“Das Staunen ist ein Glück,
und ist nicht auch das
Träumen ein Glück?”
(Edgar Allen Poe)
Archiv der Kategorie: Unterwegs
Nun ist er da
Der Regenmann vom Wetterhäuschen drängt nach draußen
Heute ein kleiner Vorgeschmack auf das Kommende. Grau in grau bedeckt, regnerisch und zeitweilig auch Fieselregen und empfindlich kühler.
Mit Müh und Not wurden nur zeitweilige 18° C erreicht, die meiste Zeit waren es nur 14°C und keine Sonne in Sicht. Da hatten wir gestern noch mal Glück, Enkelin Klein-Lena wünschte sich einen Baggerseebesuch in Weingarten.
Altweibersommer war es zwar nicht mehr, sondern Herbstwetter mit 24°C aber zeitweilig frischen Wind. Die Nächte sind nun auch schon herbstlich-kühl.
Baggersee Weingarten – wir gehen immer wieder mal gerne hier her –
Blick vom Weingartener Baggersee auf den Michaelsberg Unter-+ Obergrombach
Diese Kombination Kiefern + Birken mag ich – erinnert mich immer an Schweden und Finnland, diese Länder waren mir immer lieber wie südliche Länder.
Blick vom Weingartener Kirchberg in die Rheinebene
Vom Baggersee ging es noch auf den Weingartener Kirchberg, weil dort ein schöner Spielplatz ist. Nach ausgiebigen schauckeln etc. ging es dann noch an den Walzbach mit Rückhalteweiher.
Einfach herrlich diese Tage
So könnte es ruhig noch länger gehen mit dem schönen Altweibersommerwetter.
Erst war ja ein kräftiger Wind, auf meinem Rundwanderweg von Wössingen nach Wöschbach und im großen Bogen zurück. Später war dann nur noch ein sehr leichter und milder Südwind zu verzeichnen. War das eine Wonne und wohltuend ruhig auf dieser Tour, im Gegensatz zu der nervigen Stadtnähetour vorgestern.
Es war einfach wieder ein herrliches Wanderwetter. Sogar nochmals wärmer wie am Vortag, mit 26° C sommerliche Werte.
Blick in Richtung Berghausen (Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal-Berghausen
Blick in die Rheinebene bei Karlsruhe von Wöschbach aus.
Kirche in Wöschbach – ein seltener und eigenartiger Kirchturm –
Mal wo anders gelaufen
Blick in Richtung Berghausen (Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal-Berghausen
Vom Waldparkplatz am Gut Rittnerthof bin ich Richtung Söllingen gelaufen.
Irgendwie war nicht so mein Tag. Es war auch zu merken, daß die Stadt in der Nähe war. Dadurch gleich mehr Betrieb auch im Wald. Die Biker-Fahrer waren auch zu hauf unterwegs, die nerven oft auch nur, die würden einem auch noch übern Haufen fahren. Da sind genug rücksichtslose Raser dabei. Aber was ist denn heutzutage noch normal? Jedenfalls hatte ich nicht so lange Ausdauer wie sonst. Es geht doch nichts über das ruhige Landleben, obwohl da Vieles auch nicht mehr so ist wie früher. Bin dann lieber noch in Wöschbach gelaufen. Da hat man mehr Ruhe vor all diesen Dösbattels. 🙁
Mal wieder auf dem Turmberg
Turmbergbahn auf den Turmberg Durlach
Da oben ist meistens auch immer Trubel und Andrang
Blick auf Durlach mit der Karlsburg
Blick auf Karlsruhe – und wie meistens mal wieder diesig –
für mich ein Zeichen, daß die Stadtluft nicht so gesund und günstig sein kann. Wenn ich schon länger in der Stadt war, habe ich meistens Kopfweh bekommen, was ich sonst eher selten habe. Es geht doch nichts über gute Landluft.
Übrigens war ich dieses Jahr noch nicht in der Stadt d.h. in Karlsruhe. Vermisse ich auch nicht, nun erst recht nicht, wo so viele Asylanten und Ausländer überall rumlatschen. Das ist nicht mehr meine Welt. 🙁
Karlsruhe Industriegebiet Hagsfeld bzw. Grötzingen
Blick auf Durlach und Karlsruhe
Blick in Richtung kleiner Odenwald (Wiesloch, Leimen, Heidelberg)
Der Kleine Odenwald ist der bis 567,8 m ü. NHN[1] hohe Südteil des Mittelgebirges Odenwald und ein Teil des Naturraumes Sandstein-Odenwald im Nordteil von Baden-Württemberg. Ostsüdöstlich von Heidelberg bzw. südlich vom Neckar, der den Kleinen Odenwald vom restlichen Odenwald trennt, […] Auszug von Wikipedia)
Es roch irgendwie so schweflig-komisch hier oben. Bin dann weiter in Richtung Rittnerthof und dort in den Wald etwas laufen.
Notgedrungen in Feindesland
Da ich mal wieder auf den letzten Drücker mit der Steuererklärung dran bin, mußte ich notgedrungen heute nach KA-Durlach fahren und die Steuererklärungsformulare im Finanzamt zusammen stellen und mitnehmen. Elektronisch mag ich den Murks (Elster) nicht mehr unterstützen. Die Software hat mich schon zu oft maßlos genervt.
Solche Häuser, wie hier das Blaue, mag ich ja, es steht nur an der falschen Stelle, in einer engen Großstadt…die ich überhaupt nicht mag.
Mir war es schon immer ein Rätsel, wie man sagen konnte: Stadtleben macht frei!
Mich beengt Stadtleben und die vielen Menschen auf einem Fleck kann ich eh nicht ab. Lange habe ich es dann auch nicht ausgehalten.
