Die Menschen werden ihre Knechtschaft lieben

Das deutsche Schaf

Eine totale Herrschaft garantiert ein genormtes Glück. In dieser vollkommen »formierten« Gesellschaft erscheint jede Art von Individualismus als »asozial«, wird als »Wilder« betrachtet, wer – wie einer der rebellischen Außenseiter dieses Romans – für sich fordert: »Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!«

„Die Menschen werden ihre Knechtschaft lieben“ – Aldous Huxley über die Schöne Neue Welt 2020: https://youtu.be/dnCepGn7pT4
Erschreckend aktuell in heutigen Zeiten, eher noch übertroffen in diesen irren Zeiten.
Das sind keine Verschwörungstheorien,  sondern das wird bitterer Ernst werden.
Fortsetzung folgt!

Mindspace und sonstige Scheinwelten (Irrwelten)

Sexköder, Scheinwelten…
Die „Stimme“ der Abweichung dreht sich immer schneller. Bereiche die einmal als abweichend, abartig oder randständig definiert wurden, werden immer mehr zur Normalität (erhoben) und auf das Feld der normalen gesellschaftlichen Konvention hin verlagert. Die Sexualität oder freie Liebe (wie harmlos das heute klingt) hat den Randbereich von Prostitution und Libertinage verlassen und ist zum gängigen Lebensstil der Babyboom-Generation geworden. Gleichzeitig erfährt die Ehelosigkeit – die im Agrar- und im Industriezeitalter eine marginale Lebensweise darstellte und im Wesentlichen auf Mönche und andere Fromme beschränkt war – im Post-Informationsalter eine Mini-Renaissance.
Nachdenklich

Die Evolution des Abweichenden ist Kult
Was den Sex anbetrifft, so scheint es, daß das, was gestern als abartig galt, heute in Mode ist, und dazu gibt es gleich eine oder mehrere Webseite (n) und Lobbygruppen, die ihr Anliegen wortreich proklamieren. Praktiken, die man gestern nur in der Psychiatrie zu sehen bekommen hätte, sind heute ganz selbstverständlich im Fernsehen oder im Internet zu besichtigen.
Wir werden Zeugen, wie das Begehren vermarktet wird …
TV-Sexualität ist eine Desinformationskampagne, so ähnlich wie TV-Nachrichten …. In einer erotisch aufgeladenen Medienumgebung aufzuwachsen hat Einfluß auf die Grundlagen der Persönlichkeit. Ich glaube, daß es unsere Sexualität verzerrt… Ich denke, die nicht enden wollende Überflutung mit kommerziell entworfenem Pseudosex, mit Vergewaltigung und Pornographie führt dazu, daß wir alle voyeuristischer werden, [aber auch die Gesellschaft immer narzißtischer wird]

Hochglanzmadonnen und sonstige Irrationen

Cyperspace: Die Devox und der Sex

Da Veränderungen im Geschäftsleben Veränderungen in den menschlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen widerspiegeln oder ihnen folgen, ist es ausnehmend wichtig zu verstehen, wie die Devox sich in unserem Leben und in der Gesellschaft manifestiert. Es gibt eine direkte Verbindung zwischen der Kontextauflösung in Bereichen wie Sexualität, Kunst, Sprache, Glauben, Krieg, Regierungsweise und Bedrohungen.
Abweichendes, Irrsinn und Perversionen…

wird zur Normalität erklärt und ausgelebt.
Sexuelle Betätigung und Leben wird zunehmend über die Grenzen des biologisch definierten Modells mit zwei Geschlechtern und Menschen hinausdefiniert.
Im Jahr 1993 legte Anne Fausto-Sterling ein Modell mit fünf Geschlechtern vor: Männer, Frauen, „Herms“ (echte Hermaphroditen, das heißt Menschen, die mit Hoden und Eierstöcken geboren wurden), „Merms“ (männliche Pseudohermaphroditen mit Hoden und dem Ansatz eines weiblichen Genitals) und „Ferms“ (weibliche Pseudohermaphroditen mit Eierstöcken und dem Ansatz eines männlichen Genitals).

