Ist dies Heimatgefühl?

Sommerneckarfahrt

Vermittelt dies Heimatgefühle?
Nach 44 Jahren Abwesenheit….
Im Juli d.J. fotografierte ich am Neckar, direkt an der L 588 Ortseinfahrt Hochhausen, als es hupte, leider konnte ich nicht mehr genau erkennen wer in diesem Handwerkertransporter drin saß. Sah nur noch schemenhaft jemanden winken. Dies setzte sofort meinen Heimat-Denk-Zyklus in Gang. (Wo ist meine Heimat?, Was ist Heimat? etc.)
Fest steht, es zieht mich immer wieder an den Neckar, nach Obrigheim und es ist mir dort nie fremd geworden, auch nach so langer Zeit nicht (44 Jahre).

Neckarbrücke bei Obrigheim
zweite Neckarbrücke bei Obrigheim a. Neckar mit Blick auf den Schreckhof

Neckarwiesenweg Obrigheim
Neckarwiesenweg Obrigheim
Was bin ich früher diese Wege gelaufen – mein Hund Rinti (Schäferhundmischling) war nicht böse drum.

Blick auf Obrigheimer Kirche
Blick auf Ev. Kirche in Obrigheim a.N.

Ein wenig Erkenntnis

Abendglühn

Nichts bleibt, wie es ist. Kein Widerstand ist dem Strom des Lebens gewachsen. Ihm gilt es nachzugeben, statt gegen ihn anzukämpfen, wie das Wasser zu werden, das mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. (Weisheit des Tao)

Reste
Das tao ist der Weg des Himmels, der Erde und des Menschen. Sich keiner Aktivität bewußt, ohne Zweck und Absicht, weder Lohn noch Lob erstrebend, erfüllt es doch alle Dinge mit Vollkommenheit. Gleich dem Wasser bahnt es sich seinen Weg mit Weichheit. Es ist eher schattenhaft – wie eine tiefe Schlucht. Die Dinge dem tao zu überlassen, ohne sich in seinem natürlichen Ablauf zu mischen, das ist bestes Handeln.

Es läuft einfach nicht rund

November 2013 - 26 - Pana - WöSteiWaSpZg 001

So grün wie auf diesem Bild fühle ich mich nicht.
Zwar auch nicht tiefscharz oder schwarz, eher ein gräuliches GRAU 🙁  ist mein Befinden / Zustand
Der grippale Infekt ist zwar abgemildert aber noch nicht überwunden.
Es ist wohl der Preis des Alters 🙁

November 2013 - 26 - Pana - WöSteiWaSpZg 020
Das Ziel des Lebens ist es, ganz geboren zu werden, und seine
Tragödie, daß die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind.
In letzter Zeit (dem Wetter, dem Grau in grau geschuldet) denke ich mal wieder sehr über all diese Dinge nach.

Erleuchtung

 

euledoctorhut_150

Zündet man Kerzen an, so erhält man Licht.
Vertieft man sich in Bücher, wird einem Weisheit zuteil.
Die Kerze erhellt die Stube, das Buch erleuchtet das Herz.
(chinesisches Sprichwort)

Books_2

Wer es liebt durch Buchläden zu schlendern, ist in Heidelberg und Tübingen am richtigen Ort.

In der Bücherstadt Tübingen prägt man einen wunderschönen Begriff für die Buchhandlungen im Stadtkern: Buchtankstellen. Sie räumen dem Buch einen Stellenwert als unverzichtbares Grundgut ein, ohne das der Mensch nicht auskommen kann. Hier und dort muss er auftanken – und das kann er in Tübingen in einem sehr dichten Netzwerk aus Buchläden und Antiquariaten.
Da ich in Tübingen ja eine Zeitlang gelebt/gewohnt habe, kenne ich alle Buchhandlungen dort, besonders die in der Altstadt hatten es mir angetan. Schade war damals (70er Jahre) nur der schmalere Geldbeutel. Und gerade auch Fachbücher waren schon immer teuer. Es fehlte auch ein wenig die gänzliche Ruhe, denn ich wohnte zu der Zeit in einer WG und fuhr nur am Wochenende heim nach Walzbachtal. Ein alter VW-Käfer war zu dieser Zeit meine “Rennmaschine”, handgestrichen äh lackiert und mit Affenkopf versehen. Da mußte ich immer einen 5 oder 10 Liter Ölkanister mitnehmen, weil mein Käfer einen guten Öldurst hatte. Hatte ihn aber billig erstanden (für 150 DM) und nach Schule/Ausbildung und Bundeswehr hatte ich mit 20/21 Jahren keine Reichtümer angesammelt.

