Inhaltsleere Gesellschaften

“Aber freilich… diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem
Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen
vorzieht …; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die
Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße,
als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste
Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.“

(Feuerbach : Das Wesen des Christentums, Vorrede zur zweiten Auflage)

affekk_155Diese inhaltsleeren Menschen sind tagein tagaus  übers ganze Jahr zu beobachten.
Jetzt zur Weihnachtszeit, haben viele Menschen nichts anderes mehr im Kopf, als sämtliche Weihnachtsmärkte der Region abzugrasen. Da beschweren sie sich und stöhnen herum, der Streß, der Zeitdruck mit ihren Geschenken, da wird ein Kult um Alles betrieben, nur der eigentliche Sinn hinter Weihnachten ist total verloren gegangen. Übrig blieb eine Kauf- und Freßorgie an Weihnachten.
Wir leben in hochgradig narzißtischen, kranken Gesellschaften, in der das hohle Spektakel im Vordergrund steht.

“Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.”
wußte schon Guy Debord in “Die Gesellschaft des Spektakels zu berichten.

Sehnsucht der Seele

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Das Auge der Erkenntnis

Gott ist das Urproblem der Menschheit, besonders aber das Problem der heutigen Menschheit. Der Mensch ist von Natur ein Gott- und Sinnsucher in dem zweifachen Sinne, daß er die Gottheit erkenntnismäßig begreifen und daß er sie liebend umfassen möchte.

Die Suche nach Erkenntnis und nach Gott läßt uns nicht zur Ruhe kommen. Von Anbeginn war dies in der Welt und im Menschen. Das Urproblem der Menschheit nimmt eine doppelte Fassung an, einmal in der Frage: Ist Gott? und dann in der Frage: Was ist Gott? Die letztere Fragestellung wird für alle Zeiten bestehen; denn das Unendliche wird nicht umfaßt vom Endlichen.

Denkweise aus der Pastoralpsychologie heraus.

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Nachtgedanken 64

Leuchturm-NachtDie Lage des Menschen ist die Entfremdung von sich selbst

Marcuse, Horkheimer, Adorno:

Daß er sich in einer „eindimensionalen statischen Identifikation mit dem verwalteten Realitätsprinzip“ befindet. Marcuse will damit sagen, daß der Mensch aus der Identifizierung mit der Fremdbestimmung nicht mehr ausbrechen könne. Die Toleranz, die einmal Errungenschaft der Aufklärung gewesen ist, gestatte dem Menschen nur noch eine Spielwiese „gleichgeschalteter“ Freizeitbetätigungen. „Die erwiesene Toleranz ist trügerisch … ist pervertiert worden.“ Sie ist eine „repressive Toleranz“ geworden, wie Marcuse in seiner „Kritik der reinen Toleranz“ (1966) schreibt.

Wegweiser

Wohin soll ich gehen?

Geh deinen eigenen Weg und versuche nicht den
ausgelatschten Weg der Anderen zu gehen.
Denn wer etwas Besonderes sehen will, wer Erkenntnis
und Weisheit erreichen will, muß auf das blicken
was andere nicht beachten oder sehen wollen

Noch ist es grün

Noch ist es grün Naturgarten

”Es geht geisterhaft zu, jeder Augenblick des Lebens will uns
etwas sagen, aber wir wollen diese Geisterstimme nicht hören.
Wir fürchten uns, wenn wir allein und stille sind, daß uns etwas
in das Ohr geraunt werde, und so hassen wir die Stille und
betäuben uns durch Geselligkeit.”
(Friedrich Nietzsche)

Wenn ich die hiesigen Zeitungen aufschlage, so sind das ganze liebe Jahr hindurch
laufend Veranstaltungen, Feste,  neudeutsch Events und sonstiger Klamauk zu
verzeichnen. Jetzt überall in jedem kleinen Kaff, Kuhdorf kann man ja mangels Kühen nicht mehr so sagen, will jeder Klepperlesverein ein Oktoberfest veranstalten, in Konkurrenz zur Kerwe / Kirchweih. Weinfeste sind auch noch angesagt, Nachtkauf mit Musikrummel. Französiche Woche … usw. Überall soll der Besucher etwas konsumieren, essen und trinken. Wir leben also im wahrsten Sinne in einer Gesellschaft des Spektakels. Gute Methode um die Menschen zu beschäftigen und vom Denken abzuhalten.

Die Blätter fallen schon So langsam hält der Herbst Einzug

”Das Beste ist die tiefe Stille, in der ich gegen die Welt lebe
und wachse und gewinne, was sie mir mit Feuer und Schwert
nicht nehmen können.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

Waldhütte Waldhütte

Aber leider findet man diese Stille immer weniger. Gottseidank sind auf meinen Wanderungen noch weitgehend  ruhige Abschnitte möglich.
Noch ist es grün…, aber die früher erbauliche Ruhe im Garten schwindet leider. So ist es halt, wenn man ringsum neue Nachbarn bekommen hat.