Nehmen Sie dieses Zitat des Cyperkünstlers Chris Hables Gray: „Jedem das Seine. Schließlich gibt es einen virtuellen Raum namens Fuzzy Moo, wo alle Avatare niedliche, knuddelige kleine Tiere mit sexuellen Fetischen sind, Füchse, die verrückt nach Hamstern sind, und dergleichen. Mag sein, daß die Gegenwart verwirrend ist, die Zukunft wird noch viel verwirrender sein.“
Das frägt man sich öfters…

Die neuen sexuellen Landschaften werden unterschiedliche Formen von Sexualität hervorbringen, unterschiedliche Geschlechtertypen. Man gebe einem Künstler Papier und Stift, und er wird neue Arten von Genitalien entwerfen, die man nach Belieben ansetzen und abnehmen oder zumindest ein wenig verschieben kann, damit die Lage günstiger ist (Neuplatzierung der Klitoris) oder damit sie besser geschützt sind (Hoden im Bauchraum). Stellen Sie einer Erfinderin die Aufgabe, und sie wird sich neue Objekte ausdenken, die zu sexueller Erregung und zum Orgasmus führen, etwa Simulatoren, um Orgasmen zu üben, mentale Stimulation, Energie und Entspannung …
In unserer heutigen Gesellschaft gibt es Bisexuelle, Transsexuelle, Homosexuelle, Asexuelle und Intersexuelle.
Bald wird es auch Negsexuelle geben, Solosexuelle, Technosexuelle, Postsexuelle, Multisexuelle, Vrsexuelle und dann noch die guten alten „Normalen“, die sich nach dem 20. Jahrhundert zurücksehnen…. Es ist denkbar, daß wir eines Tages so viele Geschlechter haben, wie es Farben im Regenbogen gibt, und so viele Formen von Genitalien wie Muster von Blüten.“
(Literatur: Bunte Hunde – Mit abseitigen Ideen zum Erfolg – R. Mathes + W.Wacker —>
Klappentext:
Wie Geschäftsideen vom Rand ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und Manager von diesem Prinzip profitieren können, ist Thema dieses faszinierenden Buches. Der Trick besteht darin, vom Rand aus zu denken. Das wahre Geschäft schlummert irgendwo – ungeformt, ungezähmt, roh. Um das Prinzip nutzen zu können, müsse man sich „ständig Ideen und Menschen aussetzen, die fremdartig und unbequem sind, zuweilen sogar gefährlich“. Von Leonardo bis zur Computermaus beweisen zahlreiche Beispiele: dem Ungewöhnlichen gehört die Zukunft.




Der Niedergang und Verfall ist nicht mehr zu leugnen.

Macht Wohlstand dumm?

Die Tatsache, daß Wohlstand der Gesundheit nicht gerade förderlich ist, beginnt manch einer zu erahnen.

Das hat mir noch gefehlt…

Verdunkelung

Nun wird wohl das Wetter nochmals schöner und angenehmer und nun habe ich mit meinem linken Haxen (linken Fuß) Malheur. Der Fuß schmerzte mir am Montag auf meiner zweistündigen Rundwanderung beträchtlich. Entweder bin ich in letzter Zeit zu extensiv gelaufen, oder es ist eine Sehnenreizung, es könnte aber auch ein Fersensporn sein. Da bin ich mir noch nicht so sicher. Heute bin ich mal nicht gelaufen, der Fuß tat mir immer noch weh. Mal sehen wie es morgen ist? Wird es nicht besser, wird mir wohl ein Orthopäden Besuch nicht erspart bleiben. Grummel  🙁  🙁

Bücherlieferung Bücher (Geist) Nachschub

Was macht ein Fußlahmer Oskar, er steckt seine Nase in Bücher. 😆

Zwei Kapitel habe ich sogleich in “Das gierige Bündnis” gelesen. So u.a. das Kapitel über die Dämmmafia in Absurdistan Germanistan.

Klappentext zu „Das gierige Bündnis “

Schon lange sind es nicht mehr nur die großen Konzerne, die es auf das Geld der Konsumenten abgesehen haben. Auch die Behörden werden immer kreativer darin, ihre leeren Kassen auf Kosten der Bürger zu füllen. Egal, ob bei der Mülltrennung, der Fassadendämmung oder dem Bildungssystem – eine Allianz aus staatlichen Einrichtungen und Privatunternehmen bereichert sich durch überflüssige Abgaben, sinnlose Verordnungen oder gezielte Täuschungsmanöver am verunsicherten Verbraucher. Wie das gefräßige Bündnis arbeitet, und wie man sich dagegen schützen kann, das enthüllt Dieter Könnes in diesem Buch.

