Blick über Jöhlingen hinweg nach Wössingen – Zementwerk
Drei Tage immer auf Achse das schöne Frühlingswetter ausnutzen.
Drinnen kann ich immer noch bei schlechterem Wetter renovieren.
Die Gartenpflanzen wachsen von alleine, da brauche ich nicht dauernd rumfummeln. 😆
auf meinen Lieblingswegen unterwegs (hier in Jöhlingen)
Jöhlingen Bereich Wirnstal / Weiherbach
Es war wirklich ein schöner Frühlingstag mit erreichten 22° C Temperatur in freier Feldflur, leider teilweise oben auf dem Berg frischer Wind.
Wer? Er? Nein! – der Frühling war da und verschwand wieder~~~~
Dabei fing der Tag so vielversprechend an. Blauer Himmel am Vormittag, ab Mittag allerdings schon mehr Wolken und plötzlich am Nachmittag war der Himmel wieder zu. Fast 20° C wurden erreicht. Unterwegs wunderbarer Vogelgesang und immer mehr Farbtupfer in der Natur. Osterwetter war wahrlich nicht berauschend. Vorgestern hatten wir Nachts sogar ein kurzes Gewitter mit Hagelschlag und stärkeren Regenfällen. Meine Motivation war auch nicht sehr ausgeprägt, ein größeres Schlafbedürfnis war angesagt und Lust auf Computer und Internet nicht vorhanden. Kein Wunder, nach wie vor fährt der Luftdruck Achterbahn, rauf und runter in kurzen Abständen. 🙁
Jedoch zog mich heute das Wetter hinaus zum längeren Waldrundlauf.
Beginn im Gewann Katzenberg – das Streichental hinunter –
Im Streichental (Weingarten) – hier war der Himmel schon ziemlich eingetrübt um 14: 30h ein etwas frischerer Luftzug war auch zu bemängeln.
Am Ausgang des Streichentals bei der B3 zwischen Weingarten und Untergrombach
Blühende Sträucher – Blick in die Rheinebene
Trotzdem war ich guter Dinge und die Bewegung und frische Luft hat mir gut getan.
Weiter ging es dann den Galgenberg entlang und durch die Ungeheuerklamm durch – am Ende derselbigen den hinteren Katzenberg hinauf zurück zum Ausgangspunkt. Immerhin war ich über drei Stunden ohne Fahrzeiten unterwegs.
Die Ungeheuerklamm zurück
an solchen Samstagen besuche ich doch lieber den Hasen und den Wurm…
bevor es mir einfiele Einkaufen zu gehen oder gar noch in die Großstadt (Karlsruhe) zu fahren. Wie mir berichtet wurde, waren wieder genug Blödels, Muffels und sonstige Alö unterwegs. Viele Leute dränglerisch und unverschämt, wie wenn sie halbwegs am verhungern wären und es viele Tage nichts mehr zu kaufen gäbe. Die Einen stürzen sich ins Einkaufgetümmel, die Anderen auf der Flucht in den Süden ~~~~~. Überhaupt ist es nicht mehr normal, was auch aus Ostern gemacht wurde. Wie Weihnachten Kauf- und Geschenkorgien, Freßgelage, nur der eigentliche Hintergrund all dieser Feiertage ist den meisten Menschen verloren gegangen. Die Dekadenz- und Verfallserscheinungen sind nicht mehr zu übersehen.
blühende Bäume und Sträucher auf dem Knittelberg Grötzingen
Blick vom Grötzinger Knittelberg in die Rheinebene
herrlich wenn die Natur wieder erblüht
Blick auf Grötzingen, das Gartencenter und in die Rheinebene
auf lieblichen Lieblingswegen unterwegs – Weg vom Bergwald zum Knittelberg
Oberhalb von Grötzingen (Malerdorf Grötzingen, Stadtteil von Karlsruhe)
Malerkolonie Grötzingen
Jetzt merkt man jeden Tag wie er die Natur voranbringt.
Bei uns war heute wirklich mal ein echter Frühlingstag. Schöner blauer Himmel
mit weißen Wolken, nicht mehr so ein blöder, kühler Wind und echte 15° C, im südlichen Hofbereich sogar 20° C. Leider nur ein kurzes Gastspiel, Ostern wieder bewölkt und Regenschauer laut Wetterbericht. 🙁
In ein oder zwei Wochen wird es hier wieder herrlich sein, wenn alles grünt und blüht und das Vogelkonzert gehört werden kann.