Freier Platz bei der Karlsburg (Durlach)
Seitenblick auf die Karlsburg in Durlach (Stadtteil von Karlsruhe) Durlach ist der größte Stadtteil von Karlsruhe Die einstmals eigenständige Stadt war von 1565 bis 1718 Residenzstadt der Markgrafschaft Baden-Durlach. 1715 ging von hier die Gründung der neuen Residenzstadt Karlsruhe aus, in die Durlach 1938 zwangseingemeindet wurde.
Platz bei der Karlsburg in Durlach
Blick nach rechts in die Pfinztalstrasse
Blick nach links in die Pfinztalstrasse
und flugs auf dem Absatz kehrt gemacht und zum Auto zurück.
Obwohl es ja sehr ruhig war in diesem Bereich.
Ansonsten ist ja in der Stadt immer auch ein Haufen Verkehr, daß ich mich oft frage, wer arbeitet denn überhaupt noch….
Zurück zu meinem Hügelhüpfer, da steht er vor dem Schloßpark.
Wir sind dann flugs wieder raus aus der Stadt und hoch auf den Turmberg.
Michaelsbergumwanderung
Nun zum Teil 3 der Michaelsberg und Kaiserberg Umrundung.
Blick auf Kirche in Untergrombach vom Höhenrundweg Michaelsberg.
Übrigens: Untergrombach und Obergrombach sind Ortsteile von Bruchsal.
Untergrombach ist der grö0te Stadtteil von Bruchsal.
Trockenmauernweg Höhenrundweg Michaelsberg Unter-+ Obergrombach
Idyllische Wege – hier muß ich unbedingt im nächsten Frühjahr zur Baumblüte laufen. Der Vogelgesang dürfte hier auch erbaulich sein.
teilweise sind hier auch Flächen verwildert
Rundwanderung um Michaelsberg und Kaiserberg 2
Wunnebar war dieser Tag und diese Wanderung.
Schade! Es ist absehbar, daß dieses schöne Wetter nicht mehr von langer Dauer sein wird. Obwohl die nächsten zwei Wochen das Wetter wohl nicht so schlecht ausfallen wird. Vielleicht haben wir ja auch noch Glück mit einem goldenen Oktober.
Blick vom hinteren Kaiserberg in Richtung kleiner Odenwald – Leimen – Heidelberg
hinterer Kaiserberg Untergrombach
Blick auf Kühltürme vom KKW Philippsburg vom Kaiserberg
nun geht es abwärts – ein typischer Kraichgauer Hohlweg führt nach unten
Nun geht es nach unten, später muß ich wieder hoch
Blick durch Lücke auf Untergrombacher Gewerbegebiet
Noch weiter unten – Blick auf Untergrombach
typische Lößwände (Löss ist das Ausgangssubstrat für die ackerbaulich günstigsten Böden weltweit. Der Begriff „Löß“ erschien erstmals 1821 im Zusammenhang mit Lössablagerungen im Rheintal. Lössgebiete werden in Süddeutschland auch als Gäulandschaften, in Norddeutschland als Börden bezeichnet)
Blick auf Untergrombach – nun geht es wieder aufwärts, um den Michaelsberg herum von westlicher Seite.
Aufwärts auf dem Höhenrundweg Michaelsberg
Reflexionstein (Fürbittsteine) auf halben Weg
Madonnenhäuschen Michaelsberg Höhenrundweg
Steilwände am Höhenrundweg um den Michaelsberg
Blick auf Untergrombach in südlicher-westlicher Richtung Weingarten
Nächste Erbauungsstation – da ich mich auch so beladen fühlte, machte ich hier eine kleine Rast, da ich ja immerhin schon länger unterwegs war.
—-> weiter in Teil 3
Rundwanderung um Michaelsberg und Kaiserberg
Das Wandern ist momentan eine Lust.
Als Rentner alle Zeit der Welt, gesundheitlich soweit auf dem Damm und das Wetter super Wanderwetter. 🙂
Beginn der Wanderung auf dem Michaelsberg Obergrombach an der Kapelle
Blick auf Untergrombach und in die Rheinebene – man sieht wieder wie diesig es in der Rheinebene oft ist, der Pfälzer Wald war kaum zu sehen, auch der Dom zu Speyer war nicht sichtbar.
Teil des Kaiserbergs – größtenteils Naturschutzgebiet –
Den Kaiserberg kann man nur weitläufig umgehen, ein Direktabstieg ist nicht möglich weil zu steil.
Pfad auf dem Kaiserberg – übrigens wachsen und gedeihen hier viele seltene Pflanzen und auch seltene Schmetterlingsarten sind hier anzutreffen. Kiefernbestand und Halbtrockenrasen ist hier anzutreffen.
Herbstabendminiwanderung
Heute Nachmittag hatte ich erst einmal 2 Ster Holz zu bunkern. Nach getaner Arbeit gegen 18 Uhr habe ich noch einen kleinen Abend-Rundgang in Jöhlingen / Weingarten unternommen. Schade! Die Tage haben nun doch schon merklich abgenommen. Ja, und frischer und herbstlicher ist es geworden. Die Tageshöchsttemperatur lag bei 24° C, für diese Jahreszeit eigentlich noch angenehm. Trotz sonntäglicher Regen waren die Feldwege noch gut zu laufen.
