”Das Glück aber etwas
ganz anderes ist, was nur
aus der eigenen Anstrengung,
aus dem Inneren kommt und
überhaupt kein Geld kostet,
dass Glück das >Billigste< ist,
was es auf der Welt gibt, das
ist den Menschen noch
nicht aufgegangen.”
(Erich Fromm)
(zitiert nach Ein Glücksgedanke für jeden Tag S. 257)
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Naturimpressionen
Reflexionen: Wege zum Glück
Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück
Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der Kontemplation. Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück
Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)
Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.
Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt:
„Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“
Eine – durch die Touristik-Industrie belebte – Sehnsucht träumt utopisch vom „reinen Genuss eines sorgenfreien, in Faulheit verträumten oder mit kindischem Spiel vertändelten Lebens. Solche Sehnsucht entsteht nach Kant aus dem Überdruss an den Mühen und Zwängen zivilisierten Lebens, wenn der Lebenswert allein im Genuss gesehen und das Gegengewicht zu zivilisatorischen Anstrengungen, die Faulheit, erwogen wird.
Kontemplation: „Richten des Blickes nach etwas“, „Anschauung“, „Betrachtung“ ist in philosophischen und religiösen Texten die Bezeichnung für ein konzentriertes Betrachten.In erster Linie geht es dabei um Betrachtung eines geistigen, ungegenständlichen Objekts, in das man sich vertieft, um darüber Erkenntnis zu gewinnen. (siehe Wikipedia)
Das kleine Glück des Alltags
Das Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern.
Welch ein Glück, daß es die einfachsten Dinge noch gibt, immer noch Felder, rauschende Bäume, stille Wälder und den Mond am Himmel. Nur hat die Mehrheit der heutigen Menschen, keinen „Blick“ mehr dafür und keinen Sinn mehr für „Die Ästhetik des einfachen Alltags.“ Der Sinn über die Wesentlichkeit des „Tuns“ ist verschüttet. Das Wissen vom leichten Glück der einfachen Dinge ist verloren gegangen.
Eine Wohltat – Laufen zu jeder Jahreszeit
In der Natur sich aufhalten und laufen schützt vor allem vor Depression und Ausgebranntsein. Es muß nicht immer Sport sein. Regelmäßig “Spazieren gehen”, also fast täglich eine Stunde laufen ist schon sehr positiv. Das Laufen und der Aufenhalt in der Natur verbessert die Stimmung und verhilft zu einem positiven inneren Antrieb. Die Farben der Natur, besonders im Wald, wirken sich vorteilhaft aufs Gemüt aus. Laufen und Wandern hebt die Stimmung und macht glücklich und froh.
Jöhlinger Landschaft: Die Weite der Landschaft beflügelt die Seele
Menschen, die sich viel bewegen, sind generell glücklicher als jene mit einer bewegungsarmen Lebensweise.
Landschaft im März (Jöhlingen)
Spazieren gehen oder Wandern macht kreativer. Schöne Landschaften, intakte Natur, wirkt sich positiv auf den Menschen aus. Persönlich erfreue ich mich immer wieder, an abwechslungsreicher Landschaft und strukturierte, vielfältige Landschaftsbilder. Eine Therapie, in jeder Hinsicht gegen Eintönigkeit und Monolandschaft.
Bauminsel (Naturschutzgebiet) zwischen Jöhlingen und Weingarten
Laufen vitalisiert und bringt frische Energie und Sauerstoff für den Menschen. Laufen in einer urbanen Umgebung wirkt belebend.
Jöhlinger Feldlandschaft in der Nähe vom Walzbach
Gehen beflügelt die Fantasie und die Kreativität.
Blick auf die Bauernsiedlung Sallenbusch (Weingarten)
Der Blick in die Weite der Landschaft läßt der Seele Flügel wachsen.
Dies macht den Menschen froh und erzeugt eine positive Stimmung.
Tage wie ich sie liebe
Am Weingartener Baggersee – Blau wie ich es liebe –
Wir hatten nun schon ein paar wirklich schöne Vor – Frühlingstage. Heute satte 16° C
Still ruht der See, die Vöglein schlafen,
Ein Flüstern nur, du hörst es kaum.
