Geh deinen eigenen Weg
und schlag nicht
den ausgelatschten Pfad
der Massenmenschen ein.
Archiv der Kategorie: Blogosoph
Blick in die Ferne
Dein Leben liegt weder in der Vergangenheit
noch in der Zukunft,
sondern allein in der Gegenwart
im Hier und Jetzt.
(Lebensphilosophie)
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Glück entsteht oft aus kleinen Dingen,
Unglück oft durch Vernachlässigung
kleiner Dinge.
(Lebensweisheit aus China)
Es gibt in unserer Gesellschaft klar abgesteckte Zeiten und Räume für den öffentlichen Ausdruck von Glücksgefühlen. Deshalb ist auch der allzu deutliche Ausdruck von Lebensfreude in unserer angeblichen „Spaßgesellschaft“ verdächtig. Glück, Spaß und Lust werden geplant, kontingentiert und dem Zeitmanagement unterworfen. Der Histrio und Narzißt braucht Publikum, sonst macht Selbstinszenierung bzw. Selbstdarstellung keine Freude.
Das Lachen ist vielen längst vergangen: Anhedonie – die Unfähigkeit, Freude empfinden zu können – hat sich zu einem Leitsymptom unserer Epoche entwickelt.
Unseren Tagen fehlt allzuoft ein herzliches Lachen.
Zum Tagesausklang
Für den Rest des Jahres
Meine Lektüre für den Rest des Jahres.
Zum Buch Buch: Geborgenheit – Unsere Suche nach dem inneren Halt – 2013 WBG –
“Wir leben in einer Zeit, die gezeichnet ist von Kälte und Egoismus, vom Auflösen traditioneller Strukturen und Lebenswelten, von politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen und vom Verlust religiöser oder spiritueller Führungen. Je medialer, globaler und virtueller unsere Welt wird, desto größer wird die Sehnsucht nach Sicherheit, Schutz, Liebe, Wärme und Vertrauen, desto mehr sehnen wir uns nach Geborgenheit. Doch wo und wie kann jeder Einzelne in den verschiedenen Lebensbereichen in seinem alltäglichen Denken, Handeln und Fühlen selbst zu seiner Geborgenheit finden? Welche Denkansätze und Betrachtungsweisen gibt es hierfür? “ (Buchdeckeltext)
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Anschlag an der Bunkerzentraltüre
Geborgenheit findet man auch durch eine bodenständige Zufriedenheit.
Durch den vorhergehenden Beitrag und dem Lied Großvaters Uhr, dachte ich wieder an meine Großeltern von Vaters Seite. Ihre Bescheidenheit und Bodenständigkeit hat mich mitgeprägt, es war mir immer ein gewisses Vorbild. Geborgenheit kann nur entstehen, wenn der Mensch in sich ruht, wenn er innengeleitet ist und nicht von all den Äußerlichkeiten abhängig ist, die heute einen Menschen bedrängen.
Sehnsucht der Seele
Gott ist das Urproblem der Menschheit, besonders aber das Problem der heutigen. Der Mensch ist von Natur ein Gott- und Sinnsucher in dem zweifachen Sinne, daß er die Gottheit erkenntnismäßig begreifen und daß er sie liebend umfassen möchte.
Die Suche nach Erkenntnis und nach Gott läßt uns nicht zur Ruhe kommen. Von Anbeginn war dies in der Welt und im Menschen. Das Urproblem der Menschheit nimmt eine doppelte Fassung an, einmal in der Frage: Ist Gott? und dann in der Frage: Was ist Gott? Die letztere Fragestellung wird für alle Zeiten bestehen; denn das Unendliche wird nicht umfaßt vom Endlichen. Viele Philosophen hat dies umhergetrieben, sei es Nietzsche und natürlich Kierkegaard.
Kierkegaard schreibt 1844 in dem Buch: Der Begriff der Angst:
Als Grundzug des Menschen findet er einen in der Philosophie völlig neuen Grundbegriff: die Angst. Immer wieder durchzieht seine Schriften auch die Sinnsuche und die Gottessehnsucht, die Sehnsucht nach Erlösung und Freiheit.
(Da kommt der Pastoralpsychologe zum Vorschein. 😉 )
Nicht zuletzt ist die Sehnsucht nach dem Paradies im Menschen verankert.
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Auch ich bin immer noch auf der Suche nach dem Naturparadies
Sehnsucht
Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!
Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.
Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht. –
[Eichendorff: Gedichte [Ausgabe 1841].
Wenig Zeit gehabt
Insgesamt 4 Ster Holz wollen transportiert und aufgeschichtet sein. Ein Nachschlag war noch erforderlich, weil wir dieses Jahr noch nicht genug Holzvorräte gebunkert haben. Kommenden Freitag soll der Winter bis in niedere Lagen Schnee bringen.
Auch sonstige Vorräte waren heute aufzufüllen, weil wir wieder Enkelfrei hatten. 🙂
Übrigens:
(Um vorübergehende schlechte Zeiten zu überbrücken, können Vorräte sehr hilfreich sein.)
“Wir leben in einer Zeit großer Krisen. Das Schuldendrama in den USA und Europa spitzt sich weiter zu, auch wenn derzeit wenige darüber sprechen. Der US-Mittelstand lebt teilweise bereits in primitiven Zeltstädten. In Thailand sowie in der Ukraine herrschen schon bürgerkriegsähnliche Zustände. Und bei uns bereitet sich die Polizei auf ähnliche Bilder vor. Immer mehr Menschen fürchten daher um eine sichere langfristige Zukunft.” Da gibt es ein neues Handbuch beim Kopp-Verlag.
>>> Handbuch für des Überleben in Krisenzeiten <<<
Vieles wird in unseren Medien ja überhaupt nicht gesendet, vieles einfach unter den Tisch gekehrt, einfach totgeschwiegen.
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Jedenfalls ging mir bei der Holzarbeit so vieles durch den Kopf, obwohl ich eigentlich für das absolute bewußte Tun bin. Nicht fünf Dinge gleichzeitig tun wollen und dabei nichts mehr richtig tun. Wie es ja leider heute üblich geworden ist.
Wenn man wirklich konzentriert ist, dann ist das, was man gerade in diesem Augenblick tut, das Allerwichtigste auf der Welt.
Jedenfalls dachte ich über die Wichtigkeit des Hinterfragens und des Querdenkens nach. So nach dem Motto: Der Hund der Eier legt – Erkennen von Fehlinformationen durch Querdenken (siehe Anhang) und “Der Schein der Weisen – Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken” beide Bücher von Mitarbeitern der Hamburger Universität H-P. Beck-Bornholdt und H-H. Dubben.
(Professor Dr. Hans-Peter Beck-Bornholdt lehrt und forscht am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Institut für Rechtsmedizin). Er ist von Haus aus Physiker.)
Die letzten Tage habe ich viel gelesen und nachgedacht über die vielen Irrtümer und Halbwahrheiten, die in der Wissenschaft und insbesonders auch in der Medizin herum geistern.
Nicht umsonst habe ich ja im Blog auch die Rubrik >> “Kulissenschieber“
Ein wenig Erkenntnis
Nichts bleibt, wie es ist. Kein Widerstand ist dem Strom des Lebens gewachsen. Ihm gilt es nachzugeben, statt gegen ihn anzukämpfen, wie das Wasser zu werden, das mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. (Weisheit des Tao)
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Das tao ist der Weg des Himmels, der Erde und des Menschen. Sich keiner Aktivität bewußt, ohne Zweck und Absicht, weder Lohn noch Lob erstrebend, erfüllt es doch alle Dinge mit Vollkommenheit. Gleich dem Wasser bahnt es sich seinen Weg mit Weichheit. Es ist eher schattenhaft – wie eine tiefe Schlucht. Die Dinge dem tao zu überlassen, ohne sich in seinem natürlichen Ablauf zu mischen, das ist bestes Handeln.
Es läuft einfach nicht rund
So grün wie auf diesem Bild fühle ich mich nicht.
Zwar auch nicht tiefscharz oder schwarz, eher ein gräuliches GRAU 🙁 ist mein Befinden / Zustand
Der grippale Infekt ist zwar abgemildert aber noch nicht überwunden.
Es ist wohl der Preis des Alters 🙁
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Das Ziel des Lebens ist es, ganz geboren zu werden, und seine
Tragödie, daß die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind.
In letzter Zeit (dem Wetter, dem Grau in grau geschuldet) denke ich mal wieder sehr über all diese Dinge nach.
Nachtgedanken XXIII
Erleuchtung
Zündet man Kerzen an, so erhält man Licht.
Vertieft man sich in Bücher, wird einem Weisheit zuteil.
Die Kerze erhellt die Stube, das Buch erleuchtet das Herz.