Philosophie der Wachsamkeit

lauschiger Garten Im lauschigen Garten läßt sich gut philosophieren

“Kinder, wenn ihr eine Mandarine schält, dann könnt ihr sie mit Achtsamkeit essen oder ohne Achtsamkeit. Esst ihr eine Mandarine achtsam, so ist euch bewußt, daß ihr eine Mandarine esst: Ihr erfahrt vollkommen ihren lieblichen Duft und ihren süßen Geschmack. Schält ihr die Mandarine, so wisst ihr, daß ihr eine Mandarine schält. Nehmt ihr ein Stück und steckt es in euren Mund, so wisst ihr, daß ihr ein Stück nehmt und es in euren Mund steckt. Empfindet ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack, dann wisst ihr, daß ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack empfindet. Die Mandarine, die Nandabala mir reichte, hatte neun Teile. Jeden Bissen aß ich ganz bewußt und achtsam, und so erlebte ich, wie kostbar und wundervoll er war. Ich vergaß die Mandarine nicht, und daher wurde sie für mich etwas sehr Wirkliches. Ist die Mandarine wirklich, dann ist der Mensch, der sie isst, auch wirklich. Das bedeutet, eine Mandarine mit Achtsamkeit zu essen.”

[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu.]

Wie meinen

Wie meinen?

Meditation

“Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. „Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Tee trinken das Wichtigste auf der Welt sein.“ Und so weiter.”
[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu]

Naturgarten Schade! Die Gartenzeit neigt sich dem Ende zu. Der Garten hat sich ja wieder einigermaßen erholt nach der sommerlichen Hitzewelle, das Gras ist wieder schön grün geworden. Den Herbst sieht man nun aber auch schon überall.

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Dachstubenbibliothek

Nun kommt wieder die intensivere Lese- und Schreibzeit.

Leere dein Boot, Suchender

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Leere dein Boot, Suchender, und du wirst geschwinder reisen. (Buddha, Dharmapada). Buddha sagt zum „mittleren Weg“ den er selbst ging: „Es gibt drei Arten, das Leben zu betrachten. Hängen wir der ersten Sichtweise an, dann streben wir im Leben nach Vergnügungen. Wir suchen nach Besitztümern, Ereignissen, Familien und Dauerhaftigkeit.“ „Leben wir nach der zweiten Sichtweise, dann hassen wir das Leben. Wir machen es zum Dämon und wenden uns vollkommen von ihm ab.“ „Menschen die der dritten Sichtweise anhängen, sehen das Leben, wie es ist: ein ständiges WERDEN und VERGEHEN. Dies akzeptieren sie, doch es erregt in ihnen weder Hoffnung noch Verzweiflung.“

Flußberglandschaft
Bedürfnis nach Freiheit

Der Mensch hat ein Bedürfnis nach Freiheit. Der Mensch kann zwar zu allem gebracht werden. auch dazu, daß er die Sklaverei liebt, doch immer nur unter der Bedingung: Er wird störrisch, aggressiv, dumm und ängstlich. Man kann den Menschen nicht versklaven und ihn gleichzeitig heiter, glücklich und unaggressiv machen wollen. Geht man über eine gewisse Schwelle der Unterdrückung hinaus, dann rächt sich der Mensch damit, daß er entweder rebelliert oder ganz destruktiv oder unbrauchbar wird oder daß seine Vitalität langsam abstirbt.
[E.Fromm / Interview Reif 1975 – Sinnerfüllte Wege / Befreites Leben]

Marsella gezogen

marsella
Online-Tarot Kartenlegen – Avalonkarte: Marsella
(in diesem Fall online- dieses Kartenset habe ich aber tatsächlich auch real hier im Bunker – hatte ich irgendwann aus Neugierde mal gekauft)

Diese Karte steht für die Gefühle der Stärke, Kraft und Selbstvertrauen. Sie wissen ganz genau über Ihre Stärken und Schwächen bescheid. Sie wissen und fühlen Ihre Bestimmung. Freuen Sie sich an dem, was sie erreicht haben. Leben Sie essentiell und genießen Sie jeden Tag. Sie haben die Stärke, ihre eigenen Kräfte bis zum höchsten Punkt zu mobilisieren und Sie selbst sind die Quelle dieser Stärke und Kraft. #Beherrschende Wirkung auf: Stechpalme (Keltisch: Tinne).Verbundene keltische Göttin: Sulis – Britisch/Walisische Göttin der Sonne. Farbe: Gelb – Stein: Gold Numerologie: 19

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Karte:

Herausragende Möglichkeiten. Quelle des eigenen Selbst. Glücklichkeit, Verspieltheit, Freude. Kreativität. Liebt das Leben.#Spirituell: Lebenskraft. Transformation. Regeneration.#Emotionell: Höhepunkt. Positiv. Erfüllt von Freude und Wärme. Offenherzig.#Mental: Kreativer Denker. Schnelle Auffassungsgabe. Positiver Denker.#Physisch: Stark, energetisch. Gute Verdauung und guter Gesundheitszustand. Stimuliert sich selbst und andere. Teilt Talente und Ideen. Gute Teamfähigkeit.#Ego: Stark, selbstsicher und vorwärtsgerichtet.#Seele: Expressiv, kreativer Prozess. (Quelle:   http://www.womenweb.de/ )
Hatte ich früher schon mal auf meinem WebLog auf MP-Netz veröffentlicht.