Einer meiner Jöhlinger Lieblingswege
Lieblingswege – Feldweg nur leicht angefeuchtet
Gottseidank gibt es noch solche natürlichen Flecken in der Natur
Blick auf Jöhlingen in abendlicher Herbststimmung
herbstlicher Blick auf Jöhlinger Weinberge
Blick in Richtung Wössingen über Jöhlingen hinweg
nochmals Blick auf Jöhlinger Weinberge
Ein wenig gemildert
Ein wenig gemildert wurde die Trockenheit durch den ergiebigen Landregen am Sonntag. Gottseidank ohne Gewitter, Unwetter oder Starkregen.
schon ziemlich ausgetrocknet hier Grötzingen Knittelberg
dürres Gras – Hintergrund Grötzingen
durch diese extreme Trockenheit ist erhöhte Brandgefahr gegeben
auch die Bäume sahen teilweise sehr bedauernswert aus. Die Kirschbäume waren schon im Juli so gestreßt im Anblick. Die Blätter teilweise arg zerfressen (Schädlinge?) Viele Kirschbäume hatten auch nicht so üppig Frucht wie im letzten Jahr. Unsere Pflanzen und die Natur sind diese extremen Hitzetemperaturen auch nicht gewöhnt.
obwohl am Samstag schon sehr dunkle Wolken aufzogen regnete es auf meiner Wanderung noch nicht. Erst in der Nacht zum Sonntag kam dann der erlösende Landregen. Ein paar nette Unterhaltungen waren auch zu verbuchen. Je näher man einer Großstadt kommt, in diesem Fall Karlsruhe, um so mehr Menschen begegnen da einem halt.
Blick in die Rheinebene – wie meistens diesig – das kann doch wohl nicht so gesund und toll sein. Rechts ein Stück deutsche Fluchtbahn (Autobahn) zu sehen. An diesem Wochenende mal wieder viel Verkehr und haufenweise Staus und Unfälle, sogar heute noch am Montag.
als krönender Abschluß dieses Wandertages Abendstimmung über der Rheinebene von Weingarten aus gesehen.
Abendstimmung über dem Schwarzwald von Weingarten aus gesehen.
Noch mal ausgenutzt
Nochmals auf Wanderschaft gegangen bevor der große Regen und der Wetterumschwung kommt. Dunkle Wolken waren ja schon im Anmarsch.
Davon abgesehen, die Natur, die Pflanzen und Bäume brauchen dringend Regen.
Es ist ja alles so erbärmlich trocken und dementsprechend sieht auch alles aus.
Blick vom Knittelberg auf Grötzingen
Heute war eine Rundwanderung um den Grötzinger Knittelberg angesagt.
Blick vom Knittelberg auf Karlsruhe
Blick in die Rheinebene und auf den Pfälzer Wald bei Karlsruhe
Blick ins Pfinztal – vorne Berghausen hinten Söllingen und die Wolken wurden immer dunkler.
Abendwanderung
Abendwanderung: Blick auf Wössingen
Tagsüber war es mir heute doch ein wenig zu warm, mit 31° C – obwohl ich die ganzen Tage bei ähnlichen Temperaturen längere Wanderungen unternahm.
Blick auf Wössingen in der Abendsonne – Zementwerk und Neubausiedlung Bäderäcker.Es war angenehm, sogar die Bremsen waren friedlich gestimmt.
Blick auf Wössingen in der Abendsonne
Es dominiert jetzt wieder die braune Erdfarbe.
Es ist unübersehbar in der Natur der Hebel auf Herbst umgelegt. Auch merkbar an der morgendlichen und abendlichen Einfärbung des Himmels und zunehmender Taufeuchte. Es ist aber viel zu trocken, hat zwar den Vorteil, daß die Wald- und Wiesenwege sehr trocken sind. Viele Bäume haben auch Trockenschäden.
Abendhimmel über Wössingen – Richtung Schwarzwald Störungsanzeichen –
1001 Beiträge (Posts) in 5 Jahren und 8 Monaten
Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Das Glück, so empfinden viele Menschen, ist vor allem da, wo man selbst gerade im Moment nicht ist. Auf einer Urlaubsinsel vielleicht, auf einem Kreuzfahrtschiff oder…Was hier ist, vor Ort, im Moment, ist doch meist nur der schnöde Alltag. Die meisten Menschen reagieren nur noch auf das “Außergewöhnliche”, auf das Spektakel oder Spektakuläre. Selber freue ich mich immer wieder, wenn ich wirklich “neue Wege” gegangen bin, die ich tatsächlich noch nie gelaufen bin. Da gibt es noch so viel Neues zu entdecken in nächster Umgebung.
”Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.”
(Wilhelm Busch)
Es kommt nicht darauf an, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen, die fernen Länder oder Kontinente. In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen. Jedenfalls genieße ich sowohl meine Wanderungen und im nachhinein meine Bilder. Davon abgesehen, bei den vielen Idioten die auf den Straßen unterwegs sind, zieht es mich nicht mehr in die Ferne und auf weite Reisen.
Da steht meine Hügelhüpferrollkugel vor dem Hintergrund des Wössinger Golfplatzes.
Man sollte schätzen, was man hat bzw. wo man lebt. Denn das „Gute liegt so nah“. Man verkennt oft die Schönheit der eigenen Umgebung. Man vergisst zu schnell die Besonderheit der eigenen Region. Schon immer habe ich liebend gerne die Landkarten studiert. Habe auch eine kleine Handbibliothek über den Kraichgau, Nordbaden, Baden-Württemberg, Odenwald und Schwarzwald.
„Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist.” Obwohl es mich auch schon fortgezogen hat, nach so langer Zeit , nach 47 Jahren die ich hier lebe und zugebracht habe, ist mir die Gegend doch vertraut und erscheint mir oft als Heimat.
Immer mehr in kürzerer Zeit erleben, immer weiter weg, immer exotischer ist zwar des deutschen Michels Trend, er ist Reiseweltmeister, aber zufriedener ist er dadurch nicht. Mich freut es in der Urlaubs- und Reisezeit immer, wenn dann noch weniger Verkehr ist und man noch weniger Menschen in der Natur begegnet. 🙂
Über Stock und über Stein
stilles Gedenken am Waldesrand
So froh, so frohgelaunt wie ich bis hier her war, nun war ich ein wenig traurig, weil mir so viele Menschen in den Sinn kamen, die es nicht so gut haben und die schon gestorben sind. Die Vergänglichkeit zeigte sich auch in der Natur und im Wald. Die Herbstzeichen sind unübersehbar.