(chinesisches Sprichwort)
Wer es liebt durch Buchläden zu schlendern, ist in Heidelberg und Tübingen am richtigen Ort.
In der Bücherstadt Tübingen prägt man einen wunderschönen Begriff für die Buchhandlungen im Stadtkern: Buchtankstellen. Sie räumen dem Buch einen Stellenwert als unverzichtbares Grundgut ein, ohne das der Mensch nicht auskommen kann. Hier und dort muss er auftanken – und das kann er in Tübingen in einem sehr dichten Netzwerk aus Buchläden und Antiquariaten.
Da ich in Tübingen ja eine Zeitlang gelebt/gewohnt habe, kenne ich alle Buchhandlungen dort, besonders die in der Altstadt hatten es mir angetan. Schade war damals (70er Jahre) nur der schmalere Geldbeutel. Und gerade auch Fachbücher waren schon immer teuer. Es fehlte auch ein wenig die gänzliche Ruhe, denn ich wohnte zu der Zeit in einer WG und fuhr nur am Wochenende heim nach Walzbachtal. Ein alter VW-Käfer war zu dieser Zeit meine “Rennmaschine”, handgestrichen äh lackiert und mit Affenkopf versehen. Da mußte ich immer einen 5 oder 10 Liter Ölkanister mitnehmen, weil mein Käfer einen guten Öldurst hatte. Hatte ihn aber billig erstanden (für 150 DM) und nach Schule/Ausbildung und Bundeswehr hatte ich mit 20/21 Jahren keine Reichtümer angesammelt.
Ah! Ich liebe so alte Buchhandlungen 🙂
Deswegen fahre ich ab und an auch so gerne nach Maulbronn und flaniere in der dortigen Klosteranlage und besuche die dortige Klosterbuchhandlung Krueger ,da kannte ich vom jetzigen Inhaber schon den Vater, weil ich da schon immer gerne in den Büchern stöberte. (schon in den 70er Jahren)
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Dort ist Hermann Hesse auch sehr präsent.
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Buchhandlung im Kloster Maulbronn
Nachtgedanken XXII
In diesem Staate stinkt es vom Haupte her…, genauso wie ein Fisch vom Haupte her anfängt zu stinken. Allerorten schnelles Gefusche, keine Zeit, keine Mühe und kein Aufwand mehr, keine Genauigkeit, kaum noch herausragende Persönlichkeiten, eine Gilde von gewöhnlichen sich immer mehr angleichenden Politikern, parteiübergreifend annähernd, einer gleicht dem anderen, in seiner Mittelmäßigkeit und Durchschnittlichkeit.
Das “Volk” eingelullt und ruhiggestellt, wie zu Claudius Drusus Germanicus Caesar’s, genannt Nero der Despot, Zeiten mit “Brot und Spiele” und falschen Wahlversprechungen, mit immer inflationärer, dümmlichere daher kommende Medienberieselung. Je seichter umso besser, der Schwachsinn hat Hochkonjunktur, er entwöhnt vom Denken. Das Infantile- als ob auch – ist vorherrschernd.
Innenbeschaumonate
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Die zwei Monate der Innenschau und Zeiten der Bücherwelten stehen mit den Monaten November und Dezember an, neben dem Bunkerfernsehen 😆
Diese Bücher sind zwar nicht neu im Bestand, aber wieder aktuell zum nochmaligen Durcharbeiten. Wie heißt es so schön: Helf dir selbst, denn sonst tut es keiner!
Und so nebenbei bemerkt:
Beim Aufräumen fand ich in den Dachstuben diese Karte aus längst vergangenen Zeiten (70er Jahre)
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Da ist die CDU/CSU mit gemeint!!! Seit diesen Zeiten hat sich an dieser (Tatsachen-) Aussage nichts geändert, aktuell wie eh und je. Nur raffen es die Heutigen nicht mehr so wie damals 🙁
Die ist schon ein wenig betagt und vergilbt die Karte (Bild-Wort-Montage von Christian Schatternicht aus: Deutschland, Deutschland! 12 Stimmungsbilder – gab es damals bei der Wohlthat’sche Buchhandlung in Berlin)
Lese und wisse…
Heimatlos in Absurdistan Germanistan
Der Text von diesem Lied: Heimatlos dieses Lied von Reinhard Mey bringt es mal wieder sehr zutreffend auf den Punkt.