Unterwegs auf Feldwegen

Wege Auf Feldwegen unterwegs

”Gibt es noch jenes ruhige Wohnen des Menschen zwischen Himmel und Erde?
Waltet noch der sinnende Geist über dem Land?
Gibt es noch wurzelkräftige Heimat, in deren Boden der Mensch ständig steht,
d.h. boden – ständig ist?”
Johann Peter Hebel frägt dies schon, Martin Heidegger führt es fort.
Heidegger sagt: “Die Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im Innersten bedroht.”

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 018 Viele Menschen treibt es in das öde und geistlose Getriebe der großen Städte.
Sie sind der alten Heimat und dem heimatlichen Boden entfremdet. Sie sind heimatlos und vor sich selber entfremdet. All das, womit die allgegenwärtigen Medien den Hypermenschen minütlich überfallen, reizen und umtreiben, all dies ist dem heutigen Zappelphilipp viel näher als das eigene Ackerfeld und die umgegebene Natur seines Wohnortes, hier will ich mal nicht von Heimatort sprechen.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 055 Heimatvertriebene auch im Geiste, gibt Natur und Feldwege nicht mehr viel. Sie bevorzugen künstliche, virtuelle Matrixwelten.
Zur geistigen Entwurzelung und zur Nicht-mehr-Wahrnehmung des Feldweggeistes, hat Martin Heidegger in seinem Büchlein “Der Feldweg” 1989 und in seinen Vorträgen / Vorlesungen: “Zur Erörterung der Gelassenheit – Feldweggespräche über das Denken – 1959 – referiert.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 058 Feldweg – Philosophie

Der Weg zum Glück

Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der pfeil pln Kontemplation  (*) Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück

buecherhaende_160Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück

Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)

Besinnung und Beschaulichkeit Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.

Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt: „Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“

(* Kontemplation: Es ist ein Dasein und Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. – die Einübung in das Hier und Jetzt, die alle konfessionellen Rahmen übersteigt – nach meiner Auslegung)

Wege Feldwege

Ich weiß nicht was soll es bedeuten…

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… Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
(1.Strophe vom Loreleylied von
Heinrich Heine, 1823)

Manche Tage ist Melancholie mein Begleiter.

WanderburscheDer einsame Wanderer auf dem Lebensweg nach Nirgendwo

Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
(Christian Morgenstern)

Melancholie die süße Traurigkeit, ein feiner Schleier über der Seele lichtet sich zuweilen und läßt die Gedanken in die Vergangenheit schweben.
Deswegen bin ich auch ein Wolkenträumer.

Wolkenträumer

Deswegen reise ich so gerne mit den Wolken um die Welt. Es eröffnet
immer wieder neue Ausblicke und Einblicke. Vielleicht findet die Seele dann
einmal das verlassene Paradies.

Wolkenträume

In jeder Wolke wohnt ein Traum, deswegen bin ich auch ein
Wolkenträumer.

 

…

Reflexion am Abend: Was ist Glück überhaupt?

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Für ein glückliches Leben tun wir alles – und schlittern dabei von einem Unglück ins nächste. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition: bislang wußte keiner genau, was Glück eigentlich ist. Selbst die Philosophie, die der Frage seit Tausenden von Jahren nachgeht, hat bis heute nur Antworten voller Widersprüche geben können.
M.P. Seligman stellt in „Der Glücks-Faktor“ fest: Das uralte Bedürfnis, glücklich zu leben, bewegt uns alle. Ist Glück Veranlagung, Zufall? Der Autor geht dieser Frage seit Jahren nach. Sein Fazit: „Wirklich authentisches, lange währendes Lebensglück entsteht durch systematisches Trainieren der eigenen Stärke, der positiven Charaktereigenschaften und Tugenden.“ [75]

Abstrakt

Stefan Klein schreibt in „Die Glücksformel“: „Jedem begegnet das Glück anderswo. Für den einen bedeutet Glück, barfuß im Morgengrauen über eine Wiese zu laufen, für den anderen, sein Baby im Arm zu halten. Sex kann glücklich machen oder ein neues Designerkostüm, eine Bratwurst oder Mozarts Konzert No. 13 für Klavier und Orchester. Oder auch die Abwesenheit von alldem: Ein Zen-Mönch findet Seligkeit, wenn er sich in die Leere versenkt.“ [76]

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Kein Wunder ist Glück so schlecht zu fassen und zu beschreiben, weil im Grunde genommen jeder was anderes darunter versteht.
Natürlich sind schon viele Bücher über dieses Thema geschrieben worden. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Wem nutzen all die schönen Worte, wenn man immer nur liest, wie es sein könnte, wie es sein müßte und, was erstrebenswert wäre, wir aber gleichzeitig niemals darüber aufgeklärt werden, was uns eigentlich am Glücklichsein hindert.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“

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Verzichten kann auch eine Tugend sein

Weniger ist mehr

Weniger kann mehr!

”Haben Sie auch zu viele Termine, zu viele Handys, zu viel zu tun, zu wenig Zeit für Freunde, zu wenig Zeit für innere Ruhe? Ulfilas Meyer zeigt anhand neun einfacher Grundsätze, wie man die verloren geglaubte innere Freiheit wiedererlangt.”

Leben wie im Kloster Man muß sich deswegen nicht kasteien oder ärmlich wie im Kloster leben…

Übrigens besuche ich Klöster und Kirchen liebend gerne, allein die Atmosphäre hat es mir angetan. Immer wieder gerne besuche ich z.B. das Kloster Alpirsbach im Schwarzwald oder das Kloster Maulbronn.

