”Das Glück aber etwas
ganz anderes ist, was nur
aus der eigenen Anstrengung,
aus dem Inneren kommt und
überhaupt kein Geld kostet,
dass Glück das >Billigste< ist,
was es auf der Welt gibt, das
ist den Menschen noch
nicht aufgegangen.”
(Erich Fromm)
(zitiert nach Ein Glücksgedanke für jeden Tag S. 257)
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Reflexionen: Wege zum Glück
Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück
Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der Kontemplation. Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück
Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)
Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.
Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt:
„Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“
Eine – durch die Touristik-Industrie belebte – Sehnsucht träumt utopisch vom „reinen Genuss eines sorgenfreien, in Faulheit verträumten oder mit kindischem Spiel vertändelten Lebens. Solche Sehnsucht entsteht nach Kant aus dem Überdruss an den Mühen und Zwängen zivilisierten Lebens, wenn der Lebenswert allein im Genuss gesehen und das Gegengewicht zu zivilisatorischen Anstrengungen, die Faulheit, erwogen wird.
Kontemplation: „Richten des Blickes nach etwas“, „Anschauung“, „Betrachtung“ ist in philosophischen und religiösen Texten die Bezeichnung für ein konzentriertes Betrachten.In erster Linie geht es dabei um Betrachtung eines geistigen, ungegenständlichen Objekts, in das man sich vertieft, um darüber Erkenntnis zu gewinnen. (siehe Wikipedia)
Das kleine Glück des Alltags
Das Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern.
Welch ein Glück, daß es die einfachsten Dinge noch gibt, immer noch Felder, rauschende Bäume, stille Wälder und den Mond am Himmel. Nur hat die Mehrheit der heutigen Menschen, keinen „Blick“ mehr dafür und keinen Sinn mehr für „Die Ästhetik des einfachen Alltags.“ Der Sinn über die Wesentlichkeit des „Tuns“ ist verschüttet. Das Wissen vom leichten Glück der einfachen Dinge ist verloren gegangen.
Eine Wohltat – Laufen zu jeder Jahreszeit
In der Natur sich aufhalten und laufen schützt vor allem vor Depression und Ausgebranntsein. Es muß nicht immer Sport sein. Regelmäßig “Spazieren gehen”, also fast täglich eine Stunde laufen ist schon sehr positiv. Das Laufen und der Aufenhalt in der Natur verbessert die Stimmung und verhilft zu einem positiven inneren Antrieb. Die Farben der Natur, besonders im Wald, wirken sich vorteilhaft aufs Gemüt aus. Laufen und Wandern hebt die Stimmung und macht glücklich und froh.
Jöhlinger Landschaft: Die Weite der Landschaft beflügelt die Seele
Menschen, die sich viel bewegen, sind generell glücklicher als jene mit einer bewegungsarmen Lebensweise.
Landschaft im März (Jöhlingen)
Spazieren gehen oder Wandern macht kreativer. Schöne Landschaften, intakte Natur, wirkt sich positiv auf den Menschen aus. Persönlich erfreue ich mich immer wieder, an abwechslungsreicher Landschaft und strukturierte, vielfältige Landschaftsbilder. Eine Therapie, in jeder Hinsicht gegen Eintönigkeit und Monolandschaft.
Bauminsel (Naturschutzgebiet) zwischen Jöhlingen und Weingarten
Laufen vitalisiert und bringt frische Energie und Sauerstoff für den Menschen. Laufen in einer urbanen Umgebung wirkt belebend.
Jöhlinger Feldlandschaft in der Nähe vom Walzbach
Gehen beflügelt die Fantasie und die Kreativität.
Blick auf die Bauernsiedlung Sallenbusch (Weingarten)
Der Blick in die Weite der Landschaft läßt der Seele Flügel wachsen.
Dies macht den Menschen froh und erzeugt eine positive Stimmung.
Die Gesellschaft des Spektakels
Kaum sind die Oktoberfeste, Kirmes, Kerwe, Weinfeste, Nacht der langen Messer.. äh soll heißen Nacht des Einkaufs, und was es sonst noch alles an KlimBim gibt, vorbei, hat mittlerweile jedes Kuhkaff, jeder Klepperlesverein seinen Weihnachtsmarkt. Wenn ich all diese Feste, Veranstaltungen und Klamauk, immer besuchen wollte, müßte ich sehr viel Zeit und Aufwand investieren und vor allem ist es kostspielig.
Je weniger die Menschen noch christlich sind, je weniger sie “Glauben” und den Sinn der Feste verstehen, so auch an Weihnachten, desto verrückter gebärden sie sich. Weihnachten ist nur noch Kaufkult, Freßorgientage und für viele Menschen auch leere Tage. Sie langweiligen sich und gehen sich gegenseitig auf den Keks. Wir haben uns, wie jedes Jah,r keinen Streß gemacht und schenken nur den Kindern etwas. Das ganze Getue ist mir eh fremd und unnatürlich. An Heilig Abend gibt es, wie letztes Jahr, einen guten Pfälzer Rollbraten, gefüllt mit Brät, Lauch, Zwiebeln und Speck. vom Metzger unseres Vertrauens. Auch etwas Cordon Bleu wird es noch geben und selbstgemachte Klöße und Spätzle und gut ist.
1
Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung
von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine
Vorstellung entwichen.
