Besser leben mit weniger

Impressionen Landschaftsimpressionen Walzbachtal-Wössingen

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Zur Erinnerung

Diät für die Seele und das Fordern
Weniger tun, aber das mit mehr Hingabe. Weniger verbrauchen, aber mehr auf Qualität achten und Umweltverträglichkeit. So entsteht ein Klima, in dem Menschen menschlicher leben und in dem Kinder besser gedeihen können. Glück bedeutet: sich am Einfachen erfreuen können, Zeit füreinander haben, Austausch pflegen, spontan feiern, spontan einfach etwas unternehmen. Überflüssigkeiten durch neue Notwendigkeiten ersetzen. Nur so kann die große innere Not und Verflachung in uns allen gewendet werden. So wie wir Diät für den Körper brauchen, brauchen wir Diät für die Seele.

September 2015 - Olymp 810 - SU - Bunker - Lugenberg 005 Wössinger Feldlandschaft

Überflüssige Güter dieser Welt

«Von den Gütern dieser Welt sind die einen überflüssig, die anderen notwendig. Hier sei kurz darüber die Rede, seid aufmerksam, und lasst uns unterscheiden, sofern wir können, zwischen den überflüssigen und den notwendigen Gütern dieser Welt, damit ihr (ein)seht, dass Christus weder wegen der überflüssigen, noch wegen der notwendigen Güter zu verleugnen ist. Wer vermag die überflüssigen (Güter) dieser Welt aufzuzählen? Wollten wir sie erwähnen, müssten wir uns lange dabei aufhalten. Beschränken wir uns also auf das Notwendige. Was immer sich verändert, dies gehört zum Überflüssigen.””
( (Predigt Denis 16,1)

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Zerissenheit in irren Zeiten

Philosophie der Wachsamkeit

lauschiger Garten Im lauschigen Garten läßt sich gut philosophieren

“Kinder, wenn ihr eine Mandarine schält, dann könnt ihr sie mit Achtsamkeit essen oder ohne Achtsamkeit. Esst ihr eine Mandarine achtsam, so ist euch bewußt, daß ihr eine Mandarine esst: Ihr erfahrt vollkommen ihren lieblichen Duft und ihren süßen Geschmack. Schält ihr die Mandarine, so wisst ihr, daß ihr eine Mandarine schält. Nehmt ihr ein Stück und steckt es in euren Mund, so wisst ihr, daß ihr ein Stück nehmt und es in euren Mund steckt. Empfindet ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack, dann wisst ihr, daß ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack empfindet. Die Mandarine, die Nandabala mir reichte, hatte neun Teile. Jeden Bissen aß ich ganz bewußt und achtsam, und so erlebte ich, wie kostbar und wundervoll er war. Ich vergaß die Mandarine nicht, und daher wurde sie für mich etwas sehr Wirkliches. Ist die Mandarine wirklich, dann ist der Mensch, der sie isst, auch wirklich. Das bedeutet, eine Mandarine mit Achtsamkeit zu essen.”

[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu.]

Wie meinen

Wie meinen?

Meditation

“Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. „Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Tee trinken das Wichtigste auf der Welt sein.“ Und so weiter.”
[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu]

Naturgarten Schade! Die Gartenzeit neigt sich dem Ende zu. Der Garten hat sich ja wieder einigermaßen erholt nach der sommerlichen Hitzewelle, das Gras ist wieder schön grün geworden. Den Herbst sieht man nun aber auch schon überall.

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Dachstubenbibliothek

Nun kommt wieder die intensivere Lese- und Schreibzeit.

Aus der Zeit gefallen…

August 2015 Fuji - Meißner-Bad Sooden - Allendorf LS 025 Bad Sooden-Allendorf

Frei ist, wer Herr seiner Zeit ist.
Freiheit ist nicht großes Auto, Motorrad, Urlaub
oder sonstiger Schnickschnack.

Deshalb spüre ich auch gerne der “Zeitlosigkeit” in einer Kirche
oder in einem Kloster nach. Wie die Mönche versuche ich im Einklang
mit mir und der Zeit zu leben.

August 2015 - Olymp 810 - BadSood - Kloster Germerode 008 Kloster Germerode

Klöster sind Orte der Beschaulichkeit und der Ruhe.
Hier kann der Mensch die laute Hektik und den Alltag
hinter sich lassen. Denn hier ticken die Uhren leiser und anders.
Fernseher und Radios schlafen, hier herrscht ein anderer Takt,
der Takt der Besinnlichkeit und der Spiritualität.

Nachdenkliches: Glückliche Menschen

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Das Glück des Menschen – ich habe seine tiefsten Gründe gesucht, und das habe ich herausgefunden:
Bei glücklichen Menschen fand ich immer tiefe Geborgenheit – in sich selber ruhen, spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.
So kannte ich einen Professor, der Leiter eines großen Museums war, der gewöhnlich mit abgetragenen Anzügen bekleidet war, immer eine alte abgegriffene Aktentasche von anno dazumal unterm Arm hatte oder fröhlich neben sich herschlenkerte, sowie mit einem Uralt-Rhenault R4 vorfuhr. Er strahlte eine herrliche Ruhe und Gelassenheit aus. Er konnte sich an vielen Dingen begeistern und erfreuen, die die Meisten gar nicht wahrnahmen. Vergessen werde ich solche Menschen nie, sie haben mir von jeher mehr imponiert, wie die ewigen Protzer und Aufschneider. Mit solchen Menschen Kontakt zu haben, bringt einem selbst auch weiter, man konnte immer noch etwas dazu lernen.

