Von Wert und Verfügbarkeit der Zeit

Der alte Mann und die Vergänglichkeit der Zeit Der alte Mann und die Vergänglichkeit der Zeit

“Die Zeit, die dir bisher geraubt oder heimlich gestohlen wurde oder auch irgendwie verging, halte zusammen und gehe mit ihr sparsam um. Am meisten verdienen wir Tadel für den Zeitverlust, den wir unserer Nachlässigkeit zuzuschreiben haben. Wenn du einmal darauf achten wolltest, so wirst du feststellen: der größte Teil des Lebens geht vorüber, weil man falsch handelt; ein nicht geringer dadurch, daß man nichts tut; ja, das ganze Leben, wenn man etwas anderes tut, als man eigentlich tun sollte.” (Seneca)

AbendruheAbendruhe

“Koste du nur alle Stunden aus. So wirst du dich weniger auf das Morgen verlassen, wenn du dir das Heute vornimmst. Wer das Leben nur vor sich herschiebt, dem zerrinnt es. Nichts, lieber Lucilius, gehört uns. Nur die Zeit ist unser. Sie, die so flüchtig und vergänglich ist, hat uns die Natur als einziges Eigentum überlassen. Aus ihm kann uns jeder vertreiben, wenn er es darauf anlegt. Und so groß ist die Torheit der Menschen, daß sie sich für alles, was sie einmal bekommen haben, und sei dies noch so gering und billig, verpflichtet fühlen, so daß sie sich als Schuldner vorkommen. Niemand aber ist der Meinung, er schuldet etwas, wenn er die Zeit erhalten hat, wo doch diese das einzige ist, was er nicht einmal mit Dank zurückerstatten kann.” ( Seneca )

Einerseits und andrerseits

Fernblick

Fernblick vom Wössinger Lugenberg über die Rheinebene (Oberrheingraben) auf die Pfälzer Berge (Pfälzer Wald) stark herangezoomt

Couch Ruhe
Komme zur Zeit kaum mehr richtig zum Laufen, was mir sehr fehlt. Merke es am ganzen Körper und an der seelischen Befindlichkeit. Irgendwie bin ich auch wintermüde Winterschlaf gestört. 🙁  🙁
Einerseits habe bzw. hätte ich viel zu erledigen, andrerseits laufe ich eben nur im Winterschongang Alles paletti und tue mich dadurch schwer.

Wetter Wischi Waschi Wischi Waschi
ist das Wetter und so fühle ich mich auch nachdenk

Es ist nach wie vor viel zu mild (warm) für die Jahreszeit. Die Natur ist durcheinander, die Vögel machen schon wie im Frühjahr, seit Tagen singt am Abend schon eine Amsel… die Sträucher treiben aus … kein Wunder fühlt man sich da so kaputt und ausgelaugt.

Aktuell haben wir stärkere Regenfälle und es ist windiger und mit + 6° C relativ mild für eine Winternacht. Sehe es kommen, wir müssen zu Ostern die Eier im Schnee suchen 🙁

Zur Abwechslung mal ein Serverfehler

Computerfrust-smielyschüttel
Es ging mal wieder nichts. Absurd-AG war nicht erreichbar und selber konnte ich auch wieder nicht in den Adminbereich kommen. Habe es nicht gleich bemerkt, weil ich am Sonntag nicht im Internet war. Heute habe ich es zwar dem technischen Support meines Providers gemeldet, da ich aber unterwegs war konnte der “Schaden”  erst heute Abend behoben werden.