Das Rätsels Lösung- das ist ein Funkfeuer (leit) System für den zivilen Flugverkehr
Ich hätte vor lauter Wohllust laut jodeln können
So wohl war mir heute bei meiner Wanderung mit wunderbarem Wanderwetter.
Zwar warm mit 30° C, aber nicht so schwül und es ging ein leichter Wind. Dankbar und froh war ich und erfreute mich an schöner Landschaft, blauen Himmel und Wolkenbilder nach meinem Geschmack. Mein Ausgangspunkt war am Wössinger Golfplatz, weiter zur Traiser Bauernsiedlung, an Königsbach vorbei über Söllinger Gemarkung durch den Wald nach Wöschbach.
solche Wege und Landschaften liebe ich
Bei solchen Himmelslandschaften, bei blauem Himmel mit solchen schönen Wolken, kann ich immer wieder stehen bleiben und die Blicke schweifen lassen. Es war mir trotz den 30° C auch nicht zu warm oder belastend.
Menschen sind mir keine über den Weg gelaufen, nur der Kalkungshubschrauber war öfters zu hören. Bei uns werden z.Zt. die Wälder gekalkt.
Blick auf die Bauernsiedlung Trais
am Waldrand entlang in ein Waldtal
hier noch viel grün, denn teilweise dominiert doch schon braun (Erdfarben)
Nachtgedanken 75
„Laß in Gedanken die Verstorbenen und die Lebenden an dir vorüberziehen, die sich an eitle und unnötige Dinge verloren haben und darüber vergaßen, ausschließlich ihrer eigenen Wesensart gemäß zu leben und ihrer Bestimmung zu folgen.” (Marc Aurel)
Du kannst dich ja als Mensch, auf dich selbst zurück ziehen. Der Mensch findet nirgends eine stillere und ungestörtere Einsamkeit als in seiner eigenen Seele.
Auf meinen zahlreichen Wanderungen in letzter Zeit, konnte ich ebenso wie in den Nachtgedanken, in der Waldesstille über so manches nachdenken, wenngleich die Wirkung der Natur im Vordergrund stand.
Die Lücken ausnutzen
Da der Sommer immer noch nicht so verläßlich daher kommt, nutze ich die Wetterlichtblicke zum Wandern. Wenn dann noch mein Zeitkontinent mitspielt geht es ab auf die Wanderpirsch. Was heute mal wieder möglich war.
Jöhlinger Feldflur bei Binsheimersiedlung
Heute war meine Wanderstrecke von Jöhlingen nach Gondelsheim / Erdbeerhof und im Bogen wieder zurück. Das Wetter war dazu angenehm, warm aber nicht zu heiß, keine Gewittergefahr und kein Regen in Sicht.
Waldfrieden
Ruhige Waldwege und geheimnisvolle Waldlichtungen liebe ich, genauso wenn mir nicht laufend Menschen begegnen. Diese Ruhe die dann herrscht ist Balsam für die Seele.
Das einzige Ärgernis waren die zahlreichen Bremsen (Stechmücken).
Getreideernte noch im vollen Gange
Blick auf Wössingen von den Jöhlinger Weinbergen
Blick von den Jöhlinger Weinbergen in die Rheinebene und zum Pfälzer Wald
Unregelmäßig
Ausgangspunkt der Wanderung Marienkapelle Jöhlingen
Unregelmäßig wie das Wetter ist kann auch nur gewandert werden.
Die “Nußbaumallee” hinunter ins Wöschbachertal
Im Wöschbachertal – es war sehr warm – trotzdem gut zu laufen
Waldrandweg in Richtung Berghausen
Blick auf Berghausen (Pfinztal)
Sommer
Ich komm im Sommerwald daher
Und lausche seinem Weben –
Kein menschlich Schreiten trägt mich mehr,
Ein Wallen ist’s und Schweben.
Ich blicke nieder zur Blume ins Kraut,
Blick auf zur Sonn in die Höhe –
Wie aus dem Kleinen das Große sich baut:
Geheiligt ist, was ich sehe!
Klar wird’s in mir und seherhell –
Wie meine Sinne lauschen,
Klingt in mich ein, was leis der Quell,
Was Gräser und Bäume rauschen,
Hör ich das kreisende Blut der Natur
Durch Erden und Welten wallen,
Hör ich durch alle Kreatur
Den e i n e n Herzschlag hallen.
(Ferdinand Ernst Albert Avenarius 1856 – 1923)
(Deutsche Lyrik der Gegenwart, 1882 – Hausbuch deutscher Lyrik, 1902)
Zurück durch den Mückenlochwald nach Jöhlingen
Kornrauschen
Bist du wohl im Kornfeld schon gegangen,
wenn die vollen Ähren überhangen,
durch die schmale Gasse dann inmitten
schlanker Flüsterhalme hingeschritten?
Zwang dich nicht das heimelige Rauschen,
stehn zu bleiben und darein zu lauschen?
Hörtest du nicht aus den Ähren allen
wie aus weiten Fernen Stimmen hallen?
Klang es drinnen nicht wie Sichelklang?
Sang es drinnen nicht wie Schnittersang?
Hörtest nicht den Wind du aus den Höhn
lustig sausend da sie Flügel drehn?
Hörtest nicht die Wasser aus den kühlen
Tälern singen du von Rädermühlen?
Leis, ganz leis nur hallt das und verschwebt,
wie im Korn sich Traum mit Traum verwebt,
in ein Summen wie von Orgelklingen,
drein ihr Danklied die Gemeinden singen.
Rückt die Sonne dann der Erde zu,
wird im Korne immer tiefre Ruh’,
und der liebe Wind hat’s eingewiegt,
wenn die Mondnacht schimmernd drüber liegt.
