Es war einmal ein Affenplanet (1)

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August 2010 – Leider nicht so klar und deutlich. Da hatte ich noch nicht so eine gute Digitalkamera.

Die drei „Deutsch-Affen“

Ob die „Birnen“ schon zu sehr bestrahlt werden?

Es ist wirklich beängstigend, mit welcher Ignoranz und kindlicher Naivität alle Warnsignale ignoriert werden.

Lassen Sie sich von den positiven Medienberichten nicht täuschen, es brodelt und knirscht ganz gewaltig an den Finanzmärkten und in den Gesellschaften.

Wir tanzen auf einem Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch steht!

Wenn die Wirtschaft in China und den USA  und in Europa mit einem gewaltigen Donnerknall explodieren wird, Terroristen die Erdöl- und Gaspipelines lahmlegen oder die Energieproduktion torpedieren und Investoren und Spekulanten massenweise versuchen werden, ihre Aktien abzustoßen, ist es zu spät. Das kapitalistische Ausbeutersystem und die Spekulantenbörsen werden in einem verheerenden Crash enden.

Die allgemeine Stimmung in Deutschland ist zwar zugegebenermaßen etwas pessimistisch, doch wer glaubt nicht gerne an eine bessere Zukunft.

Natürlich, es liegt in der Natur des Menschen, sich lieber mit positiven Nachrichten beschäftigen zu wollen, als permanent an die Brüchigkeit und Unvollkommenheit des Seins denken zu müssen.

Überall das gleiche Bild. Spekulanten und Heuschrecken wohin man schaut. Die kapitalistische Gier läuft zu immer absurderen Machenschaften auf. Ein Höhepunkt jagt den anderen. Da können es wohl welche nicht abwarten, bis dass der ganze Spuk in einem Super-Crash endet, was eh nur noch eine Frage der Zeit ist. Der Global-Casino-Kapitalismus steuert voll auf die Wand zu.

Von der Untätigkeit angesichts weltweiter Bedrohungen

„Das Gehirn des Menschen ist ein für vergangene Epochen optimiertes Organ. Seine Denkprozesse sind bestimmte Anforderungen der Jetztzeit nicht gewachsen.“ (Dr. Anette Scheinpflug, Dozentin an der Bundeswehruniversität Hamburg im Januar 2000 über den Steinzeitjäger im Cyberspace). Nehmen Sie Abschied von dem Bild des Vernunftmenschen. Dieses Bild wird den Tatsachen auf unserem Planeten nicht gerecht. Trotz vielfältiger Bedrohungen der Freiheit, der Gesundheit, und…..der Menschen verharrt der größte Teil der Menschheit nämlich ziemlich untätig. Die Leute können sich aufregen, wenn ihr Lieblings-fußball-bolzverein, oder der „Ballermann“ kritisiert wird, wo man übrigens auf Mallorca den wahren Charakter des „deutschen Pöbels“ kennenlernen kann. Keine Volksgruppe fällt dort neben den Engländern so unangenehm auf, daß man sich schämen müßte ein Deutscher zu sein. Dieselben Menschen reagieren aber nicht oder kaum, wenn Umwelt, Kultur oder ihre Freiheit außerhalb der oberflächlichen Freizeitgestaltungen in Gefahr sind. Kritik am Ballermann ist für diese Menschen versinnlicht, die Bedrohung der Freiheit dagegen nicht. Oswald Spengler spricht von „Beseelten Masseneinheiten“. Besagte Dozentin Scheinpflug schreibt in ihrem Aufsatz: „Demnach ist für viele Menschen etwas nicht mehr begreifbar oder anschaulich, wenn ein bestimmter Rahmen überschritten wird: z.B. Zusammenhänge, die in mehr als 5–7 Unterprobleme zerlegt werden müssen (Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses).“ Deswegen auch in manchen Arbeiterkreisen und Kleinbürgermilieus, die pathologische Abneigung gegen die Psychologen und Philosophen, die in ihren akademischen, verschachtelten Kettensätzen, ihre Denkweise zu sehr strapaziert, deswegen bevorzugen sie die „BLÖD-Zeitung“ und Proleten fernsehen RTL und Konsorten.

Der scharfe Analytiker Robert Anton Wilson schrieb 1974 in dem Vorwort zu dem Buch „Wer hat hier das Sagen?“ treffend: „Demokratische Theorien sind wunderbar, und sehr inspirierend, haben aber nichts mit der aktuellen Situation domestizierter Primaten auf unserem unterentwickelten Planeten zu tun.“

Von tiefer Einsicht in die Bedrohung von Natur und Kultur sind die meisten Menschen noch weit entfernt.

Bereits 1988 schrieb der Ökologe Herbert Gruhl über den Zustand der Gattung Mensch: „Unsere Gattung ist nicht so beschaffen, daß sie den Anforderungen der heutigen Zivilisation gerecht werden könnte. Ihr fehlt das Vermögen, die Welt als Ganzes zu steuern…. Die Völker sind unregierbar geworden, weil zu ihrer Regierung nicht nur Allwissenheit erforderlich wäre – und die nicht nur bei den Regierenden, sondern auch bei den Regierten, die da wählen und fordern, fehlt….“ [Häusel, H.-G. (2000). Das Reptilienhirn lenkt unser Handeln, Havard Business Manager, 2,9.18; siehe auch das Buch: „Der Affe in dir“]

Losgelöst von allen Ursprüngen und durch die ihr innewohnende Zersetzung geht jede Zivilisation und demnach auch unsere westlich-materialistische Zivilisation irgendwann unter. (Der Kapitalismus besiegt sich selbst). Nur wer sich von den banalen Denk- und Seins zwängen der heutigen Massen befreit, kann unbeschränkt denken und handeln. (MP-Netz – Archiv – 2007)

Der geplünderte Planet vor dem Ende

Die Globalisierung setzt die Spirale nach unten immer schneller in Gang.

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Gesellschaft Lebensqualität weltweit gesunken

Starker Rückgang in den USA und EU – Europa

Die durchschnittliche Lebensqualität weltweit sinkt trotz positiver wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen im Fernen Osten: 1990 war die Situation der Menschen insgesamt besser als heute. Das ist das Resümee eines Welt-Sozialreportes, der in Frankfurt/Main auf der Konferenz der Internationalen Gesellschaft zur Untersuchung der Lebensqualität vorgestellt wurde.

Die Wissenschaftler um Richard Estes von der Universität Pennsylvania hatten die soziale Situation in 163 Staaten unter die Lupe genommen und sich dabei Daten der nationalen Regierungen, der Vereinten Nationen und der Weltbank bedient. Untersucht wurde die medizinische Versorgung, Bildungsstand, Menschenrechte, politische Mündigkeit der Bürger und der Status der Frauen in den jeweiligen Ländern. Außerdem gehörten die Militärausgaben und der Schutz der Umwelt zu insgesamt vierzig Faktoren, anhand derer Estes und sein Team die Länder in einer Rangliste anordneten.
(ebenfalls aus dem MP-Netz Archiv)
Wird fortgesetzt im Hinblick auf die Bedrohung von Gain-of-function-Forschung und Biowaffen (ist ein Bereich der medizinischen Forschung, der sich auf die serielle Passage von Bakterien oder Viren in vitro konzentriert, sowie Mutationsprozesse beschleunigt und ebenfalls Biowaffen Entwicklung.). Seit meiner Bundeswehrzeit 1970/71  bei der ABC-Abwehr beschäftige ich mich im Nebeneffekt mit dieser Thematik.

Verschwörung gegen die Wahrheit

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Bildschirmfoto von Kopp-Report. Die diktatorische Bananenrepublik lässt grüßen.

