Vitalität und Lebenskraft

Vitaliserung – Entspannung und Gewinnung von Lebenskraft !

Mehr Vitalität, also Lebenskraft, durch geeignete Maßnahmen der Vitalisierung zu gewinnen, ist der Traum vieler Menschen und hat natürlich mit Bioenergetik zu tun. Die mikrobiologische Versorgung mit essentiellen Stoffen legt den Grundstein zur optimalen zellulären Funktion. Die Dreiheit Körper, Seele und Geist bedingt sich wechselseitig, bestimmt das energetische Niveau und damit die Lebensqualität. So ist es auch möglich, mit Maßnahmen von diesen drei Ebenen aus wechselseitigen Einfluss zu nehmen auf die Gesamtbefindlichkeit. Wenn sich Körper, Seele, Geist und Energie in einem „homöostatischen“ Miteinander befinden, verlaufen die bioenergetischen Prozesse in biokybernetischer Hinsicht optimal.

„Je mehr Energie zur Verfügung steht, desto lebendiger sind Sie
und umso mehr haben Sie vom Leben!“
[
Quelle: http://www.forum-bioenergetik.info]

Sehr früh habe ich kapiert, daß  es mit der Psychologie und den „normalen Psychotherapien“  nicht so weit her ist. Deswegen habe ich mich sehr früh mit Wilhelm Reich, der Energiemedizin, Biodynamischen – und Körpertherpien beschäftigt. Mit seinen unmittelbaren Schülern bzw. Nachfolgern und den weiter entwickelten Therapien beschäftigt. „Energie Medizin beruht auf den traditionellen Medizinsystemen Chinas und Indiens, und geht von der Existenz einer universellen Lebenskraft aus und verbindet diese mit westlichen Ansätzen von energetischen Vorstellungen, wie sie von Wilhelm Reich, C.G. Jung, Alexander Lowen erarbeitet wurden.“ (Gabriel Stux)

Die Energie-Medizin arbeitet empirisch, d.h. die direkte Erfahrung der Lebenskraft, ihrer Ladung des Fließens im Körper wird für den Therapeuten aber auch für den Patienten zur täglichen Praxis. Atem- und Meditationsübungen bilden eine wichtige Grundlage der Praxis in Verbindung mit traditionellen Methoden wie Akupunktur oder Qi Gong.

Nachdrücklich weiße ich zu dieser Thematik immer  wieder auf den Vortragszyklus von Bernd Senf hin. So z.B. —> Bernd Senf über Wilhelm Reich 1. Von der Psychoanalyse zur Körpertherapie  und Wilhelm Reich 5. Biogenese und Entdeckung der Lebensenergie („Orgon“)  sowie 7. Emotionale Blockierung und Krebs – bioenergetische Krebsforschung. Natürlich ist der gesamte Vortragszyklus sehr wichtig um überhaupt zu verstehen … wie der Mensch so tickt.
Es ist erschreckend, wie unwissend die überwiegende Mehrheit der Menschen in diesem Bereich ist. Deswegen hat die „EMOTIONALE PEST“ nach wie vor Hochkonjunktur. Die „Innenweltverschmutzung“ ist pestartig verbreitet.
Empfehlenswert auch das Buch Lebensenergie von Dr. Stephano Sabetti

Lebensenergie – Wesen und Wirken jener Kraft, die unsere körperliche, geistige und seelische Verfassung steuert

Wahrnehmung und Bewußtheit – Dr. Stephano Sabetti

Dr. Stephano Sabetti ist Doktor in Counseling Psychology und ausgebildet in Klinischer Psychologie. Er lernte u.a. bei Fritz Perl, Isadore Fromm, Alexander Lowen und John Pierrakos und lehrt in vielen Ländern den „Path of No Way“. In seinen Büchern mit Titeln wie „Im Fluß des Seins“, „Die Freiheit bist Du“ oder „Waves of Change“ weist er auf einen Weg zu vorbehaltloser innerer Freiheit. Dabei unterstützt der „Path of No Way“ den Übergang von der psychologischen zu einer sich vertiefenden spirituellen Erforschung, indem der Modus der „I (Ich)-dentity“ erkannt und sich allmählich auflösen darf, um den Qualitäten von Freude, Glücklichsein und Liebe immer mehr den Raum zu überlassen. Das von ihm entwickelte Heartfulness Training betont die Qualitäten eines leeren oder gegenstandslosen Geistes auf dem Weg zu einer tieferen Bewusstheit.

Nur mal so nachgedacht …

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In der Fülle leben oder doch lieber in die Tiefe gehen?