Wie von warmem Brot ein lauer Duft
zieht mit würz’gen Wellen durch die Luft.
(Ferdinand Ernst Albert Avenarius – 1856 – 1923)
(Die schönsten deutschen Gedichte, S. 757, 2010)
Leider gibt es die Kornfelder meiner Kinder- und Jugendzeit nicht mehr. Sie waren mannshoch und da konnte man wirklich von einem Kornfeldmeer sprechen.
Keine Beständigkeit
Keine Beständigkeit mit dem Wetter, der Sommer macht geradewegs so weiter wie der Frühling. Einfach unbeständiges Wetter und vermehrt Unwettergefahren. Obiges Bild: Blick vom Michaelsberg in die Rheinebene – Beginn einer Gewitterfront
Hier zog das Gewitter am Pfälzer Wald entlang in Richtung Norden
Hier kommt das nächste Gewitter über Karlsruhe aus südlicher Richtung. Zuvor bin ich einem Gewitter aus östlicher Richtung davongefahren, nun kommen auch hier die nächsten Gewitter an.
Vor dem einsetzenden Starkregen in die Kapelle geflüchtet. Dort ist man gut aufgehoben, weil gleich 14 Schutz – Heilige Zuspruch und Behütung versprechen.
Auswahl an Schutzheiligen (Nothelfer)
Wenn ich hier bin, für mich immer ein Gedenken an meine Toten und eine Einkehr zur Besinnung. An diesem Tag hatte ich es nötig, weil Ärger und Frust zu verdauen waren. Die Michaelskapelle für mich immer ein Ruhepol und der Blick vom Michaelsberg immer wieder schön und erbaulich.
Ein neuer Flyer lag aus.
Atempause auf dem Michaelsberg
: Atemholen
: Durchatmen
: Weitergehen
”Du mußt nicht über die Meere reisen,
mußt keine Wolken durchstoßen und
nicht die Alpen überqueren. Der Weg,
der dir gezeigt wird, ist nicht weit, du
mußt deinem Gott nur bis zu dir selbst
entgegengehen. Denn das Wort ist dir
nahe: Es ist in deinem Mund und in
deinem Herzen.”
(Bernhard von Clairvaux)
Weitergehen … Weiterfahren… ja, dies tat ich dann bei strömenden Regen
Sommerregenlandschaft in Wössingen
Zum >Heimgehen< war es mir noch nicht.
Bin dann noch von Wössingen nach Wöschbach gelaufen, der Regen hatte aufgehört und es klarte immer mehr auf.
Unterwegs in freier Landschaft
An die Wolken
Und immer wieder,
wenn ich mich müde gesehn
an der Menschen Gesichtern,
so vielen Spiegeln
unendlicher Torheit,
hob ich das Aug
über die Häuser und Bäume
empor zu euch,
ihr ewigen Gedanken des Himmels.
Und eure Größe und Freiheit
erlöste mich immer wieder,
und ich dachte mit euch
über Länder und Meere hinweg
und hing mit euch
überm Abgrund Unendlichkeit
und zerging zuletzt
wie Dunst,
wenn ich ohn` Maßen
den Samen der Sterne
fliegen sah
über die Acker
der unergründlichen Tiefen.
Christian Morgenstern (1871-1914)
Ich bin der Juli
Grüß Gott! Erlaubt mir, dass ich sitze.
Ich bin der Juli, spürt ihr die Hitze?
Kaum weiß ich, was ich noch schaffen soll,
die Ähren sind zum Bersten voll;
reif sind die Beeren, die blauen und roten,
saftig sind Rüben und Bohnen und Schoten.
So habe ich ziemlich wenig zu tun,
darf nun ein bisschen im Schatten ruhn.
Duftender Lindenbaum,
rausche den Sommertraum!
Seht ihr die Wolke? Fühlt ihr die Schwüle?
Bald bringt Gewitter Regen und Kühle.
Paula Dehmel
(1862 – 1918)
Das muß man ausnutzen…
Wenn dann mal ein oder zwei Tage erträgliches Wanderwetter ist, heißt es sich auf den Weg zu machen. Die Lücken muß man ausnutzen, weil von einer beständigen Sommerwetterlage kann nicht gesprochen werden.
Von der Bauernsiedlung Sallenbusch (Weingarten) nach Obergrombach und von dort nach Untergrombach und zurück über den Bergwald zur Bauernsiedlung im Sohl und dann zum Ausgangspunkt zurück. Fast 5 Stunden war ich da wieder unterwegs.
Das Wintergetreide ist weitgehend schon gedroschen.
Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten
Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigernten.
— Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.
Theodor Storm, 4. Str. Abseits
(1817-1888)
freie Landschaft – im Hintergrund die Bergkette vom Schwarzwald
Obergrombach von Süden aus betrachtet
Solche abgeschiedenen Waldwiesen und Lichtungen liebe ich
Blick auf die Obergrombacher Burg
Die Einen erfreuen sich an der Natur, die Anderen zerstören sie
Es erstaunt mich immer wieder…
Es erstaunt mich immer wieder wie viele Wege und Ecken ich noch garnie gelaufen bin, oder es schon sehr lange zurück liegt. Im Nachhinein bedauere ich es auch, viel zu viele Jahre extensiv gearbeitet zu haben, Dadurch kam doch vieles viel zu kurz. Zeitweilig bin ich kaum mehr zum Wandern oder Laufen gekommen.
Ausblick aus dem Wald
Indem ich allein dahinmarschierte,
fiel mir ein,
daß ich im Grunde alle meine Wege so einsam gemacht habe,
und nicht nur die Spaziergänge,
sondern alle Schritte meines Lebens.
(Hermann Hesse – Eine Fußreise im Herbst)
Wochenendwanderungen
Weingartener Weinberg Wegidylle
Der Supersommer ist es ja (noch) nicht, aber am Samstag war doch für meine Belange Superwetter.