Folgender Ausspruch (Aphorismen) von Friedrich Rückert
war immer ein Lebens –  Leitmotiv für mich:

“Gesell‘ dich einem Bessern zu,
daß mit ihm deine besser’n Kräfte ringen.
Wer selbst nicht weiter ist als du,
der kann dich auch nicht weiterbringen.”
(Friedrich Rückert – 1788 – 1866)

Tomatenglück
Tomatenglück

Die Heimkehr

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Ein Mann kehrt nach langen Jahren der Abwesenheit in seine Heimatstadt zurück und ist auf einmal fremd. Hesse greift ein Thema auf, dass in unserer hektischen Zeit immer mehr Brisanz erhält.

Im Frau Holle Land Heimat ist da wo das Herz zu Hause ist.
Obwohl ich nun hier in Walzbachtal 46 Jahre wohne und gelebt habe, war mein Herz nie richtig hier heimisch geworden und zu Hause. Nun zieht es mich auf meine alten Rentnertage nach Nordhessen in den Raum Kassel, in meine Geburtsheimat.
Aber auch meine Frau und unsere Tochter und Schwiegersohn sind begeistert und möchten mitziehen. Wenn alles klappt erwerben wir dort ein schönes Anwesen mit wunderbaren und sehr großen Garten (über 3000m2).

Feldwege = Gleichförmigkeit? oder Eintönigkeit? Mitnichten!

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Öfters im Jahr laufe ich die gleichen Feld- und Waldwege, wenn einer meiner Lieblingswege, natürlich noch öfters. Dies empfinde ich nicht als fad, langweilig oder als Gleichförmigkeit. Es ist für mich auch nicht Monotonie oder eine gleichbleibende Tätigkeit.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 002 Feldweg Jöhlingen

Die Natur ist nie gleichförmig, es ist jedes mal anders, wenn man einen Weg auch wöchentlich oder gar täglich laufen würde. Die Natur ist immer vielschichtig und abwechslungsreich. Die heimische Natur und Umgebung zu bevorzugen, schafft auch Heimeligkeit, Vertrautheit und ist unabdingbar für die Entwicklung eines Heimatgefühls. Genauso wie Vertrautheit und Fremdheit, Wissen und Nichtwissen, Sein und Schein …  Gegensätzlichkeiten sind, so ist diese Beständigkeit nie eine Einseitigkeit.  Siehe: Auf Feldwegen unterwegs

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 003 Feldweg II in Walzbachtal-Jöhlingen

Heidegger sagt: “Die Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im Innersten bedroht.” Dies ist immer dann auch gut zu beobachten, wenn man, wie jetzt zur Pfingstferienzeit, sich für 15 Minuten auf eine Autobahnbrücke stellt und das teutonische Autofahrervolk auf der Flucht beobachtet.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 006  Jöhlinger Feldweg

Siehe auch: Die kleine Welt der Feldwege

“Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.”
(J.W. von Goethe)

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 023 Herrliche Feldwege auf Jöhlinger Gemarkung

Ein schlichter Feldweg in einer unspektakulären Landschaft und
doch ist sie Höhepunkt in einer vertrauten heimeligen Umgebung.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 026 Feldweg mit Blick in offene Jöhlinger Landschaft

Mit jedem Spaziergang, mit jeder Betrachtung weitet sich
das heimatliche Umfeld zum Universum aus.

Feldweg 6 Naturwegidylle in Jöhlingen

Feldwege sind für mich auch immer Denkwege

April 2015 - 22 - Fuji - JöhlWeierbach-Heuberg 070 Der gleiche Feldweg im April diesen Jahres aber mit anderer Kamera (Fuji – HS30 EXR) die ich weger ihrer Größe und Gewichts nicht immer mitnehme, sondern meistens mit der Olympus SP-800 UZ unterwegs bin.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 064Feldweg und Wiesenweg schon auf Weingartener Gemarkung

Man merkt es am Bild, an diesem Tag (Vorgestern) war ein sehr trüb-dunkler Himmel und dementsprechend die Lichtintensität.

Eine Freundin im Geiste, Frau Morgentau: Ich liebe Feldwege, seit ich denken kann.
http://morgentau.designblog.de/kommentare/feldwege

 

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 065 Feldweg Weingarten Kirchberg

”In der jahreszeitlich wechselnden Luft des Feldweges gedeiht die wissende Heiterkeit, deren Miene oft schwermütig scheint. Dieses heitere Wissen ist das “Kuinzige” (*). Niemand gewinnt es, der es nicht hat”.
(zitiert nach: Martin Heidegger, Der Feldweg –  bebilderte Ausgabe 4. Auflage 2010 im  Klostermann Verlag)

(*) = nach Heidegger, der Name für einen Zustand „heiteren Wissens“. (Feldweg)
siehe Defination nach dem schwäbischen Wörterbuch

Nachtgedanken 62

Nachtlandschaft
Wenn ein Mensch einmal einen halben Tag lang in den Wäldern spazieren geht, weil er sie liebt, dann besteht die Gefahr, daß er als Tagedieb angesehen wird; wenn er dagegen den ganzen Tag als Unternehmer zubringt und diese Wälder abhackt und die Erde vorzeitig kahl werden lässt, so wird er als fleißiger und unternehmungslustiger Bürger betrachtet.

(Henry David Thoreau, 1817-1862)

April 2015 - 23 Olymp 810 - Obergrombach KapW 046Waldstille

Es ist verloren gegangen

Bücherland

Aber gerade die naheliegenden, einfachen Dinge sind es, die mehr zu unserem Glück beitragen als die starken Sensationen. Glück in sich selbst zu finden, ist vielleicht mitunter schwer, aber anderswo findet man es bestimmt nicht.