Blick auf den Turmberg, Grötzingen und Durlach
Blick auf Grötzingen, Karlsruhe und Schnellstraße sowie Autobahn Basel – Frankfurt. Am Karfreitag schon sehr starker Verkehr mit vielen ellenlangen Staus. Jedes Jahr das selbe Theater, ein Volk auf der Flucht – wohin?
Zwischen Bergwald und Knittelberg (Berghausen und Grötzingen) unterwegs
beim Spielplatz am Naturfreundehaus Grötzingen
”Wenn man ihm seine volle Aufmerksamkeit
schenkt, wird selbst ein Grashalm zu einer
geheimnisvollen, unglaublichen, unbeschreiblich
wunderbaren Welt.”
(Henry Miller)
Hört die Signale: Ostern ist bald hier!
Mistelbaum (Mistel= sind halbparasitische, epiphytische Sträucher; wächst als Halbschmarotzer auf Bäumen – Mistel wird zur Unterstützung des Blutdrucks eingesetzt und teilweise auch in der alternativen Krebstherapie. Ferner findet sie Anwendung bei geschwächtem Herzmuskel und in der Homöopathie.
Die anthroposophische Misteltherapie ist heute weit verbreitet
Hohlweg runter nach Grötzingen
Wiese beim Naturfreundehaus Grötzingen – Blick in die Rheinebene – im Hintergrund Pfälzer Wald.
Weiter in Richtung Süden gefahren aber auch dort war der Frühling noch nicht so richtig angekommen. Korrekterweise muß man jedoch sagen, der Frühling kommt bei uns nicht aus dem Süden, sondern aus Südsüdwest. Laut der Phänologie-Wissenschaft zeigt die Salweidenblüte den Beginn des Erstfrühlings an, die Apfelblüte ist die Vollendung des Vollfrühlings und die Blüte des Holunders und der Heckenrose ist der Frühsommer. Der Frühling braucht pro Breitengrad (111km) etwa drei bis vier Tage um aufwärts in Deutschland zu wandern. So blüht der Apfelbaum in Hannover Anfang Mai in Stockholm aber erst Ende Mai.
(Siehe Apfelblütentagebuch)
Nach verschiedenen Karten ist bei uns der Apfelblütenbeginn vom 20. April bis 28. April, also am frühesten in Deutschland.
Der Turmberg ist der 256 m ü. NHN hohe Hausberg des Karlsruher Stadtteils Durlach ( Karlsruhe-Durlach)
Frühling wo bist du?
Blick vom Turmberg auf Durlach und in die Rheinebene
Blick in Richtung Karlsruhe (die Straße in der Mitter ist die Durlacher Allee )
Stadt als Moloch ist für mich immer aus solcher Perspektive am sehenswertesten.
Die Menschenansammlungen ist nicht so mein Ding.
Blick auf Durlach und Karlsruhe
Hier oben – gleich hinter dem Turmberg – ist die Sportschule Schöneck und noch ein Stückchen weiter ein großer Spielplatz und Waldseilpark – Kletterpark.
Turmbergturm Durlach von vorne
Übrigens fährt auf den Turmberg eine Bergbahn (Sie wurde am 1. Mai 1888 eröffnet und ist damit die älteste fahrbereite Standseilbahn in Deutschland)
Es ist nicht kalt, es schneit auch nicht, kein Frost und doch ein irgendwie lahmer Frühling. 🙁 Auf und ab geht es auch mit dem Luftdruck und ebenso rebellisch verhält sich mein Kreislauf. Trotzdem war ich fleißig unterwegs.
Blick auf Burg/Schloß Obergrombach aus südlicher Richtung
nochmals Burg/Schloßblick Obergrombach
Blick auf Obergrombacher Weinberge
Blick auf Heidelsheim (Stadtteil von Bruchsal)
Am nächsten Tag war ich rings um Bruchsal unterwegs. Der Himmel meistens bleiern blau und die ganzen Tage ein unterschwelliger kühler + leichter Wind.
