Vielfältige Sommertage

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Ausgelastet mit vielfältigen Unternehmungen im schwedischen Sommer.

Einkaufen, Wandern, eine schöne Überlandfahrt unternommen, Rasen gemäht, Schreibarbeiten erledigt. Buchhaltung fortgeführt, im Haus verschiedene Arbeiten durchgeführt und so weiter.

Kann mich immer wieder aufs Neue an der Natur begeistern und erfreuen.

Eine Pferdeschönheit besucht. Die Dame war ein wenig betrübt, weil keine Gesellschaft vorhanden.

Schönes Sommerwetter und erfreuliche Wanderwege.

Wie ich die diese Weite und diese Freiheit genieße.

Baumwegweiser.

Auf unserem Hausberg hier im Weiler.

Von diesem Hausberg aus kann man weiter in die Landschaft schauen.

 

Diesmal ist kein zweites Deutschland da

Scorpions Wind of Change
Das war in turbulenter Zeit die Freiheitshymne.
Nur diesmal gibt es kein Sehnsuchtsland auf der anderen Seite der Mauer, es sei denn man wandert aus wie ich es mit meiner Familie getan habe. Für uns war Schweden das Traumland um Absurdistan Germanistan zu entfliehen.
Je weiter die Zeit voranschreitet (bin nun schon im fünften Monat hier), um so mehr werden wir bestätigt, das Richtige getan zu haben.

Wanderung und Faulenzeritis

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Felslandschaft.

Am Mittwoch war ich mal wieder 3 Stunden auf Wanderschaft. Trotz 31° C habe ich mich wacker gehalten. Allerdings muß ich zukünftig wieder eine Kappe aufziehen, sonst Gefahr von Sonnenbrand. Anschließend wieder ausgiebig relaxt und die Stuhlreise ums Haus angetreten, d.h. über zwei Stunden gefaulenzt. Bei dem Vogelkonzert kann ich lange andächtig sitzen bleiben.

Auf jeden Fall war ich wieder auf Entdeckungsreise. Einen neuen Weg erkundet und da auch wieder mitten im Wald einen kleinen Weiler entdeckt.

Genieße einfach die Landschaft und das sommerliche Wetter. Allerdings wäre Regen mal wieder dringend nötig. Man merkt es an den Bächen und kleinen Flüssen, sie führen weniger Wasser wie im Frühjahr.

 

Dem Müßiggang gefrönt

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Nachsinnen auf einen schönen Sonntag und einen verbummelten Montag.

Hier sitze ich nun und treibe nichts,
träume nur in bunten Welten,
denke an vergangene Zeiten
und an das kommende Nichts.

Habe sehr viel über vergangene Zeiten nachgedacht. Wohl manchmal normal in meinem Alter? Diese Gedanken kamen mir, weil ich so sehr froh bin, hier auf diesem Flecken Erde gelandet zu sein. Dachte so an die Zeiten in D. meine Wanderungen, die Landschaften in D. die mir gefallen haben. Dass ich den Eindruck habe, hier schon viel länger zu sein und im Grunde nichts aus der Vergangenheit vermisse.
Es war sowohl der Sonntag wettermäßig ein wunderschöner Sommertag. Der Montag war auch sehr angenehm und hatte mich verführt, lange hinter unserem Haus in der Sonne zu sitzen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Nichts Bestimmtes denken, einfach den Gedankenstrom ziehen lassen.

Auch die Augen haben ihr tägliches Brot:
den Himmel.
(Ralph Waldo Emerson)

Den blau-weißen Himmel betrachten, den Wolken nachsinnen, das ist einfach eine Lieblingsbeschäftigung von mir. Bin ein Himmel- und Wolkengucker. 😆

Nachklang vom Sonntag.

Der Weise, welcher sitzt und denkt
Und tief sich in sich selbst versenkt,
Um in der Seele Dämmerschein
Sich an der Wahrheit zu erfreun, …
Hat keine Uhr und keine Eile
Und äußerst selten Langeweile..
(Auszug Wilhelm Busch)

 

Wunderschöner Sommer Sonntag

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Ein schöner Ausblick an einem wunderschönen Sonntag. (Am Rottnen – Hovmantorp)

Typisches Schwedenhaus – am Rottnenufer. Ich liebe diese Häuser.