September Maulbronn Gem 2010 045Kloster Maulbronn im September 2010
mit meiner alten Panasonic DMC-FS30
aufgenommen.

Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn

Tatsächlich könnte jeder sein Leben einfacher einrichten und damit ein Zeichen setzen, das auch die zum Nachdenken bringt, die gedanken- und kritiklos auf den eingetretenen Pfaden der Kosumgesellschaft weitertrotten. Immer noch scheinen die meisten in Kategorien von gestern zu denken, in denen alles auf Aufwand, auf „immer mehr und immer besser und immer schneller“ ausgerichtet ist. Weder weltweit noch in unserer eigenen wirtschaftlichen Umgebung werden wir aufgrund der sinkenden Wachstumsraten diesen Lebensstandard und vor allem diesen Lebensstil weiter einhalten können. Dafür sorgen schon die „Abzocker“ der Nation, die Politiker und die Globalisierung der Wirtschaft. Immer mehr Menschen werden ohnehin mit immer weniger zufrieden sein müssen, und deswegen ist Einfachheit eine Tugend, die sich für die Zukunft von selbst versteht.

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Literatur:
Krüger Tarr, Irmtraud – Vom leichten Glück der einfachen Dinge – Herder Verl. Freiburg,  1998
Thoreau, Henry D. – Walden  Diogenes Verl. Zürich,  1971

Einfachheit
Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten Zeit groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen.

Bücher- und Lesezyklus

Bücher- und Lesezyklus Bücher- und Lesezyklus 1

Leider hat sich an der Kamera etwas verstellt, die Bilder sind nicht so optimal belichtet.
Buch: Drachensturm —>

Der Drache ist erwacht
Ist der Aufstieg Chinas Deutschlands Abstieg?

China verschärft seinen Großangriff auf die Weltmärkte. Und Deutschland ist neben den USA das zweite Top-Ziel dieses aufbrausenden »Drachensturms«. Den Titel »Exportweltmeister« mussten wir bereits abgeben. Neue Champions wie der Telekomausrüster Huawei und der Kühlschrankhersteller Haier führen bereits erfolgreich vor, wie man tief in westliche Märkte eindringen kann, selbst gegen politischen Widerstand und etablierte europäische oder amerikanische Konkurrenz. Jetzt folgt im Windschatten dieser Expansionspioniere das eigentliche industrielle Invasionsheer.
Die hungrigen Aufsteiger werden alle uns bekannten Märkte auf den Kopf stellen. Sie treiben selbst Tech-Ikonen wie Apple und Samsung vor sich her. Auch die Premiumhersteller der Autobranche müssen sich warm anziehen. An der Spitze der Armada marschieren Firmen wie der neue PC-Weltmarktführer Lenovo, der Smartphone-Shootingstar Xiaomi und der Internetkonzern Alibaba, der als führender Online-Händler der Welt im Herbst 2014 in New York den größten Börsengang der Geschichte feierte. (Buchdeckeltext – Bezug Kopp-Verlag)

Um diesen Themenkomplex zu vertiefen, habe ich extra noch von Hans-Werner Sinn das Buch “Die Basar-Ökonomie” aus dem Jahre 2009 nachgeordert.
Durch die unsinnige und blödsinnige Rußlandsanktionspolitik, hat die Stümpergarde unter BK Merkel, dem Land Absurdistan Germanistan im wahrsten Sinne des Wortes einen Bärendienst beschert. Diese blödsinnige Vasallenpolitik wird mittelfristig Deutschland gehörig abhängen. Siehe auch Paul Kennedy In Vorbereitung auf das 21. Jahrhundert. S. Fischer, Frankfurt 1993;

Bücher- und Lesezyklus

Mein immerwährendes Schwerpunktthema Naturheilkunde, Volksheilkunde, Kräutermedizin (Phytotherapie) u.a.

Bücher- und Lesezyklus 3 Globalisierung – durch die aktuelle Entwicklung wieder im Fokus –

STOP TTIP und CETA

Bücher- und LesezyklusDementsprechend überladen geht es bei mir dadurch des Öfteren zu.

Bücher- und Lesezyklus Platzprobleme habe ich auch wieder

Bücher- und Lesezykluswird Zeit, daß meine Zusatzräume im Renovierungsstau fertig werden. 🙁

Gedankensplitter 1

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Das Glück der Eliten sind die Sklaven der Nation

Es wird immer klarer, daß in diesem Land offensichtlich
kleine Gruppen sich selbstbedienen können und dies
auch noch in einer unverschämten Weise bei den “Sklaven” der Nation. Das Glück dieser “Elite” ist es,
daß der “Kleine” aber leider heute dies und morgen das
wählt, ohne zu beachten, daß beide ihm (die Ober- und die Hintertanen) an den Kragen
gehen.
Und so können sie weitermachen wie schon immer ohne
Gefahr zu laufen, vom Volk abgestraft zu werden.

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Nachtgedanken 51

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Wir alle werden mehr und mehr zu außengeleiteten Menschen. Die normierten Leitwerte der Umwelt bestimmen fast ausschließlich unser Denken und Handeln. Unsere Vorstellung von Glück kann sich zwangsläufig nur noch darin erschöpfen, den Mitmenschen zu zeigen, was wir alles erreichen und konsumieren können. Unseren Stolz verdanken wir dem Neid der anderen.