Dort ist ja auch der Bruchsaler Golfplatz, der erschien mir aber so öde und kahl und nicht wert für Bilder. Da ist der Wössinger Golfplatz schöner.
Schnellbahnbrücke bei Heidelsheim
Auf der anderen Seite – oberhalb von Bruchsal Obstbaumwiesen
Blick in die Rheinebene hinter Bruchsal in Richtung Ubstadt-Weiher
Naturdenkmal Jagdhütte bei Bruchsal
Durch dieses Naturdenkmal bin ich auch noch durchgewandert. Später durch Bruchsal gefahren, war nicht so erfreulich. Feierabendverkehr und haufenweise Menschen aller Farbschattierungen, aber lassen wir das Thema sonst geht mein positiver Eindruck flöten. 🙁
Blich vom Michaelsberg auf Obergrombach
Im Hintergrund am Wald entlang verläuft einer meiner Lieblingswege, auf der anderen Seite von Obergrombach.
Auch rechts am und im Wald laufe ich gerne. Dort sind ein paar tief eingeschnittene Waldtäler. So zum Beispiel auch die Ungeheuerklamm – laufe dann auch gerne am Waldrand zur Rheinebene hin, dort sind alte Weinberge und geschützte Streuobstwiesen. Das ist jetzt zur kommenden Obstbaumblüte wieder sehr erbauend, auch im Frühsommer ist es dort besonders herrlich.
Obergrombach Weinberge und Kirche
Die Feldflur ist noch sehr braunerdig
Obergrombach Kirche und alter Burgteil
Blick auf den Katzenbuckel – im Hintergrund der Bruchsaler Sendeturm.
Die glitzernden Dächer gehören zur Bundeswehr-Schießanlage der Eichelbergkaserne. Dort habe ich 1970/1971 auch meine Schießausbildung bekommen. Allerdings war ich nicht in der Eichelbergkaserne, sondern in der Dragonerkaserne stationiert (ABC-Abwehrbataillon 210 (ABCAbwBtl 210/Dragoner-Kaserne). Weil die Dragoner – Kaserne ja in der Stadt war, mußten wir immer zum Eichelberg hinauf, um Schießausbildung, Gefechtsübungen, so auch Schützengrabenhüpfen und Maulwurf spielen, Panzerfaustschießen und sonstige Indianerspielchen zu veranstalten) Wobei ich anmerken muß, für Ernst genommen habe ich all diese Dinge nie. Auch damals wollte man uns schon für blöd verkaufen, was die Atomkriegsführung, ABC-Waffen etc. betrifft . B= Biologische Waffen, C= Chemiewaffen. Vor allem habe ich immer betont, daß ich nicht willens war mich als Kanonenfutter für die Amis verheizen zu lassen.
Anmerkungen:
An die Kaserne angeschlossen ist eine Standortschießanlage (StOSchAnl) und ein Standortübungsplatz (StOÜbPl).
Katzenbuckel= Eine Besonderheit ist die Erhebung Katzenbuckel auf dem Standortübungsplatz. Auf diesem Höhenrücken befindet sich eine Graslandebahn, die von der Transall C-160 genutzt werden kann.
Frühling schläfst du noch oder wo bist du? Bist du schon auf dem Weg? Ich warte sehnsüchtig auf dich!
Der Osterhase ist schon in Sicht – der hoppelt da unten rum –
Hier hat der Frühling schon gefärbt – lauter Gänseblümchen – sie sind so klein und unscheinbar, aber ich mag sie sehr gerne.
Durch dieses Tor muß er kommen
Noch ein Frühlingsbote – am südlichen Michaelsberg Obergrombach.
wenn die rätschelnde Elsternplage so beieinander hockt, ist der Frühling nicht mehr fern. Da muß ich bei uns im Garten auch wieder aufpassen, daß sie dort kein Nest bauen.
Michaelskapelle auf dem Michaelsberg Obergrombach
Blick in Richtung Norden – Mannheim –
Blick auf Kühltürme vom KKW Philippsburg
Das Kernkraftwerk Philippsburg(KKP) befindet sich nahe Philippsburg im Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg.
Im Angedenken an meine verstorbenen Angehörigen zünde ich immer ein paar Kerzen an.
Frühlingserwachen auf dem Michaelisberg Obergrombach
Heute war ich auf dem Michaelisberg und in den Weinbergen von Obergrombach unterwegs, später auf der anderen Seite.
