Da bleibe ich doch lieber beim Bewährten

erprobt und für gut befunden

Erprobt und für gut befunden

Im vorletzten Beitrag habe ich nochmals die verschiedenen Bildschirmauflösungen durch probiert. Ebenso nochmals mit Web to date 8.0 s verschiedene HP-Entwürfe ausprobiert. Die Software war ja wirklich gut, habe lange damit gearbeitet.
Aber! Ein Neubeginn scheue ich einfach wegen dem enormen Arbeits- und Zeitaufwand. Mit WordPress und dem Blog geht doch alles viel schneller. Da es mir auch in erster Linie um meine Bilder geht und das Blog als persönliches Notiz- und Tage (buch) Blog sehe, sollte es ausreichen.

Die Bildschirmauflösungen von 1280 x 768 und 1280 x 1024 sind ja schrecklich. Alles so winzig klein und zusammen gestaucht. Da würde ich mir ja meine Augen noch mehr ruinieren. Was eh schon der Fall ist durch die jahrzehntelange Arbeit am und mit dem Computer.  🙁
Aber auch noch 1024 x 768 behagt mir nicht. Habe weiterhin 800 x 600 eingestellt. Da kommen die Blogs und Webseiten am besten zur Geltung. Die Bilder sind aussagekräftig groß und Bildschirmfüllend. Die optimale Darstellung der Bilder ist mir nun mal wichtig. Mit den anderen Formaten sind sie so gestaucht. Es ist wie mit Papierbilder im gängigen Format, die sind auch so zusammengestaucht, daß die Detailvielfalt darunter leidet.

60 % der Internetbesucher / Benutzer  nutzen ihr Smartphone als Eingangsinstrument.

Schauderhaft! Habe es ausprobiert mit einem Smartphone, mein Blog sieht da ja sowas von Scheiße aus……  🙁 Mein Hoster bietet ja für Aufpreis (so um die 5 € pro Monat die Optimierung für all die Dattelkästen an) Mache ich aber nicht!!! Weil das Nichts Halbes und Ganzes ist. Man muß ja nicht jeden Schwach –und Irrsinn unterstützen. Genauso die ganzen Beigaben: Gefällt mir Liked, Linkedin und wie der ganze Kram auch heißen mag. Twitter sehe ich eh als Plattform für überwiegend geistigen Dünnschiß und dümmlicher Hetzerei und sonstigen Blödsinn an.

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siehe auch: Damit habe ich nichts am Hut

Tatsächlich könnte jeder sein Leben einfacher einrichten und damit ein Zeichen setzen, das auch die zum Nachdenken bringt, die gedanken- und kritiklos auf den eingetretenen Pfaden der Kosumgesellschaft weitertrotten —> Verzichten kann auch eine Tugend sein

Mein Scheckkartenhandy
Dies war viele Jahre mein Handy – Jetzt habe ich ein klein wenig größeres Gerät, aber auch nur mit den Grundfunktionen, mehr brauche ich nicht. Obwohl es mir schon vom Balkon in den Hof gefallen war, dabei auseinander ging ~~~ also eine Gehirnerschütterung davon trug 😆 benutze ich es immer noch. Manchmal muckt es ein wenig — aber was soll’s  🙂

Das große Blog /ger Sterben

DemokratiebeerdigungIn letzter Zeit sind etliche Bloggerinnen verstorben, die mir doch irgendwie ein Begriff waren.  Die Minibares Bloggerin hatte ich in Bruchsal sogar kurz gesehen, sie war beim Seelentreffen dabei.

Seelenfarbentreffen Seelenfarbentreffen im September 2012 (08.09.2012) im Schloßpark vom Schloß Bruchsal. An dem Tag war ich in Bruchsal unterwegs und auch im Schloßbereich. Da war auch die Minibares Bloggerin mit ihrem Mann dabei.
Siehe der Beitrag von damals: Sofort erkannt am 08. September

Sobald das Wetter wieder besser ist, so zum Frühling hin (April / Mai), muß ich unbedingt mal wieder in den Bruchsaler Schloßbereich. An dem besagten Septembertag war ja so schönes Wetter.

Bruchsaler Schloßpark  Bruchsaler Schloßpark

Eingeschlafen Eingeschlafen

Ja, in der Tat sind viele Blogs verschwunden oder einfach eingeschlafen. Sie existieren noch, können noch aufgerufen werden, aber schon länger bloggt da niemand mehr. Manche BloggerInnen verlieren sehr schnell die Lust, bei Anderen dauert es etwas länger. Nun ja! Selber habe ich auch schon sehr viele Blogs zu Grabe getragen. Weiß gar nicht mehr ganz genau wie viele Blogs ich schon betrieben habe.

Bei vielen Blogs, haben die Kommentarzahl und auch die Besuchszahlen nachgelassen, weil sich vieles in Richtung Social Media verschoben hat. Facebook und Twitter haben viele Blogger dazu verleitet, das eigene Blog aufzugeben und gleich in das große Facebook-Haus einzuziehen. Davon halte ich aber überhaupt nichts, bei all diesen Diensten und Plattformen bin ich nicht anzutreffen. Früher war ich ja auch in vielen Foren und sonstigen Plattformen zugange. Ist aber alles nicht mehr so gefragt.

Diese scheinbar so attraktive, aber in Wirklichkeit krankhafte Schnelllebigkeit der Gesellschaft und die Kurzfristigkeit und Oberflächlichkeit der Wahrnehmung einer Information haben nun viele Webseiten und auch Blogs empfindliche Dämpfer verpaßt.   Google hat auch dazu beigetragen,  mit seinem letzten Update viele Webseiten in die Tiefen der Nicht-Wahrnehmung hat abrutschen lassen ~~ in die Versenkung der Tiefen der Netze. 🙁

Außerdem:  Blogs waren und sind in Deutschland eher ein Randphänomen in der allgemeinen Bevölkerung. Viele Menschen wissen heute noch nicht was überhaupt ein Blog ist. Sagt man, man würde bloggen oder man betreibt ein Blog, schauen einem viele Menschen an, als hätte man soeben gesagt, mit Marsmännchen  zu verkehren. 😆

Heutzutage werden die Inhalte immer mehr in die Social Media Dienste verlagert. Daher ist die Frequenz nach meiner Meinung ein wenig gesunken zu früher und daher tauchen immer weniger Blogs in der der Feedliste auf.

Viele Blogs werden dann auch aus Zeitmangel oder weil sehr schnell die Themen ausgehen, geschlossen oder einfach weil die Lust und Motivation fehlt.

Unlust + Frust

Unlust und Frust Bloggermüdigkeit

Bloggen heißt einen langen Atem zu haben.
Aber auch so ist bloggen eine eher „einsame Sache“ geworden – vielleicht ist es tatsächlich nicht mehr zeitgemäß?

Lustbarkeit: Reise-Rummel

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Reisen ist des deutschen Michels Lust.
Aber hat das Wort in seinem ursprünglichen Sinne noch Gültigkeit? Müßte man nicht richtiger von Ortswechsel, Heimflucht, Protzentum, Angeberei oder Imponiergehabe sprechen? Goethe hat von seiner Italienfahrt eine Bereicherung seines Geistes und eine Reifung seiner Persönlichkeit mitgebracht. Was wir Heutigen aus Sizilien mit nach Hause bringen, sind Abstumpfung, kitschige Souvenirs und eine Menge miserabler Diapositive oder neuerdings Speicherkarten voll von digitalen Bildern. Daß es freilich auch zu Goethes Zeiten hohlköpfige Reisende gegeben hat, beweist ein Aphorismus des ostpreußischen Schriftstellers und Theologen Gottlieb von Hippel aus eben jenen Jahrzehnten: „Zu den meisten Reisenden könnte man sagen: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in sein Vaterland!“ An solchen Gestalten wird es wohl niemals fehlen. Heute treten die Handtuch – Teutonen überall auf und fallen gewöhnlich peinlich auf. Es ist nur, daß ihre Zahl mit dem riesenhaften modernen „Reise-Service“ von heute ins Ungemessene gestiegen ist, so daß sie mit den gegebenen Möglichkeiten und gesteigerten Ansprüchen dem fliegenden Jahrmarkt geradezu künstlich in die Arme getrieben werden. 🙁

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Ein Badestrand. Sonne. Ein Wurf halbnackter bis ganz nackter Menschen, dicht gedrängt wie Rettiche im Frühbeet. Viel Sand. Noch mehr Wasser. Farbige Tupfen von Bademänteln, Bikinis und Sonnenschirmen. Irgendwo ein Musikpavillon, der Krach macht. … die Musik plärrt den lieben langen Tag.
Die Stenze und Gockel flanieren vor den gackerten Hühner auf und ab. 😆
Abends in den Tavernen wird sich der Rotwein hinter die Binde gekippt und die gleiche Narzißten-Schau geht ab.