Auszug aus dem Liedtext:
Du fühlst dich heimatlos…
„Kein Aufschrei geht durchs Land, nur stilles Ducken, kein Aufmucken,
Keiner geht mehr auf die Straße, nur ein müdes Achselzucken
Über Unterschlagung, Hinterziehung, Lügen und Skandale.
Eine schlappe Spaßgesellschaft, ohne Moral und Ideale.
Gib ihnen Brot und Spiele, das betäubt die Republik,
Ein Bißchen Love-Parade, Schmuddel-TV und Volksmusik.
Bißchen Unterleibskomik, bißchen nackten Hintern Zeigen
Und keiner hört mehr auf die Mahner und die Lästermäuler schweigen.
Gib ihnen hohle Plastik-Idole, die durch ihren Alltag geistern
Und bunte Werbung, um ihnen die Augen zu verkleistern,
Gib ihnen ihre Seifenoper und du hast sie in der Hand:
Heiterkeit und Lechz! und Freizeit, danach strebt das Vaterland!“
Wie wird es…
Engelsträume
Südwindträume
Wenn der Südwind weht
und der Sommer geht
bin ich immer ein wenig
wehmütig.
Wenn der Südwind weht
träume ich dem Sommer hinterher
Wenn der Südwind weht
kommt die Sehnsucht,
aber nach was?
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Es ist etwas Eigenartiges um die Sehnsucht
nach dem unbekannten Unendlichen.
Das immer wache und nimmer satte
Ausschauen nach dem uferlosen
Unbegrenzten.
Etwas flügellahm
Mir geht es etwas wie dieser Windmühle in meinem Zaubergarten. FLÜGELLAHM zu sein 🙁 Es geht mir aber nicht allein so. Klein-Lena war gestern auch so müde und hat bei uns einen 2 1/2 stündigen Mittagsschlaf gehalten, wie ihr Opa, der auch zwei Stunden Siesta gehalten hatte. Viele Leute klagen zur Zeit über Müdigkeit. Eine Rolle wird wohl der ungewöhnlich warme Endspurt des Oktobers spielen. Wir hatten gestern am Dienstag doch tatsächlich 25° C, aktuell (01:47 Uhr) immer noch 16° C, aber es liegt Regen in der Luft.
“Um Glück zu empfinden,
muß man bereit sein sich zu öffnen
und zugleich in sich zu ruhen.”
(Alain Delon)
Ooom es sei Ruhe und Stille
Eins zwei drei wir sind dabei
Es gibt wohl keine US-Torheit oder Modeerscheinung, die nicht noch in Deutschland perfektioniert und übersteigert werden könnte.
Ein ganzer weltweiter Industriezweig lebt vom Fitnesswahn, Gesundheitsrummel und Sporttheater.(*)
Kultur vor dem Kollaps —> (Wegbereiter Amerika)
(*)Mc World und Disney läßt grüßen.
”Alles wird vermarktet. Kommerzielles, konzerngesteuertes Konsumdenken als Selbstzweck. Amerikanischer Sport und Kultur, die sich durch"vitalen Kitsch" auszeichnet.” (Morris Berman)
Es gibt eindeutig zu viele Schafsköpfe in diesem Land
Buchtitel: Strategien der Verdummung
-Infantilismus in der Fun-Gesellschaft – von Jürgen Wertheimer u. Peter V. Zima
2002, 5. Aufl. erschienen in der Becksche Reihe (Verl. C.H. Beck)
Klappentext:
”Wer viel Radio hört, durch die TV-Programme zappt, den neuartigen Politzirkus miterlebt und die Deutschen im Big-Brother-Fieber verfolgt, kann auf die Idee kommen, hier sei Volksverdummung auf hohem ökonomischen und technischem Niveau angesagt. Zehn Autoren unternehmen in diesem Band mit offenen Augen Ausflüge in die Fun-Gesellschaft. Sie beobachten, „wie man gedacht wird“, blicken auf das „Glück der größten Zahl“, machen einen Besuch beim Titelhandel oder studieren die Dummheit als erfolgreiche Lebensform. Möglicherweise ist die Tatsache, dass Dumme von ihren Fähigkeiten ganz besonders überzeugt sind, keine bloß natürliche Gegebenheit, sondern Ausdruck der Dressierbarkeit des Menschen in der Postmoderne.”
(erhältlich bei Weltbild-Verlag)
Der Untertitel Infantilisierung in der Fun-Gesellschaft bringt es auf den Punkt. Ein Abend im deutschen Fernsehen mal beliebig durch die Programme zappen, offenbart wie weit dieser Prozeß schon vorangeschritten ist.