Heimliche Überwachung und Strahlenfolter durch Geheimdienste
Whistleblower outet sich als ehemaliger Täter
Bei der Geschichte, die Carl Clark
erzählt, bleibt einem teilweise die Luft weg, Der Engländer beschreibt, wie
er für verschiedene Geheimdienste Menschen überwacht und verfolgt
hat und dann nach seinem Austritt aus diesen Diensten selbst zum
Opfer wurde. Auch den Einsatz von Mikrowellenwaffen hat er erst begleitet, dann selbst zu spüren bekommen. ,,Diese kriminellen Machenschaften
müssen an die Öffentlichkeit, damit sie gestoppt werden können“, beschreibt er seine Motivation, sich zu,“outen“. lnterview mit Carel Clark, Norfolk, England, von Armin Groß, Berlin (Name v. d. Red. Geändert)

Versuche, Personen in den Wahnsinn zu treiben
Riesiges Überwachungsnetz.
Es gab im Rahmen militärischer Forschung schon weitreichende Versuche, Körper, Seele und Geist über Frequenzen zu beeinflussen. ln Kombination mit noch anderen Interventionen kann man eine Person wahnsinnig machen.
https://stop007.org/wp-content/uploads/2018/03/carlclarkinterview_raum_und_zeit.pdf

Das Überwachungsnetz wird dichter | Das Ministerium für Wahrheit

»Big Brother is watching you«

das Benthamsche Programm,

»Big Brother is watching you« – das ist ja schon wieder das Benthamsche Programm, nunmehr in fast vollendeter, reif gewordener Gestalt: Der »Große Bruder« als ein irdischer »Adam Kadmon«, ein aus Millionen und Milliarden Menschen zusammengesetzter Riesenmensch und die Projektion der totalitären kapitalistischen Gesellschaft auf sich selbst, besteht aus den Millionen Augen der fordistischen Medien, des Marketings und der Demoskopie. Dabei hat sich sogar die äußere Überwachung des Menschenmaterials durch bürokratische Apparate nicht nur des Staates, sondern auch der kapitalistischen Unternehmen und der kommerziellen Medien in den fordistischen Weltmarkt-Demokratien gegenüber den rohen staatsdiktatorischen Formen noch einmal verstärkt. Packard sieht hier nicht nur den Totalitarismus mitten in der heiligen ersten Marktwirtschaftsdemokratie, er verweist dabei auch ausdrücklich auf die schleichende Realisierung von Orwells »1984«. Die »Gedankenpolizei« der fordistischen Demokratie ist auch in dieser Hinsicht viel raffinierter und auswegloser als der Zugriff aller Geheimpolizisten in den rohen, bloß staatstotalitären Durchsetzungsformen.

Und das gilt auch für jene »Orwellsche Sprache«, das »Neusprech«, das ja im Grunde schon seit mehr als zweihundert Jahren die Sprache des Liberalismus war, auf dessen Namen selber alle

Attribute dieser doppelbödigen Schizo-Sprache zutreffen. Wenn es im Namen des »Großen Bruders« heißt: FREIHEIT IST SKLAVEREI, dann braucht man diesen Kernsatz nur umzudrehen, um die erzliberale Maxime zu bekommen: SKLAVEREI IST FREIHEIT, nämlich die bedingungslose und freudige Unterwerfung unter die »Naturgesetze« der marktwirtschaftlichen Gesellschaftsphysik, seit Hegel philosophisch legitimiert in jenem totalitären Satz: »Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit«. Das gilt auch für die anderen beiden Parteiwahlsprüche im Staat des »Großen Bruders«: KRIEG BEDEUTET FRIEDEN – niemand weiß das besser als die NATO alias »demokratische Staatengemeinschaft« in ihrer Eigenschaft als selbsternannte Weltpolizei; und UNWISSENHEIT IST STÄRKE – wer könnte diese Maxime besseren Gewissens unterschreiben als der demokratische Massenkonsument, der umsichtige Produzent destruktiver Weltzerstörungswaren und der betriebswirtschaftlich bornierte Manager, deren Lebens- und Erfolgsfähigkeit systematische soziale Ignoranz voraussetzt? Auch nur gedanklich diese Welt eines geschlossenen gesellschaftlichen Wahnsystems von Grund auf in Frage zu stellen heißt schon, »out« und ein Fremder in der eigenen Gesellschaft zu sein, oder, wie es in »1984« heißt: »Das Gedankenverbrechen zieht nicht den Tod nach sich: Das Gedankenverbrechen ist der Tod« (Orwell 1995/1949,28), nämlich der soziale Tod. Auf die totalitäre fordistisch-demokratische Marktwirtschaft trifft in einem weit höheren Maße und weitaus intensiver als in den protofordistischen Diktaturen zu, was Orwell über das System des »Großen Bruders« und das darin herrschende »Zwiedenken« sagt: »Es war nichts weiter nötig als eine nicht abreißende Kette von Siegen über das eigene Gedächtnis. Wirklichkeitskontrolle nannten sie es; in der Neusprache hieß es Zwiedenken […] Zu wissen und nicht zu wissen, sich des vollständigen Vertrauens seiner Hörer bewußt zu sein, während man sorgfältig konstruierte Lügen erzählte, gleichzeitig zwei einander ausschließende Meinungen aufrechtzuerhalten, zu wissen, daß sie einander widersprachen, und an beide zu glauben; die Logik
gegen die Logik ins Feld zu führen […] zu vergessen, was zu vergessen von einem gefordert wurde,

um es sich dann, wenn man es brauchte, wieder ins Gedächtnis zurückzurufen, und es hierauf erneut prompt wieder zu vergessen; und vor allem, dem Verfahren selbst gegenüber wiederum das gleiche Verfahren anzuwenden. Das war die äußerste Spitzfindigkeit: bewußt die Unbewußtheit vorzuschieben und dann noch einmal sich des eben vollzogenen Hypnoseaktes nicht bewußt zu werden. Allein schon das Verständnis des Wortes Zwiedenken setzte eine doppelbödige Denkweise voraus« (Orwell, a.a.O., 34 f.).
(teilweise aus dem MP-Netz Archiv)

Wer hat sie geklaut?

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deutscher Michel auf der Suche.

Wo ist sie geblieben, die (Schein) Demokratie, wer hat sie gesehen?

Man hätte schon längst um ihren Zustand wissen können. Die Deutschlandakte: Was Politiker und Wirtschaftsbosse unserem Land antun von Hans Herbert von Arnim Schwarzbuch Deutschland.

„Parteienpatronage, überbordende Bürokratie, gleich geschaltete Medien, Justiz unter dem Einfluss der Politik sowie Großunternehmen, in denen Korruption zum alltäglichen Geschäft gehört: Es ist wirklich etwas faul in unserem Staate, und der Fisch stinkt vom Kopf her. Die politische und wirtschaftliche Klasse agiert zunehmend im kontrollfreien Raum und im Zweifel eher im eigenen als im öffentlichen Interesse. Hans Herbert von Arnim lässt anhand einer langen Reihe von Missbrauchsfällen aus Politik, Verwaltung, Justiz, Wirtschaft und Gesellschaft ein ganzes System von Auswüchsen und Defiziten sichtbar werden. Sein Schwarzbuch Deutschland soll aufrütteln, bevor unsere Demokratie dauerhaften Schaden nimmt.“

Durch das Wetter bedingt war heute Bücherkarton ausräumen angesagt. Dabei habe ich die von Arnim Bücher rausgefischt – mal wieder zur Erinnerung wie faul es in Absurdistan Germanistan tatsächlich ist.

Rainer Mausfeld Warum schweigen die Lämmer?

Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören

Indoktrination statt Information

„In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Demokratie in einer beispiellosen Weise ausgehöhlt. Demokratie wurde durch die Illusion von Demokratie ersetzt, die freie öffentliche Debatte durch ein Meinungs- und Empörungsmanagement, das Leitideal des mündigen Bürgers durch das des politisch apathischen Konsumenten. Wahlen spielen mittlerweile für grundlegende politische Fragen praktisch keine Rolle mehr. Die wichtigen politischen Fragen werden von politisch-ökonomischen Gruppierungen entschieden, die weder demokratisch legitimiert noch demokratisch rechenschaftspflichtig sind. Die destruktiven ökologischen, sozialen und psychischen Folgen dieser Form der Elitenherrschaft bedrohen immer mehr unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen. Rainer Mausfeld deckt die Systematik dieser Indoktrination auf, zeigt dabei auch ihre historischen Konstanten und macht uns sensibel für die vielfältigen psychologischen Beeinflussungsmethoden.

Neben der Angsterzeugung gibt es zahlreiche andere Herrschaftsinstrumente der Mächtigen, wie der Psychologe Rainer Mausfeld nicht nur in seinen Büchern zeigt. Eine dieser Techniken des Demokratiemanagements ist die „Diskursvermüllung“ beziehungsweise die Desinformation durch eine Überflutung mit banaler Unterhaltung, die auch schon Neil Postman aufgezeigt hat, um dem politischen Diskurs den Boden zu entziehen.

In der Entwicklungsdynamik des Neoliberalismus hat die Methode einer Diskursvermüllung in den vergangenen Jahrzehnten einen besonders hohen Stellenwert erhalten. Philip Mirowski bemerkt hierzu: »Verwirrung wurde zu einer bewussten politischen Strategie, die sich stark von dem Top­-Down-Modell der »Propaganda« des frühen 20. Jahrhunderts unterscheidet. […] Heute basiert die Desinformation auf der Schaffung eines Nebels von Verwirrung und Desillusion. Sie beruht weniger auf einer direkten Medienmanipulation (dem Schreckgespenst der nostalgischen Linken) als auf einer Ernte des Gequatsches der allgemeinen Bevölkerung über die sozialen Medien, die anschließend über Plattformen wie Facebook, Twitter an die Massen zurückgespeist wird. […] Der Informations-­Markt wird als Verstärker genutzt, um das Vulgäre, das Geschwätz, das Kauderwelsch und den all­ gemeinen Lärm wieder in die Öffentlichkeit zu bringen, die ihn überhaupt erst in einem kybernetischen Rückkopplungskreislauf erzeugt, so weit, dass die Menschen keine Ahnung haben, was tatsächlich in ihrer eigenen Welt vor sich geht.«
https://www.westendverlag.de/kommentare/herrschaftstechniken-in-demokratien/

Wenn ich aber so zurückdenke, hatten wir jemals wirklich eine Demokratie? Was war da doch alles in der Vergangenheit? Wie verlief die Adenauer Ära? Was ist meine Erinnerung an meine erste Bundestagswahl 1972? Wie sehr aufgeheizt und verhetzt die Stimmung war, ist mir noch heute bewußt.