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Ob es sich um Bilder aus Korsika oder Miami handelt: – Strand! Um einen Reiseprospekt für Irland oder Spanien: – Strand! Strand! Strand!
Man könnte sie gegeneinander auswechseln, diese menschendurchwimmelten Strände aller Zonen, ohne daß man es merkte. Und doch sind sie in ihrer tödlichen Einförmigkeit für den modernen Urlauber der siebente Himmel, ohne den auch die herrlichste Reise schal und ohne Mittelpunkt bliebe. Sie sind gleichartig wie Hühnereier und ohne jegliche Eigenart wie die jeweilige Mode.
Das sind dann auch die beliebten Gesprächsthemen. Nun, Frau Meier! Wohin geht es denn dieses Jahr…Urlaub, mein Haus, mein Garten und mein Auto…  🙁
Die wirkliche Realität geht an all diesen Menschen vorbei. Sie leben in ihrer eigentümlichen Matrix. Wunnebar Alles Wunnebar!

Wasser, Sand und Sonne – nichts als beschönigende Kulissen für jenen Selbstzweck, der auch hier der eigentliche Lebensinhalt ist, ohne daß er je beim richtigen Namen genannt wird: den Rummel und die Banalität! Die große Schau des Modischen, den Laufsteg des Sexuellen, die Narzißten-Schau, die nächtliche Parade des Allzumenschlichen.

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Die Erkenntnisse der Woche

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Es gibt zu viele Spatzenhirne mit Löwenmaul

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Allgegenwärtige Degeneration der Werte und des Geistes

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Der moderne Mensch und seine Zukunft:
Dieses Buch Erich Fromms ist ein ehrgeiziges Unterfangen: Es will die seelische und geistige Erkrankung der gegenwärtigen Gesellschaftstruktur auf den Begriff bringen. Fromm ist sich wohl bewußt, daß es schwierig ist, von einer „Menschheitsneurose“ zu sprechen. Beim einzelnen Neurotiker hat man als Kontrast die Gruppe der angeblich normalen Menschen, die unauffällig funktionieren und keine manifesten Symptome aufweisen.

Fromm verweist auf die hohe Zahl der Morde, Selbstmorde und Alkoholiker in den Kulturländern, um daraus die Schlußfolgerung abzuleiten, daß es um die sogenannte „Normalität des Kulturmenschen“ schlecht bestellt sei. Wo aber Millionen Menschen an seelischen Ausfallserscheinungen leiden, ist es vielleicht besser, von „Defekt“ anstatt Neurose zu sprechen.

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Wir stehen offenbar vor der Tatsache, daß der Zivilisationsprozeß den Menschen nicht zur seelisch-geistigen Reife führt, sondern aus ihm nur eine Karikatur dessen macht, was er von seinem Wesen her sein könnte.

Schon eine Weile her

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Guten Tag Herr Unke!
Über die Page \”warum wir krank werden\” bin ich auf Ihre Page aufmerksam geworden. Sie haben unglaublich gute Gedanken und ich werde mich intensiv mit Ihrer Seite auseinandersetzen, weil Sie offenbar zu der Sorte Mensch gehören, die sich mehr Gedanken macht als der Mainstream der restlichen Menschheit – leider sind solche Menschen eher selten anzutreffen…
schreibt mir eine Leserin aus der Schweiz zu meiner Matrixwelt

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Woher kommt es denn, daß du und Tausende, die vielleicht nicht einmal von materiellen Sorgen bedrückt werden, sich nicht restlos glücklich fühlen? Doch nur, weil sie alle ihr Steinchen im Schuh     haben.
Wenn du glücklich werden willst, mußt du Einkehr halten, dich hinsetzen
am Wegrand und Besinnung in dein Leben bringen, ehe du auf deiner
weiteren Lebenswanderung sinnlos weitertaumelst. Besinnung, Sammlung, Ruhe – das ist es, was dir und Tausenden fehlt, die das Glück, den Lebenserfolg, die ungetrübte Lebensfreude schon immer gesucht , aber nie gefunden haben.

Rheinfahrt im August

Zeit meines Lebens habe ich mich mit diesen Themen, diesem Suchen auseinandergesetzt. Mir immer wieder die Fragen gestellt, Was ist Glück? Was bedeutet für mich Glück? Welche Wege gibt es zum Glück? Was ist der Lebenssinn? Wie gebe ich dem Leben Sinn und Richtung? Aber immer wieder kommen auch periodisch die Zweifel und die Fragen auf, warum werden wir krank, was hält uns gesund und was ist Gesundheit und Krankheit überhaupt? Aus aktuellem Anlaß und Betroffenheit, denke ich insbesonders über Gesundheit und Krankheit wieder intensiver nach.

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“Gesundheit erbitten sich die Menschen in ihren Gebeten von den Göttern; dass es aber in ihrer Hand liegt, diese zu erhalten, daran denken sie nicht. Indem sie vielmehr durch Unmäßigkeit das Gegenteil davon bewirken, werden sie durch ihre Begierde selbst zu Verrätern an ihrer Gesundheit.”
(Demokrit 460 v Chr.)

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„Wer nicht weiß, in welchen Hafen er will,
für den ist kein Wind der richtige.”
(Seneca)

Wie findet man heraus, welche Häfen man in seinem Leben anlaufen will, welche Wege man beschreiten möchte, wofür man leben will, welche Ideale und Träume man gerne verwirklichen möchte?

Abstrakt

Das Rätsel des Lebens

Das möchte ich manchmal auch sagen können

Berghls

Ich bin der Welt abhanden gekommen

Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,
Sie hat so lange nichts von mir vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält,
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh‘ in einem stillen Gebiet!
Ich leb‘ allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!
(Friedrich Rückert – 1788 – 1866)

[Friedrich Rückert einer meiner Lieblingsdichter –
Ab 1848 wählte er seinen Ruhesitz in Neuses bei Coburg, wo er ein Gut besaß.
Dort schuf er sich ein Refugium auf dem nahegelegenen Goldberg.

(Bildquelle Wikipedia)

Bei all dem zunehmenden Irrsinn in diesem absurden Absurdistan Germanistan
möchte ich oft auch Abschied nehmen von einem übervölkerten Landstrich.
Zum Beispiel verschiedenen Leuten in die schwedische Provinz nachfolgen oder
es wie Botho Strauß ( Botho Strauß fühlt sich als „Der letzte Deutsche“ und beklagt die „Flutung des Landes mit Fremden“.) zu tun und in einen dünnbesiedelten deutschen Landflecken zu flüchten.  Botho Strauß lebt seit über 20 Jahren in der
Uckermark – Artikel: lebt und schreibt Botho Strauß in der menschenleeren Uckermark. Dies ist der Rand, von dem aus er auf die Gesellschaft schaut. – im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gehört: Stille und Abgeschiedenheit auf 130.000 Hektar zum täglichen friedlichen Lebensgenuß.
Hier wohnt der Herbst. Hier wohnt die Einsamkeit. Hier wohnt der Dichter Botho Strauß. Wir sind in der Uckermark, ein kleines Dorf, eine Sammlung von sechs Häusern eigentlich nur. Hier wohnt er.

Er hat als Dramatiker die westdeutsche Gesellschaft seziert – und sie dann mit seinem Essay „Anschwellender Bocksgesang“ bis auf Blut gereizt.

