Die Last

Die Lebenslast

“Dein klares Aug und deine frischen Wangen,
Dein Bild wird, der Vergänglichkeit entrafft,
Stets jugendhell vor meiner Seele prangen.
Das Alter aber zehrt an meiner Kraft,
Der Lenz erweckt in mir den alten nicht,
Da prüf ich mich, da fühl ich mich erschlafft.”

(Auszug von Auf den Tod von Otto von Pirch –
( Chamisso-SW – Werke Bd. 1, S. 487 / 488)

Alles paletti

Seufz

Der Weg zum Glück

Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der pfeil pln Kontemplation  (*) Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück

buecherhaende_160Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück

Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)

Besinnung und Beschaulichkeit Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.

Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt: „Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“

(* Kontemplation: Es ist ein Dasein und Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. – die Einübung in das Hier und Jetzt, die alle konfessionellen Rahmen übersteigt – nach meiner Auslegung)

Wege Feldwege

Reflexion am Abend: Was ist Glück überhaupt?

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Für ein glückliches Leben tun wir alles – und schlittern dabei von einem Unglück ins nächste. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition: bislang wußte keiner genau, was Glück eigentlich ist. Selbst die Philosophie, die der Frage seit Tausenden von Jahren nachgeht, hat bis heute nur Antworten voller Widersprüche geben können.
M.P. Seligman stellt in „Der Glücks-Faktor“ fest: Das uralte Bedürfnis, glücklich zu leben, bewegt uns alle. Ist Glück Veranlagung, Zufall? Der Autor geht dieser Frage seit Jahren nach. Sein Fazit: „Wirklich authentisches, lange währendes Lebensglück entsteht durch systematisches Trainieren der eigenen Stärke, der positiven Charaktereigenschaften und Tugenden.“ [75]

Abstrakt

Stefan Klein schreibt in „Die Glücksformel“: „Jedem begegnet das Glück anderswo. Für den einen bedeutet Glück, barfuß im Morgengrauen über eine Wiese zu laufen, für den anderen, sein Baby im Arm zu halten. Sex kann glücklich machen oder ein neues Designerkostüm, eine Bratwurst oder Mozarts Konzert No. 13 für Klavier und Orchester. Oder auch die Abwesenheit von alldem: Ein Zen-Mönch findet Seligkeit, wenn er sich in die Leere versenkt.“ [76]

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Kein Wunder ist Glück so schlecht zu fassen und zu beschreiben, weil im Grunde genommen jeder was anderes darunter versteht.
Natürlich sind schon viele Bücher über dieses Thema geschrieben worden. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Wem nutzen all die schönen Worte, wenn man immer nur liest, wie es sein könnte, wie es sein müßte und, was erstrebenswert wäre, wir aber gleichzeitig niemals darüber aufgeklärt werden, was uns eigentlich am Glücklichsein hindert.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“

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Schräge Vögel

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Der Histrio wird  zum
dominierenden Typus unserer Zeit.
Merkmale Histrionische Persönlichkeiten:
1. Dramatisierung der eigenen Person, theatralisches
Verhalten, übertriebener
Ausdruck von Gefühlen
2. Andauerndes Verlangen nach Aufregung
und Anerkennung, Egozentrismus
3. Leichte Beeinflussbarkeit
4. Oberflächliche und labile Affektivität
5. Unangemessen verführerische Erscheinung
und entsprechendes Verhalten,
oft verbunden mit sexuellen Problemen
6. Übermäßiges Interesse an körperlicher
Attraktivität

Dieser übersteigerte Egomane bzw. Narziß ist immer häufiger anzutreffen.
Bezeichnend ist auch das an Suchtverhalten erinnernde SmartPhone – Verhalten.
 

Literaturtipp
Winterhoff-Spurk, P.: Kalte Herzen –
Wie das Fernsehen unseren Charakter formt. Stuttgart: Klett-Cotta 2005.
Gehirn& Geist Nr. 10/2005 – Der mediale Mensch – Wie das Fernsehen die Persönlichkeit formt

Von der Nichtigkeit und dem Leiden des Lebens (Nachtgedanken 57)

Not im Dasein

“Aus der Nacht der Bewußtlosigkeit zum Leben erwacht findet der Wille sich als Individuum, in einer end- und gränzenlosen Welt, unter zahllosen Individuen, alle strebend, leidend, irrend; und wie durch einen bangen Traum eilt er zurück zur alten Bewußtlosigkeit. – Bis dahin jedoch sind seine Wünsche gränzenlos, seine Ansprüche unerschöpflich, und jeder befriedigte Wunsch gebiert einen neuen. Keine auf der Welt mögliche Befriedigung könnte hinreichen, sein Verlangen zu stillen, seinem Begehren ein endliches Ziel zu setzen und den bodenlosen Abgrund seines Herzens auszufüllen. Daneben nun betrachte man, was dem Menschen, an Befriedigungen jeder Art, in der Regel, wird: es ist meistens nicht mehr, als die, mit unablässiger Mühe und steter Sorge, im Kampf mit der Noth, täglich errungene, kärgliche Erhaltung dieses Daseyns selbst, den Tod im Prospekt. – Alles im Leben giebt kund, daß das irdische Glück bestimmt ist, vereitelt oder als eine Illusion erkannt zu werden.”
[Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung.]
( Schopenhauer-ZA Bd. 4, S. 670- 672)]

Lebenszeit
Wir haben alle nur eine, unsere eigene Zeit. Wenn unsere Beziehung zu dieser Zeit gestört ist, betrifft uns das deshalb sehr direkt. Um diesem obigen, von Arthur Schopenhauer, beschriebenen Dilemma zu entgehen hilft nur eines: Unser Selbstgefühl hängt in hohem Maße davon ab, ob wir in Harmonie mit unserer Zeit leben oder ob wir sie “totschlagen” oder mit Tätigkeiten vertreiben, die uns nicht eigentlich wichtig erscheinen.