Blick auf Weingarten und in die Rheinebene
Es war warm aber trotzdem angenehm zu laufen, weil es auch nicht zu schwül war.
Außerdem konnte ich beruhigt länger unterwegs sein, weil die Gewitterneigung gering war.
Blick auf Weingarten und in Richtung Karlsruhe (Oberrhein)
Mal wieder meine Freundin besucht…
Meine Freundin im Weingartener Vogelpark besucht und gleichzeitig unserer Enkelin Klein-Lena einen Herzenswunsch erfüllt, sie wollte mal wieder hier her.
Die Eule das Symbol für Klugheit und Weisheit. Schon im antiken Griechenland galt die Eule als Weisheitsvogel.
Wer die Augen offenhält, der wird die Welt anders sehen und hat
gute Chancen den Weg zur Weisheit zu finden.
Wenn ich spätabends noch meine Runde ums Haus drehe, gleitet manchmal eine Eule ganz in meiner Nähe durch die Nacht.
Da wir am Feldrand und an Gebüschrainen leben sind allerlei Tiere anzutreffen.
Schade! Es fehlten viele Tiere und Vögel, auch so manche Voliere war nicht mehr in Betrieb. Die Vereine tun sich auch immer schwerer Jungnachwuchs zu bekommen. Enttäuscht war Lena auch weil der Spielplatz mit Schaukel nicht mehr vorhanden ist. Das Wetter war ideal für den Besuch, warm mit 27° C, aber nicht so schwül und drückend.
Auf dem Wössinger Lugenberg
Der Mensch kann nicht nur die Nase in Bücher stecken oder im Bunker verweilen, Mann man muß auch mal hinaus ~~~~
Also ging ich mal wieder meinen Hausweg hoch zum Lugenberg (höchste Erhebung – Berg – von Walzbachtal mit 266 Meter)
Blick vom Lugenberg in Richtung Bretten – vorne Dürrenbüchig –
Dürrenbüchig und im Hintergrund Diedelsheim
Blick vom Wössinger Lugenberg in Richtung Nord auf den Katzenbuckel
(höchster Berg vom Odenwald
Der Katzenbuckel ist ein erloschener Vulkan und mit 626 m ü. NHN der höchste Berg des Odenwaldes. Er befindet sich bei Waldkatzenbach im baden-württembergischen Neckar-Odenwald-Kreis. Auf dem Berg steht der Aussichtsturm Katzenbuckel )
Blick vom Lugenberg in Richtung Schwarzwald
ehemalige Bunkeranlage von der Flakanlage im 2. Weltkrieg, die nach dem Krieg gesprengt wurden. Jetzt zugewachsen und ein Rückzugsort für die Natur. Kein Wunder haben die damals diesen Standort gewählt, von hier hat man eine gute Rundumsicht. Blick zum Odenwald, Schwarzwald und Pfälzerwald.
Blick vom Lugenberg über die Rheinebene hinweg auf die Pfälzerberge (Pfälzer Wald) Weiter vorne links war da noch eine Bunkeranlage die dann auch gesprengt wurde, jetzt auch zugewildert.
ehemalige Bunkeranlage linkerhand
Sporadisch: Auf Wanderschaft
Leider komme ich momentan nur sporadisch zum Wandern. Ebenso zu vielen anderen Tätigkeiten. Durch das Renovieren, umgestalten und umziehen bleibt vieles auf der Strecke. Bin ich froh, wenn die Renovierung endlich abgeschlossen ist und wieder Ruhe und Normalität eingekehrt ist. 🙁
Auch das Lesen und die Bücherarbeit kommt momentan zu kurz.
Längst wollte ich auch schon weitere Fahrten unternehmen, so z.B. meine längst geplante Fahrt an den Neckar und in den Odenwald zum Bärenbold. Eine Stromberg-Rundfahrt wollte ich schon längst gemacht haben, aber oft spielte das Wetter auch nicht mit. 🙁
Sommerlandschaft bei Weingarten auf dem Katzenberg
Auf dem Katzenberg bei Weingarten – im Hintergrund Schwarzwaldberge
Blick vom Katzenberg in Richtung Walzbachtal im Vordergrund Jöhlingen
Neulich wanderte ich den Kraichgauer Fischweg Teil1
Mit seinen „sanften Hügeln“ bietet sich der Kraichgau zum Wandern geradezu an. Themenwege wie „Weinlehrpfade“, „Streuobstwege“ oder „Waldfühlpfade“ gibt es reichlich. Seit Samstag, 24. September, ist die „Kraichgauer Hügellandschaft“ um eine Attraktion reicher, den Fischwanderweg Kraichgau – meldet der Odenwaldklub Ortsgruppe Kraichtal e.V. – wahlweise die 11, 13 oder 18 Kilometer, gut ausgeschilderten Strecken.
Meine Wanderung begann in Büchig (Ortsteil von Bretten)
Kraichgauer Landschaft bei Büchig
typischer Hohlweg des Kraichgaus bei Büchig
(Charakteristisch für den Kraichgau als Kultur- und Naturlandschaft sind die Hohlwege mit ihrer spezifischen Fauna und Flora. Als Zeugnisse ehemals wichtiger Verbindungs- und Wirtschaftswege sind sie heute größtenteils als Natur- und Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Ihre teilweise mehrere Meter hohen Steilwände, eingeschnitten in feinkörnigen Löss, bilden Übergänge zwischen verschiedenen Agrarkulturen und bieten einer überdurchschnittlich großen Zahl von Lebewesen ökologisch wertvolle Nischenlebensräume. – Quelle vhs-Karlsruhe – pdf-Datei Hohlwege im Kraichgau – Bilder Hohlwege im Kraichgau)
Wohl nicht von langer Dauer
Weil es ab morgen schon wieder sehr gewitterträchtig mit Unwetterpotential wird, habe ich heute noch das erträgliche Wetter ausgenutzt und bin auf Wanderschaft gegangen. Es war zwar ungewohnt heiß, aber ein schöner blauer Himmel mit weißen Wolken, erfreute mein Gemüt. 🙂
Das Auto blieb in der Garage, mein Weg begann gleich zwei Häuser weiter von unserem Haus in den verlängerten Feldweg zur Rundwanderung.
