Gedanken zum Abend

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Der Soziologe Lewis Mumford, der im Sinne der alten Weisheit des Laotse feststellt: „Je mehr die Menschen Mittel des Wohlstands haben, desto mehr kommt das Reich und das Haus in Verwirrung.“ […] läßt sich als Beleg dafür anführen, was Konrad Lorenz allgemeingültig zusammengefaßt hat: „Schon in grauer Vorzeit haben die Weisen der Menschheit ganz richtig erkannt, daß es für den Menschen keineswegs gut ist, wenn er in seinem instinktiven Streben nach Lustgewinn und Unlustvermeidung allzu erfolgreich ist.“
icon E-Doktor

Die Geschichte beweist: „Die Wohlstandsgesellschaft führt zur Unwohlseinsgesellschaft“ und zur Dekadenz, Verfall und Entartung.

März 2016 - 17 - fuji - Vorfrühling Michaelisberg 038

Freiwilliger Verzicht ist dem Leben fremd.
Es gibt keine weise Umkehr, keinen klugen Verzicht.
(Oswald Spengler)

Nostalgie: Das waren noch Zeiten

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Obrigheim am Neckar Beethovenstraße 1960 im Ausbau

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Obrigheim 1966 (herrlich da war ich 16 Jahre alt) vor unserem Haus mit dem DB 190 D – So alt möchte ich nochmals sein und so clever und gescheit wie heute 😆
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1960 in Obrigheim in der Beethovenstraße

1960 war ich 10 Jahre alt. Das Haus war noch nicht ganz fertiggestellt. Wir hatten trotzdem schon drin gewohnt. Mir hat es gefallen. Hatte so was Abenteuerliches an sich und war was Neues für mich.

Lang, lang ist es her und heute ist man ein alter Knochen auf Abruf !!!

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1967: Mein Vater mit unserem DB Mercedes 220 SE. Mit diesem Auto bin ich später in Walzbachtal , als ich meinen Führerschein hatte, auch noch rumgedüst.
Die Jugendzeit: Mit 17 hat man noch Träume und der Himmel hängt voller Geigen.

PS. Die Bilder sind natürlich nicht so toll, weil Papierbilder eingescannt.

Nur mal so nebenbei erwähnt

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Habe ich am letzten Sonntag (13.03) doch eine gewisse Genugtuung empfunden. Der Kick hätte aber ruhig noch stärker ausfallen können, so 20 % in BW für die AfD hätten es ruhig sein dürfen. Diesem Parteien- und Systemkartell kann man nicht kräftig genug gegen das Schienbein treten. Unverschämt diese elendigen Hetzer aus Politik und Medien.

Couch Ruhe

Frühjahrsmüdigkeit

Zwischen schlapper Frühjahrsmüdigkeit und Aufbruch ~ war trotz allem eine arbeitsreiche Woche zu verzeichnen. 2 Ster Holz verstaut und erste Gartenarbeiten, Umräumarbeiten mit Buchblätterpausen ließen die Zeit wie im Fluge verrinnen.

Alles paletti
Der Frühling ziert sich noch, es war zwar nicht kalt bei uns aber zeitweilig ein unangenehmer NO bzw Ostwind.

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~.~

In letzter Zeit fiel es mir wieder mal besonders auf. Meine jetzigen Drucker sind Tintensäufer und die Lebensdauer wird auch immer geringer. Hatte ich in der Anfangszeit (ab 1989) Drucker von Epson (9 Nadeldrucker und später 24er) – die überdauerten die ganzen 90er Jahre, weil dann auch nicht mehr so häufig benutzt, da ich dann Tintenstrahler von Epson hatte. Meine Canondrucker in den 2000er Jahren schafften noch 5 und 7 Jahre Funktionszeit. Vor drei Jahren habe ich nach kurzer Zeit einen Epsondrucker aufs Altenteil geschickt, weil er ein einziges Ärgernis war. Der vorletzte Canondrucker war auch nicht die Offenbarung.
Da könnte ich noch viele Beispiele bringen, was heutzutage nur noch Ramsch, eine Zumutung oder gar eine Frechheit darstellt.

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So richtige Wanderwetter ist auch noch nicht, bei dem heftigen Wind hatte ich nicht so Lust zum Laufen. Allerdings war ich heute auf Fotopirsch, es war ein verheißungsvoller Frühlingstag zur Einstimmung. 13° C  und wolkenlos blauer Himmel, aber ein frischer Wind. Die Vögel waren aber in toller Frühlingslaune und die Natur steht in den Startlöchern, ein, zwei warme Tage und es geht voll los.  🙂

Frühjahrsmüdigkeit

Stilleben-teetaDas Leben plätschert so dahin, zwischen Müdigkeit und Träumerei, dampfender Teetasse und Stapel voller Papier und Bücher. So richtig auf den Posten war ich bislang auch noch nicht. Die Erkältung in der dritten Woche und etwas hartnäckig.
Es fehlte die frische Luft, die Sonne und das Laufen.  🙁

Oskars DachstubenIn meinen Dachstuben angefangen, all die vielen Ordner zu sichten und auszumisten, was nicht mehr gebraucht wird oder aktuell ist.

ArbZi2-1Wenn ich so überlege, wie viel Zeit und Aufwand in all den Dingen drinsteckt, nicht zuletzt auch der hohe Kostenaufwand. Besonders im IT-Bereich, die ganze Computerei ist sowas von schnelllebig, was man alles lernen und wissen mußte und das Meiste davon ist schon längst überholt, Schnee von ~~’?!*
Habe mich in letzter Zeit öfters gefragt ob ich diesen Aufwand nochmals so treiben würde… !?! Orakel

Da habe ich gerade alte Unterlagen von (1999) den Pionierzeiten / Anfangszeiten des Internetzes. Damals haben wir uns bei Veronika und im Usenet herumgetrieben 😆  Daran merkt man auch wie die Zeit vergeht.

Laß der Seele Flügel wachsen

Mein Bär

Flügel für die Seele

Eines der größten Probleme für den Menschen unserer Zeit in den Industriegesellschaften, ist die Angst. Eine Angst, die von den wenigsten klar formuliert werden kann; eine diffuse, neurotische, unbegreifbare Lebensangst – trotz aller Annehmlichkeiten, trotz allem materiellen Wohlstands und Überfluß, in einer Welt des technischen Fortschritts.

