Schön ist es auf der Welt zu sein 2

Steighöhenweg Steigweg in Richtung Wössingen

Februar 2016 - 22 - Olymp 810 - WössLangRicht Bücher Bunker 038 Blick in Richtung “Großer Wald”

Das Wunderbare ist für mich, daß ich trotz all diesen Irrsinn und Wahnsinn in der Welt, besonders in dieser bekloppten Absurdistan Germanistan Welt, total abschalten kann. Nur der Augenblick, die Natur, die Landschaft und die Schönheit all dieser Dinge ist dann wichtig. Genauso gut kann ich einschlafen, wenn ich mich auch länger mit all diesem Schwachsinn in der Welt beschäftigt habe. 🙂
Was will der Mensch noch mehr?

Februar 2016 - 22 - Olymp 810 - WössLangRicht Bücher Bunker 048 Blick in Richtung Kreisstraße nach Stein

Blick auf Wössingen Blick von der Steig auf Wössingen

Februar 2016 - 22 - Olymp 810 - WössLangRicht Bücher Bunker 056 Wössingen von oben

Wössingen Teilausblick Wössingen
Da kann ich mich immer wieder nicht satt sehen. Einfach schön da oben.

Naturverbundenheit

natürliche Landschaft natürliche Landschaft, ursprüngliche Wege

”Wer die Natur liebt, dessen innere und äußeren Sinne stehen noch wahrhaft
im Einklang miteinander; er hat sich den Geist der Kindheit bis ins Mannesalter
erhalten. Sein Umgang mit Himmel und Erde wird Teil seiner täglichen Nahrung…
Nicht alleine die Sonne oder der Sommer zollen ihren Freudentribut, sondern
jegliche Stunde und Jahreszeit; denn jede Stunde und jeder Wechsel entspricht
einer anderen Geistesverfassung und bestätigt sie.”
(Ralph Waldo Emmerson: Die Natur – 1990, S.88)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 025 Kraichgauer Naturlandschaft bei Obergrombach

Hügellandschaft Richtung Jöhlingen

Für mich ist diese “Einfachheit” der Landschaft, diese unspektakulären Feldwege
trotzdem immer wieder ein erhabenes Erlebnis im Sinne von Martin Heidegger und seinem: Der Feldweg (Klostermann Verlag – bebilderte Sonderausgabe – 4. Auflage 2010)

”Dieselben Äcker und Wiesenhänge begleiten den Feldweg zu jeder Jahreszeit mit einer stets anderen Nähe” (s.o.)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 046 Blick auf die Obergrombacher Weinberge und weitere Lieblingswege

”Das Einfache verwahrt das Rätsel des Bleibenden und des Großen. Unvermittelt kehrt es bei den Menschen ein und braucht doch ein langes Gedeihen.” (w.o.)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 048 Feldweggedanken

”Die Weite aller gewachsenen Dinge, die um den Feldweg verweilen, spendet Welt.”
(Martin Heidegger: Der Feldweg – S. 17)

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 019 unscheinbarer Feldweg auf Wössinger Gemarkung

Wer keinen “Draht” dafür hat, wer keinen Sinn dafür entwickelt hat, dem gibt es in der Tat nicht viel. Dieser Mensch geht achtlos an so Vielem vorbei, nicht zuletzt auch an seinem eigenen Leben. Er lebt es nicht selber, sondern er wird gelebt.

Laß der Seele Flügel wachsen

Mein Bär

Flügel für die Seele

Eines der größten Probleme für den Menschen unserer Zeit in den Industriegesellschaften, ist die Angst. Eine Angst, die von den wenigsten klar formuliert werden kann; eine diffuse, neurotische, unbegreifbare Lebensangst – trotz aller Annehmlichkeiten, trotz allem materiellen Wohlstands und Überfluß, in einer Welt des technischen Fortschritts.

Diese Lebensangst steckt in fast jedem Menschen. Sie kann sich als Spannungszustand, als psychosomatisches Symptom, als innere Unruhe, als Streß äußern – greifen läßt sich sich kaum. (Deswegen wohl auch der enorme Verbrauch an einschlägigen Medikamenten und Pillen).

Der Weg aus diesen Angstverstrickungen in die innere Freiheit, Unabhängigkeit, Gelöstheit und Genußfähigkeit fällt schwer. Nur die Erkenntnis und der Abbau unserer inneren Flucht- und Abwehrmechanismen helfen uns zur Selbstfindung und inneren Freiheit.
Wer die Zwangsjacke seiner inneren Ängste überwindet und abstreift, findet zu neuer Klarheit, Lebendigkeit und persönlicher Freiheit.

„Das Dasein der meisten Menschen ist von der Angst davor geprägt, ihr Leben voll zu entfalten.“ Alexander Lowen. [98]

Ein ungewöhnlicher Winter

Gestern und heute am Sonntag zwar kein Spaziergehwetter – aber immer noch für diese Jahreszeit ungewöhnlich mild – aktuell um 23:15h = 12° C, windig und Regen, 1014 hPa, Wind 40 bis 70 km/h aus W-S-W ; – die Tage vorher hatten wir Höchsttemperaturen von 14° bis 16° C mit schönsten frühlingshaften Sonnenschein. November und Dezember auch ungewöhnlich warm, mehr Sonnenschein wie üblich und mehr Hochdruckeinfluß. Rekordtemperaturen im Sommer, wärmster November seit dem 18. Jahrhundert. (*) Dadurch kamen mir diese zwei Monate auch nicht so lange und gräßlich vor. Insgesamt war das Jahr 2015 das wärmste Jahr seit den Wetteraufzeichnungen seit 1880.

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 005 Blick auf Jöhlingen

Jedenfalls habe ich die schönen Tage für Wanderungen ausgenutzt.

Landschaft Walzbachtal Feldflur Walzbachtal

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 016 Blick auf Jöhlingen

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 018 Walzbachtäler Waldweg

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 022 Blick auf B 293 auf Wössinger Gemarkung

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 023 Blick auf Wössingen

Diese Welt glaubt…

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Diese Welt und diese Matrixbewohner glauben vieles… so auch dies:

der zivilisatorisch-technische Fortschritt bringe sie dem irdischen Paradies näher. Sie produziert hemmungslos – und zerstört dabei mit jedem Tag mehr die Natur, die Luft und das Wasser.