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Und wenn ich dann noch so verfolge, wie einseitig bei den Meisten das Weltbild ist ….. zum GRAUSEN HaarezuBerge keine Ahnung aber überall mitschwetzen wollen
so in den einschlägigen Foren z.B. zum Euro, EU-Diktatur, Ukraine etc.
ein gutes Informationsmedium ist Deutsche Wirtschafts-Nachrichten
Denn in den Systemmedien werden wir angemichelt nach Strich und Faden 🙁

siehe Gekaufte Journalisten

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Nachtgedanken 50

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Der Mensch ist das, wozu er sich macht

„Tue etwas! Handle! Was immer Du machst, die Verantwortung liegt bei Dir!“
Erst das Engagement des Menschen schafft seine wahre Existenz. „Der Mensch ist nichts anderes als wozu er sich macht“, ist der erste Grundsatz des Existentialismus, den Jean-Paul Sartre (1905 – 1980) in „Ist der Existentialismus ein Humanismus?“ (1946) festlegt.

Wenn ich dann so die aktuelle Lage in Europa und in Deutschland Revue passieren lasse, die Schlafmützigkeit der Deutschen betrachte, die Ignoranz in der Mehrheit der Bevölkerung, nur der Weihnachtskaufrausch ist wichtig …  und all die Banalitäten des alltäglichen Hamsterradlaufens ~~~^v

ein bisschen naiv

Im Krieg entdeckt er die Hölle im Menschen. Die Feststellung „die Hölle, das sind die anderen“ ist zugleich die Bedingung der eigenen Existenz.

Sartre versuchte in seinem Drama „Die Fliegen“ den Menschen das Bewußtsein ihrer Freiheit näherzubringen: Die Menschen sind frei, aber sie wissen es nicht.
Oder wie es Erich Fromm formuliert hat: Die Angst vor der Freiheit (in seinem  Buch: Die Furcht vor der Freiheit )
Erich Fromm setzt sich in dieser Arbeit mit der Bedeutung der Freiheit für den modernen Menschen auseinander und zeigt, daß er diese Freiheit, verstanden als positive Verwirklichung des individuellen Selbst, noch nicht errungen hat.
Die gegenwärtigen politischen Entwicklungen und die Gefahren, die sich aus all den gegenwärtigen Problemen, für das Fortbestehen der Menschheit ergeben… wird von einer schweigenden Mehrheit negiert und ausgeblendet, nach dem Motto: Nach uns die Sintflut.

Nachtgedanken 49

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Mit der Verwirrung der Sprache beginnt die Verwirrung des Geistes und des Denkens.

Welche Sprache sprechen heute die Bürger der Bundesrepublik Deutschland?

Sie sprechen viele Sprachen, und sie sind in vielen Sprachen sprachlos.

Clownereien

Die deutsche Sprache durch das Fernsehen, den Rundfunk, und auch durch das Kürzelwesen von allseits beliebten Massenblättern durchgesetzte neudeutsche Gemeinsprache verhält sich zur Sprache Luthers, Goethes, Marxens, Rathenaus, Freuds wie die Sprache englischer Dockarbeiter zur Sprache Shakespeares: Londoner Dockarbeiter verfügen, wie englische Untersuchungen ergaben, über einen Sprachschatz von einigen hundert Wörtern, der Sprachschatz Shakespeares beträgt 70 000 Worte. …
Die eben angesprochene gemeindeutsche Kümmersprache erfreut sich einer besonderen Beliebtheit, wenn sie von Politikern, nicht nur zur Sommerzeit, in Wahlkampfstimmung also, sondern auch zur Winterszeit, emotional aufgeladen wird, so, daß der sie befragende Reporter vor der Fernsehkamera und mit ihm die Millionen Hörer und Seher das Stroh der Phrasen frisch gedroschen vorgesetzt erhalten – „Blüten“, die bereits Heu sind, wenn sie aus dem Gehege der Zähne (herkos odonton, bei Homer) geschleudert werden. Schlag-Worte, Reklame-Sprache,  Nicht-Sprache, Kauderwelsch, verqueres Denglisch ~~~~~~ 🙁

HaarezuBerge

Genügsam leben

Genügsam leben

"Wir denken selten an das,
was wir haben, jedoch immer
an das, was uns fehlt.
(A. Schopenhauer)

Juni 2014 - 06 - Olymp 810 - Melanie FW   JöhKapelle 098

Wenn wir uns in einer schwierigen Lage befinden, meinen wir, durch Steigerung dessen, was uns gut- tut, unsere Lage bessern zu können. Wenn wir arm sind, scheint uns Besitz alles zu sein. Wir arbeiten bis zur Aufopferung dafür, uns mehr leisten zu können. Wenn wir es schließlich erreicht haben, stellen wir fest, daß wir nicht zufriedener werden, nur weil wir mehr besitzen.
Nur selten kommt jemand von selbst darauf, daß auch Einschränkung Gewinn sein kann. Wir hoffen, Bedürfnisse und Probleme nach dem Prinzip "mehr desselben", also durch Steigerung von vorhandenen Erlebnis – und Lustspendern erzielen zu können. So ist eine grenzenlose Steigerung angenehmer Erlebnisse und Lustempfindungen schlechterdings unmöglich.

