Vom Schicksal, Glückspilzen und Pechvögeln

Ein Glückspilz Ein Glückspilz bin ich zweifellos

Weshalb gehören die einen zu den Glückspilzen und die anderen zu den notorischen Pechvögeln?

Werden wir von einem unabwendbaren Schicksal beherrscht?

Nein! Sagt da die Oskar Unke kleiner Frosch

Unser Unterbewußtsein arbeitet wie ein Computer.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß der Mensch sehr wohl in der Lage ist, seine Verhaltensweisen und seine Einstellung zum Leben nachhaltig zu verändern. Wir können sehr viel dazu beitragen, aus einem grauen Alltag ein erfülltes und sinnvolles Leben zu gestalten, uns wohl zu fühlen, ohne in den Konsumismus zu verfallen. Von innen heraus, muß dieses Denken und Fühlen kommen, nicht aufgesetzt von außen und durch schnöden Konsum.
Guter Wille allein genügt aber nicht; wir müssen gewisse Natur- und Denkgesetze anerkennen und unsere Denk- und Verhaltensweisen ändern. Wir können sehr viel mehr, mehr als uns bewußt ist, lernen weitgehend selbst über Erfolg und Mißerfolg zu bestimmen. Wobei ich nun gewiß nicht, den amerikanischen rosarot getünchten, naiven Positivismus (*) im Sinne habe, oder gar die Modewelle der Bestellungen im Himmel, die oft nur einen materiellen Gierhintergrund haben. Konsumieren und verbrauchen um jeden Preis ist hier angesagt, wie wenn jemals das Materielle der Weg zum Glück oder der Zufriedenheit gewesen wäre.

Da das Unterbewußtsein wie ein Computer arbeitet und zwar nur so, wie Sie es programmieren, liegt es ausschließlich in Ihrer Hand, ob es Sie zu einem Leben in geistiger Fülle und seelischer Zufriedenheit oder zu einem Leben in Frustration und Unzufriedenheit führt!

Das Unterbewußtsein nimmt jeden Gedanken und jede Empfindung von uns auf, gleichgültig ob positiver oder negativer Art. Je nachdem was überwiegt, faßt es unser Unterbewußstsein als unseren Willen oder Wunsch auf und setzt es in die Tat um. In der Verarbeitung und letztlich Verwirklichung dieser aufgenommenen Informationen handelt dann das Unterbewußtsein autonom!

(*) Wobei ich hier nicht den philosophischen Positivismus meine ((philosophische Position, die allein das Tatsächliche als Gegenstand der Erkenntnis zulässt), sondern eben die amerikanische Schule des naiven positiven Denkens.

Zuversichtsglaube

Zuversichtglauben und Hoffnung

Zuversichtsglaube ist äußerst wichtig.
Es heißt ja nicht umsonst: Glaube versetzt Berge.

Nachtgedanken 80

Abendromanze Abendhimmel

„Der Takt wiederholt, der Rhythmus erneuert.“

Dieser kurze Satz aus dem Buch Vom Wesen des Rhythmus (S. 32) fasst Klages zentrales Anliegen zusammen: Der „Geist“, damit gemeint ist die so genannte naturwissenschaftliche Vernunft, hier verant- wortlich für den mechanisch aufgefassten Takt, ist eine lebensfeindliche Macht und dem rhythmischen Leben entgegengesetzt.

Abendhimmel

Ludwig Klages hat sich intensiv für im weitesten Sinne ökologische Belange im Sinne der Natur- und Heimatschutzbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Schon früh prangerte er ganz konkret die Folgen der modernen Zivilisation, wie beispielsweise das Aussterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, an.

Sein ganzheitliches Lebens- und Naturverständnis bezeichnete er selbst explizit als „Metaphysik des Heidentums“. Zu seinem Heidentum gehört dabei allerdings nicht der Glaube an konkrete Gottheiten, sondern eine Sichtweise, in der der Kosmos als beseelt und lebendig erscheint.

In dem Aufruf Mensch und Erde, dem Grußwort an den Freideutschen Jugendtag, formulierte Klages eine scharfe Kritik an der Naturzerstörung. Diese machte ihn zu einem Vordenker der Ökologiebewegung, die über bloßen Umweltschutz hinaus geht.

Ludwig Klages ist bis heute insbesondere bekannt durch sein weitsichtiges und zivilisationskritisches Grußwort an den Ersten Freideutschen Jugendtag, der 1913 bei Kassel auf dem Hohen Meißner stattfand. 3

ausgewählte Veröffentlichungen von Ludwig Klages:
· Mensch und Erde (Aufsatz) (1913)
– Der Geist als Widersacher der Seele (1929-32, Hauptwerk in 3 Bänden)
· Vom Wesen des Rhythmus (Sylt, 1933)
· Die Sprache als Quell der Seelenkunde (1948, Sprachphilosophie)

Nachtimpressionen

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Der Mensch in der Krise:
Dieser eklatante Mangel an allgemeiner wie psychischer Psychohygiene wirkt sich natürlich in der Folge dann besonders verheerend aus, wenn der Mensch in eine Krise gerät. Der Mensch wird in einer Krise in eine Art “Niemandsland” hinauskatapultiert. Hinter ihm ist die Schranke herunter-
gelassen, das “Durchreisevisum” verfallen.

Der auf sich reduzierte Mensch fragt sich notgedrungen, ob das Unbekannte nur das negative Gegenteil des verlorenen Bekannten sein muß.

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Das Glück ist ein flüchtiger Moment

In der Krise muß ein Rätsel gelöst werden, das im Moment der mutigen Lösung aufhört, ein Rätsel zu sein – und klare Wirklichkeit wird, neu
betretenes, neu erworbenes Territorium, das es zu bestellen gilt.

Geistige Heilkräfte und positives Beeinflussen der Psyche

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Positives Gedanken- und Bilderkino ist schon einmal sehr hilfreich.

Eigentlich jeder Mensch kann von den mächtigen Selbstheilungskräften seines Geistes, aber auch des Körpers profitieren.
Nutzen Sie einfach Ihre natürlichen Selbstheilungskräfte.
Errichten Sie eine Art „geistige Schutzmauer“ (einen Firewall) gegen jede Krankheit.
Jeder Arzt weiß (oder sollte es wissen), daß der Mensch in bestimmten psychischen Zuständen für Krankheiten aller Art besonders anfällig ist: von einer harmlosen Infektion bis zu Krebs, von einem Magengeschwür bis zu Herzstörungen. Diese Problematik wurde auch mit der sogenannten Typzuordnung thematisiert.