Sie befinden sich im Einklang mit dieser Welt. So wie sie dabei ist, sich selbst den Garaus zu machen, sind Sie drauf und dran, Ihr eigenes Leben zu verpfuschen. Sie glauben, Ihr beruflicher Aufstieg führe Sie einem gelungenen, genußreichen und begnadeten Erdendasein entgegen. Keine Weisheit steht Ihnen näher als diese:

„Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt….“

Wer all diese Ammenmärchen glaubt sollte sich einmal diesen Kurzfilm anschauen:

https://youtu.be/ipe6CMvW0Dg  Aufklärung über den Massenmensch (*)

Sehr früh (als Jugendlicher schon) kam ich ins Grübeln ~ was es mit dieser eigenartig absurden Welt so auf sich hat. Deswegen wohl auch meine Studienwahl Psychologie und Philosophie und mein frühzeitiges Kulissenschieben (hinter die Kulissen schauen) nachdenk

Das frühe Durchschauen der menschlichen Maskeradenschauspiele tat ein Übriges.

Maskentheater

Masken- und Scheinwelt

siehe Harry Haller in Hermann Hesses “Steppenwolf”

Auf den Altar des Erfolgs legen Sie bedenkenlos alles

, was überhaupt darauf Platz findet. Zugleich flehen Sie zwar nicht das Schicksals, aber doch der Gesellschaft Mächte untertänigst an, sie mögen Ihnen – wenn schon keine Hilfe – doch die nötige Aufstiegsgnade zuteil werden lassen.
Um den Sprung von der ebenen Erde hinauf in die Felsmassive des Management zu schaffen, opfern Sie die wahren Chancen Ihrer Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung. Das Glück, das Sie sich ausmalen, werden Sie nie und nimmer erreichen. Es ist unser aller Tragödie, daß wir nicht merken, wie es mit uns abwärts geht, während wir uns in kräftigem Aufwind wähnen.

Sehr schnell erkannte ich, in der “normalen Psychologie” ist nichts für die wirklichen menschlichen Probleme und Schwierigkeiten zu finden. Deswegen die verschiedenen Weiterstudiengänge (so die Pastoralpsychologie u.a) und als Hilfe die Philosophie. In meiner umfassenden Diplomarbeit über >Angstkrankheiten< bzw, das Problem der Angst (Die Angst ist eine elementare Kraft) wurde mir sehr deutlich bewußt, daß die gängige Psychologie und die drei Hauptrichtungen der Psychotherapie, sehr beschränkt nur tauglich sind.

Schaffhornochse

Die Arbeit erdrückt

Sigmund Freud, bezeichnete als normalen Menschen jenen, der ungestört arbeitsfähig, liebesfähig und entspannungsfähig ist. Diese Definition wird auch heute noch von der Fachwelt weitgehend akzeptiert. Wer jedoch in einem dieser drei zentralen Bereiche – Arbeit, Liebe, Entspannung – deutlich und dauerhaft gestört ist, gilt als Neurotiker. In diesem Sinne sind die meisten von uns neurotisch. Wer kann noch engagiert lieben, wer völlig entspannen? Unser Denken und Handeln ist doch überwiegend karriere- und konsumorientiert. Unsere Gefühle sind monetenlastig. (siehe Erich Fromm: Kranke Gesellschaft und Haben und Sein)

Siehe —> die emotionale Pest und die Innenweltverschmutzung

Wir alle werden mehr und mehr zu außengeleiteten Menschen. Die normierten Leitwerte der Umwelt bestimmen fast ausschließlich unser Denken und Handeln. Unsere Vorstellung von Glück kann sich zwangsläufig nur noch darin erschöpfen, den Mitmenschen zu zeigen, was wir alles erreichen und konsumieren können. Unseren Stolz verdanken wir dem Neid der anderen.
(siehe auch Karriereterror und Dressur)

Zuviel
Zu viel des Guten…

Die Flut steigt ständig…

erdecompknaeul_160und trotzdem gibt es in Absurdistan Germanistan immer mehr Blödels, Dummbeutel und AnalphabetenInnen und trotz Internet und allen Möglichkeiten der Welt, immer mehr Fachidioten und Halbbildung.

Das Informationsangebot um uns herum gleicht dem Angebot an Speisen im Schlaraffenland.
Die glücklichen Bewohner des Schlaraffenlandes konnten sicher kaum der Versuchung widerstehen, zu viel und zu kalorienreich zu essen. In gleicher Weise besteht für uns im "Informations-Schlaraffenland" die Gefahr, daß wir uns überessen, aber wichtige Bedürfnisse dennoch zu kurz kommen. Wir "naschen" zur Unterhaltung Informationen, die überall zu haben sind, und verderben uns damit den Appetit für die wirklich wichtigen.
Aber selbst wenn wir unseren ganzen Tag ausschließlich mit Informationsaufnahme verbringen würden, wäre das Ziel, auch nur einen Überblick über die neu eintreffenden Informationen zu gewinnen, völlig unerreichbar – von einer Auseinandersetzung mit dem bereits vorhandenen Wissen ganz zu schweigen!.

Glück ist ein Wechselspiel

Januar 2016 - WösWaldEselweg 023 Ich gestehe: Ich bin ein Glückspilz   🙂  Und dafür bin ich unendlich Dankbar

 

Glück ist das komplizierte Wechselspiel
zwischen dem, was wir haben und dem, was wir wollen. Wenn wir alles haben können, was wir wollen, erlahmen Kreativität und Neugier – die selbst wieder wichtige Glücksfaktoren sind. Wenn wir nichts von dem erreichen, was wir anstreben, sind wir frustriert oder verschwenden immer neue Zeit und Energie an vielleicht falsche Ziele. Glück entsteht aus der gelungenen Balance zwischen unseren Ansprüchen und Möglichkeiten – eine Balance, die vorwiegend in der Gegenwart geleistet werden muß: Wer zu sehr auf zukünftige Ziele fixiert ist oder zu häufig über verpaßte Chancen grübelt, verliert diese Balance leicht.

Glückskäfer

Glückskäfer

Mehr Glück  – wie Verstand!
Manchmal schon, im Nachhinein betrachtet habe ich wirklich immer einen sehr zuverläßlichen Glücksengel an meiner Seiter gehabt. Dafür bin ich auch sehr dankbar und sehe dies alles nicht als selbstverständlich an.

Natürlich war es für mich auch ein langer Erkenntnisweg, um zu begreifen, daß das Glück nicht in den materiellen Dingen liegt, sondern im eigenen Innern gefunden werden muß.