Diese Lebensangst steckt in fast jedem Menschen. Sie kann sich als Spannungszustand, als psychosomatisches Symptom, als innere Unruhe, als Streß äußern – greifen läßt sich sich kaum. (Deswegen wohl auch der enorme Verbrauch an einschlägigen Medikamenten und Pillen).

Der Weg aus diesen Angstverstrickungen in die innere Freiheit, Unabhängigkeit, Gelöstheit und Genußfähigkeit fällt schwer. Nur die Erkenntnis und der Abbau unserer inneren Flucht- und Abwehrmechanismen helfen uns zur Selbstfindung und inneren Freiheit.
Wer die Zwangsjacke seiner inneren Ängste überwindet und abstreift, findet zu neuer Klarheit, Lebendigkeit und persönlicher Freiheit.

„Das Dasein der meisten Menschen ist von der Angst davor geprägt, ihr Leben voll zu entfalten.“ Alexander Lowen. [98]

Diese Welt glaubt…

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Diese Welt und diese Matrixbewohner glauben vieles… so auch dies:

der zivilisatorisch-technische Fortschritt bringe sie dem irdischen Paradies näher. Sie produziert hemmungslos – und zerstört dabei mit jedem Tag mehr die Natur, die Luft und das Wasser.

Sie befinden sich im Einklang mit dieser Welt. So wie sie dabei ist, sich selbst den Garaus zu machen, sind Sie drauf und dran, Ihr eigenes Leben zu verpfuschen. Sie glauben, Ihr beruflicher Aufstieg führe Sie einem gelungenen, genußreichen und begnadeten Erdendasein entgegen. Keine Weisheit steht Ihnen näher als diese:

„Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt….“

Wer all diese Ammenmärchen glaubt sollte sich einmal diesen Kurzfilm anschauen:

https://youtu.be/ipe6CMvW0Dg  Aufklärung über den Massenmensch (*)

Sehr früh (als Jugendlicher schon) kam ich ins Grübeln ~ was es mit dieser eigenartig absurden Welt so auf sich hat. Deswegen wohl auch meine Studienwahl Psychologie und Philosophie und mein frühzeitiges Kulissenschieben (hinter die Kulissen schauen) nachdenk

Das frühe Durchschauen der menschlichen Maskeradenschauspiele tat ein Übriges.

Maskentheater

Masken- und Scheinwelt

siehe Harry Haller in Hermann Hesses “Steppenwolf”

Auf den Altar des Erfolgs legen Sie bedenkenlos alles

, was überhaupt darauf Platz findet. Zugleich flehen Sie zwar nicht das Schicksals, aber doch der Gesellschaft Mächte untertänigst an, sie mögen Ihnen – wenn schon keine Hilfe – doch die nötige Aufstiegsgnade zuteil werden lassen.
Um den Sprung von der ebenen Erde hinauf in die Felsmassive des Management zu schaffen, opfern Sie die wahren Chancen Ihrer Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung. Das Glück, das Sie sich ausmalen, werden Sie nie und nimmer erreichen. Es ist unser aller Tragödie, daß wir nicht merken, wie es mit uns abwärts geht, während wir uns in kräftigem Aufwind wähnen.

Sehr schnell erkannte ich, in der “normalen Psychologie” ist nichts für die wirklichen menschlichen Probleme und Schwierigkeiten zu finden. Deswegen die verschiedenen Weiterstudiengänge (so die Pastoralpsychologie u.a) und als Hilfe die Philosophie. In meiner umfassenden Diplomarbeit über >Angstkrankheiten< bzw, das Problem der Angst (Die Angst ist eine elementare Kraft) wurde mir sehr deutlich bewußt, daß die gängige Psychologie und die drei Hauptrichtungen der Psychotherapie, sehr beschränkt nur tauglich sind.

Schaffhornochse

Die Arbeit erdrückt

Sigmund Freud, bezeichnete als normalen Menschen jenen, der ungestört arbeitsfähig, liebesfähig und entspannungsfähig ist. Diese Definition wird auch heute noch von der Fachwelt weitgehend akzeptiert. Wer jedoch in einem dieser drei zentralen Bereiche – Arbeit, Liebe, Entspannung – deutlich und dauerhaft gestört ist, gilt als Neurotiker. In diesem Sinne sind die meisten von uns neurotisch. Wer kann noch engagiert lieben, wer völlig entspannen? Unser Denken und Handeln ist doch überwiegend karriere- und konsumorientiert. Unsere Gefühle sind monetenlastig. (siehe Erich Fromm: Kranke Gesellschaft und Haben und Sein)

Siehe —> die emotionale Pest und die Innenweltverschmutzung

Wir alle werden mehr und mehr zu außengeleiteten Menschen. Die normierten Leitwerte der Umwelt bestimmen fast ausschließlich unser Denken und Handeln. Unsere Vorstellung von Glück kann sich zwangsläufig nur noch darin erschöpfen, den Mitmenschen zu zeigen, was wir alles erreichen und konsumieren können. Unseren Stolz verdanken wir dem Neid der anderen.
(siehe auch Karriereterror und Dressur)

Zuviel
Zu viel des Guten…

Die Flut steigt ständig…

erdecompknaeul_160und trotzdem gibt es in Absurdistan Germanistan immer mehr Blödels, Dummbeutel und AnalphabetenInnen und trotz Internet und allen Möglichkeiten der Welt, immer mehr Fachidioten und Halbbildung.

Das Informationsangebot um uns herum gleicht dem Angebot an Speisen im Schlaraffenland.
Die glücklichen Bewohner des Schlaraffenlandes konnten sicher kaum der Versuchung widerstehen, zu viel und zu kalorienreich zu essen. In gleicher Weise besteht für uns im "Informations-Schlaraffenland" die Gefahr, daß wir uns überessen, aber wichtige Bedürfnisse dennoch zu kurz kommen. Wir "naschen" zur Unterhaltung Informationen, die überall zu haben sind, und verderben uns damit den Appetit für die wirklich wichtigen.
Aber selbst wenn wir unseren ganzen Tag ausschließlich mit Informationsaufnahme verbringen würden, wäre das Ziel, auch nur einen Überblick über die neu eintreffenden Informationen zu gewinnen, völlig unerreichbar – von einer Auseinandersetzung mit dem bereits vorhandenen Wissen ganz zu schweigen!.