2
Die Bilder, die sich von jedem Aspekt des Lebens abgetrennt haben,
verschmelzen in einen gemeinsamen Lauf, in dem die Einheit dieses
Lebens nicht wiederhergestellt werden kann. Die teilweise betrachtete
Realität entfaltet sich in ihrer eigenen allgemeinen Einheit als abgesonderte
Pseudo-Welt, Objekt der bloßen Kontemplation. Die Spezialisierung
der Bilder der Welt findet sich vollendet in der autonom
gewordenen Bildwelt wieder, in der sich das Verlogene selbst belogen
hat. Das Spektakel überhaupt ist als konkrete Verkehrung des Lebens,
die eigenständige Bewegung des Unlebendigen.
3
Das Spektakel stellt sich zugleich als die Gesellschaft selbst, als Teil
der Gesellschaft und als Vereinigungsinstrument dar. Als Teil der
Gesellschaft ist das Spektakel ausdrücklich der Bereich, der jeden
Blick und jedes Bewußtsein auf sich zieht. Aufgrund dieser Tatsache,
daß dieser Bereich abgetrennt ist, ist er der Ort des getäuschten Blicks
und des falschen Bewußtseins; und die Vereinigung, die es bewirkt, ist
nichts anderes als eine offizielle Sprache der verallgemeinerten Trennung.
(Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels – Edition Nautilus – Hamburg, 1978)
Vor allem sind für mich die Feiertage auch immer Zeiten der Reflexion und der
Be-Sinnlichkeit.
Wenn das Wetter und die Gesundheit mitspielt noch ein wenig in der Natur laufen.
Weihnachten: Davon abgesehen, stimmt der ganze Zirkus um Weihnachten überhaupt nicht. Mit Sicherheit ist Jesus an diesem Tag nicht geboren worden und viele Dinge wurden viel später hinzu gefügt. Siehe dazu: Franz Buggle: Denn sie wissen nicht, was sie glauben – Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann -Eine Streitschrift – Durchgesehene Neuauflage 2012. Mein Exemplar ist allerdings aus dem Jahr 1992.
Buggle stellt die Frage, ob jemand gleichzeitig auf dem Fundament der Bibel Christ sein & intellektuell redlich bleiben, konsequent denken, human handeln kann und antwortet mit Nein. Der Psychologieprofessor belegt diese Einschätzung anhand einer Analyse biblischer Texte (auch des Neuen Testaments). Dabei weist er im Buch der Bücher nicht nur zahlreiche inhumane Stellen (Rechtfertigung von Völkermord und Gewalt gegen Abweichler, paulinischer Antijudaismus u.v.m.) nach, sondern setzt sich auch kritisch mit den Folgen biblischer Vorstellungen für die ethische Orientierung des Einzelnen auseinander (z.B. Kreuzestod Jesu als Erlösungstat; ewige Verdammnis; Willkürlichkeit göttlicher Gnade).
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siehe auch:
Der gefälschte Glaube: Eine kritische Betrachtung kirchlicher Lehren und ihrer historischen Hintergründe von Karlheinz Deschner
Deschner schildert die historischen Hintergründe der Entstehung der christlichen Glaubenslehren, die allesamt außerchristlichen Ursprungs sind. Ein packendes Buch für jeden, der überprüfen möchte, was die Kirche den Christen zu glauben auferlegt. Ein abschließendes Kapitel behandelt das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit von 1870, das im Gegensatz zu den Lehren aller antiken Kirchenväter steht.
Mit diesen Themen und dem gesamten Spektrum der Theologie, Glaubenslehren, Religionsphilosophie etc. habe ich mich in den 70er und 80er Jahren beschäftigt. Der krönende Abschluß war das Zusatz – Studium der Pastoralpsychologie mit Diplom.
Siehe auch zum Jesuskult: Das Buch – Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung von Heinz-Werner Kubitza
…. Und es wird gefragt, ob sich die Kirchen denn zu Recht auf jenen Jesus von Nazareth berufen, den sie als Gottes Sohn verkündigen. Denn die wissenschaftliche Forschung hat längst erkannt, daß die christliche Kultfigur Jesus ein ganz anderer war und mit dem Jesus der Kirchen fast nichts gemein hat.
Schon allein aus diesen Gründen mache ich um Weihnachten kein großes Aufhebens.
Wo ist das Wissen geblieben?
„Wo ist die Weisheit, die wir im Wissen verloren haben? Wo ist das Wissen, das wir in der Information verloren haben?“ – Choruses from „The Rock“, 1934, I
Philosophie hat immer mit der Welt zu tun…
Und doch oder gerade hat Philosophie immer mit der Welt zu tun, in der der fragende Mensch lebt. Sie ist nicht losgelöst von der Welt, von der Gesellschaft; nicht nur eng mit ihr verbunden, sie ist allgegenwärtig in ihr, weil der fragende Mensch in ihr immer gegenwärtig ist und sich ihr als ein Teil dieser Welt nicht entziehen kann.
Nur, wenn ich viele Arbeiten, Bücher und Vorlesungen so vorbeiziehen lasse, kann ich nicht umhin, fest zu stellen, wie viele Philosophen sich im Elfenbeinturm eingeschlossen haben.
Obwohl ein Großteil der universitären Philosophie und ihrer Vertreter gewöhnlich einen anderen Eindruck vermitteln. Sie leben nur all zu oft in einem abstrusen, wirklichkeitsfremden Elfenbeinturm der Selbstbeweihräucherung. (siehe Schopenhauer zur Kathederphilosophie) Deswegen halte ich es mehr mit der Lebensphilosophie. Die Lebensphilosophie stellt Fragen wie: Wer bin ich eigentlich? Wie bin ich eigentlich? Bin ich glücklich oder will ich ein besseres Leben führen? Was will ich? Und warum und wieso? (siehe auch Kant)
Sammelbezeichnung Lebensphilosophie >>>> Bedeutende Vertreter der Lebensphilosophie und Philosophen, die dieser Richtung zumindest nahe standen, sind: Gründer der Lebensphilosophie Kierkegaard, Schelling, Schopenhauer und Nietzsche n.D. : Henri Bergson, Maurice Blondel, Wilhelm Dilthey, Hans Driesch,
Rudolf Christoph Eucken, Jean Guyau, Ludwig Klages, Georg Simmel, Oswald Spengler, Ernst Troeltsch u.a.