Der englische Philosoph John Stuart Mill hat diese zwei Möglichkeiten am eigenen Leibe erprobt. Als junger Mann jagte er dem Glück nach, war aber todunglücklich und dachte sogar an Selbstmord, bis er schließlich erkannte: „Nur die sind glücklich, die sich auf etwas anderes als ihr Glück konzentrieren… Die Freuden des Lebens reichen aus, um es zu einer angenehmen Sache zu machen, wenn wir sie en passant mitnehmen, anstatt sie zu unserem Ziel zu machen… Sobald Du Dich fragst, ob Du glücklich bist, hörst Du auf, es zu sein“.

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Brunnen der Erkenntnis

Glückliche Menschen finden und stiften in ihrem Leben viele kleinere Anlässe, sich wohlzufühlen und sich zu freuen – und dies tun sie kontinuierlich.
Wer sich dagegen zu sehr auf die wenigen „Großereignisse“ des Glücks konzentriert, vielleicht über lange Zeit auf sie hinarbeitet – unter Vernachlässigung der Glücksmomente (Das kleine Glück des Alltags) – dessen Glücksbilanz schließt häufig negativ ab.

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Bücherwelt = Wissenswelt

Bücher und Literatur zur Glücksphilosophie auch ein Teilgebiet meiner Interessen und Bibliothek. Ein kleine Literaturauswahl:
1. Seligman, M.P.  : Der Glücks-Faktor
2. Klein, Stefan  : Die Glücks-Formel – Rowohlt Verl.  10. Aufl. 2002
3. Krüger Tarr, Irmtraud  : Vom leichten Glück der einfachen Dinge  – Herder Verl.Freiburg  1998
4. Jopp, Klaus E.  : Positiv denken – zufrieden leben  – Weltbild Verl. Augsburg  o.J.

So viele Wege bin ich noch nicht gegangen

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…und trotzdem gehe ich immer wieder gerne die gleichen Wege.
Ja, ich habe viele Lieblingswege die ich immer gerne wieder laufe.
Und trotzdem denke ich in letzter Zeit sehr oft daran, wie viele
Wege und Flecken es doch noch in meiner näheren Umgebung gibt,
die ich noch nie gelaufen bin noch nie gesehen habe.
Gerade gestern liefen wir einen Weg hier bei uns, den wir auch
länger nicht gelaufen sind. Deswegen wird es auch nie langweilig
solche Wege in der näheren Umgebung zu laufen.

Mit jedem Spaziergang, mit jeder Betrachtung weitet sich
das heimatliche Umfeld zum Universum aus.

Lieblingswege Lieblingswege = Herzwege

”In der jahreszeitlich wechselnden Luft des Feldweges gedeiht die wissende Heiterkeit, deren Miene oft schwermütig scheint. (…) Niemand gewinnt es, der es nicht hat”. (*)

siehe auch: Feldwege = Gleichförmigkeit?

Wenn ich die Wanderführer Kraichgau, Schwarzwald, Odenwald, Neckarsteig usw. so durchschaue, muß ich doch feststellen wie viele Wanderwege bzw. Routen ich noch nie gelaufen bin oder schon sehr lange nicht mehr.

Dezember 2015 - 09 - Olymp 810 - WeingSalbu 002 Einer meiner neueren Lieblingswege in Weingarten

Wir sind früher zwar viel gelaufen, schon alleine wegen den Hunden die wir damals hatten, aber es gab auch Zeiten da war nicht so sehr an das Wandern und Laufen zu denken, allein schon aus Zeitgründen. Deshalb ist jetzt mein Bestreben all dies wieder nachzuholen. Da bin ich auch sehr dankbar, trotz meinem Alter noch unbeschwert und gut laufen zu können, trotz aller Rentner- Wehwehchen (Altersbeschwerden) die manchmal so nerven / plagen.

Die kleine Welt der Feldwege

“Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.”
(J.W. von Goethe)

Feldflur zwischen Jöhlingen und Weingarten Feldflur zwischen Jöhlingen und Weingarten im Dezember 2015

Ein schlichter Feldweg in einer unspektakulären Landschaft und
doch ist sie Höhepunkt in einer vertrauten heimeligen Umgebung.
Die Natur spricht noch zum Mensch, wenn ein unentfremdetes Gemüt sie zu sehen und zu hören versteht. Der Mensch geht nicht fehl, solange er sich dem Einfachen, dem Eigentlichen und damit dem Natürlichen nicht verschließt. Mit jedem Spaziergang, mit jeder Betrachtung weitet sich
das heimatliche Umfeld zum Universum aus.

Dezember 2015 - 09 - Olymp 810 - WeingSalbu 072 geheimnisvoller Weg

Weinbergweg Weingarten Weinbergweg Weingarten Dezember 2015 – im Hintergrund Jöhlingen

Damals wie heute…

Cafe Procope, Paris  1747: Treffpunkt der Freidenker und Aufrührer.Freidenker

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Der Einzelne an der Krücke des Absurden

Von Gott und den Menschen verraten, gerät Sophie in die brodelnde Hauptstadt des Königreichs. Um zu überleben, arbeitet sie im Cafe’ Procope, Treffpunkt der Freidenker und Aufrührer. Gegen ihren Willen verliebt sie sich in einen Gast. Denis Diderot. Der Philosoph plant das gefährlichste Buch der Welt seit der Bibel, eine Enzyklopädie mit dem ganzen Wissen der Menschheit – Sprengstoff für die morsche Monarchie. Schon bald begreift Sophie, daß es dabei um viel mehr geht als nur um ein Buch. Es geht um ihr eigenes Leben, Ihr Recht auf Freiheit, Liebe und Glück.

So stellt sich dem aufgeschlossenen Leser, der sich als Opfer einer Zeitwende erkennt, die Frage, wie man in einer absurden Welt ohne Gott überhaupt weiterleben kann.

Camus’ Antwort lautet:
„Das ‚gelobte Land‘, das wir suchen, gibt es nicht. Es ist unmöglich, für das Morgen zu leben, anstatt dem Heute. Die Welt an sich hat keinen Sinn, erst der handelnde Mensch verleiht ihn ihr, indem er für die Geknechteten und Entrechteten eintritt. Kunst und Revolte sind ewig. Unrecht, Leiden und Tod sind nicht aus der Welt zu schaffen. Es gilt, die Erde zu lieben, kühn und intelligent zu denken, klar zu handeln und zu wirken.“

Ausgerutscht
In diesem Sinne wünsche ich den BesucherInnen und LeserInnen von Absurd-AG einen Guten Rutsch ins neue Jahr.