Heute hatte ich auch mal wieder meine große Kamera mit dabei.
Es war wirklich ein strahlend blauer Himmel.
Leider, besonders hier oben, ein strenger, kalter Ostwind.
Blick auf Untergrombach und weitere Ortschaften in der Rheinebene in Richtung NW – leider in der Ebene mal wieder sehr diesig – die Pfälzer Berge (Pfälzerwald) hat man vor lauter diesiger Dunstglocke nicht gesehen.
Blick auf Untergrombach in südlicher Richtung im Talschlauch nach Obergrombach
Blick in Richtung Weingarten – Weingartener Baggersee und Karlsruhe besonders Dunst und keine Fernsicht. Trotzdem waren heute schon genug Leute hier oben.
nochmals Michaelskapelle von vorne.
Weithin sichtbar ragt der geschichtlich bedeutsame Michaelsberg (272m) mit der ihn krönenden Kapelle aus dem Westrand des Kraichgauer Hügellandes hervor.
”Jetzt zieht der Jakobsweg von Osten nach Westen durch den Kraichgau, die „Toskana Deutschlands“. Das Klima hier ist südlich, die Sonnenscheindauer hoch, es gibt herrliche Wälder, Wiesen, viel Wasser und einen guten Wein.”
(Aus dem Neckartal in die “Toskana Deutschlands” Jakobsweg)
Es geht aufwärts mit der Natur und auch mit mir 🙂
Heute hat mich das Hochdruckwetter hinaus gelockt, es war zwar nur mäßig warm mit 11° C – im geschützten Südhofbereich waren es zwar 15° C – aber draußen in der Natur war es doch noch frisch. Nachts ist es bei solcher Wetterlage auch noch kühl (aktuell noch + 5° C bei sternenklarem Himmel)
Weg zwischen Obergrombach und Helmsheim (Stadtteil von Bruchsal)
Am Horizont war der Himmel halt doch noch diesig und nicht mehr so klar in der Fernsicht. Trotzdem war es bereichernd und wohltuend für mich, mal wieder ausgiebig laufen zu können ohne gravierende Erkältungsbeschwerden.
Blick in den Kraichgau (im Hintergrund Neibsheim Stadtteil von Bretten)
Auch hier schon Frühblüher am Wegesrand
Nur Klein-Lena war überhaupt nicht begeistert von meinem “Ausreißen” – aber sie mußte ja ihre Hausaufgaben für die Schule machen.
…und für sehr viele Ausruhpausen. 😆 Denn irgendwie plagt mich auch eine gewisse Frühjahrsschlappheit.
So richtig hergestellt bin ich gesundheitlich auch noch nicht 🙁
Klein-Lena ist ganz heiß auf Bücherumräumaktionen und Entstaubungen derselbigen und animiert mich dazu.
Das Wetter reißt einem nicht vom Hocker…
Es ist zwar nicht kalt mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 10° C, aber gestern und heute doch “naßkalt” – es kommt einem kälter und ungemütlicher vor wie es ist, durch den frischen Wind. Von Frühling ist noch nichts zu sehen.
Bis wir ringsum fertig sind ist bei meiner Arbeitsweise bald wieder Winter…
Plane schon eifrig meine Hügelhüpfertouren und kann es nicht abwarten…
natürliche Landschaft, ursprüngliche Wege
”Wer die Natur liebt, dessen innere und äußeren Sinne stehen noch wahrhaft
im Einklang miteinander; er hat sich den Geist der Kindheit bis ins Mannesalter
erhalten. Sein Umgang mit Himmel und Erde wird Teil seiner täglichen Nahrung…
Nicht alleine die Sonne oder der Sommer zollen ihren Freudentribut, sondern
jegliche Stunde und Jahreszeit; denn jede Stunde und jeder Wechsel entspricht
einer anderen Geistesverfassung und bestätigt sie.”
(Ralph Waldo Emmerson: Die Natur – 1990, S.88)
Kraichgauer Naturlandschaft bei Obergrombach
Für mich ist diese “Einfachheit” der Landschaft, diese unspektakulären Feldwege
trotzdem immer wieder ein erhabenes Erlebnis im Sinne von Martin Heidegger und seinem: Der Feldweg (Klostermann Verlag – bebilderte Sonderausgabe – 4. Auflage 2010)
”Dieselben Äcker und Wiesenhänge begleiten den Feldweg zu jeder Jahreszeit mit einer stets anderen Nähe” (s.o.)