Bescheidenheit bescheiden aber trotzdem schön

Unscheinbar unscheinbar und trotzdem geliebt

Naturgarten im Frühling Naturgarten im Frühling

Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten Zeit groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen.

Selbstbesuch

Besuch Selbstbesuch

Erst, wenn wir uns selbst besuchen, werden wir erkennen, daß wir eigentlich bereits hier zu Hause sind. Wir müssen nur in die Stille in uns eintauchen, um die Weisheit in uns selbst zu finden. Wir müssen nur der Gedankenlosigkeit und der Oberflächlichkeit die Türe weisen.

Unterwegs auf Feldwegen

Wege Auf Feldwegen unterwegs

”Gibt es noch jenes ruhige Wohnen des Menschen zwischen Himmel und Erde?
Waltet noch der sinnende Geist über dem Land?
Gibt es noch wurzelkräftige Heimat, in deren Boden der Mensch ständig steht,
d.h. boden – ständig ist?”
Johann Peter Hebel frägt dies schon, Martin Heidegger führt es fort.
Heidegger sagt: “Die Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im Innersten bedroht.”

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 018 Viele Menschen treibt es in das öde und geistlose Getriebe der großen Städte.
Sie sind der alten Heimat und dem heimatlichen Boden entfremdet. Sie sind heimatlos und vor sich selber entfremdet. All das, womit die allgegenwärtigen Medien den Hypermenschen minütlich überfallen, reizen und umtreiben, all dies ist dem heutigen Zappelphilipp viel näher als das eigene Ackerfeld und die umgegebene Natur seines Wohnortes, hier will ich mal nicht von Heimatort sprechen.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 055 Heimatvertriebene auch im Geiste, gibt Natur und Feldwege nicht mehr viel. Sie bevorzugen künstliche, virtuelle Matrixwelten.
Zur geistigen Entwurzelung und zur Nicht-mehr-Wahrnehmung des Feldweggeistes, hat Martin Heidegger in seinem Büchlein “Der Feldweg” 1989 und in seinen Vorträgen / Vorlesungen: “Zur Erörterung der Gelassenheit – Feldweggespräche über das Denken – 1959 – referiert.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 058 Feldweg – Philosophie

Reise zum Sinn des Lebens

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Verkörperung des Sinns

Der SINN, den man ersinnen kann,
ist nicht der ewige SINN.
Der Name, den man nennen kann,
ist nicht der ewige Name.
Jenseits des Nennbaren liegt der Anfang der Welt.
Diesseits des Nennbaren liegt die Geburt der Geschöpfe.
Darum führt das Streben nach dem Ewig-Jenseitigen
zum Schauen der Kräfte,
das Streben nach dem Ewig-Diesseitigen
zum Schauen der Räumlichkeit.
Beides hat Einen Ursprung und nur verschiedenen Namen.
Diese Einheit ist das Große Geheimnis.
Und des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis:
Das ist die Pforte der Offenbarwerdung aller Kräfte.
[Chinesische Philosophie: Laotse: Tao Te King – Das Buch des Alten vom Sinn und Leben. Asiatische Philosophie – Indien und China, S. 27152 (vgl. Laotse-Tao, S. 3)]

Buchlektüre

Heute haben wir den Geburtstag von unserer großen Enkelin Fabi gefeiert.
War sehr gut auf der Terrasse möglich, war allerdings sehr warm und
schwül heute. Nun bin ich wieder voll im Nachdenkmodus drin, der in
letzter Zeit sehr dominierend ist bei mir. Es gehen mir tausenderlei Dinge
durch den Kopf, daß mir da die Zeit hinten und vorne nicht reicht.
Asiatische Philosophie hatte ich in einem Ergänzungsstudium belegt und
animiert mich immer wieder zu Vergleichen und Nachdenken.

Denkwege ~ Feldwege

 Feldwege

Der Weg zum Glück

Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der pfeil pln Kontemplation  (*) Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück

buecherhaende_160Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück

Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)

Besinnung und Beschaulichkeit Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.

Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt: „Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“

(* Kontemplation: Es ist ein Dasein und Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. – die Einübung in das Hier und Jetzt, die alle konfessionellen Rahmen übersteigt – nach meiner Auslegung)

Wege Feldwege

Nicht hastig leben…

Vogelbad Diese zwei Piepmätze waren heute mein Vorbild

Eigentlich wollte ich ja laufen gehen (kleine Wanderung) aber Enkelin Klein-Lena
hat mich nicht fortgelassen. Somit waren Spiele angesagt, Terrassenfaulenzereien, zum Raseneinsäen hat es gerade noch gelangt (Kahlstellen ausbessern) ansonsten habe ich nicht viel produktives getan heute.

Terrassenplatz Kaffee und Kuchen sowie Abendbrot war wieder auf der Terrasse angesagt. Klein-Lena schläft Freitags ja meistens bei uns.

Ausblick von Arbeitszimmer Ausblick von meinen Arbeitsräumen

Die Sachen zu verteilen wissen heißt, sie zu genießen verstehn. Viele verderben sich die Genüsse, ohne ihrer froh zu werden.
Baltasar Gracian hat diese hastig lebenden Menschen als Postillione des Lebens bezeichnet, die zu dem allgemeinen raschen Lauf der Zeit noch das ihnen eigene Stürzen hinzufügen. Sie möchten in einem Tag verschlingen, was sie kaum im ganzen Leben verdauen könnten. Den Freuden des Lebens sind sie immer voraus, verzehren schon die kommenden Jahre, und da sie so eilig sind, werden sie schnell mit allem fertig.