Der Waldmönch: Antworten aus dem Wald

Ewiger Weg maerzii2011walzbwald016

Rückzug

Du ziehst Dich zurück und konzentrierst Dich auf Dich selbst.

Meditation und innere Suche. Eine höhere Suche, die nur für Dich alleine Bedeutung hat und bei der Dir niemand sonst behilflich sein kann. Sie könnten Dich höchstens alle nur behindern.

Du schließt Dich ein und ziehst Dich zurück. Dabei ist es egal, ob Du Dich in Deiner eigenen Hirnschale verbirgst oder tief im Wald, auf einer kleinen Lichtung in einer Waldhütte.

Waldhütte Waldhütte

Was mir mal wieder besonders auffiel dieser Tage

Dezember 2015 - 09 - Olymp 810 - WeingSalbu 022 Was glotzte denn so blöd? Noch kein kauendes Rindviech gesehen?

Ob in Karlsruhe,  Hamburg, Frankfurt und Berlin wälzen sich menschenfeindliche Blechschlangen durch enge Straßen, hasten Leute in Tuchfühlung gierig durch geldschluckende Kaufhäuser und über ermüdendes Straßenpflaster, jeder jedem ein Hindernis und Konkurrent – verbissene und vergrämte Gesichter. Eile, Bedrücktheit, Angst, Verschlossenheit, Flucht. Lustlosigkeit, Kummer, Lebensüberdruß.
Die meisten unter uns sind unglücklich oder unzufrieden, aber krampfhaft bemüht, diese Tragik ins Unbewußte zu verdrängen oder wenigstens streng geheim zu halten, weil sie darin ein persönliches Versagen erblicken, dessen sie sich schämen, und weil sie sich der Verpflichtung entziehen wollen, ihr Leben grundlegend zu ändern: Bequemlichkeit, Drückebergerei, Heuchelei und Ratlosigkeit.

Dezember 2015 - 09 - Olymp 810 - WeingSalbu 024 weite Naturlandschaft macht frei

August 2010 Stadtgarten KA 136 Karlsruhe am Bahnhof

Die Walze der Überzivilisation zerquetscht uns und läßt ein Häuflein Elend zurück. Je zivilisierter man lebt, um so zahlreicher bringt man sich offenbar um, um so unglücklicher ist man also.
Die Stadt beengt, nimmt die Luft zum Atmen und macht in Wirklichkeit unfrei.

Kranke Gesellschaften

Aktienverbr

«Der Mensch wird frei geboren, und dennoch liegt er in Ketten.
Man wähnt sich Herr der anderen und ist doch oft mehr Sklave als sie.
Wie kam es zu dieser Veränderung? Ich weiß es nicht.»
(Rousseau)

Jean Jacques Rousseau hat diese Frage vor mehr als zweihundert Jahren am Anfang seines «Gesell­schafts­vertrag» gestellt. Solange wir die Antwort auf diese grundlegende Frage nicht gefunden haben, nützt es wenig, neue Gesellschaftsverträge zu entwerfen. Seit Jahrtausenden schon gibt es in der menschlichen Gesellschaft etwas, das buchstäblich jeden Versuch im Sande verlaufen ließ, das große Rätsel zu lösen, das allen großen Führern der Menschheit in den letzten Jahrtausenden wohlbekannt war: Der Mensch ist frei geboren, und doch geht er als Sklave durchs Leben.
Bis jetzt wurde noch keine Antwort gefunden. Es muß in der menschlichen Gesellschaft etwas geben, das uns hindert, die richtige Frage zu stellen, um die richtige Antwort zu bekommen. Alle menschliche Philosophie steht unter dem Alpdruck vergeblichen Suchens.
(Reich, Wilhelm: Christusmord, S. 29)
Siehe auch: Erich Fromm: Die Angst vor der Freiheit
und Die kranke Gesellschaft

Inhaltsleere Gesellschaften

“Aber freilich… diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem
Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen
vorzieht …; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die
Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße,
als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste
Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.“

(Feuerbach : Das Wesen des Christentums, Vorrede zur zweiten Auflage)

affekk_155Diese inhaltsleeren Menschen sind tagein tagaus  übers ganze Jahr zu beobachten.
Jetzt zur Weihnachtszeit, haben viele Menschen nichts anderes mehr im Kopf, als sämtliche Weihnachtsmärkte der Region abzugrasen. Da beschweren sie sich und stöhnen herum, der Streß, der Zeitdruck mit ihren Geschenken, da wird ein Kult um Alles betrieben, nur der eigentliche Sinn hinter Weihnachten ist total verloren gegangen. Übrig blieb eine Kauf- und Freßorgie an Weihnachten.
Wir leben in hochgradig narzißtischen, kranken Gesellschaften, in der das hohle Spektakel im Vordergrund steht.

“Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.”
wußte schon Guy Debord in “Die Gesellschaft des Spektakels zu berichten.

Sehnsucht der Seele

Buch antik 01

augedererkenntnis_155

Das Auge der Erkenntnis

Gott ist das Urproblem der Menschheit, besonders aber das Problem der heutigen Menschheit. Der Mensch ist von Natur ein Gott- und Sinnsucher in dem zweifachen Sinne, daß er die Gottheit erkenntnismäßig begreifen und daß er sie liebend umfassen möchte.

Die Suche nach Erkenntnis und nach Gott läßt uns nicht zur Ruhe kommen. Von Anbeginn war dies in der Welt und im Menschen. Das Urproblem der Menschheit nimmt eine doppelte Fassung an, einmal in der Frage: Ist Gott? und dann in der Frage: Was ist Gott? Die letztere Fragestellung wird für alle Zeiten bestehen; denn das Unendliche wird nicht umfaßt vom Endlichen.

Denkweise aus der Pastoralpsychologie heraus.

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Diese abendlichen Dämmerungsstunden liebe ich

Dezember 2015 - 07 - Olymp 810 - Bunker Bücher Hof 001 Beim heutigen Sonnenuntergang schien die Sonne so wunderschön in meine Bunkerwelt.

Dämmerungsstunde 2 Für mich ist ganzjährig die Dämmerungsstunde wichtig, da halte ich meistens inne und laß meine Gedanken wandern oder träume

Lichtspiele Lichtspiele im Bunker

Sonnenuntergang Auch heute hatten wir schönes Hochdruckwetter. Um diese Jahreszeit geht vor diesem Fenster die Sonne unter.