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Zeitstreß und die Uhr des Lebens

Der Gedanke des Tages 3

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So stellt sich dem aufgeschlossenen Menschen, der sich als Opfer einer Zeitwende erkennt, die Frage, wie man in einer absurden Welt ohne Gott überhaupt weiterleben kann.
Camus´Antwort lautet:
“Das ‘gelobte Land’, das wir suchen, gibt es nicht. Es ist unmöglich, für das Morgen zu leben, anstatt dem Heute. Die Welt an sich hat keinen Sinn, erst der handelnde Mensch verleiht ihn ihr, indem er für die Geknechteten und Entrechteten eintritt. Kunst und Revolte sind ewig. Unrecht, Leiden und Tod sind nicht aus der Welt zu schaffen. Es gilt, die Erde zu lieben, kühn und intelligent zu denken, klar zu handeln und zu wirken.”

Blick auf Jöhlingen Blick auf Walzbachtal – Jöhlingen

Als ich am Montag so die Felder und Wälder abwanderte, sah ich mehrmals sehr verbranntes Gras, andere Pflanzenreste und sogenannte “Unkräuter”. Da wurde also mal wieder mit Giftbrühe hantiert und gespritzt. Aber nicht nur auf dem Feld, am Feldrand, nein, die Wege mußten teilweise auch noch besprüht werden. 🙁
Da wundert es ja nicht mehr, daß alles immer mehr aus dem Ruder läuft. Was ist doch der Mensch für ein irrsinniges Wesen.

“Die Verwendung von Pestiziden ist verantwortlich für das Bienen-Sterben. Das haben EU-Wissenschaftler in einer Studie festgestellt. Der Einsatz von von Neonicotinoid-Insektiziden würden schwerwiegende Folgen für das gesamte Ökosystem nach sich ziehen.” —> Pestizide sind schuld am Bienensterben (DWN)

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Das vereinigte Land des Tunnelblicks und der Verbretterung Absurdistan Germanistan

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Trotzdem will ich mir nicht gänzlich mein Leben verdrießen lassen und sah an diesem Tag das Positive. Das schöne Frühlingswetter, den blauen Himmel, die erwachte, grüne und üpig blühende Natur und die Landschaft.
Positive Gedanken basieren auf innerer Ruhe, Harmonie und Gelassenheit.

Verzichten kann auch eine Tugend sein

Weniger ist mehr

Weniger kann mehr!

”Haben Sie auch zu viele Termine, zu viele Handys, zu viel zu tun, zu wenig Zeit für Freunde, zu wenig Zeit für innere Ruhe? Ulfilas Meyer zeigt anhand neun einfacher Grundsätze, wie man die verloren geglaubte innere Freiheit wiedererlangt.”

Leben wie im Kloster Man muß sich deswegen nicht kasteien oder ärmlich wie im Kloster leben…

Übrigens besuche ich Klöster und Kirchen liebend gerne, allein die Atmosphäre hat es mir angetan. Immer wieder gerne besuche ich z.B. das Kloster Alpirsbach im Schwarzwald oder das Kloster Maulbronn.

September Maulbronn Gem 2010 045Kloster Maulbronn im September 2010
mit meiner alten Panasonic DMC-FS30
aufgenommen.

Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn

Tatsächlich könnte jeder sein Leben einfacher einrichten und damit ein Zeichen setzen, das auch die zum Nachdenken bringt, die gedanken- und kritiklos auf den eingetretenen Pfaden der Kosumgesellschaft weitertrotten. Immer noch scheinen die meisten in Kategorien von gestern zu denken, in denen alles auf Aufwand, auf „immer mehr und immer besser und immer schneller“ ausgerichtet ist. Weder weltweit noch in unserer eigenen wirtschaftlichen Umgebung werden wir aufgrund der sinkenden Wachstumsraten diesen Lebensstandard und vor allem diesen Lebensstil weiter einhalten können. Dafür sorgen schon die „Abzocker“ der Nation, die Politiker und die Globalisierung der Wirtschaft. Immer mehr Menschen werden ohnehin mit immer weniger zufrieden sein müssen, und deswegen ist Einfachheit eine Tugend, die sich für die Zukunft von selbst versteht.

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Literatur:
Krüger Tarr, Irmtraud – Vom leichten Glück der einfachen Dinge – Herder Verl. Freiburg,  1998
Thoreau, Henry D. – Walden  Diogenes Verl. Zürich,  1971

Einfachheit
Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten Zeit groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen.

Aktuell im Fokus

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Aktuell im Fokus bei mir:

Dorfidylle, Siedlungshäuser von 1920 bis 1960, Gartensiedlungen,
Nebenerwerbssiedlungen, Volkshäuser, Bauerngärten und
Wie viel Haus / Wohnraum braucht ein Mensch?
und

”Lehre von der Nichtigkeit des Daseins” von Arthur Schopenhauer.
Mit diesen Fragen immer verbunden die Philosophie des Glücks.

