Hoffnungsschimmer

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„Es wächst viel Brot in der Winternacht,
Weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
Erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
Spürst du, was Gutes der Winter tat.
Und deucht die Welt dich öd‘ und leer,
Und sind die Tage dir rauh und schwer,
Sei still und habe des Wandels acht:
Es wächst viel Brot in der Winternacht.“
(Friedrich Wilhelm Weber)

Februar 2011 KaGem 003

Es liegt eine Frühlingsahnung in der Luft. Als ich vor ein paar
Minuten draußen war, umsäuselte mich noch ein milder Wind, bei
überwiegend klarem Sternenhimmel und milden 12, 5 C
Heute waren noch mehr Meisen zu vernehmen, für mich immer
ein Frühlingsgruß. Freue mich schon auf ein neues Hofkübeljahr.

Nur mal so

Januar 2011 - GBGrö 041
Mit Fröschen kann ich zwar nicht dienen…

Ein großer Teich war zugefroren,
Die Fröschlein, in der Tiefe verloren,
Durften nicht ferner quaken noch springen,
Versprachen sich aber, im halben Traum,
Fänden sie nur da oben Raum,
Wie Nachtigallen wollten sie singen,
Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
Nun ruderten sie und landeten stolz,
Und saßen am Ufer weit und breit,
Und quakten wie vor alter Zeit.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Frösche waren am Sonntag und am gestrigen Montag nicht zu vernehmen, aber animiert durch das schöne Sonnenwetter, stimmten Meisen zu ersten PINK-Übungen an.
So könnte das Wetter von mir aus noch eine Weile bleiben. Mit blauem Himmel und Sonnenschein, sieht die Welt doch gleich viel freundlicher aus. 🙂

Der Gedanke zur Nacht

nachtgedanken460cols4Es ist unvernünftig, über ein Unglück nachzudenken,
das in Zukunft eintreten könnte.
Wer immer an die Möglichkeit eines Unglücks denkt,
für den wird das eingebildete Unglück zur dauernden Qual.“
(Epikur)

Und es ist unvernünftig in meinen Augen, sich mit dermaßen abstrakten und abgehobenen philosophischen Dingen / Fragestellungen zu beschäftigen / befassen, die für das alltägliche und „praktische“ Leben überhaupt nichts bringen.

Januar 2011 - GBGrö 030

„Was nutzt das ganze Philosophiestudium, wenn für Sie nichts dabei herauskommt als die Fähigkeit, halbwegs überzeugend über irgendeine abstruse Frage der Logik etc. zu reden, & wenn es Ihre Denkweise über die wichtigen Tagesfragen nicht verbessert …?“ (Ludwig Wittgenstein)

Grau in grau erscheint die Welt

Januar 2011 - GBGrö 019
graue, trübe und neblige Tage

Winter
Du lieber Frühling! Wohin bist du
gegangen?
Noch schlägt mein Herz, was deine
Vögel sangen.
Die ganze Welt war wie ein
Blumenstrauß;
Längst ist das aus! […]
(Auszug v. Arno Holz )

Januar 2011 - GBGrö 024

Jetzt würde es mal reichen mit dem nebligen und naßkalten
Winterwetter. Die Sonne und das Licht fehlt doch sehr. 🙁
Kein Wunder, hat mich da der Schlafbazillus voll im Griff.

 Heidegger zufolge sind unsere Gefühle und Stimmungen eine Form des auf die Welt „Abgestimmtseins“. Die Realität ist niemals schlicht gegeben, sondern mit besonderen Reizen und Widrigkeiten, Bedeutungen und Wertungen ausgestattet.

Andere Wege gehen

August 2010 Stadtgarten KA 092
Neue Wege erkunden

Wer nicht die Zustimmung der breiten Masse findet, sollte sich darüber nicht grämen. Im Gegenteil: Er sollte sich freuen und stolz sein, daß er
selbständig denkt und entscheidet, statt sich von Billigung oder Nichtbilligung anderer abhängig zu machen.

August 3 Rheinfahrt 2010 040

Tut mir leid! In erster Linie vertraue ich nur mir selbst. 😉
Mache nicht jede Modetorheit mit, vor dem Widerspruch gegen das
Diktat des „Zeitgeistes“ schrecke ich gewöhnlich auch nicht zurück.
Nicht umsonst nenne ich mich Diogenesbloger.
Nur immer öfter denke ich: in der Gesellschaft von Absurdistan Germanistan da ist Hopfen und Malz verloren….
und lasse es gut sein. Heute die Meldung: angeblich sehen 10 Millionen
Zuschauer das Dschungelcamp 🙁 Bedarf es da noch Worte, nö!

