Schade! Heute ist kein Laufwetter

WetterhahnEs ist bei uns schon den ganzen Tag bedeckt/bewölkt. Stärkerer Regenfall setzte schon die Nacht ein und heute Nachmittag regnet es auch schon länger.
Dabei bin ich irgendwie unruhig und kribbelig wie ein Rennpferd kurz vor dem Rennen. 🙁   Ausgesprochen kalt ist es mit 14° C ja nicht. Nun gut! Dann wird eben drinnen herumgewurstelt, denn zu tun habe ich genug.

Wössinger Windradanlage

Außerdem bin ich ein geübter Tag- und Nachtträumer 😆 und kann mich nach Belieben wegträumen.

Schließe die Augen, dann wirst du schauen.
Schließe die Augen, dann wirst du hören.
Schließe die Augen und fliege davon.

Mein Hofkübelgarten

Die menschliche Imagination vermag viel

Eine kleine Nachtgeschichte

buch7

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagsglut durch die staubigen Gassen von Keshan.
Der Vater saß auf dem Esel, den der Junge führte.
„Der arme Junge“, sagte da ein Vorübergehender. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, daß das kleine Kind sich müde läuft.“
Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.
Gar nicht lange dauerte es, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater daneben herläuft.“
Dies schmerzte den Jungen und er bat den Vater, sich hinter ihn auf den Esel zu setzten.
„Hat man so was schon gesehen?“ keifte eine Frau, „Solche Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre er ein Diwan. Die arme Kreatur!“
Die Gescholtenen schauten sich an und stiegen beide, ohne ein Wort zu sagen, vom Esel herunter.
Kaum waren sie wenige Schritte neben dem Tier hergegangen, machte sich ein Fremder über sie lustig: „So dumm möchte ich nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und noch nicht einmal einen von euch trägt?“
Der Vater schob dem Esel eine Hand voll Stroh ins Maul und legte seine Hand auf die Schulter des Sohnes.
„Gleichgültig, was wir machen“, sagte er, „es findet sich doch jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten.“ (Frei nach N. Hodscha)

Eselkopf

Diese Geschichte war für mich sehr frühzeitig ein Wegweiser. Später dann noch Arthur Schopenhauer und mir war sonnenklar: Du mußt dein eigener Kompass und Wegweiser sein. Die Leute sehen die Welt aus ihrer Warte und können gar nicht wissen was mich bewegt und treibt.
Da fällt mir auch der Spruch ein: Wer lang frägt geht irr, den immer ein Elektromeister zu mir sagte, wenn ich ihn fragte, haben sie auch den Hausmeister gefragt ob sie dies dürfen…. 😆

In der Stille daheim

Eremitenklause

Ein glückliches Leben muß zum größten Teil
ein ruhiges Leben sein, denn wahre Freude
kann nur in ruhiger Atmosphäre gedeihen.
(Bertrand Russell)

In der Stille daheim

Sage dir immer:
Ich kann, wenn noch so einsam,
an allen Orten glücklich sein,
denn glücklich ist,
wer sich selbst ein glückliches
Los bereitet, das heißt:
gute Gemütsstimmung,
gute Neigungen,
gute Handlungen.
(Marc Aurel)

Wer hätte das gedacht

bioimage

Karl Marx als Dichter

Nimmer kann ich ruhig treiben,
Was die Seele stark erfaßt,
Nimmer still behaglich bleiben,
Und ich stürme ohne Rast.

Alles möcht’ ich mir erringen,
Jede schönste Göttergunst,
Und im Wissen wagend dringen
Und erfassen Sang und Kunst.

Darum laßt uns alles wagen,
Nimmer rasten, nimmer ruhn,
Nur nicht dumpf so gar nichts sagen
Und so gar nichts woll’n tun.

Nur nicht brütend hingegangen
Ängstlich in dem niedern Joch,
Denn das Sehnen und Verlangen
Und die Tat, sie bleibt uns doch.
(Karl Marx – zitiert nach –
Marx – Biografie von Werner Blumenberg
S. 24/25 – Rowohlt Verl. 1962/1985)

Ist mir so in die Hände gefallen als ich Bücher sortiert habe.

