Die Banalität der Einfachheit

Blick auf Wössingen

Da ich länger am Computer gearbeitet hatte, bin ich nach dem Abendessen noch auf eine 2 stündige Laufrunde
aufgebrochen. Das Wetter hatte sich zusehends gebessert (obwohl es wieder viel zu wenig geregnet hat – es ist immer noch zu trocken) Es war aber erbauend, am Steinbruchrand entlang, sangen so schön ein paar Amseln.
Einfach immer wieder herrlich in der Landschaft umher zu wandern.
Wössinger Gänsäckerweg

Schon lange auch einer meiner Lieblingswege
Blick auf das Wössinger Unterdorf
Blick auf die ev. Wössinger Kirche
Blick auf Wössinger Gewerbegebiet
Wössinger Landschaft am Abend
Jedenfalls hat mir dieser Abendrundgang wieder sehr gut getan. Mit allen Sinnen genießen. Vögelgesang lauschen, die gute, würzige Luft genießen, das beruhigende Grün der Feldlandschaft auf sich wirken lassen.
Es bewahrheitet sich immer wieder: Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst.

Lustbarkeit: Reise-Rummel

Autobahn_155

Reisen ist des deutschen Michels Lust.
Aber hat das Wort in seinem ursprünglichen Sinne noch Gültigkeit? Müßte man nicht richtiger von Ortswechsel, Heimflucht, Protzentum, Angeberei oder Imponiergehabe sprechen? Goethe hat von seiner Italienfahrt eine Bereicherung seines Geistes und eine Reifung seiner Persönlichkeit mitgebracht. Was wir Heutigen aus Sizilien mit nach Hause bringen, sind Abstumpfung, kitschige Souvenirs und eine Menge miserabler Diapositive oder neuerdings Speicherkarten voll von digitalen Bildern. Daß es freilich auch zu Goethes Zeiten hohlköpfige Reisende gegeben hat, beweist ein Aphorismus des ostpreußischen Schriftstellers und Theologen Gottlieb von Hippel aus eben jenen Jahrzehnten: „Zu den meisten Reisenden könnte man sagen: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in sein Vaterland!“ An solchen Gestalten wird es wohl niemals fehlen. Heute treten die Handtuch – Teutonen überall auf und fallen gewöhnlich peinlich auf. Es ist nur, daß ihre Zahl mit dem riesenhaften modernen „Reise-Service“ von heute ins Ungemessene gestiegen ist, so daß sie mit den gegebenen Möglichkeiten und gesteigerten Ansprüchen dem fliegenden Jahrmarkt geradezu künstlich in die Arme getrieben werden. 🙁

affentierportale155_155

Ein Badestrand. Sonne. Ein Wurf halbnackter bis ganz nackter Menschen, dicht gedrängt wie Rettiche im Frühbeet. Viel Sand. Noch mehr Wasser. Farbige Tupfen von Bademänteln, Bikinis und Sonnenschirmen. Irgendwo ein Musikpavillon, der Krach macht. … die Musik plärrt den lieben langen Tag.
Die Stenze und Gockel flanieren vor den gackerten Hühner auf und ab. 😆
Abends in den Tavernen wird sich der Rotwein hinter die Binde gekippt und die gleiche Narzißten-Schau geht ab.

w2dblogroll
Ob es sich um Bilder aus Korsika oder Miami handelt: – Strand! Um einen Reiseprospekt für Irland oder Spanien: – Strand! Strand! Strand!
Man könnte sie gegeneinander auswechseln, diese menschendurchwimmelten Strände aller Zonen, ohne daß man es merkte. Und doch sind sie in ihrer tödlichen Einförmigkeit für den modernen Urlauber der siebente Himmel, ohne den auch die herrlichste Reise schal und ohne Mittelpunkt bliebe. Sie sind gleichartig wie Hühnereier und ohne jegliche Eigenart wie die jeweilige Mode.
Das sind dann auch die beliebten Gesprächsthemen. Nun, Frau Meier! Wohin geht es denn dieses Jahr…Urlaub, mein Haus, mein Garten und mein Auto…  🙁
Die wirkliche Realität geht an all diesen Menschen vorbei. Sie leben in ihrer eigentümlichen Matrix. Wunnebar Alles Wunnebar!