Dezember 2015 - 07 - Olymp 810 - Bunker Bücher Hof 008 Da hält sogar ein Büchermensch in seinem Tun inne

Sonnenuntergang hinter Wald Bild nicht so klar weil durch Fensterscheibe aufgenommen

Heute war tagsüber ein Tag wie Frühlingsbeginn. Blauer Himmel mit wenig weißer Bewölkung und warm in der Sonne. Im geschützten Süd-Hofbereich sogar in der Sonne 20° C. Allerdings gehen bei solcher Wetterlage um diese Jahreszeit die Temperaturen nachts runter. Aktuell noch 7, 6° C (22:41h) und hoher Luftdruck 1034 hPa, Wind 3 km/h aus O

Kaminstunde

Kaminofengemütlichkeit

Deswegen sind jetzt Kaminstunden
angesagt.

Knechtschaft der Gedanken

Kreisverkehr

Die Kraft der Weisheit:
Wir können zum einen unter der Knechtschaft der Gedanken leben oder aber durch sie Befreiung erlangen. Zwischen Wissen und Weisheit besteht ein Unterschied.
Die Erfahrung der Einsicht ist Weisheit, der Versuch indes, dieser Einsicht habhaft zu werden, sie durch Worte zu vermitteln, ist Wissen.

Wir alle tragen Wissen in uns. Wir können anderen eine Menge grandioser Vorstellungen übermitteln. Wenn diesem “Wissen” jedoch keine Weisheit zugrunde liegt, dann ist es Wissen aus zweiter Hand, von außen stammendes Verständnis, und es mangelt ihm an Tiefe. [1]

Irrgarten?Irrgarten

“Mensch, steig’ nicht allzuhoch, bild’ Dir nichts Übrigs ein, die schönste Weisheit ist, nicht gar zu weise sein.”
(Angelus Silesius)

Nachdenkliches zur Nacht

wolkenregenspiele_595Wolkenspiele

”Des Menschen Seele gleicht dem Wasser, vom Himmel kommt es her, und wieder nieder zur Erde muß es, ewig wechselnd.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

geheimnissvollesgemaeuer_595 geheimnisvolles Gemäuer – was mag sich dahinter verbergen? –

“Nichts ist heiliger, nichts ist vorbildhafter als ein schöner, starker Baum.”
(H. Hesse “Mit dem Erstaunen fängt es an, S. 99, Bäume)

Der Weg nach innen

Herman Hesse ist bei mir immer präsent. Wenn ich nach Maulbronn fahre, um das Kloster Maulbronn zu besuchen, denke ich automatisch auch immer an Herman Hesse. Unterer Link führt zum  ARTE Filmbericht über Herman Hesse
(Veröffentlicht am 09.08.2014 )

https://www.youtube.com/watch?v=x-Nzz7Dtp9o

Kloster MaulbronnKloster Maulbronn Außenmauer

Neben mir liegt das Buch von H. Hesse
Mit dem Erstaunen fängt es an
Herkunft und Heimat, Natur und Kunst

Auf S. 97: >Heimat in sich haben<
”Wie der Tag zwischen Morgen und Abend, so
vergeht zwischen Reisetrieb und Heimatwunsch mein Leben.”

Kloster Maulbronn Kloster Maulbronn – Fluß des Lebens oder Rinnsal?

Besser leben mit weniger

Impressionen Landschaftsimpressionen Walzbachtal-Wössingen

zettelbox

Zur Erinnerung

Diät für die Seele und das Fordern
Weniger tun, aber das mit mehr Hingabe. Weniger verbrauchen, aber mehr auf Qualität achten und Umweltverträglichkeit. So entsteht ein Klima, in dem Menschen menschlicher leben und in dem Kinder besser gedeihen können. Glück bedeutet: sich am Einfachen erfreuen können, Zeit füreinander haben, Austausch pflegen, spontan feiern, spontan einfach etwas unternehmen. Überflüssigkeiten durch neue Notwendigkeiten ersetzen. Nur so kann die große innere Not und Verflachung in uns allen gewendet werden. So wie wir Diät für den Körper brauchen, brauchen wir Diät für die Seele.

September 2015 - Olymp 810 - SU - Bunker - Lugenberg 005 Wössinger Feldlandschaft

Überflüssige Güter dieser Welt

«Von den Gütern dieser Welt sind die einen überflüssig, die anderen notwendig. Hier sei kurz darüber die Rede, seid aufmerksam, und lasst uns unterscheiden, sofern wir können, zwischen den überflüssigen und den notwendigen Gütern dieser Welt, damit ihr (ein)seht, dass Christus weder wegen der überflüssigen, noch wegen der notwendigen Güter zu verleugnen ist. Wer vermag die überflüssigen (Güter) dieser Welt aufzuzählen? Wollten wir sie erwähnen, müssten wir uns lange dabei aufhalten. Beschränken wir uns also auf das Notwendige. Was immer sich verändert, dies gehört zum Überflüssigen.””
( (Predigt Denis 16,1)

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Zerissenheit in irren Zeiten

Philosophie der Wachsamkeit

lauschiger Garten Im lauschigen Garten läßt sich gut philosophieren

“Kinder, wenn ihr eine Mandarine schält, dann könnt ihr sie mit Achtsamkeit essen oder ohne Achtsamkeit. Esst ihr eine Mandarine achtsam, so ist euch bewußt, daß ihr eine Mandarine esst: Ihr erfahrt vollkommen ihren lieblichen Duft und ihren süßen Geschmack. Schält ihr die Mandarine, so wisst ihr, daß ihr eine Mandarine schält. Nehmt ihr ein Stück und steckt es in euren Mund, so wisst ihr, daß ihr ein Stück nehmt und es in euren Mund steckt. Empfindet ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack, dann wisst ihr, daß ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack empfindet. Die Mandarine, die Nandabala mir reichte, hatte neun Teile. Jeden Bissen aß ich ganz bewußt und achtsam, und so erlebte ich, wie kostbar und wundervoll er war. Ich vergaß die Mandarine nicht, und daher wurde sie für mich etwas sehr Wirkliches. Ist die Mandarine wirklich, dann ist der Mensch, der sie isst, auch wirklich. Das bedeutet, eine Mandarine mit Achtsamkeit zu essen.”

[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu.]

Wie meinen

Wie meinen?