Und wenn nichts mehr hilft, kommt die Gute Schwester und tröstet.
Die Matrix der Kindheit
Kindheit kann Schatten werfen – und das Leben auch von Erwachsenen verdüstern und stören, weil viele mit den Eltern noch im Unfrieden sind. Die Matrix ist dein Ur-Code.
Und im weiteren Leben geht es genauso weiter:
Still und leise, aber stetig nehmen die Depressionen in den Industriestaaten zu. Sie sind eine heimliche, stille Volkskrankheit geworden.
Depression ist heute die massenhafte Reaktion auf zu schnelle Veränderungen – weltweit.
Wer keine Zeit mehr hat das Wesentliche zu sehen, zu fühlen und auch zu leben, dem liegt die unbearbeitete Kindheitsmatrix wie ein Mühlstein am Hals.
Lebensweisheiten
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Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Das Glück, so empfinden viele Menschen, ist vor allem da, wo man selbst gerade im Moment nicht ist. Auf einer Urlaubsinsel vielleicht, auf einem Kreuzfahrtschiff oder…Was hier ist, vor Ort, im Moment, ist doch meist nur der schnöde Alltag. Die meisten Menschen reagieren nur noch auf das “Außergewöhnliche”, auf das Spektakel oder Spektakuläre. Selber freue ich mich immer wieder, wenn ich wirklich “neue Wege” gegangen bin, die ich tatsächlich noch nie gelaufen bin. Da gibt es noch so viel Neues zu entdecken in nächster Umgebung.
”Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.”
(Wilhelm Busch)
Es kommt nicht darauf an, weit weg zu fahren, sondern zu lernen, das Glück zu ergreifen im Hier und Jetzt. Glück braucht nicht unbedingt die weiten Reisen, die fernen Länder oder Kontinente. In diesem Sinn sind diese Bilder aus dem vertrauten Umland zu sehen. Jedenfalls genieße ich sowohl meine Wanderungen und im nachhinein meine Bilder. Davon abgesehen, bei den vielen Idioten die auf den Straßen unterwegs sind, zieht es mich nicht mehr in die Ferne und auf weite Reisen.
Da steht meine Hügelhüpferrollkugel vor dem Hintergrund des Wössinger Golfplatzes.
Man sollte schätzen, was man hat bzw. wo man lebt. Denn das „Gute liegt so nah“. Man verkennt oft die Schönheit der eigenen Umgebung. Man vergisst zu schnell die Besonderheit der eigenen Region. Schon immer habe ich liebend gerne die Landkarten studiert. Habe auch eine kleine Handbibliothek über den Kraichgau, Nordbaden, Baden-Württemberg, Odenwald und Schwarzwald.
„Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist.” Obwohl es mich auch schon fortgezogen hat, nach so langer Zeit , nach 47 Jahren die ich hier lebe und zugebracht habe, ist mir die Gegend doch vertraut und erscheint mir oft als Heimat.
Immer mehr in kürzerer Zeit erleben, immer weiter weg, immer exotischer ist zwar des deutschen Michels Trend, er ist Reiseweltmeister, aber zufriedener ist er dadurch nicht. Mich freut es in der Urlaubs- und Reisezeit immer, wenn dann noch weniger Verkehr ist und man noch weniger Menschen in der Natur begegnet. 🙂
Nur mal so nebenbei bemerkt…
Das Joch der Arbeitsfron ist abgeschüttelt
Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an
Mit sechsundsechzig Jahren, da hat man Spaß daran
Mit sechsundsechzig Jahren, da kommt man erst in Schuss
Mit sechsundsechzig ist noch lange nicht Schluss
Peter Alexander, 1988 –
https://www.youtube.com/watch?v=an1e8DC6QY4
mit 66 Jahren
Erinnerung:
Drunt auf der grünen Au (Peter Alexander)
https://www.youtube.com/watch?v=7lWBFGOqdcQ
In solch einem Klassenzimmer mit solchen Bänken bin ich
in Obrigheim a.Neckar in der Grundschule noch gesessen.
(Nostalgie pur)
Ja, solch einen Lehrer hätte man ja gerne gehabt. 😉
“Ihr werdet euch noch wundern, wenn ich erst Rentner bin
Sobald der Stress vorbei ist, dann lang ich nämlich hin, oh ho, oh ho, oh ho
Dann fön‘ ich äußerst lässig, das Haar, das mir noch blieb
Ich ziehe meinen Bauch ein und mach‘ auf ‚heißer Typ‘, oh ho, oh ho, oh ho…)
Udo Jürgens: Mit 66Jahren…
https://www.youtube.com/watch?v=KoKZy3UzKY4
Schon eine Weile her
Guten Tag Herr Unke!
Über die Page \”warum wir krank werden\” bin ich auf Ihre Page aufmerksam geworden. Sie haben unglaublich gute Gedanken und ich werde mich intensiv mit Ihrer Seite auseinandersetzen, weil Sie offenbar zu der Sorte Mensch gehören, die sich mehr Gedanken macht als der Mainstream der restlichen Menschheit – leider sind solche Menschen eher selten anzutreffen…
schreibt mir eine Leserin aus der Schweiz zu meiner Matrixwelt
Woher kommt es denn, daß du und Tausende, die vielleicht nicht einmal von materiellen Sorgen bedrückt werden, sich nicht restlos glücklich fühlen? Doch nur, weil sie alle ihr Steinchen im Schuh haben.