Je dümmer, desto mehr Computerspiele und Glotze sowie Daddelkasten.
Computerspiele und zu viel fernsehen machen dumm, so die Meinung einiger neuer Studien, die nun der Öffentlichkeit vorgelegt wurden. Der überproportionale Besitz von „Berieselungsgeräten“ führe zu einem Leistungsabsturz bei SchülerInnen, das Gelernte würde überlagert und der Lernerfolg so geschmälert.
(siehe auch Digitale Demenz von Manfred Spitzer, Psychiater)
Im wahrsten Sinne des Wortes SPEKTAKEL – leben wir in einer egomanisch, narzißtischen Spektakel-Gesellschaft (Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels, lese ich zur Zeit)
Einher geht diese Infantilisierung mit einer fatal zunehmenden um sich greifende Kritiklosigkeit unserer Gesellschaft. Bei wachsender Unlust an kritischer Ernsthaftigkeit ist die Tendenz zur Harmlosigkeit, ja zur Verkindlichung der ganzen Gesellschaft soweit fortgeschritten, daß da in großen Bereichen kein Protestpotential mehr vorhanden ist. Alle wollen niedlich, lieb und lustig sein – nur bloß nicht erwachsen, mündig und ernst. Nichts mit “Schluß mit lustig” – Das Ende der Spaßgesellschaft – das 2004 Peter Hahne gesehen hatte. In diesem Buch schreibt Peter Hahne auch über die fortdauernde Pisa-Katastrophe in Absurdistan Germanistan.
(siehe auch der FAZ-Artikel: Die Spaßgesellschaft und ihre Folgen)
siehe auch auf Absurd-AG – Buchvorstellung , Ein Land verblödet
Schade! Heute ist kein Laufwetter
Es ist bei uns schon den ganzen Tag bedeckt/bewölkt. Stärkerer Regenfall setzte schon die Nacht ein und heute Nachmittag regnet es auch schon länger.
Dabei bin ich irgendwie unruhig und kribbelig wie ein Rennpferd kurz vor dem Rennen. 🙁 Ausgesprochen kalt ist es mit 14° C ja nicht. Nun gut! Dann wird eben drinnen herumgewurstelt, denn zu tun habe ich genug.
Außerdem bin ich ein geübter Tag- und Nachtträumer 😆 und kann mich nach Belieben wegträumen.
Schließe die Augen, dann wirst du schauen.
Schließe die Augen, dann wirst du hören.
Schließe die Augen und fliege davon.
Die menschliche Imagination vermag viel
Eine kleine Nachtgeschichte
Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagsglut durch die staubigen Gassen von Keshan.
Der Vater saß auf dem Esel, den der Junge führte.
„Der arme Junge“, sagte da ein Vorübergehender. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, daß das kleine Kind sich müde läuft.“
Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.
Gar nicht lange dauerte es, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater daneben herläuft.“
Dies schmerzte den Jungen und er bat den Vater, sich hinter ihn auf den Esel zu setzten.
„Hat man so was schon gesehen?“ keifte eine Frau, „Solche Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre er ein Diwan. Die arme Kreatur!“
Die Gescholtenen schauten sich an und stiegen beide, ohne ein Wort zu sagen, vom Esel herunter.
Kaum waren sie wenige Schritte neben dem Tier hergegangen, machte sich ein Fremder über sie lustig: „So dumm möchte ich nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und noch nicht einmal einen von euch trägt?“
Der Vater schob dem Esel eine Hand voll Stroh ins Maul und legte seine Hand auf die Schulter des Sohnes.
„Gleichgültig, was wir machen“, sagte er, „es findet sich doch jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten.“ (Frei nach N. Hodscha)

Diese Geschichte war für mich sehr frühzeitig ein Wegweiser. Später dann noch Arthur Schopenhauer und mir war sonnenklar: Du mußt dein eigener Kompass und Wegweiser sein. Die Leute sehen die Welt aus ihrer Warte und können gar nicht wissen was mich bewegt und treibt.
Da fällt mir auch der Spruch ein: Wer lang frägt geht irr, den immer ein Elektromeister zu mir sagte, wenn ich ihn fragte, haben sie auch den Hausmeister gefragt ob sie dies dürfen…. 😆
Ein Land verblödet
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Heute im Radio gehört und mal gleich der Sache auf den Grund gegangen.