”Schroff kehrt der Dichter der verdorbenen Stadt den Rücken, baut eine Arche Noah auf dem Land und hält Einkehr in der „Entlegenheit“. Die Stadt ist die Signatur der Moderne und die Moderne eine Desillusionsmaschine, die die Menschen zum Ebenbild des Allgemeinen erniedrigt, um ihre Träume betrügt und sie von ihrer ursprünglichen Fremdheit entfremdet. Nur das Land, seine Uckermark, ist eine Lichtung im Niedergang, hier trotzt das Haus des Seins den „Grimassen des Sozialen“.” (Zeit)

Botho Strauß: „Ich möchte lieber in einem aussterbenden Volk leben als in einem, das aus vorwiegend ökonomisch-demografischen Spekulationen mit fremden Völkern aufgemischt, verjüngt wird, einem vitalen“,…
„Der letzte Deutsche“ stellt Strauß sich in seinem neuen Text in die von Schriftstellern und Philosophen wie Ernst Jünger, Stefan George und Friedrich Nietzsche geprägte geistesgeschichtliche Tradition, die in der heutigen Bundesrepublik fast keine Bedeutung mehr habe. Die meisten Deutschen seien deshalb „nicht weniger entwurzelt als die Millionen Entwurzelten, die sich nun zu ihnen gesellen“, schreibt Strauß in Anspielung auf die derzeitige Flüchtlingskrise.
(Auszug von Spiegel)
Es gibt Schriftsteller, die wirken nicht nur über ihre Bücher, sondern gleichermaßen über ihre Existenz. Ihr Schreiben, obwohl bild- und figurenschaffend wie das anderer auch, ist vor allem Ausweis eines geistigen Weltverhältnisses. Autoren dieses Typs – wie Jünger, Cioran, Pascal oder Nietzsche, […]
folgen nicht der Form-Konvention literarischer Gattungen, sondern dem Stilgesetz ihres Lebens, eines gedankenbezogenen, klaus­nerischen Daseins, fern vom Getriebe der Welt: einer Art Leben im Verzicht, aber in einem Verzicht, der nicht nimmt, sondern gibt. (Cicero)

Botho Strauß aber suchte sich lieber neue Exile. Er fand sie in der Menschenleere der Uckermark, in der stolzen Figur des unzeitgemäßen Lesers in den hinteren Ecken der Bibliotheken und in einer elitären Verachtung des aufgeklärten, an die Gegenwart angeschlossenen Massenmenschen, dem er individuelle Züge oft einfach abspricht. (taz)

Botho Strauß liest der verrotteten Republik von der Uckermark aus die Leviten.

Schon am 08.02.1993 hat Botho Strauß im Spiegel Kultur Essay: Anschwellender Bocksgesang – der kranken Gesellschaft den Spiegel vorgehalten. “Wenn man bedenkt, wie schnell der Feuerball der Narreteien wächst und sich dem kleinen Planeten des Geistes nähert. Vielleicht morgen schon hat er uns alle ausgebrannt, und nur das Mundwerk läuft weiter munter vor sich hin, wir merken’s nicht einmal mehr, jeder bereits ein Unterhaltungsschreck, ein Gespenst des Infotainments.”
(Spiegel)

Wie hat er mir damals schon aus der Seele gesprochen.

Traumidylle Das Haus meiner Sehnsucht

Nachtgedanken 74

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«Die meisten leben nicht, sondern existieren nur mehr, sei es als Sklaven des ‹Berufs›, die sich maschinenhaft im Dienste großer Betriebe verbrauchen, sei es als Sklaven des Geldes, besinnungslos anheimgegeben dem Zahlendelirium der Aktien und Gründungen, sei es endlich als Sklaven großstädtischen Zerstreuungstaumels; ebenso viele aber fühlen dumpf den Zusammenbruch und die wachsende Freudlosigkeit.»

Unlust + Frust

“Die Mehrzahl der Zeitgenossen, in Großstädten zusammengesperrt und von Jugend auf gewöhnt an rauchende Schlote, Getöse des Straßenlärms und taghelle Nächte, hat keinen Maßstab mehr für die Schönheit der Landschaft, glaubt schon Natur zu sehen beim Anblick eines Kartoffelfeldes, und findet auch höhere Ansprüche befriedigt, wenn in den mageren Chausseebäumen einige Stare und Spatzen zwitschern”
(Ludwig Klages: Mensch und Erde)

Kranke Gesellschaften: Ist jeder Herakles?

herakleshydra_155 Herakles und die Hydra

Ist Herakles, der tapfere Held der grichischen Mythologie, Abbild unserer Gesellschaft, getrieben, wie wir, von Süchten und maßlosen Ansprüchen, und dem Bedürfnis, gottähnlich zu sein?
In unserer Zeit, die offensichtlich den Zenit einer sinnvollen individuellen wie kollektiven Entwicklung überschritten hat, suchen wir vermehrt nach Impulsen, die den drohenden Untergang aufhalten, vielleicht sogar das Steuer im letzten Moment herumreißen könnten. Nachdem bewußtes Wollen und rationale Klugheit die Gesamtproblematik nicht verändert haben, wächst die Erkenntnis, daß im kollektiven Unbewußten, das C.G. Jung in die tiefenpsychologische Forschung eingebracht hat, Lösungsmöglichkeiten gespeichert sind, die in enger Verbindung stehen mit der Welt der Mythen.
Herakles – ein Suchender, vordergründig auf der Suche nach Abenteuern, nach Taten, die ihm zum Ruhm gereichen, ihn in gottähnlichen Glanz hüllen. Herakles – ein Sehnsüchtiger, erfüllt von dem Verlangen nach Wertschätzung, Geborgenheit, liebevoller Bezogenheit. Herakles – ein Süchtiger, sehnsüchtig suchend nach Inhalten, nach einem Sinn, den er selbst nicht zu benennen wußte.
Doch jeder äußere Erfolg offenbarte die innere Leere, jedes scheinbare Finden erwies sich als Illusion und machte ihn süchtig auf erneute Suche.

Golfplatz Wössingen Golfplatz Wössingen

Paßt nicht gerade er in einer erschreckend aktuellen Weise in unsere Zeit, als Ausdruck unseres Menschseins, das sich in immer unmenschlicherem Sein gefällt? Ist nicht auch unsere satte, an Bildern, Erlebnissen und Taten überreiche Gesellschaft eine Gemeinschaft von Süchtigen?

Literaturverzeichnis:
Göll, Hermann: Illustrierte Geschichte der Mythologie, Bechtermünz Verl., 1991
Lutz, Christiane: Mythos und Psyche- Jeder ist Herakles, Bonz Verl., 1997

Hederich, Benjamin:
Gründliches Mythologisches Lexikon
Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig, Gleditsch 1770 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen.
1996, Wissensch. BG., Darmstadt

Herder Lexikon
Griechische und Römische Mythologie
Götter, Helden, Ereignisse, Schauplätze.
1995 Herder, Freiburg

Schwab, Gustav:
Sagen des klassischen Altertums
1978 DTV, München

Reucher, Theo: Das Glas hat einen Sprung, WBG Darmstadt, 1993
Bly, Robert: Die kindliche Gesellschaft – Über die Weigerung erwachsen zu werden  Kindler Verl., 1997

Naturverbundenheit

natürliche Landschaft natürliche Landschaft, ursprüngliche Wege

”Wer die Natur liebt, dessen innere und äußeren Sinne stehen noch wahrhaft
im Einklang miteinander; er hat sich den Geist der Kindheit bis ins Mannesalter
erhalten. Sein Umgang mit Himmel und Erde wird Teil seiner täglichen Nahrung…
Nicht alleine die Sonne oder der Sommer zollen ihren Freudentribut, sondern
jegliche Stunde und Jahreszeit; denn jede Stunde und jeder Wechsel entspricht
einer anderen Geistesverfassung und bestätigt sie.”
(Ralph Waldo Emmerson: Die Natur – 1990, S.88)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 025 Kraichgauer Naturlandschaft bei Obergrombach

Hügellandschaft Richtung Jöhlingen

Für mich ist diese “Einfachheit” der Landschaft, diese unspektakulären Feldwege
trotzdem immer wieder ein erhabenes Erlebnis im Sinne von Martin Heidegger und seinem: Der Feldweg (Klostermann Verlag – bebilderte Sonderausgabe – 4. Auflage 2010)

”Dieselben Äcker und Wiesenhänge begleiten den Feldweg zu jeder Jahreszeit mit einer stets anderen Nähe” (s.o.)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 046 Blick auf die Obergrombacher Weinberge und weitere Lieblingswege

”Das Einfache verwahrt das Rätsel des Bleibenden und des Großen. Unvermittelt kehrt es bei den Menschen ein und braucht doch ein langes Gedeihen.” (w.o.)