Manchmal…

September 2010 - Obrigheim + Neckar 112
altes Klassenzimmer in Obrigheim a.Neckar (alte Schule)

„Bisweilen glauben wir, daß wir uns nach einem
fernen Orte zurücksehnen, während wir uns
eigentlich nur nach der Zeit zurücksehnen,
die wir dort verlebt haben,
als wir jünger und frischer waren.“
(Arthur Schopenhauer)

 Darüber habe ich sehr lange nachgedacht und muß immer
wieder darüber nachdenken. Wo ist, wo war meine Heimat?

September 2010 - Obrigheim + Neckar 117
Schule in Obrigheim – die ich damals besuchte

„Und wenn wir die ganze Welt durchreisen,
um das Schöne zu finden: Wir mögen es
in uns tragen, sonst finden wir es nicht.“
(Ralph Waldo Emerson)

September 2010 - Obrigheim + Neckar 122
Mein Schulweg damals

„….All das Erinnern ist nichts weiter, als die Arbeit eines kleinen Teils unseres Geistes, der zufällige Gedanken und Gefühle mit verstreuten, beliebigen Brocken aus der Vergangenheit vermengt. […] –> Zeitlos oder ein Loch ist im Eimer

September 2010 - Obrigheim + Neckar 125
Obrigheim am Neckar – Beethovenstraße

„Eigentlich ist es ein Glück, ein Leben lang
an einer Sehnsucht zu lutschen.“
(Theodor Fontane)

Lebensaugenblicke

September Maulbronn Gem 2010 226

„Es geht geisterhaft zu, jeder Augenblick des Lebens
will uns etwas sagen, aber wir wollen diese Geisterstimme
nicht hören. Wir fürchten uns, wenn wir allein und stille sind,
daß uns etwas in das Ohr geraunt werde, und so hassen
wir die Stille und betäuben uns durch Geselligkeit.“
(Friedrich Nietzsche)

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Wössingen – Hauweg im Dezember 2010

„Möge das Jahr dich reichlich beschenken
mit Veilchen im Frühling,
mit dem Bienengesumm im Sommer
und mit rotwangigen Äpfeln im Herbst.
Der Winter aber schenke dir die Kraft der Stille.“
(Irischer Segenswunsch)

Januar 2011 BuGem 017

„Der Weg zu allem Großen
geht durch die Stille“
(Friedrich Nietzsche)

Januar 2011 BuGem 019
Mein nächstes Lesefutter heute frisch verabreicht bekommen.

Da ich ja nun einen LED-TV Gerät hier im Bunker habe, mußte ich vor ein paar Tagen einen neuen Sendersuchdurchlauf durchführen, weil die
Kanalbelegung durch Änderungen des Kabelbetreibers nicht mehr stimmte.
Vorher hatte ich 39 TV-Sender nun sind es hunderte und noch viel mehr Musiksender (Radiosender). Bin noch nicht bis zum Ende vorgedrungen. Die
ersten 20 TV-Sender habe ich mir in der Reihenfolge, wie ich sie meistens schaue belegt. Da ich praktisch keine Privat-Sender anschaue, würde mir das neue DVB-T + C Senderformat auch vollkommen ausreichen. Da bekommt man bei uns hier nur die öffentlich-rechtlichen Programme. Positiv ist nun, nun bekomme ich auch wieder hr-Hessen, mdr und rbb-Berlin und Brandenburg. Da ja jetzt wohl wieder auf dem Prolosender das blödsinnige Dschungelcamp läuft, kann ich nur den Kopf schütteln, wie viel Zeit und Raum dieser Schwachsinn auch in Blogs einnimmt. Dafür wäre mir aber auch wirklich jede Sekunde meiner Zeit zu schade. Wenn ich manchmal so durch die Programme durchzappe, sehe ich nur in aller Deutlichkeit die Thesen des Buches: „Deutschland verblödet“ zutreffend. Thomas Wieczorek beschreibt diese Thematik ja in seinen beiden Büchern: 1. „Die verblödete Republik“ und 2. „Einigkeit und Recht und Do0fheit“ – Warum wir längst keine Dichter und Denker mehr sind – (Thomas Wieczorek wendet sich diesmal der immer größer werdenden „Doofheit“ der deutschen Gesellschaft zu. Gut recherchiert deckt er die Ursachen und die Verbreitung dieses Problems auf: Wird die Kluft zwischen intelligent und doof immer größer? Sind wir nicht längst alle dieser Verblödung zum Opfer gefallen? Und vor allem: Wer hat Schuld an dieser Verdummung? Vom Bildungsbürger bis zum Ballermann-Urlauber stellt sich oft die Frage: “typisch deutsch“ oder einfach nur “typisch dumm“? )