Wenn du glücklich werden willst, mußt du Einkehr halten, dich hinsetzen
am Wegrand und Besinnung in dein Leben bringen, ehe du auf deiner
weiteren Lebenswanderung sinnlos weitertaumelst. Besinnung, Sammlung, Ruhe – das ist es, was dir und Tausenden fehlt, die das Glück, den Lebenserfolg, die ungetrübte Lebensfreude schon immer gesucht , aber nie gefunden haben.
Zeit meines Lebens habe ich mich mit diesen Themen, diesem Suchen auseinandergesetzt. Mir immer wieder die Fragen gestellt, Was ist Glück? Was bedeutet für mich Glück? Welche Wege gibt es zum Glück? Was ist der Lebenssinn? Wie gebe ich dem Leben Sinn und Richtung? Aber immer wieder kommen auch periodisch die Zweifel und die Fragen auf, warum werden wir krank, was hält uns gesund und was ist Gesundheit und Krankheit überhaupt? Aus aktuellem Anlaß und Betroffenheit, denke ich insbesonders über Gesundheit und Krankheit wieder intensiver nach.
“Gesundheit erbitten sich die Menschen in ihren Gebeten von den Göttern; dass es aber in ihrer Hand liegt, diese zu erhalten, daran denken sie nicht. Indem sie vielmehr durch Unmäßigkeit das Gegenteil davon bewirken, werden sie durch ihre Begierde selbst zu Verrätern an ihrer Gesundheit.”
(Demokrit 460 v Chr.)
„Wer nicht weiß, in welchen Hafen er will,
für den ist kein Wind der richtige.”
(Seneca)
Wie findet man heraus, welche Häfen man in seinem Leben anlaufen will, welche Wege man beschreiten möchte, wofür man leben will, welche Ideale und Träume man gerne verwirklichen möchte?
Tagträumereien
Hügelhüpfersaison wird eröffnet
Mein Hügelhüpfer steht bereit und kann es nicht abwarten…
Die Wanderung
Lustig, auf, der Kapuziner,
Unser kleiner Wettermann,
Macht mit bloßem Kopf den Diener,
Nimmt den guten Morgen an,
Gutes Wetter fühlt er tagen,
Und die leichten Schritte tragen
Uns so lustig auf das Land.
Ein Schritt gegangen, dreie gesprungen,
Wie es die Grillen uns vorgesungen.
Keiner wird sich heut bedecken,
Scheint die Sonne noch so warm,
Duft’ger Wind strömt aus den Hecken,
Wischt die Stirne ohne Harm,
Neben mir ist hier ein Wehen,
Wie beim Blitz und Tanzes Drehen.
Ein Schritt u.s.w.
Guten Morgen sag’ ich täglich,
Doch versteh’ ich es nur heut,
Weil mir Lustigkeit unsäglich
Füllt mit Luft die Brust so weit,
Wer der Früheste gewesen,
Hat die kühlste Zeit erlesen.
(Arnim Werke, • Die Wanderung
Entstanden zwischen 1806 und 1808. Erstdruck in dieser Sammlung.)
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Bild mit einer alten Kamera Mai 2005 – wir wollen es endlich blühend – Wössingen
Nachtgedanken 74
«Die meisten leben nicht, sondern existieren nur mehr, sei es als Sklaven des ‹Berufs›, die sich maschinenhaft im Dienste großer Betriebe verbrauchen, sei es als Sklaven des Geldes, besinnungslos anheimgegeben dem Zahlendelirium der Aktien und Gründungen, sei es endlich als Sklaven großstädtischen Zerstreuungstaumels; ebenso viele aber fühlen dumpf den Zusammenbruch und die wachsende Freudlosigkeit.»
“Die Mehrzahl der Zeitgenossen, in Großstädten zusammengesperrt und von Jugend auf gewöhnt an rauchende Schlote, Getöse des Straßenlärms und taghelle Nächte, hat keinen Maßstab mehr für die Schönheit der Landschaft, glaubt schon Natur zu sehen beim Anblick eines Kartoffelfeldes, und findet auch höhere Ansprüche befriedigt, wenn in den mageren Chausseebäumen einige Stare und Spatzen zwitschern”
(Ludwig Klages: Mensch und Erde)
Naturverbundenheit
natürliche Landschaft, ursprüngliche Wege
”Wer die Natur liebt, dessen innere und äußeren Sinne stehen noch wahrhaft
im Einklang miteinander; er hat sich den Geist der Kindheit bis ins Mannesalter
erhalten. Sein Umgang mit Himmel und Erde wird Teil seiner täglichen Nahrung…
Nicht alleine die Sonne oder der Sommer zollen ihren Freudentribut, sondern
jegliche Stunde und Jahreszeit; denn jede Stunde und jeder Wechsel entspricht
einer anderen Geistesverfassung und bestätigt sie.”
(Ralph Waldo Emmerson: Die Natur – 1990, S.88)
Kraichgauer Naturlandschaft bei Obergrombach
Für mich ist diese “Einfachheit” der Landschaft, diese unspektakulären Feldwege
trotzdem immer wieder ein erhabenes Erlebnis im Sinne von Martin Heidegger und seinem: Der Feldweg (Klostermann Verlag – bebilderte Sonderausgabe – 4. Auflage 2010)
”Dieselben Äcker und Wiesenhänge begleiten den Feldweg zu jeder Jahreszeit mit einer stets anderen Nähe” (s.o.)