Heutzutage noch wichtiger wie früher. Suche nicht nach mehr Wissen, suche nach tieferen Wissen.

„Schon vor einer Reihe von Jahren habe ich bemerkt, wie viel Falsches ich in meiner Jugend habe gelten lassen und wie zweifelhaft alles ist, was ich hernach darauf aufgebaut. Dass ich daher einmal im Leben alles von Grund auf umstoßen und von den ersten Grundlagen an neu beginnen müsse, wenn ich jemals für etwas Unerschütterliches und Bleibendes festen Halt schaffen wollte. So werde ich endlich ernsthaft und unbeschwert zu diesem allgemeinen Umsturz meiner Meinungen schreiten.“ erkannte 1641 der Philosoph René Descartes.

Das kleine Glück des Alltags

Der Drang nach Reichtum lohnt mitnichten, das Glück verweht oft wie der Wind, Zufriedenheit kommt durch Verzichten, auf Dinge, die nicht nötig sind.

Das Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern.
Welch ein Glück, daß es die einfachsten Dinge noch gibt, immer noch Felder, rauschende Bäume und den Mond am Himmel. Nur hat die Mehrheit der heutigen Menschen, keinen „Blick“ mehr dafür und keinen Sinn mehr für „Die Ästhetik des einfachen Alltags.“ Der Sinn über die Wesentlichkeit des „Tuns“ ist verschüttet. Das Wissen vom leichten Glück der einfachen Dinge ist verloren gegangen.
„Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten, hektischen Zeit sehr groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen. Aber gerade die naheliegenden, einfachen Dinge sind es, die mehr zu unserem Glück beitragen als die starken Sensationen.“
Literatur:

48  Krüger Tarr, Irmtraud  Vom leichten Glück der einfachen Dinge  Herder Verl. Freiburg  1998 

Abendreflexion

Wenn die Hoffnung nicht wäre…

Schopenhauers „Denken“
Wie Hegel, nimmt Schopenhauer als Ausgangspunkt die Unerkennbarkeit der Dinge an sich – also der Realität, die in der kantischen Erkenntnistheorie hinter der phänomenalen Welt steht. Im Gegensatz zu Hegel akzeptiert Schopenhauer Kants Ansatz, daß die Wirklichkeit hinter der Welt der Erscheinungen – die Welt des Nous – für das subjektive Ich nicht erkennbar ist. Doch es gibt eine Hintertür in die Welt der Dinge an sich, oder wie Schopenhauer es in seinem typisch bildhaften Stil ausdrückt, „ein Weg von drinnen steht uns offen, zu diesem realen inneren Wesen der Dinge, zu dem wir ohne sie nicht durchdringen können. Es ist, sozusagen, eine unterirdische Passage, ein Geheimgang, der, wie durch Verrat, uns alle in die Festung bringt, die von außen nicht eingenommen werden konnte.“
Diese „unterirdische Passage“ wird dadurch gefunden, daß wir selbst zu diesen Einheiten gehören, die wir so gerne kennen würden, daß wir selbst dieses Ding an sich sind.“ Ein Gedanke, den Schopenhauer als implizit in Kants Werk angelegt behauptet, den Kant jedoch übersehen habe.


Schopenhauers Ansatz ist grob gesagt folgender: Das subjektive „Ich“ wird uns nur in der Welt der „Erscheinungen offenbart, also kann es nicht das sein, was unser wirkliches Wesen ausmacht (das, was ein „Ding an sich“ ist). Mein wahres Wesen aber ist der Wille. Der Wille ist das Ding an sich, das, obwohl in der Welt der Erscheinungen als strebend zur Schau gestellt – der Wille zu leben -, nichtsdestoweniger meinem subjektiven Selbst direkt und unmittelbar offenbart wird. [31]
Literatur:

31  Stokes, Philip  Philosophen – 100 große Denker und ihre Ideen  Gondrom Verl  2003 
32  Koesters, Paul-Heinz  Deutschland deine Denker  Gruner & Jahr  2. Aufl. 1980 
33  Weischedel, Wilhelm  34 große Philosophen in Alltag und Denken  Nymphenburger Verl.   6. Aufl. 1980 


Sobald ich ein wenig mehr Zeit habe, will ich mit dem Thema „>Matrixwelten“< fortfahren. Das beschäftigt mich schon länger.
Die Welt ist für jede neue Generation immer zuerst Erwartung. Anspruch, Ideal, Traum; leidvoll wird der Widerspruch zwischen der Welt als Vorstellung und der Welt als Realität erfahren; die Auflösung des Widerspruchs zwischen dem Sein und dem Sollen der Welt gibt jeder Generation neu zu denken. Nur wer sich mit der Welt, so wie sie ist, von vornherein abzufinden vermag, braucht keine Fragen zu stellen. Jeder andere bleibt unangepaßt und erlösungsbedürftig: Er kann an Gottes Gnadenhand das Jammertal dieser Erde im Glauben an eine bessere Welt durchschreiten; er kann, eingehakt in seine Leidensgenossen, mit dem Kampfruf „Paradise now“ zur kollektiven Selbsterlösung aufmaschieren; und er kann im Alleingang nach der Wahrheit suchen und an ihr verzweifeln.