Bundestagswahl 1972 (meine erste Wahl mit 22 Jahren nach meiner Bundeswehrzeit W18)

Ergebnisse

CDU/CSU 44,9 %

SPD 45,8 %

FDP 8,4 %

Sonstige 0,9 %

Regierungskoalition: SPD und FDP; Bundeskanzler: Willy Brandt (SPD), ab 1974 Helmut Schmidt (SPD)

Die Ostpolitik der sozial-liberalen Regierung sorgt für Streit. Gegner werfen Willy Brandt den Ausverkauf deutscher Interessen vor. Die CDU versucht im April 1972 vergeblich, Brandt zu stürzen und mittels eines konstruktiven Misstrauensvotums Rainer Barzel zum Kanzler zu wählen. Brandt stellt später die Vertrauensfrage, mit dem Ziel, sie zu verlieren: Bei einer Neuwahl sollen die Wähler die Ostpolitik bestätigen. Die FDP bekennt sich zur Koalition mit der SPD. Die Union setzt auf das Thema Wirtschaft und versucht, den Rücktritt von SPD-Finanzminister Schiller zu nutzen. Schriftsteller und Künstler werben für die SPD und den charismatischen Kanzler: „Willy wählen!“ Die Wähler sind polarisiert, über 90 Prozent gehen zur Wahl. Die SPD wird erstmals stärkste Partei.
https://www.bpb.de/themen/bundestagswahlen/bundestagswahl-2021/62559/bundestagswahlen-1949-2009/

Wir Bürger waren damals schon dem Parteienkartell suspekt. 1968 bis 1972 turbulente Zeiten.

Es waren turbulente Zeiten. An den Unis gärte es, die Revolte war zugegen. Für mich mit den Philosophen Horkheimer, Adorno, Herbert Marcuse, Erich Fromm und Bloch verbunden. Die Springerpresse Autos brannten. Die weltweiten Proteste gegen den US-Vietnamkrieg.
Die Rote Armee Fraktion war eine linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland – Gründung im Mai 1970

Ihre Ursprünge der RAF liegen in der 68er-Bewegung. Dann entwickelt sich die Rote Armee Fraktion zur brutalsten Terrorgruppe der Bundesrepublik.
Der Funke der 68er-Bewegung sprang aber schon 1967 an, mit dem Schahbesuch.

Der Schah-Besuch 1967 und die deutsche Studentenbewegung

„Am 2. Juni starb der Student Benno Ohnesorg bei Protesten gegen den Besuch des iranischen Herrschers. In seinem Buch „Schahbesuch 1967“ analysiert der Historiker Eckard Michels die Dramatik der Ereignisse.“
https://www.dw.com/de/der-schah-besuch-1967-und-die-deutsche-studentenbewegung/a-39084310

 

Das Zeitalter der Angst

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Darf es ein bisschen mehr sein an Angst und Panik? Keine Angst, es sind genug Spritzen da.

Zeitalter der Angst: (Gedankensplitter zur Angst)

Immer mehr Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene leiden unter chronischer Angst. Völlig normale Kinder weisen Symptome auf wie solche, die in den 50er Jahren als psychisch krank galten.

Die Anzahl der Menschen, die unter Angst und Furcht leiden, ist derart angestiegen, daß auch völlig normale Kinder heute Symptome aufweisen, die Ärzte in den 50er Jahren psychisch kranken Kindern zuordneten. Das ist das Ergebnis von mehreren Untersuchungen und Studien.

Verglichen wurden Ergebnisse aus den Jahren 1952 bis 1993. Dabei stellten die Wissenschaftler einen signifikanten Zuwachs an Personen fest, die unter chronischer Angst und deren Auswirkungen litten – für manche Wissenschaftler bereits Grund vom “Zeitalter der Angst” zu sprechen.

Verschiedene Faktoren sind für diesen Anstieg verantwortlich. Besonders belastend ist die zunehmende soziale Isolation, die Zunahme der sozialen Kälte und der Sozial-Darwinismus, einer immer mehr entmenschlichten Epoche des Neoliberalismus, eines Turbokapitalismus, der sich immer mehr dem Manchesterkapitalismus der Anfänge annähert. Den Menschen wird ein geschwatzt, wie früher von den Religionen, als käme dieser unabänderlich über die Menschheit, von Gott gegeben. Aktuell natürlich im Vordergrund die Virenhysterie und Erzeugung von Angstdruck und Panik vor Viren und Krankheit. Die alleinige Erlösung ist die Gentherapie, fälschlicherweise immer Impfung genannt.

Weitere Faktoren, die den Anstieg ausmachen, sind zum Beispiel die Angst vor Krieg, Umweltkatastrophen, Krankheiten wie Krebs und Aids, Bedrohung durch Gewalt und Kriminalität und deren umfangreiche Berichterstattung in den Medien

Es ist leider eine Tatsache, daß viele Menschen heute mit ihrem Leben schlecht zurechtkommen. Wie wenig geht selbstverständlich und reibungslos. Es ist, wie wenn Sand in die Maschine der Gegenwart geschüttet wäre. Viele Menschen sind sich selbst, aber auch der Natur und Natürlichkeit entfremdet. Das Bewußtsein der stolzen Höhe der modernen Kultur, die alle Zeitalter überragt, ist der Sorge und Angst gewichen. So langsam dämmert es dem Menschen, daß Wachstum nicht unendlich möglich ist. Der Ersatzglaube „Wissenschaft“ verliert immer mehr seinen Glorienschein.

Gar mancher macht die wirtschaftliche Existenz zum Inhalt seines Lebens. Er geht mit allen Mitteln rücksichtslos vor, diese wirtschaftliche Existenz zu schaffen und scheitert in seiner inneren Existenz. „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“
Aktuell ziehen ja auch sehr dunkle, bedrohliche Wolken auf und künden von einem nahenden Sturm. (geplante erneute Virenplandemie / Hysterie im Herbst)

Orientierung finden im Meer der Zeit und Beliebigkeit

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Auf der Suche!

Die Toren und die Narren kommen und gehen…

Sie waren schon immer in der Überzahl, daran wird sich in der Menschheitsgeschichte nie etwas ändern. . Es nimmt so oder so alles seinen Lauf. Es reicht mir meine Genugtuung, vorher gesehen zu haben, wohin dieser Weg der „Narrenkäfige“ (*) führt.

„Das Unendliche, woran du von beiden Seiten angrenzt, hier die Vergangenheit, dort die Zukunft, ist ein Abgrund, worin alles versinkt. Wäre es denn nicht eine völlige Narrheit, sich über solche Dinge zu ereifern, sich darin zu versteifen oder über etwas zu klagen, das uns nur eine so geringe Zeit Unannehmlichkeiten machen kann?“ (Marc Aurel)

Dieser Spuck des Neoliberalismus und des entarteten Raubtierkapitalismus und der neoliberalen Banden zu Berlin, entsorgt sich allsbald von selbst. Es ist nunmehr nur eine Frage der Zeit, des berühmten Schmetterlingsschlags der Chaosforschung, bis dieses System implodiert und zusammenbricht.
Habe ein wenig im Internet Archiv hereingeschaut und die Versionen mit den gespeicherten Versionen auf den Festplatten verglichen.

Erkenntnisgeburt: Was ist Wahrheit? Wahrheit ist ein Anspruch an das Erkennen und die Konstruktion eines übergeordneten Rahmens über die individuelle Einsicht hinaus. Wahrheit meint absolute Wahrheit und bezeichnet etwas, das über das Individuum, den Menschen und den Kontext hinaus wahr ist. Absolute Wahrheit ist die Wahrheit eines – angenommenen – göttlichen Wesens. Absolute Wahrheit in gesellschaftlichen Kontexten gibt es nicht, eben sowenig wie in allen anderen Belangen. Dennoch gibt es eine „Wahrheit“ des Individuums, da dieses – sofern es in der Gesellschaft involviert ist und – beispielsweise – eine Meinung vertritt – einen Standpunkt, sein Interesse, verbindlich vertritt und verteidigt. Da alle Positionen ohnehin gleichwertig – um nicht zu sagen gleichgültig – sind, muss das Interesse die Legitimation sein, eine spezifische Wahrheit zu vertreten und sie auch als solche zu benennen. (unzulänglicher Entwurf) Gottfried Benn: „Der Mensch ist nicht einsam, aber das Denken ist einsam.“

Gegensätze.