Meditation

“Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. „Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Tee trinken das Wichtigste auf der Welt sein.“ Und so weiter.”
[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu]

Naturgarten Schade! Die Gartenzeit neigt sich dem Ende zu. Der Garten hat sich ja wieder einigermaßen erholt nach der sommerlichen Hitzewelle, das Gras ist wieder schön grün geworden. Den Herbst sieht man nun aber auch schon überall.

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Dachstubenbibliothek

Nun kommt wieder die intensivere Lese- und Schreibzeit.

Aus der Zeit gefallen…

August 2015 Fuji - Meißner-Bad Sooden - Allendorf LS 025 Bad Sooden-Allendorf

Frei ist, wer Herr seiner Zeit ist.
Freiheit ist nicht großes Auto, Motorrad, Urlaub
oder sonstiger Schnickschnack.

Deshalb spüre ich auch gerne der “Zeitlosigkeit” in einer Kirche
oder in einem Kloster nach. Wie die Mönche versuche ich im Einklang
mit mir und der Zeit zu leben.

August 2015 - Olymp 810 - BadSood - Kloster Germerode 008 Kloster Germerode

Klöster sind Orte der Beschaulichkeit und der Ruhe.
Hier kann der Mensch die laute Hektik und den Alltag
hinter sich lassen. Denn hier ticken die Uhren leiser und anders.
Fernseher und Radios schlafen, hier herrscht ein anderer Takt,
der Takt der Besinnlichkeit und der Spiritualität.

Nachdenkliches: Glückliche Menschen

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Das Glück des Menschen – ich habe seine tiefsten Gründe gesucht, und das habe ich herausgefunden:
Bei glücklichen Menschen fand ich immer tiefe Geborgenheit – in sich selber ruhen, spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.
So kannte ich einen Professor, der Leiter eines großen Museums war, der gewöhnlich mit abgetragenen Anzügen bekleidet war, immer eine alte abgegriffene Aktentasche von anno dazumal unterm Arm hatte oder fröhlich neben sich herschlenkerte, sowie mit einem Uralt-Rhenault R4 vorfuhr. Er strahlte eine herrliche Ruhe und Gelassenheit aus. Er konnte sich an vielen Dingen begeistern und erfreuen, die die Meisten gar nicht wahrnahmen. Vergessen werde ich solche Menschen nie, sie haben mir von jeher mehr imponiert, wie die ewigen Protzer und Aufschneider. Mit solchen Menschen Kontakt zu haben, bringt einem selbst auch weiter, man konnte immer noch etwas dazu lernen.

Folgender Ausspruch (Aphorismen) von Friedrich Rückert
war immer ein Lebens –  Leitmotiv für mich:

“Gesell‘ dich einem Bessern zu,
daß mit ihm deine besser’n Kräfte ringen.
Wer selbst nicht weiter ist als du,
der kann dich auch nicht weiterbringen.”
(Friedrich Rückert – 1788 – 1866)

Tomatenglück
Tomatenglück

Die Heimkehr

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Ein Mann kehrt nach langen Jahren der Abwesenheit in seine Heimatstadt zurück und ist auf einmal fremd. Hesse greift ein Thema auf, dass in unserer hektischen Zeit immer mehr Brisanz erhält.

Im Frau Holle Land Heimat ist da wo das Herz zu Hause ist.
Obwohl ich nun hier in Walzbachtal 46 Jahre wohne und gelebt habe, war mein Herz nie richtig hier heimisch geworden und zu Hause. Nun zieht es mich auf meine alten Rentnertage nach Nordhessen in den Raum Kassel, in meine Geburtsheimat.
Aber auch meine Frau und unsere Tochter und Schwiegersohn sind begeistert und möchten mitziehen. Wenn alles klappt erwerben wir dort ein schönes Anwesen mit wunderbaren und sehr großen Garten (über 3000m2).

Feldwege = Gleichförmigkeit? oder Eintönigkeit? Mitnichten!

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Öfters im Jahr laufe ich die gleichen Feld- und Waldwege, wenn einer meiner Lieblingswege, natürlich noch öfters. Dies empfinde ich nicht als fad, langweilig oder als Gleichförmigkeit. Es ist für mich auch nicht Monotonie oder eine gleichbleibende Tätigkeit.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 002 Feldweg Jöhlingen

Die Natur ist nie gleichförmig, es ist jedes mal anders, wenn man einen Weg auch wöchentlich oder gar täglich laufen würde. Die Natur ist immer vielschichtig und abwechslungsreich. Die heimische Natur und Umgebung zu bevorzugen, schafft auch Heimeligkeit, Vertrautheit und ist unabdingbar für die Entwicklung eines Heimatgefühls. Genauso wie Vertrautheit und Fremdheit, Wissen und Nichtwissen, Sein und Schein …  Gegensätzlichkeiten sind, so ist diese Beständigkeit nie eine Einseitigkeit.  Siehe: Auf Feldwegen unterwegs

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 003 Feldweg II in Walzbachtal-Jöhlingen

Heidegger sagt: “Die Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im Innersten bedroht.” Dies ist immer dann auch gut zu beobachten, wenn man, wie jetzt zur Pfingstferienzeit, sich für 15 Minuten auf eine Autobahnbrücke stellt und das teutonische Autofahrervolk auf der Flucht beobachtet.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 006  Jöhlinger Feldweg

Siehe auch: Die kleine Welt der Feldwege

“Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.”
(J.W. von Goethe)

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 023 Herrliche Feldwege auf Jöhlinger Gemarkung

Ein schlichter Feldweg in einer unspektakulären Landschaft und
doch ist sie Höhepunkt in einer vertrauten heimeligen Umgebung.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 026 Feldweg mit Blick in offene Jöhlinger Landschaft

Mit jedem Spaziergang, mit jeder Betrachtung weitet sich
das heimatliche Umfeld zum Universum aus.

Feldweg 6 Naturwegidylle in Jöhlingen

Feldwege sind für mich auch immer Denkwege

April 2015 - 22 - Fuji - JöhlWeierbach-Heuberg 070 Der gleiche Feldweg im April diesen Jahres aber mit anderer Kamera (Fuji – HS30 EXR) die ich weger ihrer Größe und Gewichts nicht immer mitnehme, sondern meistens mit der Olympus SP-800 UZ unterwegs bin.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 064Feldweg und Wiesenweg schon auf Weingartener Gemarkung

Man merkt es am Bild, an diesem Tag (Vorgestern) war ein sehr trüb-dunkler Himmel und dementsprechend die Lichtintensität.