So ist Streß zum Beispiel die Ursache zahlreicher Krankheiten. Magengeschwüre treten bei Direktoren ebenso häufig auf, wie bei Angestellten, die immer die gleichen, langweiligen Arbeiten verrichten müssen. (Obwohl uns vor nicht mal so langer Zeit, Ärzte und andere „Gurus“ weis machen wollten, dies sei allein eine Managerkrankheit – da habe ich auch noch so ein Buch in meiner Bibliothek, daß dieser Autor so vertrat)

Neue Forschungen der Psychoneuroimmunologie und der Gehirnwissenschaften belegen es immer wieder eindrucksvoll. Ein schwerer Schock (Posttraumatische Erschütterung) oder Ärger führt in unserem Gehirn zu einer Produktion bestimmter Hormone (oder auch Hemmung), die das Immunsystem unseres Körpers schwächen und einer Krankheit Tür und Tor öffnen. Umgekehrt bewirkt natürlich auch Freude, Lachen und Fröhlichkeit (optimistische Stimmung) entgegengesetzte Effekte und Reaktionen in unserem Gehirn und Körper. (Zahlreiche Untersuchungen und Forschungen belegen dies mittlerweile)

Spaziergänge in der Natur Aufenthalt in der Natur oder ausgiebige Spaziergänge ist schon einmal ein Gesundheitsfaktor.

Es ist also völlig sinnlos, die Symptome bekämpfen zu wollen, solange die geistige Ursache einer Krankheit nicht behoben ist.

Literaturhinweis: [142] Enzensberger, Hans Magnus :  Das Elend mit der Psyche – Psychiatrie I Kursbuch Verl.Berlin Kursbuch Bd. 28 / 1972

neues geistiges Futter

Neue Lektüre geistige Gehirnnahrung Nach-Schlag 1

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Ein Plädoyer für das Nichtstun
”Muße ist zur bedrohten Ressource geworden. Die Beschleunigungsgesellschaft mit ihrem Arbeitsdruck und dem Zwang zur permanenten Kommunikation lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Dabei haben Hirnforscher und Psychologen längst herausgefunden, wie wichtig Phasen absichtslosen Nichtstuns sind. Sie fördern nicht nur die Regeneration und stärken das Gedächtnis, sondern sind auch die Voraussetzung für Kreativität. Ulrich Schnabel zeigt uns, wo wir auch heute noch Inseln der Muße finden können und bietet Anregungen für alle, die dem permanenten Drang zur Beschleunigung widerstehen wollen.” (Buchklappentext)

Nun, eigentlich bräuchte ich da keine Anleitung mehr, weil von mir schon sehr lange und ausgiebig praktiziert.

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“Könnten wir uns mit dem Lebensstil der Vorfahren begnügen, hätten wir dank unserer technischen Möglichkeiten alle Zeit der Welt. Doch wir reisen zwar schneller, aber dafür weiter, arbeiten effizienter, aber mehr, haben mehr Möglichkeiten, aber höhere Ansprüche. So ist Zeitnot zum Dauerzustand und zum Signum der modernen Gesellschaft geworden. Wir leben in einem System der Gehetzten.” (U.S)
Das Leben meiner Vorfahren, so z.B. meiner Großeltern väterlicherseits, haben mich doch etwas geprägt. An ihre Lebensweise muß ich öfters denken und sie ist mir oft auch ein gewisses Vorbild gewesen. An meinen Großvater denke ich immer dann, wenn ich mich mit Gesundheitsfragen bzw. mit Medizinthemen beschäftige, wie z.B. mit diesem Beitrag “Büchernachschlag” Wie hat mein Großvater es nur geschafft, ohne Pharmaindustrie und Medizinersyndikat, fast 100 Jahre alt zu werden und dies bei guter Verfassung.

Zeitstreßmaschine
Zeitstreßmaschine

 

“Seit dem Bestseller „Anleitung zum Müßiggang“ gilt Tom Hodgkinson als Experte für Genuss und Gelassenheit. In seinem neuen Buch nimmt er sich die negativen Erscheinungen unseres modernen Lebens vor: Erfolgsdruck, Versagensangst, Gier, Einsamkeit. Mit der für ihn typischen Mischung aus Humor, enzyklopädischem Wissen und Zitaten führt er vor, wie man sich aus diesen Zwängen befreien kann.”
(Buchklappentext)

Da habe ich sehr früh gelernt – oder kapiert – sich immer vom Hauptstrom fernhalten und das Gegenteil der Masse tun, bringt gewisse Freiheiten und Freiräume. Es war mir frühzeitig bewußt: Lebenskünstler leben besser und länger. Gesundheit kommt auch durch Eigensinn und Bewußtheit.

Februar 2016 - 22 - Olymp 810 - WössLangRicht Bücher Bunker 016 Eigene Wege gehen ist meistens von Vorteil

Laß der Seele Flügel wachsen

Mein Bär

Flügel für die Seele

Eines der größten Probleme für den Menschen unserer Zeit in den Industriegesellschaften, ist die Angst. Eine Angst, die von den wenigsten klar formuliert werden kann; eine diffuse, neurotische, unbegreifbare Lebensangst – trotz aller Annehmlichkeiten, trotz allem materiellen Wohlstands und Überfluß, in einer Welt des technischen Fortschritts.

Diese Lebensangst steckt in fast jedem Menschen. Sie kann sich als Spannungszustand, als psychosomatisches Symptom, als innere Unruhe, als Streß äußern – greifen läßt sich sich kaum. (Deswegen wohl auch der enorme Verbrauch an einschlägigen Medikamenten und Pillen).

Der Weg aus diesen Angstverstrickungen in die innere Freiheit, Unabhängigkeit, Gelöstheit und Genußfähigkeit fällt schwer. Nur die Erkenntnis und der Abbau unserer inneren Flucht- und Abwehrmechanismen helfen uns zur Selbstfindung und inneren Freiheit.
Wer die Zwangsjacke seiner inneren Ängste überwindet und abstreift, findet zu neuer Klarheit, Lebendigkeit und persönlicher Freiheit.

„Das Dasein der meisten Menschen ist von der Angst davor geprägt, ihr Leben voll zu entfalten.“ Alexander Lowen. [98]

Diese Welt glaubt…

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Diese Welt und diese Matrixbewohner glauben vieles… so auch dies:

der zivilisatorisch-technische Fortschritt bringe sie dem irdischen Paradies näher. Sie produziert hemmungslos – und zerstört dabei mit jedem Tag mehr die Natur, die Luft und das Wasser.