Voll ausgelastet

Arbeitslawine

Diese Woche bin ich wahrhaftig voll ausgelastet. In meiner Wohnung teilweise renoviert, vor  allem aber auch rumgeräumt und vieles neu organisiert. Durch das gewittrig-schwül-heiße Wetter war ich nicht so oft zum wandern gekommen. Gartenarbeiten waren auch noch angesagt. Dann natürlich meine neuen Bücher lesen und intensiv Recherche betrieben und Nachforschungen zur Virenproblematik, Biowaffen, Impfstoffe usw. volles Programm.

Albert Kitzler: Denken heilt! – Philosophie für ein gesundes Leben

Als Augleich für all die irrsinnigen Themen die zur Zeit anstehen.

Albert Kitzler versteht es wie kein Zweiter, einen Zugang zur Philosophie der Antike zu schaffen und die Weisheit der antiken Philosophen mit unserem modernen Leben zu verknüpfen.
In diesem Buch geht es um unsere Gesundheit: Unser Alltag fordert uns viel ab – Stress, Unruhe, Erschöpfung und manchmal sogar Angst sind die Folge und belasten unsere Psyche.
Albert Kitzler ist überzeugt: Das Weisheits-Wissen von antiken Philosophen wie Seneca, Buddha, Konfuzius und anderen Denkern der Antike ist ein wirkungsvolles Heilmittel, um mit diesen Lebensfragen fertigzuwerden. In seinem neuen Sachbuch übersetzt er das Gesundheits-Wissen antiker Philosophen und Denker aus Ost und West anschaulich in unsere Lebenswirklichkeit und macht ihre philosophische Weisheit als Therapeutikum nutzbar – als Weg zu Ausgeglichenheit und Daseinsfreude und zum Wohl unserer Seele.

Die Welt der Matrix – Illusionen

Die Welt ist für jede neue Generation immer zuerst Erwartung. Anspruch, Ideal, Traum; leidvoll wird der Widerspruch zwischen der Welt als Vorstellung und der Welt als Realität erfahren; die Auflösung des Widerspruchs zwischen dem Sein und dem Sollen der Welt gibt jeder Generation neu zu denken. Nur wer sich mit der Welt, so wie sie ist, von vornherein abzufinden vermag, braucht keine Fragen zu stellen. Jeder andere bleibt unangepaßt und erlösungsbedürftig: Er kann an Gottes Gnadenhand das Jammertal dieser Erde im Glauben an eine bessere Welt durchschreiten; er kann, eingehakt in seine Leidensgenossen, mit dem Kampfruf „Paradise now“ zur kollektiven Selbsterlösung aufmaschieren; und er kann im Alleingang nach der Wahrheit suchen und an ihr verzweifeln.
Wenn wir Arthur Schopenhauer als Kronzeugen einer unheilen Welt in den Zeugenstand rufen, so nicht in der Überzeugung, von ihm die Wahrheit zu hören. „Leid schafft nicht Wahrheiten“, möchten wir mit Ludwig Marcuse einschränken, „aber läßt vielleicht Augen wachsen für sie.“

C.G. Jung sagte später über Schopenhauer: „Er war der erste, der vom Leiden der Welt sprach, das uns sichtbar und augenfällig umgibt, und auch von Verwirrung, von Leidenschaft, vom Bösen – all diese Dinge, die die anderen (Philosophen) kaum wahrzunehmen schienen und stets in allumfassende Harmonie und Verständlichkeit aufzulösen versuchten. Hier war nun endlich ein Philosoph, der den Mut hatte zu sehen, daß es mit dem Universum nichtvon Grund auf zum Besten bestellt war.“ Vielleicht hinterließ er aus diesem Grunde einen dauerhafteren Eindruck in der Literatur als in der eher lebensfernen Philosophie.[31]
Literatur:

31  Stokes, Philip  Philosophen – 100 große Denker und ihre Ideen  Gondrom Verl  2003 
Zeitmatrix – Tunnel

Wie Hegel, nimmt Schopenhauer als Ausgangspunkt die Unerkennbarkeit der Dinge an sich – also der Realität, die in der kantischen Erkenntnistheorie hinter der phänomenalen Welt steht. Im Gegensatz zu Hegel akzeptiert Schopenhauer Kants Ansatz, daß die Wirklichkeit hinter der Welt der Erscheinungen – die Welt des Nous – für das subjektive Ich nicht erkennbar ist.