Wasser, Sand und Sonne – nichts als beschönigende Kulissen für jenen Selbstzweck, der auch hier der eigentliche Lebensinhalt ist, ohne daß er je beim richtigen Namen genannt wird: den Rummel und die Banalität! Die große Schau des Modischen, den Laufsteg des Sexuellen, die Narzißten-Schau, die nächtliche Parade des Allzumenschlichen.

balloon_160

Die Erkenntnisse der Woche

augustbunkerii2010002

Es gibt zu viele Spatzenhirne mit Löwenmaul

banneroskarsaergernis_595
Allgegenwärtige Degeneration der Werte und des Geistes

WeisheitEule

Der moderne Mensch und seine Zukunft:
Dieses Buch Erich Fromms ist ein ehrgeiziges Unterfangen: Es will die seelische und geistige Erkrankung der gegenwärtigen Gesellschaftstruktur auf den Begriff bringen. Fromm ist sich wohl bewußt, daß es schwierig ist, von einer „Menschheitsneurose“ zu sprechen. Beim einzelnen Neurotiker hat man als Kontrast die Gruppe der angeblich normalen Menschen, die unauffällig funktionieren und keine manifesten Symptome aufweisen.

Fromm verweist auf die hohe Zahl der Morde, Selbstmorde und Alkoholiker in den Kulturländern, um daraus die Schlußfolgerung abzuleiten, daß es um die sogenannte „Normalität des Kulturmenschen“ schlecht bestellt sei. Wo aber Millionen Menschen an seelischen Ausfallserscheinungen leiden, ist es vielleicht besser, von „Defekt“ anstatt Neurose zu sprechen.

balloon_160

Wir stehen offenbar vor der Tatsache, daß der Zivilisationsprozeß den Menschen nicht zur seelisch-geistigen Reife führt, sondern aus ihm nur eine Karikatur dessen macht, was er von seinem Wesen her sein könnte.

Nur mal so erwähnt

Computerfrust-smielyschüttel

das sowohl der Computer so wie gewisse Software Ärger macht
Mein “geliebter Feuerfuchs” schwächelt total, nichts geht mehr mit ihm.
Softwareinterne Reparatur bringt mich nicht weiter. Will mal das nächste Update abwarten, wenn das nichts bringt werde ich ihn wohl neu aufsetzen müssen.
Da ich den MS-Iexplorer sowieso auf dem Computer habe (manchmal braucht man ihn) habe ich den soweit flott gemacht – für die wichtigsten Angelegenheiten von mir – nur den halte ich nicht lange aus. War schon von Anbeginn so und die MSler haben ihn nie ebenbürtig an Mozilla/Feuerfuchs hinbekommen. Deswegen habe ich mir mal wieder den Opera Browser geladen bzw. installiert.

asiator_160
Nun sind die für mich beschaulichen Festtage wieder herum und 2015 bald Vergangenheit. Auch Silvester verläuft bei uns beschaulich.

Dezember 2015 - Olymp 810 - Weihnachten   GM SpZg 021 Wöschbach schon gegen Abend

Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir von Wössingen nach Wöschbach und zurück gewandert, gleichzeitig noch kurz jemand besucht.

Blick von Wöschbach in die Rheinebene Blick von Wöschbach in die Karlsruher Rheinebene – wie fast immer diesig dort –

Dezember 2015 - Olymp 810 - Weihnachten   GM SpZg 028 Jöhlingen bei der Binsheimer-Siedlung

Dezember 2015 - Olymp 810 - Weihnachten   GM SpZg 030 Blick auf den hinteren Teil der Bauernsiedlung Jöhlingen-Binsheim
Irgendwie war an den Tagen das Objektiv der Kamera immer so beschlagen.

Inhaltsleere Gesellschaften

“Aber freilich… diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem
Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen
vorzieht …; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die
Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße,
als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste
Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.“

(Feuerbach : Das Wesen des Christentums, Vorrede zur zweiten Auflage)

affekk_155Diese inhaltsleeren Menschen sind tagein tagaus  übers ganze Jahr zu beobachten.
Jetzt zur Weihnachtszeit, haben viele Menschen nichts anderes mehr im Kopf, als sämtliche Weihnachtsmärkte der Region abzugrasen. Da beschweren sie sich und stöhnen herum, der Streß, der Zeitdruck mit ihren Geschenken, da wird ein Kult um Alles betrieben, nur der eigentliche Sinn hinter Weihnachten ist total verloren gegangen. Übrig blieb eine Kauf- und Freßorgie an Weihnachten.
Wir leben in hochgradig narzißtischen, kranken Gesellschaften, in der das hohle Spektakel im Vordergrund steht.

“Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.”
wußte schon Guy Debord in “Die Gesellschaft des Spektakels zu berichten.

Bin ich froh… wenn …

zahnarzt-rambo

Diese dauernden Zahnarztgeschichten mal endlich vorbei sind.
Am nächsten Dienstag kommen die letzten eigenen Zähne noch raus 3 Stück)  ~grusel ~
und die Woche drauf wird dann meine Vollprothese (Opa-Gebiß) eingerammt äh angepaßt natürlich.
Zu allem Überfluß ist es mir auch noch so unterschwellig grippig. Jetzt hat es mich gefröstelt – habe im Bunker den Kaminofen gefüttert damit er mich aufwärmt.