Der Weg zur Zufriedenheit

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Zufriedenheit kommt von verzichten, auf Dinge die nicht wichtig sind.

 

Seneca: „Glückselig und naturgemäß leben ist ein und dasselbe… Wir leben naturgemäß, wenn wir die körperlichen Anlagen und Bedürfnisse unserer Natur sorgfältig, aber nicht ängstlich beachten als etwas, das uns nur auf Zeit gegeben und flüchtig ist; wenn wir nicht ihre Sklaven werden und nicht etwas unserem Wesen Fremdes uns uns in seine Gewalt gebracht hat…“ (Vom glückseligen Leben).
Senecas Rat zum Glück geht dahin: bleibe von Äußerlichkeiten unverführt und unbeherrscht, vertraue auf dich selbst und deinen Genius, sei auf alles gefaßt und der eigene Bildner deines Lebens.
Glück besteht in einer innerlichen, persönlichen Übereinstimmung mit sich selbst.

Mai 2015 - Olymp 810  BunkBüch   BirnbFeuer 019

Das Einfache, Bewährte und Sinnvolle ist mir wichtig und nicht all dieser übertriebene Tand von heute.

 

natürliche Natur

natürliche Natürlichkeit

Während viele Menschen heute das Glück als etwas Schicksalhaftes verstehen, als etwas, das von außen über uns kommt oder eben nicht (Lottogewinn, Materielles etc), verbanden die Denker im alten Griechenland das Glücklichsein mit dem richtigen Tun. „Glück ist die Folge einer Tätigkeit“, schrieb Aristoteles. Das Glück sei kein Geschenk des Zufalls oder der Götter, sondern werde dem zuteil, der seine Möglichkeiten optimal nutzt.

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In einem aktiven Leben liegt das Geheimnis von Freude und Erfüllung.

Ich weiß nicht was soll es bedeuten…

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… Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
(1.Strophe vom Loreleylied von
Heinrich Heine, 1823)

Manche Tage ist Melancholie mein Begleiter.

WanderburscheDer einsame Wanderer auf dem Lebensweg nach Nirgendwo

Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
(Christian Morgenstern)

Melancholie die süße Traurigkeit, ein feiner Schleier über der Seele lichtet sich zuweilen und läßt die Gedanken in die Vergangenheit schweben.
Deswegen bin ich auch ein Wolkenträumer.

Wolkenträumer

Deswegen reise ich so gerne mit den Wolken um die Welt. Es eröffnet
immer wieder neue Ausblicke und Einblicke. Vielleicht findet die Seele dann
einmal das verlassene Paradies.

Wolkenträume

In jeder Wolke wohnt ein Traum, deswegen bin ich auch ein
Wolkenträumer.

 

Reflexion am Abend: Was ist Glück überhaupt?

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Für ein glückliches Leben tun wir alles – und schlittern dabei von einem Unglück ins nächste. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition: bislang wußte keiner genau, was Glück eigentlich ist. Selbst die Philosophie, die der Frage seit Tausenden von Jahren nachgeht, hat bis heute nur Antworten voller Widersprüche geben können.
M.P. Seligman stellt in „Der Glücks-Faktor“ fest: Das uralte Bedürfnis, glücklich zu leben, bewegt uns alle. Ist Glück Veranlagung, Zufall? Der Autor geht dieser Frage seit Jahren nach. Sein Fazit: „Wirklich authentisches, lange währendes Lebensglück entsteht durch systematisches Trainieren der eigenen Stärke, der positiven Charaktereigenschaften und Tugenden.“ [75]

Abstrakt

Stefan Klein schreibt in „Die Glücksformel“: „Jedem begegnet das Glück anderswo. Für den einen bedeutet Glück, barfuß im Morgengrauen über eine Wiese zu laufen, für den anderen, sein Baby im Arm zu halten. Sex kann glücklich machen oder ein neues Designerkostüm, eine Bratwurst oder Mozarts Konzert No. 13 für Klavier und Orchester. Oder auch die Abwesenheit von alldem: Ein Zen-Mönch findet Seligkeit, wenn er sich in die Leere versenkt.“ [76]

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Kein Wunder ist Glück so schlecht zu fassen und zu beschreiben, weil im Grunde genommen jeder was anderes darunter versteht.
Natürlich sind schon viele Bücher über dieses Thema geschrieben worden. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Wem nutzen all die schönen Worte, wenn man immer nur liest, wie es sein könnte, wie es sein müßte und, was erstrebenswert wäre, wir aber gleichzeitig niemals darüber aufgeklärt werden, was uns eigentlich am Glücklichsein hindert.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“

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Weiterlesen

Wegmarken

Wegweiser

Einer meiner Wegmarken bzw. Leitlinien für meinen Lebensweg

“Hat einer das vernommen, und ist er wirklich ein geborener, und zur Sache berufener, das heißt ein göttlicher Mensch, so ist ihm, als habe er Kunde erhalten von einem Weg in ein Wunderland. Nun weiß er, daß er alle Kraft anspannen muß, und das das Leben anders keinen Sinn hat. So spannt er denn sich selbst mit dem Weiser jenes Weges zusammen und läßt nicht nach, bis er alles vollendet oder wenigstens die Kraft erlangt hat, daß er selbst so stark ist, sich selber ohne Wegweiser zu leiten. Auf diese Art und in dieser Gesinnung richtet ein Philosoph sein Leben ein. Wohl übt er den Beruf, in dem er gerade steht aus, über allem aber hält er sich immer an die Philosophie und eine solche Lebensweise, die ihn aufs höchste lernbereit, gedächtnisfrisch und zu nüchternem Denken fähig macht. Die entgegengesetzte Haltung ist ihm zeit seines Lebens verhaßt.”
Platon, Aus dem 7.Brief