“Das Glück ist keine leichte Sache:
es ist sehr schwer, es in uns selbst,
und unmöglich es anders wo zu finden.”
(A. Schopenhauer)

”Da aber keine Befriedigung dauernd, sondern nur der Anfangspunkt eines neuen Strebens ist, so zeigt sich schon in dieser Ziellosigkeit … die Negativität alles Glückes.” (A. Schopenhauer)

Das schweben mir sehr aktuelle Gegebenheiten vor. Negative Beispiele fallen mir da haufenweise ein. Diese Gierjockel sind im Grunde arme Tröpfe 🙁

Aktuell im Blick:
Narzißmus: Das innere Gefängnis

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* Gelassenheit und Endlichkeitsphilosophie
aktuelle da auch die Buchlektüre:

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Endlichkeitsphilosophisches – Über das Altern von Odo Marquard, Reclam, 2013
Besprechung:  NZZ Feuilleton/Literatur

„Man kann sich traurig und freudig fühlen, müde und wach, aber 70- oder 80-jährig, das geht meines Erachtens nicht …”

und

Gelassenheit – Was wir gewinnen, wenn wir älter werden – von Wilhelm Schmid,
Insel Verlag, 2014
”Gelassenheit ist in jeder Lebensphase ein Gewinn, insbesondere aber beim Älterwerden.

“Viele von denen, die der sogenannten 50-plus-Generation angehören, werden dies bestätigen: Im reiferen Alter zu sein und über einige Lebenserfahrungen zu verfügen, bedeutet nicht unbedingt, den schwierigeren Dingen des Lebens überwiegend mit Gelassenheit begegnen zu können. Dass sich in unserer schnelllebigen, hektischen und leistungsorientierten Zeit auch viele jüngere Menschen mehr Gelassenheit in Beruf und Freizeit wünschen, ist für den Berliner Lebenskunstphilosophen Wilhelm Schmid erst Recht Anlass, praktische und erfolgversprechende Wege zur Gelassenheit aufzuzeigen.” (Weltbild Verlag)

Auf Wilhelm Schmids Webseiten —> Philosophie der Lebenskunst sind kommentierte Bilder von Edward Hopper —> hier: Exkursion in die Philosophie, Öl auf Leinwand von 1959 zu sehen. Diese Bilder von E. Hopper thematisieren für mich die moderne Leere des Daseins. des Menschen und die ewige Frage nach dem Sinn des Lebens/Daseins – bezeichnend auch das Bild Morning Sun – begleitend die Lektüre von Viktor E. Frankls: Das Leiden am sinnlosen Leben – Das Leiden an einer tiefen Sinnlosigkeit und lähmenden Leere ist die Krankheit unserer Zeit.

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Leider reicht mir die Zeit hinten und vorne nicht für meine vielen Interessen und meine ungebrochene Wissbegier 🙁

Nachtgedanken 53

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Cyperspace:
Die Devox und der Sex Da Veränderungen im Geschäftsleben Veränderungen in den menschlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen widerspiegeln oder ihnen folgen, ist es ausnehmend wichtig zu verstehen, wie die Devox sich in unserem Leben und in der Gesellschaft manifestiert. Es gibt eine direkte Verbindung zwischen der Kontextauflösung in Bereichen wie Sexualität, Kunst, Sprache, Glauben, Krieg, Regierungsweise und Bedrohungen.

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TV-Sexualität ist eine Desinformationskampagne, so ähnlich wie TV-Nachrichten …. In einer erotisch aufgeladenen Medienumgebung aufzuwachsen hat Einfluß auf die Grundlagen der Persönlichkeit. Ich glaube, daß es unsere Sexualität verzerrt..

Gedanken zur Nacht

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“Heutzutage gibt es Professoren der Philosophie, aber keine Philosophen. (…) Um ein Philosoph zu sein, ist es nicht genug, geistreiche Gedanken zu haben oder eine Schule zu gründen, sondern man muss die Weisheit so lieben, dass man nach ihr lebt, ein Leben der Einfachheit, der Unabhängigkeit, der Großmut und des Vertrauens. Man muss einige der Lebensrätsel nicht theoretisch, sondern praktisch lösen.” (Walden, S. 27)

Ein wenig Begriffsklauberei

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Eine neue Blogseite eingebunden mit dem Titel: Absurd /absurd = Begriffseingrenzung bzw. kleine Wortklaubereien zumeist aus philosophischer Warte (von meiner Warte – meinem Standpunkt aus)

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absurd – heißt schon im Lateinischen wie heute:
widrig, abgeschmackt, sinnlos. Eigentlich sagt es, mit
etwas stärkerer Betonung des unangenehmen Gefühls,
dasselbe wie das Wort paradox: was gegen den
Schein ist, gegen den Augenschein; so absurdus: was
die Ohren beleidigt. Die Wahrheit kann paradox sein,
kann einem Individuum, einem Volke, einer Zeit
absurd erscheinen. Ein Glaube ist dem Ungläubigen
immer absurd. Wer einen Gegner ad absurdum führt,
d.h. ihn zu dem Eingeständnisse zwingt, daß die Kon-
sequenz irgend einer Behauptung ein absurder, ein
unangenehmer Satz wäre, der beruft sich im Grunde
immer auf ein Vor-urteil.