Sie befinden sich im Einklang mit dieser Welt. So wie sie dabei ist, sich selbst den Garaus zu machen, sind Sie drauf und dran, Ihr eigenes Leben zu verpfuschen. Sie glauben, Ihr beruflicher Aufstieg führe Sie einem gelungenen, genußreichen und begnadeten Erdendasein entgegen. Keine Weisheit steht Ihnen näher als diese:

„Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt….“

Wer all diese Ammenmärchen glaubt sollte sich einmal diesen Kurzfilm anschauen:

https://youtu.be/ipe6CMvW0Dg  Aufklärung über den Massenmensch (*)

Sehr früh (als Jugendlicher schon) kam ich ins Grübeln ~ was es mit dieser eigenartig absurden Welt so auf sich hat. Deswegen wohl auch meine Studienwahl Psychologie und Philosophie und mein frühzeitiges Kulissenschieben (hinter die Kulissen schauen) nachdenk

Das frühe Durchschauen der menschlichen Maskeradenschauspiele tat ein Übriges.

Maskentheater

Masken- und Scheinwelt

siehe Harry Haller in Hermann Hesses “Steppenwolf”

Auf den Altar des Erfolgs legen Sie bedenkenlos alles

, was überhaupt darauf Platz findet. Zugleich flehen Sie zwar nicht das Schicksals, aber doch der Gesellschaft Mächte untertänigst an, sie mögen Ihnen – wenn schon keine Hilfe – doch die nötige Aufstiegsgnade zuteil werden lassen.
Um den Sprung von der ebenen Erde hinauf in die Felsmassive des Management zu schaffen, opfern Sie die wahren Chancen Ihrer Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung. Das Glück, das Sie sich ausmalen, werden Sie nie und nimmer erreichen. Es ist unser aller Tragödie, daß wir nicht merken, wie es mit uns abwärts geht, während wir uns in kräftigem Aufwind wähnen.

Sehr schnell erkannte ich, in der “normalen Psychologie” ist nichts für die wirklichen menschlichen Probleme und Schwierigkeiten zu finden. Deswegen die verschiedenen Weiterstudiengänge (so die Pastoralpsychologie u.a) und als Hilfe die Philosophie. In meiner umfassenden Diplomarbeit über >Angstkrankheiten< bzw, das Problem der Angst (Die Angst ist eine elementare Kraft) wurde mir sehr deutlich bewußt, daß die gängige Psychologie und die drei Hauptrichtungen der Psychotherapie, sehr beschränkt nur tauglich sind.

Schaffhornochse

Die Arbeit erdrückt

Sigmund Freud, bezeichnete als normalen Menschen jenen, der ungestört arbeitsfähig, liebesfähig und entspannungsfähig ist. Diese Definition wird auch heute noch von der Fachwelt weitgehend akzeptiert. Wer jedoch in einem dieser drei zentralen Bereiche – Arbeit, Liebe, Entspannung – deutlich und dauerhaft gestört ist, gilt als Neurotiker. In diesem Sinne sind die meisten von uns neurotisch. Wer kann noch engagiert lieben, wer völlig entspannen? Unser Denken und Handeln ist doch überwiegend karriere- und konsumorientiert. Unsere Gefühle sind monetenlastig. (siehe Erich Fromm: Kranke Gesellschaft und Haben und Sein)

Siehe —> die emotionale Pest und die Innenweltverschmutzung

Wir alle werden mehr und mehr zu außengeleiteten Menschen. Die normierten Leitwerte der Umwelt bestimmen fast ausschließlich unser Denken und Handeln. Unsere Vorstellung von Glück kann sich zwangsläufig nur noch darin erschöpfen, den Mitmenschen zu zeigen, was wir alles erreichen und konsumieren können. Unseren Stolz verdanken wir dem Neid der anderen.
(siehe auch Karriereterror und Dressur)

Zuviel
Zu viel des Guten…

In der Welt ist es trübe

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Es fehlt in der Welt am Licht

In der Welt ist’s trübe
unser vielgepriesenes Spezialistentum hat nichts “zum Leuchten” gebracht.
Das gilt für die Psychologen und Psychotherapeuten ebenso wie für die (kirchlichen) Seelsorger und einen großen Teil der Mediziner. Alle halten sich für geeignet und mächtig, anderen helfen zu können. Leider bleibt es häufig Stückwerk. Denn es fehlt am “Licht”. Sie alle “leuchten” nicht – oder zu wenig. Was zum Teil – aber wirklich nur zum Teil – auch an den mangelhaften, kopflastigen Ausbildungsgängen liegt sowie an dem (angelernten und angewöhnten) Allmachtswahn, auch wenn der – wie H.E. Richter meint – eher der Kompensation eines umgreifenden Ohnmachtsgefühls dienen soll. [*] Die, die dies trifft, die letztlich Leidtragenden, die so immer noch mehr “Leid tragen” müssen, sind immer die anderen.

Bunkerwelt Bunkerwelt = Bücherwelt

Wir leben in einem Zeitalter, in dem vieles von Wissenschaft und Technik bestimmt wird. Wohl das größte Unheil, das uns daraus erwuchs, war, den Menschen oder sich selbst zum Maß aller Dinge zu machen. “Allmachtskomplex” nannte es Horst Eberhard Richter 1979. Geändert hat sich dadurch nichts. Schon gar nicht zum Besseren. Wie unsere jetzige Verfaßtheit und Situation der Weltlage einmal mehr sehr deutlich zutage treten läßt.

Und es ist auch kein Trost, wenn Thure von Uexküll formuliert: “Was ist Wissenschaft? – Ein Irrtum von gestern!”

Im Zeitalter des Technokratiefaschismus hat die Humanpsychologie und Humanmedizin schlechte Karten

Der Begriff der Seele bereitet den Psychologen so große Schwierigkeiten, daß sie ihn am liebsten loswerden möchten.

Psychologie-Lehrbücher lesen sich meistens eher als technische Betriebsanleitungen denn als Fachbücher über das Menschsein..

[*] Horst Eberhard Richter beschreibt die moderne westliche Zivilisation als psychosoziale Störung. Er analysiert die Flucht aus mittelalterlicher Ohnmacht in den Anspruch auf egozentrische gottgleiche Allmacht. Er verfolgt den Weg des angstgetriebenen Machtwillens und der Krankheit, nicht mehr leiden zu können. Die Überwindung des Gotteskomplexes wird zur Überlebensfrage der Menschheit und der Gesellschaft. [3]

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Humanistische Psychologie ist die Bezeichnung für eine Schulrichtung der Psychologie, deren wichtigster Begründer A. Maslow war.