Gleich zu Beginn die Schafe und Ziegen bei der Siesta angetroffen
Frühsommer (Wiesen) Landschaft
So fängt er an mein Hausweg in die Natur
So geht er weiter mein Hausweg
noch ein Stück weiter – Rückblick auf Wössingen
Blick auf Wössingen von weiter oben im Hau
Man glaubt es kaum, in dieser über zwei Stunden dauernden Rundwanderung ist mir kein einziger Mensch begegnet, was voll nach meinem Geschmack ist.
Daheim angekommen mußte ich mich erst einmal umziehen, so naß geschwitzt war ich. Es war wirklich hochsommerlich heiß, der Himmel wurde immer blauer, die Wolken immer weniger. 🙂
beschauliche Landidylle
”Die Menschen sind in ihren Vergnügen tief unter das Niveau
ihrer Umwelt gesunken. Tausend Verlockungen in ihrer
nächsten Umgebung, der baulichen wie der pflanzlichen
Art, die sie kaum beachten.”
(Botho Strauß, Vom Aufenthalt, München 2009, S. 45)
Nun ist am Dienstag der Frühling 2016 auch schon wieder Vergangenheit und als bald Jahreshalbzeit. (Astronomischer Sommeranfang 21. Juni 2016 um 00:34 MESZ) Die Sommersonnenwende (Der Sommeranfang ist am 21. Juni 2016. Astronomisch beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende: dem Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht und die Tage am längsten.) macht mich immer ein wenig wehmütig, weil nun die Tage wieder abnehmen. Obwohl man es jetzt und im Juli noch nicht so sehr merkt, im August aber schon. Dabei beginnt ja nun erst einmal der Sommer und zwei Monate lang kann man sich hoffentlich an ihm erfreuen.
Beginn des phänologischen Frühsommers: Blüte des Schwarzen Holunders, der bei uns schon gut zwei Wochen in voller Blüte steht.
Solche Wege liebe ich
Wanderlied
Entflohn sind wir der Stadt Gedränge:
Wie anders leuchtet hier der Tag!
Wie klingt in unsre Lustgesänge
Lerchensang
hier und Wachtelschlag!
Nun wandern wir und lassen gerne
Herrn Griesgram zu Haus;
Ein frischer Blick dringt in die Ferne
Nur immer hinaus!
Wir wandern bis der späte Abend taut,
Wir rasten bis der Morgen wieder graut.
Man lagert sich am Schattenquelle,
Wo erst das muntre Reh geruht;
Aus hohler Hand trinkt sich der helle
Kühle Trank
wohl noch eins so gut,
Nun wandern wir usw.
([Mörike: Gedichte (Ausgabe 1867), S. 403)]
Endlich mal wieder…
… war heute das Wetter zum genießen. Blauer Himmel mit geringer Bewölkung, warm und Sonnenschein und nicht gleich wieder ein Unwetter. Obwohl wir wieder einmal sehr glimpflich weg gekommen sind.
Deswegen habe ich mal Renovierungs- und Umräumungspause eingelegt und bin
auf Wanderschaft gegangen. Hat mir super gut getan 🙂
Gelaufen bin ich den erweiterten “Wasser und Wiesen” Rundwanderweg in Wössingen. War einfach herrlich bei den Bedingungen.
Bei der Raststelle “Leben auf der Streuobstwiese” mit Insektenhotel
Margeriten – eine meiner Lieblingsblumen
Wolken im Westen Richtung Jöhlingen
Früher hat es mich gereizt
Früher war ich fasziniert von den Alpen, heutzutage empfinde ich solche Berge und Landschaften erdrückend und lebensfeindlich.
Meine erste Bekanntschaft mit der Alpenwelt war nach einem Heimat – Film, weiß gar nicht mehr wie der Filmtitel hieß, war jedenfalls von einem Geigenbauer in Mittenwald.
Jedenfalls sind wir sogar das erste mal im Winter nach Mittenwald in Urlaub gefahren. Es zeigte sich jedoch, daß wir keine Wintersport- und Schneefans werden würden. Die Alpen sind in der wärmeren Jahreszeit schöner. In Tirol waren wir da auch. Öfters im Allgäu. Oberstdorf, Garmisch Partenkirchen. Die Alpen sind wir vom Bodensee aus mal ganz längsseits in Etappen abgefahren (also von West nach Ost). Reisen war für mich auch immer systematisch etwas erkunden. So sind wir / bin ich den Schwarzwald auch angegangen. Tal für Tal sind wir systematisch abgefahren, um die Eigenarten kennen zu lernen. Der Strandliegetyp bin ich jedenfalls nicht.
Das Meer reizt mich auch nicht mehr, vor allem dem Süden kann ich nichts abgewinnen. Da bin ich mehr der germanische Waldtyp. Schweden, Finnland, Norwegen und Irland waren mir sympathischer wie Südländer. Vor allem haben mir schon immer die schwedischen und finnischen Holzhäuser gefallen. England war mir schon zwiespältiger, vor allem konnte ich mich da mit dem Essen nicht anfreunden.
Durch Irland bin ich sogar mal getrampt kreuz und quer.
Heutzutage gefällt mir die strukturierte, vielseitige Stufenlandschaft.
Da in der Schulzeit Geographie eines meiner Lieblingsfächer war, nehme ich auch heute Landschaft immer noch anders wahr, wie der Normalo in diesem Bereich.