Besser leben mit weniger

Am Wasser am Wald

Diät für die Seele und das Fordern
Weniger tun, aber das mit mehr Hingabe. Weniger verbrauchen, aber mehr auf Qualität achten und Umweltverträglichkeit. So entsteht ein Klima, in dem Menschen menschlicher leben und in dem Kinder besser gedeihen können. Glück bedeutet: sich am Einfachen erfreuen können, Zeit füreinander haben, Austausch pflegen, spontan feiern, spontan einfach etwas unternehmen. Überflüssigkeiten durch neue Notwendigkeiten ersetzen. Nur so kann die große innere Not und Verflachung in uns allen gewendet werden. So wie wir Diät für den Körper brauchen, brauchen wir Diät für die Seele.
Das praktiziere ich allerdings schon lange. Mir ist aber bewußt, daß die Mehrheit damit nichts am Hut hat.

Das Sonnenlicht …



Die Sonne… Die ganze Menschheit hat am Licht der Sonne Teil; das Sonnenlicht ist nicht Dein und Mein Es ist die Leben spendende Energie, die wir alle miteinander teilen. Die Schönheit eines Sonnenuntergangs, wenn man dafür empfänglich ist, ist für alle Menschen da. (Krishnomurti)

Nachtgedanken 118

Nachtgedanken vom 22.04.2020

H.D. THOREAU schreibt in Walden: „Das meiste von dem, was man unter dem Namen Luxus zusammenfaßt, und viele der sogenannten Bequemlichkeiten des Lebens sind nicht nur zu entbehren, sondern geradezu Hindernisse für den Aufstieg des Menschengeschlechtes. Was Luxus und Bequemlichkeiten anbelangt, so haben die Weisesten immer ein einfacheres und ärmlicheres Leben geführt als die Armen.“

Unwichtig und nicht von Belang

„Sobald dich einer schilt oder haßt, oder wenn du das Geschwätz der Leute ertragen mußt, immer dann betrachte die Gemütsverfassung dieser Leute, beschaue sie aus nächster Nähe und siehe einmal, was das für Leute sind. Du wirst sehen, daß du dich nicht damit beschäftigen mußt, was diese Leute von dir denken.“
Strategien der Verdummung

Wer viel Radio hört, durch die TV-Programme zappt, den neuartigen Politzirkus miterlebt und die Deutschen im Big-Brother-Fieber verfolgt, kann auf die Idee kommen, hier sei Volksverdummung auf hohem ökonomischen und technischem Niveau angesagt. Zehn Autoren unternehmen in diesem Band mit offenen Augen Ausflüge in die Fun-Gesellschaft. Sie beobachten, „wie man gedacht wird“, blicken auf das „Glück der größten Zahl“, machen einen Besuch beim Titelhandel oder studieren die Dummheit als erfolgreiche Lebensform. Möglicherweise ist die Tatsache, dass Dumme von ihren Fähigkeiten ganz besonders überzeugt sind, keine bloß natürliche Gegebenheit, sondern Ausdruck der Dressierbarkeit des Menschen in der Postmoderne.
(Buch: Strategien der Verdummung
Infantilisierung in der Fun-Gesellschaft – erhältlich bei Kopp-Verlag)
Diesen obigen Menschenschlag begegnet man leider nur zu oft.
Wenn ich noch an frühere Zeiten denke, als es noch mehr üblich war, in Foren zu schreiben, oder die Stellungnahmen und Kommentare in unseren Netzwerken Revue passieren lasse, ja, ja Dummheit ist wirklich eine ganz natürliche Eigenschaft. 😆
„Wer nicht weiß, was die Welt ist, der weiß nicht, wo er lebt. Wer aber den Zweck seines Daseins nicht kennt, der weiß weder, wer er selbst, noch was die Welt ist. Wem aber die Kenntnis des einen oder andern dieser beiden Stücke fehlt, der wird auch nicht sagen können, wozu er geschaffen ist. Was hälst du denn von einem Menschen, der den Tadel derer fürchtet oder nach dem öffentlichen Beifall solcher Leute begierig ist, die nicht wissen, wo sie sind, noch was sie sind?
(Marc Aurel)