Flur Bücherborde
Es gibt Gebiete da hat man wirklich nie ausgelernt und es gibt immer wieder Überraschungen.

Wiederentdeckt

Arbeitszi-2

Wolf unter Wölfen – 1937  von Hans Fallada (Weitere wichtige Werke: ‚Bauern, Bonzen und Bomben‘ (1931), ‚Wer einmal aus dem Blechnapf frißt‘ (1934), ‚Der eiserne Gustav‘ (1938), ‚Geschichten aus der Murkelei‘ (1938), ‚Jeder stirbt für sich allein‘ (1947).

Wolf unter Wölfen ist ein komplexes Gesellschaftsportrait, in dem die Härte und die egoistischen Motive der einzelnen Protagonisten zum Tragen kommen. Die Handlung spielt im Inflationsjahr 1923 und hat als zentrales Motiv die Anonymität des Einzelnen in einer Welt, in der viele nur nach ihren eigenen egoistischen Maßstäben handeln. Das komplexe Gesellschaftsporträt hat leider bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Es ist heute eher noch schlimmer geworden.
Es gab im Fernsehen in den 70er Jahren mal einen Mehrteiler dieses Romans zu sehen.

“Jeder stirbt für sich allein” erinnert mich immer an Krankenhausbegebenheiten und vor allem auch an meine Krankenhausdienstzeiten im  Jahr 1971 im Kreiskrankenhaus Tuttlingen und später im Unikrankenhaus Tübingen bzw. im Hygiene-Institut an der Uni Tübingen.

alte FilmkameraWiederentdeckt habe ich auch eine alte Schmalfilmkamera, Filme von dieser Kamera kann ich nicht mehr abspielen, weil ich ja keinen Projektor mehr habe.

Wiederentdeckt auch: Flieg Gedanke

 Flieg, Gedanke, getragen von Sehnsucht,
lass’dich nieder in jenen Gefilden,
wo in Freiheit wir glücklich einst lebten,
wo die Heimat uns’rer Seele – ist.

Schweb‘ hin, Gedanke Du, auf gold’nem Flügel
Enteile zu dem fernen, teuren Strand,
Wo leis‘ und lind, umduftend Tal und Hügel
Die freie Luft begrüßt mein Vaterland.

Das ist eines der wenigen Opernlieder, das ich mag. Denn der große Oper oder Operettenfan bin ich eigentlich nicht. Überhaupt mag ich nicht allzuviele Musik bzw. Lieder 😉 Oft mag ich vom musikalischen her ein Lied, aber nicht so den Text oder umgekehrt.

Nicht wiederentdeckt, sondern neu entdeckt (obwohl er mir schon ein Begriff war, auch seine Vita im Großen und Ganzen) Thomas Bernhard (Wiki)

[…] ”Die Monologisierenden sind nicht selten Wissenschaftler, durchweg – um Bernhards eigene Terminologie zu verwenden – „Geistesmenschen“, die in langen Schimpftiraden gegen die „stumpfsinnige Masse“ Stellung beziehen und mit ihrem scharfen, geradezu (selbst-)zersetzenden Verstand alles angreifen, was dem Österreicher traditionell „heilig“ ist: den Staat selbst,…..” (Wiki)

WissenB

Österreich beschrieb er gern als Land der Spießer, …. 😆

”Es gab in seinem Leben zwei für ihn „existenzentscheidende“ Menschen: einmal seinen Großvater, der ihm den Sinn für die Philosophie, für das „Höchste, Allerhöchste“ mitgegeben und der ihm Montaigne, Schopenhauer oder Pascal nähergebracht hatte;… “ (Wiki) Das macht ihn mir sympathischer 😉

Von den Anfängen

Notizkladde Lang, lang ist es her. Von den Internetanfangszeiten –Mittwoch, 19. November 2003  – hatte ich mit NetFusion  eine Medizin-Mythos HP erstellt. Die Fusion Version weiß ich jetzt mit Anhieb gar nicht mehr, könnte die Version 3.0 gewesen sein. Gleichzeitig hatte  ich zu der Zeit auch HPs mit MS Frontpage erstellt. Die HP ist auf einem alten Sicherungslaufwerk gespeichert, da ich natürlich diese Urversionen der Software nicht mehr aktuell auf dem Computer habe, ist die Darstellung nur noch rundimentär möglich.