Zeitalter der Gigantomanie – Nachtgedanken 69

absurdaglogo2_132 Zeitalter der Gigantomanie:  Betreibt mit Eifer eure Rettung (Buddha)

Das Zeitalter der Gigantomanie, das Zeitalter der Megamaschine, wie es Mumford nennt, rast in schnellem Tempo seinem sicheren Ende entgegen. Seine Struktur beruht vor allem darauf, daß man mittels billiger Energie — außerordentlich billig war bis 1973 das Erdöl — die Rohstoffe, die Produkte und die Menschen unentwegt von Land zu Land transportiert. Damit wurde die Ausbeutung aller Winkel der Erde möglich, woraufhin schließlich alle Kontinente etwa gleichzeitig erschöpft sein werden.
Martin Heidegger erkannte das 1935: »Wenn die hinterste Ecke des Erdballs technisch erobert und wirtschaftlich ausbeutbar geworden ist… dann greift immer noch wie ein Gespenst über all diesen Spuk hinweg die Frage: wozu? — wohin? — und was dann?«

Nach dem jetzigen Stand der Dinge ist allerdings zu vermuten, daß die Völker erst unter dem Zwang der Fakten den »Mythos der Maschine« abschütteln werden. Wenn Lewis Mumford recht behält, »daß eine Katastrophe zur Voraussetzung einer wirksamen Erziehung geworden ist«, dann wird der gefährliche Weg bis zum bitteren Ende fortgesetzt werden.

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Trügerische Hoffnung

Trügerische Hoffnung Trügerische Hoffnung – Abendhimmel –

Nicht immer bedeutet Abendrot für den nächsten Tag schöner Wetter. 🙁
Im Gegenteil! Richtiges Schietwetter haben wir mit Regen und nervös machenden starken Wind. Aktuell um Mitternacht noch 8° C., leichter Regenfall, Wind 50 – 64 km/h Luftdruck 994 hPa und kleine offene Himmelsfetzen mit blinkenden Sternen

Hofgarten Meine 4 Hof – Oleander sind aber noch draußen – es klopft aber nun auch bei uns der Winter an die Türe. Im Schwarzwald schneit es ja schon und soll die Woche so bleiben. Ab Donnerstag kann es bei uns so um -1° C Frost geben, ab Sonntag evtl. sogar bis -4° C. Könnte mir gestohlen bleiben der Naßkram.

Frühlingshimmel

Frühlingssehnen

Wenn es nur schon wieder Frühling wäre.
Bild vom 31.03.2010 mit meiner kleinen
alten Kamera.

Das Fundstück des Tages

image Bildschirmfoto von www.flickr.com Photos Wiedenroth Karikaturen zu verschiedenen Themen

Da habe ich mich jetzt eine Weile umgesehen, wirklich originelle und oft zum Schmunzeln köstliche Karikaturen von Götz Wiedenroth

image Genauso sieht es aus.

„Würden Wahlen etwas ändern, wären Sie verboten.“

Aus der Eremitenklause Sirius

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Eremitenweisheit

Wie sollte ich das ertragen, inmitten dieser so sehr bürgerlichen, so sehr geistlosen und zur Schau getragenen Welt und Zeit, im Anblick dieser Architekturen, dieser Geschäfte, dieser Politik, dieser Menschen.

Wie sollte ich nicht ein Eremit sein, inmitten einer Welt, von deren Zielen ich keines teile, von deren Freuden keine zu mir spricht.

Und in der Tat, wenn die Welt Recht hat, wenn dieser moralische Zerfall, diese Massenvergnügungen mit so vielen Menschen Recht hat, dann habe ich Unrecht, dann bin ich verrückt, dann bin ich wohl wirklich ein Eremit, der in einer fremden und unverständliche Welt eingedrungen ist.

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Der Eremit hat einen Stab, einen festen Standpunkt. Er ist der Hüter eines Lichts. Er ist allein, weil er all-ein ist. Und er ist der Hüter eines Lichtes, weil er sein eigenes Licht gefunden hat und ihm treu war. Er lebt nicht in Sünde (=Sonderung). Er vergeht sich nicht (vergehen=sein Ziel nicht finden, sich verirren), weil ihm sein Licht auch im Dunkel leuchtet.
Er mag dir in der Welt arm begegnen oder reich – beides ist für ihn nicht wichtig. Wenn er arm ist, ist er es um des Geistes willen, wenn er reich ist, ist er es um des Geistes willen. Da er frei von persönlichem Ballast ist, kann er sich einem Menschen, einer Gemeinschaft oder einem Problem ganz widmen.
Er vollbringt größere Wunder als der Magier, aber nicht durch sein Tun, sondern durch sein Sein – er benötigt keine Manipulation. Seine Magie ist das Leuchten aus dem inneren Feuer. es berührt Dich, weil Du die Gegenwart von etwas Göttlichem spüren kannst.

Der Eremit (Tarotkarte)
Astrologische Entsprechung: Merkur, Jungfrau
Farbe: Grün-Gelb
Pfad: Die Intelligenz des Willens

Eremit Tarot:
Der schwarze Stab des Narren ist zur goldenen Stütze des Weisen geworden. Und damit zeigt uns das Tarot die beiden Weisen, nämlich den Narren und den Eremiten. Nur die Weisheit des Narren ist unbewusst, der Eremit hat erkannt.

IEremit gr1deen sind wie Wasser….

„Ideen sind wie Wasser aus einer Quelle, deiner Seele. Der Ablauf des Wassers, das Bachbett sind deine Gespräche. Wer redet, ist wie ein Krug, der sich leert. Wer schweigt, wie ein Krug, der sich füllt. Du solltest nicht überlaufen, denn dieses Wasser wäre verschwendet. Doch gilt auch: Aus einem leeren Krug kannst du nicht trinken. So kommt das Gleichgewicht zwischen Schweigen und Reden. Denn da liegt die Weisheit. Müßtest du dich aber für eines von beiden entscheiden, so wähle das Schweigen.“
(Silvino Alves da Silva Neto)

 

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Nachtgedanken 67: Der Körper ist ein Spiegel der Seele

NachtlandschaftDer Körper ist wie ein Spiegel, in dem sich die Bilder des Geistes reflektieren. Um aber den Zustand idealer Gesundheit zu erreichen, mußt du versuchen ein Gleichgewicht herzustellen zwischen deinem Geist, deinem Körper und der Welt, in der du lebst.