Guter Rat ist im Ohr der Torheit, wie Wind im Käfig:

„Wie Wind im Käfig,
wie Wasser im Siebe ist
guter Rat im Ohr der Torheit
und der Liebe.“
(Friedrich Rückert)

Wirklichkeit hinter dem Sinnenschein

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Mentalpsychologie – Mentalenergetik.

Zuversichtsglaube:  „Ein wahrer Esoteriker ist ein Mensch, der die Wirklichkeit hinter dem Sinnenschein erkennt. Wenn einer über das Wesen der Wahrheit meditiert, stellen sich in seinem äußeren Leben die Folgen seines inneren Wachstums ein. Darum handelt der Mensch weise, der zunächst in seinem inneren Leben für Ordnung und Einssein sorgt; die äußere Welt, die nur der Schatten der inneren ist, folgt dann von selbst.“ [511] Siehe auch: „Die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit“  oder „Der äußere Anschein der Wirklichkeit.“ (MP-Netz)

Blickwechsel gefällig…

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Aus der Matrix austreten.

Kalte Herzen von Peter Winterhoff-Spurk Auflage: 2. Aufl. 2005
Kalte Herzen
Wie das Fernsehen unseren Charakter formt

„Wir leben in Zeiten eines schleichenden Wandels der Gefühlskultur. Das Fernsehen ist der mächtigste Lieferant sozialer Botschaften und Vorbilder, den es je gab, und wird zum heimlichen Erzieher eines neuen Sozialcharakters. Schamgrenzen sinken, öffentliche und private Gefühlsdarstellungen haben Konjunktur. Die einzelnen verändern sich – und das hat Folgen für die gesamte Gesellschaft.

Das tägliche Fernsehprogramm mit seinen Talkshows, Nachrichten, Seifenopern verrät es: Überall nimmt ein neuer Leittypus Gestalt an. Seine Gefühlswelt ist gekennzeichnet durch andauerndes Verlangen nach Aufregung, Oberflächlichkeit und theatralischer Inszenierung, in der Gefühle lediglich dargestellt, aber nicht wirklich empfunden werden. In einer subtilen Betrachtung werden die Hintergründe ausgeleuchtet, vor denen das Fernsehen dieses neue Normalitätsmodell in Szene setzt. Und es werden die fatalen Folgen aufgezeigt, den dieser medial modulierte Sozialtypus für die Politik, das Berufsleben, ja bis in die intimen Verästelungen der Familie hat.

Winterhoff-Spurk benennt die Ursachen für den gesellschaftlichen Wandel und appelliert, den suggestiven Schleichwegen des »heimlichen Erziehers« Fernsehen endlich etwas entgegenzusetzen.“

Weitere Stimmen zum Buch

»Das tägliche Fernsehprogramm mit seinen Talkshows, Nachrichten, Seifenopern verrät es: Überall nimmt ein neuer Leittypus Gestalt an. Seine Gefühlswelt ist gekennzeichnet durch andauerndes Verlangen nach Aufregung, Oberflächlichkeit und theatralischer Inszenierung, in der Gefühle lediglich dargestellt, aber nicht wirklich empfunden werden. … Winterhoff-Spurk benennt die Ursachen für den gesellschaftlichen Wandel und appelliert, den suggestiven Schleichwegen des heimlichen Erziehers Fernsehen endlich etwas entgegenzusetzen.«
Angelika Fries (ERF Radio, Kulturmagazin Calando, 13.9.2006)

„Und so etwas Schwerwiegendes geschieht seit einigen Jahren, davon bin ich nach über 20-jähriger Forschungs- und Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der Medienpsychologie überzeugt: Die Medien, allen voran das Fernsehen, verändern schleichend den Sozialcharakter, also diejenigen psychischen Eigenschaften und Verhaltensweisen, die die Menschen einer bestimmten Epoche und Kultur gemeinsam haben. Das wäre ja nicht weiter schlimm, weil sich der Sozialcharakter – ebenso wie die Gesellschaft selbst – eigentlich immer verändert hat und weiter verändern wird. Wandel allein erregt keine Besorgnis. Aber welche Eigenschaften und Verhaltensweisen durch die Medien manipuliert werden, das läßt schlimme Folgen für den Einzelnen wie für die Gesellschaft befürchten. Es sind kalte Herzen, die da entstehen. Aus diesem Grund ist das Ihnen vorliegende Buch also kein wissenschaftlicher Text, sondern ein Appell. Fernsehen ist ein Psychotonikum fürs Volk, und es wird höchste Zeit, daß wir dies bemerken. Klipp und klar formuliert: »A l’arme!«
Saarbrücken, im Herbst 2004 Peter Winterhoff-Spurk
Ein Interview mit dem Autor auf SWR1 Leute Baden-Württemberg (Leider nicht mehr abrufbar)

Auch sehr empfehlenswert, um einen Überblick über den Niedergang einer Gesellschaft zu erfahren.

Das falsche Leben von Maaz, Hans-Joachim
Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

„Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft – bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am „System“ abzureagieren.

Der Hallener Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände – vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. Das falsche Leben ist das Buch zur Stunde – Augen öffnend und alles andere als Mainstream.“
https://www.chbeck.de/maaz-joachim-falsche-leben/product/176343
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Jeden Tag ein wenig weiter

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Hier kommt mein zweiter Computerarbeitsplatz hin. Bild schon wieder überholt, es kommt noch ein Schreibtisch in diesen Raum. Es wird ein jungfräulicher PC (niegelnagelneu) in Betrieb genommen sowie mein zweiter etwas älterer Laptop mit zwei Linux Versionen.

Beim Ausräumen der Kartons und sortieren der Bücher kamen mir gedruckte Internetseiten vom damaligen MP-Netz in die Finger und auch die dazugehörigen Bücher.

Meine Bücherliste im Dezember 2008
Unternehmen Babylon – Die aufgeregte Persönlichkeit
Wie die Globalisierung einen neuen Sozialcharakter formt

„Die unvermeidliche Globalisierung präsentiert ihre Rechnung: Verwüstung sozialer Zusammenhänge, Verwüstung der Finanzmärkte, Verwüstung natürlicher Ressourcen und die Verwüstung des menschlichen Innenlebens. Gewiss hat die Globalisierung auch Vorteile. Doch die ungehemmte, den Massen nicht zugute kommende, nur zum Vorteil der Eliten regulierte Globalisierung hat einen hohen Preis. Dazu gehört die Gefährdung und Umgestaltung der menschlichen Seele.

»Unternehmen Babylon« betitelt Peter Winterhoff-Spurk sein neues Buch. Am berühmten Bild »Der Turmbau zu Babel« des Flamen Pieter Bruegel aus dem Jahr 1563 verdeutlicht der Psychologie- und Medienprofessor verschiedene Dimensionen der Globalisierung und ihre Wirkungen auf die sozialen Beziehungen, auf die Arbeitswelt und auf die Persönlichkeitsentwicklung der Menschen. Nicht von ungefähr dient ihm das Bild, das jeweils in den Innenklappen des Buches farbig wiedergegeben ist, als roter Faden und Diagnosegleichnis. Denn Bruegel selbst nutzte das biblische Bild, um die Situation seiner Zeit in Antwerpen und Europa mit malerischen Mitteln darzustellen, zu analysieren und zu kritisieren. Denn der Maler erlebte damals eine dramatische Umbruchsituation, die der unseren mit ihrer hohen Globalisierungsdynamik in nichts nachstand.

Faszinierend vermag Winterhoff-Spurk seine unterschiedlichen Wissenschaftsgebiete – Psychologie, Medienforschung, Sozialwissenschaft und Kunstgeschichte – mit einem erheblichen Anteil an theologischen Reflexionen gut lesbar einzubringen und für einen Vergleich des Bruegel-Bildes mit unserer aktuellen Situation zu nutzen. Dabei finden sich die mittlerweile etwas zerzausten Priester neoliberaler Orientierung ebenso wieder wie die vom Globalisierungsdruck bedrängten Arbeitnehmer und getriebenen Manager. Die Risse im Fundament des Babelbaus symbolisieren die sozialen Folgen einer ungehemmten Globalisierung, die letztlich eine verkappte Reichtumsvermehrung für ganz wenige ist.