Der Abend naht, nun senkt sich nieder
Auf die Natur ein süßer Traum
Heinrich Pfeil (1835-1899)
Bin ganz um den See herum gewandert und durch die lichten Auenwälder gestreift.
Die Sonne lacht vom Himmel und erfreut mein Gemüt
Still ruht der See, durch das Gezweige
Der heilge Odem Gottes weht.
Die Blümlein an dem Seegestade,
Sie sprechen fromm ihr Nachtgebet.
Still ruht der See, vom Himmelsdome
Die Sterne friedsam niedersehn.
O Menschenherz, gib dich zufrieden,
Auch du, auch du wirst schlafen gehn.
Heinrich Pfeil (1835-1899)
Diese Uferzone, auf der Rückseite liebe ich sehr, hier ist auch nicht soviel Umtrieb wie auf der anderen seitlichen Seite.
Hier in diesem Bereich sind auch Kiefern und Birken anzutreffen. Beide Baumarten habe ich gerne. Leider, sind gegenüber früher, nicht mehr so viele Enten und Wasservögel anzutreffen.
Diese Wege, diese Wanderungen, gehe ich oft auf der Suche nach Heimat und Geborgenheit und um in der Vergangenheit und im Augenblick, eine Antwort auf die Fragen der Gegenwart zu bekommen.
Nimm deinen Wanderstab …
Meine Lieblingswege: Wald- und Wiesenwege
“An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.”
(Theodor Fontane)
In weiter Flur
In der Ferne Diedelsheim und Mädrescher und Schleppergespanne, die Getreideernte ist weitgehend abgeschlossen. Teilweise sieht die Landschaft schon frühherbstlich braun aus. Es war an diesem Samstag zwar sehr warm, aber nicht belastend und endlich mal wieder ohne Gewitter- und Schauergefahr. Das habe ich ausgiebig genossen und ausgenutzt, war fast 5 Stunden auf Wanderschaft.
Beim Wandern entdecken wir die Schönheit unserer Heimat
und erleben, wie gut so ein Wandertag in der Natur guttut.
Was besonders gut tut, auf solchen Wanderungen sind auch
noch keine zwielichtigen Gestalten zu beanstanden.
Je näher man aber an größere Ortschaften bzw. mittelgroße Städte
kommt, hier in meiner Gegend Bruchsal (rund 45 000 Einw.) und Bretten
( rund 29 000 Einw.), von Karlsruhe will ich erst gar nicht sprechen, um so mehr
Frust stellt sich ein. Da will ich jetzt hier aber nicht näher drauf eingehen.
Jedenfalls ist es erschreckend, was sich da oft alles herumtreibt.
Vorgeschmack auf herbstliche Landschaft
Weiter in Richtung Heidelsheim und Helmsheim
Hochsommerliche Kraichgaulandschaft
Weinberglandschaft – Heidelsheim + Helmsheim
Diese strukturierte Landschaft erfreut immer wieder mein Herz.
Besonders erfreulich ist jetzt wieder, zum Beginn der Ferienzeit in BW, die noch
ruhigere Landschaft. Jetzt sind die Fluchtdeutschen wieder aus dem Weg. 🙂 Ist für mich die schönste Sommerzeit, wenn nur nicht die blöde Hitze und andauernde Gewitter- und Unwettergefahr wäre. 🙁
War um rd. 21 Uhr wieder zuhause. Das ist das tolle an der Sommerzeit und dieser Jahreszeit, daß solche ausgedehnte Wanderungen in dieser Zeit noch möglich sind.
Jetzt im kommenden August merkt man dann schon, daß die Tage wieder kürzer werden (abnehmen). Am Sonntag war wettermäßig schon wieder keine Wanderung möglich. Außerdem haben mich dann auch Viren und Bakterien erlegt. 🙁
Vier herrliche Wanderstunden
Meine heutige Wanderung führte mich von Jöhlingen nach Weingarten, rund um den Kirchberg, Buckel hoch und runter, kreuz und quer. Es war ideales Wanderwetter, nicht zu kalt, nicht zu heiß, schöne Himmels- und Wolkenbilder, praktisch windstill, einfach wunderbar der Tag.
Wunderbare Mailandschaft zwischen Jöhlingen und Weingarten – leider verblüht der Raps schon so langsam. Diese gelben Tupfer in der Landschaft liebe ich.