Krankheit ist ein Zustand des Ungleichgewichts zwischen einem Wesen und seiner Innenwelt und seiner Umwelt.

Und was führt zu diesem Ungleichgewicht?
Sie mal, niemand lebt unabhängig von seiner Umwelt. Das Sein des Menschen hängt von dem Verhältnis ab, das dieser zu seiner Umwelt hat. Er beeinflußt sie gleichermaßen, wie er von ihr beeinflußt wird, beide bilden ein gemeinsames Ganzes. Umwelt ist sowohl die physische als auch die soziale Umgebung. Findet nun eine Veränderung in einem der beiden Teile des gemeinsamen Ganzen statt, so bildet sich ein Ungleichgewicht, und der andere Teil muß sich ändern, um von neuem ein Gleichgewicht zu erreichen. Findet dies aber nicht oder unzureichend statt, so bleibt das Ungleichgewicht und wird zur Krankheit.

Kapelle Obergrombach kleine Kapelle zwischen Obergrombach und Binsheimer Siedlung (Walzbachtal)

Auch wenn viele Menschen anders denken, so ist es in den meisten Fällen doch das Individuum selbst, das die Erkrankung begünstigt.

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Der Körper ist wie ein Spiegel, in dem sich die Bilder des Geistes reflektieren.
Diese Bilder des Geistes sind die Gedanken und die Gefühle, die miteinander verbunden sind. Sind die Emotionen positiv, bewahren die Organe ihre Funktion und arbeiten harmonisch, also in einer gesunden Weise für das Individuum. Sind die Emotionen aber negativ, entsteht ein disharmonischer Zustand, der sich als organische Störung manifestiert.

Nicht zuletzt möchte ich auf die Forschungen und Arbeiten von Wilhelm Reich und seinen SchülerInnen hinweisen. So z.B. auf Alexander Lowen

Wer seinen Körper und seine Psyche verstehen will und die Einwirkungen der Umwelt auf den Menschen, sollte z.B. die Vorlesungen / Seminare von Bernd Senf besuchen. Die Vortragsreihen sind auch auf verschiedenen Webseiten abrufbar.
Einführung in die Tiefenpsychologie und Wilhelm Reich:
Die Bildung des Charakterpanzers in der Kindheit – Wilhelm Reich 2 –

Diese Vorlesung kann ich nur sehr empfehlen.

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Heißt das, die Emotionen bewirken körperliche Krankheiten?
Diese Einteilung in seelische und organische Erkrankungen ist viel zu förmlich. Niemand wird nur an der Seele oder nur körperlich krank, denn beide sind aufs Innigste miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig, beide bilden eine Einheit.
Um aber den Zustand idealer Gesundheit zu erreichen, mußt du versuchen ein Gleichgewicht herzustellen zwischen deinem Geist, deinem Körper und der Welt, in der du lebst.

Kultiviere die positiven Gedanken und die angenehmen Gefühle; suche immer etwas Neues zu lernen; sei schöpferisch: widme dich Dingen, die dir das Gefühl geben, nützlich zu sein; halte Maß in allen Dingen.

Der Waldmönch: Antworten aus dem Wald

Ewiger Weg maerzii2011walzbwald016

Rückzug

Du ziehst Dich zurück und konzentrierst Dich auf Dich selbst.

Meditation und innere Suche. Eine höhere Suche, die nur für Dich alleine Bedeutung hat und bei der Dir niemand sonst behilflich sein kann. Sie könnten Dich höchstens alle nur behindern.

Du schließt Dich ein und ziehst Dich zurück. Dabei ist es egal, ob Du Dich in Deiner eigenen Hirnschale verbirgst oder tief im Wald, auf einer kleinen Lichtung in einer Waldhütte.

Waldhütte Waldhütte

Fotografieren als Hobby

Fotograf

Fotografieren als Hobby, aber ja nicht in den Jungfrauenmodus verfallen. 😉

Die typische Jungfrau ist eben ein Perfektionist. Das Fotografieren und das Hobby soll ja Spaß und Entspannung bringen und keinen Streß. Aus diesem Grund habe ich mir auch noch nicht eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft. Zwei analoge dieser Machart, habe ich ja in meinem Bestand.

Vor kurzem kaufte ich mir das nachfolgende Buch:

Dezember 2015 - 07 - Olymp 810 - Bunker Bücher Hof 036 Das Buch Arno Schmidt als Fotograf

(Inhalt: Fachleute untersuchen die fotografischen Arbeiten Arno Schmidts (1914-1979) aus unterschiedlichen Perspektiven; mit einer Auswahl aus dem fotografischen Werk des Schriftstellers.)

Seine Aufnahmen zeigen Orte, die er an Schauplätzen geplanter Erzählungen aufnahm; die meisten dokumentieren jedoch die norddeutsche Heidelandschaft um seinen Wohnort Bargfeld.
Arno Schmidt und die Fotografie auf der Arno Schmidt Stiftungsseite.
Arno Schmidt als Fotograf (eine weitere Webseite zum Thema)

”Wer sich keine Zeit zum Hinsehen nimmt, wird niemals
etwas sehen.” (Arno Schmidt im obigen Buch S. 144)

Auch ich selber betrachte die Kamera als Mittel zur Reflexion und zur Dokumentation, praktisch auch als visuelles Notizbuch.
Diese Sichtweise ist mir bei Arno Schmidt sympathisch, ebenso wie bei Martin Heidegger. Die Betrachtung / der Vergleich:  das Leben = Wege

Der, der den Sternen näher ist

Stern - nebula_150war einmal der Eremit Sirius auf meinen Webseiten in den 2000er Jahren

Der Tanz ums goldene Kalb:

Leute seid mir nicht böse, aber wenn ich so betrachte wie verbissen in den Foren, so auch hier, Thread hoch und runter in klein-klein argumentiert wird, kann ich oft nur lächeln, wie wenig doch nach wie vor die Leute begriffen haben, daß weltweit von den politischen Kasten und Parteien keine Lösung zu erwarten ist. Der Kapitalismus ist und war ein überwiegend unmenschliches System. Nicht nur das er unsere Erde vernichtet, nein er deformiert auch die Menschen. Nun da die Finanzhaie und Gotteskrieger a la Bush die Oberhand gewonnen haben und der Gegenpart und die Alternative der Kommunismus und Sozialismus entledigt ist, zeigt er seine wahre Teufelsfratze. Aber was seid ihr so überrascht und jammert überall herum, konnte man das nicht schon früher wissen?