Wieder auf Entdeckungstour
Wieder auf Entdeckungstour war ich heute. Diesmal im Bereich Helmsheim, Heidelsheim und Bruchsal.
Blick auf Helmsheim – diesmal von der anderen Seite – Heidelsheimer Weinberge
In den Heidelsheimer Weinbergen
Berauschend war das Wetter ja nicht, immer noch kühl, heute jedoch 14° C und wenigstens kein Regen mehr. Gestern war ja ein grauslicher Tag, nur 11° C und viel Regen und dusterer Himmel.
Da mehrere von diesen Spritzern unterwegs waren, roch es wie nach einem Chemieangriff. Dabei sitzen die ohne Schutz da auf dem Traktor. Das bestätigt mich immer darin keinen Wein zu trinken.
Blick auf Heidelsheim (Stadtteil von Bruchsal) mit Kirche
Blick in die Rheinebene und Bruchsal im Hintergrund der Pfälzer Wald (Berge)
Heidelsheimer Seitental mit Schnellbahnbrücke
Landschaft zwischen Helmsheim und Obergrombach
Von solchen Touren habe ich ja immer viele Bilder, heute wieder 104 Aufnahmen.
Da ich noch zwischen Heidelsheim, Helmsheim und Bruchsal unterwegs war, bis an das Truppenübungsgelände + Pferdehof, kann ich natürlich nur jeweils einen Bruchteil einbinden. Jedenfalls hat es mir wieder gut getan, obwohl ich diesmal nicht soviel gelaufen bin, sondern auch mit dem Auto auf Entdeckungstour, in verschiedenen Ecken wo ich tatsächlich so auch noch nicht war. So z.B. auf dem Neben-Weg ins Kraichtal bis Unteröwisheim und wieder zurück. Landschaften, wo ich dann weit sehen kann und nicht so erdrückt werde, liebe ich.
Rheinhochwasser am Pfingstsonntag 2016 II
Rheindammweg Richtung Linkenheim-Hochstetten
Ein lieblicher Maientag war es gewiß nicht. 12° C , ein kräftiger, kalter Wind und zeitweilig richtig duster und regnerisch.
Wolkenlandschaft am Pfingstsonntag
In diesem Landschaftsbereich sind viele Entlastungs- und Entwässerungskanäle ebenso wie Baggerseen, Weiher, Tümpel und stehende Gewässer. Paradies für Wasservögel und auch Schnaken und Bremsen. (Nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern mitunter auch gefährlich ist der Biss einer Bremse. Die Insekten ähneln äußerlich normalen Fliegen und können eine Reihe von Krankheiten übertragen – darunter auch die Borreliose. Besonders aktiv sind die Bremsen an schwülen Tagen und in der Nähe von Wiesen- und Feuchtgebieten. Da kann ich letzten Sommer ein Lied von singen, da bin ich hier gelaufen bei der Hitze und wurde von diesen Biestern tracktiert und verfolgt)
offene Landschaft zwischen Linkenheim und Leopoldshafen
am Leopoldshafener Baggersee entlang
geheimnisvolle Waldpfade entlang
Das erinnerte mich an meine Kindheit und Jugend. Da war ich oft auch allein so weit auf Entdeckertour. Wenn meine Spielkameraden, die Nöler und Zauderer nicht aus dem Karee herauswollten, bin ich halt allein auf Tour gegangen. Immer im gleichen Bezirk, bei der gleichen Spielerei war mir oft zu eintönig. Meine Wissbegier ließ solch einen Dauerlebenswandel nicht zu.
Insgesamt war ich rd. 5 1/2 Stunden unterwegs, bislang meine längste Wanderung in diesem Jahr.
Rheinhochwasser am Pfingstsonntag 2016
Oh böse Welt! Was ist das bloß für ein beschissenes Pfingstmaienwetter – Da bekommt man ja die Krise. (Rheinhochwasser gegen 15 Uhr bei Leopoldshafen)
In welche Richtung ich auch gucke ~~~ Wasser, Wasser nichts wie Wasser ~~~
Was der Schwarzkittel immer meckert, endlich mal wieder reichlich Wasser.
Bei der Fährenanlegestelle Leopoldshafen
An dieser Stelle stauten sich die Menschen (Gaffer) die L559 entlang alles voll parkenden Autos, weil ja die Parkplätze überflutet sind. Da haben doch tatsächlich dann noch welche rumgemault, weil das Restaurant Rheinblick natürlich nicht erreichbar war. Der Wirt hätte wohl ein Bootholdienst einrichten sollen 🙁
Gelaufen sind aber kaum welche. Geglotzt, rumgelabert, links und rechts geschaut und wieder ab ins Auto.
Detailkarte Quelle: Rheinblick Leopoldshafen
Jedenfalls habe ich mich auf den Rheindamm begeben und bin abmarschiert in Richtung Nord / Heidelberg.
Rheinauenwälder in Richtung Karlsruhe
Die Rheinauen sind eines der attraktivsten Naherholungsgebiete Karlsruhes. Fast auf der gesamten Strecke des Oberrheins lassen sich beidseitig des Flusses die noch erhaltenen Reste der Auenlandschaft erforschen. (Rheinauen bei Karlsruhe)
Bildschirmbild von Ka-Stadtwicki – Ka-Auenlandschaft
überflutete Auenlandschaft am Rhein
Aktueller Hochwasserstand um 21 Uhr: 781cm Maxau/Karlsruhe. Ist aber noch nicht so hoch wie das 2013er Hochwasser (02.06.2013 = 868) + 14.05.1999 = 884cm). Hochwasser am 08.08.2014: Der Sommer 2014 ist sehr launisch
Rheinhochwasserdamm Richtung Norden
überflutete Rheinauen bei Leopoldshafen
Der Rhein ist am Waldesrand – hier Rheinauen Blick Richtung Pfalz