Während die Medien, speziell das Fernsehen, als eine Art Diesseitsreligion fungieren, prägt sich im Zusammenspiel mit ihnen, den Globalisierungsansprüchen und den politischen Eliten ein neuer Sozialcharakter aus: die Histrio-Persönlichkeit. Ihre Merkmale sind die Dramatisierung der eigenen Person, theatralisches Verhalten, übertriebener Ausdruck von Gefühlen, andauerndes Verlangen nach Aufregung und Anerkennung, Egozentrismus, leichte Beeinflussbarkeit, oberflächliche und labile Affektivität, unangemessen verführerische Erscheinung und entsprechendes Verhalten, übermäßiges Interesse an körperlicher Attraktivität.

Winterhoff-Spurks These: Der Histrio (aus dem Griechischen: der Schauspieler) ist der Sozialcharakter unserer Zeit, ein Produkt aus Medien, Globalisierungsdruck und eigenen Persönlichkeitsanteilen. Das verbreitete politische Desinteresse ist Teil und Folge eines solchen Sozialcharakters. Doch die Megakrise der Finanzmärkte, die starke Individualisierung der Globalisierungszeche und die Willfährigkeit der Politik gegenüber den gierigen Wirtschaftseliten verdeutlicht: Die politische Einmischung ist gerade heute notwendiger denn je, um der Politik Kraft und Richtung zu einer sozial gerecht gestalteten Globalisierung zu geben.“
(Dieses Buch ist Buch des Monats in Publik-Forum 19/2008.
Norbert Copray rezensierte. Dort ist das Buch auch bestellbar)
Auch hier ist festzuhalten: Die meisten Dinge, Begebenheiten und Beschreibungen haben sich bestätigt und sind meistens noch drastischer zutage getreten. All diese Verwerfungen und dekadenten Entwicklungen laufen mittlerweile beschleunigt ab und bedeuten einen rasanten Niedergang des sogenannten Westens. Bevorzugt wirksam in Frankreich und Deutschland gefolgt von Italien, Holland und Belgien. Die USA lassen wir hier mal außen vor denn das ist ein Kapitel für sich.

Akut aktuell: Die repressive Gesellschaft

Irrtum Mensch: Der Irrtum hat aus Tieren Menschen gemacht. Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche

Die Massenpsychologie des Faschismus

Wilhelm Reich wandte die Erkenntnisse aus seiner Arbeit über die Charakterstrukturen auf das soziale und politische Leben an: Warum sind die Menschen unfrei und organisieren ihre eigene Unterdrückung, obwohl sie sich nach Freiheit sehnen? Sie sind freiheitsunfähig aufgrund irrationaler Charakterstrukturen des Durchschnittsmenschen, die als „normal“ gelten.

Faschismus ist demnach keine Ideologie oder politische Richtung, sondern ein Ausdruck der Sehnsucht des normalen Menschen, seine primären biologischen Bedürfnisse zu befriedigen, was ihm durch eine jahrtausendealte autoritäre Unterdrückung unmöglich gemacht wurde. Als neurotische Struktur wird diese Unterdrückung in jedem Individuum konserviert und über die Erziehung auf die Kinder übertragen. Der Versuch, die Beschränkungen der Neurose gewaltsam zu durchbrechen, führt in eine Charakterschicht der Destruktivität, die Reich als „emotionelle Pest“ bezeichnete. Menschen, die sich in dieser Charakterebene aufhalten, nannte er „emotionell pestkrank“. Die emotionelle Pest ist nicht nur als endemische Krankheit ständig aktiv, sondern bricht auch epidemisch aus, ergreift Gruppen von Menschen (z.B. Lynchjustiz), Organisationen (Inquisition der katholischen Kirche) oder Staaten (Faschismus).

Die emotionelle Pest ist als Charakterebene in allen Menschen vorhanden. So erklärt sich, daß „völlig normale“ Menschen in einer Pest-Epidemie Juden ermorden oder auch bosnische Moslems und ein solches Verhalten für vertretbar halten. Die Massenpsychologie des Faschismus ist ein Werk, das nichts an Aktualität eingebüßt hat, weil es sich mit psychischen und sozialen Phänomenen beschäftigt, die Tag für Tag real sind.

Reich analysierte nicht nur soziale Institutionen, die das autoritäre patriarchale System der emotionellen Pest sichern, die er allgemein als „politische Pest“ bezeichnete. Er untersuchte auch, unter welchen Bedingungen natürliche und gesunde soziale Beziehungen existieren können, die er „Arbeitsdemokratie“ nannte.Die Arbeitsdemokratie ist das Geflecht autonomer sozialer Beziehungen, auf deren Grundlage alle Gesellschaften existieren. Politische, ideologische Systeme benutzen diese gesunden Strukturen, die zwar geschützt werden müssen, aber nicht organisiert werden können.

Zitiert nach: Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus
und: Bernd Senf – Bernd Senf + Wilhelm Reich http://www.berndsenf.de/

Quelle für Orgonforschung: Fischer-ORGON-Technik www.orgon.de
Siehe auch: Theo Löbsack: Der Mensch Fehlschlag der Natur
Hervorragende Einführung zur Emotionalen Pest und der Lebensenergie  und Wilhelm Reich von Bernd Senf:
http://www.berndsenf.de/MenuWilhelmReich.htm
Quelle: Aus dem MP-Netz (hatten wir schon 1999/2001 thematisiert.

 

Hier war einmal eine Bibliothek

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Die vielen Bücher sind nun alle verstaut und in Kartons eingepackt, die so schwer sind wie, wenn lauter Wackersteine drin wären. Die Umzugskartons waren zwar teuer, aber ihr Geld wert, weil stabil.

Kartons genug.

Habe den Rest an Computerfachbücher gleich entsorgt, die nehme ich nicht mit. Die waren zwar immer teuer, brauche ich aber nicht mehr und sind immer schnell veraltet. Lotus Domino und Notes waren tolle Plattformen und Softwarelösungen bis IBM sie übernommen hat und danach versaut.

Wenn ich noch daran denke, wie mühsam und arbeitsaufwendig am Anfang Webseiten erstellt wurden. Man musste HTML und all die Programmiersprachen beherrschen, um etwas auf die Beine stellen zu können. All die Wälzer habe ich auch entsorgt. Außerdem auch einige Romane.

Die linke Festplatte mußte auch auf den Computerfriedhof. Die hatte ich damals (1997/98) für ein Schweinegeld für meine ATari Computer gekauft. Sie haben eine Speicherkapazität von 500 MB, die kleine Festplatte daneben hat eine Kapazität von 2 GB. Daran sieht man, wie sich die IT-Technik weiter entwickelt hat.

Einer meiner Atari Computer. Die waren damals dem Windows / MS-DOS Schrott haushoch überlegen. Datenbankabfragen waren mit einem Telefonakustikkoppler durchzuführen und erforderte die Kenntnis der Datenbanksprachen.

 

Kranke Gesellschaft

Der moderne Mensch und seine Zukunft:

Dieses Buch Erich Fromms ist ein ehrgeiziges Unterfangen: Es will die seelische und geistige Erkrankung der gegenwärtigen Gesellschaftstruktur auf den Begriff bringen. Fromm ist sich wohl bewußt, daß es schwierig ist, von einer „Menschheitsneurose“ zu sprechen. Beim einzelnen Neurotiker hat man als Kontrast die Gruppe der angeblich normalen Menschen, die unauffällig funktionieren und keine manifesten Symptome aufweisen. Woher aber soll man den Hintergrund nehmen, auf dem sich die Gesellschaftpathologie abhebt? Schon Sigmund Freud sah dieses Problem in „Das Unbehagen in der Kultur“

Fromm verweist auf die hohe Zahl der Morde, Selbstmorde und Alkoholiker in den Kulturländern, um daraus die Schlußfolgerung abzuleiten, daß es um die sogenannte „Normalität des Kulturmenschen“ schlecht bestellt sei. Wo aber Millionen Menschen an seelischen Ausfallserscheinungen leiden, ist es vielleicht besser, von „Defekt“ anstatt Neurose zu sprechen. Wir stehen offenbar vor der Tatsache, daß der Zivilisationsprozeß den Menschen nicht zur seelisch-geistigen Reife führt, sondern aus ihm nur eine Karikatur dessen macht, was er von seinem Wesen her sein könnte.