Bücherstadt Tübingen

Ah! Ich liebe so alte Buchhandlungen 🙂

Deswegen fahre ich ab und an auch so gerne nach Maulbronn und flaniere in der dortigen Klosteranlage und besuche die dortige Klosterbuchhandlung Krueger ,da kannte ich vom jetzigen Inhaber schon den Vater, weil ich da schon immer gerne in den Büchern stöberte. (schon in den 70er Jahren)

Klosterbuchhandlung Maulbronn
Dort ist Hermann Hesse auch sehr präsent.

Klosterbuchhandlung Krueger in Maulbronn
Buchhandlung im Kloster Maulbronn

Tätigkeit und Verstand

Darf es ein bißchen mehr seinDarfs ein bißchen mehr sein an Dummheits-Gen?

Tätigkeit und Verstand:
”Was dieser ausführlich durchdacht hat; führt jener rasch aus. Eilfertigkeit ist eine Eigenschaft der Dummköpfe, weil sie den Punkt des Anstoßes nicht gewahr werden, gehn sie ohne Vorkehr zu Werke.” (Auszugszitat von Baltasar Gracia´n : Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit – aus dem Spanischen von Arthur Schopenhauer – § 53)

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Aus Brettener Woche / Kraichgau Bote

Soviel zu Eilfertigkeit / Eile und Dummheit in heutigen Zeiten. Dies ist beileibe kein Einzelfall, sondern alltägliche Realität auf bundesdeutschen Straßen.

Auf der Hut sein

Bunkerfunk
Es heißt mal wieder >auf der Hut sein< das Internet mutiert immer mehr zum Spiegelbild der “irrsinnigen Welt” 
In meiner E-Post fand ich heute:
”Internetseiten sind heute der wichtigste Weg, um Schädlinge zu verbreiten. Bei bestimmten Themen ist die Gefahr besonders groß, seinen Rechner mit Malware zu infizieren.”

“Auch wenn heute noch immer Spam-Mails mit schädlichen Anhängen verschickt werden, stellen mit Malware präparierte Internetseiten inzwischen das größte Infektionsrisiko dar. Online-Kriminelle hacken sich in legitime Websites, um spezielle Angriffsbaukästen, so genannte Exploit-Kits, an den Start zu bringen. Diese untersuchen den Rechner des Besuchers auf bekannte Sicherheitslücken, um dann verdeckt per Drive-by Download einen Schädling einzuschleusen.” (Meldung von PC-Magazin)
Die negativen Aspekte des Internets nehmen immer mehr zu. Muß mal ein Bild fotografieren, daß in meinen Dachstuben an der Wand hängt. Da heißt es sinngemäß >> Mein Mann beschäftigt sich fortwährend mit Themen, die er vorher ohne Computer und Internet nicht hatte computereinstieg_52 Es stehen zwei Frauen zusammen und betrachten den verbissen am Computer agierenden Mann.

Vögel der Freiheit

Der Freiheit entgegen Vögel der Freiheit singen nicht nur von der Freiheit, sie fliegen ihr entgegen, ja sie fliegen in die Freiheit.

vogelfroehlich_155
Es gibt Vögel, die sitzen in einem Käfig gefangen, und dennoch singen sie. Aus diesem Grunde hatten wir früher auch einmal Singvögel im Käfig. Wellensittiche und Kanarienvögel. Irgendwie meinte ich es sei schön, wenn so ein kleiner Kanarienvogel sein Lied schmettert. Aber so richtig davon überzeugt war ich nie, daß diesen kleinen Piepmatzen das Käfigleben gefällt. Die Wellensittiche sah ich immer in Australien in der Natur, wie sie eigentlich richtig leben, vor mir. Als wir dann auch noch mehrmals Pech hatten mit neuen Vögeln, sagte ich irgendwann, Schluß damit. Vögel müssen in der freien Natur leben, wir Menschen dürfen nicht so eigensüchtig sein und nur zum eigenen Ergötzen Vögel in Käfigen halten. Oskar wollte ja auch nicht so sein ganzes Leben verbringen. Lieber füttern wir unsere einheimischen Vögel im Winter, wenn es denn erforderlich ist.