image

Auf dieser Homepage ging es u.a. um solche Themen wie: Der Mythos von der Medizin als Wissenschaft, … “Der belgische Elektrotechniker Jacques Neirynck, der die Geschichte der modernen Ingenieurskunst kennt wie kaum ein anderer, hat festgestellt, daß >ein radikales Mißverhältnis zwischen angestrebtem Ziel und den von der Medizin verwendeten Mitteln< zu bestehen scheint. Der Grund hierfür ist seiner Meinung nach darin zu suchen, daß die Epidemie gegenwärtiger Befindlichkeitsstörungen und Gesundheitsprobleme ein soziales Phänomen ist – und die moderne Medizin tritt dem mit einer rein technischen Strategie entgegen.

[…] Angenommen der Patient überlebt die Behandlung, kann es vorkommen, daß die Symptome zwar verschwinden, die Krankheit selbst jedoch in einer anderen Form wieder auftaucht, da die tatsächliche Ursache nicht beseitigt worden war…”

Oskars Dachstuben

Am obigen Arbeitsplatz und Computer wurden die besagten Webseiten erstellt.

Fest steht jedenfalls das eine: Wenn man die >Wissenschaftlichkeit< der Heilkunde kritisch betrachtet, dann schneidet die Medizin nicht sehr gut ab.

Oskars Bunkerwelt  Merkste was Agathe… der Oskar war wohl schon immer ein rebellischer Geist 😆

Nachtgedanken XII

nachtgedanken2-160-1

Phänomenanalysen zeigen die Lüge in verschiedenen Lebensbereichen, aber auch zurückgebunden an die grundlegende Unaufrichtigkeit in unserer Kultur: die Verdrängung unserer Triebnatur. An ihr hängt schon die Lüge, daß Triebunterdrückung ohne schlimme Folgen bleibe, und die selbstsichere Behauptung, daß Triebbefreiung, "sexuelle Revolution" – wie die soziale – eine irreale Utopie sei. (Daran ist Wilhelm Reich schon gescheitert: "Die sexuelle Revolution" und "Die Massenpsychologie des Faschismus" (Die repressive Gesellschaft).
Die Struktur dieser Gesellschaft ist Unaufrichtigkeit: Vertröstung der vital unbefriedigten Menschen auf höhere Werte, sublimere Lüste, Verdrängung und Konsum. Solche Hoffnungen werden bewußt ausgestreut oder naiv verbreitet oder gnadenlos von der Konsumwerbung ausgenutzt.

Gochsheimer Impression

Die Mechanismen der Lüge, genauer: der Verlogenheit und der Heuchelei, der Manipulation und der Selbstgerechtigkeit, weithin unbewußt funktionieren, könnte Aufklärung über sie schon die Hinterlist ein wenig eindämmen.

Literatur:
1. “Ohne Lüge leben – Zur Situation des Einzelnen in der Gesellschaft” von Arno Plack – 1978
2. 
"Die sexuelle Revolution" von Wilhelm Reich
3. "Die Massenpsychologie des Faschismus"  von Wilhelm Reich
4. “Innenwelt-Verschmutzung” von Jürgen vom Scheidt  

Gedankenfunk

Gedankenfunk

Was?
Du willst ein Philosoph sein
Macht dich darauf gefaßt
dass man dich auslacht

Laß die Spötter spotten!

Du willst ein Philosoph sein:
Mache dich von Stund’ an darauf gefaßt, daß man dich auslacht, daß
dich viele verspotten und sagen:
”Er ist plötzlich als Philosoph zu uns zurückgekommen; und weshalb
trägt er seinen Kopf gegen uns so hoch?”
Du sollst aber den Kopf nicht hoch tragen; sondern was dir das Beste
dünkt, das halte fest, gerade so, als ob du von Gott selbst auf diesen
Posten gestellt worden wärest; und bedenke, daß dich, wenn du immer
auf dem gleichen beharrst, die, die dich zuerst verlacht haben, zuletzt
bewundern werden. Läßt du dich aber von ihnen besiegen, so wirst
du zwiefältigen Spott ernten.”
(XXII. Epiktet – Das Buch vom geglückten Leben, S.27/28)

Oskars Dachstuben
Morpheus: “ Das denkende und fühlende neuro-chemische Netzwerk
eines Menschen erzeugt eine Realität, welche dem jeweils Gedachten
entspricht.”