Februar 2016 - Olymp 810 - Obergromb KlKap 048 Feldweggedanken

”Die Weite aller gewachsenen Dinge, die um den Feldweg verweilen, spendet Welt.”
(Martin Heidegger: Der Feldweg – S. 17)

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 019 unscheinbarer Feldweg auf Wössinger Gemarkung

Wer keinen “Draht” dafür hat, wer keinen Sinn dafür entwickelt hat, dem gibt es in der Tat nicht viel. Dieser Mensch geht achtlos an so Vielem vorbei, nicht zuletzt auch an seinem eigenen Leben. Er lebt es nicht selber, sondern er wird gelebt.

Bedrückende Visionen

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Aldous Huxleys berühmter Roman erschien 1932, eine Neuausgabe mit einem Vorwort des Verfassers 1949.

”Die größten Triumpfe der Propaganda wurden nicht durch Handeln, sondern durch Unterlassung erreicht. Groß ist die Wahrheit, größer aber, vom praktischen Gesichtspunkt, ist das Verschweigen der Wahrheit. Indem totalitäre Propagandisten gewisse Dinge einfach nicht erwähnten, indem sie einen – wie Churchill es nannte – “eisernen Vorhang” herabließen zwischen den Massen und solchen Sachverhalten oder Argumenten, die von den politischen Machthabern für unerwünscht gehalten wurden, beeinflußten sie die öffentliche Meinung viel wirksamer, als sie es durch die beredsamsten Anklagen, die zwingendsten logischen Widerlegungen hätten tun können. (S.17)
Genauso die Situation wie wir sie aktuell haben.

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 031 Wössingen – Stadtbahn von Karlsruhe nach Bretten – Heilbronn

”In ihm fasst Huxley die Grundvoraussetzungen der “schönen neuen Welt” so zusammen: “Die Liebe zur Sklaverei kann nicht fest verankert sein, wenn sie nicht das Ergebnis einer tiefgehenden persönlichen Revolution in den Gemütern und Leibern der Menschen ist.
Um die herbeizuführen, bedarf es unter anderem der folgenden Entdeckungen und Erfindungen: erstens einer sehr verbesserten Methode der Suggestion – durch Konditionieren der Reflexe das Kleinkinds […]; zweitens einer voll entwickelten Wissenschaft von den Unterschieden der Menschen, die es den von der Regierung gestellten Managern ermöglicht, jedem beliebigen Individuum seinen oder ihren Platz in der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rangordnung anzuweisen […];

drittens […] bedarf es eines Ersatzes für Alkohol und die andern Rauschmittel, etwas, das zugleich weniger schadet und mehr Genuss bringt als Branntwein oder Heroin; und viertens […] eines betriebssicheren Systems der Eugenik, darauf berechnet, das Menschenmaterial zu normen und so die Aufgabe der Manager zu erleichtern” (Schöne neue Welt, S. 14 f).

Januar 2016 - 29 - Olymp 810 - Wö-Pfaffb-Jöhl 033 Funkturm Walzbachtal

Huxley charakterisiert, in satirischer Überzeichnung, eine Gesellschaft, die sich zu seiner Zeit gerade erst zu bilden beginnt. In ihr kommt den “Massen”, von denen Ortega y Gasset in seinem berühmten, 1930, ein Jahr vor der “Schönen neuen Welt”, erschienenen Buch spricht, und den neuen Techniken ihrer Beherrschung eine Schlüsselstellung zu. Der Satz: “Industrielle Zivilisation ist nur ohne Selbstverleugnung möglich” skizziert die Grundstruktur der eigentlich schon nachmodernen Ökonomie und Politik.

Herbert Marcuse hat ihre Tendenzen mit dem Terminus “repressive Entsublimierung” umschrieben und greift so, dreieinhalb Jahrzehnte nach Huxley, auf, was dieser in seiner Vision einer negativen Utopie zeigt. Die Menschen einer Massengesellschaft ersetzen auf Selbsttranszendierung ausgerichtete Werte durch “eindimensionale”. Jede Anstrengung und Arbeitsleistung, die natürlich nach wie vor gefordert ist, soll dazu dienen, eine Befriedigung von Bedürfnissen zu ermöglichen, die selber technisch stimuliert, ja produziert werden. Für Huxley ist es keine Frage, daß das “Glück”, das eine solche Bedürfnisbefriedigung gewährt, unecht ist (vgl. S. 154).

 

Abstrakte Matrixwelten

“An die Stelle der “Wirklichkeit des Augenblicks”, seiner “Erhabenheit, Bedeutsamkeit und beängstigende[n] Einmaligkeit” (S. 174) treten Simulacren, wie Jean Baudrillard die Gebilde einer Scheinwirklichkeit nennt, in der es keinen Sinn mehr macht, zwischen “wahr” und “falsch” zu unterscheiden (vgl. etwa “Simulacres et simulation”, Paris 1981, S. 38).”
(Quelle: Marburger Forum – Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 5 (2004), Heft 6)

Vor und während des Ersten Weltkrieges waren schon solche Medien-Propaganda-Schlachten zu verzeichnen. Heute läuft dieser Spuck genauso ab. Gewöhnlich ein Vorzeichen für totalitäre Kriegszeiten. Es wird gelogen und betrogen – schlimmer geht es kaum noch. Dann wundern sich die Propagandamedien sowie die Lügenpresse noch, warum immer mehr Menschen sie links liegen lassen und ihnen nicht mehr “glauben” Wie gehabt wird dann für alles noch Putin und Rußland verantwortlich gemacht. Dümmer und blöder geht wirklich nicht mehr!!

In der Welt ist es trübe

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Es fehlt in der Welt am Licht

In der Welt ist’s trübe
unser vielgepriesenes Spezialistentum hat nichts “zum Leuchten” gebracht.
Das gilt für die Psychologen und Psychotherapeuten ebenso wie für die (kirchlichen) Seelsorger und einen großen Teil der Mediziner. Alle halten sich für geeignet und mächtig, anderen helfen zu können. Leider bleibt es häufig Stückwerk. Denn es fehlt am “Licht”. Sie alle “leuchten” nicht – oder zu wenig. Was zum Teil – aber wirklich nur zum Teil – auch an den mangelhaften, kopflastigen Ausbildungsgängen liegt sowie an dem (angelernten und angewöhnten) Allmachtswahn, auch wenn der – wie H.E. Richter meint – eher der Kompensation eines umgreifenden Ohnmachtsgefühls dienen soll. [*] Die, die dies trifft, die letztlich Leidtragenden, die so immer noch mehr “Leid tragen” müssen, sind immer die anderen.

Bunkerwelt Bunkerwelt = Bücherwelt

Wir leben in einem Zeitalter, in dem vieles von Wissenschaft und Technik bestimmt wird. Wohl das größte Unheil, das uns daraus erwuchs, war, den Menschen oder sich selbst zum Maß aller Dinge zu machen. “Allmachtskomplex” nannte es Horst Eberhard Richter 1979. Geändert hat sich dadurch nichts. Schon gar nicht zum Besseren. Wie unsere jetzige Verfaßtheit und Situation der Weltlage einmal mehr sehr deutlich zutage treten läßt.

Und es ist auch kein Trost, wenn Thure von Uexküll formuliert: “Was ist Wissenschaft? – Ein Irrtum von gestern!”

Im Zeitalter des Technokratiefaschismus hat die Humanpsychologie und Humanmedizin schlechte Karten

Der Begriff der Seele bereitet den Psychologen so große Schwierigkeiten, daß sie ihn am liebsten loswerden möchten.

Psychologie-Lehrbücher lesen sich meistens eher als technische Betriebsanleitungen denn als Fachbücher über das Menschsein..

[*] Horst Eberhard Richter beschreibt die moderne westliche Zivilisation als psychosoziale Störung. Er analysiert die Flucht aus mittelalterlicher Ohnmacht in den Anspruch auf egozentrische gottgleiche Allmacht. Er verfolgt den Weg des angstgetriebenen Machtwillens und der Krankheit, nicht mehr leiden zu können. Die Überwindung des Gotteskomplexes wird zur Überlebensfrage der Menschheit und der Gesellschaft. [3]

Bunkerwelt
Humanistische Psychologie ist die Bezeichnung für eine Schulrichtung der Psychologie, deren wichtigster Begründer A. Maslow war.

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….