Im Buch “Auf der Fährte des Steppenwolfs” habe ich mir drei Kapitel zu Gemüte geführt.

Klappentext zu „Auf der Fährte des Steppenwolfs “

Zum 50. Todestag von Hermann Hesse am 9. August 2012 erlebt Hans-Jürgen Schmelzers große Biographie eine überarbeitete Neuauflage. Hierin wird nicht allein Hesses Leben und Werdegang beschrieben, sondern auch Inhalt, Entstehungs- und Wirkungsgeschichte seiner Werke, die weltweit verbreitet sind. In mehr als fünfzig Sprachen übersetzt, ist der Nobelpreisträger von 1946 der meistgelesene deutschsprachige Autor des 19. und 20. Jahrhunderts.

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Hermann Hesses Roman »Der Steppenwolf« wurde 1927 veröffentlicht. Ort der Handlung ist Zürich in der Mitte der 1920er Jahre. Der Protagonist Harry Haller leidet unter der Zerrissenheit einer geistlosen Zeit, die von Krieg, Umbruch und Orientierungslosigkeit geprägt ist. Er findet aus seiner Existenzkrise, indem er erkennt, dass der Mensch aus vielen Seelenteilen besteht und er das Leben mit Humor (oder sogar Galgenhumor) annehmen muss.

Abgang

So nebenbei bemerkt: Wenn ich dann den geistigen Dünnschiß, den narzißtischen Quark in einschlägigen Klugscheißer – Schmiermedien a la FAZ, Spiegel oder der Zeit u.a.– über Hermann Hesse und seine Literatur lese, bekomme ich Abgangskrämpfe. Da weiß ich jedesmal, warum ich all diese Machwerke nicht mehr kaufe und lese. Das ist die einzige Sprache die sie verstehen und sie trifft: Nicht Lesen, nicht Kaufen.

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In die Tonne mit all dem Mist

Die Gleichgültigkeit unserer heutigen Kultur gegenüber der Vergangenheit – die nur allzu leicht in aktive Feindseligkeit oder Ablehnung umschlägt – liefert den schlagendsten Beweis für den Bankrott dieser Kultur.

Lese zur Zeit

Bucherkletterer

Der Tag hat zwar nur 24 Stunden, aber trotz dem schönen Wetter, muß auch noch Zeit für Bücher vorhanden sein.

Buchlektüre Buchlektüre 1

Ist der Mensch ein Auslaufmodell? Eine philosophische Betrachtung

Seit zweieinhalbtausend Jahren fragen Philosophen: »Was ist der Mensch?« Doch seit einigen Jahrzehnten arbeiten Naturwissenschaftler und Mediziner mit ungekannter Dynamik an seiner Neuschöpfung. Der Philosoph und Journalist Jürgen Wiebicke stellt die dringliche Frage, wie weit wir ihnen folgen wollen.
Organtransplantation, Altersforschung, Sterbehilfe, Hirndoping, Roboterethik, Gentechnik: Die Umbauarbeiten am Projekt Mensch verlaufen in rasantem Tempo. Bioingenieure und Nanoforscher, Informatiker und Neurowissenschaftler versuchen alles, um Adam und Eva zu optimieren. Werden wir schon bald aufhören, vom Menschen als Menschen zu sprechen, weil wir in nicht allzu ferner Zukunft posthumane Wesen sein werden?
Fest steht, dass das alte System unserer moralischen Überzeugungen nicht mehr funktioniert, dass wir uns entscheiden müssen: Ist der Mensch noch etwas Besonderes oder nur ein Tier unter Tieren? Müssen wir uns technologisch verbessern, damit wir klüger, schöner, glücklicher sein können? Oder dürfen wir so bleiben, wie wir sind?
Jürgen Wiebicke besucht die wichtigsten ethischen Großbaustellen unserer Zeit, auf denen darum gerungen wird, ob die Würde des Menschen noch als Fundament taugt. Denn es ist an der Zeit, gemeinsam neu über die Idee vom guten Leben nachzudenken. Ein kluges, informatives und brillant geschriebenes Buch, das hilft, in Zeiten tiefer Verunsicherung eigene Antworten zu finden auf die Frage:
»Wie will ich leben?«.
(Kiwi-Verlag)

Das Projekt der Menschheit: Wahnsinn mit Methode geht unvermindert weiter.