Arzt-spritze   Hatte auch mal wieder Sehnsucht nach einem Quacksalbervertreter, man gönnt sich ja sonst nichts 😆
Manchmal muß man halt zu einem Arzt, sonst bekommt man kein notwendiges Medikament, wenn die rezeptfreien Arzneien nicht den Erfolg bringen. 🙁

Das Abenteuer des Denkens bleibt vielen erspart

Naiv und tumb

Es ist nun einmal eine abgegriffene, aber noch keineswegs überholte Allerweltsweisheit, daß nichts so schlecht zu vertragen ist wie eine Reihe von guten Tagen. Die Tatsache, daß man die Folgen des süßen Lebens mit einem permanenten Niveauabstieg zu bezahlen hat, ist nicht zu leugnen. In der Tat ist das rapide Absinken der Leistungskurve auf allen Gebieten heute kaum noch zu übersehen. Über diese betrübliche Tatsache kann der Hurra-Optimismus naiver Gemüter so wenig hinwegtäuschen wie die primitive Fortschrittsgläubigkeit dezidierter Materialisten, die den technischen Fortschritt, bedingungslos anbeten und wie eine heilige Monstranz vor sich hertragen.

Till Eulenspiegel
Wilhelm Röpke sah sich daher zu der lapidaren Feststellung veranlaßt: „Wir sind zivilisierte Barbaren, geistig-moralisch splitternackte Wilde mit Radio, Maschinengewehren und Cyklotronen.“ Eine unbewältigte Technik erweist sich in der Tat immer mehr als wahre Tyrannis der Menschheit.

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Der heutige  Mensch hat seine zentrale Orientierung verloren. Er ist nicht mehr imstande, die Welt anders als nur noch partiell zu erfassen, die Gesamtsicht und damit Übersicht ist verloren. (ein Heer von Fach-Idioten ist heute die Regel – eine Informationsflut, aber kein wirklicher Erkenntnisgewinn mehr) Bei aller hochgezüchten Intellektualität, auf die er sich so viel zugute tut, kann er sein Leben kaum noch sinnvoll und eigengestaltet leben. Für die einfachen Zusammenhänge fehlt ihm der untrügliche Instinkt. Die Zersplitterung der Persönlichkeit signifiziert aber schon einen unaufhaltsamen ICH-Verfall.
Der konturlose Mensch ohne Rückgrat ist heute der dominante Massentypus, ohne gefestigtes geistiges ICH, ein Mensch der Beliebigkeit und des Zufalls.

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Warum gibt es kein Geistesleben mehr in Deutschland?, frug schon in den 70er  (genau im Jahre 1978) Jahren Friedrich Heer (österreichischer Kulturhistoriker, Schriftsteller und Publizist.
Ja warum wohl?

Mir fehlt das Laufen und Sauerstoff

rostige Zahnräder

Nullkommanichts ist eine Stunde herum, ein Tag Vergangenheit, eine Woche im Fluge enteilt….  🙁
Mal ist dies, mal jenes und gelaufen bin ich nun schon den ganzen Februar nicht. Dabei ist das Wetter überwiegend zum Laufen geeignet. Nun ja, die Wege sind größtenteils in einem schlechtem Zustand (immer noch zu naß und klitschig). Gestern Frau Gemahlin nachmittags  zum Orthopäden gefahren und selber eingekauft in dieser Zeit, auf dem Heimweg Klein-Lena abgeholt, sie wollte unbedingt noch mit zu uns und schwuppdiwupp war es Abend und mal wieder dunkel. Das Zeitdesaster ist mir mitunter schon ein Alptraum.

Blick vom Michaelsberg zum kleinen Odenwald

Blick vom Grombacher Michaelisberg zum kleinen Odenwald
(eine der letzten größeren Wanderungen noch im Dezember 2013)

Blick zum kleinen Odenwald
nochmals Blick auf den kleinen Odenwald – der bei Wiesloch beginnt und mit Leimen in Richtung Heidelberg weitergeht. Das Bild ist naturgemäß sehr stark rangezoomt.

image Bild von Wikipedia – kleiner OdenwaldArtikel Kleiner Odenwald bei Wikipedia

Blick in die Rheinebene
Blick in die Rheinebene

Heimatlos und entwurzelt

Entwurzelt Entwurzelt

Das Bedürfnis nach Geborgensein und unerschütterlichem Urvertrauen gehört zu den elementarsten überhaupt.