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….

Das Hauptanliegen der HP, als sogenannte dritte Kraft in der Psychologie, ist die Psychoanalyse und den Behaviorismus zu ergänzen, da keine dieser anderen Schulen dem Verständnis einer gesunden und schöpferischen Persönlichkeit gerecht wurden. Es war zu sehen, daß eine solche Persönlichkeit Lebensziele und Werte nicht wegen eines Bedürfnisses nach “Homoeostase” verfolgte, wie es die moderne Psychoanalyse lehrte, sondern mit dem Ziel der “Selbstverwirklichung” (E.Fromm, K. Horney) und “Selbstaktualisierung” (K. Goldstein, Maslow) oder “Selbsterfüllung” wie es Bühler nannte und dies in Untersuchungen menschlicher Lebensläufe demonstrierte. Auch Carl R. Rogers war einer der Wegbereiter der HP. Bis dahin hatten Psychoanalytiker ihre therapeutischen Maßnahmen mehr als okkulte Kunst angesehen, in die nur Eingeweihte Einblick nehmen durften. Nicht zuletzt durch Rogers war Psychotherapie nun nicht mehr länger ausschließlich eine psychiatrische Methode mit dem Ziel, psychische Erkrankungen zu heilen.

Nachtgedanken 67: Der Körper ist ein Spiegel der Seele

NachtlandschaftDer Körper ist wie ein Spiegel, in dem sich die Bilder des Geistes reflektieren. Um aber den Zustand idealer Gesundheit zu erreichen, mußt du versuchen ein Gleichgewicht herzustellen zwischen deinem Geist, deinem Körper und der Welt, in der du lebst.

Krankheit ist ein Zustand des Ungleichgewichts zwischen einem Wesen und seiner Innenwelt und seiner Umwelt.

Und was führt zu diesem Ungleichgewicht?
Sie mal, niemand lebt unabhängig von seiner Umwelt. Das Sein des Menschen hängt von dem Verhältnis ab, das dieser zu seiner Umwelt hat. Er beeinflußt sie gleichermaßen, wie er von ihr beeinflußt wird, beide bilden ein gemeinsames Ganzes. Umwelt ist sowohl die physische als auch die soziale Umgebung. Findet nun eine Veränderung in einem der beiden Teile des gemeinsamen Ganzen statt, so bildet sich ein Ungleichgewicht, und der andere Teil muß sich ändern, um von neuem ein Gleichgewicht zu erreichen. Findet dies aber nicht oder unzureichend statt, so bleibt das Ungleichgewicht und wird zur Krankheit.

Kapelle Obergrombach kleine Kapelle zwischen Obergrombach und Binsheimer Siedlung (Walzbachtal)

Auch wenn viele Menschen anders denken, so ist es in den meisten Fällen doch das Individuum selbst, das die Erkrankung begünstigt.

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Der Körper ist wie ein Spiegel, in dem sich die Bilder des Geistes reflektieren.
Diese Bilder des Geistes sind die Gedanken und die Gefühle, die miteinander verbunden sind. Sind die Emotionen positiv, bewahren die Organe ihre Funktion und arbeiten harmonisch, also in einer gesunden Weise für das Individuum. Sind die Emotionen aber negativ, entsteht ein disharmonischer Zustand, der sich als organische Störung manifestiert.

Nicht zuletzt möchte ich auf die Forschungen und Arbeiten von Wilhelm Reich und seinen SchülerInnen hinweisen. So z.B. auf Alexander Lowen

Wer seinen Körper und seine Psyche verstehen will und die Einwirkungen der Umwelt auf den Menschen, sollte z.B. die Vorlesungen / Seminare von Bernd Senf besuchen. Die Vortragsreihen sind auch auf verschiedenen Webseiten abrufbar.
Einführung in die Tiefenpsychologie und Wilhelm Reich:
Die Bildung des Charakterpanzers in der Kindheit – Wilhelm Reich 2 –

Diese Vorlesung kann ich nur sehr empfehlen.

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Heißt das, die Emotionen bewirken körperliche Krankheiten?
Diese Einteilung in seelische und organische Erkrankungen ist viel zu förmlich. Niemand wird nur an der Seele oder nur körperlich krank, denn beide sind aufs Innigste miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig, beide bilden eine Einheit.
Um aber den Zustand idealer Gesundheit zu erreichen, mußt du versuchen ein Gleichgewicht herzustellen zwischen deinem Geist, deinem Körper und der Welt, in der du lebst.

Kultiviere die positiven Gedanken und die angenehmen Gefühle; suche immer etwas Neues zu lernen; sei schöpferisch: widme dich Dingen, die dir das Gefühl geben, nützlich zu sein; halte Maß in allen Dingen.

Es hat sich nichts geändert

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Gesellschaftsaffen

Nichts sehen, nichts hören, nichts wissen

„Die heutigen Staatsmänner sind Freunde, Brüder, Vettern, Schwiegerväter von Großkapitalisten oder Diktatoren. Daß die Masse denkender, zum Teil kultivierter und gebildeter Menschen dies nicht sieht und nicht entsprechend reagiert, ist Problem. Es läßt sich nicht durch individuelle „psychodiagnostische Untersuchungen“ lösen. Die seelischen Erkrankungen, darunter Verstandestrübungen, Resignation, Hörigkeit, Selbstschädigung, unbedingte Führergläubigkeit usw. sind, auf die einfachste Formel gebracht, insgesamt Ausdruck gestörter Harmonie des vegetativen, im speziellen des sexuellen Lebens auf der allgemeinen gesellschaftlichen Grundlage der gesellschaftlichen Mechanisierung des Lebens.“ (Wilhelm Reich)

Wer diese Zeilen liest und hat nicht das schlüssige Denken verlernt, weiß auch bei intensiven Studium des Werkes und der Schriften von Wilhelm Reich, warum dieser geniale Mann so angefeindet wurde, auch heute noch, weil nach wie vor ein Großteil der Bevölkerungen Europas deformiert sind und an der emotionalen Pest leiden.
Mein Weg zu W. Reich und Erich Fromm und meine Auseinandersetzung mit beiden beginnt 1970/71 auf dem Höhepunkt der Studentenrevolte.
Nach intensiven Studien zur Umweltproblematik / Ökologie, Religionsgeschichte, Theologie, Geschichte des Nationalsozialismus  ~ führte mein Weg zur Psychologie und die Auseinandersetzung mit allen Facetten (Fassetten) der Psychologie, Tiefenpsychologie und Philosophie und auch besonders zur Neurosenproblematik.
Auch heute ist die emotionale Pest und Innenweltverschmutzung allgegenwärtig.