Blick auf die Obergrombacher Weinberge und weitere Lieblingswege
”Das Einfache verwahrt das Rätsel des Bleibenden und des Großen. Unvermittelt kehrt es bei den Menschen ein und braucht doch ein langes Gedeihen.” (w.o.)
”Die Weite aller gewachsenen Dinge, die um den Feldweg verweilen, spendet Welt.”
(Martin Heidegger: Der Feldweg – S. 17)
unscheinbarer Feldweg auf Wössinger Gemarkung
Wer keinen “Draht” dafür hat, wer keinen Sinn dafür entwickelt hat, dem gibt es in der Tat nicht viel. Dieser Mensch geht achtlos an so Vielem vorbei, nicht zuletzt auch an seinem eigenen Leben. Er lebt es nicht selber, sondern er wird gelebt.
Auf Obergrombacher Gemarkung unterwegs
Das Wetter war zwar wirklich nicht toll. Grau in grau lag Hochnebel über der Landschaft. Mit 6° C war auch keine Überhitzungsgefahr gegeben. Trotzdem tat es mir sehr gut so langsam wieder in den Wanderungsmodus zu gelangen.
Allein die Grüntöne sind schon angenehm für das Auge
Diese weitläufige sanfte Hügellandschaft (Kraichgau) liebe ich
Blick in die Rheinebene – da sieht man genau wie diesig es besonders dort war.
Auf jeden Fall einer meiner Lieblingswege
Anschließend ein deftiges Vesper und später ein schönes warmes Bad, was will der Mensch noch mehr… 🙂
…und trotzdem gehe ich immer wieder gerne die gleichen Wege.
Ja, ich habe viele Lieblingswege die ich immer gerne wieder laufe.
Und trotzdem denke ich in letzter Zeit sehr oft daran, wie viele
Wege und Flecken es doch noch in meiner näheren Umgebung gibt,
die ich noch nie gelaufen bin noch nie gesehen habe.
Gerade gestern liefen wir einen Weg hier bei uns, den wir auch
länger nicht gelaufen sind. Deswegen wird es auch nie langweilig
solche Wege in der näheren Umgebung zu laufen.
Mit jedem Spaziergang, mit jeder Betrachtung weitet sich
das heimatliche Umfeld zum Universum aus.
”In der jahreszeitlich wechselnden Luft des Feldweges gedeiht die wissende Heiterkeit, deren Miene oft schwermütig scheint. (…) Niemand gewinnt es, der es nicht hat”. (*)
siehe auch: Feldwege = Gleichförmigkeit?
Wenn ich die Wanderführer Kraichgau, Schwarzwald, Odenwald, Neckarsteig usw. so durchschaue, muß ich doch feststellen wie viele Wanderwege bzw. Routen ich noch nie gelaufen bin oder schon sehr lange nicht mehr.
Einer meiner neueren Lieblingswege in Weingarten
Wir sind früher zwar viel gelaufen, schon alleine wegen den Hunden die wir damals hatten, aber es gab auch Zeiten da war nicht so sehr an das Wandern und Laufen zu denken, allein schon aus Zeitgründen. Deshalb ist jetzt mein Bestreben all dies wieder nachzuholen. Da bin ich auch sehr dankbar, trotz meinem Alter noch unbeschwert und gut laufen zu können, trotz aller Rentner- Wehwehchen (Altersbeschwerden) die manchmal so nerven / plagen.
Die kleine Welt der Feldwege
“Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.”
(J.W. von Goethe)
Feldflur zwischen Jöhlingen und Weingarten im Dezember 2015
Ein schlichter Feldweg in einer unspektakulären Landschaft und
doch ist sie Höhepunkt in einer vertrauten heimeligen Umgebung.
Die Natur spricht noch zum Mensch, wenn ein unentfremdetes Gemüt sie zu sehen und zu hören versteht. Der Mensch geht nicht fehl, solange er sich dem Einfachen, dem Eigentlichen und damit dem Natürlichen nicht verschließt. Mit jedem Spaziergang, mit jeder Betrachtung weitet sich
das heimatliche Umfeld zum Universum aus.