So Vieles ist unwesentlich und nichtig

„Wie gering ist die Zeitspanne, die dir zugemessen ist! Reicht es dir nicht, dieselbe gut zu nutzen? Warum versäumst du Zeit und Gelegenheit? Denn was sind dies anderes als Übungen der Vernunft darin, alles was im Leben vorfällt, mit scharfem Blicke zu erforschen und in die Natur der Dinge einzudringen?“
(Marc Aurel)
„Laß dich von Dingen, die von außen an dich herangetragen werden, nicht zerstreuen, sondern schaffe dir Muße, etwas Gutes zu erlernen, und hör einmal auf, herumzuirren.
Es ist aber noch ein anderer Umtrieb zu vermeiden: Viele, die ihr Leben mit vielen Geschäften abnützen, treiben mit größtem Ernst nur Kleinigkeiten und Kindereien, das sie keinen Haupzweck haben, worauf all ihre Bestrebungen und Absichten abzielen.

(Marc Aurel)
Der Erkenntnis der Dialektik von Entfremdung und Freiheit des Menschen muß die Praxis des Entwurfs folgen. Es muß der permanente Bruch des Menschen zu seiner gegebenen Situation einsetzen, um „ein ganz anderer zu sein“

Nutze den Augenblick

Meine Philosophenbank

„Den Augenblick muß man nützen mit feinen Sinn und rechter Tat und die Nüchternheit wahren auch bei der Erholung.“
„Wer die Dinge, die heute existieren,
gesehen hat, der hat alles gesehen, was von
Ewigkeit her gewesen ist, und was ins
Unendliche hinaus sein wird: Denn es sind
immerfort Dinge von gleicher Natur
und gleicher Art.

Alles, was uns begegnet, ist so gewohnt,
so bekannt wie Rosen im Frühjahr und
Feldfrüchte im Sommer. Denn solch ein
Bewenden hat es mit Krankheit, Tod,
Verleumdung und Aussatz und allem,
warüber die Toren sich freuen oder
sich grämen.“

(Marc Aurel)
„Überschaue, was in den vergangenen Zeiten
geschehen ist, die großen Revolutionen der
Reiche und Staaten, so kann du auch vorher-
sehen, was in künftigen Zeiten geschehen wird:
Denn es wird allezeit einerlei sein, und nichts
kann aus der Regelhaftigkeit der gegenwärtigen
Begebenheiten heraustreten. Daher ist es gleich,
ob man sich vierzig oder zehntausend Jahre
der Menschengeschichte vergegenwärtigt.
Was wird man mehr daraus erkennen?“

(Marc Aurel)

Die Narrheit der Menschen war schon immer mehr oder weniger bestimmend.
Theo Löbsack: „Versuch und Irrtum – Der Mensch: Fehlschlag der Natur.“ hat 1974 diesen dekadenten Irrläufer schon sehr gut seziert. Der Homo stultus lernt nichts dazu.
„Dummheit als gesellschaftliches phänomen“ (1972 von Frank Palinay)


Das menschliche Großhirn. Denn das selbstmörderische Verhalten des Menschen auf der Erde ist das unmittelbare und zwangsläufige Produkt dieses Organs. Stirbt der Mensch aus? Löbsacks Thesen lauten: Erbverfall, Zwang zum moralischen Handeln mit allen Folgen der Bevölkerungsexplosion, zunehmende Abhängigkeit von Arzneien und Prothesen, wachsende seelische Not kündigen den Artentod an. Der homo sapiens wird an seinem Großhirn scheitern wie einst die Saurier an ihrem übermäßigen Gewicht. Der triftigste Grund dafür wird die Umkehr des Auslesegesetzes der Natur durch den Menschen sein.

Auch Herbert Gruhl hat dieses Manko des Großhirnaffen treffend heraus gearbeitet.
Der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel regierte von 161 bis 180 n.Chr. Für das Römische Reich war dies bereits eine Zeit des Umbruchs und der Krisen. Die Zukunft schien ungewiß, und viele Menschen suchten nach neuer Orientierung. Marc Aurel wandte sich der stoischen Philosophie zu, die lehrt, wie man zu seelischer Ruhe und Stärke findet.

In seinem Werk „Selbstbetrachtungen“ schreibt er über Themen wie Zeit und Muße, Eitelkeit und Vergänglichkeit. Lebensnah und tiefgründig beantwortet Marc Aurel Fragen, die uns angesichts des Älterwerdens und des Eintritts in eine neue Zeitepoche auch heute noch bedrängen.
Wie leicht ist es, sich jede beunruhigende und nicht zur Sache gehörige Einbildung vom Hals zu schaffen und auszutilgen und so gleich Ruhe und Stille zu haben?“

Also ist der Mensch das, wozu er sich in seinem Entwurf macht. Es gibt nur „Hoffnung im Handeln“, was Sartre in dem Essay „Ist der Existentialismus ein Humanismus?“ zu der Folgerung und Antwort führt: „Der Mensch ist nichts anderes als sein Leben“.