Philosophie der Wachsamkeit

lauschiger Garten Im lauschigen Garten läßt sich gut philosophieren

“Kinder, wenn ihr eine Mandarine schält, dann könnt ihr sie mit Achtsamkeit essen oder ohne Achtsamkeit. Esst ihr eine Mandarine achtsam, so ist euch bewußt, daß ihr eine Mandarine esst: Ihr erfahrt vollkommen ihren lieblichen Duft und ihren süßen Geschmack. Schält ihr die Mandarine, so wisst ihr, daß ihr eine Mandarine schält. Nehmt ihr ein Stück und steckt es in euren Mund, so wisst ihr, daß ihr ein Stück nehmt und es in euren Mund steckt. Empfindet ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack, dann wisst ihr, daß ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack empfindet. Die Mandarine, die Nandabala mir reichte, hatte neun Teile. Jeden Bissen aß ich ganz bewußt und achtsam, und so erlebte ich, wie kostbar und wundervoll er war. Ich vergaß die Mandarine nicht, und daher wurde sie für mich etwas sehr Wirkliches. Ist die Mandarine wirklich, dann ist der Mensch, der sie isst, auch wirklich. Das bedeutet, eine Mandarine mit Achtsamkeit zu essen.”

[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu.]

Wie meinen

Wie meinen?

Meditation

“Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. „Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Tee trinken das Wichtigste auf der Welt sein.“ Und so weiter.”
[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu]

Naturgarten Schade! Die Gartenzeit neigt sich dem Ende zu. Der Garten hat sich ja wieder einigermaßen erholt nach der sommerlichen Hitzewelle, das Gras ist wieder schön grün geworden. Den Herbst sieht man nun aber auch schon überall.

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Dachstubenbibliothek

Nun kommt wieder die intensivere Lese- und Schreibzeit.

Leere dein Boot, Suchender

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Leere dein Boot, Suchender, und du wirst geschwinder reisen. (Buddha, Dharmapada). Buddha sagt zum „mittleren Weg“ den er selbst ging: „Es gibt drei Arten, das Leben zu betrachten. Hängen wir der ersten Sichtweise an, dann streben wir im Leben nach Vergnügungen. Wir suchen nach Besitztümern, Ereignissen, Familien und Dauerhaftigkeit.“ „Leben wir nach der zweiten Sichtweise, dann hassen wir das Leben. Wir machen es zum Dämon und wenden uns vollkommen von ihm ab.“ „Menschen die der dritten Sichtweise anhängen, sehen das Leben, wie es ist: ein ständiges WERDEN und VERGEHEN. Dies akzeptieren sie, doch es erregt in ihnen weder Hoffnung noch Verzweiflung.“

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Bedürfnis nach Freiheit

Der Mensch hat ein Bedürfnis nach Freiheit. Der Mensch kann zwar zu allem gebracht werden. auch dazu, daß er die Sklaverei liebt, doch immer nur unter der Bedingung: Er wird störrisch, aggressiv, dumm und ängstlich. Man kann den Menschen nicht versklaven und ihn gleichzeitig heiter, glücklich und unaggressiv machen wollen. Geht man über eine gewisse Schwelle der Unterdrückung hinaus, dann rächt sich der Mensch damit, daß er entweder rebelliert oder ganz destruktiv oder unbrauchbar wird oder daß seine Vitalität langsam abstirbt.
[E.Fromm / Interview Reif 1975 – Sinnerfüllte Wege / Befreites Leben]

Marsella gezogen

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Online-Tarot Kartenlegen – Avalonkarte: Marsella
(in diesem Fall online- dieses Kartenset habe ich aber tatsächlich auch real hier im Bunker – hatte ich irgendwann aus Neugierde mal gekauft)

Diese Karte steht für die Gefühle der Stärke, Kraft und Selbstvertrauen. Sie wissen ganz genau über Ihre Stärken und Schwächen bescheid. Sie wissen und fühlen Ihre Bestimmung. Freuen Sie sich an dem, was sie erreicht haben. Leben Sie essentiell und genießen Sie jeden Tag. Sie haben die Stärke, ihre eigenen Kräfte bis zum höchsten Punkt zu mobilisieren und Sie selbst sind die Quelle dieser Stärke und Kraft. #Beherrschende Wirkung auf: Stechpalme (Keltisch: Tinne).Verbundene keltische Göttin: Sulis – Britisch/Walisische Göttin der Sonne. Farbe: Gelb – Stein: Gold Numerologie: 19

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Karte:

Herausragende Möglichkeiten. Quelle des eigenen Selbst. Glücklichkeit, Verspieltheit, Freude. Kreativität. Liebt das Leben.#Spirituell: Lebenskraft. Transformation. Regeneration.#Emotionell: Höhepunkt. Positiv. Erfüllt von Freude und Wärme. Offenherzig.#Mental: Kreativer Denker. Schnelle Auffassungsgabe. Positiver Denker.#Physisch: Stark, energetisch. Gute Verdauung und guter Gesundheitszustand. Stimuliert sich selbst und andere. Teilt Talente und Ideen. Gute Teamfähigkeit.#Ego: Stark, selbstsicher und vorwärtsgerichtet.#Seele: Expressiv, kreativer Prozess. (Quelle:   http://www.womenweb.de/ )
Hatte ich früher schon mal auf meinem WebLog auf MP-Netz veröffentlicht.

Der Weg zum Glück

Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der pfeil pln Kontemplation  (*) Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück

buecherhaende_160Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück

Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)

Besinnung und Beschaulichkeit Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.

Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt: „Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“

(* Kontemplation: Es ist ein Dasein und Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. – die Einübung in das Hier und Jetzt, die alle konfessionellen Rahmen übersteigt – nach meiner Auslegung)

Wege Feldwege

Lebensmeister

blauerose_92 Die Kunst, das Leben zu meistern, wird an keiner Schule gelehrt. Der Grund ist der: Niemand hat ein besonderes Interesse daran, Sie zu einem unabhängigen und lebensfrohen Menschen zu machen. Menschen, die sich von Ängsten, Sorgen und Problemen erdrücken lassen, können im übrigen leichter beeinflußt und leichter ausgenutzt und manipuliert werden.

In allen ZeitenIn allen Zeiten…

Die sogenannte „Lebensweisheit“ der meisten Menschen besteht verhängnisvollerweise darin, ihr Leben so zu führen, wie es ihnen andere vorschreiben. Wer sich jedoch nur an der Meinung der Mehrheit orientiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn er aus dem Teufelskreis seiner Sorgen und Ängste, seiner Nöte und Probleme nie herauskommt.