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Von der Nichtigkeit und dem Leiden des Lebens (Nachtgedanken 57)

Not im Dasein

“Aus der Nacht der Bewußtlosigkeit zum Leben erwacht findet der Wille sich als Individuum, in einer end- und gränzenlosen Welt, unter zahllosen Individuen, alle strebend, leidend, irrend; und wie durch einen bangen Traum eilt er zurück zur alten Bewußtlosigkeit. – Bis dahin jedoch sind seine Wünsche gränzenlos, seine Ansprüche unerschöpflich, und jeder befriedigte Wunsch gebiert einen neuen. Keine auf der Welt mögliche Befriedigung könnte hinreichen, sein Verlangen zu stillen, seinem Begehren ein endliches Ziel zu setzen und den bodenlosen Abgrund seines Herzens auszufüllen. Daneben nun betrachte man, was dem Menschen, an Befriedigungen jeder Art, in der Regel, wird: es ist meistens nicht mehr, als die, mit unablässiger Mühe und steter Sorge, im Kampf mit der Noth, täglich errungene, kärgliche Erhaltung dieses Daseyns selbst, den Tod im Prospekt. – Alles im Leben giebt kund, daß das irdische Glück bestimmt ist, vereitelt oder als eine Illusion erkannt zu werden.”
[Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung.]
( Schopenhauer-ZA Bd. 4, S. 670- 672)]

Lebenszeit
Wir haben alle nur eine, unsere eigene Zeit. Wenn unsere Beziehung zu dieser Zeit gestört ist, betrifft uns das deshalb sehr direkt. Um diesem obigen, von Arthur Schopenhauer, beschriebenen Dilemma zu entgehen hilft nur eines: Unser Selbstgefühl hängt in hohem Maße davon ab, ob wir in Harmonie mit unserer Zeit leben oder ob wir sie “totschlagen” oder mit Tätigkeiten vertreiben, die uns nicht eigentlich wichtig erscheinen.

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Zeitstreß und die Uhr des Lebens

Verzichten kann auch eine Tugend sein

Weniger ist mehr

Weniger kann mehr!

”Haben Sie auch zu viele Termine, zu viele Handys, zu viel zu tun, zu wenig Zeit für Freunde, zu wenig Zeit für innere Ruhe? Ulfilas Meyer zeigt anhand neun einfacher Grundsätze, wie man die verloren geglaubte innere Freiheit wiedererlangt.”

Leben wie im Kloster Man muß sich deswegen nicht kasteien oder ärmlich wie im Kloster leben…

Übrigens besuche ich Klöster und Kirchen liebend gerne, allein die Atmosphäre hat es mir angetan. Immer wieder gerne besuche ich z.B. das Kloster Alpirsbach im Schwarzwald oder das Kloster Maulbronn.

September Maulbronn Gem 2010 045Kloster Maulbronn im September 2010
mit meiner alten Panasonic DMC-FS30
aufgenommen.

Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn

Tatsächlich könnte jeder sein Leben einfacher einrichten und damit ein Zeichen setzen, das auch die zum Nachdenken bringt, die gedanken- und kritiklos auf den eingetretenen Pfaden der Kosumgesellschaft weitertrotten. Immer noch scheinen die meisten in Kategorien von gestern zu denken, in denen alles auf Aufwand, auf „immer mehr und immer besser und immer schneller“ ausgerichtet ist. Weder weltweit noch in unserer eigenen wirtschaftlichen Umgebung werden wir aufgrund der sinkenden Wachstumsraten diesen Lebensstandard und vor allem diesen Lebensstil weiter einhalten können. Dafür sorgen schon die „Abzocker“ der Nation, die Politiker und die Globalisierung der Wirtschaft. Immer mehr Menschen werden ohnehin mit immer weniger zufrieden sein müssen, und deswegen ist Einfachheit eine Tugend, die sich für die Zukunft von selbst versteht.

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Literatur:
Krüger Tarr, Irmtraud – Vom leichten Glück der einfachen Dinge – Herder Verl. Freiburg,  1998
Thoreau, Henry D. – Walden  Diogenes Verl. Zürich,  1971

Einfachheit
Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten Zeit groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen.

Naturgartenimpressionen

Kirschbaum Die Kirschbäume blühen schon so wunderbar

Philosophenstuhl mein Philosophensitz
die Verwilderung im Hintergrund ist gewollt – die Natur- und Artenvielfalt dankt es.

Waldgarten Waldgarten

natürlicher Garten geschleckte Stadtgärten sind nichts für mich

Vergi0meinnicht diese Einfachheit, diese Schlichtheit mag ich und dieses Vergißmeinnichtblau liebe ich über alles 🙂

Naturgarten meine Unkenfreunde

Aktuell im Fokus

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Aktuell im Fokus bei mir:

Dorfidylle, Siedlungshäuser von 1920 bis 1960, Gartensiedlungen,
Nebenerwerbssiedlungen, Volkshäuser, Bauerngärten und
Wie viel Haus / Wohnraum braucht ein Mensch?
und

”Lehre von der Nichtigkeit des Daseins” von Arthur Schopenhauer.
Mit diesen Fragen immer verbunden die Philosophie des Glücks.