Fromm hat einen expliziten Begriff von der „menschlichen Situation“ oder „menschlichen Natur“, der für ihn einen Schlüssel zur von ihm vertretenen humanistischen Psychoanalyse bedeutet. Dieser geht aus von der Dichotomie menschlicher Möglichkeiten: so stehe der Mensch vor der Wahl zwischen „Verbundenheit versus Narzißmus“, Schöpferischer Kraft versus Zerstörungstendenz“, Brüderlichkeit versus seelischer Inzest“ und „Individualität versus Herdengleichheit.“ Diese Alternativen sind immer mit dem Menschsein gegeben; die bisherige Kultur entwickelte im Menschen überwiegend narzißtische, zerstörerische, inzestuöse und Herden-Tendenzen, so die große Majorität aller Kulturmenschen sich nur zu einem kümmerlichen Grad von Reife entfalten konnte. Das erkennt man auch daran, daß sehr selten die Vernunft zu ihrer vollen Funktionstauglichkeit entwickelt wird. Der Mensch braucht nach Fromm ein übergreifendes „System der Orientierung und der Hingabe“, aber dieses erscheint zumeist in Gestalt von irrationalen Lebens- und Weltbildern, die das geistige Wachstum blockieren. [102, 117, 118, 119]
Literatur:

102

Rattner, Josef

Klassiker der Tiefenpsychologie

Psychologie Verlags Union München

1990

117

Fromm, Erich

Die Furcht vor der Freiheit

EVA Frankfurt / EBG

1996

118

Fromm, Erich

Wege aus einer kranken Gesellschaft- Eine sozialpsychologische Untersuchung

dtv Verl. München

1980 / 1991

119

Fromm, Erich

Der moderne Mensch und seine Zukunft

EVA Frankfurt

1955 / 1960

Unzeitgemäße Betrachtungen sind heutzutage nicht erwünscht

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„Ich verbringe ehrlicherweise gesagt, nicht gerne Zeit mit Menschen, die mich geistig nicht weiterbringen.“

„Die innere Leerheit ist die wahre Quelle der Langeweile, die stets nach äußerer Erregung lechzt um Geist und Gemüt durch irgendetwas in Bewegung zu bringen. Hauptsächlich aus dieser inneren Leerheit entspringt die Sucht nach Gesellschaft, Zerstreuung, Vergnügen und Luxus jeder Art, welche viele zur Verschwendung und dann zum Elend führen.“ (Arthur Schopenhauer)

Wenn der Wahn- und Irrsinn zu sehr an brandet, wünsche ich mir nicht selten eine Hüttenbehausung in einem tiefen Wald – nach Art von >Walden< -Leben in den Wäldern – von H. Thoreau.

Die vergnügten Philosophieprofessoren. Fast ist es ihm,
als ob er die Symptome einer völligen Ausrottung und
Entwurzelung der Kultur wahrnähme, wenn er an die
allgemeine Hast und zunehmende Fallgeschwindig-
keit, an das Aufhören aller Beschaulichkeit und Sim-
plizität denkt. Die Gewässer der Religion fluten ab
und lassen Sümpfe oder Weiher zurück; die Nationen
trennen sich wieder auf das Feindseligste und begeh-
ren sich zu zerfleischen. Die Wissenschaften, ohne
jedes Maß und im blindesten laisser faire betrieben,
zersplittern und lösen alles Festgeglaubte auf; die ge-
bildeten Stände und Staaten werden von einer großar-
tig verächtlichen Geldwirtschaft fortgerissen. Niemals
war die Welt mehr Welt, nie ärmer an Liebe und
Güte. Die gelehrten Stände sind nicht mehr Leuchttür-
me oder Asyle, inmitten aller dieser Unruhe der Ver-
weltlichung; sie selbst werden täglich unruhiger, ge-
danken- und liebeloser. Alles dient der kommenden
Barbarei, die jetzige Kunst und Wissenschaft mit ein-
begriffen. Der Gebildete ist zum größten Feinde der
Bildung abgeartet, denn er will die allgemeine Krank-
heit weglügen und ist den Ärzten hinderlich. Sie wer-
den erbittert, diese abkräftigen armen Schelme, wenn
man von ihrer Schwäche spricht und ihrem schädli-
chen Lügengeiste widerstrebt. Sie möchten gar zu
gerne glauben machen, daß sie allen Jahrhunderten
den Preis abgelaufen hätten, und sie bewegen sich mit

Nie waren diese Unzeitgemäßen Betrachtungen von Nitzsche aktueller als heute.

Daß die einzelnen sich so gebärden,
als ob sie von allen diesen Besorgnissen nichts wü-
ßten, macht uns nicht irre: ihre Unruhe zeigt es, wie
gut sie davon wissen; sie denken mit einer Hast und
Ausschließlichkeit an sich, wie noch nie Menschen an
sich gedacht haben, sie bauen und pflanzen für ihren
Tag, und die Jagd nach Glück wird nie größer sein,
als wenn es zwischen heute und morgen erhascht wer-
den muß: weil übermorgen vielleicht überhaupt alle
Jagdzeit zu Ende ist. Wir leben die Periode der
Atome, des atomistischen Chaos. Die feindseligen
Kräfte wurden im Mittelalter durch die Kirche unge-
fähr zusammengehalten und durch den starken Druck,
welchen sie ausübte, einigermaßen einander assimi-
liert. Als das Band zerreißt, der Druck nachläßt, em-
pört sich eines wider das andere.

[Quelle: Unzeitgemäße Betrachtungen, F. Nitzsche]

 

Ein Land am Abgrund

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Niedergang wohin man auch schaut.

»Kein Pfad mehr! Abgrund rings und Totenstille! / So wolltest du’s! Vom Pfade wich dein Wille. / Nun, Wandrer, gilt’s! Nun blicke kalt und klar! / Verloren bist du, glaubst du an Gefahr.«
(Friedrich Nietzsche)

Vom Drang nach Freiheit ist nicht viel zu merken in Absurdistan Germanistan.

Kant in seinem 1784 erschienenen Essay „Was ist Aufklärung?“: „Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (…) den Schritt zur Mündigkeit (…) auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.“

*+*

Erich Fromm schreibt:
Wir beobachten nämlich, daß jede säkulare Wirtschaftsform (Feudalismus, Kapitalismus usw.) einen entsprechenden Menschen- und Charaktertyp benötigt, der sie entwickelt und trägt.

Die Familie als „Agentur der Gesellschaft“ wirkt auf die Triebhaftigkeit des Menschen ein und erzeugt jene Persönlichkeiten, die die Gesellschaft wünscht. (Hier ist E.Fromm sehr eng an W. Reich) Erziehung, Ethik, Propaganda, Religion und Justiz prägen dem Einzelnen jenen „Gesellschaftscharakter“ auf, den die „herrschenden Klassen“ für wünschenswert halten.

Der Gesellschaftskritiker Fromm zeigt aber nicht nur die menschliche Verkümmerung in der kapitalistischen Kultur- und Geisteswelt auf. Er kritisiert auch ihre Justiz, die einen riesigen Strafapparat (der sehr kostspielig ist) aufzieht, welcher eine Kriminalität bekämpft, die die Gesellschaft selbst durch Armut, soziale und erzieherische Mißstände, durch Triebrepression und kollektive Unvernunft hervorruft.
Aber in diesem Wahnsinn ist sehr wohl Methode. Die Justiz ist immer auch herrschaftsstabilisierend.

Für den frühen Fromm ist Religion ein exquisites Hilfsmittel der „Klassenherrschaft“; sie macht die Menschen unselbständig und bietet illusionäre Befriedigungen und Vertröstungen, die nie eingelöst werden.
So aktuell wie noch nie. Diese Zeilen stammen zwar aus dem MP-Netzwerk von 2003, aber gerade die Arbeiten von Erich Fromm und Wilhelm Reich zum Faschismus und die Bedingungen zu seiner Entstehung sind akut und zu beachten.

Dekadenz und Verfall in Absurdistan Germanistan

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Aus dem Mentalpsychologie – Netz Archiv.

Niedergang:  Buch —> Von Deutschland nach Absurdistan von  Paul M. Stern aus dem Jahr 2005

„In brennender Sorge über den Niedergang der deutschen Nation ist dieses Buch geschrieben.“ Prof. Dr. Klaus Hornung

Wirtschaftliche und soziale Reformpolitik ist dringend notwendig, aber ohne eine geistige Wende kann die Zukunftsfähigkeit Deutschlands nicht gesichert werden.

Das neue und hochaktuelle Buch von Paul M. Stern zeigt in ausgewählten Bereichen auf, weshalb es in der Bundesrepublik zu einem selbstzerstörerischen Identitätsverlust gekommen ist. Vierzig Jahre Kulturrevolution in Deutschland haben zu einem gefährlichen Wertevakuum, zu einer Wertebeliebigkeit und zum unbeschränkten Hedonismus einer verantwortungsscheuen Spaßgesellschaft geführt. Die deutsche Demokratie ruht nur noch auf dem Fundament materiellen Wohlstandsdenkens.

Eine allmächtige Kaste von Gutmenschen hat in allen Bereichen der Politik ihr Meinungsmonopol errichtet. Es wird bestimmt, was gedacht werden darf und was gedacht werden muß. Inquisition und Hexenverfolgung sind in modernem Gewand wieder auferstanden und schränken Pluralismus des Denkens und Meinungsfreiheit immer mehr ein.“

Paul M. Sterns Buch liefert allen denjenigen, denen die Zukunft der Nation noch am Herzen liegt, notwendige Grundlagen und Argumente.