Literaturhinweis:

[206] = Nollen, Bernhard: „Nutze den Augenblick“ – Gedanken zur Lebenskunst von Marc Aurel – 1999
[207] = Aurel, Marc: „Wege zu sich selbst“, 1958
[208] = Epiktet: „Die Kunst, vernünftig zu leben“, 1958; 207 + 208 Artemis Verl. Zürich

Die Muschel der Erkenntnis

Mentalmuschel: Die Muschel der Erkenntnis

Mentalweg (Die Muschel der Erkenntnis): Erkenne wie wenig Du brauchst, wenn du die Muschel der Erkenntnis gefunden hast. „Ist Mangel wirklich etwas so Schlimmes? Mangel ist in der langen biologischen Geschichte der Menschheit das Normale, ja geradezu die Triebkraft des Lebendigen. Die Beseitigung des Mangels ruft schwerste, zum Teil fatale Störungen hervor, wenn sie nicht von entsprechenden Einsichten begleitet ist, die wir in Form der Askese, des freiwilligen Verzichts kennen. Die gegenwärtige Situation der Menschheit verlangt von uns Verzicht, Askese im Großen bei der Planung künftiger Gesellschaftssysteme. …. (Friedrich Cramer, Autor)

Geld und Gold ist nicht alles!
Für die kommenden mageren Zeiten ist es schon mal förderlich, sich in Bescheidenheit zu üben.

Warum sich sorgen…

Todeshalle (Unterwelt)

Gleichmacher Tod

Warum sich sorgen…

Yang Dschu sprach: »Verschieden sind die Wesen voneinander während des Lebens; im Tode sind sie gleich. Im Leben gibt es Weise und Narren, Vornehme und Geringe und dadurch Unterschiede; mit dem Tode kommt Verwesung, Fäulnis, Auflösung, Vernichtung und dadurch Gleichheit. Und trotzdem steht Weisheit oder Narrheit, Vornehmheit oder Niedrigkeit nicht in der Menschen Macht; Verwesung und Fäulnis, Auflösung und Vernichtung steht ebensowenig in ihrer Macht.

Darum, die da leben, leben nicht aus sich selber; und die sterben, sterben nicht aus sich selber; die Weisen sind nicht weise aus sich selber; und die Narren sind nicht Narren aus sich selber; die Vornehmen sind nicht vornehm aus sich selber; und die Niedrigen sind nicht niedrig aus sich selber. Vielmehr ist es die Gesamtheit aller Wesen, die gleichzeitig lebt und gleichzeitig stirbt, gleichzeitig weise ist und gleichzeitig närrisch, gleichzeitig vornehm und gleichzeitig niedrig.

Einer stirbt mit zehn Jahren, ein anderer stirbt mit hundert Jahren. Vollkommene Heilige sterben, ebenso wie bösartige Narren sterben. Im Leben waren es Patriarchen (Yau und Schun); im Tode sind es Moderge- beine. Im Leben waren es Scheusale (Giä und Dschou); im Tode sind es Modergebeine. Als Modergebeine sind sie eins; wer erkennt noch ihre Verschiedenheit? Darum laßt uns des Lebens Gegenwart ergreifen! Wozu sich sorgen um das, was nach dem Tode kommt!«

[Chinesische Philosophie: Liä Dsi – Das wahre Buch vom quellenden Urgrund. Asiatische Philosophie – Indien und China,]

Nachtgedanken 113

Nachtgedanken vom 24.02.2020
Nachtgedanken vom 24.02.2020

Seit alters richtet sich das Streben des Menschen über den bloßen Wissenstrieb hinaus nach einer tieferen Erkenntnis seines Daseins. Er ringt um die Einsicht in den Ursprung und das Ziel des Lebens, in das Wesen und die Rangordnung der Dinge.

Für den deutschen Michel ist alles wunnebar

Alles wunnebar!
Am Anfang steht die Frage
Am Anfang steht die Frage.
Am Anfang war die Frage.
Sie ist die Ur-Sache von Philosophie. Mit der Frage nach dem Ursprung von Welt haben vor etwa 2500 Jahren die Menschen einen Bruch mit ihrer vorherigen Existenz vollzogen.
Ihre Fragen:
“Was ist der Ursprung der Welt?”
“Was ist wahr?”
“Was ist der Sinn des Seins?”
“Welche Stellung hat der Mensch in der Welt?”
kennzeichnen den Anfang der Philosophie.