Novembertag im Oktober

Nebeltag

Am Sonntag in den Obergrombacher Weinbergen

Naß und neblig wie im November. Nicht ausgesprochen kalt, aber trotzdem unangenehm, weil dabei noch Nieselregen. Trotzdem hat das Laufen gut getan. Danach hat der Kaffee doppelt gut geschmeckt. 🙂

Nebel im Oktober

November im Oktober

Nebel

Du, trüber Nebel, hüllest mir
Das Tal mit seinem Fluß,
Den Berg mit seinem Waldrevier
Und jeden Sonnengruß,
Nimm fort in deine graue Nacht
Die Erde weit und breit!
Nimm fort, was mich so traurig macht,
Auch die Vergangenheit!
(Nikolaus Lenau 1831)

Bis zum Zerbersten angespannt

August 2012 - 10-13 Olymp 810 GemBüBu 020
Wann platzt er?

Heute bin ich extrem angespannt und laufe nicht richtig rund. 🙁
Es herrscht belastendes „Kreislaufwetter“, wo es einem vermeintlich
die Luft abstellt. 🙁
Jetzt noch immer (um 0:30 h) 25° C + steigende Luftfeuchtigkeit,
sinkender Luftdruck, zunehmender Wind und in der Ferne (Rheinebene +
Schwarzwald) zunehmende Blitze und Donnergrummeln. Bei solch einer
elektrisch aufgeladener Wetterlage bin ich eh immer nervös und angespannt.

Thermometer
Unten im Dorf zeigte um 17 Uhr das Thermometer noch 35° C an. Bei uns
hier oben waren es auch noch 32° C. Nee, nee, das ist mir zu viel, was mal
über 30° C geht ist von Übel. Am Wochenende soll es ja noch heißer werden, bis zu 37° C sind für unseren Raum angesagt.
Zum Laufen bzw. wandern komme ich bei solchem Wetter auch nicht so.
Da bleibe ich bei der Bullenhitze doch lieber in meinem kühlen Bunker. Da
ist man ja schon vom Nichtstun ALLE !! 🙁

August 2012 - 10-13 Olymp 810 GemBüBu 025

Der Hochsommer meinte es sehr gut mit uns. An vielen Anzeichen
In Feld und Flur sieht man jedoch die ersten Erschöpfungszeichen.
Leider auch am abnehmenden Tageslicht zu merken. Der Sonnen-
untergang ist nun schon wieder spürbar vorverlegt. (bei uns
Sonnenuntergang für heute um 20:38 Uhr – Aufgang um 6:17 Uhr)

Das wird wieder eine gräßlich lange Nacht

Mahlzeit

Vor lauter verstopfter Nase (Nasennebenhöhlenentzündung >Sinusitis<) seit nunmehr drei Wochen, ist auch diese Nacht kaum an wohligen Schlaf zu denken. Bei behinderter Nasenatmung macht vieles Schwierigkeiten. So drastisch und schwer hatte ich eine Sinusitis schon sehr lange nicht mehr. Bislang half auch noch kein Medikament richtig. Nun gut! Mir ist klar, die Erfahrung lehrt es, mit Naturheilmitteln behandelt braucht man Geduld. Nun habe ich mir auch noch eine Nasendusche zugelegt, die mir im Moment jedoch überhaupt nichts bringt, weil einfach nichts durchgeht, so verstopft sind nun beide Nasennebenhöhlen. Die einzige Methode die etwas Entlastung schafft, ist frische Luft. Vor lauter Elend habe ich am helllichten Montagmorgen schon um 6 Uhr angefangen Holz zu hacken. Es ist einfach der Wurm drin. Auch dieses Jahr scheint mir eher ein Krisenjahr zu sein. Auch Gemahlin hat dauernd neue Baustellen und zu kämpfen. Ein Trost ist ja das bisherige Wetter. Ein Super-Oktober, jetzt auch ein sehr erträglicher November.

November 2011 Gemischt Bunker 002

Zur Zeit bleibt auch allzuviel liegen. Im Kopf existiert genug, nur es mangelt aus vielerlei Gründen an der Umsetzung. Deswegen mal wieder
besonders ausgeprägte Oskarsche Unordnung bzw. „Papierstau“ allerorten.

November 2011 Gemischt Bunker 028

Bange Frage im Hinterkopf: Wird dies zunehmend zum Normalzustand?

 „O wie ist es kalt geworden
Und so traurig, öd und leer.
Rauhe Winde wehn von Norden,
Und die Sonne scheint nicht mehr.“
(1.Vers von deutschem Volkslied)

 Es ist sternenklar draußen, aber der Jahreszeit entsprechend kalt mit nunmehr nur noch 2,5 ° C um 03:15 Uhr. Gestern war es tagsüber in der Sonne sowas von angenehm warm.