Blick auf die Obergrombacher Weinberge und weitere Lieblingswege
”Das Einfache verwahrt das Rätsel des Bleibenden und des Großen. Unvermittelt kehrt es bei den Menschen ein und braucht doch ein langes Gedeihen.” (w.o.)
”Die Weite aller gewachsenen Dinge, die um den Feldweg verweilen, spendet Welt.”
(Martin Heidegger: Der Feldweg – S. 17)
unscheinbarer Feldweg auf Wössinger Gemarkung
Wer keinen “Draht” dafür hat, wer keinen Sinn dafür entwickelt hat, dem gibt es in der Tat nicht viel. Dieser Mensch geht achtlos an so Vielem vorbei, nicht zuletzt auch an seinem eigenen Leben. Er lebt es nicht selber, sondern er wird gelebt.
Auf Wanderschaft auf Lieblingswegen
Auf Obergrombacher Gemarkung unterwegs
Das Wetter war zwar wirklich nicht toll. Grau in grau lag Hochnebel über der Landschaft. Mit 6° C war auch keine Überhitzungsgefahr gegeben. Trotzdem tat es mir sehr gut so langsam wieder in den Wanderungsmodus zu gelangen.
Allein die Grüntöne sind schon angenehm für das Auge
Diese weitläufige sanfte Hügellandschaft (Kraichgau) liebe ich
Blick in die Rheinebene – da sieht man genau wie diesig es besonders dort war.
Auf jeden Fall einer meiner Lieblingswege
Anschließend ein deftiges Vesper und später ein schönes warmes Bad, was will der Mensch noch mehr… 🙂
In der Welt ist es trübe
In der Welt ist’s trübe
unser vielgepriesenes Spezialistentum hat nichts “zum Leuchten” gebracht.
Das gilt für die Psychologen und Psychotherapeuten ebenso wie für die (kirchlichen) Seelsorger und einen großen Teil der Mediziner. Alle halten sich für geeignet und mächtig, anderen helfen zu können. Leider bleibt es häufig Stückwerk. Denn es fehlt am “Licht”. Sie alle “leuchten” nicht – oder zu wenig. Was zum Teil – aber wirklich nur zum Teil – auch an den mangelhaften, kopflastigen Ausbildungsgängen liegt sowie an dem (angelernten und angewöhnten) Allmachtswahn, auch wenn der – wie H.E. Richter meint – eher der Kompensation eines umgreifenden Ohnmachtsgefühls dienen soll. [*] Die, die dies trifft, die letztlich Leidtragenden, die so immer noch mehr “Leid tragen” müssen, sind immer die anderen.
Wir leben in einem Zeitalter, in dem vieles von Wissenschaft und Technik bestimmt wird. Wohl das größte Unheil, das uns daraus erwuchs, war, den Menschen oder sich selbst zum Maß aller Dinge zu machen. “Allmachtskomplex” nannte es Horst Eberhard Richter 1979. Geändert hat sich dadurch nichts. Schon gar nicht zum Besseren. Wie unsere jetzige Verfaßtheit und Situation der Weltlage einmal mehr sehr deutlich zutage treten läßt.
Und es ist auch kein Trost, wenn Thure von Uexküll formuliert: “Was ist Wissenschaft? – Ein Irrtum von gestern!”
Im Zeitalter des Technokratiefaschismus hat die Humanpsychologie und Humanmedizin schlechte Karten
Der Begriff der Seele bereitet den Psychologen so große Schwierigkeiten, daß sie ihn am liebsten loswerden möchten.
Psychologie-Lehrbücher lesen sich meistens eher als technische Betriebsanleitungen denn als Fachbücher über das Menschsein..
[*] Horst Eberhard Richter beschreibt die moderne westliche Zivilisation als psychosoziale Störung. Er analysiert die Flucht aus mittelalterlicher Ohnmacht in den Anspruch auf egozentrische gottgleiche Allmacht. Er verfolgt den Weg des angstgetriebenen Machtwillens und der Krankheit, nicht mehr leiden zu können. Die Überwindung des Gotteskomplexes wird zur Überlebensfrage der Menschheit und der Gesellschaft. [3]
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Humanistische Psychologie ist die Bezeichnung für eine Schulrichtung der Psychologie, deren wichtigster Begründer A. Maslow war.
Das Hauptanliegen der HP, als sogenannte dritte Kraft in der Psychologie, ist die Psychoanalyse und den Behaviorismus zu ergänzen, da keine dieser anderen Schulen dem Verständnis einer gesunden und schöpferischen Persönlichkeit gerecht wurden. Es war zu sehen, daß eine solche Persönlichkeit Lebensziele und Werte nicht wegen eines Bedürfnisses nach “Homoeostase” verfolgte, wie es die moderne Psychoanalyse lehrte, sondern mit dem Ziel der “Selbstverwirklichung” (E.Fromm, K. Horney) und “Selbstaktualisierung” (K. Goldstein, Maslow) oder “Selbsterfüllung” wie es Bühler nannte und dies in Untersuchungen menschlicher Lebensläufe demonstrierte. Auch Carl R. Rogers war einer der Wegbereiter der HP. Bis dahin hatten Psychoanalytiker ihre therapeutischen Maßnahmen mehr als okkulte Kunst angesehen, in die nur Eingeweihte Einblick nehmen durften. Nicht zuletzt durch Rogers war Psychotherapie nun nicht mehr länger ausschließlich eine psychiatrische Methode mit dem Ziel, psychische Erkrankungen zu heilen.