Eine Freundin im Geiste, Frau Morgentau: Ich liebe Feldwege, seit ich denken kann.
http://morgentau.designblog.de/kommentare/feldwege

 

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 065 Feldweg Weingarten Kirchberg

”In der jahreszeitlich wechselnden Luft des Feldweges gedeiht die wissende Heiterkeit, deren Miene oft schwermütig scheint. Dieses heitere Wissen ist das “Kuinzige” (*). Niemand gewinnt es, der es nicht hat”.
(zitiert nach: Martin Heidegger, Der Feldweg –  bebilderte Ausgabe 4. Auflage 2010 im  Klostermann Verlag)

(*) = nach Heidegger, der Name für einen Zustand „heiteren Wissens“. (Feldweg)
siehe Defination nach dem schwäbischen Wörterbuch

Nachtgedanken 62

Nachtlandschaft
Wenn ein Mensch einmal einen halben Tag lang in den Wäldern spazieren geht, weil er sie liebt, dann besteht die Gefahr, daß er als Tagedieb angesehen wird; wenn er dagegen den ganzen Tag als Unternehmer zubringt und diese Wälder abhackt und die Erde vorzeitig kahl werden lässt, so wird er als fleißiger und unternehmungslustiger Bürger betrachtet.

(Henry David Thoreau, 1817-1862)

April 2015 - 23 Olymp 810 - Obergrombach KapW 046Waldstille

Es ist verloren gegangen

Bücherland

Aber gerade die naheliegenden, einfachen Dinge sind es, die mehr zu unserem Glück beitragen als die starken Sensationen. Glück in sich selbst zu finden, ist vielleicht mitunter schwer, aber anderswo findet man es bestimmt nicht.

Bescheidenheit bescheiden aber trotzdem schön

Unscheinbar unscheinbar und trotzdem geliebt

Naturgarten im Frühling Naturgarten im Frühling

Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten Zeit groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen.

Selbstbesuch

Besuch Selbstbesuch

Erst, wenn wir uns selbst besuchen, werden wir erkennen, daß wir eigentlich bereits hier zu Hause sind. Wir müssen nur in die Stille in uns eintauchen, um die Weisheit in uns selbst zu finden. Wir müssen nur der Gedankenlosigkeit und der Oberflächlichkeit die Türe weisen.

Unterwegs auf Feldwegen

Wege Auf Feldwegen unterwegs

”Gibt es noch jenes ruhige Wohnen des Menschen zwischen Himmel und Erde?
Waltet noch der sinnende Geist über dem Land?
Gibt es noch wurzelkräftige Heimat, in deren Boden der Mensch ständig steht,
d.h. boden – ständig ist?”
Johann Peter Hebel frägt dies schon, Martin Heidegger führt es fort.
Heidegger sagt: “Die Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im Innersten bedroht.”

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 018 Viele Menschen treibt es in das öde und geistlose Getriebe der großen Städte.
Sie sind der alten Heimat und dem heimatlichen Boden entfremdet. Sie sind heimatlos und vor sich selber entfremdet. All das, womit die allgegenwärtigen Medien den Hypermenschen minütlich überfallen, reizen und umtreiben, all dies ist dem heutigen Zappelphilipp viel näher als das eigene Ackerfeld und die umgegebene Natur seines Wohnortes, hier will ich mal nicht von Heimatort sprechen.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 055 Heimatvertriebene auch im Geiste, gibt Natur und Feldwege nicht mehr viel. Sie bevorzugen künstliche, virtuelle Matrixwelten.
Zur geistigen Entwurzelung und zur Nicht-mehr-Wahrnehmung des Feldweggeistes, hat Martin Heidegger in seinem Büchlein “Der Feldweg” 1989 und in seinen Vorträgen / Vorlesungen: “Zur Erörterung der Gelassenheit – Feldweggespräche über das Denken – 1959 – referiert.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 058 Feldweg – Philosophie

Reise zum Sinn des Lebens

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Verkörperung des Sinns

Der SINN, den man ersinnen kann,
ist nicht der ewige SINN.
Der Name, den man nennen kann,
ist nicht der ewige Name.
Jenseits des Nennbaren liegt der Anfang der Welt.
Diesseits des Nennbaren liegt die Geburt der Geschöpfe.
Darum führt das Streben nach dem Ewig-Jenseitigen
zum Schauen der Kräfte,
das Streben nach dem Ewig-Diesseitigen
zum Schauen der Räumlichkeit.
Beides hat Einen Ursprung und nur verschiedenen Namen.
Diese Einheit ist das Große Geheimnis.
Und des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis:
Das ist die Pforte der Offenbarwerdung aller Kräfte.
[Chinesische Philosophie: Laotse: Tao Te King – Das Buch des Alten vom Sinn und Leben. Asiatische Philosophie – Indien und China, S. 27152 (vgl. Laotse-Tao, S. 3)]

Buchlektüre

Heute haben wir den Geburtstag von unserer großen Enkelin Fabi gefeiert.
War sehr gut auf der Terrasse möglich, war allerdings sehr warm und
schwül heute. Nun bin ich wieder voll im Nachdenkmodus drin, der in
letzter Zeit sehr dominierend ist bei mir. Es gehen mir tausenderlei Dinge
durch den Kopf, daß mir da die Zeit hinten und vorne nicht reicht.
Asiatische Philosophie hatte ich in einem Ergänzungsstudium belegt und
animiert mich immer wieder zu Vergleichen und Nachdenken.

Denkwege ~ Feldwege

 Feldwege

Der Weg zum Glück

Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der pfeil pln Kontemplation  (*) Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück

buecherhaende_160Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück

Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)

Besinnung und Beschaulichkeit Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.

Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt: „Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“

(* Kontemplation: Es ist ein Dasein und Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. – die Einübung in das Hier und Jetzt, die alle konfessionellen Rahmen übersteigt – nach meiner Auslegung)

Wege Feldwege

Nicht hastig leben…

Vogelbad Diese zwei Piepmätze waren heute mein Vorbild

Eigentlich wollte ich ja laufen gehen (kleine Wanderung) aber Enkelin Klein-Lena
hat mich nicht fortgelassen. Somit waren Spiele angesagt, Terrassenfaulenzereien, zum Raseneinsäen hat es gerade noch gelangt (Kahlstellen ausbessern) ansonsten habe ich nicht viel produktives getan heute.

Terrassenplatz Kaffee und Kuchen sowie Abendbrot war wieder auf der Terrasse angesagt. Klein-Lena schläft Freitags ja meistens bei uns.