“Das Glück ist keine leichte Sache:
es ist sehr schwer, es in uns selbst,
und unmöglich es anders wo zu finden.”
(A. Schopenhauer)

”Da aber keine Befriedigung dauernd, sondern nur der Anfangspunkt eines neuen Strebens ist, so zeigt sich schon in dieser Ziellosigkeit … die Negativität alles Glückes.” (A. Schopenhauer)

Das schweben mir sehr aktuelle Gegebenheiten vor. Negative Beispiele fallen mir da haufenweise ein. Diese Gierjockel sind im Grunde arme Tröpfe 🙁

Aktuell im Blick:
Narzißmus: Das innere Gefängnis

Blatt-Blei

* Gelassenheit und Endlichkeitsphilosophie
aktuelle da auch die Buchlektüre:

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Endlichkeitsphilosophisches – Über das Altern von Odo Marquard, Reclam, 2013
Besprechung:  NZZ Feuilleton/Literatur

„Man kann sich traurig und freudig fühlen, müde und wach, aber 70- oder 80-jährig, das geht meines Erachtens nicht …”

und

Gelassenheit – Was wir gewinnen, wenn wir älter werden – von Wilhelm Schmid,
Insel Verlag, 2014
”Gelassenheit ist in jeder Lebensphase ein Gewinn, insbesondere aber beim Älterwerden.

“Viele von denen, die der sogenannten 50-plus-Generation angehören, werden dies bestätigen: Im reiferen Alter zu sein und über einige Lebenserfahrungen zu verfügen, bedeutet nicht unbedingt, den schwierigeren Dingen des Lebens überwiegend mit Gelassenheit begegnen zu können. Dass sich in unserer schnelllebigen, hektischen und leistungsorientierten Zeit auch viele jüngere Menschen mehr Gelassenheit in Beruf und Freizeit wünschen, ist für den Berliner Lebenskunstphilosophen Wilhelm Schmid erst Recht Anlass, praktische und erfolgversprechende Wege zur Gelassenheit aufzuzeigen.” (Weltbild Verlag)

Auf Wilhelm Schmids Webseiten —> Philosophie der Lebenskunst sind kommentierte Bilder von Edward Hopper —> hier: Exkursion in die Philosophie, Öl auf Leinwand von 1959 zu sehen. Diese Bilder von E. Hopper thematisieren für mich die moderne Leere des Daseins. des Menschen und die ewige Frage nach dem Sinn des Lebens/Daseins – bezeichnend auch das Bild Morning Sun – begleitend die Lektüre von Viktor E. Frankls: Das Leiden am sinnlosen Leben – Das Leiden an einer tiefen Sinnlosigkeit und lähmenden Leere ist die Krankheit unserer Zeit.

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Leider reicht mir die Zeit hinten und vorne nicht für meine vielen Interessen und meine ungebrochene Wissbegier 🙁

Gedanken zur Nacht

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“Heutzutage gibt es Professoren der Philosophie, aber keine Philosophen. (…) Um ein Philosoph zu sein, ist es nicht genug, geistreiche Gedanken zu haben oder eine Schule zu gründen, sondern man muss die Weisheit so lieben, dass man nach ihr lebt, ein Leben der Einfachheit, der Unabhängigkeit, der Großmut und des Vertrauens. Man muss einige der Lebensrätsel nicht theoretisch, sondern praktisch lösen.” (Walden, S. 27)

Ein wenig Begriffsklauberei

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Eine neue Blogseite eingebunden mit dem Titel: Absurd /absurd = Begriffseingrenzung bzw. kleine Wortklaubereien zumeist aus philosophischer Warte (von meiner Warte – meinem Standpunkt aus)

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absurd – heißt schon im Lateinischen wie heute:
widrig, abgeschmackt, sinnlos. Eigentlich sagt es, mit
etwas stärkerer Betonung des unangenehmen Gefühls,
dasselbe wie das Wort paradox: was gegen den
Schein ist, gegen den Augenschein; so absurdus: was
die Ohren beleidigt. Die Wahrheit kann paradox sein,
kann einem Individuum, einem Volke, einer Zeit
absurd erscheinen. Ein Glaube ist dem Ungläubigen
immer absurd. Wer einen Gegner ad absurdum führt,
d.h. ihn zu dem Eingeständnisse zwingt, daß die Kon-
sequenz irgend einer Behauptung ein absurder, ein
unangenehmer Satz wäre, der beruft sich im Grunde
immer auf ein Vor-urteil.

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ad absurdum«. Vgl. Absurd, Apagogisch.
****
Absurd: sinnlos, denkwidrig, widerspruchsvoll.
Ad absurdum führen: durch Aufzeigung von Wider-
sprüchen, Ungereimtheiten jemandes Ansieht, Be-
hauptung widerlegen, entkräften, wie es besonders die
Sophisten, SOKRATES, die Eristiker (*1) taten.