Jeder einzelne, der heute beginnt zu fragen: “Was bin ich in der Welt?”, bricht mit seiner vorherigen Existenz. Er akzeptiert durch diese Frage die Welt und sein Sein nicht mehr so wie sie sind, sondern fragt weiter, beginnt zu philosophieren.

In hektischer Zeit geht das tiefe Nachdenken verloren

Nachtgedanken 111

Nachtgedanken vom 19.02.2020

„Am phantastischen Aufstieg des Menschen geht die Natur zugrunde. Es zeigt sich, daß er niemals die göttliche Weisheit haben wird, den Planeten zu regieren, der somit steuerlos seinem Ende zurast. Der letzte Akt der Tragödie hat begonnen“. (Aus dem Klappentext.)

Herbert Gruhl: Himmelfahrt ins Nichts. Der geplünderte Planet vor dem Ende. München: Langen Müller, 1992

Alles nicht so schlimm!

„Die einseitige mechanistisch-naturwissenschaftliche Richtung des neuzeitlichen Denkens führte zum Irrglauben an perfekte Lösungen. Neue große Entwürfe und phantastische Utopien führen jedoch nicht weiter. Der steigende Lebensstandard dient längst nicht mehr dem Heil des Menschen, sondern wirkt selbstzerstörerisch. Wir müssen uns anderen Werten zuwenden. Anpassung heißt das Gebot; statt Aggression ist Gelassenheit notwendig.“ (Aus dem Klappentext : Das irdische Gleichgewicht. Ökologie unseres Daseins. Von Herbert Gruhl – Düsseldorf: Erb Verlag, 1982, .)

Die Weisheit und die Normaldenker

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Die Weisheit und die Normaldenker
oder: Normalvernunft und Weisheit
Auf unseren Denklandkarten ist die Weisheit ein weißer Fleck. Zwar gibt es zahlreiche Weisheitslehren aus aller Welt und unendlich viele kleine und große Weisheiten, die kein menschliches Thema auslassen.
An den Universitäten werden immer mehr Stellen und Fakultäten abgewickelt in den klassischen Geistes-, Kultur- und Naturwissenschaften.
Der Hintergrund dieser universitären Gewichtsverlagerung besteht darin, daß Industrie und Wirtschaft letzten Endes bestimmen, was oder wen eine Universität zu „produzieren“ hat.
Diese Vorgänge sind ein Symptom für eine Zeit, in der nicht nur in Universitäten, sondern in fast allen Bereichen der Gesellschaft eine dem entsprechende Gewichtsverlagerung festgestellt werden kann. Weg von dem, was keinen materiellen Nutzen verspricht, und hin zu Werten, die sich durch Begriffe wie Geld, Erfolg, Wachstum, Fortschritt, Effizienz, Rationalität usw. beschreiben lassen.
Der Zeitgeist hat sich neu orientiert, er stellt sich den Kapitalmärkten.
Ihm zu Liebe müssen einstige Denklandschaften zubetoniert werden.

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Sehr zu empfehlen das Buch von Frieder Lauxmann: Die Philosophie der Weisheit –
Die andere Art zu denken – Verlag: Nymphenburger 2002

In unserem von der vermeintlichen Vernunft beherrschten Denken kommt die Weisheit zu kurz. Doch nur mit ihr lassen sich die aktuellen Probleme unseres Lebens und unserer Gesellschaft lösen. Und es ist die Aufgabe der Philosophie, den Menschen dafür überzeugende Erklärungsmodelle zu bieten. Frieder Lauxmann untersucht das Phänomen Weisheit. Er zeigt an vielen Beispielen, wo uns die Vernunft im Stich läßt. Durch seinen ungewöhnliche Art, die Dinge zu sehen, öffnet er den Blick für gesellschaftlich sanktionierte Denktorheiten und zeigt Wege zur Überwindung der Krise unseres Denkens.

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Konrad Lorenz hat schon 1983 in „Der Abbau des Menschlichen“ eindringlich beschrieben, wohin ein rein materialistischer Weg der Menschheit und Wissenschaft hinführen wird. Geradewegs in den Untergang und der Vernichtung des Menschlichen und des Humanismus. Der Geist und die Weisheit bleiben auf der Strecke und werden dem Mammon und dem „Goldenen Kalb“ geopfert.