Erkenntnis des Tages

Waldstille
"Wer nicht weiß, was die Welt ist, der weiß nicht, wo er lebt. Wer aber den Zweck seines Daseins nicht kennt, der weiß weder, wer er selbst, noch was die Welt ist. Wem aber die Kenntnis des einen oder andern dieser beiden Stücke fehlt, der wird auch nicht sagen können, wozu er geschaffen ist. Was hälst du denn von einem Menschen, der den Tadel derer fürchtet oder nach dem öffentlichen Beifall solcher Leute begierig ist, die nicht wissen, wo sie sind, noch was sie sind?”
( Marc Aurel)

Nachtgedanken 42

Abendstimmung

Der Weg aus diesen Angstverstrickungen in die innere Freiheit, Unabhängigkeit, Gelöstheit und Genußfähigkeit fällt schwer. Nur die Erkenntnis und der Abbau unserer inneren Flucht- und Abwehrmechanismen helfen uns zur Selbstfindung und inneren Freiheit.

Taube fliegt

Wer die Zwangsjacke seiner inneren Ängste überwindet und abstreift, findet zu neuer Klarheit, Lebendigkeit und persönlicher Freiheit.

Abendhimmel

Abendstimmung im Naturgarten

„Das Dasein der meisten Menschen ist von der Angst davor geprägt, ihr Leben voll zu entfalten.“ Alexander Lowen. [98]

Genügsam leben

Genügsam leben

"Wir denken selten an das,
was wir haben, jedoch immer
an das, was uns fehlt.
(A. Schopenhauer)

Juni 2014 - 06 - Olymp 810 - Melanie FW   JöhKapelle 098

Wenn wir uns in einer schwierigen Lage befinden, meinen wir, durch Steigerung dessen, was uns gut- tut, unsere Lage bessern zu können. Wenn wir arm sind, scheint uns Besitz alles zu sein. Wir arbeiten bis zur Aufopferung dafür, uns mehr leisten zu können. Wenn wir es schließlich erreicht haben, stellen wir fest, daß wir nicht zufriedener werden, nur weil wir mehr besitzen.
Nur selten kommt jemand von selbst darauf, daß auch Einschränkung Gewinn sein kann. Wir hoffen, Bedürfnisse und Probleme nach dem Prinzip "mehr desselben", also durch Steigerung von vorhandenen Erlebnis – und Lustspendern erzielen zu können. So ist eine grenzenlose Steigerung angenehmer Erlebnisse und Lustempfindungen schlechterdings unmöglich.

Nietzsche: "Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit."

Der Süchtige wird nicht dadurch satt, daß er immer mehr bekommt, sondern dadurch, daß er letzten Endes auf totale Befriedigung verzichtet. [13]

Weiterlesen

Lebensgestaltung (Nachtgedanken 38)

Abendstimmung

Lebensgestaltung:
Unsere Zeit ist zu kurz bemessen, um sie mit unnötigem und belanglosem Tand und Tun zu vertrödeln.
Die Kunst ist es also, das Unwesentliche, den Ballast, zu erkennen, sich davon zu lösen, um das Wesentliche aufzudecken und zu bewahren. Deswegen müssen wir mit der Zeit haushälterisch umgehen. Wir sollten wissen und immer wieder hinterfragen, wofür wir Zeit haben (wollen) und wofür nicht.

Der erste Schritt, es sich im Leben leicht zu machen, ist, sich vom Ballast zu lösen: sich von Belastungen, von unnötigen Vorgaben und Normen zu trennen, von Druck zu befreien, die gesellschaften Erwartungen hinterfragen und  den “Rucksack” der Vergangenheit abzulegen, um nur noch mit leichtem Handgepäck zu reisen. Man kann nicht ewig in der Vergangenheit verbleiben und einer nicht optimalen Kindheit hinterher trauern. Vorbei ist vorbei.

Es sind vor allem geistige Einstellungen, die bedrückende Umstände verursachen. Unsere Gedanken steuern unser Lebensschiff.

Leuchturm-Nacht

Für alles Zeit haben wollen ist die größte Illusion jener, die überall dabei sein wollen, immer Angst haben etwas zu verpassen, von Veranstaltung zu Veranstaltung hetzen und die nie Zeit haben für die Hauptsache, für sich selbst.

Morgenstern sagt dazu:
Alles ist von Wichtigkeit,
alles ist nicht gar so wichtig.
Nur die rechte Sichtigkeit,
und du wandelst richtig.

Haltlose Welten, verlorene Fähigkeiten (Nachtgedanken 37)

Der gute Geist?

Die Situation ist verheerend: Krankheiten sind zum eigentlichen Modus vivendi geworden, wie Erschöpfung, Ausgebranntsein, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Unruhe, Langeweile, Aggressivität, Bissigkeit, Feindseligkeit, Neid, Angst, das Ringen um die Überlegenheit um jeden Preis… Viele wesentliche Begriffe sind verfälscht oder verschwommen: Sexualität, Erziehung, Sozialklima, menschliche Werte, Religionen …

Wegweiser

Menschliche Kontakte sind oberflächlicher geworden, die Menge ersetzt das bewußte Individuum. Die Selbstbeherrschung verschwindet, während Ruhe und Ausgeglichenheit nebst Zufriedenheit zu Raritäten werden. Dabei ist ein wesentlicher Faktor zur Gesundheit, die Zufriedenheit.

Schlafes Bruder
Unsere Zeit ist eine Zeit der Verdrängung.
Das bewußt denkende Individuum verschwindet. Der moderne Mensch handelt nicht mehr nach seinem Verstand oder seinen bewußten Gedanken, sondern nach seiner übersteigerten, krankhaften Emotivität.

Heimatlos und entwurzelt

Entwurzelt Entwurzelt

Das Bedürfnis nach Geborgensein und unerschütterlichem Urvertrauen gehört zu den elementarsten überhaupt.

Doch heute gehört dieses Bedürfnis auch zu den bedrohtesten. Viele Menschen fühlen sich heimatlos und entwurzelt, leiden an Angst, Selbstzweifel und Desorientierung.
Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink sagt über die gegenwärtige Generation: Sie „ist erschöpft, weil sie überfordert ist, und sie ist überfordert, weil sie wenig mitbringt, womit sie den anstehenden Anforderungen begegnen könnte.“ (Der Spiegel 1/2003)
Menschen heute sind in einer „Identitätsnot“: Die Vorstellung, über die Zeit hinweg mit sich identisch zu sein, ist brüchig geworden.
In der modernen Massengesellschaft wird, nicht zuletzt von Werbestrategen, ein Scheingefühl der Besonderheit erzeugt. Identität wird zur vorgefertigten Hülle einer kulturellen Formensprache, die sich an einen bestimmten Turnschuh oder eine bestimmte Jacke binden kann.