Weinbergweg Weingarten Dezember 2015 – im Hintergrund Jöhlingen
Blick vom Gewann Im Hau auf Wössingen
Blick vom Gewann im oberen Hau auf die Steig
Blick von der Steig auf das Wössinger Gewerbegebiet
Auf meinem Rundweg laufe ich dann oft vom Gewann im Hau rüber auf die Steig
Blick auf Wössingen mit der ev. Kirche
nochmals Wössingen mit ev. Kirche
Übrigens sind bei mir die Bilder im Original weil ich die Bilder nicht bearbeite und aufhübsche usw.
Wenn die Witterung unwirtlich wird, empfiehlt sich die Zurückgezogenheit, die Inventur in der Stille der gemütlichen Räumlichkeiten.
”Die Trauben geschnitten,
der Hafer gemäht, der
Herbst ist da, das Jahr
ist spät.”
(Theodor Fontane 1849 – 1898)
In diesen dunklen Jahreszeiten, läßt sich gut an den Büchern der Erinnerung schreiben. In Gedanken vergangene Wege der Erinnerung beschreiten.
Der Herbst ist vor dem dunklen Winter für mich immer eine melancholische Zeit.
Die Tage werden immer schneller kürzer, schneller dunkler, der Herbst zieht nochmals sein Glitterkleid an. erweckt noch einen Schein, vor der winterlichen Kahlheit und Kälte.
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Endlich hat es heute mal wieder für einen ausgiebigen Sonntagsspaziergang gereicht. 🙂 Das Wetter war super optimal, mit 24° C nicht zu heiß.
Blick auf Walzbachtal – Wössingen
Wir sind mit dem Auto ein kleines Stück gefahren auf einen Parkplatz – um nicht durch das Dorf latschen zu müssen.
Blick auf Königsbach-Stein und die Vorberge des Schwarzwaldes
Blick in Richtung Walzbachtal – Jöhlingen
auf dem Weg nach Pfinztal – Wöschbach Blick auf Königsbach – Stein
einer meiner Lieblingswege in Richtung Wöschbach weil man hier in jede Himmelsrichtung weit schauen kann.
Blick über Wöschbach hinweg in die Rheinebene hier Karlsruhe im Hintergrund und die Silhouette des Pfälzer Waldes.
Selten einmal das die Rheinebene klar ist, meistens ist es diesig. Deswegen möchte ich auch in keiner Großstadt wohnen – in diesem Fall Karlsruhe.
Da möchte man gleichzeitig an Tausend Orten sein 🙁
Der Frühling ist manchmal schon aufregend…
Hier habe ich auch ein Kurzfilmchen aufgenommen mit allerliebsten Vogelgesang – ah ! wie ich das liebe ~~~ da könnte ich stundenlang zuhören 🙂
neues Spargelfeld in Weingarten
Frühlingslandschaft Walzbachtal – Jöhlingen
Es ging alles so schnell wie sich die Natur entwickelt hat, sie ist regelrecht explodiert durch dieses intensives Sonnenscheinwetter.
Frühlingslandschaft Jöhlingen – Es grünt und blüht ~ eine wahre Pracht
blühende Obstbäume in Jöhlingen – einer meiner Lieblingswege
Wössingen von der Steig – 13.04.15 – leider war kalter Wind
Seewindanlage auf der Wössinger Steig
Blick auf Wössingen mit Weinbrennerkirche (Ev. Kirche)
Blick auf Wössinger Gewerbegebiet und Zementwerk
nochmals Blick auf Ev. Kirche in Wössingen
Leider war das Wetter nicht optimal. Es war sehr windig dort oben.
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Der Luftdruck steigt mal wieder sehr stark an, das könnte nochmals eine Chance für spätes Herbstwetterglück bedeuten. Der aktuelle Luftdruck für Walzbachtal ist gestiegen auf 1023 hPa – von vorher 1005 hPa – Es regnet noch, ist aber nicht mehr so windig wie vergangene Nacht. Da haben wir auch wieder Glück gehabt, bei uns waren keine Schäden zu verzeichnen. Zumindestens für kurze Zeit ist da mit einer Wetterbesserung zu rechnen. Der Sturm schwächt in Nordbaden ab und ruhiges Herbstwetter in Sicht. 🙂 So wie am Sonntag könnte es ruhig noch eine Weile sein.