Und wieder blamiert eine Pisa-Studie Deutschland. Diesmal sind es aber nicht Schüler, die mittelmäßig abschneiden – diesmal sind es Erwachsene: Jeder sechste von ihnen liest wie ein Zehnjähriger.
Zum Haare raufen: Ausgerechnet Deutschland, das Land der Dichter und Denker, offenbart beim Lesen erstaunliche Defizite.
Das Ergebnis der weltweit ersten Pisa-Studie für Erwachsene ist ja ernüchternd genug: Beim Lesen, Rechnen und im Umgang mit dem Computer liegen die Deutschen – im internationalen Vergleich – im Mittelfeld. Und: sogar noch unter dem Durchschnitt. (Quelle. Merkur Online)
Nun! Was soll da so sehr neu dran sein. Das weiß ich schon lange 🙁 2003.. 2004 hatte ich schon auf meinen Webseiten:
Der allgemeine kulturelle Werteverfall hat bei uns in Deutschland Hochkonjunktur. Rechtschreibreform, Tele-Tubbies-Pädagogik, Love Parade, Christopher-Street-Day – das sind nur einige Symptome dafür, daß die Spaß- und Unterhaltungskultur auf Blödelniveau längst hoffähig geworden ist. Das Volk der Dichter und Denker degeneriert immer mehr zu einer Gesellschaft von Talk-Show-Kandidaten.
Wir leben in einer Gesellschaft des Spektakels
Wer hätte das gedacht
Karl Marx als Dichter
Nimmer kann ich ruhig treiben,
Was die Seele stark erfaßt,
Nimmer still behaglich bleiben,
Und ich stürme ohne Rast.
Alles möcht’ ich mir erringen,
Jede schönste Göttergunst,
Und im Wissen wagend dringen
Und erfassen Sang und Kunst.
Darum laßt uns alles wagen,
Nimmer rasten, nimmer ruhn,
Nur nicht dumpf so gar nichts sagen
Und so gar nichts woll’n tun.
Nur nicht brütend hingegangen
Ängstlich in dem niedern Joch,
Denn das Sehnen und Verlangen
Und die Tat, sie bleibt uns doch.
(Karl Marx – zitiert nach –
Marx – Biografie von Werner Blumenberg
S. 24/25 – Rowohlt Verl. 1962/1985)
Ist mir so in die Hände gefallen als ich Bücher sortiert habe.
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Es gibt Gebiete da hat man wirklich nie ausgelernt und es gibt immer wieder Überraschungen.
Immer wieder …
… komme ich auf das Thema —> Was bewirkt Krankheit? Was sind die Parameter die das “Altwerden” regeln? Umfassende Fragen und Themen aus dem Bereich Lebensphilosophie beschäftigen mich regelmäßig.
Medizinbücher Vitrine
”Wer heute keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten haben müssen.” (Sebastian Kneipp)
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weitere Medizinbücher im Bunker
Je älter man ist, desto dankbarer und schneller reagiert der Körper auf positive Signale im Verhalten. Er reagiert auch viel schneller auf gezielte Bewegung und gibt diese an ihren Körper in Form von beschwerdefreiere Zeit zurück. Der Körper ist ein Meister der Anpassung und reagiert auf positive Reize sehr schnell und baut neue Energie u. Vitalität auf. Wie heißt es so schön: Es ist nie zu spät für eine positive Wende… 🙂 Dabei bedarf es kein Abrackern oder quälenden L-Sport, sondern regelmäßige Bewegung wirkt schon Wunder. Täglich 20 bis 60 Minuten strammes Laufen bewirkt viel.
Sehnsucht in einer Mondnacht
“Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.”
(Joseph Freiherr von Eichendorff – Mondnacht)
Übrigens sind diese Bilder noch mit der Olympus SP-610UZ aufgenommen. Jetzt fotografiere ich meistens mit der Olympus SP-810UZ. Und die Bilder sind immer original so aufgenommen. Schönen oder bearbeiten tue ich die Bilder gewöhnlich nicht.
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Eine Sehnsucht sitzt im Herzen
Eine Sehnsucht sitzt im Herzen,
ich weiß nicht, wohin sie will.
Flieht sie zum Himmel, bleibt sie auf Erden?
Ich liege und halte still.
Sucht sie des Grabes Ruh oder das Leben?