Anmerkung: Mittlerweile ist
Kapitalismuskritik = Gotteslästerung = Nazi
EU-Kritiker ist auch ein Rechter
usw.

Literaturempfehlung: Schwarzbuch Kapitalismus von Robert Kurz
Dies ist zwar auch wieder ein dicker Wälzer von Buch aber dem
Durchblick geschuldet.
Übrigens für den Durchblick in Sachen Weltwirtschaft, Volkswirtschaftslehre und Geldwirtschaft kann ich nur die Vorlesungen, Seminare etc. von Prof. Bernd Senf (Bernd Willfried Senf ist ein deutscher emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre. Von 1973 bis 2009 lehrte er an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.) empfehlen. Auf seinen Webseiten sind vielfältige Informationen zu finden. Übrigens ist Bernd Senf (Webseiten von ihm) auch ein Kenner Wilhelm Reichs. sehr aufschlußreich auch seine Bücher
1. der Nebel um das Geld
2. Der Tanz um das Goldene Kalb – Gewinn

Geld regiert die Welt. Die Entschleierung der Geldherrschaft
Vortragszyklus:

Der Tanz um den Gewinn: Raubbau an Mensch und Natur

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Was mir mal wieder besonders auffiel dieser Tage

Dezember 2015 - 09 - Olymp 810 - WeingSalbu 022 Was glotzte denn so blöd? Noch kein kauendes Rindviech gesehen?

Ob in Karlsruhe,  Hamburg, Frankfurt und Berlin wälzen sich menschenfeindliche Blechschlangen durch enge Straßen, hasten Leute in Tuchfühlung gierig durch geldschluckende Kaufhäuser und über ermüdendes Straßenpflaster, jeder jedem ein Hindernis und Konkurrent – verbissene und vergrämte Gesichter. Eile, Bedrücktheit, Angst, Verschlossenheit, Flucht. Lustlosigkeit, Kummer, Lebensüberdruß.
Die meisten unter uns sind unglücklich oder unzufrieden, aber krampfhaft bemüht, diese Tragik ins Unbewußte zu verdrängen oder wenigstens streng geheim zu halten, weil sie darin ein persönliches Versagen erblicken, dessen sie sich schämen, und weil sie sich der Verpflichtung entziehen wollen, ihr Leben grundlegend zu ändern: Bequemlichkeit, Drückebergerei, Heuchelei und Ratlosigkeit.

Dezember 2015 - 09 - Olymp 810 - WeingSalbu 024 weite Naturlandschaft macht frei

August 2010 Stadtgarten KA 136 Karlsruhe am Bahnhof

Die Walze der Überzivilisation zerquetscht uns und läßt ein Häuflein Elend zurück. Je zivilisierter man lebt, um so zahlreicher bringt man sich offenbar um, um so unglücklicher ist man also.
Die Stadt beengt, nimmt die Luft zum Atmen und macht in Wirklichkeit unfrei.

Zeitreflexionen

Dezember 2015 - 21 - Olymp 810 - BunkHofSon 022 Abendhimmel 21.12.15 vor der Bunkerwelt

”Die Zeit ist nur ein leerer Raum, dem
Begebenheiten, Gedanken und Empfindungen
erst den Inhalt geben.”
(Wilhelm von Humboldt)

Dezember 2015 - 21 - Olymp 810 - BunkHofSon 023 Abendhimmel 21.12.15 vorm Bunkerfenster

Konrad Lorenz schreibt: „Der hastende Mensch ist sicher nicht nur von Gier gelockt, die stärksten Lockungen würden ihn nicht zu so energischer Selbstbeschädigung veranlassen können, er ist getrieben, und was ihn treibt, kann nur Angst sein.“

Mir war die ganze Vorweihnachtszeit kein Streß, sondern in dieser Jahreszeit lasse ich es besonders ruhig angehen. War auf keinen Weihnachtsmarkt, Geschenke für die Kinder schon längst gekauft. Obwohl wir nur 20 km von Karlsruhe entfernt sind, war ich das letztemal im Sommer in der Stadt.

Agathe und Paula  Agathe weißt du ~  was der Oskar immer gegen die Stadt hat?

Karlsruhe Karlsruhe Ettlinger Allee im Januar 2009

„Die Städte aber wollen nur das Ihre
und reißen alles mit in ihrem Lauf.
Wie hohles Holz zerbrechen sie die Tiere
und brauchen viele Völker brennend auf.
Und ihre Menschen dienen in Kulturen
und fallen tief aus Gleichgewicht und Maß,
und nennen Fortschritt ihre Schneckenspuren
und fahren rascher, wo sie langsam fuhren,
und fühlen sich und funkeln wie die Huren
und lärmen lauter mit Metall und Glas.“
(Rainer Maria Rilke)

Abendhimmel 21.12.15 Abendhimmel vorm Bunker 21.12.15

Nachtgedanken 65

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„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet, von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihrer Herr. Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.“

Gustav Le Bon – Begründer der „Massenpsychologie” („Psychologie der Massen“  (1841-1931)

„In seinem ewigen Kampf mit der Vernunft wurde das Gefühl nie besiegt.“ Und: „Der Anteil des Unbewußten an unseren Handlungen ist ungeheuer und der Anteil der Vernunft sehr klein.“ Dies hat auch S. Freud so ähnlich gesehen. Auch Wilhelm Reich hat sich ausführlich damit beschäftigt (u.a. in Die Massenpsychologie des Faschismus)

So war es schon immer und wird auch ewig so bleiben, so lange dieser komische Affenmensch die Erde unsicher macht.

Zeitempfinden

Hirschkopf Das Leben ist eine Zeitillusion – icon E-Doktor  ist die Zeit fließend?