Das Hauptanliegen der HP, als sogenannte dritte Kraft in der Psychologie, ist die Psychoanalyse und den Behaviorismus zu ergänzen, da keine dieser anderen Schulen dem Verständnis einer gesunden und schöpferischen Persönlichkeit gerecht wurden. Es war zu sehen, daß eine solche Persönlichkeit Lebensziele und Werte nicht wegen eines Bedürfnisses nach “Homoeostase” verfolgte, wie es die moderne Psychoanalyse lehrte, sondern mit dem Ziel der “Selbstverwirklichung” (E.Fromm, K. Horney) und “Selbstaktualisierung” (K. Goldstein, Maslow) oder “Selbsterfüllung” wie es Bühler nannte und dies in Untersuchungen menschlicher Lebensläufe demonstrierte. Auch Carl R. Rogers war einer der Wegbereiter der HP. Bis dahin hatten Psychoanalytiker ihre therapeutischen Maßnahmen mehr als okkulte Kunst angesehen, in die nur Eingeweihte Einblick nehmen durften. Nicht zuletzt durch Rogers war Psychotherapie nun nicht mehr länger ausschließlich eine psychiatrische Methode mit dem Ziel, psychische Erkrankungen zu heilen.

Zeitalter der Gigantomanie – Nachtgedanken 69

absurdaglogo2_132 Zeitalter der Gigantomanie:  Betreibt mit Eifer eure Rettung (Buddha)

Das Zeitalter der Gigantomanie, das Zeitalter der Megamaschine, wie es Mumford nennt, rast in schnellem Tempo seinem sicheren Ende entgegen. Seine Struktur beruht vor allem darauf, daß man mittels billiger Energie — außerordentlich billig war bis 1973 das Erdöl — die Rohstoffe, die Produkte und die Menschen unentwegt von Land zu Land transportiert. Damit wurde die Ausbeutung aller Winkel der Erde möglich, woraufhin schließlich alle Kontinente etwa gleichzeitig erschöpft sein werden.
Martin Heidegger erkannte das 1935: »Wenn die hinterste Ecke des Erdballs technisch erobert und wirtschaftlich ausbeutbar geworden ist… dann greift immer noch wie ein Gespenst über all diesen Spuk hinweg die Frage: wozu? — wohin? — und was dann?«

Nach dem jetzigen Stand der Dinge ist allerdings zu vermuten, daß die Völker erst unter dem Zwang der Fakten den »Mythos der Maschine« abschütteln werden. Wenn Lewis Mumford recht behält, »daß eine Katastrophe zur Voraussetzung einer wirksamen Erziehung geworden ist«, dann wird der gefährliche Weg bis zum bitteren Ende fortgesetzt werden.

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Zeitalter der Wut und der Aggressionen

wke_132Schon 1983 beschreibt Konrad Lorenz in „Der Abbau des Menschlichen“,(3) Fehlleistungen ursprünglicher sinnvoller Verhaltensweisen, die sich ins Gegenteil, ins Abnormale, ins Pathologische verkehrt haben. Die kollektive-aggressive Begeisterung, die die Gesellschaften und die Politik antreiben, beunruhigten ihn sehr. Er beklagte den erzwungenen Verzicht auf Einsicht, in die Irrgänge des menschlichen Geistes.

Ist der allgegenwärtige Zorn ein Produkt der Verdichtung und Beschleunigung unserer Lebensverhältnisse? Ja, natürlich aber nicht nur. Die ganze irrsinnig gesteigerte Konkurrenzmanie und die Globalisierung tragen ihr übriges dazu bei.

Der Renaissancephilosoph Michel de Montaigne hatte beobachtet, daß ein Bauer nur schwer zu erzürnen sei. Bis er wirklich wütend werde, müsse viel passieren. Montaigne sah den Grund für diese Gelassenheit darin: der Bauer sei der weiseste Mensch von allen – denn er wisse, wie abhängig sein Tun vom Wetter, vom Boden, vom Vieh und letztlich von Gott ist. Stadtleben dagegen mache zornig: Das stadttypische Reizklima aus Informationen, Konkurrenz, Mißtrauen mache die Menschen aggressiv.

In aller Deutlichkeit momentan zu beobachten.

Kapitalismuslogik

Kapitalismuslogik – Kapitalismusmachenschaften

 

Glück ist ein Wechselspiel

Januar 2016 - WösWaldEselweg 023 Ich gestehe: Ich bin ein Glückspilz   🙂  Und dafür bin ich unendlich Dankbar

 

Glück ist das komplizierte Wechselspiel
zwischen dem, was wir haben und dem, was wir wollen. Wenn wir alles haben können, was wir wollen, erlahmen Kreativität und Neugier – die selbst wieder wichtige Glücksfaktoren sind. Wenn wir nichts von dem erreichen, was wir anstreben, sind wir frustriert oder verschwenden immer neue Zeit und Energie an vielleicht falsche Ziele. Glück entsteht aus der gelungenen Balance zwischen unseren Ansprüchen und Möglichkeiten – eine Balance, die vorwiegend in der Gegenwart geleistet werden muß: Wer zu sehr auf zukünftige Ziele fixiert ist oder zu häufig über verpaßte Chancen grübelt, verliert diese Balance leicht.

Glückskäfer

Glückskäfer

Mehr Glück  – wie Verstand!
Manchmal schon, im Nachhinein betrachtet habe ich wirklich immer einen sehr zuverläßlichen Glücksengel an meiner Seiter gehabt. Dafür bin ich auch sehr dankbar und sehe dies alles nicht als selbstverständlich an.

Natürlich war es für mich auch ein langer Erkenntnisweg, um zu begreifen, daß das Glück nicht in den materiellen Dingen liegt, sondern im eigenen Innern gefunden werden muß.

Der englische Philosoph John Stuart Mill hat diese zwei Möglichkeiten am eigenen Leibe erprobt. Als junger Mann jagte er dem Glück nach, war aber todunglücklich und dachte sogar an Selbstmord, bis er schließlich erkannte: „Nur die sind glücklich, die sich auf etwas anderes als ihr Glück konzentrieren… Die Freuden des Lebens reichen aus, um es zu einer angenehmen Sache zu machen, wenn wir sie en passant mitnehmen, anstatt sie zu unserem Ziel zu machen… Sobald Du Dich fragst, ob Du glücklich bist, hörst Du auf, es zu sein“.

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Brunnen der Erkenntnis

Glückliche Menschen finden und stiften in ihrem Leben viele kleinere Anlässe, sich wohlzufühlen und sich zu freuen – und dies tun sie kontinuierlich.
Wer sich dagegen zu sehr auf die wenigen „Großereignisse“ des Glücks konzentriert, vielleicht über lange Zeit auf sie hinarbeitet – unter Vernachlässigung der Glücksmomente (Das kleine Glück des Alltags) – dessen Glücksbilanz schließt häufig negativ ab.

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Bücherwelt = Wissenswelt

Bücher und Literatur zur Glücksphilosophie auch ein Teilgebiet meiner Interessen und Bibliothek. Ein kleine Literaturauswahl:
1. Seligman, M.P.  : Der Glücks-Faktor
2. Klein, Stefan  : Die Glücks-Formel – Rowohlt Verl.  10. Aufl. 2002
3. Krüger Tarr, Irmtraud  : Vom leichten Glück der einfachen Dinge  – Herder Verl.Freiburg  1998
4. Jopp, Klaus E.  : Positiv denken – zufrieden leben  – Weltbild Verl. Augsburg  o.J.

Mein Lebensmotiv war…

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immer:

“Gesell dich einem Bessern zu,
daß mit ihm deine Kräfte ringen.
Wer selbst nicht weiter ist als du,
der kann dich auch nicht weiterbringen.”
(Friedrich Rückert)

Dies habe ich zwar schon mehrfach erwähnt, bewahrheitet sich
aber immer wieder aufs Neue.

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Orientierung finden im Meer der Zeit und Beliebigkeit, war seit langer Zeit auch mein Lebensmotiv und stand auf der Eingangseite von MP-Netz.
Eigentlich war ich gestern Abend irgendwie müde und fühlte mich nicht so richtig fit. Deswegen wollte ich zeitiger ins Bett gehen. Der Internetbesuch sollte nur kurz ausfallen, stieß dann aber auf Informationen die mich sofort hellwach machten.
Wie so oft, wenn ich auf eine neue Fährte stoße, war mein Instinkt geweckt und “schnüffelnd” nahm ich neue Wissenswege auf. Nur mit frühem Schlafengehen wurde es mal wieder nichts. 😉  🙁

Gnosis: Die Gnostiker glaubten / glauben, daß die Befreiung nur durch Wissen zu erreichen ist / sei, und die Auswertung der Wirklichkeit nur durch den Gebrauch von Wissen geschehen könne.

