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Archiv der Kategorie Melancholie
Am Sonntag leider etwas schwermütig
27.4.2010 von Oskar Unke.

Am Sonntag hatte mich eine melancholische, wehmütige Grundstimmung in Beschlag genommen.

Himmel über Wössingen
Liebend gerne würde ich an solchen Tagen zu den Wolken aufsteigen und mit ihnen in die weite Welt ziehen. Aber solche Stimmungen halten nicht ewig bei mir an. Die fröhliche, positive Grundstimmung setzt sich bislang immer schnell wieder durch.
Freu Dich über jede Stunde
die Du bist auf dieser Welt.
Freue Dich an jedem Morgen,
daß ein neuer Tag beginnt
den Du erleben darfst.

Apfelbaumblüte an unserer Terrasse
Trotz Schmerzen und noch nicht ausgestandener Rückenmalesche (Malaise) war ich heute überwiegend wieder guter Dinge. Denn wer noch staunen kann, wird auf Schritt und Tritt beschenkt. Inmitten einer aufblühenden Natur mit staunenden Augen und offenem Herzen durch die Welt gehen, ist die beste Medizin gegen Trübsal und Verdruß. ![]()
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In jeder Wolke wohnt ein Traum
3.4.2010 von Oskar Unke.

In jeder Wolke wohnt ein Traum, deswegen bin ich auch ein
Wolkenträumer.

Walzbachtal-Wössingen
Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.
(Christian Morgenstern)
Deswegen reise ich so gerne mit den Wolken um die Welt. Es eröffnet
immer wieder neue Ausblicke und Einblicke. Vielleicht findet die Seele dann
einmal das verlassene Paradies.
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Sehnsucht und Nostalgie
18.10.2009 von Oskar Unke.

Neueren Studien zufolge stärken nostalgische Erinnerungen Psyche und Wohlbefinden.
“Die Vergangenheit ist die
Vorratskammer der Zukunft”
(Redensart)

Der Tag geht zu Ende
Den Grundstein für das moderne Verständnis von Nostalgie legte der amerikanische Soziologe Fred Davis. Er fand heraus, daß Menschen damit Worte wie “warmherzig”, “gute alte Zeit” und “Kindheit” verbinden.

Nostalgie stärkt nicht nur das Wohlbefinden, sondern wirkt auch präventiv - wie ein Schutzmantel, der verhindert, daß düstere Gedanken unsere Stimmung trüben. sagt Prof. Kasius

Deswegen mag ich auch solche alte Bilder und Motive.
Übrigens ist im neuen Gehirn & Geist (Magazin für Psychologie und Hirnforschung) Heft 11/09 - ein guter Artikel zu diesem Themenkomplex: Nostalgie - Die heilsame Sehnsucht nach gestern, S. 14 -
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Herbstgedanken
25.9.2009 von Oskar Unke.

Herbst in Oskars Märchengarten
Herbst
Wenn ich an einem schönen Tag
Der Mittagsstunde habe acht,
Und lehne unter meinem Baum
So mitten in der Trauben Pracht:
Wenn die Zeitlose übers Tal
Den amethistnen Teppich webt,
Auf dem der letzte Schmetterling
So schillernd wie der frühste bebt:
Dann denk’ ich wenig drüber nach,
Wie’s nun verkümmert Tag für Tag,
Und kann mit halbverschlossnem Blick
Vom Lenze träumen und von Glück.
Du mit dem frischgefallnen Schnee,
Du tust mir in den Augen weh!
Willst uns den Winter schon bereiten:
Von Schlucht zu Schlucht sieht man ihn gleiten,
Und bald, bald wälzt er sich herab
Von dir, o Säntis! ödes Grab!
[Droste-Hülshoff: Gedichte - Die Ausgabe von 1844 -. Droste-Hülshoff SW Bd. 1, S. 77-78)]
Manchmal macht es mich ein wenig traurig, wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt. Besonders wenn ich dann sehe, wie sich die Schwalben sammeln und bald nicht mehr dasein werden. (Nach dem Motto: Ich schau den kleinen Schwalben nach und fange an zu träumen…) Natürlich verlassen uns auch andere Singvögel in Richtung Süden. Oft denke ich dann, hoffentlich kommen sie im nächsten Frühjahr alle wieder wohlbehalten zurück. Vorm Herbst an sich ist mir nicht bange, jede Jahreszeit hat ihre Reize. Wird mir der Oktober zu neblig, der November zu grau und trist, der Dezember zu dunkel und naßkalt, geben sie mir keine Gelegenheit in das blau-weiße Himmelszelt zu träumen, dann schaue ich halt einwärts. Betrachte meine Bilder und schwupps kann ich mit meinen Visionen und Gedanken, auf einen imaginären Matrixstrahl in die weite Welt enteilen. Am schlimmsten sind ja eigentlich nur die zwei dunklen und meistens tristen Monate November und Dezember. Im Januar nehmen die Tage schon wieder zu, oft scheint schon die Sonne und lacht ein blauer Himmel. Wie oft waren schon bei uns der Januar und Februar recht mild und freundlich. Träumen läßt es sich in jeder Jahreszeit