”Die Hauptsache jener alten Erkenntnis, die Unwirklichkeit der Zeit,
sei bisher von der Technik noch nicht bemerkt worden, schließlich
werde aber natürlich auch sie entdeckt werden und den geschäftigen
Ingenieuren in die Finger geraten. Man werde, vielleicht schon sehr
bald, entdecken, daß nicht nur gegenwärtige, augenblickliche
Bilder und Geschehnisse uns beständig umfluten, so, wie die Musik

(…)

Und daß dies alles, ebenso wie heute die Anfänge des Radios, den
Menschen nur dazu dienen werde, von sich und ihrem Ziele weg zu fliehen
und sich mit einem immer dichteren Netz der Zerstreuung und nutzlosem
Beschäftigtsein zu umgeben.”
(S. 141, Der Steppenwolf von Hermann Hesse)

Novemberlandschaft Herbstlandschaft Wössingen

Wenn das Gestern und Vorher nicht mehr existiert, und das Morgen noch nicht Wirklichkeit ist, was bleibt? Nur das Jetzt – der Augenblick, so „kurz“ wie ein Wimpernschlag, daß man nicht einmal sagen kann, dieser Moment würde existieren und sei die Wirklichkeit – und doch nehmen wir es so als eine ganze Welt wahr!

November 2015 - 25 - Olymp 810 - HofBunkHau 005 Blick auf Wössingen

Super-November + Rekord November

Super-November Obergrombach

November 2015 -04 - Olymp 810 - Obergromb 004Obergrombach

Verfall

Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,
Folg‘ ich der Vögel wundervollen Flügen,
Die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen
Entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.

Hinwandelnd durch den nachtverschloßnen Garten,
Träum‘ ich nach ihren helleren Geschicken,
Und fühl‘ der Stunden Weiser kaum mehr rücken –
So folg‘ ich über Wolken ihren Fahrten.

Da macht ein Hauch mich von Vertall erzittern.
Ein Vogel klagt in den entlaubten Zweigen
Es schwankt der rote Wein an rostigen Gittern,

Indess‘ wie blasser Kinder Todesreigen,
Um dunkle Brunnenränder, die verwittern
Im Wind sich fröstelnd fahle Astern neigen.
(Georg Trakl)

November 2015 -04 - Olymp 810 - Obergromb 006 November Herbstlandschaft

Nach den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes  war es in den vergangenen 134 Jahren noch nie so lange so mild, wie dieser November, in dieser Jahreszeit. Wir hatten mehrmals 20° C und ein Tag sogar 21° C.
Fast fünf Grad über dem langjährigen Durchschnitt lagen die Temperaturen in den ersten Novembertagen in Deutschland, wobei hier bei uns durch den Rheinebeneneinfluß dieser Wert sogar noch etwas höher liegt.

November 2015 -04 - Olymp 810 - Obergromb 015 Zuckerrübenberge

Knechtschaft der Gedanken

Kreisverkehr

Die Kraft der Weisheit:
Wir können zum einen unter der Knechtschaft der Gedanken leben oder aber durch sie Befreiung erlangen. Zwischen Wissen und Weisheit besteht ein Unterschied.
Die Erfahrung der Einsicht ist Weisheit, der Versuch indes, dieser Einsicht habhaft zu werden, sie durch Worte zu vermitteln, ist Wissen.

Wir alle tragen Wissen in uns. Wir können anderen eine Menge grandioser Vorstellungen übermitteln. Wenn diesem “Wissen” jedoch keine Weisheit zugrunde liegt, dann ist es Wissen aus zweiter Hand, von außen stammendes Verständnis, und es mangelt ihm an Tiefe. [1]

Irrgarten?Irrgarten

“Mensch, steig’ nicht allzuhoch, bild’ Dir nichts Übrigs ein, die schönste Weisheit ist, nicht gar zu weise sein.”
(Angelus Silesius)

Nachdenkliches zur Nacht

wolkenregenspiele_595Wolkenspiele

”Des Menschen Seele gleicht dem Wasser, vom Himmel kommt es her, und wieder nieder zur Erde muß es, ewig wechselnd.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

geheimnissvollesgemaeuer_595 geheimnisvolles Gemäuer – was mag sich dahinter verbergen? –

“Nichts ist heiliger, nichts ist vorbildhafter als ein schöner, starker Baum.”
(H. Hesse “Mit dem Erstaunen fängt es an, S. 99, Bäume)

Der Weg nach innen

Herman Hesse ist bei mir immer präsent. Wenn ich nach Maulbronn fahre, um das Kloster Maulbronn zu besuchen, denke ich automatisch auch immer an Herman Hesse. Unterer Link führt zum  ARTE Filmbericht über Herman Hesse
(Veröffentlicht am 09.08.2014 )

https://www.youtube.com/watch?v=x-Nzz7Dtp9o

Kloster MaulbronnKloster Maulbronn Außenmauer

Neben mir liegt das Buch von H. Hesse
Mit dem Erstaunen fängt es an
Herkunft und Heimat, Natur und Kunst

Auf S. 97: >Heimat in sich haben<
”Wie der Tag zwischen Morgen und Abend, so
vergeht zwischen Reisetrieb und Heimatwunsch mein Leben.”

Kloster Maulbronn Kloster Maulbronn – Fluß des Lebens oder Rinnsal?

In Auflösung begriffen

In Auflösung Arbeitsraum 3 – meine Dachstuben / Studierzimmer

In Auflösung Arbeitsraum 2

DachstubenArbeitsraum 4 Teile meiner Bibliothek

DachstubenBibliothekteil in Raum 3

In AuflösungArbeitsraum 3 Computerraum

eigentlich sollten all diese Dinge ja in das untere Erdgeschoß ziehen, da wir aber unsere Zelte hier abrechen wollen sind sie auf Reise programmiert.

Lang, lang ist es her    ein Posterbild aus Raum 3 aus dem  Jahre 1988 damals noch mit meinen Atari Computer

Nachtgedanken 64

Leuchturm-NachtDie Lage des Menschen ist die Entfremdung von sich selbst

Marcuse, Horkheimer, Adorno:

Daß er sich in einer „eindimensionalen statischen Identifikation mit dem verwalteten Realitätsprinzip“ befindet. Marcuse will damit sagen, daß der Mensch aus der Identifizierung mit der Fremdbestimmung nicht mehr ausbrechen könne. Die Toleranz, die einmal Errungenschaft der Aufklärung gewesen ist, gestatte dem Menschen nur noch eine Spielwiese „gleichgeschalteter“ Freizeitbetätigungen. „Die erwiesene Toleranz ist trügerisch … ist pervertiert worden.“ Sie ist eine „repressive Toleranz“ geworden, wie Marcuse in seiner „Kritik der reinen Toleranz“ (1966) schreibt.