Glück ist ein Wechselspiel
Ich gestehe: Ich bin ein Glückspilz 🙂 Und dafür bin ich unendlich Dankbar
Glück ist das komplizierte Wechselspiel
zwischen dem, was wir haben und dem, was wir wollen. Wenn wir alles haben können, was wir wollen, erlahmen Kreativität und Neugier – die selbst wieder wichtige Glücksfaktoren sind. Wenn wir nichts von dem erreichen, was wir anstreben, sind wir frustriert oder verschwenden immer neue Zeit und Energie an vielleicht falsche Ziele. Glück entsteht aus der gelungenen Balance zwischen unseren Ansprüchen und Möglichkeiten – eine Balance, die vorwiegend in der Gegenwart geleistet werden muß: Wer zu sehr auf zukünftige Ziele fixiert ist oder zu häufig über verpaßte Chancen grübelt, verliert diese Balance leicht.
Mehr Glück – wie Verstand!
Manchmal schon, im Nachhinein betrachtet habe ich wirklich immer einen sehr zuverläßlichen Glücksengel an meiner Seiter gehabt. Dafür bin ich auch sehr dankbar und sehe dies alles nicht als selbstverständlich an.
Natürlich war es für mich auch ein langer Erkenntnisweg, um zu begreifen, daß das Glück nicht in den materiellen Dingen liegt, sondern im eigenen Innern gefunden werden muß.
Der englische Philosoph John Stuart Mill hat diese zwei Möglichkeiten am eigenen Leibe erprobt. Als junger Mann jagte er dem Glück nach, war aber todunglücklich und dachte sogar an Selbstmord, bis er schließlich erkannte: „Nur die sind glücklich, die sich auf etwas anderes als ihr Glück konzentrieren… Die Freuden des Lebens reichen aus, um es zu einer angenehmen Sache zu machen, wenn wir sie en passant mitnehmen, anstatt sie zu unserem Ziel zu machen… Sobald Du Dich fragst, ob Du glücklich bist, hörst Du auf, es zu sein“.
Glückliche Menschen finden und stiften in ihrem Leben viele kleinere Anlässe, sich wohlzufühlen und sich zu freuen – und dies tun sie kontinuierlich.
Wer sich dagegen zu sehr auf die wenigen „Großereignisse“ des Glücks konzentriert, vielleicht über lange Zeit auf sie hinarbeitet – unter Vernachlässigung der Glücksmomente (Das kleine Glück des Alltags) – dessen Glücksbilanz schließt häufig negativ ab.
Bücher und Literatur zur Glücksphilosophie auch ein Teilgebiet meiner Interessen und Bibliothek. Ein kleine Literaturauswahl:
1. Seligman, M.P. : Der Glücks-Faktor
2. Klein, Stefan : Die Glücks-Formel – Rowohlt Verl. 10. Aufl. 2002
3. Krüger Tarr, Irmtraud : Vom leichten Glück der einfachen Dinge – Herder Verl.Freiburg 1998
4. Jopp, Klaus E. : Positiv denken – zufrieden leben – Weltbild Verl. Augsburg o.J.
Schöner Herbsttag lockte mich raus in die Natur
War wirklich ein schöner Herbsttag gestern am Samstag
Bin mal wieder einen meiner Lieblingswege gelaufen von Wössingen nach Wöschbach und zurück
Baum im Herbst
Noch ringt verzweifelt mit den kalten
Oktobernächten um sein grünes Kleid
mein Baum. Er liebt’s, ihm ist es leid,
Er trug es fröhliche Monde lang,
Er möchte es gern behalten.
Und wieder eine Nacht, und wieder
Ein rauher Tag. Der Baum wird matt
Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder
Gelöst dem fremden Willen hin,
Bis der ihn ganz bezwungen hat.
Nun aber lacht er golden rot
Und ruht im Blauen tief beglückt.
Da er sich müd dem Sterben bot,
Hat ihn der Herbst, der milde Herbst
Zu neuer Herrlichkeit geschmückt.
(Hermann Hesse)
(Quelle:
http://gedichte.woxikon.de/herbstgedichte/123
Hermann Hesse:
Der Weg zu sich selbst
Wohin des Wegs einsamer Menschenwanderer?
Am Horizont, über den Bergen und in den Tälern war es doch schon diesiger , weil ich auch schon später dran war, es ging auf den Abend zu.
Wunderbar das Licht- und Farbenspiel
Trotz Sonne war es doch recht frisch. es war auch ein auffrischender Wind.
Leider waren für meinen Geschmack viel zu viele Menschen unterwegs.
Wunderschöner Frühlingstag im Garten
Heute war kein Büchertag und auch kein Drinnen-Bunker-Tag
Da bin ich zeitig raus in den Garten. Nur viel geschafft habe ich nicht.
von meinem Sitzplatz ausgesehen
War herrlich heute – habe entzückt dem Vogelgesang gelauscht und dem munteren Treiben zugeschaut, dabei ist mir die Arbeitslust abhanden gekommen 😆
Freitag der 13…
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Da habe ich erst einmal keinen Schritt aus dem Haus gemacht. 😆
Erst am späten Nachmittag ward ich draußen gesehen 😉
Klein-Lena hatte heute ihre Freundin zu Besuch bei uns, da war planschen und spielen angesagt. Es war von der Wärme her auch angenehmer, wie an den Tagen mit brütender Hitze und trotzdem schön warm (29° C Höchsttemperatur im Mittel aber 26° C)
Wenn es mir zu warm ist wird hier gearbeitet – im Bunker ist es dann schön kühl
Nimm dir Zeit…
Die Zeit ist nur ein
leerer Raum, dem
Begebenheiten,
Gedanken und
Empfindungen erst
den Inhalt geben.