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ad absurdum«. Vgl. Absurd, Apagogisch.
****
Absurd: sinnlos, denkwidrig, widerspruchsvoll.
Ad absurdum führen: durch Aufzeigung von Wider-
sprüchen, Ungereimtheiten jemandes Ansieht, Be-
hauptung widerlegen, entkräften, wie es besonders die
Sophisten, SOKRATES, die Eristiker (*1) taten.

Literatur:

[Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe. Geschichte der Philosophie, S. 12914 (vgl. Eisler-Begriffe Bd. 1, S. 234)]
[Mauthner: Wörterbuch der Philosophie. [. Mauthner-Wb. Bd. 1, S. 15-16)]
I Alexander Ulfig, Lexikon der philosophischen Begriffe
II Morris Stockhammer, Philosophisches Wörterbuch, 1980
III Mauthner, Wörterbuch der Philosophie, 1910
Lit.:
1. A. Camus, Der Mensch in der Revolte, 1953
2. A. Camus, Der Mythos von Sisyphos, 1956
3. A. Espian de la Maestre, Der Sinn und das Absurde, 1961
4. Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts, 1993 (1943)
5. Paul Tiedemann, Über den Sinn des Lebens, 1993
6. Viktor E. Frankl, Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn, 1985
7. Viktor E. Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben, 1983
8. Sören Kierkegaard, Die Krankheit zum Tode, 1995 (1849)
9. Martin Heidegger; Sein und Zeit, 1993 (1926)

(*) = Philosoph, der ausgeprägtes Interesse an wissenschaftlicher Diskussion besitzt bzw. in der Eristik sehr erfahren ist

Nachtgedanken 51

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Wir alle werden mehr und mehr zu außengeleiteten Menschen. Die normierten Leitwerte der Umwelt bestimmen fast ausschließlich unser Denken und Handeln. Unsere Vorstellung von Glück kann sich zwangsläufig nur noch darin erschöpfen, den Mitmenschen zu zeigen, was wir alles erreichen und konsumieren können. Unseren Stolz verdanken wir dem Neid der anderen.

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Und wenn ich dann noch so verfolge, wie einseitig bei den Meisten das Weltbild ist ….. zum GRAUSEN HaarezuBerge keine Ahnung aber überall mitschwetzen wollen
so in den einschlägigen Foren z.B. zum Euro, EU-Diktatur, Ukraine etc.
ein gutes Informationsmedium ist Deutsche Wirtschafts-Nachrichten
Denn in den Systemmedien werden wir angemichelt nach Strich und Faden 🙁

siehe Gekaufte Journalisten

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Sag ich doch immer…

Abendrot Abendrot in Walzbachtal

Sag ich doch immer, daß die Abschottung das beste Überlebensmittel ist.
Wie alt ein Mensch wird, hängt von vielen Faktoren ab. Die Gene und der Lebenswandel spielen eine große Rolle. Immer wieder komme ich automatisch zu diesen Fragestellungen. Lese ich all die Ergebnisse von Befragungen, auf was alles die Menschen schwören und als Grund angeben, warum sie so alt geworden sind, ist man so schlau wie vorher. Es widerspricht sich einfach zuviel. 🙁

Nun haben Forscher mal wieder herausgefunden:
Bessere hygienische Verhältnisse erhöhen die Lebenserwartung, doch können sie das Geheimnis der Langlebigkeit nicht erschöpfend erklären.
„Gesundes Altern wird zu einem erheblichen Maße auch vererbt“
Neben den Genen dirigiert auch der Lebensstil die Lebenserwartung. Vor allem die heutige Lebensweise und der Streß setzt dem Menschen zu.

ABER!!!

Auf Inseln und in abgeschotteten Bergdörfern lebt man länger, fanden die Forscher heraus.
Bemerkenswert ist, daß es überall dort besonders viele über Hundertjährige gibt, wo sich Gesellschaften in den vergangenen Jahrhunderten abgeschottet und sich erst in den letzten Jahrzehnten geöffnet haben.

Wie entsteht Gesundheit und langes Leben?

Menschen, die ihren eigenen Weg durchs Leben gehen, Individualisten, Querköpfe und Querdenker, die sich nicht verbiegen lassen, von den gesellschaftlichen Vorgaben und dem Konformitätsdruck – und Drill nicht beeindrucken lassen, erkranken weniger oft und leben länger als die große Schar der Angepaßten. Eigensinn und Eigendenken ist also ein wesentlicher Gesundheitsfaktor. Das ist meine Erkenntnis und auch meine Lebensmaxime / meine Lebensphilosophie

Außerdem: „Wer sparsam, beharrlich, detailorientiert und verantwortungsvoll ist, lebt am längsten”, fanden die Forscher noch heraus.
Ist ja auch immer mein Reden, bewußt und zeitentschleunigt  das Leben gestalten, nicht zu meinen überall die Nase drin haben zu müssen, Angst zu haben etwas zu verpassen oder zu versäumen, all dies erzeugt nur unnötig Zeitdruck und Streß.

Wer seinen eigenen Sinn im Leben gefunden hat, ist weniger anfälliger für Krankheiten, es treibt ihn auch nicht die Massenmeinung der Anderen um, was beim Normalo schon Gedankenstreß erzeugt. Nun könnte ich noch vieles anführen, würde aber zu umfangreich werden.  😉   😀      😎

Matrixstrahl? Mit dem Matrixstrahl auf Du und du~~~~ 😆

Längere Denkabenteuer

Bücherwelt Drei frische Exemplare. Das Buch Schulden habe ich ja schon länger

Ein ebenso radikaler wie befreiender Blick auf die Wurzeln unserer Schuldenkrise.

“Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.”
(Verlagstext von Klett-Cotta)

Das Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty

Warum werden in Europa und den USA Reiche immer reicher und Arme immer ärmer? In seinem internationalen Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ gibt Thomas Piketty, Wirtschafts-Professor an der Pariser Universität und „Rockstar-Ökonom“ (Financial Times), klare Antworten auf diese Frage. Und er macht Vorschläge, wie man diese Entwicklung eindämmen kann.
„Wer immer sich ernsthaft mit dem Problem der Ungleichheit beschäftigt, kommt an Piketty nicht vorbei.“ (bei Weltbild Verlag)

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Die Bilanz von Pikettys Analysen: Die entwickeltsten Volkswirtschaften steuern heute wieder auf jene extreme Ungleichheit zu, die es im 19. Jahrhundert schon einmal gab. Damit knüpft der Autor an die Thesen von Karl Marx an, der ja in seinem Werk „Das Kapital“ vorausgesagt hatte, der Kapitalismus führe zwangsläufig zu einer Konzentration von Reichtum und Macht in den Händen weniger.
Übrigens Karl Marx, obwohl  das Standardwerk “Das Kapital” von ihm schon lange in der Bibliothek steht, habe ich mir kürzlich die zweibändige, große illustrierte Ausgabe der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG) gegönnt.
(Marx, Karl : Das Kapital
Mit einer Einführung zu Werk und Wirkungsgeschichte von Hans Schilar und Illustrationen von Klaus Waschk

Diesen Klassiker der ökonomischen und sozialwissenschaftlichen Literatur kennt jeder, auch wenn er ihn (noch!) nicht gelesen hat. Klaus Wasck zeigt mit seinen Illustrationen, daß das Hauptwerk von Karl Marx (1818 bis 1883) noch heute so modern ist wie vor rund 140 Jahren bei der ersten Drucklegung.
Es geht um die Beziehung zum Geld, Glanz und Elend des Mehrwerts, die Lust am Gewinn, das Spiel mit dem Preis, die Tücken des Marktes – ein Kaleidoskop menschlicher Kraft und menschlich… (WBG-Darmstadt – Wissen verbindet)

BunkerweltOskars  Bunkerwelt

Max Weber ist da ein absolutes Muß, genauso wie das “Schwarzbuch Kapitalismus” von Robert Kurz: siehe dazu auf Absurd-AG —> Das Ende der Arbeit
Das Schwarzbuch Kapitalismus ist eines dieser Bücher, die ich immer wieder zur Hand nehme, hab’s aber auch als pdf-Buch auf dem Computer.

Zu Max Weber (Klassiker der Soziologie) :

Welche Rolle spielen Religionen und Wertesysteme bei der Entwicklung von Gesellschaften? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Religion und wirtschaftlichem Erfolg? Welche Kraft treibt die ungeheuren Rationalisierungsprozesse in der Moderne voran?

Wurde erstmals 1904 in der epochalen Abhandlung „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ in Konkurrenz zu Karl Marx‘ Kapitalismusanalyse formuliert. Auch heute, mehr als 100 Jahre später, hat die sogenannte „Weber-These“ nichts von ihrer Aktualität verloren. (Doerfler-Verlag)

Diese Standardwerke hatte ich schon in meinem Zusatzstudium Psychologie/Soziologie der Arbeit als Pflichtlektüre im Studiengang zu bearbeiten. Sind alles seitenstarke Wälzer uff stöhn…keuch ächz

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»Es gibt gute Gründe dafür, daß der Kapitalismus bald nicht mehr existieren wird, vielleicht wird sogar die nächste Generation ihn nicht mehr erleben.«
(David Graeber)

Da bin ich mir allerdings nicht so sicher. Ist aber ein neues Thema.

Novembergedanken

Die letzte Ruhestätte

Sinnliche Beschreibung der vier letzten Dinge

Der Tod
»Herr, lehre mich bedenken, daß es ein Ende mit mir haben wird und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß.«
Ps. 39, 5.
1
Ihr dummen Sterblichen, die ihr
So frei und sicher lebet
Und stets mit hungriger Begier
Nach Gut und Hochheit strebet,
Wem sammlet ihr dies alles ein,
Was ihr bald müßt verlassen
Und in der letzten Not und Pein
Doch wieder werdet hassen?
2
Ihr lauft so unbesonnen hin,
Als dürftet ihr nicht sterben,
Ob zwar ein halb ersoffner Sinn
Viel andre sieht verderben.
Ihr stecket euch das Ziel noch weit,
Ihr denkt noch lang zu leben,
Ihr habt noch gute Muß und Zeit,
Bis ihr sollt Rechnung geben.
3
Indessen kommt der Larvenmann,
Der blasse Tod, geschlichen
Und fallet euch ganz plötzlich an,
Da ist die Zeit verwichen!
Da müßt ihr fort, es hilft kein Geld,
Kein hoher Stand noch Güter,
Er raffet euch nur aus der Welt
Mit Sturm und Ungewitter.
4
Wie manchen hat er aus dem Tanz
Zum Totentanz gezogen!
Wie manchen in dem besten Glanz
Erlegt mit seinem Bogen!
Viel hat er aus der Liebsten Schoß
Gar grausamlich gerissen
Und sie den kalten Erdenkloß
Statt ihrer heißen küssen.
5
Den hat ein Bißlein rundes Blei,
Den Eisen aufgerieben,
Der ist vor Gift und Zauberei
Fast auf der Stelle blieben.
Den hat ein Fall hinweggebracht,
Ein Becher den vergraben,
Eh sie sich einmal recht bedacht
Und es vermeinet haben.
6
Dies spielet er auch noch zur Zeit
Bei Alten und bei Jungen.
Die ganze Welt wird ihm zur Beut
Und alls von ihm bezwungen.
Heut Abends wird er auch bei dir,
Du volle Rose, stehen
Und deines Leibes ganze Zier
Mit ihme heißen gehen.