Ich fühl´s, sie läßt sich nicht stillen,
es ist eine Sehnsucht auf eigene Hand,
nur um der Sehnsucht willen.
(Erik Axel Karlfeldt 1864-1931)
Nachtgedanken XVII
Warten führt weg von der mechanischen Logik der Uhr und eröffnet Zeiterfahrungen, die anderes möglich und erlebbar machen, als das, was die Zeitmesser vorgeben. Die Diktatur der Uhr läßt kein fruchtbares Warten zu. Wartezeit ist ein Geschenk. Nietzsche beschreibt es: „Warten und sich – vorbereiten; das Aufspringen neuer Quellen abwarten; in der Einsamkeit sich auf fremde Gesichte und Stimmen vorbereiten; (…) [1]
An anderen Stelle schreibt Nietzsche in lyrischer Form:
Sils-Maria
Hier saß ich, wartend, wartend doch auf nichts,
Jenseits von Gut und Böse, bald des Lichts
Genießend, bald des Schattens, ganz nur Spiel,
Ganz See, ganz Mittag, ganz Zeit ohne Ziel.
Da, plötzlich, Freundin! wurde eins zu zwei –
Und Zarathustra ging an mir vorbei…
[1] (S. 168/169)
Nachtgedanken XVI
Auf den Tod zu warten…
Es ist ein seltenes Glück zu leben; der Tod aber kommt ganz von selbst. Was ist das für ein Gedanke, das seltene Glück des Lebens preiszugeben, um auf den Tod zu warten, der doch ganz von selbst kommt; Sitte und Recht hochzuhalten, um vor den Menschen zu prahlen; seinen Gefühlen und seiner Natur Gewalt anzutun, um den Ruhm herbeizulocken!
[Chinesische Philosophie: Liä Dsi – Das wahre Buch vom quellenden Urgrund. ]
Lebensspuren in Lebenswegen
Diese, meine Füße haben nun schon eine beträchtliche Wegstrecke an Jahren absolviert. Auch mir hat sich sehr oft die heilende Kraft des Wortes erschlossen.
Deswegen habe ich weite Lebensphasen lang immer das sogenannte “Biografisches Schreiben” praktiziert. Auch heute noch schreibe ich per Hand viele Notizen, Ideen etc. in Tagebücher bzw. Notizkladden. Eine längere Zeitphase habe ich mehr in elektronische Notiz- und Tagebücher geschrieben. Auch von der computerbasierten Kalenderbuchführung bin ich ganz abgekommen. Obwohl ich da ein wunderbares Programm habe (Lotus Organizer), führe ich ein Kalenderbuch wieder in alter Manier mit handschriftlichen Einträgen. Ganz zu Anfang habe ich da ja auch mit Hypertext – Software und HyperCard Prg (in den 80er und 90er Jahren) gearbeitet. 1989 bis 1992 habe ich mit verschiedenen Atari-Computern gearbeitet, da gab es auch hervorragende Karteiprogramme. Damals habe ich im Gegensatz zur Masse der Computerarbeiter auch mit der Lotus SmartSuite gearbeitet (bis Windows 7 64bit die Suite nicht mehr akzeptierte.) Allerdings habe ich da auch schon lange parallel mit Open Office und Linuxsoftware gearbeitet.
Mit Lotus 123 schließt IBM eine “Killerapplikation” der beginnenden PC-Ära, wie es zuvor VisiCalc für den Apple II gewesen war. Die Tabellenkalkulationssoftware wurde im Januar 1983 als Lotus 1-2-3 eingeführt und mit dem Slogan “rechnet schneller, als Sie 1-2-3 sagen können” beworben. Lotus 1-2-3 war Bestandteil der SmartSuite, ebenso wie WordPro ,die Datenbank Approach. Ganz zu Anfang hatte ich mit Ami Pro dem Vorgänger von WordPro gearbeitet.
“Schreiben heißt, sich selber lesen” erkannte schon der Schriftstelle Max Frisch. Biografisch schreiben eröffnet auch die Chance die Vergangenheit aufzuarbeiten und Kontakt mit den inneren Beweggründen aufzunehmen.
So lasset uns voranschreiten zu neuen Horizonten
Von den Anfängen
Lang, lang ist es her. Von den Internetanfangszeiten –Mittwoch, 19. November 2003 – hatte ich mit NetFusion eine Medizin-Mythos HP erstellt. Die Fusion Version weiß ich jetzt mit Anhieb gar nicht mehr, könnte die Version 3.0 gewesen sein. Gleichzeitig hatte ich zu der Zeit auch HPs mit MS Frontpage erstellt. Die HP ist auf einem alten Sicherungslaufwerk gespeichert, da ich natürlich diese Urversionen der Software nicht mehr aktuell auf dem Computer habe, ist die Darstellung nur noch rundimentär möglich.