(Wilhelm von Humboldt)
Dreifach ist der Schritt der Zeit;
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.
(Friedrich von Schiller, 1759 – 1802)
Was ist überhaupt Zeit?
Wie geht man sinnvoll mit Zeit um?
Ich brauchte sehr viel Zeit, um zu lernen
Ich brauchte schon seit jeher viel Zeit,
um mich selber zu finden und zu sein.
Ich bräuchte noch viel mehr Zeit
für meine vielen Interessengebiete.
Die Frage der persönlichen Entwicklung und der Lösung
der eigenen Probleme ist in hohem Maß auch
eine Frage des Zeithabens und Zeitnehmens.
Sieh das Gute liegt so nah
Wirke was du kannst…
Da wo du bist,
da wo du bleibst,
wirke, was du kannst,
sei tätig und gefällig,
und laß dir die Gegenwart
heiter werden….
(Johann Wolfgang von Goethe)
Deswegen werde ich / wir an den Ostertagen auch nicht in der Gegend herumfahren d.h. keine Kurzurlaubsreise unternehmen. Für viele Menschen ist dies ein regelrechter Zwang geworden.
Glücksmomente
Glück
Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.
Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.
(Verfasser unbekannt – zitiert
nach “Der grüne Wink – Kalender 2010
von Gärtner Pötschke)
Blick auf Bauernsiedlung Sallenbusch
Glück hat der gefunden der zufrieden ist mit seinem Leben, seinem Los. Ja, der Mensch der in sich ruht, kann mit sich und der Welt im Reinen sein und strahlt Zufriedenheit aus. Wenn ich unterwegs bin und es begegnen mir Menschen, schaue ich diesen Menschen ins Gesicht und grüße gewöhnlich freundlich. Nicht Wenige grüßen freundlich zurück, oft zeitgleich und freuen sich sogar. Es gibt aber auch genug Menschen, die griesgrämig in die Welt schauen und auch nicht grüßen.
Jedenfalls habe ich mich dieser Tage wunderbar gefühlt und das Wetter und das Wandern genossen. Es ist einfach herrlich dieses unverhofft schöne Frühjahr und die Natur zu erleben. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit dies so erleben zu dürfen.
Glück und Zufriedenheit
Frühling
Du schöner Frühling, o, wie lieb‘ ich dich!
Mehr als der Bräutigam die holde Braut;
Er weiß, sie wird ihm einstens angetraut,
Doch ich muß lieben dich mit Furcht und Beben,
Kaum da, fliehst du mit Windesschnelle mich
Und nimmst mir mit, das kaum erweckte Leben –
Du schöner Frühling, o, wie lieb‘ ich dich!
(1. Strophe Frühling von Marie Luise Büchner)
Der Frühling ist kommen, die Erde erwacht,
Es blühen der Blumen genung.
Ich habe schon wieder auf Lieder gedacht,
Ich fühle so frisch mich, so jung.
Die Sonne bescheinet die blumige Au‘,
Der Wind beweget das Laub.
Wie sind mir geworden die Locken so grau?
Das ist doch ein garstiger Staub.
Es bauen die Nester und singen sich ein
Die zierlichen Vögel so gut.
Und ist es kein Staub nicht, was sollt‘ es denn sein?
Mir ist wie den Vögeln zu Mut.
Der Frühling ist kommen, die Erde erwacht,
Es blühen der Blumen genung.
Ich habe schon wieder auf Lieder gedacht,
Ich fühle so frisch mich, so jung.
(Adelbert von Chamisso)
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Die Jahreszeit Frühling macht mich froh, beim Anblick all dieser Herrlichkeit in der Natur durchströmen mich Glücksgefühle. Doch der Frühling macht mich oft auch unruhig und manchmal sogar melancholisch.
Nichts Besonderes
Blick auf Wössingen
Glück und Zufriedenheit muß man nicht in endlosen Fernen und unendlichen Höhen suchen. Glück finden wir auch nicht in spektakulären Aktionen oder Ereignissen.
Unser Sonntagsspaziergan fand schnöde und einfach in Wössinger Flur und Wald statt.
Meine Lebensmaxime:
Es ist besser, gelassen auf Stroh zu liegen, als auf
einem goldenen Stuhl an einer üppigen Tafel
seine Ruhe zu verlieren.
(Epikur)
Bescheidenheit, Besonnenheit und Natürlichkeit sind Fremdwörter geworden.
Nachtgedanken 35
Der Sonntag war mir zu umtriebig
Nachtgedanken 31
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Den Puls des eigenen Herzens fühlen.
Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern.
Wieder Atem holen lernen, das ist es.
(Christian Morgenstern)
Beschaulichkeit
Auf der Flucht vor sich selbst
Der heutige Massenmensch hat die “Kunst des Müßiggangs” verlernt. Allein schon der Begriff ist für ihn negativ besetzt. Er kennt nicht mehr die Heilkraft der Stille. Die Qualität unseres alltäglichen Befindens in einer schnelllebigen, streßgeplagten Umwelt hängt weitgehend von unserer Fähigkeit ab, gelegentlich wirklich “abschalten” zu können – in heilsamen Momenten der inneren Stille zu unserer Mitte zurückzufinden, um uns dort zu regenerieren. Der heutige Mensch ist auf der Flucht vor sich selbst.
Das überlegte, das bedachte, das betuliche und beschauliche Handeln und Denken ist verloren gegangen. Aktuell wieder in den Städten zu beobachten. Auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken, hetzen und huschen sie wieder irrsinnig durch die Straßen.