Der Sozialpsychologe Kenneth Gergen meint, es gebe nur noch ein „multiphrenes Selbst“, also ein Selbst mit vielen geistigen Einheiten.
Wie können sie echte Geborgenheit wiedererlangen?

Die Psychotherapie alter Schule suchte die Quellen des Urvertrauens in einer unbeschadeten Kindheit.
Als sinnorientiertes Wesen kann der Mensch echte Geborgenheit nur in einer geistigen Heimat, in seinem transzendenten Ursprung finden. Alle Versuche, ihn auf dieser Erde Wurzeln schlagen zu lassen, müssen scheitern, wenn nicht zugleich die „Himmelswurzeln“ entfaltet werden.

Wo ist der Sinn?

Auf der Flucht vor sich selbst

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Der heutige Massenmensch hat die “Kunst des Müßiggangs” verlernt. Allein schon der Begriff ist für ihn negativ besetzt. Er kennt nicht mehr die Heilkraft der Stille. Die Qualität unseres alltäglichen Befindens in einer schnelllebigen, streßgeplagten Umwelt hängt weitgehend von unserer Fähigkeit ab, gelegentlich wirklich “abschalten” zu können – in heilsamen Momenten der inneren Stille zu unserer Mitte zurückzufinden, um uns dort zu regenerieren. Der heutige Mensch ist auf der Flucht vor sich selbst.

Das überlegte, das bedachte, das betuliche und beschauliche Handeln und Denken ist verloren gegangen. Aktuell wieder in den Städten zu beobachten. Auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken, hetzen und huschen sie wieder irrsinnig durch die Straßen.

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Eine Gesellschaft ertrinkt im Streß und in der Warenflut

Ignoranz wohin man schaut

Himmels-Äther

Ignoranz aber auch bewußtes Ausblenden und Ignorieren von der Schulmedizin.
Warum?
Mit solchen Verfahren läßt sich nicht so gut und schnell Geld verdienen, es ist zeitaufwendiger wie das Zücken des Rezeptblocks in der 3 1/2 – Minuten – Durchschleusungs-Praxis!
Ist die ganze Welt nicht ein einziger Energieprozeß? – Nun, allen Krankheiten gehen Störungen des Kräftepotentials voraus. (siehe die Beiträge zur Bioenergetik und die Bioenergetiker A. Lowen u.a. und die Forschungen von W. Reich – zu erwähnen wäre aber auch Charles Waldemar und seine Forschungen zur Bioenergie)

Noch in keinem Zeitablauf unserer Geschichte wurde die menschliche Energie derart disfunktioniert wie heute. Das Fließgleichgewicht des elektrischen-magnetischen Umlaufs im Körper wird durch Streß, Umweltgift, Lärm, Elektrosmog etc. empfindlich gestört und führt zu einer Ermüdung des Zellsystems, jener Millionen Mikrobatterien in uns, die langsam entleert werden und dann der Krankheit gleichsam „Tür und Tor“ öffnen.

Anm.:
Ignoranz ist oft auch Dummheit und Unwissenheit.

Vögel der Freiheit

Der Freiheit entgegen Vögel der Freiheit singen nicht nur von der Freiheit, sie fliegen ihr entgegen, ja sie fliegen in die Freiheit.

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Es gibt Vögel, die sitzen in einem Käfig gefangen, und dennoch singen sie. Aus diesem Grunde hatten wir früher auch einmal Singvögel im Käfig. Wellensittiche und Kanarienvögel. Irgendwie meinte ich es sei schön, wenn so ein kleiner Kanarienvogel sein Lied schmettert. Aber so richtig davon überzeugt war ich nie, daß diesen kleinen Piepmatzen das Käfigleben gefällt. Die Wellensittiche sah ich immer in Australien in der Natur, wie sie eigentlich richtig leben, vor mir. Als wir dann auch noch mehrmals Pech hatten mit neuen Vögeln, sagte ich irgendwann, Schluß damit. Vögel müssen in der freien Natur leben, wir Menschen dürfen nicht so eigensüchtig sein und nur zum eigenen Ergötzen Vögel in Käfigen halten. Oskar wollte ja auch nicht so sein ganzes Leben verbringen. Lieber füttern wir unsere einheimischen Vögel im Winter, wenn es denn erforderlich ist.

Du warst ein fröhlicher zwitschernder Vogel, und nun sitzt du mit einem gebrochenen Flügel.
So ergeht es vielen Menschen. Alles ist festgefahren, alles ist dunkel wie in einer schwarzen Nacht. Wie ein Alptraum liegen die Schatten der Vergangenheit über dem Leben. Die Matrix der Vergangenheit und der Emotionen, rumoren im Unbewußten hartnäckig weiter. Manchmal weißt du nicht mehr, ob du noch leben willst. Aber du darfst nie die Hoffnung aufgeben, irgendwann siehst auch du wieder Licht am Ende des Tunnels. Wie heißt es so schön: Wenn du meinst, es geht nicht mehr weiter, kommt von irgendwo ein Lichtlein her, ein Hoffnungsschimmer scheint dir auf. Dein Geist ist stärker, stärker auch als dein Leib. Dein Geist zündet wieder ein Licht an, vielleicht erst einmal ein kleines Licht, aber du siehst wieder etwas.
Immer ist ein Weg da. Du mußt ihn nur wieder beschreiten, den Weg deiner Hoffnungen und Träume. (aus unserer ehemaligen HP MP-Netz —> Augenblicke der Freiheit)

Die meisten Menschen glauben sie seien frei

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“Die meisten Menschen geben vor und glauben selbst daran, daß sie glücklich sind, denn wenn man unglücklich ist, ist man ein Mißerfolg. Man muß deshalb die Maske des Zufriedenseins, des Glücklichseins tragen, sonst verliert man den Kredit auf dem Markt, ist man kein normaler Mensch, ist man nicht tüchtig. Doch man muß sich die Menschen nur anschauen, was hinter der Maske zum Vorschein kommt: Unruhe, Gereiztheit, Ärger, Depressionen, Schlaflosigkeit, Unglücklichsein – das, was die Franzosen die "Malaise" genannt haben.”
Erich Fromm: Interview Lodemann 1977) [512]

Die Seele wird frei

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In Dir ist die Kraft – ohne diese Erkenntnis bleibt das Leben Stückwerk, mit ihr kann es zum Meisterstück werden.