Nietzsche: "Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit."

Der Süchtige wird nicht dadurch satt, daß er immer mehr bekommt, sondern dadurch, daß er letzten Endes auf totale Befriedigung verzichtet. [13]

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Freitag der 13…

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Da habe ich erst einmal keinen Schritt aus dem Haus gemacht. 😆
Erst am späten Nachmittag ward ich draußen gesehen 😉

Terrassenwelt Klein-Lena hatte heute ihre Freundin zu Besuch bei uns, da war planschen und spielen angesagt. Es war von der Wärme her auch angenehmer, wie an den Tagen mit brütender Hitze und trotzdem schön warm (29° C Höchsttemperatur im Mittel aber 26° C)

Terrassenwelt 2 Faulenzertag

Juni 2014 - 13 - Fuji - Haus-Hof-Garten-Bunker 073 Die Arbeit kann warten

Bunkerwelt Wenn es mir zu warm ist wird hier gearbeitet – im Bunker ist es dann schön kühl

Lebensphilosophie Lebensphilosophie ist angesagt

Nachdenken + justieren

Nachdenken

Die Weisheit des Lebens
besteht im Ausschalten
der unwesentlichen DINGE.
(aus China)

Naturschönheit Naturschönheit

Diese Konzentration auf das Wesentliche praktiziere ich zwar weitgehend, aber
es gelingt mir bei weitem nicht immer. Vor allem verzettele ich mich noch sehr
gerne, will oft einfach zu viel, d.h. meine Neugier, meine Interessen sind noch
viel zu weit gefaßt.

Es braucht Licht in der geistigen Dunkelheit

Es werde Licht

Lösen sich die Menschen in ihrer sinnentleerten Virtualität auf?

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Notizen

Notiz zu Internet und Narzißmus:
Der Narzißmuskult der Spaßgesellschaft hat im weltweiten Netz das Übermedium schlechthin gefunden. Nicht umsonst werden solche “Veranstaltungen” wie “Big Brother” kultiviert und nun scheinbar wieder neu aufgelegt.
Und weil der Begriff “Spaß” ebenso leer und hohl, wie undefinierbar ist, wird er, wann immer es geht, mit Sex gleichgesetzt.

Lesen bildet

Lesen bildet

Beobachtungen psychologischer Institutionen, belegen über die letzten Jahre, eine starke Zunahme narzißtischer Persönlichkeitsstörungen in der Bevölkerung. Schuld am kollektiven Durchknallen – so vermuten die Wissenschaftler – sind nicht zuletzt die Lebensbedingungen der mobilen und vernetzten Mediengesellschaft. Die als Bedrohung empfundene Instabilität von geographischen, freundschaftlichen, familiären und partnerschaftlichen Bindungen, wird mit dem Rückzug und der totalen Konzentration auf das “Ich” und dessen Wirkung auf die Mitmenschen beantwortet.

pspt

Bunkerfunk

pspb

Ein ganzer weltweiter Industriezweig lebt vom Fitnesswahn, Gesundheitsrummel und Sporttheater.(*)
Jetzt geht es ja bald wieder mit dem Fußballzirkus los.

Wichtiger denn je zuvor 1

April 2014 - 25 - Olymp 810 - SonntSpZg Wö 023 Das Unheil steht vor der Tür

Die schöne neue Welt ist sehr bald Realität.
Soma – die Droge, die die Menschen von der Wirklichkeit beurlaubt.
Doch durch die genetische Veränderung wurde eine Hälfte der Menschheit zu Arbeitssklaven. Plötzlich fährt ein Riss durch die Gesellschaft …siehe dazu: Das biotechnische Zeitalter von Jeremy Rifkin
(wird fortgesetzt)

Nimm dir Zeit…

April 2014 - 25 - Olymp 810 - JöhlVogelP   Lena 034

Die Zeit ist nur ein
leerer Raum, dem
Begebenheiten,
Gedanken und
Empfindungen erst
den Inhalt geben.
(Wilhelm von Humboldt)

Freiflug

Dreifach ist der Schritt der Zeit;
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.
(Friedrich von Schiller, 1759 – 1802)

Symboleinheiten

Was ist überhaupt Zeit?
Wie geht man sinnvoll mit Zeit um?

Ich brauchte sehr viel Zeit, um zu lernen
Ich brauchte schon seit jeher viel Zeit,
um mich selber zu finden und zu sein.
Ich bräuchte noch viel mehr Zeit
für meine vielen Interessengebiete.

Zeit und Perspektive

Die Frage der persönlichen Entwicklung und der Lösung
der eigenen Probleme ist in hohem Maß auch
eine Frage des Zeithabens und Zeitnehmens.

Nachtgedanken 39

Wenn die Nacht hereinbricht

Kierkegaard schrieb in Entweder-Oder: “Die meisten Menschen laufen so heftig dem Genusse nach, daß sie an ihm vorbeilaufen. Es geht ihnen, wie es jenem Zwerge ging, der eine entführte Prinzessin in seinem Schlosse bewachte. Eines Tages erlaubte er sich einen Mittagsschlaf. Als er eine Stunde darauf erwachte, war sie davon. Rasch zog er seine Siebenmeilenstiefel an: mit einem Schritte war er weit an ihr vorbei.”