Einer meiner Lieblingswege zwischen Jöhlingen und Weingarten – immer wieder kann ich stehen bleiben und den Ausblick genießen. Diese weitläufige Landschaft liebe ich. Mag keine flache Landschaft, aber auch kein Gebirge und einengende Berglandschaft.
Solche versteckten Waldwiesen liebe ich
Wäldchenweg – Da bin ich runter nach Weingarten und den nächsten Wäldchenweg wieder hoch, gut für die Fitneß 🙂
Indianerlandschaft – da geht die Fantasie mit mir durch – solche Landschaft liebte ich als Kind schon, eben zum Indianer/Cowboyspielen sehr geeignet.
Hohlwege – der Waldmeister wächst hier üppig und duftet wunderbar
Rehe habe ich auch mehrmals ganz nahe gesehen- leider waren wir hier beide überrascht, besser konnte ich das Reh nicht erwischen und schwupp war es auch schon weg. Rehe sind schöne Tiere, ich mag sie.
Solche Anblicke liebe ich – es war einfach Balsam für meine Seele, diese ausgiebige Wanderung und all die schönen Eindrücke. Um 19 Uhr 15 war ich dann wieder daheim.
Bei solchen Wanderungen und schöner Landschaft und Umgebung, stellt sich dann bei mir auch ein Heimatgefühl und tiefe Zufriedenheit, verbunden mit Dankbarkeit ein.
Nachtgedanken 88: Leere dein Boot, Suchender!
Leere dein Boot, Suchender, und du wirst geschwinder reisen. (Buddha, Dharmapada).
Buddha sagt zum „mittleren Weg“ den er selbst ging: „Es gibt drei Arten, das Leben zu betrachten. Hängen wir der ersten Sichtweise an, dann streben wir im Leben nach Vergnügungen. Wir suchen nach Besitztümern, Ereignissen, Familien und Dauerhaftigkeit.“ „Leben wir nach der zweiten Sichtweise, dann hassen wir das Leben. Wir machen es zum Dämon und wenden uns vollkommen von ihm ab.“ „Menschen die der dritten Sichtweise anhängen, sehen das Leben, wie es ist: ein ständiges WERDEN und VERGEHEN. Dies akzeptieren sie, doch es erregt in ihnen weder Hoffnung noch Verzweiflung.“
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In einer kürzlich von der Universität von Michigan durchgeführten Umfrage zum Thema „Was würde Ihr Leben verbessern?“, antwortete die Mehrzahl der Befragten wieder mal: „Mehr Geld!“
Eben weil Geld nicht glücklich macht, will man immer mehr davon. Die Menschen erkennen nicht, daß Geld der falsche Weg ist, sondern sie glauben, Geld macht sie deshalb nicht glücklich, weil sie noch nicht genug davon haben.
Nachtgedanken 87
Glück ist eine Überwindungsprämie
Dieses Gesetz des abnehmenden Grenznutzens erklärt auch, warum sich in internationalen Glücks-Vergleichen die reichen Deutschen beispielsweise als weniger glücklich und zufrieden einstufen als die wesentlich ärmeren Iren und viele andere Völker. Das Fazit der Glücksforschung klingt wie ein Satz aus einem Traktätchen: Glück bedeutet nicht, das zu kriegen, was wir wollen, sondern das zu wollen, was wir kriegen. Für mich ist “Glück” immer wieder ein Forschungsthema, im Rahmen der Lebensphilosophie und der Lebenssinnfrage.
Deutsche äußerst statusverliebt
Kraftwerk Das Model 1978
https://www.youtube.com/watch?v=CoSTyWfNspE&index=1&list=RDCoSTyWfNspE
In keinem anderen europäischen Land ist Status so wichtig wie hierzulande.
23 Prozent der deutschen Singlefrauen sagen, daß sie keinen Mann daten würden, der weniger verdient als sie. Vor allem ältere Damen wünschen sich finanzstarke Herren. Status zählt in Deutschland mehr als in anderen Ländern Europas.
Noch Fragen Oskar? ![]()
Der Kapitalismus beruht auf der Idee, daß das Glück käuflich ist. Viele Firmen bewerben ihre Produkte, indem sie Glücksgefühle versprechen.
Und der eindimensionale Mensch geht dieser Propaganda auf den Leim.