Am Sonntag am Weingartener Baggersee.
Da haben sogar noch etliche Menschen gebadet. Klein-Lena war jedenfalls froh um unseren Sonntagsausflug.
Herbstlich war es nur soweit an diesem Tag, daß doch eine leichte, frische Brise zu vermerken war.
…heute nochmals an den Neckar fahren und weiter in den Odenwald. Aber es schüttet mal wieder wie aus Kübeln draußen. Rasen mähen kann ich aber auch nicht, ist zu naß dafür. Mal sehen, evtl. klappt es ja noch nächste Woche. Ein goldener Herbst ist aber bislang nicht in Sicht.
Blick vom Schreckhof auf Obrigheimer Schloßwiesen und Finkenhof
Neckar zwischen Diedesheim – Neckarelz und Obrigheimer Ufer
Blick auf Diedesheim und Neckarelz
Obrigheimer Neckarwiesen – was bin ich die in meiner Jugendzeit mit meinem Hund Rintie (Rin Tin Tin „Rinty“ * Fernsehserie) gelaufen. War immer wieder schön.
Blick auf Guttenbach von der anderen Neckarseite – oberhalb von Neckargerach – Guttenbach ist ja seit 1975 ein Ortsteil von Neckargerach im Neckar-Odenwald Kreis. Der Berg heißt Gickelberg und liegt oberhalb der Margarethenschlucht.
Blick vom Gickelberg auf Guttenbach
Dachlandschaft in Guttenbach – solche Dachlandschaften liebe ich und kleine Dörfer sind nach meinem Geschmack. Für mich sind Großstädte ein Gräuel, mir ist mein Dorf schon viel zu groß mit insgesamt rd. 9400 Einwohner – Wössingen 3.790 Einwohner. Außerdem haben alte gewachsene Ortschaften oft diese älteren und viel charaktervolleren Häuser.
Bei schönem Spätsommerwetter, mit 26° C , ging es mal wieder kreuz und quer über Kraichgauhügel ~~~ in den kleinen Odenwald. (Der Kleine Odenwald ist der bis 567,8 m ü. NHN hohe Südteil des Mittelgebirges Odenwald und ein Teil des Naturraumes Sandstein-Odenwald) Von Hüffenhardt weiter nach Asbach, Daudenzell (Daudenzell liegt im Tal des Schwarzbachs im Übergang vom Kraichgau zum Kleinem Odenwald) und Aglasterhausen. Von dort nach Breitenbronn (Breitenbronn liegt in einem Seitental des Schwarzbaches.)
Blick auf Neunkirchen von Breitenbronn aus
Blick auf Guttenbach und den Neckar
Von der Breitenbronner Höhe dann herunter nach Neckarkatzenbach und Minneburg an den Neckar und Guttenbach.
Guttenbachneckarufer mit Güterzug
Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit
Eigentlich wollte ich ja eine längere Wanderung unternehmen. Da sich aber über dem Schwarzwald ein Gewitter bildete, war mir das Risiko dann doch zu groß.
Entfernte mich dann nicht allzu weit vom Auto und brachte es nur auf eine gute Stunde Rundgang, auf Weingartener Gemarkung.
Blick vom Weingartener Katzenberg oberhalb der Weinberge in Richtung Durlach und Oberrheinebene. Wie fast immer liegt über der Rheinebene ein Dunstschleier.
Blick in die Rheinebene – im Vordergrund Weingarten –
Am Freitag war es nicht ganz so schlimm mit dem diesigen Dunstschleier über der Rheinebene.
Von der gegenüberliegenden Bergseite am Vortag (Freitag) aufgenommen. Da sieht man auch genau, wie unterschiedlich das Wetter war.
War nicht so toll mit dem Wetter, war aber trotzdem wieder 2 1/2 Stunden läuferisch unterwegs. 🙂 Die Bewegung tut mir auf jeden Fall gut.
Es gibt noch so viele Wege und Ecken wo ich noch nicht unterwegs war, oder es ist schon sehr lange her.
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
Im warmen Golde fließen.