Literatur:

[Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe. Geschichte der Philosophie, S. 12914 (vgl. Eisler-Begriffe Bd. 1, S. 234)]
[Mauthner: Wörterbuch der Philosophie. [. Mauthner-Wb. Bd. 1, S. 15-16)]
I Alexander Ulfig, Lexikon der philosophischen Begriffe
II Morris Stockhammer, Philosophisches Wörterbuch, 1980
III Mauthner, Wörterbuch der Philosophie, 1910
Lit.:
1. A. Camus, Der Mensch in der Revolte, 1953
2. A. Camus, Der Mythos von Sisyphos, 1956
3. A. Espian de la Maestre, Der Sinn und das Absurde, 1961
4. Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts, 1993 (1943)
5. Paul Tiedemann, Über den Sinn des Lebens, 1993
6. Viktor E. Frankl, Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn, 1985
7. Viktor E. Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben, 1983
8. Sören Kierkegaard, Die Krankheit zum Tode, 1995 (1849)
9. Martin Heidegger; Sein und Zeit, 1993 (1926)

(*) = Philosoph, der ausgeprägtes Interesse an wissenschaftlicher Diskussion besitzt bzw. in der Eristik sehr erfahren ist

Sag ich doch immer…

Abendrot Abendrot in Walzbachtal

Sag ich doch immer, daß die Abschottung das beste Überlebensmittel ist.
Wie alt ein Mensch wird, hängt von vielen Faktoren ab. Die Gene und der Lebenswandel spielen eine große Rolle. Immer wieder komme ich automatisch zu diesen Fragestellungen. Lese ich all die Ergebnisse von Befragungen, auf was alles die Menschen schwören und als Grund angeben, warum sie so alt geworden sind, ist man so schlau wie vorher. Es widerspricht sich einfach zuviel. 🙁

Nun haben Forscher mal wieder herausgefunden:
Bessere hygienische Verhältnisse erhöhen die Lebenserwartung, doch können sie das Geheimnis der Langlebigkeit nicht erschöpfend erklären.
„Gesundes Altern wird zu einem erheblichen Maße auch vererbt“
Neben den Genen dirigiert auch der Lebensstil die Lebenserwartung. Vor allem die heutige Lebensweise und der Streß setzt dem Menschen zu.

ABER!!!

Auf Inseln und in abgeschotteten Bergdörfern lebt man länger, fanden die Forscher heraus.
Bemerkenswert ist, daß es überall dort besonders viele über Hundertjährige gibt, wo sich Gesellschaften in den vergangenen Jahrhunderten abgeschottet und sich erst in den letzten Jahrzehnten geöffnet haben.

Wie entsteht Gesundheit und langes Leben?

Menschen, die ihren eigenen Weg durchs Leben gehen, Individualisten, Querköpfe und Querdenker, die sich nicht verbiegen lassen, von den gesellschaftlichen Vorgaben und dem Konformitätsdruck – und Drill nicht beeindrucken lassen, erkranken weniger oft und leben länger als die große Schar der Angepaßten. Eigensinn und Eigendenken ist also ein wesentlicher Gesundheitsfaktor. Das ist meine Erkenntnis und auch meine Lebensmaxime / meine Lebensphilosophie

Außerdem: „Wer sparsam, beharrlich, detailorientiert und verantwortungsvoll ist, lebt am längsten”, fanden die Forscher noch heraus.
Ist ja auch immer mein Reden, bewußt und zeitentschleunigt  das Leben gestalten, nicht zu meinen überall die Nase drin haben zu müssen, Angst zu haben etwas zu verpassen oder zu versäumen, all dies erzeugt nur unnötig Zeitdruck und Streß.

Wer seinen eigenen Sinn im Leben gefunden hat, ist weniger anfälliger für Krankheiten, es treibt ihn auch nicht die Massenmeinung der Anderen um, was beim Normalo schon Gedankenstreß erzeugt. Nun könnte ich noch vieles anführen, würde aber zu umfangreich werden.  😉   😀      😎

Matrixstrahl? Mit dem Matrixstrahl auf Du und du~~~~ 😆

Das Leben ist keine Zeit – Schnellstraße

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Wir verlieren Zeit und Kraft, wenn wir alles, was passiert, alles, was man an uns heranträgt, was man von uns erwartet, was wir tun sollen, bis auf die Seele kommen lassen. Zur Zeit ist es wieder der Weihnachtsrummel. Überall Weihnachtsmärkte (hat dramatisch zugenommen, jedes Kuhkaff meint jetzt dabei sein zu müssen) Event, Event ein Lichtlein brennt… 🙁 Um diese Zeit mache ich um Städte einen großen Bogen. All diesen Streß und Rummel brauche ich nicht.

Novembergedanken

Die letzte Ruhestätte

Sinnliche Beschreibung der vier letzten Dinge

Der Tod
»Herr, lehre mich bedenken, daß es ein Ende mit mir haben wird und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß.«
Ps. 39, 5.
1
Ihr dummen Sterblichen, die ihr
So frei und sicher lebet
Und stets mit hungriger Begier
Nach Gut und Hochheit strebet,
Wem sammlet ihr dies alles ein,
Was ihr bald müßt verlassen
Und in der letzten Not und Pein
Doch wieder werdet hassen?
2
Ihr lauft so unbesonnen hin,
Als dürftet ihr nicht sterben,
Ob zwar ein halb ersoffner Sinn
Viel andre sieht verderben.
Ihr stecket euch das Ziel noch weit,
Ihr denkt noch lang zu leben,
Ihr habt noch gute Muß und Zeit,
Bis ihr sollt Rechnung geben.
3
Indessen kommt der Larvenmann,
Der blasse Tod, geschlichen
Und fallet euch ganz plötzlich an,
Da ist die Zeit verwichen!
Da müßt ihr fort, es hilft kein Geld,
Kein hoher Stand noch Güter,
Er raffet euch nur aus der Welt
Mit Sturm und Ungewitter.
4
Wie manchen hat er aus dem Tanz
Zum Totentanz gezogen!
Wie manchen in dem besten Glanz
Erlegt mit seinem Bogen!
Viel hat er aus der Liebsten Schoß
Gar grausamlich gerissen
Und sie den kalten Erdenkloß
Statt ihrer heißen küssen.
5
Den hat ein Bißlein rundes Blei,
Den Eisen aufgerieben,
Der ist vor Gift und Zauberei
Fast auf der Stelle blieben.
Den hat ein Fall hinweggebracht,
Ein Becher den vergraben,
Eh sie sich einmal recht bedacht
Und es vermeinet haben.
6
Dies spielet er auch noch zur Zeit
Bei Alten und bei Jungen.
Die ganze Welt wird ihm zur Beut
Und alls von ihm bezwungen.
Heut Abends wird er auch bei dir,
Du volle Rose, stehen
Und deines Leibes ganze Zier
Mit ihme heißen gehen.