Marcuse zeichnet das Bild eines Menschen und einer Gesellschaft, die von den Annehmlichkeiten eines kapitalistisch Systems eingelullt wird und sich das gern gefallen lässt. Der eindimensionale Mensch fühlt sich als Sklave frei. Medien, Politik und Wirtschaft ziehen an einem Strang, um das Individuum zufriedenzustellen und zu unterdrücken. Die Konsumwelt aus Luxus, Medien und Waren ist getarnte Sklaverei.
Marcuse entwirft einen lückenlosen Zusammenhang von Manipulation und Konformismus, der das in sich widerspruchsvolle kapitalistische Gesellschaftssystem stabilisiert und nur noch Randgruppen, Außenseiter, Unterprivilegierte und Intellektuelle zu subversivem Bewußtsein kommen läßt. Ihr Protest bleibt unwirksam, mag er sich auch zur Provokation und Revolte steigern.
Der Mensch im hoch entwickelten Kapitalismus leidet unter der permanenten Repression – das ist die Hauptthese von Herbert Marcuses bekannter Gesellschaftsstudie. Ein Grundlagenwerk der 68er-Bewegung, was aber auch heute noch seine Berechtigung hat.
Literatur: Herbert Marcuse
Der eindimensionale Mensch – Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft. 1967
Wege der Besinnung
Ob du eilst oder langsam gehst, der Weg bleibt immer der gleiche.
Achtsamkeit führt dazu, der Dinge wahres Wesen zu erfassen.
Ruhigsein im Gemüt dazu, dem Fluß der Bewegung
die rechte Richtung zu geben.
Nicht das Spektakuläre ist gefragt, sondern die Gleichmäßigkeit
des Schreitens schafft die innere Ruhe.
Dieses bewusste Schreiten, erzeugt Augenblicke der Freiheit
und Gefühle des Glücks.
Goldener Herbst
Bei dem schönen Oktoberwetter war wieder eine über 3 stündige Herbstwanderung rund um Wössingen fällig.
Die Blattfärbung ging jetzt schnell vonstatten
Die kräftigen Herbst- Farben sind im realen Erleben noch viel intensiver.
Einfach herrlich diese Farbenpracht
Und diese himmlische Ruhe im Wald
Herbstlandschaft – hier Golfplatz Wössingen – typisch herbstlich, in Richtung Königsbach und Schwarzwald sehr diesig. War allerdings auch schon gegen Abend ca. 17:30 Uhr.
Lebensweisheiten
Schöne Herbsttage
Einfach herrlich solche schönen Herbsttage – wie ich dies genieße – leider neigen sie sich wohl dem Ende entgegen.
lauschige Waldrandwege
in diesem Fall zwischen Wössingen und Jöhlingen
Zwischen Wössingen und Jöhlingen
Meine Wanderungen und Streifzüge in heimischer Natur und Landschaft genieße ich froh und dankbar. Erinnert mich an meine Jugendzeit, da habe ich mir oft ein Tütchen mit 5x10er Stumpen (d.h. der Stumpen für 10 Pfennige) gekauft und bin mit meinem Schäferhundmischling Rinti stundenlang in Obrigheimer Gefilden herumgestrolcht / gewandert. Schulaufgaben waren meistens nebensächlich. 🙂
Jedenfalls hatten wir mehr Freiheiten wie heutzutage.
solche Flecken und Wege liebe ich
zwischen Wössingen und Jöhlingen
Feldwege – im Hintergrund Wössingen
Waldrandwege – da kann ich mich dran satt sehen – das wird auch nie langweilig
hinauf zur Jöhlinger Sauweghohle
Das ist für mich auch Glück, solche Tage erleben zu dürfen, solche Wege gehen zu können. Landschaft und schönes Wetter zu genießen, was will der Mensch noch mehr… 🙂
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Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Das Glück, so empfinden viele Menschen, ist vor allem da, wo man selbst gerade im Moment nicht ist. Auf einer Urlaubsinsel vielleicht, auf einem Kreuzfahrtschiff oder…Was hier ist, vor Ort, im Moment, ist doch meist nur der schnöde Alltag. Die meisten Menschen reagieren nur noch auf das “Außergewöhnliche”, auf das Spektakel oder Spektakuläre. Selber freue ich mich immer wieder, wenn ich wirklich “neue Wege” gegangen bin, die ich tatsächlich noch nie gelaufen bin. Da gibt es noch so viel Neues zu entdecken in nächster Umgebung.
”Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.”
(Wilhelm Busch)
Es kommt nicht darauf an, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen, die fernen Länder oder Kontinente. In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen. Jedenfalls genieße ich sowohl meine Wanderungen und im nachhinein meine Bilder. Davon abgesehen, bei den vielen Idioten die auf den Straßen unterwegs sind, zieht es mich nicht mehr in die Ferne und auf weite Reisen.
Da steht meine Hügelhüpferrollkugel vor dem Hintergrund des Wössinger Golfplatzes.
Man sollte schätzen, was man hat bzw. wo man lebt. Denn das „Gute liegt so nah“. Man verkennt oft die Schönheit der eigenen Umgebung. Man vergisst zu schnell die Besonderheit der eigenen Region. Schon immer habe ich liebend gerne die Landkarten studiert. Habe auch eine kleine Handbibliothek über den Kraichgau, Nordbaden, Baden-Württemberg, Odenwald und Schwarzwald.
„Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist.” Obwohl es mich auch schon fortgezogen hat, nach so langer Zeit , nach 47 Jahren die ich hier lebe und zugebracht habe, ist mir die Gegend doch vertraut und erscheint mir oft als Heimat.
Immer mehr in kürzerer Zeit erleben, immer weiter weg, immer exotischer ist zwar des deutschen Michels Trend, er ist Reiseweltmeister, aber zufriedener ist er dadurch nicht. Mich freut es in der Urlaubs- und Reisezeit immer, wenn dann noch weniger Verkehr ist und man noch weniger Menschen in der Natur begegnet. 🙂
Wann weht mal wieder der Südwind
Warme Sonnenstrahlen sind erwünscht
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Einmal weht der Südwind wieder mit Ruth Berger
Auch ich habe noch tausend Träume und Sehnsucht nach dem Paradies
Only Time – Enya
Traumwelten (Ein schöner Tag mit Schiller)
Glück ist ein Wechselspiel
Ich gestehe: Ich bin ein Glückspilz 🙂 Und dafür bin ich unendlich Dankbar
Glück ist das komplizierte Wechselspiel
zwischen dem, was wir haben und dem, was wir wollen. Wenn wir alles haben können, was wir wollen, erlahmen Kreativität und Neugier – die selbst wieder wichtige Glücksfaktoren sind. Wenn wir nichts von dem erreichen, was wir anstreben, sind wir frustriert oder verschwenden immer neue Zeit und Energie an vielleicht falsche Ziele. Glück entsteht aus der gelungenen Balance zwischen unseren Ansprüchen und Möglichkeiten – eine Balance, die vorwiegend in der Gegenwart geleistet werden muß: Wer zu sehr auf zukünftige Ziele fixiert ist oder zu häufig über verpaßte Chancen grübelt, verliert diese Balance leicht.
Mehr Glück – wie Verstand!
Manchmal schon, im Nachhinein betrachtet habe ich wirklich immer einen sehr zuverläßlichen Glücksengel an meiner Seiter gehabt. Dafür bin ich auch sehr dankbar und sehe dies alles nicht als selbstverständlich an.
Natürlich war es für mich auch ein langer Erkenntnisweg, um zu begreifen, daß das Glück nicht in den materiellen Dingen liegt, sondern im eigenen Innern gefunden werden muß.
Der englische Philosoph John Stuart Mill hat diese zwei Möglichkeiten am eigenen Leibe erprobt. Als junger Mann jagte er dem Glück nach, war aber todunglücklich und dachte sogar an Selbstmord, bis er schließlich erkannte: „Nur die sind glücklich, die sich auf etwas anderes als ihr Glück konzentrieren… Die Freuden des Lebens reichen aus, um es zu einer angenehmen Sache zu machen, wenn wir sie en passant mitnehmen, anstatt sie zu unserem Ziel zu machen… Sobald Du Dich fragst, ob Du glücklich bist, hörst Du auf, es zu sein“.
Glückliche Menschen finden und stiften in ihrem Leben viele kleinere Anlässe, sich wohlzufühlen und sich zu freuen – und dies tun sie kontinuierlich.