Wegweiser

Wohin soll ich gehen?

Geh deinen eigenen Weg und versuche nicht den
ausgelatschten Weg der Anderen zu gehen.
Denn wer etwas Besonderes sehen will, wer Erkenntnis
und Weisheit erreichen will, muß auf das blicken
was andere nicht beachten oder sehen wollen

Philosophie der Wachsamkeit

lauschiger Garten Im lauschigen Garten läßt sich gut philosophieren

“Kinder, wenn ihr eine Mandarine schält, dann könnt ihr sie mit Achtsamkeit essen oder ohne Achtsamkeit. Esst ihr eine Mandarine achtsam, so ist euch bewußt, daß ihr eine Mandarine esst: Ihr erfahrt vollkommen ihren lieblichen Duft und ihren süßen Geschmack. Schält ihr die Mandarine, so wisst ihr, daß ihr eine Mandarine schält. Nehmt ihr ein Stück und steckt es in euren Mund, so wisst ihr, daß ihr ein Stück nehmt und es in euren Mund steckt. Empfindet ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack, dann wisst ihr, daß ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack empfindet. Die Mandarine, die Nandabala mir reichte, hatte neun Teile. Jeden Bissen aß ich ganz bewußt und achtsam, und so erlebte ich, wie kostbar und wundervoll er war. Ich vergaß die Mandarine nicht, und daher wurde sie für mich etwas sehr Wirkliches. Ist die Mandarine wirklich, dann ist der Mensch, der sie isst, auch wirklich. Das bedeutet, eine Mandarine mit Achtsamkeit zu essen.”

[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu.]

Wie meinen

Wie meinen?

Meditation

“Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. „Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Tee trinken das Wichtigste auf der Welt sein.“ Und so weiter.”
[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu]

Naturgarten Schade! Die Gartenzeit neigt sich dem Ende zu. Der Garten hat sich ja wieder einigermaßen erholt nach der sommerlichen Hitzewelle, das Gras ist wieder schön grün geworden. Den Herbst sieht man nun aber auch schon überall.

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Dachstubenbibliothek

Nun kommt wieder die intensivere Lese- und Schreibzeit.

Aus der Zeit gefallen…

August 2015 Fuji - Meißner-Bad Sooden - Allendorf LS 025 Bad Sooden-Allendorf

Frei ist, wer Herr seiner Zeit ist.
Freiheit ist nicht großes Auto, Motorrad, Urlaub
oder sonstiger Schnickschnack.

Deshalb spüre ich auch gerne der “Zeitlosigkeit” in einer Kirche
oder in einem Kloster nach. Wie die Mönche versuche ich im Einklang
mit mir und der Zeit zu leben.

August 2015 - Olymp 810 - BadSood - Kloster Germerode 008 Kloster Germerode

Klöster sind Orte der Beschaulichkeit und der Ruhe.
Hier kann der Mensch die laute Hektik und den Alltag
hinter sich lassen. Denn hier ticken die Uhren leiser und anders.
Fernseher und Radios schlafen, hier herrscht ein anderer Takt,
der Takt der Besinnlichkeit und der Spiritualität.

Die Wahrheit kommt immer mehr abhanden

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Wahrheit

Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.* (Siehe dazu unsere Medien und die Politik und die allgegenwärtige Verlogenheit)

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„Wer die Wahrheit nicht kennt ist ein Dummkopf.
Wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt ,
ist ein Verbrecher.“
(Bertold Brecht)
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* Das beste Beispiel ist mal wieder der Glaubens-Krieg um Diäten und Ernährung.
So der aktuelle Hype um die sogenannte steinzeitliche Ernährung (Paleo-Diät). Was gestern noch verteufelt wurde, so z.B. Fett und Fleisch ist da wieder Favorit. (später mehr dazu)

Vom Urlaub zurück

Autoreisefieber

Tolles Wetter gehabt, in Nordhessen war es nicht so belastend mit der Hitze. Rundum wohlfühlen war angesagt, leider war alles viel zu schnell vorbei. Am liebsten wären wir alle gleich dort geblieben.

Bad Sooden InnenstBad Sooden- Allendorf eine schöne Kurstadt

August 2015 Fuji - Meißner- Bad Sooden-Allenbach LS 007 In Bad Sooden-Allendorf hatten wir auch unsere Zimmer in einer Pension

August 2015 Fuji - Meißner- Bad Sooden- LS 021 Bad Sooden-Allendorf die Salzstadt

Bad Sooden Gradierwerk Gradierwerk in Bad Sooden-Allendorf

Wunderbar erfrischend und sauerstoffreich die Luft dort. Das Klima ist uns allen sehr gut bekommen. Es war nicht so belastend wie bei uns an der Rheinebene.

August 2015 Fuji - Gradierwerk in Bad Sooden LS 028 Es war einfach wunderbar dort

Leere dein Boot, Suchender

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Leere dein Boot, Suchender, und du wirst geschwinder reisen. (Buddha, Dharmapada). Buddha sagt zum „mittleren Weg“ den er selbst ging: „Es gibt drei Arten, das Leben zu betrachten. Hängen wir der ersten Sichtweise an, dann streben wir im Leben nach Vergnügungen. Wir suchen nach Besitztümern, Ereignissen, Familien und Dauerhaftigkeit.“ „Leben wir nach der zweiten Sichtweise, dann hassen wir das Leben. Wir machen es zum Dämon und wenden uns vollkommen von ihm ab.“ „Menschen die der dritten Sichtweise anhängen, sehen das Leben, wie es ist: ein ständiges WERDEN und VERGEHEN. Dies akzeptieren sie, doch es erregt in ihnen weder Hoffnung noch Verzweiflung.“

Flußberglandschaft
Bedürfnis nach Freiheit

Der Mensch hat ein Bedürfnis nach Freiheit. Der Mensch kann zwar zu allem gebracht werden. auch dazu, daß er die Sklaverei liebt, doch immer nur unter der Bedingung: Er wird störrisch, aggressiv, dumm und ängstlich. Man kann den Menschen nicht versklaven und ihn gleichzeitig heiter, glücklich und unaggressiv machen wollen. Geht man über eine gewisse Schwelle der Unterdrückung hinaus, dann rächt sich der Mensch damit, daß er entweder rebelliert oder ganz destruktiv oder unbrauchbar wird oder daß seine Vitalität langsam abstirbt.
[E.Fromm / Interview Reif 1975 – Sinnerfüllte Wege / Befreites Leben]

Feldwege = Gleichförmigkeit? oder Eintönigkeit? Mitnichten!