Auf MP-Netz hatte ich ja auch die Abteilung Matrixwelten und betrieb schon mehrere Blogs unter dem Begriff Matrixwelten (in den 2000er Jahren)

Deswegen haben mich auch schon immer solche Themen und Dinge wie Bewußtseinsforschung, Neurobiologie, Neurophysiologie etc. beschäftigt und fasziniert. Auch Bioenergetik gehört dazu.
Denn immer wieder muß ich feststellen, daß eine satte Mehrheit meiner Mitmenschen in einer gänzlich anderen Matrix – Welt lebt, wie die eigentliche Realitätsmatrix – eben die eigentliche Welt. Die meisten Menschen sind begnadete Realitätsverweigerer / Realitätsverdränger, sie setzen sich lieber rosarote Brillen auf, wie der “Wahrheit” ins Gesicht zu schauen.
Die Mehrheit lebt in einer Matrix (Lebenscode – Lebenssoftware) die sie dermaßen fremdmanipuliert hält und dadurch gut steuerbar hält für die Ober- und Hintertanen.

Erkenntnisse

 Erkenntniswelten

Weißt du, was eine Wirklichkeit ist? Weißt du, was deine Wirklichkeit ist? Weißt du, wie deine Wirklichkeit zustande kommt? Ist das, was du gerade denkst und fühlst, die Wirklichkeit, oder gaukelt dir dein Gehirn nicht eine Scheinwelt vor?
Allein schon der Komplex “Einbildung” sollte da zu denken geben.

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Fenster zur Erkenntnis


Das folgende Buch werde ich als bald ordern:
»Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden«. Dieter Broers
(Menschheit in der Matrix Eine grundlegende Erkenntnis der ganzheitlichen Wissenschaft ist die Multidimensionalität des Kosmos und die geistige Grundlage der Materie.) Dieser Wissenschaftsbereich (z.B. auch Quantenphysik und “Neue  Physik” ist auch immer wieder faszinierend.

Inhaltsleere Gesellschaften

“Aber freilich… diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem
Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen
vorzieht …; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die
Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße,
als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste
Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.“

(Feuerbach : Das Wesen des Christentums, Vorrede zur zweiten Auflage)

affekk_155Diese inhaltsleeren Menschen sind tagein tagaus  übers ganze Jahr zu beobachten.
Jetzt zur Weihnachtszeit, haben viele Menschen nichts anderes mehr im Kopf, als sämtliche Weihnachtsmärkte der Region abzugrasen. Da beschweren sie sich und stöhnen herum, der Streß, der Zeitdruck mit ihren Geschenken, da wird ein Kult um Alles betrieben, nur der eigentliche Sinn hinter Weihnachten ist total verloren gegangen. Übrig blieb eine Kauf- und Freßorgie an Weihnachten.
Wir leben in hochgradig narzißtischen, kranken Gesellschaften, in der das hohle Spektakel im Vordergrund steht.

“Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.”
wußte schon Guy Debord in “Die Gesellschaft des Spektakels zu berichten.

Sehnsucht der Seele

Buch antik 01

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Das Auge der Erkenntnis

Gott ist das Urproblem der Menschheit, besonders aber das Problem der heutigen Menschheit. Der Mensch ist von Natur ein Gott- und Sinnsucher in dem zweifachen Sinne, daß er die Gottheit erkenntnismäßig begreifen und daß er sie liebend umfassen möchte.

Die Suche nach Erkenntnis und nach Gott läßt uns nicht zur Ruhe kommen. Von Anbeginn war dies in der Welt und im Menschen. Das Urproblem der Menschheit nimmt eine doppelte Fassung an, einmal in der Frage: Ist Gott? und dann in der Frage: Was ist Gott? Die letztere Fragestellung wird für alle Zeiten bestehen; denn das Unendliche wird nicht umfaßt vom Endlichen.

Denkweise aus der Pastoralpsychologie heraus.

Weiterlesen

Nachtgedanken 64

Leuchturm-NachtDie Lage des Menschen ist die Entfremdung von sich selbst

Marcuse, Horkheimer, Adorno:

Daß er sich in einer „eindimensionalen statischen Identifikation mit dem verwalteten Realitätsprinzip“ befindet. Marcuse will damit sagen, daß der Mensch aus der Identifizierung mit der Fremdbestimmung nicht mehr ausbrechen könne. Die Toleranz, die einmal Errungenschaft der Aufklärung gewesen ist, gestatte dem Menschen nur noch eine Spielwiese „gleichgeschalteter“ Freizeitbetätigungen. „Die erwiesene Toleranz ist trügerisch … ist pervertiert worden.“ Sie ist eine „repressive Toleranz“ geworden, wie Marcuse in seiner „Kritik der reinen Toleranz“ (1966) schreibt.

Wegweiser

Wohin soll ich gehen?

Geh deinen eigenen Weg und versuche nicht den
ausgelatschten Weg der Anderen zu gehen.
Denn wer etwas Besonderes sehen will, wer Erkenntnis
und Weisheit erreichen will, muß auf das blicken
was andere nicht beachten oder sehen wollen

Noch ist es grün

Noch ist es grün Naturgarten

”Es geht geisterhaft zu, jeder Augenblick des Lebens will uns
etwas sagen, aber wir wollen diese Geisterstimme nicht hören.
Wir fürchten uns, wenn wir allein und stille sind, daß uns etwas
in das Ohr geraunt werde, und so hassen wir die Stille und
betäuben uns durch Geselligkeit.”
(Friedrich Nietzsche)

Wenn ich die hiesigen Zeitungen aufschlage, so sind das ganze liebe Jahr hindurch
laufend Veranstaltungen, Feste,  neudeutsch Events und sonstiger Klamauk zu
verzeichnen. Jetzt überall in jedem kleinen Kaff, Kuhdorf kann man ja mangels Kühen nicht mehr so sagen, will jeder Klepperlesverein ein Oktoberfest veranstalten, in Konkurrenz zur Kerwe / Kirchweih. Weinfeste sind auch noch angesagt, Nachtkauf mit Musikrummel. Französiche Woche … usw. Überall soll der Besucher etwas konsumieren, essen und trinken. Wir leben also im wahrsten Sinne in einer Gesellschaft des Spektakels. Gute Methode um die Menschen zu beschäftigen und vom Denken abzuhalten.

Die Blätter fallen schon So langsam hält der Herbst Einzug

”Das Beste ist die tiefe Stille, in der ich gegen die Welt lebe
und wachse und gewinne, was sie mir mit Feuer und Schwert
nicht nehmen können.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

Waldhütte Waldhütte

Aber leider findet man diese Stille immer weniger. Gottseidank sind auf meinen Wanderungen noch weitgehend  ruhige Abschnitte möglich.
Noch ist es grün…, aber die früher erbauliche Ruhe im Garten schwindet leider. So ist es halt, wenn man ringsum neue Nachbarn bekommen hat.

Philosophie der Wachsamkeit

lauschiger Garten Im lauschigen Garten läßt sich gut philosophieren

“Kinder, wenn ihr eine Mandarine schält, dann könnt ihr sie mit Achtsamkeit essen oder ohne Achtsamkeit. Esst ihr eine Mandarine achtsam, so ist euch bewußt, daß ihr eine Mandarine esst: Ihr erfahrt vollkommen ihren lieblichen Duft und ihren süßen Geschmack. Schält ihr die Mandarine, so wisst ihr, daß ihr eine Mandarine schält. Nehmt ihr ein Stück und steckt es in euren Mund, so wisst ihr, daß ihr ein Stück nehmt und es in euren Mund steckt. Empfindet ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack, dann wisst ihr, daß ihr den lieblichen Duft und den süßen Geschmack empfindet. Die Mandarine, die Nandabala mir reichte, hatte neun Teile. Jeden Bissen aß ich ganz bewußt und achtsam, und so erlebte ich, wie kostbar und wundervoll er war. Ich vergaß die Mandarine nicht, und daher wurde sie für mich etwas sehr Wirkliches. Ist die Mandarine wirklich, dann ist der Mensch, der sie isst, auch wirklich. Das bedeutet, eine Mandarine mit Achtsamkeit zu essen.”