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Einsamkeit der Nacht

einsamkeitdernacht_595 Einsamkeit der Nacht: Wie oft saß ich schon in einsamer Nacht, in meiner Dachstube unterm Dachfenster, im fahlen Mondesschein. Milliarden Sterne funkeln…

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Die Nachtblume
Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.
Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauen Wind,
Ob’s Gedanken oder Träume?
Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen:
Leise doch im Herzengrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.
(Joseph v. Eichendorff)

”Komm und hilf mir durch die Einsamkeit der Nacht”
war mal ein Liedtitel von Julianne Werding (leider nicht verfügbar)

Wunder des Nachthimmels

Rückschau: Ein wenig wehmütig

DerSommer ist vorbei Der Sommer ist vorbei

Niedrig schleicht blaß hin die entnervte Sonne,
Herbstlich goldgelb färbt sich das Laub, es trauert
Rings das Feld schon nackt und die Nebel ziehen
Über die Stoppeln.

Sieh, der Herbst schleicht her und der arge Winter
Schleicht dem Herbst bald nach, es erstarrt das Leben;
Ja, das Jahr wird alt, wie ich alt mich fühle
Selber geworden!
(die ersten zwei Strophen von Im Herbst
von Adelbert von Chamisso)

herbstlich Herbstlich

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Eigentlich war ich immer auf der Suche nach etwas, das mein Leben berühren und mich aus meinen Zwängen zur Freiheit führen würde.
Einiges ist auf diese Weise geschehen, aber die große Sehnsucht blieb unbefriedigt.

Matrixfunk Matrixfunk

…eine nachhaltige und beglückende Erweiterung der eigenen Sichtweise zu erfahren.:”Neu zu erfahren, in jedem Moment, wie schön es um mich herum ist; das Schöne, das Göttliche zu sehen, auch und gerade wenn es schwierig wird; mit offenen Augen, offenem Herzen und Sinnen durch die Welt zu gehen.
(Fortsetzung in Teil 2)

Lebensmeister

blauerose_92 Die Kunst, das Leben zu meistern, wird an keiner Schule gelehrt. Der Grund ist der: Niemand hat ein besonderes Interesse daran, Sie zu einem unabhängigen und lebensfrohen Menschen zu machen. Menschen, die sich von Ängsten, Sorgen und Problemen erdrücken lassen, können im übrigen leichter beeinflußt und leichter ausgenutzt und manipuliert werden.

In allen ZeitenIn allen Zeiten…

Die sogenannte „Lebensweisheit“ der meisten Menschen besteht verhängnisvollerweise darin, ihr Leben so zu führen, wie es ihnen andere vorschreiben. Wer sich jedoch nur an der Meinung der Mehrheit orientiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn er aus dem Teufelskreis seiner Sorgen und Ängste, seiner Nöte und Probleme nie herauskommt.

Erkenntnis des Tages

Waldstille
"Wer nicht weiß, was die Welt ist, der weiß nicht, wo er lebt. Wer aber den Zweck seines Daseins nicht kennt, der weiß weder, wer er selbst, noch was die Welt ist. Wem aber die Kenntnis des einen oder andern dieser beiden Stücke fehlt, der wird auch nicht sagen können, wozu er geschaffen ist. Was hälst du denn von einem Menschen, der den Tadel derer fürchtet oder nach dem öffentlichen Beifall solcher Leute begierig ist, die nicht wissen, wo sie sind, noch was sie sind?”
( Marc Aurel)

Nachtgedanken 43

Oskars Studierstuben
Das Ziel des philosophierenden Menschen ist das Erkennen. Nicht so sehr im Handeln, sondern im Erkennen verwirklicht sich der Mensch.

Absurd-AG Mister Absurd

Die Philosophie oder das Philosophieren gibt der Existenz des Menschen einen Sinn, und dieser ist, nicht als ein Rädchen im Getriebe der Welt zu funktionieren.

abendliche Himmelsbilder
Früher sprach man von “Selbsterkenntnis”.
Heute sagt man “Selbsterfahrung”

Nachtgedanken 42

Abendstimmung

Der Weg aus diesen Angstverstrickungen in die innere Freiheit, Unabhängigkeit, Gelöstheit und Genußfähigkeit fällt schwer. Nur die Erkenntnis und der Abbau unserer inneren Flucht- und Abwehrmechanismen helfen uns zur Selbstfindung und inneren Freiheit.

Taube fliegt

Wer die Zwangsjacke seiner inneren Ängste überwindet und abstreift, findet zu neuer Klarheit, Lebendigkeit und persönlicher Freiheit.