Oft lese ich mehrere Bücher gleichzeitig bzw. arbeite gleichzeitig mehrere Bücher durch. Denn wie Romane liest man solche Bücher ja gewöhnlich nicht.

Leselektüre Die Kunst des Zweifelns:
KLAPPENTEXT

Die philosophische Skepsis ist eine Form der Lebenskunst, die in unserer auf Gewissheit versessenen Zeit in Vergessenheit geraten ist. Demgegenüber zeigt dieses Buch, dass das skeptische Philosophieren mit seiner Vorliebe für die Vorläufigkeit neue Freiräume des Urteilens und Handelns eröffnet. Der Autor führt in 33 Lektionen zu alltäglichen Themen wie Geld und Reisen, Politik und Religion, Gesundheit und Liebe allgemeinverständlich in die Kunst des Zweifelns ein. Am Ende jeder Lektion wird der Leser eingeladen, in Gedankenexperimenten den Zweifel einzuüben. Ein hochwirksames Gegengift gegen die falschen Sicherheits-und Glücksversprechen, denen wir täglich ausgesetzt sind.

Das Buch “Warnungen einer Biologin” habe ich vor vielen Jahren ja schon einmal gelesen. Aus aktuellen Anlaß lese ich es nochmals durch.

Leselektüre
1995 erschienen in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft.
Schlagwörter: Kognitive Orientierung, Subjektive Theorie, Psychoanalyse Die Frage nach dem menschlichen Wirklichkeitsverständnis, nach dem Wesen des denkenden und handelnden Umgangs mit der äußeren und inneren Welt, ist gerade in der gegenwärtigen, von individuellem Orientierungsverlust und kollektiven Krisen geprägten Welt von besonderer Aktualität. Der Mensch steht mit seinen inneren Wünschen, Bedürfnissen, Erwartungen und Bewertungen der äußeren, oftmals irritierenden, erregenden, mitunter als bedrohlich empfundenen Wirklichkeit gegenüber und sucht diese mit seinen Möglichkeiten des Erfassens, Erkennens und Denkens zu erschließen. Er sucht Sicherheit, Orientierung und Stabilisierung. Sein Denken wird geleitet durch das Streben, die ihn umgebende Wirklichkeit mit den inneren Bedürfnissen, Wünschen, Erwartungen und Bewertungen in Einklang zu bringen, sie dort, wo sie nicht ausreichend zu vereinbaren oder nicht erträglich ist, umzubilden, sie gegebenenfalls auch neu zu bilden: in Traum, Phantasie und Illusion, durch perverses und fetischistisches, apokalyptisches und psychotisches Denken.

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Auch dieses Buch habe ich schon vor Jahr und Tag gelesen. Aber es kommt bei mir öfters vor, daß ich ein Buch mehrmals lese.

Lustbarkeit: Reise-Rummel

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Reisen ist des deutschen Michels Lust.
Aber hat das Wort in seinem ursprünglichen Sinne noch Gültigkeit? Müßte man nicht richtiger von Ortswechsel, Heimflucht, Protzentum, Angeberei oder Imponiergehabe sprechen? Goethe hat von seiner Italienfahrt eine Bereicherung seines Geistes und eine Reifung seiner Persönlichkeit mitgebracht. Was wir Heutigen aus Sizilien mit nach Hause bringen, sind Abstumpfung, kitschige Souvenirs und eine Menge miserabler Diapositive oder neuerdings Speicherkarten voll von digitalen Bildern. Daß es freilich auch zu Goethes Zeiten hohlköpfige Reisende gegeben hat, beweist ein Aphorismus des ostpreußischen Schriftstellers und Theologen Gottlieb von Hippel aus eben jenen Jahrzehnten: „Zu den meisten Reisenden könnte man sagen: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in sein Vaterland!“ An solchen Gestalten wird es wohl niemals fehlen. Heute treten die Handtuch – Teutonen überall auf und fallen gewöhnlich peinlich auf. Es ist nur, daß ihre Zahl mit dem riesenhaften modernen „Reise-Service“ von heute ins Ungemessene gestiegen ist, so daß sie mit den gegebenen Möglichkeiten und gesteigerten Ansprüchen dem fliegenden Jahrmarkt geradezu künstlich in die Arme getrieben werden. 🙁