Ein weiterer Bootshafen.

Uferidylle am Rottnen.

Am Rottnensee.

Blick auf eine Insel im Rottnen.

Hier wird in Ufernähe neu gebaut. (Hovmantorp)

Dieser Sommersonntagstag war einfach himmlisch.

Am Rottnen Ufer.

Volle Fahrt voraus.

Wellengang.

Der Zug nach Lessebo – Kalmar hält gerade am Bahnhof von Hovmantorp der gleich am See liegt. Der Zug ist sehr bunt gestaltet.

Danach Seespaziergang

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Nachdem ich mein Bücherpaket geholt hatte, das Wetter aber sowas von super war (strahlend blauer Himmel und 31° C) wollte ich nicht gleich heimfahren, sondern unternahm einen ausgiebigen Seespaziergang. Diesmal an Stellen, wo ich noch nicht war. Der See Rottnen in Hovmantorp ist aber auch sehr groß, mit zahlreichen Inseln. Diese Aufnahme war meine berührende Begegnung mit diesen Enten.

Wer läuft da, wer ist es, noch nie hier gesehen!?!

Meine Verneigung Oskar Unke! Du bist also dieser neue Germanenrebell den es nach Schweden verschlagen hat. 😆

Wünsche noch einen schönen Sonntag und auf baldiges Wiedersehen. 🙂

Am Seeufer vom Rottnen.

Uferseeidylle am Hovmantorper Rottnen.

Seeidylle – Konnte mich einfach nicht satt sehen. War ein wunderschöner Sommertag mit 31° C und leichte Windbrise.

Blick auf einer der Yacht / Boothäfen.

Vielfältige Uferbeschaffenheit / Zonen.

Uferwege.

Blick nach Hovmantorp.

Uferzone am Rottnen in Hovmantorp.

 

Glückliche Menschen sind Realisten

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Die menschliche Sehnsucht nach Glück.

Der Realismus glücklicher Menschen zeigt sich darin, daß sie es besser als andere Menschen verstehen, sich ein Portfolio aus kurzfristigen und langfristigen Interessen, Wünschen und Lebenszielen und nicht zuletzt erfüllende Steckenpferde (Hobbys) zusammenzustellen bzw. zuzulegen.  Sie mischen die kleinen Glückspender des Alltags – Kunst, Musik, Wandern, in der Natur sich aufhalten, Geselligkeit, leibliche Genüsse etc. – mit eher langfristigen Zielen. So geben Sie einerseits ihrer Existenz einen übergeordneten Sinn und entgehen so der Schalheit und Freudschen „Lauheit“ eines augenblicksabhängigen, nurgenußorientierten Lebens. Und sie vermeiden andererseits die Frustration, sich für ein vielleicht nie erreichbares Ziel „aufgespart“ und dabei vergessen zu haben, im Hier und Jetzt zu leben.

Lebenssinn auf dem Weg zur Erkenntnis des wahren Glücks.

Schließlich zeichnen sich glückliche Menschen durch eine Reihe von Eigenschaften und Verhaltensweisen aus, die sie teils eigenen Einsichten und Anstrengungen verdanken, teils aber auch einigen einem gütigen Schicksal in Gestalt von „glücklichen Genen“: Extraversion, aber auch Introversion ist hilfreich, Optimismus sowie ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl erhöhen eindeutig die Chancen, das Leben in glückliche Bahnen zu lenken.

Gesundes Ur- und Selbstvertrauen ist hilfreich.

Du bist, was Du denkst.

Das Glück zu finden, die eigene Glücksformel zu erarbeiten, setzt eine gewisse Veränderungsmotivation und Selbsterforschung voraus.

Was macht mich überhaupt glücklich?
Wie bin ich glücklich?
Wann will ich zum Augenblick sagen: „Verweile doch, Du bist so schön“!