Vögel der Freiheit
Vögel der Freiheit singen nicht nur von der Freiheit, sie fliegen ihr entgegen, ja sie fliegen in die Freiheit.
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Es gibt Vögel, die sitzen in einem Käfig gefangen, und dennoch singen sie. Aus diesem Grunde hatten wir früher auch einmal Singvögel im Käfig. Wellensittiche und Kanarienvögel. Irgendwie meinte ich es sei schön, wenn so ein kleiner Kanarienvogel sein Lied schmettert. Aber so richtig davon überzeugt war ich nie, daß diesen kleinen Piepmatzen das Käfigleben gefällt. Die Wellensittiche sah ich immer in Australien in der Natur, wie sie eigentlich richtig leben, vor mir. Als wir dann auch noch mehrmals Pech hatten mit neuen Vögeln, sagte ich irgendwann, Schluß damit. Vögel müssen in der freien Natur leben, wir Menschen dürfen nicht so eigensüchtig sein und nur zum eigenen Ergötzen Vögel in Käfigen halten. Oskar wollte ja auch nicht so sein ganzes Leben verbringen. Lieber füttern wir unsere einheimischen Vögel im Winter, wenn es denn erforderlich ist.
Du warst ein fröhlicher zwitschernder Vogel, und nun sitzt du mit einem gebrochenen Flügel.
So ergeht es vielen Menschen. Alles ist festgefahren, alles ist dunkel wie in einer schwarzen Nacht. Wie ein Alptraum liegen die Schatten der Vergangenheit über dem Leben. Die Matrix der Vergangenheit und der Emotionen, rumoren im Unbewußten hartnäckig weiter. Manchmal weißt du nicht mehr, ob du noch leben willst. Aber du darfst nie die Hoffnung aufgeben, irgendwann siehst auch du wieder Licht am Ende des Tunnels. Wie heißt es so schön: Wenn du meinst, es geht nicht mehr weiter, kommt von irgendwo ein Lichtlein her, ein Hoffnungsschimmer scheint dir auf. Dein Geist ist stärker, stärker auch als dein Leib. Dein Geist zündet wieder ein Licht an, vielleicht erst einmal ein kleines Licht, aber du siehst wieder etwas.
Immer ist ein Weg da. Du mußt ihn nur wieder beschreiten, den Weg deiner Hoffnungen und Träume. (aus unserer ehemaligen HP MP-Netz —> Augenblicke der Freiheit)
Nachtgedanken XXI
“Was ist der Ursprung der Welt?”
“Was ist wahr?”
“Was ist der Sinn des Seins?”
“Welche Stellung hat der Mensch in der Welt?”
kennzeichnen den Anfang der Philosophie.
Wer sich sein Leben lang von der Schule über den Beruf bis in das Alter nur dem Trott des Alltags, der Einbahnstraße des täglichen Sollens, unterwirft, der wird niemals philosophieren, denn er fragt nicht. Er fragt nicht nach dem Sinn seiner Existenz, sondern lebt nur dahin, ohne die Bestimmung des Menschen aufzunehmen, das eigene Sein zu gestalten, der Strecke zwischen Geburt und Tod einen Sinn zu geben, und wenn es vielleicht nur der wäre, nach diesem zu fragen.
Er läuft tagein, tagaus im Hamsterrad des Lebens, er strampelt sich ab und kommt doch niemals auf einen “grünen Zweig”
Den Dingen auf den Grund gehen heißt in diesem Fall:
”Die Dummheit liegt nicht primär in der menschlichen Natur. Sie wird den Menschen systematisch aufgezwungen durch Tradition, Erziehung, Schule und Medien. Wobei Herrschaftsinteressen eine wesentliche Rolle spielen (halt du sie dumm, ich halt sie klein). Man braucht die menschliche Dummheit, um den gesellschaftlichen Staus quo aufrechtzuerhalten.” (Philosophie für den Alltag) Das ist das alte Spiel der Untertanen mit den Obertanen und den Hintertanen. Es läuft heute noch genauso ab wie früher, darin hat die Menschheit nichts dazu gelernt.
Gelassenheit ist Trumpf
Philosophische Gelassenheit ist mir ein ernstes Anliegen
Für den Schüler des Tao ist Gelassenheit das menschliche Mitschwingen mit dem natürlichen Lauf der Dinge und der Einklang mit dem geistigen Weg des Tao, das ohne Unterschiede und ohne Bezeichnung ist. Jedes Ding hat ein inneres Wesen, und wer dieses in einem vollkommen ruhigen Gemüt erfaßt, bringt seine eigenen Fähigkeiten unmittelbar mit den Gegenständen und Bewegungen in Beziehung und schwingt mit in ihrem Rhythmus.
Die Gelassenheit lebt das Heute und kümmert sich nicht um das Morgen. "Im Heute versucht der Mensch, was immer er tut, mit Gelassenheit zu verrichten", ist ein buddhistischer Spruch.
Roste nicht, laufe!
So angenagt…
So angenagt und “verfolgt” fühle ich mich irgendwie auch.
An diesem Tag fühlte ich mich überhaupt nicht so gut.
Weiß der Kuckuck was das wieder war. ![]()
Fest steht, die letzten Winter, besonders die Monate
November und Dezember sind mir überhaupt nicht bekommen.
Jedenfalls fing der November zünftig an, denn das Wetter war
nicht berauschend, nun gut, es hätte noch schlimmer sein können,
aber gelaufen bin ich heute nicht und mit auf die Messe gehen in Karlsruhe
wollte ich auch nicht, null Bock!!! Beide Enkelinnen waren zwar enttäuscht..
Aber viel gelesen und nachgedacht hatte ich.