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Ein Badestrand. Sonne. Ein Wurf halbnackter bis ganz nackter Menschen, dicht gedrängt wie Rettiche im Frühbeet. Viel Sand. Noch mehr Wasser. Farbige Tupfen von Bademänteln, Bikinis und Sonnenschirmen. Irgendwo ein Musikpavillon, der Krach macht. … die Musik plärrt den lieben langen Tag.
Die Stenze und Gockel flanieren vor den gackerten Hühner auf und ab. 😆
Abends in den Tavernen wird sich der Rotwein hinter die Binde gekippt und die gleiche Narzißten-Schau geht ab.

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Ob es sich um Bilder aus Korsika oder Miami handelt: – Strand! Um einen Reiseprospekt für Irland oder Spanien: – Strand! Strand! Strand!
Man könnte sie gegeneinander auswechseln, diese menschendurchwimmelten Strände aller Zonen, ohne daß man es merkte. Und doch sind sie in ihrer tödlichen Einförmigkeit für den modernen Urlauber der siebente Himmel, ohne den auch die herrlichste Reise schal und ohne Mittelpunkt bliebe. Sie sind gleichartig wie Hühnereier und ohne jegliche Eigenart wie die jeweilige Mode.
Das sind dann auch die beliebten Gesprächsthemen. Nun, Frau Meier! Wohin geht es denn dieses Jahr…Urlaub, mein Haus, mein Garten und mein Auto…  🙁
Die wirkliche Realität geht an all diesen Menschen vorbei. Sie leben in ihrer eigentümlichen Matrix. Wunnebar Alles Wunnebar!

Wasser, Sand und Sonne – nichts als beschönigende Kulissen für jenen Selbstzweck, der auch hier der eigentliche Lebensinhalt ist, ohne daß er je beim richtigen Namen genannt wird: den Rummel und die Banalität! Die große Schau des Modischen, den Laufsteg des Sexuellen, die Narzißten-Schau, die nächtliche Parade des Allzumenschlichen.

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Die Erkenntnisse der Woche

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Es gibt zu viele Spatzenhirne mit Löwenmaul

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Allgegenwärtige Degeneration der Werte und des Geistes

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Der moderne Mensch und seine Zukunft:
Dieses Buch Erich Fromms ist ein ehrgeiziges Unterfangen: Es will die seelische und geistige Erkrankung der gegenwärtigen Gesellschaftstruktur auf den Begriff bringen. Fromm ist sich wohl bewußt, daß es schwierig ist, von einer „Menschheitsneurose“ zu sprechen. Beim einzelnen Neurotiker hat man als Kontrast die Gruppe der angeblich normalen Menschen, die unauffällig funktionieren und keine manifesten Symptome aufweisen.

Fromm verweist auf die hohe Zahl der Morde, Selbstmorde und Alkoholiker in den Kulturländern, um daraus die Schlußfolgerung abzuleiten, daß es um die sogenannte „Normalität des Kulturmenschen“ schlecht bestellt sei. Wo aber Millionen Menschen an seelischen Ausfallserscheinungen leiden, ist es vielleicht besser, von „Defekt“ anstatt Neurose zu sprechen.

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Wir stehen offenbar vor der Tatsache, daß der Zivilisationsprozeß den Menschen nicht zur seelisch-geistigen Reife führt, sondern aus ihm nur eine Karikatur dessen macht, was er von seinem Wesen her sein könnte.

Wie es um unsere Gesellschaften bestellt ist: Dekadenz und Verfall

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https://www.youtube.com/watch?v=HL1UzIK-flA

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Welche Zukunft daraus erwächst brauchen wir nicht erörtern.
Spätrömischer Verfall und Dekadenz ist ein Stichwort.