Nachtgedanken

nachtgedanken2-160-1

Irrtum Mensch: Der Irrtum hat aus Tieren Menschen gemacht. Meint der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche.

“Wenn wir das Wirken des menschlichen Geistes über nahezu 5000 Jahre studieren und die Ergebnisse bilanz­ieren, dann müssen wir feststellen, daß sich die grundlegenden Verhaltensmuster überhaupt nicht geändert haben. Sie gleichen sich auch in vonein­ander isolierten Kulturkreisen, und die Vorstellungen unter­gegangener Kulturen tauchen später wieder auf.”

[Quelle: Gruhl, Herbert: Himmelfahrt ins Nichts – Der geplünderte Planet vor dem Ende; S. 217/218; 1-3 Aufl. März-Aug. 1992; Langen Müller Verl.]
Literaturhinweis:
Siehe auch Löbsack, Th.: Der Mensch – Fehlschlag der Natur]

affeurang160_155

Einmal weht der Südwind wieder

Schöne Bilder, schöne Erinnerungen.  In jungen Jahren zog es mich in den Norden und ans Meer. Sogar bei der Handelsmarine fuhr ich eine Weile zur See. Ausbildung war u.a. in Hamburg. Mußte dann aber zur Bundeswehr und bin wieder in den Süden.
Wenn ich so überlege: nachdenk
Südwind weht eigentlich selten bei uns. Auch Südwetterlage haben wir sehr selten.

Und vorerst bläst der Wind mal erst aus West bis Nordwest.
”Hochsommer-Temperaturen dürfte es in den kommenden Tagen in Deutschland nicht geben. Schuld daran ist das Tiefdruckgebiet „Othello“, das von Sonntagmorgen an fast im ganzen Land wechselhaftes Wetter bringt, wie der Deutsche Wetterdienst am Samstag in Offenbach mitteilte. Voraussichtlich werden die Tageshöchsttemperaturen bei 19 Grad im Nordwesten und bis zu 24 Grad im Südwesten  liegen. Auch am Montag und Dienstag ist mit Schauern, teilweise auch mit Gewittern zu rechnen.”
Das Zusammenspiel eines Hochs über dem Ostatlantik und eines Tiefs über Mittel- und Osteuropa schaufelt dann Luft von der Nordsee in unsere Breiten – und nicht wie während der Hitzetage am Anfang der Woche aus Nordafrika. Es ist also mal wieder Achterbahnwetter angesagt.

image

Nicht gerade toll die Prognosen für die kommende Woche 

Nachtgedanken

derbuchleserskulpturbarlach-517Der Buchleser von 
Ernst Heinrich Barlach

Arthur Schopenhauer war 23 Jahre alt, als er zu dem 78jährigen Dichter Christoph Martin Wieland sagte: "Das Leben ist eine mißliche Sache, ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken."
Dieser Ausspruch war für mich immer ein gewisser Leitsatz, dem ich nahekommen wollte. Arthur Schopenhauer war für mich der erste Philosoph mit dem ich mich intensiv und ausführlich zu beschäftigen begann.
Arthur Schopenhauer eignet sich wie kein anderer Philosoph dazu, dem Entstehen einer Weltanschauung nachzuspüren. "Schnell fertig ist die Jugend mit der Welt", ließe sich Schillers Wort passend auf Schopenhauer variieren. Kein anderer Philosoph hat in seiner Jugend so viel von der Welt gesehen und sich so früh ein Urteil über sie gebildet. Mit 26 Jahren war sein Urteil über "alles Leben": Gewogen und zu leicht befunden.

Leselust Oskars Bunkerwelt