Ausblick von Arbeitszimmer Ausblick von meinen Arbeitsräumen

Die Sachen zu verteilen wissen heißt, sie zu genießen verstehn. Viele verderben sich die Genüsse, ohne ihrer froh zu werden.
Baltasar Gracian hat diese hastig lebenden Menschen als Postillione des Lebens bezeichnet, die zu dem allgemeinen raschen Lauf der Zeit noch das ihnen eigene Stürzen hinzufügen. Sie möchten in einem Tag verschlingen, was sie kaum im ganzen Leben verdauen könnten. Den Freuden des Lebens sind sie immer voraus, verzehren schon die kommenden Jahre, und da sie so eilig sind, werden sie schnell mit allem fertig.

Der Weg zur Zufriedenheit

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Zufriedenheit kommt von verzichten, auf Dinge die nicht wichtig sind.

 

Seneca: „Glückselig und naturgemäß leben ist ein und dasselbe… Wir leben naturgemäß, wenn wir die körperlichen Anlagen und Bedürfnisse unserer Natur sorgfältig, aber nicht ängstlich beachten als etwas, das uns nur auf Zeit gegeben und flüchtig ist; wenn wir nicht ihre Sklaven werden und nicht etwas unserem Wesen Fremdes uns uns in seine Gewalt gebracht hat…“ (Vom glückseligen Leben).
Senecas Rat zum Glück geht dahin: bleibe von Äußerlichkeiten unverführt und unbeherrscht, vertraue auf dich selbst und deinen Genius, sei auf alles gefaßt und der eigene Bildner deines Lebens.
Glück besteht in einer innerlichen, persönlichen Übereinstimmung mit sich selbst.

Mai 2015 - Olymp 810  BunkBüch   BirnbFeuer 019

Das Einfache, Bewährte und Sinnvolle ist mir wichtig und nicht all dieser übertriebene Tand von heute.

 

natürliche Natur

natürliche Natürlichkeit

Während viele Menschen heute das Glück als etwas Schicksalhaftes verstehen, als etwas, das von außen über uns kommt oder eben nicht (Lottogewinn, Materielles etc), verbanden die Denker im alten Griechenland das Glücklichsein mit dem richtigen Tun. „Glück ist die Folge einer Tätigkeit“, schrieb Aristoteles. Das Glück sei kein Geschenk des Zufalls oder der Götter, sondern werde dem zuteil, der seine Möglichkeiten optimal nutzt.

Kapelle

In einem aktiven Leben liegt das Geheimnis von Freude und Erfüllung.

Ich weiß nicht was soll es bedeuten…

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… Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
(1.Strophe vom Loreleylied von
Heinrich Heine, 1823)

Manche Tage ist Melancholie mein Begleiter.

WanderburscheDer einsame Wanderer auf dem Lebensweg nach Nirgendwo

Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
(Christian Morgenstern)

Melancholie die süße Traurigkeit, ein feiner Schleier über der Seele lichtet sich zuweilen und läßt die Gedanken in die Vergangenheit schweben.
Deswegen bin ich auch ein Wolkenträumer.

Wolkenträumer

Deswegen reise ich so gerne mit den Wolken um die Welt. Es eröffnet
immer wieder neue Ausblicke und Einblicke. Vielleicht findet die Seele dann
einmal das verlassene Paradies.

Wolkenträume

In jeder Wolke wohnt ein Traum, deswegen bin ich auch ein
Wolkenträumer.

 

…

Reflexion am Abend: Was ist Glück überhaupt?

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Für ein glückliches Leben tun wir alles – und schlittern dabei von einem Unglück ins nächste. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition: bislang wußte keiner genau, was Glück eigentlich ist. Selbst die Philosophie, die der Frage seit Tausenden von Jahren nachgeht, hat bis heute nur Antworten voller Widersprüche geben können.
M.P. Seligman stellt in „Der Glücks-Faktor“ fest: Das uralte Bedürfnis, glücklich zu leben, bewegt uns alle. Ist Glück Veranlagung, Zufall? Der Autor geht dieser Frage seit Jahren nach. Sein Fazit: „Wirklich authentisches, lange währendes Lebensglück entsteht durch systematisches Trainieren der eigenen Stärke, der positiven Charaktereigenschaften und Tugenden.“ [75]

Abstrakt

Stefan Klein schreibt in „Die Glücksformel“: „Jedem begegnet das Glück anderswo. Für den einen bedeutet Glück, barfuß im Morgengrauen über eine Wiese zu laufen, für den anderen, sein Baby im Arm zu halten. Sex kann glücklich machen oder ein neues Designerkostüm, eine Bratwurst oder Mozarts Konzert No. 13 für Klavier und Orchester. Oder auch die Abwesenheit von alldem: Ein Zen-Mönch findet Seligkeit, wenn er sich in die Leere versenkt.“ [76]

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Kein Wunder ist Glück so schlecht zu fassen und zu beschreiben, weil im Grunde genommen jeder was anderes darunter versteht.
Natürlich sind schon viele Bücher über dieses Thema geschrieben worden. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Wem nutzen all die schönen Worte, wenn man immer nur liest, wie es sein könnte, wie es sein müßte und, was erstrebenswert wäre, wir aber gleichzeitig niemals darüber aufgeklärt werden, was uns eigentlich am Glücklichsein hindert.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“

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Wegmarken

Wegweiser

Einer meiner Wegmarken bzw. Leitlinien für meinen Lebensweg

“Hat einer das vernommen, und ist er wirklich ein geborener, und zur Sache berufener, das heißt ein göttlicher Mensch, so ist ihm, als habe er Kunde erhalten von einem Weg in ein Wunderland. Nun weiß er, daß er alle Kraft anspannen muß, und das das Leben anders keinen Sinn hat. So spannt er denn sich selbst mit dem Weiser jenes Weges zusammen und läßt nicht nach, bis er alles vollendet oder wenigstens die Kraft erlangt hat, daß er selbst so stark ist, sich selber ohne Wegweiser zu leiten. Auf diese Art und in dieser Gesinnung richtet ein Philosoph sein Leben ein. Wohl übt er den Beruf, in dem er gerade steht aus, über allem aber hält er sich immer an die Philosophie und eine solche Lebensweise, die ihn aufs höchste lernbereit, gedächtnisfrisch und zu nüchternem Denken fähig macht. Die entgegengesetzte Haltung ist ihm zeit seines Lebens verhaßt.”
Platon, Aus dem 7.Brief

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