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Was wohl?

Wetterprognosen

Ist der September lind,
ist der Winter ein Kind.
(Wetterregel)

Dachte ja, die Schwalben seien alle schon ab in den Süden.
Gestern waren aber doch noch einige zu sehen.
Vielleicht kommt der Winter dann doch nicht so schnell und hart.

Waldydille WaldIdyll

Wunderbare Natur
Das Leben ist doch recht erbaulich,
wenn man es ruhig und beschaulich
angeht.
Das Leben einfach gelassen und frohen Mutes
stets von der Sonnenseite betrachten.

Spätsommerwiese
Da jeder Mensch auf irgendeine Weise „lebt“, bezeichnet sich mancher schon als „Lebenskünstler“. Wer jedoch den großen Mangel an echter Freude und wahrem Glück, an dem die meisten Menschen kranken, zu entdecken vermag, der erkennt, wie schwer es doch im Grunde sein muß, die Probleme des Lebens zu meistern und ein wirklicher Lebenskünstler zu werden.

Rückschau: Ein wenig wehmütig

DerSommer ist vorbei Der Sommer ist vorbei

Niedrig schleicht blaß hin die entnervte Sonne,
Herbstlich goldgelb färbt sich das Laub, es trauert
Rings das Feld schon nackt und die Nebel ziehen
Über die Stoppeln.

Sieh, der Herbst schleicht her und der arge Winter
Schleicht dem Herbst bald nach, es erstarrt das Leben;
Ja, das Jahr wird alt, wie ich alt mich fühle
Selber geworden!
(die ersten zwei Strophen von Im Herbst
von Adelbert von Chamisso)

herbstlich Herbstlich

brunnen_160

Eigentlich war ich immer auf der Suche nach etwas, das mein Leben berühren und mich aus meinen Zwängen zur Freiheit führen würde.
Einiges ist auf diese Weise geschehen, aber die große Sehnsucht blieb unbefriedigt.

Matrixfunk Matrixfunk

…eine nachhaltige und beglückende Erweiterung der eigenen Sichtweise zu erfahren.:”Neu zu erfahren, in jedem Moment, wie schön es um mich herum ist; das Schöne, das Göttliche zu sehen, auch und gerade wenn es schwierig wird; mit offenen Augen, offenem Herzen und Sinnen durch die Welt zu gehen.
(Fortsetzung in Teil 2)

Lebensmeister

blauerose_92 Die Kunst, das Leben zu meistern, wird an keiner Schule gelehrt. Der Grund ist der: Niemand hat ein besonderes Interesse daran, Sie zu einem unabhängigen und lebensfrohen Menschen zu machen. Menschen, die sich von Ängsten, Sorgen und Problemen erdrücken lassen, können im übrigen leichter beeinflußt und leichter ausgenutzt und manipuliert werden.

In allen ZeitenIn allen Zeiten…

Die sogenannte „Lebensweisheit“ der meisten Menschen besteht verhängnisvollerweise darin, ihr Leben so zu führen, wie es ihnen andere vorschreiben. Wer sich jedoch nur an der Meinung der Mehrheit orientiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn er aus dem Teufelskreis seiner Sorgen und Ängste, seiner Nöte und Probleme nie herauskommt.

Erkenntnis des Tages

Waldstille
"Wer nicht weiß, was die Welt ist, der weiß nicht, wo er lebt. Wer aber den Zweck seines Daseins nicht kennt, der weiß weder, wer er selbst, noch was die Welt ist. Wem aber die Kenntnis des einen oder andern dieser beiden Stücke fehlt, der wird auch nicht sagen können, wozu er geschaffen ist. Was hälst du denn von einem Menschen, der den Tadel derer fürchtet oder nach dem öffentlichen Beifall solcher Leute begierig ist, die nicht wissen, wo sie sind, noch was sie sind?”
( Marc Aurel)

Lebenssinn

Blumenstraus - abstrakt 0
Die Stoiker des 3. und 2. Jahrhunderts vor Christus, deren bedeutendste Vertreter unter anderen Zeno, Seneca, Marcus Aurelius waren, nannten den Menschen gelassen, der sich selbst lebt in Ausgeglichenheit von Seele, Leib, Geist und im Einvernehmen mit der Weltvernunft, der er sich unterstellt.

Sinn und Wesentlichkeit

Die Gelassenheit, die ein Mensch in seinem Tun und Erleben bewahrt, ist kein fragloses Annehmen des Allgemeingeschehens, sondern eine ausgeglichene Haltung in Bejahung oder Ablehnung.

Innerlichkeit
Unbeteiligtsein führt dazu, der Dinge wahres Wesen zu erfassen;
Ruhigsein dazu, dem Fluß des Bewegten die rechte Richtung zu geben
(Fernöstliche Weisheit)