Bilderimpressionen in Oskars Bunkerwelt
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Zeitlos oder ein Loch ist im Eimer
23.9.2009 von Oskar Unke.

Manchmal komme ich mir sehr zeitlos vor. Es dünkt mir häufig, dem fatalen Irrtum der Zeitlosigkeit verfallen zu sein. Als wenn ich in allen Ewigkeiten in dieser Welt weilen würde. So zeitlos gehe ich jedenfalls dann mit der Zeit um. Manchen Menschen würden dazu vielleicht sagen, Oskar du verplemperst deine Zeit. Komischerweise fühle ich mich meistens auch viel jünger, als ich nun mal tatsächlich bin.

Zeitlose Ewigkeiten
“… ich habe mich nie wirklich erinnert; niemand hat es je getan. Was für ein Selbstbetrug. All das Erinnern ist nichts weiter, als die Arbeit eines kleinen Teils unseres Geistes, der zufällige Gedanken und Gefühle mit verstreuten, beliebigen Brocken aus der Vergangenheit vermengt. Wir haben uns niemals tief genug erinnert. Wir sind nie wirklich zurückgegangen in der Zeit. Wir haben die Wurzeln unserer selbst nie mit ganzen Geist wahrgenommen.” denkt der ältere Eliot in “Die Lüge der Erinnerung” [1]
Habe auch ich, die Seele der Zeit nicht richtig erfaßt, obwohl ich mich nun schon so lange, mit der Philosophie der Zeit befasse?
“In uns ist eine Weisheit, für deren Wissen und Wollen wir aber blind sind, weil wir hilflos im Strom der Zeit treiben, immer weiter weg vom Ursprung.” [2]
In letzter Zeit, wenn meine Tagtraumgedanken an ein emotionales, unterschwelliges Erinnern andocken, ausgelöst so wie heute, durch ein brummendes Dahinziehen eines einmotorigen Sportflugzeuges, kommt dieses melancholisches Gefühl in mir hoch. Es erinnert mich immer an meine Kindheits- und Jugendzeit in Obrigheim am Neckarstrand. Da ich schon immer ein Wolkenträumer war, lag ich dort oft bei blauweißen Sommerhimmel in den Neckarwiesen und träumte den weißen Wolken nach. Vielleicht rührt daher auch meine Vorliebe her, für tiefblaue Farben (eben himmelsblau). Auch heute noch, träume ich sehr gerne mich in den Wokenhimmel ein.

Walzbachtal-Wössingen: Ganz so schön blau war der Himmel zwar heute nicht…
[1+2] Jacob Needleman: Die Seele der Zeit, 1998, S. 25 + 29
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Als ich diese Bilder betrachtete, dachte ich so bei mir…
9.5.2009 von Oskar Unke.

Oskar! Jetzt wirste alt. Großvater biste ja eh schon…
Die Jahre des Lebens haben ihre Spuren hinterlassen.
Ehrlich gesagt, tue ich mich mit dem Gedanken auch schwer, nun auf die 60 zu zumarschieren. Manche Tage will es mir auch nicht so richtig in den Kopf. Denn eigentlich fühle ich mich geistig gesehen, auch noch nicht so alt.

Oskar mit Enkelin Lena

Auf unserer Terrasse 05/09
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In den 80er ein Lieblingslied von mir
9.5.2009 von Oskar Unke.
Kim Carnes - Bette Davis Eyes

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Wenn ich traurig bin
9.5.2009 von Oskar Unke.
You Tube Link herausgenommen wegen Störung. Lied neu eingebunden im August 09
Wenn ich traurig bin höre ich gerne Radio. Das bringt mich auf andere Gedanken.
Aktuell obiges Lied auf Radio Regenbogen (Nur wir sind von hier)

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