Musik für Epileptiker
https://www.youtube.com/watch?v=RbYazzP7VXE

Schräge Vögel

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Der Histrio wird  zum
dominierenden Typus unserer Zeit.
Merkmale Histrionische Persönlichkeiten:
1. Dramatisierung der eigenen Person, theatralisches
Verhalten, übertriebener
Ausdruck von Gefühlen
2. Andauerndes Verlangen nach Aufregung
und Anerkennung, Egozentrismus
3. Leichte Beeinflussbarkeit
4. Oberflächliche und labile Affektivität
5. Unangemessen verführerische Erscheinung
und entsprechendes Verhalten,
oft verbunden mit sexuellen Problemen
6. Übermäßiges Interesse an körperlicher
Attraktivität

Dieser übersteigerte Egomane bzw. Narziß ist immer häufiger anzutreffen.
Bezeichnend ist auch das an Suchtverhalten erinnernde SmartPhone – Verhalten.
 

Literaturtipp
Winterhoff-Spurk, P.: Kalte Herzen –
Wie das Fernsehen unseren Charakter formt. Stuttgart: Klett-Cotta 2005.
Gehirn& Geist Nr. 10/2005 – Der mediale Mensch – Wie das Fernsehen die Persönlichkeit formt

Eine Gesellschaft des Spektakels

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1967 stellte schon Guy Debord in “Die Gesellschaft des Spektakels” fest:

“Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.”

Erich Fromm hat diese Charaktere in den Spektakelgesellschaften – als den “Marketing-Charakter” oder die “Marketing-Orientierung” (der in die Konformität der öffentlichen Meinung oder aktueller Moden flieht und seinen Selbstwert dadurch definiert, daß er in den Augen der anderen als etwas gilt.) beschrieben.
Erich Fromm: Ich habe die Bezeichnung „Marketing-Charakter“ gewählt, weil der einzelne sich selbst als Ware und den eigenen Wert nicht als „Gebrauchswert“, sondern als „Tauschwert“ erlebt.

Peter Winterhoff-Spurk (Prof. für Psychologie an der Uni Saarbrücken) beschreibt dieses Spektakelmenschexemplar sehr zutreffend als den Histrio, die Fortführung des Narzißten in moderen Medienspektakelzeiten, in seinem Buch: Kalte Herzen – Wie das Fernsehen unseren Charakter formt – Klett-Cotta, 3. Aufl. 2009

Moderne Welten Sprachlos im Spektakel

  Sprachlos in der Spektakelwelt

»Aber freilich […] diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen vorzieht […]; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße, als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.«
(Feuerbach: Das Wesen des Christentums, Vorrede zur zweiten Auflage.)

Es braucht Licht in der geistigen Dunkelheit

Es werde Licht

Lösen sich die Menschen in ihrer sinnentleerten Virtualität auf?

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Notizen

Notiz zu Internet und Narzißmus:
Der Narzißmuskult der Spaßgesellschaft hat im weltweiten Netz das Übermedium schlechthin gefunden. Nicht umsonst werden solche “Veranstaltungen” wie “Big Brother” kultiviert und nun scheinbar wieder neu aufgelegt.
Und weil der Begriff “Spaß” ebenso leer und hohl, wie undefinierbar ist, wird er, wann immer es geht, mit Sex gleichgesetzt.

Lesen bildet

Lesen bildet

Beobachtungen psychologischer Institutionen, belegen über die letzten Jahre, eine starke Zunahme narzißtischer Persönlichkeitsstörungen in der Bevölkerung. Schuld am kollektiven Durchknallen – so vermuten die Wissenschaftler – sind nicht zuletzt die Lebensbedingungen der mobilen und vernetzten Mediengesellschaft. Die als Bedrohung empfundene Instabilität von geographischen, freundschaftlichen, familiären und partnerschaftlichen Bindungen, wird mit dem Rückzug und der totalen Konzentration auf das “Ich” und dessen Wirkung auf die Mitmenschen beantwortet.

pspt

Bunkerfunk

pspb

Ein ganzer weltweiter Industriezweig lebt vom Fitnesswahn, Gesundheitsrummel und Sporttheater.(*)
Jetzt geht es ja bald wieder mit dem Fußballzirkus los.