„Von Hans Haber stammt der Satz: … Der Bürger ist ein Mann, der erst beim Finale aufwacht. … Nun, wir sind mal wieder beim Finale, aber der Bürger schläft immer noch. Wenn es je einen Weckruf gegeben hat, der vielleicht noch Wirkung zeigen kann, dann ist es Paul M. Sterns Feueralarm. Endlich Klartext!“ Dipl.-Volksw. Roland Baader

Hier sind einschlägige Bücher (Literatur) zu diesem Themenkomplex. Verfall, Untergang, Dekadenz und Niedergang.

Erich Kästner: Knigge für Unbemittelte

Ans deutsche Volk, von Ulm bis Kiel:
Ihr esst zu oft! Ihr esst zu viel!
Ans deutsche Volk, von Thorn bis Trier:
Ihr seid zu faul! Zu faul seid ihr!
(1. Strophe)

Weiter auf Nachdenkseiten https://www.nachdenkseiten.de/?p=1959

Zivilisatorische Dekadenz und kultureller Einheitsbrei:

Im Strudel zivilisatorischer Dekadenz, die einen längst fragwürdigen materiellen Lebensstandard anstelle schöpferischer Welt – und Wirklichkeitsbewältigung als höchstes Scheinglück anbietet. So infiziert die an Sinnentleerung schwer erkrankte, abendländisch geprägte und amerikanisch verflachte Zivilisation durch ihre Kommunikations- und Verkehrsmittel die gesamte Menschheit.

Der Philosoph Max Scheler hielt 1927 einen Vortrag zum Thema  „Der Mensch im Welt-alter des Ausgleichs“. Er sah ein naturnotwendiges Geschick, das in unserer Geschichte waltet, insofern als die Gegensätze der Rassen und der Klassen, der Geschlechter und der Generationen, der Religionen und der Konfessionen, der Weltanschauungen und Weltbilder sich laufend ausgleichen. Ein halbes Jahrhundert später beschrieb Hubert Markl die eingetroffenen Tatsachen: Die Menschheit schmilzt derzeit mit steigender Geschwindigkeit erstmals zu einer einzigen, globalen Gesamtzivilisation zusammen, die von Pol zu Pol reicht und uns in der Massenhaftigkeit und Gleichförmigkeit ihrer Produkte eher erschreckt als lockt: Vom maschinell gleichförmig vorgekauten Fleischfladen auf dem Plastikteller bis zum Transistorradio, aus dem überall auf unserer Erde ähnlich lärmende Rhythmen und gleichförmig nach gekaute Phrasen quellen.

Da braucht man sich keinen Illusionen hinzugeben. Der Niedergang ist einprogrammiert. Die falsche Matrix verinnerlicht.

Wie nennt man den Ausgleich der Differenzen auf ein gemeinsames Mittelmaß? Entropie. Und diese besondere Art von Entropie läuft inzwischen unter einem höchst fragwürdigen Namen: „Multikulturelle Gesellschaft“. Dieser Begriff ist schon ein Widerspruch in sich. Denn das Hauptkennzeichen jeder Kultur ist gerade, daß sie eine unverwechselbare Eigenart besitzt, daß sie einen bestimmten Stil entwickelt hat, der alle ihre Lebensbereiche durchdringt: die Religion, die Kunst, die Gebräuche und Sitten, die Erziehungsziele für die Kinder.
Wenn dagegen viele Kulturen in einem Raum zusammengemixt werden, so ergibt das entweder ein neben- und gegeneinander oder – wie in der physikalischen Wärmelehre – Entropie „also ein Gemisch, dessen Wert mit mit zunehmender Durchmischung sinkt, bis es letzten Endes keinen Wert mehr hat“. Eine Gesellschaft als „multikulturell“ zu bezeichnen heißt nichts anderes, als festzustellen, daß sie keine Kultur hat.

 

Nachtgedanken 153 (06.10.21)

Nachtgedanken 06.10.21

STREUT SAND INS GETRIEBE! Auch ein einziges, kleines Sandkorn knirscht in einem feinen Räderwerk, es knirscht im Getriebe.

Konsumverzicht ist Revolution!
Der Revolutionär in der westlichen Welt braucht heute keine rote Fahne und kein Gewehr, um den Umsturz herbeizuführen und persönliche Freiheit zu erlangen. Der Revolutionär von heute braucht nur eines zu tun: auf sinnlosen Konsum zu verzichten!

Widerstand-Boykott ist angesagt und kann eine wirkungsvolle Waffe sein.

Dies sollte man sich immer vor Augen halten. Nebenbei läßt sich bei gezieltem Konsum auch sehr viel Geld sparen.

STREUT SAND INS GETRIEBE! Auch ein einziges, kleines Sandkorn knirscht in einem feinen Räderwerk, es knirscht im Getriebe.

Habe ich schon sehr früh praktiziert – Beiträge auch auf MP-Netz und Widerstand-Boykott-Netz veröffentlicht.
Dies ist die vierte, um politische Zusammenhänge aktualisierte, Auflage des Buches von Werner und Weiss.

In mühsamer Kleinarbeit recherchieren sie, dass viele unserer liebgewonnenen Markenartikel des täglichen Lebens unter unsäglichen Bedingungen in der dritten Welt produziert werden.

Das bedeutet teilweise Arbeitsbedingungen, die eigentlich an Sklavenhaltung erinnern, körperliche Strafen, sexuelle Übergriffe, fehlende Sicherheitseinrichtungen, Kinderarbeit sowie Kooperation mit und Finanzierung von Militärdiktaturen, Kriegsfinanzierung, Tierquälerei und Umweltzerstörung.

Einer Vorstellung der verschiedenen Branchen und ihrer einzelnen Taten folgen über fünfzig Portraits von Einzelunternehmen.

Das Mut machende an dem Buch ist, dass es eine Fülle an Adressen enthält, an die wir uns wenden können, wenn wir wirklich etwas ändern wollen.

Schwarzbuch Markenfirmen entlarvt uns alle als potenzielle Förderer von Schauertaten der multinationalen Konzernmächte. Wir als Konsumenten müssen offenbar nach möglichen Konsequenzen in unserem persönlichen Kaufverhalten suchen, wollen wir unser gutes Gewissen bewahren.
Das Buch ist heute noch zielführend genauso wie das Buch No Logo

Nachdenkliches von der Philosophenbank

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Diese Bank am Waldesrand nenne ich meine Philosophenbank : hier sitze ich gerne und sinniere über Gott und die Welt. Von hier ist auch ein Weitblick in die Weite der Landschaft möglich, bis in die Rheinebene reicht der Blick.

Du bist, was Du denkst
Die Gedanken:

Nach dem deutschen Philosophen Bo Yin Ra – Joseph Anton Schneiderfranken (1876 – 1943) sind Gedanken mehr als die „Dinge“ dieser Erde. Sie sind Kräfte, einzielige Bewußtheiten, erfüllt mit gierigem Lebenswillen, denen wir durch unser Denken Nahrung verschaffen. Gedankenkräfte wollen sich unbedingt auswirken. Dies gelingt ihnen auf dem autosuggestiven Weg: Trübe Gedanken voll Angst, Sorge, Kummer, Ärger, Haß, Neid, Pessimismus, fördern Mißlingen unserer Vorhaben und beeinträchtigen unser seelisches und körperliches Gleichgewicht. Erfreuliche Gedanken, Lob, Anerkennung, Bewunderung, Frohsinn, Zuversicht, Liebe, stärken Tatkraft und Mut und begünstigen gutes Gelingen. Welche Art von Gedanken wir auch immer in uns kreisen lassen: Sie werden, wenn wir sie tief empfinden, unsere Gestaltungskräfte anheizen. Ihre Früchte werden mit uns wachsen und gedeihen und werden sich im Guten wie im Bösen auf uns auswirken.

Oh! Was höre ich da eine Philosophenstimme hallt aus dem Wald….

Kränkungen machen krank:
Ein guter Teil der Unzufriedenheit, des Unglücks und Krankheitselends vieler Erwachsener ist selbst verschuldet. Viel Betrübliches entspringt ihrem negativen und krankheitsbezogenen Denken; viel Unglückliches folgt ihren destruktiven Autosuggestionen, denen sie nicht Einhalt gebieten und von denen sie sich widerstandslos niederdrücken und beugen lassen. Die Gedankenkraft ist eine Macht, von der schon die Bibel sagt: „Der Gebeugte hat lauter böse Tage, der Wohlgemute hat allezeit Fest.“ (Sprüche 15, 15)

Ein Mensch, der ständig an seine eigenen Unzulänglichkeiten, Mißgeschicke und Krankheiten denkt, kann unmöglich lebensfroh, erfolgreich und gesund sein! [24] (ursprünglich von MP-Netz)
Literatur:

24 Mader, Johann Karl Der Philosoph, 1 Carl Ueberreuter Verl. Wien 1966

In früheren Zeiten auf Vorgängerblogs von mir und auch auf den Mentalpsychologie Webseiten (MP-Netz) habe ich immer wieder solche Beiträge gebracht. Die haben mir sehr oft aber Verdruß eingebracht und Bloggerfreundschaften wurden mir da auch schon deswegen gekündigt.
Die meisten Menschen negieren und verdrängen solche Gedanken sie möchten nicht für ihr Leben verantwortlich sein.
Eine Bloggerin aus dem hohen Norden hat mich im frühen Frühjahr entlinkt und im August war sie tot. (schon ein paar Jahre her). Auch sie wollte nie diese Gedanken verstehen und akzeptieren.