Abendhimmel

Abendstimmung im Naturgarten

„Das Dasein der meisten Menschen ist von der Angst davor geprägt, ihr Leben voll zu entfalten.“ Alexander Lowen. [98]

Genügsam leben

Genügsam leben

"Wir denken selten an das,
was wir haben, jedoch immer
an das, was uns fehlt.
(A. Schopenhauer)

Juni 2014 - 06 - Olymp 810 - Melanie FW   JöhKapelle 098

Wenn wir uns in einer schwierigen Lage befinden, meinen wir, durch Steigerung dessen, was uns gut- tut, unsere Lage bessern zu können. Wenn wir arm sind, scheint uns Besitz alles zu sein. Wir arbeiten bis zur Aufopferung dafür, uns mehr leisten zu können. Wenn wir es schließlich erreicht haben, stellen wir fest, daß wir nicht zufriedener werden, nur weil wir mehr besitzen.
Nur selten kommt jemand von selbst darauf, daß auch Einschränkung Gewinn sein kann. Wir hoffen, Bedürfnisse und Probleme nach dem Prinzip "mehr desselben", also durch Steigerung von vorhandenen Erlebnis – und Lustspendern erzielen zu können. So ist eine grenzenlose Steigerung angenehmer Erlebnisse und Lustempfindungen schlechterdings unmöglich.

Nietzsche: "Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit."

Der Süchtige wird nicht dadurch satt, daß er immer mehr bekommt, sondern dadurch, daß er letzten Endes auf totale Befriedigung verzichtet. [13]

Weiterlesen

Betrachtung aus theoretischen Sichtweisen

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Wer sich mit psychologischen Inhalten beschäftigt, sieht sich einer verwirrenden Vielfalt von Erklärungsansätzen bzw. Theorien gegenüber. Einige dieser Erklärungen beziehen sich auf eng umgrenzte Phänomene. Andere umfassen komplexere Phänomenbereiche wie z.B. Angst, Aggression, Leistungsmotivation, seelische Gesundheit u.a.. Wiederum andere beziehen alle psychologischen Perspektiven des Erlebens und Verhaltens ein und repräsentieren damit grundsätzlich theoretische Orientierungen innerhalb der psychologischen Forschung.
In der heutigen Psychologie kennen wir vor allem drei grundsätzliche theoretische Positionen (vgl. Schönpflug & Schönpflug 1983) mit jeweils verschiedenen Varianten:
1. Psychoanalyse und andere Tiefenpsychologien
2. Behaviorismus
3. Kognitivismus und Humanistische Psychologie
Diese Sichtweisen liegen, wie sich zum Teil in den Bezeichnungen andeutet, verschiedene Auffassungen über die menschliche Natur zugrunde.
Was das “Wesen” des Menschen ist, was das “Wesentliche” für sein Menschsein ist, dazu kann die Psychologie allerdings keine direkten Antworten geben: Diese Problemstellungen sind nicht Gegenstand psychologischer Forschung, sondern der Philosophie und der plnPhilosophischen Anthropologie.

Buch - aufgeschlagenSo nebenbei noch: Viele Psychologie-Lehrbücher lesen sich eher wie technische Betriebsanleitungen…. weshalb viele Studenten von diesem Fach eher enttäuscht sind, so erging es auch mir.   🙁   und man sucht dann nach Alternativen.

Information ist nicht gleich Wissen

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Information ist nicht gleich Wissen
Wer Wissen und Information gleichsetzt, wird zu keinem vertieften Verständnis von Wissensgesellschaft kommen, denn ”das Problem moderner demokratischer Gesellschaften im globalen Zeitalter sind nicht zu wenig Daten oder kein ausreichender Zugang zu Informationen, sondern zu viele Informationen, aus denen wir zu wenig Sinn bilden.” (Benjamin Barber, S. 91).

Mich  erstaunt es immer wieder wie leichtfertig von einer Wissensgesellschaft geredet wird, die es so nicht gibt. Sowohl Informationsgesellschaft wie Wissensgesellschaft sind Wunschvorstellungen von gewissen Kreisen, ist schlichtweg ein Mythos. Immer wieder muß ich feststellen, wie wenig tiefergehendes Wissen Jugendliche haben, aber auch in der durchschnittlichen Erwachsenenwelt sieht es nicht besser aus. Das systematische und ausdauernde Erarbeiten von Wissen geht immer mehr verloren.

ÜbertragungstechnikenWir werden täglich zwar regelrecht mit Informationen zugeschüttet, aber Masse ist bekanntermaßen noch keine Klasse. Auf der anderen Seiten wird sehr viel Information auch unterdrückt oder falsch bzw. verstellend, verkürzend, vereinfachend dargestellt. (siehe aktuell Ukraine-Krise, Eurokrise, Schuldenkrise)
Ein Großteil der Informationen ist manipulativ und dient den Herrschaftsinteressen der Ober- und Hintertanen. Ein Gutteil der Informationen ist einfach nur unwichtig, wird aber von den Medien aufgebauscht und dient der Ablenkung vor wesentlich wichtigeren Informationen.

Zeit ist Leben…

Zeitschnelllauf
…und Leben ist Zeit 

April 2014 - 17 - Olymp 810 - Aikistensee   Maulbronn 146 Sonnenuhr Kloster Maulbronn

dritter Geburtstag in Heiligenrodean meinem dritten Geburtstag 1953 in Heiligenrode / Kassel

Das Foto wurde mit so einem Fotoapparat wie eine Box – ja die heißen auch Boxkamera – aufgenommen. Bei Blitzaufnahmen mußte man so einen Streifen anzünden und der blitzte dann. Da mußte derjenige der zündete sich beeilen um noch aufs Bild zu kommen. Deswegen wurde da oft auch so verwunderlich geguckt.