(Eduard Mörike)
Es ist irgendwie herbstlich und andrerseits doch noch nicht so richtig 😉
Blick in Richtung Gondelsheim – im Vordergrund Rinklingen, rechts Diedelsheim von Bretten aus aufgenommen. Solche Bilder zeigen mir, wie dicht Deutschland besiedelt ist und insbesonders auch der Landkreis Karlsruhe.
Vordergrund Rinklingen (Stadtteil von Bretten) hinten Gondelsheim
Blick auf Bretten-Diedelsheim – Diedelsheimer Höhe-Einkaufszentrum – wo ich ab und an mal zum Einkaufen gehe (dort ist ein Kaufland, ein Toom-Baumarkt, Dänisches Bettenlager etc.)
Blick auf den Stromberg (476,6m)
Blick auf ein Teil von Bretten
Jedenfalls war heute schönes und angenehmes Wanderwetter
Gut drei Stunden war ich unterwegs und habe rd. 13 km abgespult ~~~ 🙂
Der diesjährige Sommer ist wahrhaftig eine launische Diva. Sehr launisch, unbeständig und sehr wechselhaft.
Vor allem auch sehr vielseitig, Unwetter, Starkregen, Hagel, Gewitter zuhauf, Bullenhitze, Wind und wieder kühl…
Das Wetter spielt in diesem Sommer verrückt!
Obwohl wir hier in Wössingen sehr glimpflich jedesmal davonkamen 🙂
Unser Jöhlinger Ortsteil bekam mehr ab und die umliegenden Orte auch.
Wir hatten zwar auch ein paarmal stärkere Regenfälle, aber alles ohne Schäden.
Der Rhein hat etwas Hochwasser (bei Leopoldshagen)
aktuelles Rheinhochwasser Leopoldshagen Krs. Karlsruhe
Der Fährverkehr ist zwar eingestellt die Schiffe fahren jedoch
Zwei die sich nicht stören lassen…
Hier ist immer etwas los.
Wir waren mit Tochter und Klein-Lena hier, die immer Hunger und Durst hat 🙂
Wiesenlandschaft in Walzbachtal-Wössingen
Die Idee zu den Wanderungen kam Fontane, wie er im Vorwort zum ersten und im Schlusswort zum vierten Band (Wanderungen durch die Mark Brandenburg – T.Fontane) erzählt, während seiner in Jenseits des Tweed literarisch verarbeiteten Schottland-Reise im Sommer 1858. Der Anblick der alten schottischen Burg Loch Leven Castle auf einer Insel im Loch Leven rief ein wehmütiges Bild vom Schloss Rheinsberg mit der Empfindung hervor, die Rheinsberg-Tour in der „Heimat“ sei nicht „minder schön“ als die schottische gewesen. „Je nun, so viel hat Mark Brandenburg auch. Geh’ hin und zeig’ es.“ Der „aus Liebe und Anhänglichkeit an die Heimat geboren[e]“ Entschluss, die Kostbarkeiten der Landschaft und Kultur in Zukunft zu Hause statt im Ausland zu suchen, ließ ihn zwischen 1859 und 1889 dreißig Jahre lang die Mark Brandenburg durchwandern.
Landschaft Walzbachtal-Wössingen
“Aber Fontane hat es verstanden, sich mit feinem Gespür für die Geschichte, die Menschen und die Natur in die eher unspektakulären, stillen Reize der Mark Brandenburg zu versenken. Der Blick und Empfindungsreichtum des Poeten für den Zauber der kleinen Dinge und die präzisen Beschreibungen des Schriftstellers machen in den „Wanderungen“ aus dem unscheinbaren Flüsschen Nuthe ein spannendes Stück Geschichte und aus flachen, sandigen Gegenden interessante, abwechslungsreiche Landschaften.” (zitiert nach Wikipedia)
Blick von Wössinger Gemarkung nach Königsbach-Stein
Genauso wie Fontane sehe ich es auch. Habe schon so viele Länder gesehen, bin in Deutschland herumgekommen, nun ist es an der Zeit im nahen Umfeld zu erkunden. Da habe ich bei weitem noch nicht jeden Flecken erwandert. Es gibt auch bei uns im Kraichgau, Schwarzwald und Nordbaden noch vieles zu entdecken.