Die Mobilisierung der inneren Kraft, die in den meisten schlummert, führt zuverlässiger als jede äußere Hilfe zu einem Leben der Freude und Fülle, wenn man einmal begriffen und gelernt mit der Innenkraft zu leben. Es ist mit eine Aufgabe Ihres Lebens, diese Kraft zu entdecken, zu finden und zu aktivieren.

Geistfeuerwerk

“Es gibt im Menschen ein höheres Selbst, das das vergängliche Ich des Sinnenmenschen so weit überragt, wie die Spitzen der Berge sich über die Ebene erheben. Die innere Kraft dieses höheren Selbstes gilt es zum Wirken zu bringen, damit der Mensch gewahr wird, daß er in Wirklichkeit ein Kind der Gottheit ist und Eigner aller Schätze des Lebens!"

”Der Mensch muß lernen als Geist zu denken, als Schöpfer seines Schicksals.” [7]*

Weiterlesen

Der Weg zur Lebensweisheit ist ein schwieriger…

September 2011 M-berg + Schloß Bruchsal 052
Schloß Bruchsal

„Die Weisen aller Zeiten haben immer
das Selbe gesagt, und die Toren –
die unermeßliche Majorität aller Zeiten –
haben immer das Selbe, nämlich das
Gegenteil getan.“

(Arthur Schopenhauer)

Schienenstrang ins Ungewisse
Reise ins Ungewisse, in die Leere, ins Nichts

Nur mal so!
„Staatsbankrott noch heuer“
Beitrag von Prof. Hörmann

 „Warum das Finanzsystem ein Betrugsmodell ist, was Bilanzen damit zu tun haben und warum der ultimative Crash droht,… erklärt der Wiener Professor Hörmann .. .(der Standard.at-Interview)

 Zinssystem und Staatsbankrott mit Prof. Bernd Senf (Alpenparlament tv)

 Prof. Bernd Senf
Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

und ein Ausblick auf die Konsequenzen

 „Für große Teile der Gesellschaft hat die Problematik der Geldschöpfung – ebenso wie die des Zinses und des Gewinns – immer noch Tabu-Charakter. Angesichts der sich zuspitzenden Krisen scheint es mir allerdings dringend geboten, diese Tabus anzurühren, weil nur so die Richtung notwendiger Veränderungen des Geldsystems erkennbar wird.“ (Bernd Senf)

Da kann ich auch nur das Buch von Bernd Senf: Der Tanz um den Gewinn empfehlen. Ist zwar aus dem Jahre 2005 aber immer noch sehr aktuell und wichtig.

 

Buch - TanzGewinn gross

 Der Tanz um den Gewinn

 

August 2010 Stadtgarten KA 126
Ja, ja, ich weiß es ja! Es ist normalerweise vergebliche Arbeit- und Liebesmühe solche Beiträge zu erstellen. Vor allem die Links bzw.
die Film- und TV-Berichte, Vorträge etc. werden kaum angeschaut
und benutzt. Dient ja auch immer etwas in eigener Dokumentationssache
und als Netztagebuch.

Gedankenernte

September 2010 Lena + Garten 008

„Wer in einem schönen Garten spazieren geht, nimmt gern einige Blumen mit, um sich an ihrem Wohlgeruch zu erfreuen und sie den ganzen Tag bei sich zu haben. Wenn unser Geist sich in einem Geheimnis ergangen hat, dann wählen wir zwei oder drei Gedanken aus, die uns am besten gefielen, die für unseren Fortschritt am nützlichsten sind, um tagsüber öfter daran zu denken und ihren geistigen Duft in uns aufzunehmen.“
(Franz von Sales -(DASal 1,78)

Februar 2011 BunkerInsp 006
Gedankenernte

Der Tod triumphiert über die Lächerlichkeiten
des Daseins.

Februar 2011 BunkerInsp 004

Tante Hedwig, Tante Hedwig, der Faden ist gerissen,
die ganze Sache ist beschissen…

 Ach Hedwig, ach Hedwig,
Die Nähmaschine geht nicht.
Der Faden ist zerrissen,
Das Leben ist ein Traum.
(War mal ein alter Gassenhauer, mein Vater hat ihn in meiner Kindheit immer auf der Zwetschkommode -Ziehharmonika gespielt )

Lebenspsychologie – Lebensphilosophie

August Geb + Wetter 2010 021

Darum iss dein Brot und trink deinen Wein und sei fröhlich dabei! So hat es Gott für die Menschen vorgesehen, und so gefällt es ihm. Nimm das Leben als ein Fest: Trag immer frisch gewaschene Kleider und sprenge duftendes Öl auf dein Haar! Genieße jeden Tag mit der Frau, die du liebst, solange dieses flüchtige Leben dauert, das Gott dir geschenkt hat. Denn das ist der Lohn für die Mühsal dieses Lebens. Wenn sich dir die Gelegenheit bietet, etwas zu tun, dann tu es mit vollem Einsatz. Denn du bist unterwegs zu dem Ort, von dem kein Mensch wiederkehrt. Wenn du tot bist, ist es zu Ende mit allem Tun und Planen, mit aller Einsicht und Weisheit.
(Bibel: Prediger 9:7-10; GNB)

September Maulbronn Gem 2010 323

Lebenswege

„Leicht zu leben ohne Leichtsinn,
heiter zu sein ohne Ausgelassenheit,
Mut zu haben ohne Übermut –
das ist die Kunst des Lebens!“
(Theodor Fontane)

September Maulbronn Gem 2010 307
– Lebenswege –

Lebenskunst

 Ach, was sind wir dumme Leute –
Wir genießen nie das Heute.
Unser ganzes Menschenleben
Ist ein Hasten, ist ein Streben.

 Ist ein Bangen, ist ein Sorgen –
Heute denkt man schon an Morgen.
Morgen an die spätere Zeit –
Und kein Mensch genießt das Heut.

 Auf des Lebens Stufenleiter
Eilt man weiter, immer weiter.
Nutz den Frühling Deines Lebens
Leb im Sommer nicht vergebens.

 Denn gar bald stehst du im Herbste
Bis der Winter naht, dann sterbste.
Und die Welt geht trotzdem heiter
Immer weiter, immer weiter.
(Christian Reuter)

September Maulbronn Gem 2010 223

Welche Lebenswege führen zu einer lebbaren Lebensphilosophie?
Daran schreibe ich nun selbst, weil ich keine geeignete gefunden habe.
(Dazu in den nächsten Beiträgen mehr)