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Öfters im Jahr laufe ich die gleichen Feld- und Waldwege, wenn einer meiner Lieblingswege, natürlich noch öfters. Dies empfinde ich nicht als fad, langweilig oder als Gleichförmigkeit. Es ist für mich auch nicht Monotonie oder eine gleichbleibende Tätigkeit.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 002 Feldweg Jöhlingen

Die Natur ist nie gleichförmig, es ist jedes mal anders, wenn man einen Weg auch wöchentlich oder gar täglich laufen würde. Die Natur ist immer vielschichtig und abwechslungsreich. Die heimische Natur und Umgebung zu bevorzugen, schafft auch Heimeligkeit, Vertrautheit und ist unabdingbar für die Entwicklung eines Heimatgefühls. Genauso wie Vertrautheit und Fremdheit, Wissen und Nichtwissen, Sein und Schein …  Gegensätzlichkeiten sind, so ist diese Beständigkeit nie eine Einseitigkeit.  Siehe: Auf Feldwegen unterwegs

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 003 Feldweg II in Walzbachtal-Jöhlingen

Heidegger sagt: “Die Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im Innersten bedroht.” Dies ist immer dann auch gut zu beobachten, wenn man, wie jetzt zur Pfingstferienzeit, sich für 15 Minuten auf eine Autobahnbrücke stellt und das teutonische Autofahrervolk auf der Flucht beobachtet.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 006  Jöhlinger Feldweg

Siehe auch: Die kleine Welt der Feldwege

“Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.”
(J.W. von Goethe)

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 023 Herrliche Feldwege auf Jöhlinger Gemarkung

Ein schlichter Feldweg in einer unspektakulären Landschaft und
doch ist sie Höhepunkt in einer vertrauten heimeligen Umgebung.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 026 Feldweg mit Blick in offene Jöhlinger Landschaft

Mit jedem Spaziergang, mit jeder Betrachtung weitet sich
das heimatliche Umfeld zum Universum aus.

Feldweg 6 Naturwegidylle in Jöhlingen

Feldwege sind für mich auch immer Denkwege

April 2015 - 22 - Fuji - JöhlWeierbach-Heuberg 070 Der gleiche Feldweg im April diesen Jahres aber mit anderer Kamera (Fuji – HS30 EXR) die ich weger ihrer Größe und Gewichts nicht immer mitnehme, sondern meistens mit der Olympus SP-800 UZ unterwegs bin.

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 064Feldweg und Wiesenweg schon auf Weingartener Gemarkung

Man merkt es am Bild, an diesem Tag (Vorgestern) war ein sehr trüb-dunkler Himmel und dementsprechend die Lichtintensität.

Eine Freundin im Geiste, Frau Morgentau: Ich liebe Feldwege, seit ich denken kann.
http://morgentau.designblog.de/kommentare/feldwege

 

Juni 2015 - 09 - Olymp 810 - JöhlKirchb 065 Feldweg Weingarten Kirchberg

”In der jahreszeitlich wechselnden Luft des Feldweges gedeiht die wissende Heiterkeit, deren Miene oft schwermütig scheint. Dieses heitere Wissen ist das “Kuinzige” (*). Niemand gewinnt es, der es nicht hat”.
(zitiert nach: Martin Heidegger, Der Feldweg –  bebilderte Ausgabe 4. Auflage 2010 im  Klostermann Verlag)

(*) = nach Heidegger, der Name für einen Zustand „heiteren Wissens“. (Feldweg)
siehe Defination nach dem schwäbischen Wörterbuch

Es ist verloren gegangen

Bücherland

Aber gerade die naheliegenden, einfachen Dinge sind es, die mehr zu unserem Glück beitragen als die starken Sensationen. Glück in sich selbst zu finden, ist vielleicht mitunter schwer, aber anderswo findet man es bestimmt nicht.

Bescheidenheit bescheiden aber trotzdem schön

Unscheinbar unscheinbar und trotzdem geliebt

Naturgarten im Frühling Naturgarten im Frühling

Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten Zeit groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen.

Selbstbesuch

Besuch Selbstbesuch

Erst, wenn wir uns selbst besuchen, werden wir erkennen, daß wir eigentlich bereits hier zu Hause sind. Wir müssen nur in die Stille in uns eintauchen, um die Weisheit in uns selbst zu finden. Wir müssen nur der Gedankenlosigkeit und der Oberflächlichkeit die Türe weisen.

Reise zum Sinn des Lebens

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Verkörperung des Sinns

Der SINN, den man ersinnen kann,
ist nicht der ewige SINN.
Der Name, den man nennen kann,
ist nicht der ewige Name.
Jenseits des Nennbaren liegt der Anfang der Welt.
Diesseits des Nennbaren liegt die Geburt der Geschöpfe.
Darum führt das Streben nach dem Ewig-Jenseitigen
zum Schauen der Kräfte,
das Streben nach dem Ewig-Diesseitigen
zum Schauen der Räumlichkeit.
Beides hat Einen Ursprung und nur verschiedenen Namen.
Diese Einheit ist das Große Geheimnis.
Und des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis:
Das ist die Pforte der Offenbarwerdung aller Kräfte.
[Chinesische Philosophie: Laotse: Tao Te King – Das Buch des Alten vom Sinn und Leben. Asiatische Philosophie – Indien und China, S. 27152 (vgl. Laotse-Tao, S. 3)]

Buchlektüre

Heute haben wir den Geburtstag von unserer großen Enkelin Fabi gefeiert.
War sehr gut auf der Terrasse möglich, war allerdings sehr warm und
schwül heute. Nun bin ich wieder voll im Nachdenkmodus drin, der in
letzter Zeit sehr dominierend ist bei mir. Es gehen mir tausenderlei Dinge
durch den Kopf, daß mir da die Zeit hinten und vorne nicht reicht.
Asiatische Philosophie hatte ich in einem Ergänzungsstudium belegt und
animiert mich immer wieder zu Vergleichen und Nachdenken.

Denkwege ~ Feldwege

 Feldwege