"Erkenntnis für freie Menschen" Paul Feyerabend bezeichnet den Umgang mit der modernen Wissenschaft als ein neuzeitliches Dogma, vergleichbar der Einstellung zur katholischen Kirche. Er kritisiert in seinem Buch: "Erkenntnis für freie Menschen" die moderne Wissenschaftspraxis als Ideologie. Er stellt die Wissenschaft als eine Tradition gleichberechtigt neben andere Traditionen, nimmt ihr dabei den überlegenen Status. Paul Feyerabend richtet sich grundsätzlich gegen eine allgemeingültige Methode. Demnach gibt es "keine einzige Prozedur, Regel, es gibt keinen Maßstab der Vortrefflichkeit, der jedem Forschungsprojekt unterliegt und es ‚wissenschaftlich‘ und daher vertrauenswürdig macht". In "Wider den Methodenzwang" – Entwurf einer anarchistischen Erkenntnistheorie – (1976), stellt P. Feyerabend zwei Fragen: "Was ist die Wissenschaft – wie geht sie vor, was sind ihre Ergebnisse?" und "Was ist die Wissenschaft wert – ist sie ein Mythos unter vielen?" …. Auf die zweite Frage reagiere, sagt Feyerabend, die Wissenschaft wie früher die Kirche nach dem Motto: "Die Lehre der Kirche ist wahr, alles andere ist heidnischer Unsinn." Diese Argumentation wird vom Staat noch abgesegnet, denn schließlich braucht er die Wissenschaft, und die Wissenschaft braucht ihn, denn wie sollte sie sonst existieren.
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Die Erkenntnis des Tages
Wohltuende Ruhe und Stille
Die Neuropsychologie, Neurobiologie und andere Wissenschaften haben festgestellt, daß die Stille, Abschalten, Nichtstun, kurzum: die gezielte Reduktion von Reizen notwendig für Ordnung und Funktion des Gehirns sind.
Wieder zur Besinnung kommen und die innere Autonomie herstellen.
Es geht geisterhaft zu, jeder Augenblick des Lebens will uns etwas sagen, aber wir wollen diese Geisterstimme nicht hören. Wir fürchten uns, wenn wir allein und stille sind, daß uns etwas in das Ohr geraunt werde, und so hassen wir die Stille und betäuben uns durch Geselligkeit.
(Friedrich Nietzsche)
Da bin ich ja sowas von froh 🙂
Dieses Stadium habe ich schon längst überwunden. Stille und Beschaulichkeit suche und brauche ich. Die Welt des Spektakels habe ich schon längst hinter mich gelassen.
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Meine Birken am Stilleplatz 😆 – im Wald-Natur-Garten
Es war die ganzen Tage ein Vorfrühling im Januar. Soll ab Montag ja etwas kälter werden 🙁
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Hihi! Hat man da noch Töne ~~~~*^ Waldnaturgarten nennt der Oskar diesen verwilderten Garten 😆
Das Beste ist die tiefe Stille, in der ich gegen die Welt lebe und wachse und gewinne, was sie mir mit Feuer und Schwert nicht nehmen können.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Mal wieder in Erinnerung rufen
Es heißt nicht umsonst: Wer rastet, der rostet!
Wer sich in seinem Leben überwiegend hinter dem Ofen verkriecht oder zu oft auf der Couch herumlungert, konspiriert mit Rückenschmerzen, Bruchleiden, Herz- und Hirninfarkt und dergleichen mehr. Von einem schwerfälligen und untrainiertem Herzen kann man nicht erwarten, daß es plötzlichen Belastungen standhält. Ebenso sind schlaffe Muskeln in der Lage, die Wirbelsäule und die lebenswichtigen Organe ausreichend zu stützen.
Das Gehirn, Herz und der Körper an sich braucht Sauerstoff und frische Luft.
Ein wenig Erkenntnis
Nichts bleibt, wie es ist. Kein Widerstand ist dem Strom des Lebens gewachsen. Ihm gilt es nachzugeben, statt gegen ihn anzukämpfen, wie das Wasser zu werden, das mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. (Weisheit des Tao)
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Das tao ist der Weg des Himmels, der Erde und des Menschen. Sich keiner Aktivität bewußt, ohne Zweck und Absicht, weder Lohn noch Lob erstrebend, erfüllt es doch alle Dinge mit Vollkommenheit. Gleich dem Wasser bahnt es sich seinen Weg mit Weichheit. Es ist eher schattenhaft – wie eine tiefe Schlucht. Die Dinge dem tao zu überlassen, ohne sich in seinem natürlichen Ablauf zu mischen, das ist bestes Handeln.
Die meisten Menschen glauben sie seien frei
“Die meisten Menschen geben vor und glauben selbst daran, daß sie glücklich sind, denn wenn man unglücklich ist, ist man ein Mißerfolg. Man muß deshalb die Maske des Zufriedenseins, des Glücklichseins tragen, sonst verliert man den Kredit auf dem Markt, ist man kein normaler Mensch, ist man nicht tüchtig. Doch man muß sich die Menschen nur anschauen, was hinter der Maske zum Vorschein kommt: Unruhe, Gereiztheit, Ärger, Depressionen, Schlaflosigkeit, Unglücklichsein – das, was die Franzosen die "Malaise" genannt haben.”
Erich Fromm: Interview Lodemann 1977) [512]