Arbeitsplatz und Computer wurden die besagten Webseiten erstellt.

Fest steht jedenfalls das eine: Wenn man die >Wissenschaftlichkeit< der Heilkunde kritisch betrachtet, dann schneidet die Medizin nicht sehr gut ab.

Oskars Bunkerwelt  Merkste was Agathe… der Oskar war wohl schon immer ein rebellischer Geist 😆

Wann wird man je verstehn?

Torheit und Dummheit 0

Wann wird man je verstehn?
Goethes Worte „Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!“ widerspiegeln das geistlose Fundament unserer modernen Power- und Konsumgesellschaft.
Der “zivilisierte” Industrie-Mensch liebt den bizarren Chihuahua und verachtet den traditionsbewussten Philosophen und den nachhaltig lebenden Mensch.

„Geister sind dem unsichtbar, der keinen hat“, sagte einmal Arthur Schopenhauer.

Heini Deutscher in Aktion 1
Heini Deutscher
Was Geister? Wo denn, wie denn? Ein neuer Film? Wann? Wo?
Ich sehe wirklich keine Geister….

w2dblogroll

Wann wird der Mensch wissen, was er tut?
Wann wird man je verstehn?

eule1_150

“Fast ist es ihm,
als ob er die Symptome einer völligen Ausrottung und
Entwurzelung der Kultur wahrnähme, wenn er an die
allgemeine Hast und zunehmende Fallgeschwindig-  eule1_150
keit, an das Aufhören aller Beschaulichkeit und Sim-
plizität denkt.”

“Daß die einzelnen sich so gebärden,
als ob sie von allen diesen Besorgnissen nichts wü-
ßten, macht uns nicht irre: ihre Unruhe zeigt es, wie
gut sie davon wissen; sie denken mit einer Hast und
Ausschließlichkeit an sich, wie noch nie Menschen an
sich gedacht haben, sie bauen und pflanzen für ihren
Tag, und die Jagd nach Glück wird nie größer sein,
als wenn es zwischen heute und morgen erhascht wer-
den muß: weil übermorgen vielleicht überhaupt alle
Jagdzeit zu Ende ist. “ [1]
([1]Unzeitgemäße Betrachtungen, F. Nitzsche]

Nachtgedanken

derbuchleserskulpturbarlach-517Der Buchleser von 
Ernst Heinrich Barlach

Arthur Schopenhauer war 23 Jahre alt, als er zu dem 78jährigen Dichter Christoph Martin Wieland sagte: "Das Leben ist eine mißliche Sache, ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken."
Dieser Ausspruch war für mich immer ein gewisser Leitsatz, dem ich nahekommen wollte. Arthur Schopenhauer war für mich der erste Philosoph mit dem ich mich intensiv und ausführlich zu beschäftigen begann.
Arthur Schopenhauer eignet sich wie kein anderer Philosoph dazu, dem Entstehen einer Weltanschauung nachzuspüren. "Schnell fertig ist die Jugend mit der Welt", ließe sich Schillers Wort passend auf Schopenhauer variieren. Kein anderer Philosoph hat in seiner Jugend so viel von der Welt gesehen und sich so früh ein Urteil über sie gebildet. Mit 26 Jahren war sein Urteil über "alles Leben": Gewogen und zu leicht befunden.

Leselust Oskars Bunkerwelt