Wer sich dagegen zu sehr auf die wenigen „Großereignisse“ des Glücks konzentriert, vielleicht über lange Zeit auf sie hinarbeitet – unter Vernachlässigung der Glücksmomente (Das kleine Glück des Alltags) – dessen Glücksbilanz schließt häufig negativ ab.
Bücher und Literatur zur Glücksphilosophie auch ein Teilgebiet meiner Interessen und Bibliothek. Ein kleine Literaturauswahl:
1. Seligman, M.P. : Der Glücks-Faktor
2. Klein, Stefan : Die Glücks-Formel – Rowohlt Verl. 10. Aufl. 2002
3. Krüger Tarr, Irmtraud : Vom leichten Glück der einfachen Dinge – Herder Verl.Freiburg 1998
4. Jopp, Klaus E. : Positiv denken – zufrieden leben – Weltbild Verl. Augsburg o.J.
Nachdenkliches: Glückliche Menschen
Das Glück des Menschen – ich habe seine tiefsten Gründe gesucht, und das habe ich herausgefunden:
Bei glücklichen Menschen fand ich immer tiefe Geborgenheit – in sich selber ruhen, spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.
So kannte ich einen Professor, der Leiter eines großen Museums war, der gewöhnlich mit abgetragenen Anzügen bekleidet war, immer eine alte abgegriffene Aktentasche von anno dazumal unterm Arm hatte oder fröhlich neben sich herschlenkerte, sowie mit einem Uralt-Rhenault R4 vorfuhr. Er strahlte eine herrliche Ruhe und Gelassenheit aus. Er konnte sich an vielen Dingen begeistern und erfreuen, die die Meisten gar nicht wahrnahmen. Vergessen werde ich solche Menschen nie, sie haben mir von jeher mehr imponiert, wie die ewigen Protzer und Aufschneider. Mit solchen Menschen Kontakt zu haben, bringt einem selbst auch weiter, man konnte immer noch etwas dazu lernen.
Folgender Ausspruch (Aphorismen) von Friedrich Rückert
war immer ein Lebens – Leitmotiv für mich:
“Gesell‘ dich einem Bessern zu,
daß mit ihm deine besser’n Kräfte ringen.
Wer selbst nicht weiter ist als du,
der kann dich auch nicht weiterbringen.”
(Friedrich Rückert – 1788 – 1866)
Nur mal so
Der Weg zum Glück
Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der
Kontemplation (*) Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück
Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück
Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)
Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.
Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt: „Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“
(* Kontemplation: Es ist ein Dasein und Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. – die Einübung in das Hier und Jetzt, die alle konfessionellen Rahmen übersteigt – nach meiner Auslegung)
Der Weg zur Zufriedenheit
Zufriedenheit kommt von verzichten, auf Dinge die nicht wichtig sind.
Seneca: „Glückselig und naturgemäß leben ist ein und dasselbe… Wir leben naturgemäß, wenn wir die körperlichen Anlagen und Bedürfnisse unserer Natur sorgfältig, aber nicht ängstlich beachten als etwas, das uns nur auf Zeit gegeben und flüchtig ist; wenn wir nicht ihre Sklaven werden und nicht etwas unserem Wesen Fremdes uns uns in seine Gewalt gebracht hat…“ (Vom glückseligen Leben).
Senecas Rat zum Glück geht dahin: bleibe von Äußerlichkeiten unverführt und unbeherrscht, vertraue auf dich selbst und deinen Genius, sei auf alles gefaßt und der eigene Bildner deines Lebens.
Glück besteht in einer innerlichen, persönlichen Übereinstimmung mit sich selbst.
Das Einfache, Bewährte und Sinnvolle ist mir wichtig und nicht all dieser übertriebene Tand von heute.
natürliche Natürlichkeit
Während viele Menschen heute das Glück als etwas Schicksalhaftes verstehen, als etwas, das von außen über uns kommt oder eben nicht (Lottogewinn, Materielles etc), verbanden die Denker im alten Griechenland das Glücklichsein mit dem richtigen Tun. „Glück ist die Folge einer Tätigkeit“, schrieb Aristoteles. Das Glück sei kein Geschenk des Zufalls oder der Götter, sondern werde dem zuteil, der seine Möglichkeiten optimal nutzt.
In einem aktiven Leben liegt das Geheimnis von Freude und Erfüllung.