Lerne, den Augenblick zu genießen! Wir leben häufig so, als ob die Gegenwart nur das Mittel für die Zukunft sei, oder, wie Blaise Pascal schrieb: „Wir leben nicht, wir hoffen, irgendwann einmal zu leben.“
(Thema wird fortgesetzt)

Der Kuckuck war wieder mein Begleiter

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Fast auf meiner ganzen Wanderung von immerhin 4 Stunden und knapp 30 Minuten hat mich der Kuckuck begleitet. Das Wetter war ideal, leichte Brise und 25° C. und ein schöner schwedischer blauer Himmel.

Heute bin ich überwiegend ganz neue Wege gelaufen und habe erkundet, wohin diese führen.

 

Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Manchmal entdecke ich einen versteckten Waldhof, mal einen im Wald versteckten Weiler, mal eine noch nicht gesehene Pflanze…

Die Natur sauge ich regelrecht auf, genieße jeden schönen Anblick und erfreue mich an der Vielfalt.

Hier ein kleiner Bachzulauf zu einem anderen kleinen Bach mit nicht gekannter Flora.

Wenn ich dann meinen Blick so in die Ferne schweifen lasse und sehe, den Höhenrücken im Hintergrund keimt in mir schon das nächste anvisierte Ziel.

Immer wieder treffe ich auf versteckte, lauschige Plätze.

Der Waldboden ist oft dunkle, waldig riechende Erde. Die Luft, erfüllt von Harzen und Terpenen. Vergangene Nacht hatte es Regenschauer gegeben, es war tagsüber schwülwarm, deswegen atmete der Waldboden heute besonders intensiv seine Dämpfe aus.

Der Weg war nun nur noch ein schmaler, felsiger Pfad.

Das ist typisch für die Wälder hier im Smäland. bzw. Kronoberg län.

Hier entdeckte ich dann eine Holzbrücke über einen Waldbach.

Neu entdeckter Waldbach.

 

 

 

Tagesnotizen 18.06.22

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Die Zeit eilt mir einfach davon. Nun ist bald schon der Juni Vergangenheit, der Hochsommer steht vor der Tür. Zuerst ist aber der schwedische Mittsommer im Anmarsch.

Gestern haben wir in Växjö endlich den bestellten Mulchrasenmäher abholen können. Heute startklar gemacht und ausgiebig gemäht.

Johannistag

Als Mittsommerfest werden die Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende bezeichnet. In den skandinavischen Ländern sowie im Baltikum, wo die Nächte zu dieser Jahreszeit kaum dunkel werden, sind die Bräuche besonders lebendig.

Midsommar ist in Schweden nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn (zitiert nach Wiki)
Mittsommer in Schweden – ein Fest wie aus einer anderen Welt

Endlich sind die Tage wieder lang und die Schweden bereiten sich auf das Fest der Feste vor: Mittsommer! Bei den öffentlichen Feiern ist jeder willkommen.

Den ganzen Trampelpfad zum Hyllsjön See habe ich auch mitgemäht.

Der schwedischste aller Feiertage

Der schwedische Nationalfeiertag ist zwar der 6. Juni, aber so richtig in Feierlaune kommen die Schweden erst zu Mittsommer (jedes Jahr zwischen 19. und 25. Juni). Im Jahr 2022 fällt der Mittsommerabend auf Freitag, den 24. Juni, doch vielerorts wird auch am Mittsommertag, also Samstag, dem 25. Juni, groß (weiter-)gefeiert. (zitiert nach Visit Sweden)

https://visitsweden.de/aktivitaten/kultur-geschichte-und-kunst/schwedische-traditionen/mittsommer-in-schweden-ein-fest-wie-aus-einer-anderen-welt/

Laut christlicher Tradition wird am 24. Juni der Johannistag begangen, der an die Geburt von Johannes dem Täufer erinnert.

Das Mittsommerfest ist für die Schweden eines der schönsten, wichtigsten und vielleicht auch ausgelassensten Feste im Jahreskalender, quasi das sommerliche Pendant zu Weihnachten. Gefeiert werden der kurze Sommer, das Licht und die Wärme – und zwar meistens traditionell auf dem Land im Familien- oder Freundeskreis. Die Städte in Schweden können an diesem Wochenende ziemlich leer sein. (Schwedentipps)
https://www.schwedentipps.se/mittsommer/

In diesen Bereich muß ich, wenn nötig, mit dem Freischneider rein.