Du warst ein fröhlicher zwitschernder Vogel, und nun sitzt du mit einem gebrochenen Flügel.
So ergeht es vielen Menschen. Alles ist festgefahren, alles ist dunkel wie in einer schwarzen Nacht. Wie ein Alptraum liegen die Schatten der Vergangenheit über dem Leben. Die Matrix der Vergangenheit und der Emotionen, rumoren im Unbewußten hartnäckig weiter. Manchmal weißt du nicht mehr, ob du noch leben willst. Aber du darfst nie die Hoffnung aufgeben, irgendwann siehst auch du wieder Licht am Ende des Tunnels. Wie heißt es so schön: Wenn du meinst, es geht nicht mehr weiter, kommt von irgendwo ein Lichtlein her, ein Hoffnungsschimmer scheint dir auf. Dein Geist ist stärker, stärker auch als dein Leib. Dein Geist zündet wieder ein Licht an, vielleicht erst einmal ein kleines Licht, aber du siehst wieder etwas.
Immer ist ein Weg da. Du mußt ihn nur wieder beschreiten, den Weg deiner Hoffnungen und Träume. (aus unserer ehemaligen HP MP-Netz —> Augenblicke der Freiheit)

Wege im Nebel

Blick auf Weingarten

Weingarten / Baden im Novembernebel im Hintergrund Rheinebene

November 2013 - 15 - Olymp 810 - Weing-Weinb Wald 014
Weingartener Weinbergweg
Es war ein unangenehmer kalter Wind, naßkalt und nur um die 6° C bis 9° C Tagestemperatur. Mir war wie wenn der Wind schon gerne Schnee gebracht hätte.

Weingarten
Blick auf Weingarten

Weg im Nebel

Nun wird die Spur der Füße langsam ungetan,
Und aus der Tiefe, aus der tiefen Tiefe steigt
Das Trübe, schwadengrauer Nebel himmelan.

Nun wird der Augen-Aufblick langsam leer,
Und aus der Höhe, aus der hohen Höhe neigt
Die Wolke sich, sinkt Nebel erdwärts schwer.

Nun drängt zu dem verwandten Un-Gesicht
Das Wesenlose aus den fahlen Gründen
Und hebt sich sehnend ins versäumte Licht.

Nun flieht, was war: es fliehen Busch und Baum,
Flieh’n Berg und Tal, die sich zur Flucht verbünden,
Es fliehst du, Herz. Es floh’n die Zeit, der Raum.

Land wurde Meer. Meer wurde schwälend Schaum.
Ihn schlürft, sich fröstelnd zu entzünden,
Das ungelebte Leben und der ungeträumte Traum.

Maria Luise Weissmann, 1923

Weingarten Waldweg
Weingarten Waldweg

November 2013 - 15 - Olymp 810 - Weing-Weinb Wald 044
Weingarten Weinbergweg

November 2013 - 15 - Olymp 810 - Weing-Weinb Wald 056
Im Weingartener Wald.

Am Samstag war das Wetter um keinen Deut besser. Eigentlich hoher Luftdruck, aber die Sonne schafft es nicht durch diese graue Schicht. Es ist aber eine Idee wärmer, jetzt auch noch in der Nacht knapp 8° C

Die meisten Menschen glauben sie seien frei

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“Die meisten Menschen geben vor und glauben selbst daran, daß sie glücklich sind, denn wenn man unglücklich ist, ist man ein Mißerfolg. Man muß deshalb die Maske des Zufriedenseins, des Glücklichseins tragen, sonst verliert man den Kredit auf dem Markt, ist man kein normaler Mensch, ist man nicht tüchtig. Doch man muß sich die Menschen nur anschauen, was hinter der Maske zum Vorschein kommt: Unruhe, Gereiztheit, Ärger, Depressionen, Schlaflosigkeit, Unglücklichsein – das, was die Franzosen die "Malaise" genannt haben.”
Erich Fromm: Interview Lodemann 1977) [512]