Klare Zielvorstellungen

Wohin-gehen_

Die häufigste Ursache für die Entwicklung von Streßsymptomen ist mit all den dazugehörigen negativen Konsequenzen die Unfähigkeit des Menschen, sich die Ruhe und Zeit zu nehmen, einmal klar zu definieren, was er sich wirklich wünscht, wovon er träumt, was seinem Leben den gewünschten Inhalt gibt.

Andacht und Stille

Ohne Ziele ist der Mensch wie ein Blatt im Wind, er ist hilflos jedem Windstoß ausgeliefert und wird rein zufällig irgendwo irgendwann landen.

Lebensgestaltung (Nachtgedanken 38)

Abendstimmung

Lebensgestaltung:
Unsere Zeit ist zu kurz bemessen, um sie mit unnötigem und belanglosem Tand und Tun zu vertrödeln.
Die Kunst ist es also, das Unwesentliche, den Ballast, zu erkennen, sich davon zu lösen, um das Wesentliche aufzudecken und zu bewahren. Deswegen müssen wir mit der Zeit haushälterisch umgehen. Wir sollten wissen und immer wieder hinterfragen, wofür wir Zeit haben (wollen) und wofür nicht.

Der erste Schritt, es sich im Leben leicht zu machen, ist, sich vom Ballast zu lösen: sich von Belastungen, von unnötigen Vorgaben und Normen zu trennen, von Druck zu befreien, die gesellschaften Erwartungen hinterfragen und  den “Rucksack” der Vergangenheit abzulegen, um nur noch mit leichtem Handgepäck zu reisen. Man kann nicht ewig in der Vergangenheit verbleiben und einer nicht optimalen Kindheit hinterher trauern. Vorbei ist vorbei.

Es sind vor allem geistige Einstellungen, die bedrückende Umstände verursachen. Unsere Gedanken steuern unser Lebensschiff.

Leuchturm-Nacht

Für alles Zeit haben wollen ist die größte Illusion jener, die überall dabei sein wollen, immer Angst haben etwas zu verpassen, von Veranstaltung zu Veranstaltung hetzen und die nie Zeit haben für die Hauptsache, für sich selbst.

Morgenstern sagt dazu:
Alles ist von Wichtigkeit,
alles ist nicht gar so wichtig.
Nur die rechte Sichtigkeit,
und du wandelst richtig.

Haltlose Welten, verlorene Fähigkeiten (Nachtgedanken 37)

Der gute Geist?

Die Situation ist verheerend: Krankheiten sind zum eigentlichen Modus vivendi geworden, wie Erschöpfung, Ausgebranntsein, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Unruhe, Langeweile, Aggressivität, Bissigkeit, Feindseligkeit, Neid, Angst, das Ringen um die Überlegenheit um jeden Preis… Viele wesentliche Begriffe sind verfälscht oder verschwommen: Sexualität, Erziehung, Sozialklima, menschliche Werte, Religionen …

Wegweiser

Menschliche Kontakte sind oberflächlicher geworden, die Menge ersetzt das bewußte Individuum. Die Selbstbeherrschung verschwindet, während Ruhe und Ausgeglichenheit nebst Zufriedenheit zu Raritäten werden. Dabei ist ein wesentlicher Faktor zur Gesundheit, die Zufriedenheit.

Schlafes Bruder
Unsere Zeit ist eine Zeit der Verdrängung.
Das bewußt denkende Individuum verschwindet. Der moderne Mensch handelt nicht mehr nach seinem Verstand oder seinen bewußten Gedanken, sondern nach seiner übersteigerten, krankhaften Emotivität.

Nichts Besonderes

Blick auf Wössingen

Blick auf Wössingen

Glück und Zufriedenheit muß man nicht in endlosen Fernen und unendlichen Höhen suchen. Glück finden wir auch nicht in spektakulären Aktionen oder Ereignissen.
Unser Sonntagsspaziergan fand schnöde und einfach in Wössinger Flur und Wald statt.

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Meine Lebensmaxime:

Es ist besser, gelassen auf Stroh zu liegen, als auf
einem goldenen Stuhl an einer üppigen Tafel
seine Ruhe zu verlieren.
(Epikur)

Bescheidenheit in der Weite

Bescheidenheit, Besonnenheit und Natürlichkeit sind Fremdwörter geworden.

Von Wert und Verfügbarkeit der Zeit

Der alte Mann und die Vergänglichkeit der Zeit Der alte Mann und die Vergänglichkeit der Zeit

“Die Zeit, die dir bisher geraubt oder heimlich gestohlen wurde oder auch irgendwie verging, halte zusammen und gehe mit ihr sparsam um. Am meisten verdienen wir Tadel für den Zeitverlust, den wir unserer Nachlässigkeit zuzuschreiben haben. Wenn du einmal darauf achten wolltest, so wirst du feststellen: der größte Teil des Lebens geht vorüber, weil man falsch handelt; ein nicht geringer dadurch, daß man nichts tut; ja, das ganze Leben, wenn man etwas anderes tut, als man eigentlich tun sollte.” (Seneca)