Ganz so schlimm ist es bei mir noch nicht

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Im Papiermeer versunken.

Kreative und intelligente Menschen leben meistens anders.

Zutreffend!

Dieses “Anders leben” verstehen zwar die Kleingeister meistens nicht, aber davon geht die Welt auch nicht unter.

Tropfen für Tropfen oder Neugierde ist der Anfang allen Wissens.

Die neuen Befunde der psychologischen Bildungsforschung zeigen: Nicht Intelligenz, sondern Wissen ist der Schlüssel zum Erfolg und Können. Dazu bedarf es aber Zeit und den Willen.

Neugierde ist die Voraussetzung für Wissen. Ohne diesen Drang ist der Wissenserwerb nicht ausgeprägt.

 

7 dunkle Jahre überstehen

Karat – Über sieben Brücken musst du gehn 1978 (noch zu DDR Zeiten)
hatte ich schon am 5.12.2008 auf einem früheren Blog gepostet. ( von Oskar Unke.)

PS. Habe bewußt diese Version von Karat genommen, gefällt mir besser als die Peter Maffey Version, ist ruhiger und gedämpfter.

In der Tat unterliegt das menschliche Leben einer Periodik und zwar nach meiner Meinung einer 7 Jahresperiodik. 7, 14, 21, 28, 35, 42, 49, 56, 63, 70, 77, 84, ……..>
und davon hängt das Leben auch ab:

„Das Glück im Leben
hängt von den guten
Gedanken ab, die man hat:“
(Marc Aurel)

 

Das war noch echte deutsche Qualitätsarbeit

Die Daimler – Mercedes 170 und 190er waren sowas von solide und massiv gebaut.

Der Motorblock war aus massiven Guß und dementsprechend schwer.

Wir hatten in Obrigheim a.N. solch einen Mercedes 190 D  – Die Motoren haben da läßig 400 000 km oder 600 000 km geschafft. Wenn man da die Türen zugeschlagen hat, meinte man eine Safetür zugemacht zu haben.

Später hatten wir einen Mercedes 220 SE – Mit dem bin ich in meiner Jugend auch noch herumgekurvt.

Wenn, dann die Giftgrünen im Herbst mit an die Macht kommen fahren wir wieder solche Gefährte. Wetten! 😆 😆

Über die Qualität und Zuverlässigkeit meiner heutigen Autos will ich mich nicht beklagen, sie sind robust und zuverlässig. Mein zweiter Nissan Micra ist zwar nur ein Kleinwagen aber für meine Frau und mich reicht er vollkommen aus. Er ist nun auch schon wieder 13 Jahre alt. Er kam letztes Jahr wieder problemlos durch den TÜV und läuft immer noch super. Den vorherigen Micra hatten wir 14 Jahre ohne Probleme, er lief bei einer jungen Dame auch noch ein paar Jährchen weiter. Davor hatten wir eine Nissan Vanette (Kleinbus) die hatten wir allerdings nur 4 Jahre. Davor hatten wir einen Datsun (später von Nissan übernommen) der zwar auch ein paar Jahre uns treu diente, dann aber durch einen Verkehrsunfall geschrottet wurde. Nach Dienstschluss fuhr mir da eine unaufmerksame Autofahrerin voll in die Beifahrerseite aus einer Nebenstraße heraus rein. Ja, und dann war davor  die Zeit der Ramschautos angebrochen. Einen Ford Granada 2.0 L hatten wir da, er war ein DM-Grab und Spritsupersäufer. Zu meiner Anfangszeit als Autofahrer hatte ich ja 4 VW Käfer (zu meiner Tübinger Zeit einen Käfer für 150 DM. – wenn ich mit dem von hier nach Tübingen fuhr mußte ich immer einen großen Ölkanister – gabs damals günstig beim Wertkauf – mitnehmen und unterwegs Öl nachfüllen.). Der Käfer danach war dann schon besser für 2500.-DM – mit dem sind wir problemlos durch Deutschland gekurvt in der Schweiz die Alpenpässe hoch und runter. Er war zuverlässig. Einen nigelnagelneuen wunderschönen  blauen Käfer habe ich Depp dann für 5200.-DM verkauft und mir einen Alptraum von Auto zugelegt. Einen VW 412 LE Langheck für 13 500.-DM.  War das ein Pannenauto. Seitdem hatte ich von überteuerten deutschen Autos die Schnauze voll. In dieser Zeit (70er Jahre) fing es schon an, daß die deutschen PKWs qualitätsmäßig   zu wünschen übrig  ließen.
An dieser Stelle höre ich dann mal lieber auf, es würde ellenlang werden, wenn ich über heutige Verhältnisse, Firmen und Handwerker schreiben wollte.Das kann man nur dosiert tun.

Der Mensch im Netz der Datenjäger

Der gestohlene Schatten

Wir sind wie niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit, vom allwissenden Bruder BigBrother und seinen Ober- und Hintertanen bedroht.

Wir werden zunehmend total auf die Platten und Bänder des Horch und Guck-Kartells gebannt. Dadurch werden wir zunehmend zum gläsernen Menschen, wir stehen nackt da, vor den Ober- und Hintertanen. Technische Geräte und der Computer beherrschen heute total, und ohne daß uns dies bewußt wird, so sehr unser Leben, daß wir Orwell 84 bald schon als harmlos betrachten können.
Wir können ihn heute als eher harmlos betrachten in der Fülle der heutigen Möglichkeiten.

Wer einmal auf der Liste steht, oder in den Datenwelten der Computer und den Behörden des Staates registriert ist, ist zunehmend unter totaler Kontrolle. Der Mensch wird per Computer beherrschbar und berechenbar. Neue Techniken oder Verfahren wie RID, DRM usw. nebst Einführung neuer Chip-Krankenkarten, Ausweis oder GPS-Navigation und eine elektronische Maut-Total-Erfassung, produzieren die Möglichkeit einer Totalerfassung und Kontrolle.

Macht per Computer und Manipulationstechniken ist totale Macht. Wir können davon schreiben, wir befinden uns auf dem Weg ins „Vierte Reich“.

Der Mensch ist im Netz der Datenwelt gefangen.
Schöne neue Welt!

Die Visionen Huxleys, Orwells und wie sie alle heißen, ziehen in die Betriebe ein. Ganz unmerklich. Auf leisen Sohlen in die Marionettengesellschaft, die beim vollelektronischen Kontrollsystem einsetzt.
Da aktuell haufenweise Sauereien in dieser Gesinnungsdiktatur ablaufen werde ich die nächsten Tage noch weitere Post zu diesem Thema bringen.

Kultur Alzheimer

Beginnt die Zeit des großen Vergessens?

Sind wir zur kulturellen Amnesie Verdammt?

Droht uns ein kultureller Alzheimer, weil wir zunehmend die Fähigkeit verlieren, uns zu erinnern? Eine Studie der Medizinischen Fakultät an der Hokaido-Universität bestätigt diese kulturpessimistische These.

Als Grund gaben, die Ärzte den Umgang mit Computern sowie die allgemeine Informationsüberlastung an- unser Gehirn sei unterfordert im Memorieren wichtiger Daten, da wir uns zunehmend auf elektronische Speichermedien verließen. Die Menschen verlören die Fähigkeit, sich einfachste Dinge zu merken, zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen unterscheiden zu können.

Gleichzeitig verursachen Internet und Co einen ungesunden Informationsschwall, der unsere Filterfähigkeiten übersteigt. Die Menschen werden zusehends gestreßt, geradezu krank von der Unmöglichkeit, die Infoflut zu verdauen.

Im Dialog Phaidros sah Platon die künftige Entwicklung der Menschen voraus: „Denn im Vertrauen auf die Schrift werden sie ihre Erinnnerungen mithilfe geborgter Formen von außen heranholen, nicht von innen aus sich selbst herausziehen; (…) So daß sie sich vielwissend dünken werden, obwohl sie größtenteils unwissend sind, und schwierig im Umgang sein, weil sie Scheinweise geworden sind statt weise..”
Thema wird fortgeführt !