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„Zur Zeit sind die Zukunftsaussichten der Menschheit außerordentlich trübe. Sehr wahrscheinlich wird sie durch Kernwaffen schnell, aber durchaus nicht schmerzlos Selbstmord begehen. Auch wenn das nicht geschieht, droht ihr ein langsamer Tod durch die Vergiftung und sonstige Vernichtung der Umwelt, in der und von der sie lebt. Selbst wenn sie ihrem blinden und unglaublich dummen Tun rechtzeitig Einhalt gebieten sollte, droht ihr ein allmählicher Abbau aller jener Eigenschaften und Leistungen, die ihr Menschentum ausmachen. Viele Denker haben dies gesehen, und viele Bücher enthalten die Erkenntnis, daß Umweltvernichtung und „Dekadenz“ der Kultur Hand in Hand gehen. Nur wenige aber betrachten den Abbau des Menschlichen als eine Krankheit, nur wenige suchen, wie Aldous Huxley das tat, nach Krankheitsursachen und möglichen Gegenmaßnahmen.“
(Konrad Lorenz, 1983)

Da ist mir die Natur und die Stille lieber

Nach Hause kommen

Besuch

Nach Hause kommen

”In dir selbst ist eine Ruhe und ein Heiligtum,
in welches du dich jederzeit zurückziehen
und ganz du selbst sein kannst.”
(Hermann Hesse)

Naturschönheit und Stille Naturschönheit und Stille

Geh mit dem, was du siehst.
In die lauten Städte zieht es mich überhaupt nicht mehr.
Es ist dieser Tage eine Wohltat, auch dem Fußballgetöse und all
dem Klamauk, in der Natur zu entkommen.
Es ist wohltuend ruhig in Feld und Flur.
Der Wald strömt in Düften und Ruhe ins Gemüt.

Naturidylle Naturidylle

Die wahre Kunst der Erinnerung ist
die Kunst der Aufmerksamkeit
(Samuel Johnson)

Aufmerksam durch die Natur wandern, schöne Momente
und Augenblicke in Gedanken und Foto festhalten.

Sommerlandschaft Sommerlandschaft

Sommerlandschaft und ein Sommerwetter im Frühling (April, Mai und Juni)
in diesem Jahr. Heute war es zwar nicht mehr so heiß (Mittwoch 32° C)
Donnerstag zwar nur noch 20° C, aber heute schon wieder 22° C.

Seelenbalsam Seelenbalsam

Jung bleiben heißt, seine Erinnerungen
nicht mit sich altern zu lassen.
(P. Sirius)

Philosophenbank Philosophenbank

”Zur rechten Stunde strahlt die Sonne, zur rechten Zeit die Wolken ziehn.
Zur rechten Stunde kommt die Wonne, zur rechten Zeit die Wolken fliehn.
Was Dir die Zeit befiehlt, vollends mit Kraft und unverdrossenem Mut, und
siehe, Du sprichst zuletzt am Ende, so wie es kam, so ist es gut!”
(Volksweisheit)

Wolken ziehn Wolken ziehn

Himmelan hat er dein Ziel
Selbst hinaufgestellt.
Sorg nicht mutlos, nicht zu viel
Um den Tand der Welt!
Flieh diesen Sinn,
Nur was du dem Himmel lebst,
Dir von Schätzen dort erstrebst,
Das ist Gewinn.
Johannes Schöner (1477 – 1547)

In der Natur zur Ruhe kommen In der Natur zur Ruhe kommen

”Halte Deine Stunden zusammen –
denn du wirst weniger
vom Morgen abhängen, wenn du
das Heute erfasst.”
(Seneca)

Es fehlt zunehmend an Geduld und Besonnenheit, die Muße
ist für die meisten Menschen ein Fremdzustand.
Ruhelosigkeit und Getriebenheit ist der Zustand der Ichflüchter.
In Absurdistan Germanistan regiert der Wahn- und Irrsinn.
Faktenblindheit wohin man schaut.

Nachtgedanken 102: Zum Nachdenken

Jöhlinger Maria Hilf Kapelle

Wir leben häufig so, als ob die Gegenwart nur das Mittel für die Zukunft sei, oder, wie Blaise Pascal schrieb: „Wir leben nicht, wir hoffen, irgendwann einmal zu leben.“

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Die wichtigste Technik für das bewußte Leben im Hier und Jetzt, heißt „Achtsamkeit“; Das, was man gerade tut, mit voller Konzentration zu tun, ganz bei einer Sache zu bleiben – und sei es noch so unwichtig oder unangenehm – ohne dabei an etwas anderes zu denken.
Dies versuche ich auch immer beim Laufen / Wandern zu praktizieren. Natürlich gelingt auch mir es nicht immer hundertprozentig. Wenn ich dann aber sehe, wie doch die meisten Menschen achtlos und unbewußt durch die Gegend latschen, ja dann, bin ich doch fast schon ein Meister im achtsam sein. 🙂