Auf dieser Homepage ging es u.a. um solche Themen wie: Der Mythos von der Medizin als Wissenschaft, … “Der belgische Elektrotechniker Jacques Neirynck, der die Geschichte der modernen Ingenieurskunst kennt wie kaum ein anderer, hat festgestellt, daß >ein radikales Mißverhältnis zwischen angestrebtem Ziel und den von der Medizin verwendeten Mitteln< zu bestehen scheint. Der Grund hierfür ist seiner Meinung nach darin zu suchen, daß die Epidemie gegenwärtiger Befindlichkeitsstörungen und Gesundheitsprobleme ein soziales Phänomen ist – und die moderne Medizin tritt dem mit einer rein technischen Strategie entgegen.
[…] Angenommen der Patient überlebt die Behandlung, kann es vorkommen, daß die Symptome zwar verschwinden, die Krankheit selbst jedoch in einer anderen Form wieder auftaucht, da die tatsächliche Ursache nicht beseitigt worden war…”
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Am obigen Arbeitsplatz und Computer wurden die besagten Webseiten erstellt.
Fest steht jedenfalls das eine: Wenn man die >Wissenschaftlichkeit< der Heilkunde kritisch betrachtet, dann schneidet die Medizin nicht sehr gut ab.
Merkste was Agathe… der Oskar war wohl schon immer ein rebellischer Geist 😆
Wann wird man je verstehn?
Wann wird man je verstehn?
Goethes Worte „Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!“ widerspiegeln das geistlose Fundament unserer modernen Power- und Konsumgesellschaft.
Der “zivilisierte” Industrie-Mensch liebt den bizarren Chihuahua und verachtet den traditionsbewussten Philosophen und den nachhaltig lebenden Mensch.
„Geister sind dem unsichtbar, der keinen hat“, sagte einmal Arthur Schopenhauer.
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Heini Deutscher
Was Geister? Wo denn, wie denn? Ein neuer Film? Wann? Wo?
Ich sehe wirklich keine Geister….
Wann wird der Mensch wissen, was er tut?
Wann wird man je verstehn?
“Fast ist es ihm,
als ob er die Symptome einer völligen Ausrottung und
Entwurzelung der Kultur wahrnähme, wenn er an die
allgemeine Hast und zunehmende Fallgeschwindig- ![]()
keit, an das Aufhören aller Beschaulichkeit und Sim-
plizität denkt.”
“Daß die einzelnen sich so gebärden,
als ob sie von allen diesen Besorgnissen nichts wü-
ßten, macht uns nicht irre: ihre Unruhe zeigt es, wie
gut sie davon wissen; sie denken mit einer Hast und
Ausschließlichkeit an sich, wie noch nie Menschen an
sich gedacht haben, sie bauen und pflanzen für ihren
Tag, und die Jagd nach Glück wird nie größer sein,
als wenn es zwischen heute und morgen erhascht wer-
den muß: weil übermorgen vielleicht überhaupt alle
Jagdzeit zu Ende ist. “ [1]
([1]Unzeitgemäße Betrachtungen, F. Nitzsche]
Nachtgedanken
Der Buchleser von
Ernst Heinrich Barlach
Arthur Schopenhauer war 23 Jahre alt, als er zu dem 78jährigen Dichter Christoph Martin Wieland sagte: "Das Leben ist eine mißliche Sache, ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken."
Dieser Ausspruch war für mich immer ein gewisser Leitsatz, dem ich nahekommen wollte. Arthur Schopenhauer war für mich der erste Philosoph mit dem ich mich intensiv und ausführlich zu beschäftigen begann.
Arthur Schopenhauer eignet sich wie kein anderer Philosoph dazu, dem Entstehen einer Weltanschauung nachzuspüren. "Schnell fertig ist die Jugend mit der Welt", ließe sich Schillers Wort passend auf Schopenhauer variieren. Kein anderer Philosoph hat in seiner Jugend so viel von der Welt gesehen und sich so früh ein Urteil über sie gebildet. Mit 26 Jahren war sein Urteil über "alles Leben": Gewogen und zu leicht befunden.