Bundeswehrurlaub Weihnachten 1970 1970 Weihnachtsurlaub Bundeswehr daheim in Jöhlingen vom ABC-Abwehrbat 210* heute ABC-Abwehrbataillon 750 – wir waren damals noch in der Dragonerkaserne in Bruchsal-Stadt (heute ist dort eine Priv.-Universität untergebracht) war so ein düsteres Gemäuer.
* ABC – Abwehr = Atom – Biowaffen – Chemiewaffenabwehr (viel Leuteverarscherei ist das im Grunde genommen, deswegen lag ich auch mit den unterrichtenden Off-Lehrern auch immer im Clinch – also damals schon ein rebellischer Geist 😆  🙂 )

erster Computer 1988 mit meinem ersten Atari-Computer

Denke immer daran, daß es nur eine wichtige Zeit für dich gibt, deine Lebenszeit.

mit Lena 2010 mit Enkelin Klein-Lena

Ein kleiner nostalgischer Zeitraffer-Rückblick

mein erster Arbeitsplatz mein erster Arbeitsplatz  1973
Anm.: das sind von alten Papierbilder eingescannte Bilder

Haltlose Welten, verlorene Fähigkeiten (Nachtgedanken 37)

Der gute Geist?

Die Situation ist verheerend: Krankheiten sind zum eigentlichen Modus vivendi geworden, wie Erschöpfung, Ausgebranntsein, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Unruhe, Langeweile, Aggressivität, Bissigkeit, Feindseligkeit, Neid, Angst, das Ringen um die Überlegenheit um jeden Preis… Viele wesentliche Begriffe sind verfälscht oder verschwommen: Sexualität, Erziehung, Sozialklima, menschliche Werte, Religionen …

Wegweiser

Menschliche Kontakte sind oberflächlicher geworden, die Menge ersetzt das bewußte Individuum. Die Selbstbeherrschung verschwindet, während Ruhe und Ausgeglichenheit nebst Zufriedenheit zu Raritäten werden. Dabei ist ein wesentlicher Faktor zur Gesundheit, die Zufriedenheit.

Schlafes Bruder
Unsere Zeit ist eine Zeit der Verdrängung.
Das bewußt denkende Individuum verschwindet. Der moderne Mensch handelt nicht mehr nach seinem Verstand oder seinen bewußten Gedanken, sondern nach seiner übersteigerten, krankhaften Emotivität.

Lebenssinn

Blumenstraus - abstrakt 0
Die Stoiker des 3. und 2. Jahrhunderts vor Christus, deren bedeutendste Vertreter unter anderen Zeno, Seneca, Marcus Aurelius waren, nannten den Menschen gelassen, der sich selbst lebt in Ausgeglichenheit von Seele, Leib, Geist und im Einvernehmen mit der Weltvernunft, der er sich unterstellt.

Sinn und Wesentlichkeit

Die Gelassenheit, die ein Mensch in seinem Tun und Erleben bewahrt, ist kein fragloses Annehmen des Allgemeingeschehens, sondern eine ausgeglichene Haltung in Bejahung oder Ablehnung.

Innerlichkeit
Unbeteiligtsein führt dazu, der Dinge wahres Wesen zu erfassen;
Ruhigsein dazu, dem Fluß des Bewegten die rechte Richtung zu geben
(Fernöstliche Weisheit)

Heimatlos und entwurzelt

Entwurzelt Entwurzelt

Das Bedürfnis nach Geborgensein und unerschütterlichem Urvertrauen gehört zu den elementarsten überhaupt.

Doch heute gehört dieses Bedürfnis auch zu den bedrohtesten. Viele Menschen fühlen sich heimatlos und entwurzelt, leiden an Angst, Selbstzweifel und Desorientierung.
Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink sagt über die gegenwärtige Generation: Sie „ist erschöpft, weil sie überfordert ist, und sie ist überfordert, weil sie wenig mitbringt, womit sie den anstehenden Anforderungen begegnen könnte.“ (Der Spiegel 1/2003)
Menschen heute sind in einer „Identitätsnot“: Die Vorstellung, über die Zeit hinweg mit sich identisch zu sein, ist brüchig geworden.
In der modernen Massengesellschaft wird, nicht zuletzt von Werbestrategen, ein Scheingefühl der Besonderheit erzeugt. Identität wird zur vorgefertigten Hülle einer kulturellen Formensprache, die sich an einen bestimmten Turnschuh oder eine bestimmte Jacke binden kann.

Der Sozialpsychologe Kenneth Gergen meint, es gebe nur noch ein „multiphrenes Selbst“, also ein Selbst mit vielen geistigen Einheiten.
Wie können sie echte Geborgenheit wiedererlangen?

Die Psychotherapie alter Schule suchte die Quellen des Urvertrauens in einer unbeschadeten Kindheit.
Als sinnorientiertes Wesen kann der Mensch echte Geborgenheit nur in einer geistigen Heimat, in seinem transzendenten Ursprung finden. Alle Versuche, ihn auf dieser Erde Wurzeln schlagen zu lassen, müssen scheitern, wenn nicht zugleich die „Himmelswurzeln“ entfaltet werden.

Wo ist der Sinn?