AbendruheAbendruhe

“Koste du nur alle Stunden aus. So wirst du dich weniger auf das Morgen verlassen, wenn du dir das Heute vornimmst. Wer das Leben nur vor sich herschiebt, dem zerrinnt es. Nichts, lieber Lucilius, gehört uns. Nur die Zeit ist unser. Sie, die so flüchtig und vergänglich ist, hat uns die Natur als einziges Eigentum überlassen. Aus ihm kann uns jeder vertreiben, wenn er es darauf anlegt. Und so groß ist die Torheit der Menschen, daß sie sich für alles, was sie einmal bekommen haben, und sei dies noch so gering und billig, verpflichtet fühlen, so daß sie sich als Schuldner vorkommen. Niemand aber ist der Meinung, er schuldet etwas, wenn er die Zeit erhalten hat, wo doch diese das einzige ist, was er nicht einmal mit Dank zurückerstatten kann.” ( Seneca )

Mentalweg zur Gelassenheit

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 Alles hat seine Zeit
das Reden und das Schweigen.
Je mehr ein Mensch auf dem Pfad zur Weisheit wandelt um so gelassener wird er.
Die stoische Philosophie und ihre Vertreter sind da Lebensgehilfen.
Marc Aurel:
In seinem Werk “Selbstbetrachtungen” schreibt er über Themen wie Zeit und Muße, Eitelkeit und Vergänglichkeit. Lebensnah und tiefgründig beantwortet Marc Aurel Fragen, die uns angesichts des Älterwerdens und des Eintritts in eine neue Zeitepoche auch heute noch bedrängen.
“Wer die Dinge, die heute existieren,
gesehen hat, der hat alles gesehen, was von
Ewigkeit her gewesen ist, und was ins
Unendliche hinaus sein wird: Denn es sind
immerfort Dinge von gleicher Natur
und gleicher Art.
Alles, was uns begegnet, ist so gewohnt,
so bekannt wie Rosen im Frühjahr und
Feldfrüchte im Sommer. Denn solch ein
Bewenden hat es mit Krankheit, Tod,
Verleumdung und Aussatz und allem,
warüber die Toren sich freuen oder
sich grämen.”

Idylle über den Müßiggang

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Sieh ich lernte von selbst, …

und ein Gott hat mancherlei Weisen mir in die Seele gepflanzt.« So darf ich kühnlich sagen, wenn nicht von der fröhlichen Wissenschaft der Poesie die Rede ist, sondern von der gottähnlichen Kunst der Faulheit. Mit wem sollte ich also lieber über den Müßiggang denken und reden als mit mir selbst? Und so sprach ich denn auch in jener unsterblichen Stunde, da mir der Genius eingab, das hohe Evangelium der echten Lust und Liebe zu verkündigen, zu mir selbst: »O Müßiggang, Müßiggang! du bist die Lebensluft der Unschuld und der Begeisterung; dich atmen die Seligen, und selig ist wer dich hat und hegt, du heiliges Kleinod! einziges Fragment von Gottähnlichkeit, das uns noch aus dem Paradiese blieb.«

Zeitintervalle
“Ich saß, da ich so in mir sprach, wie ein nachdenkliches Mädchen in einer gedankenlosen Romanze am Bach, sah den fliehenden Wellen nach. Aber die Wellen flohen und flossen so gelassen, ruhig und sentimental, als sollte sich ein Narcissus in der klaren Fläche bespiegeln und sich in schönem Egoismus berauschen. Auch mich hätte sie locken können, mich immer tiefer in die innere Perspektive meines Geistes zu verlieren, wenn nicht meine Natur so uneigennützig und so praktisch wäre, daß sogar meine Spekulation unaufhörlich nur um das allgemeine Gute besorgt ist.”

Abendstimmung
“Mit dem äußersten Unwillen dachte ich nun an die schlechten Menschen, welche den Schlaf vom Leben subtrahieren wollen. Sie haben wahrscheinlich nie geschlafen, und auch nie gelebt. Warum sind denn die Götter Götter, als weil sie mit Bewußtsein und Absicht nichts tun, weil sie das verstehen und Meister darin sind? Und wie streben die Dichter, die Weisen und die Heiligen auch darin den Göttern ähnlich zu werden! Wie wetteifern sie im Lobe der Einsamkeit, der Muße, und einer liberalen Sorglosigkeit und Untätigkeit! Und mit großem Recht: denn alles Gute und Schöne ist schon da und erhält sich durch seine eigne Kraft. Was soll also das unbedingte Streben und Fortschreiten ohne Stillstand und Mittelpunkt? Kann dieser Sturm und Drang der unendlichen Pflanze der Menschheit, die im Stillen von selbst wächst und sich bildet, nährenden Saft oder schöne Gestaltung geben? Nichts ist es, dieses leere unruhige Treiben, als eine nordische Unart und wirkt auch nichts als Langeweile, fremde und eigne. Und womit beginnt und endigt es als mit der Antipathie gegen die Welt, die jetzt so gemein ist? Der unerfahrne Eigendünkel ahndet gar nicht, daß dies nur Mangel an Sinn und Verstand sei und hält es für hohen Unmut über die allgemeine Häßlichkeit der Welt und des Lebens, von denen er doch noch nicht einmal das leiseste Vorgefühl hat. Er kann es nicht haben, denn der Fleiß und der Nutzen sind die Todesengel mit dem feurigen Schwert, welche dem Menschen die Rückkehr ins Paradies verwehren.”

(….)
(aus “Lucinde” von Friedrich Schlegel;1772-1829)

TeichidylleAbendidylle am Teich