Doch heute gehört dieses Bedürfnis auch zu den bedrohtesten. Viele Menschen fühlen sich heimatlos und entwurzelt, leiden an Angst, Selbstzweifel und Desorientierung.
Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink sagt über die gegenwärtige Generation: Sie „ist erschöpft, weil sie überfordert ist, und sie ist überfordert, weil sie wenig mitbringt, womit sie den anstehenden Anforderungen begegnen könnte.“ (Der Spiegel 1/2003)
Menschen heute sind in einer „Identitätsnot“: Die Vorstellung, über die Zeit hinweg mit sich identisch zu sein, ist brüchig geworden.
In der modernen Massengesellschaft wird, nicht zuletzt von Werbestrategen, ein Scheingefühl der Besonderheit erzeugt. Identität wird zur vorgefertigten Hülle einer kulturellen Formensprache, die sich an einen bestimmten Turnschuh oder eine bestimmte Jacke binden kann.

Der Sozialpsychologe Kenneth Gergen meint, es gebe nur noch ein „multiphrenes Selbst“, also ein Selbst mit vielen geistigen Einheiten.
Wie können sie echte Geborgenheit wiedererlangen?

Die Psychotherapie alter Schule suchte die Quellen des Urvertrauens in einer unbeschadeten Kindheit.
Als sinnorientiertes Wesen kann der Mensch echte Geborgenheit nur in einer geistigen Heimat, in seinem transzendenten Ursprung finden. Alle Versuche, ihn auf dieser Erde Wurzeln schlagen zu lassen, müssen scheitern, wenn nicht zugleich die „Himmelswurzeln“ entfaltet werden.

Wo ist der Sinn?

Mentalweg zur Gelassenheit

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 Alles hat seine Zeit
das Reden und das Schweigen.
Je mehr ein Mensch auf dem Pfad zur Weisheit wandelt um so gelassener wird er.
Die stoische Philosophie und ihre Vertreter sind da Lebensgehilfen.
Marc Aurel:
In seinem Werk “Selbstbetrachtungen” schreibt er über Themen wie Zeit und Muße, Eitelkeit und Vergänglichkeit. Lebensnah und tiefgründig beantwortet Marc Aurel Fragen, die uns angesichts des Älterwerdens und des Eintritts in eine neue Zeitepoche auch heute noch bedrängen.
“Wer die Dinge, die heute existieren,
gesehen hat, der hat alles gesehen, was von
Ewigkeit her gewesen ist, und was ins
Unendliche hinaus sein wird: Denn es sind
immerfort Dinge von gleicher Natur
und gleicher Art.
Alles, was uns begegnet, ist so gewohnt,
so bekannt wie Rosen im Frühjahr und
Feldfrüchte im Sommer. Denn solch ein
Bewenden hat es mit Krankheit, Tod,
Verleumdung und Aussatz und allem,
warüber die Toren sich freuen oder
sich grämen.”

absurde Zeiten

Verruchte Welten

Die heutige eingeschrumpfte Zeit, in der für Geduld kein Platz mehr ist, drängt angstvoll auf Beschleunigung. Wie wenn der Jüngste Tag ganz unmittelbar bevorstünde, soll alles schnell noch irgendwie ausprobiert, ausgeführt, ausgenossen werden, bevor die Stunde kommt, "da keiner mehr wirken kann".
Denn dies ist der andere Dämon der zur Eile treibt: die Angst. Die Weltangst, die uns Heutige beherrscht und schier aus Verzweiflung zu Tänzern auf dem Vulkan macht. Sie ist nicht an äußere Erwartungen geknüpft; sie kommt aus dem Unbekannten. Dumpf, krankhaft, unbegründbar bildet sie die tragische Komponente zu einer ebenso krankhaften Lebensgier, mit der sie in unsichtbarem Kampfe liegt. Der Mensch, der diesen Kampf zu bestehen hat, erstarkt an ihm nicht, sondern er wird aufgerieben. Kämpft er doch aus keinen festen Stellungen heraus, sondern er kämpft auf der Flucht. Seine Waffen sind Spott, Dünkel und Zynismus. Gleich dem frechen Straßenjungen zeigt er dem Schicksal feixend die Zunge, obschon er weiß, daß er ihm nicht gewachsen ist. Er ist ohne Einsicht, aber voll Dreistigkeit…