[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu.]

Wie meinen

Wie meinen?

Meditation

“Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. „Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Tee trinken das Wichtigste auf der Welt sein.“ Und so weiter.”
[Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu]

Naturgarten Schade! Die Gartenzeit neigt sich dem Ende zu. Der Garten hat sich ja wieder einigermaßen erholt nach der sommerlichen Hitzewelle, das Gras ist wieder schön grün geworden. Den Herbst sieht man nun aber auch schon überall.

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Dachstubenbibliothek

Nun kommt wieder die intensivere Lese- und Schreibzeit.

Leere dein Boot, Suchender

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Leere dein Boot, Suchender, und du wirst geschwinder reisen. (Buddha, Dharmapada). Buddha sagt zum „mittleren Weg“ den er selbst ging: „Es gibt drei Arten, das Leben zu betrachten. Hängen wir der ersten Sichtweise an, dann streben wir im Leben nach Vergnügungen. Wir suchen nach Besitztümern, Ereignissen, Familien und Dauerhaftigkeit.“ „Leben wir nach der zweiten Sichtweise, dann hassen wir das Leben. Wir machen es zum Dämon und wenden uns vollkommen von ihm ab.“ „Menschen die der dritten Sichtweise anhängen, sehen das Leben, wie es ist: ein ständiges WERDEN und VERGEHEN. Dies akzeptieren sie, doch es erregt in ihnen weder Hoffnung noch Verzweiflung.“

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Bedürfnis nach Freiheit

Der Mensch hat ein Bedürfnis nach Freiheit. Der Mensch kann zwar zu allem gebracht werden. auch dazu, daß er die Sklaverei liebt, doch immer nur unter der Bedingung: Er wird störrisch, aggressiv, dumm und ängstlich. Man kann den Menschen nicht versklaven und ihn gleichzeitig heiter, glücklich und unaggressiv machen wollen. Geht man über eine gewisse Schwelle der Unterdrückung hinaus, dann rächt sich der Mensch damit, daß er entweder rebelliert oder ganz destruktiv oder unbrauchbar wird oder daß seine Vitalität langsam abstirbt.
[E.Fromm / Interview Reif 1975 – Sinnerfüllte Wege / Befreites Leben]

Marsella gezogen

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Online-Tarot Kartenlegen – Avalonkarte: Marsella
(in diesem Fall online- dieses Kartenset habe ich aber tatsächlich auch real hier im Bunker – hatte ich irgendwann aus Neugierde mal gekauft)

Diese Karte steht für die Gefühle der Stärke, Kraft und Selbstvertrauen. Sie wissen ganz genau über Ihre Stärken und Schwächen bescheid. Sie wissen und fühlen Ihre Bestimmung. Freuen Sie sich an dem, was sie erreicht haben. Leben Sie essentiell und genießen Sie jeden Tag. Sie haben die Stärke, ihre eigenen Kräfte bis zum höchsten Punkt zu mobilisieren und Sie selbst sind die Quelle dieser Stärke und Kraft. #Beherrschende Wirkung auf: Stechpalme (Keltisch: Tinne).Verbundene keltische Göttin: Sulis – Britisch/Walisische Göttin der Sonne. Farbe: Gelb – Stein: Gold Numerologie: 19

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Karte:

Herausragende Möglichkeiten. Quelle des eigenen Selbst. Glücklichkeit, Verspieltheit, Freude. Kreativität. Liebt das Leben.#Spirituell: Lebenskraft. Transformation. Regeneration.#Emotionell: Höhepunkt. Positiv. Erfüllt von Freude und Wärme. Offenherzig.#Mental: Kreativer Denker. Schnelle Auffassungsgabe. Positiver Denker.#Physisch: Stark, energetisch. Gute Verdauung und guter Gesundheitszustand. Stimuliert sich selbst und andere. Teilt Talente und Ideen. Gute Teamfähigkeit.#Ego: Stark, selbstsicher und vorwärtsgerichtet.#Seele: Expressiv, kreativer Prozess. (Quelle:   http://www.womenweb.de/ )
Hatte ich früher schon mal auf meinem WebLog auf MP-Netz veröffentlicht.

Unterwegs auf Feldwegen

Wege Auf Feldwegen unterwegs

”Gibt es noch jenes ruhige Wohnen des Menschen zwischen Himmel und Erde?
Waltet noch der sinnende Geist über dem Land?
Gibt es noch wurzelkräftige Heimat, in deren Boden der Mensch ständig steht,
d.h. boden – ständig ist?”
Johann Peter Hebel frägt dies schon, Martin Heidegger führt es fort.
Heidegger sagt: “Die Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im Innersten bedroht.”

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 018 Viele Menschen treibt es in das öde und geistlose Getriebe der großen Städte.
Sie sind der alten Heimat und dem heimatlichen Boden entfremdet. Sie sind heimatlos und vor sich selber entfremdet. All das, womit die allgegenwärtigen Medien den Hypermenschen minütlich überfallen, reizen und umtreiben, all dies ist dem heutigen Zappelphilipp viel näher als das eigene Ackerfeld und die umgegebene Natur seines Wohnortes, hier will ich mal nicht von Heimatort sprechen.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 055 Heimatvertriebene auch im Geiste, gibt Natur und Feldwege nicht mehr viel. Sie bevorzugen künstliche, virtuelle Matrixwelten.
Zur geistigen Entwurzelung und zur Nicht-mehr-Wahrnehmung des Feldweggeistes, hat Martin Heidegger in seinem Büchlein “Der Feldweg” 1989 und in seinen Vorträgen / Vorlesungen: “Zur Erörterung der Gelassenheit – Feldweggespräche über das Denken – 1959 – referiert.

Mai 2015 - 10 - Olymp 810 - SoSpZg Wöschbach-Terr-Gart 058 Feldweg – Philosophie

Der Weg zum Glück

Nach Aristoteles heben sich drei bevorzugte Lebensweisen (Möglichkeiten von Lebenswegen) heraus. Der Weg des Genusses, der Weg des Ehrstrebens und die dritte Lebensführung, das Leben der pfeil pln Kontemplation  (*) Das lebt der, der seine Erfüllung im entdeckenden Schauen findet. Ihm sind Entdecken und geistiges Durchschauen dessen, was in Wahrheit ist, reine Freude und höchstes Glück

buecherhaende_160Erkenntnisgewinn ist ein Weg zum Glück

Tagtäglich aber beherrscht der Geschäftsbetrieb die Welt des Handelns und Erwerbs. Auf dieses Leben des Umsatzes von Brauchbarem versteht sich derjenige, für den Reichtum, Geld und Gut, haltbares Glück bedeutet. (Aber diese vierte Lebensweise ist eigentlich ziellos)

Besinnung und Beschaulichkeit Der Sinn des Habens entfremdet alle physischen und geistigen Sinne.

Cicero berichtet von der Inschrift, die Sardanapal auf sein Grabmal einmeißeln ließ: „das besitze ich, was ich gegessen und was meine Begierde bis zur Sättigung ausgeschöpft hat“ – und Aristoteles habe hinzugefügt: „Auf das Grab eines Rindviehs hätte man nichts anderes schreiben können“

(* Kontemplation: Es ist ein Dasein und Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. – die Einübung in das Hier und Jetzt, die alle konfessionellen Rahmen übersteigt – nach meiner Auslegung)

Wege Feldwege

Ich weiß nicht was soll es bedeuten…

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… Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
(1.Strophe vom Loreleylied von
Heinrich Heine, 1823)

Manche Tage ist Melancholie mein Begleiter.

WanderburscheDer einsame Wanderer auf dem Lebensweg nach Nirgendwo

Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
(Christian Morgenstern)

Melancholie die süße Traurigkeit, ein feiner Schleier über der Seele lichtet sich zuweilen und läßt die Gedanken in die Vergangenheit schweben.
Deswegen bin ich auch ein Wolkenträumer.

Wolkenträumer

Deswegen reise ich so gerne mit den Wolken um die Welt. Es eröffnet
immer wieder neue Ausblicke und Einblicke. Vielleicht findet die Seele dann
einmal das verlassene Paradies.

Wolkenträume

In jeder Wolke wohnt ein Traum, deswegen bin ich auch ein
Wolkenträumer.

 

Reflexion am Abend: Was ist Glück überhaupt?