Nachtgedanken: So ist es!

Januar 2011 Gem-Bunk - AbHi 003

Nichts merkwürdiger als der Blick von außen ins eigene Zimmer: wie da alles hinter dem Glas verschönt ist, die Lampe leuchtet, der Sessel wohnt, Bücher glänzen.
(Ernst Bloch)

Januar 2011 Gem-Bunk - AbHi 010

Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.
( Kurt Tucholsky)

Nur wundern, nur wundern ist da oft bei mir angesagt. Nein! Zur Nacht schmücke ich es nicht aus, meine seelige Nachtruhe ist mir wichtiger. 🙂

Zur Zeit arbeite ich intensiv an der Lebensphilosophie und lese dementsprechende Fachliteratur.

Philoeule

Fertiggelesen:
1. Unternehmen Babylon – Wie die Globalisierung die Seele gefährdet, von Peter Winterhoff-Spurk – 2008

Jetzt lese ich:
1. Die Diktatur der Kleinbürger – Der lange Weg in die deutsche Mitte – von Joskar Pintschovius 1. Aufl. 2008 –
Ist zwar mal wieder ein dicker Wälzer von 727 Seiten, aber am Thema bin ich dran.

Ganz langsam kehren die Lebensgeister zurück

Januar 2011 Bretten 002
Das Leben ist nicht immer leicht!

Besonders wenn ach so garstige Hexen nach braven Knaben schießen.
Dadurch war ich gezwungen Arztrundreisen zu verantstalten, was ich überhaupt nicht gerne mache. Dabei kam ich auch nach Bretten, siehe nachfolgende Bilder.

Januar 2011 Bretten 008
Fußgängerzone in Bretten/Baden

Bretten ist nicht so mein Fall. Wenn nicht erforderlich, zieht es mich nicht so sehr in diese Stadt.

Januar 2011 Bretten 014
Bretten in der Altstadt

Januar 2011 Bretten 016
Marktplatz in Bretten

Ich bin der Welt abhanden gekommen

Weihnachten - Dezember 2010 043

Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,
Sie hat so lange nichts von mir vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

 Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält,
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

 Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh‘ in einem stillen Gebiet!
Ich leb‘ allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!
(Friedrich Rückert)

Vielen Dank für die Wünsche und Kommentare!
Den LesernInnen von Absurd-AG wünsche ich ein gutes neues Jahr 2011  🙂
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Wieviele Bücher muß Hans Herbert von Arnim noch schreiben?

Buch-Das System-Arnim Wie viele Bücher muß muß Hans Herbert von Arnim noch schreiben? Damit eine Mehrheit in diesem Lande einmal aufwacht und kapiert in was für einem System, einer Scheindemokratie wir leben, in einer Scheinwelt, einer Farce!!!

Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu verorgen… …mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde.
Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen. Hinter der demokratischen Fassade wurde ein System installiert, in dem völlig andere Regeln gelten als die des Grundgesetzes. Das “System” ist undemokratisch und korrupt, es mißbraucht die Macht und betrügt die Bürger skrupellos.

Kommentar:
Das Buch ist immer noch hochaktuell um die Parteien-Diktatur und um die Machenschaften der Parteien um die Macht zu verstehen.
Übrigens lese ich u.a. momentan auch das neueste Buch von Hans Herbert von Arnim: Die Deutschlandakte – Was Politiker und Wirtschaftsbosse unserem Land antun. – Bertelsmann Verlag, 4. Aufl. 2008 – Zu diesem Buch an anderer Stelle mehr.
Aktueller denn je, angesichts der Turbulenzen in der Finanzwelt und Wirtschaft.