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Für ein glückliches Leben tun wir alles – und schlittern dabei von einem Unglück ins nächste. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition: bislang wußte keiner genau, was Glück eigentlich ist. Selbst die Philosophie, die der Frage seit Tausenden von Jahren nachgeht, hat bis heute nur Antworten voller Widersprüche geben können.
M.P. Seligman stellt in „Der Glücks-Faktor“ fest: Das uralte Bedürfnis, glücklich zu leben, bewegt uns alle. Ist Glück Veranlagung, Zufall? Der Autor geht dieser Frage seit Jahren nach. Sein Fazit: „Wirklich authentisches, lange währendes Lebensglück entsteht durch systematisches Trainieren der eigenen Stärke, der positiven Charaktereigenschaften und Tugenden.“ [75]

Abstrakt

Stefan Klein schreibt in „Die Glücksformel“: „Jedem begegnet das Glück anderswo. Für den einen bedeutet Glück, barfuß im Morgengrauen über eine Wiese zu laufen, für den anderen, sein Baby im Arm zu halten. Sex kann glücklich machen oder ein neues Designerkostüm, eine Bratwurst oder Mozarts Konzert No. 13 für Klavier und Orchester. Oder auch die Abwesenheit von alldem: Ein Zen-Mönch findet Seligkeit, wenn er sich in die Leere versenkt.“ [76]

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Kein Wunder ist Glück so schlecht zu fassen und zu beschreiben, weil im Grunde genommen jeder was anderes darunter versteht.
Natürlich sind schon viele Bücher über dieses Thema geschrieben worden. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Wem nutzen all die schönen Worte, wenn man immer nur liest, wie es sein könnte, wie es sein müßte und, was erstrebenswert wäre, wir aber gleichzeitig niemals darüber aufgeklärt werden, was uns eigentlich am Glücklichsein hindert.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“

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Weiterlesen

Verzichten kann auch eine Tugend sein

Weniger ist mehr

Weniger kann mehr!

”Haben Sie auch zu viele Termine, zu viele Handys, zu viel zu tun, zu wenig Zeit für Freunde, zu wenig Zeit für innere Ruhe? Ulfilas Meyer zeigt anhand neun einfacher Grundsätze, wie man die verloren geglaubte innere Freiheit wiedererlangt.”

Leben wie im Kloster Man muß sich deswegen nicht kasteien oder ärmlich wie im Kloster leben…

Übrigens besuche ich Klöster und Kirchen liebend gerne, allein die Atmosphäre hat es mir angetan. Immer wieder gerne besuche ich z.B. das Kloster Alpirsbach im Schwarzwald oder das Kloster Maulbronn.

September Maulbronn Gem 2010 045Kloster Maulbronn im September 2010
mit meiner alten Panasonic DMC-FS30
aufgenommen.

Kloster Maulbronn

Kloster Maulbronn

Tatsächlich könnte jeder sein Leben einfacher einrichten und damit ein Zeichen setzen, das auch die zum Nachdenken bringt, die gedanken- und kritiklos auf den eingetretenen Pfaden der Kosumgesellschaft weitertrotten. Immer noch scheinen die meisten in Kategorien von gestern zu denken, in denen alles auf Aufwand, auf „immer mehr und immer besser und immer schneller“ ausgerichtet ist. Weder weltweit noch in unserer eigenen wirtschaftlichen Umgebung werden wir aufgrund der sinkenden Wachstumsraten diesen Lebensstandard und vor allem diesen Lebensstil weiter einhalten können. Dafür sorgen schon die „Abzocker“ der Nation, die Politiker und die Globalisierung der Wirtschaft. Immer mehr Menschen werden ohnehin mit immer weniger zufrieden sein müssen, und deswegen ist Einfachheit eine Tugend, die sich für die Zukunft von selbst versteht.

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Literatur:
Krüger Tarr, Irmtraud – Vom leichten Glück der einfachen Dinge – Herder Verl. Freiburg,  1998
Thoreau, Henry D. – Walden  Diogenes Verl. Zürich,  1971

Einfachheit
Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten Zeit groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen.

Bücher- und Lesezyklus

Bücher- und Lesezyklus Bücher- und Lesezyklus 1

Leider hat sich an der Kamera etwas verstellt, die Bilder sind nicht so optimal belichtet.
Buch: Drachensturm —>

Der Drache ist erwacht
Ist der Aufstieg Chinas Deutschlands Abstieg?

China verschärft seinen Großangriff auf die Weltmärkte. Und Deutschland ist neben den USA das zweite Top-Ziel dieses aufbrausenden »Drachensturms«. Den Titel »Exportweltmeister« mussten wir bereits abgeben. Neue Champions wie der Telekomausrüster Huawei und der Kühlschrankhersteller Haier führen bereits erfolgreich vor, wie man tief in westliche Märkte eindringen kann, selbst gegen politischen Widerstand und etablierte europäische oder amerikanische Konkurrenz. Jetzt folgt im Windschatten dieser Expansionspioniere das eigentliche industrielle Invasionsheer.
Die hungrigen Aufsteiger werden alle uns bekannten Märkte auf den Kopf stellen. Sie treiben selbst Tech-Ikonen wie Apple und Samsung vor sich her. Auch die Premiumhersteller der Autobranche müssen sich warm anziehen. An der Spitze der Armada marschieren Firmen wie der neue PC-Weltmarktführer Lenovo, der Smartphone-Shootingstar Xiaomi und der Internetkonzern Alibaba, der als führender Online-Händler der Welt im Herbst 2014 in New York den größten Börsengang der Geschichte feierte. (Buchdeckeltext – Bezug Kopp-Verlag)

Um diesen Themenkomplex zu vertiefen, habe ich extra noch von Hans-Werner Sinn das Buch “Die Basar-Ökonomie” aus dem Jahre 2009 nachgeordert.
Durch die unsinnige und blödsinnige Rußlandsanktionspolitik, hat die Stümpergarde unter BK Merkel, dem Land Absurdistan Germanistan im wahrsten Sinne des Wortes einen Bärendienst beschert. Diese blödsinnige Vasallenpolitik wird mittelfristig Deutschland gehörig abhängen. Siehe auch Paul Kennedy In Vorbereitung auf das 21. Jahrhundert. S. Fischer, Frankfurt 1993;

Bücher- und Lesezyklus

Mein immerwährendes Schwerpunktthema Naturheilkunde, Volksheilkunde, Kräutermedizin (Phytotherapie) u.a.

Bücher- und Lesezyklus 3 Globalisierung – durch die aktuelle Entwicklung wieder im Fokus –

STOP TTIP und CETA

Bücher- und LesezyklusDementsprechend überladen geht es bei mir dadurch des Öfteren zu.

Bücher- und Lesezyklus Platzprobleme habe ich auch wieder

Bücher- und Lesezykluswird Zeit, daß meine Zusatzräume im Renovierungsstau fertig werden. 🙁

Gedankensplitter 1

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Das Glück der Eliten sind die Sklaven der Nation

Es wird immer klarer, daß in diesem Land offensichtlich
kleine Gruppen sich selbstbedienen können und dies
auch noch in einer unverschämten Weise bei den “Sklaven” der Nation. Das Glück dieser “Elite” ist es,
daß der “Kleine” aber leider heute dies und morgen das
wählt, ohne zu beachten, daß beide ihm (die Ober- und die Hintertanen) an den Kragen
gehen.
Und so können sie weitermachen wie schon immer ohne
Gefahr zu laufen, vom Volk abgestraft zu werden.

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Nachtgedanken 51

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Wir alle werden mehr und mehr zu außengeleiteten Menschen. Die normierten Leitwerte der Umwelt bestimmen fast ausschließlich unser Denken und Handeln. Unsere Vorstellung von Glück kann sich zwangsläufig nur noch darin erschöpfen, den Mitmenschen zu zeigen, was wir alles erreichen und konsumieren können. Unseren Stolz verdanken wir dem Neid der anderen.

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Und wenn ich dann noch so verfolge, wie einseitig bei den Meisten das Weltbild ist ….. zum GRAUSEN HaarezuBerge keine Ahnung aber überall mitschwetzen wollen
so in den einschlägigen Foren z.B. zum Euro, EU-Diktatur, Ukraine etc.
ein gutes Informationsmedium ist Deutsche Wirtschafts-Nachrichten
Denn in den Systemmedien werden wir angemichelt nach Strich und Faden 🙁

siehe Gekaufte Journalisten

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