Hier habe ich nur einen Laufweg frei gemäht. Lasse so viel wie möglich wild stehen.

Das schwedische Mittsommerfest, ein spirituelles Erlebnis für alle Sinne. (Schwedenliebe)
https://www.schwedenliebe.com/de/schweden-infos/mittsommer

Die Margeriten bleiben natürlich stehen, zumal sie mit zu meinen Lieblingsblumen gehören.

Einfach wundervoll unsere Umgebung hier.

Sitzplätze im Freien haben wir wahrhaftig zur Genüge.

Die Gefahr, die schlichten, bescheidenen, stillen Werte zu vernachlässigen, ist in unserer lauten, hektischen Zeit sehr groß. Genauso wie die Medien, neigen auch wir dazu, unsere Konzentration nur auf die großen, außergewöhnlichen Ereignisse des Lebens zu richten, vor denen die kleinen Dinge des Alltags verblassen. Aber gerade die naheliegenden, einfachen Dinge sind es, die mehr zu unserem Glück beitragen als die starken Sensationen.

Literatur :

48

Krüger Tarr, Irmtraud

Vom leichten Glück der einfachen Dinge

Herder Verl. Freiburg

1998

81

Hesse, Hermann

Die Kunst des Müßiggangs

Suhrkamp Verl.

1973

82 Faerber, Regina Die Ästhetik des Alltags Ariston Verl. Genf 1993

Heute war mal wieder ein wunderschöner, warmer Sommertag (24°C) schöner blauer Himmel und wenige Wolken.

In Walzbachtal drei bis vier Tage große Hitze (30° C bis 36° C) beneide ich nicht. Dieses Wetter ist nur belastend und Unwetter gefährlich – es sollen ja wieder Gewitter entstehen. Hier bei uns ist das Wetter verträglicher und nicht so belastend. Früher in meiner Kindheit, Jugend und frühen Erwachsenenleben waren die Sommer auch noch nicht so extrem. Da waren die meisten Sommertage auch nur in der Spanne von 24° bis 26° C.  – Jedenfalls hat auch der Mulchmäher seine Feuertaufe bestanden, bin mit ihm zufrieden. Ihm fehlt zwar die elektrische Zündung vom alten Mäher in Walzbachtal (den wir ja zurücklassen mussten), aber er reicht mir aus. Der Abendhimmel war wieder super. Richtig dunkel wird es ja nicht zu dieser Jahreszeit hier in Schweden.

Im Paradies zuhause

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Blick von der Felsplateau-Seite auf unser Haus. Herrlich wie der Ginster blüht. Wir haben auch sehr viele wilde Lupinen.

Blick an den Seehang. Auf der anderen Seite ist der Hyllsjön.

Lupinenschönheit.

Blick auf das untere Haus (Röda huset).

Natur pur.

Kann mich überhaupt nicht satt sehen an diesem Naturschauspiel. (Anblick von meiner Studierstube)

Grundstückswestseite.

Blick von Westen auf unser Haus mit vorderen >Bunker< 😆 Nutzen wir als Keller. Schwiegersohn kann da sein Baugerüst reinstellen und sonstiges Material.

Besuchswohnwagen.

Herrlich blühender Strauch am Bach.

Einen kleinen Swimmingpool haben wir auch schon aufgestellt.

Urlaubsfeeling.

Bachimpressionen an unserem Bach.

 

Seeabenteuer

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Seeabenteuer am Hyllsjön: Wir haben zurzeit Besuch aus D. (zwei Familien) mit Wohnwagen und WoMo. Da wir zwei Boote hier am Seenebenarm haben, waren Bootsfahrten angesagt.

Hyllsjön: Schon in den Abendstunden. Leider ist das Wetter zurzeit nicht beständig. Zwar überwiegend sonnig, aber auch abwechselnd bewölkt.

So dunkel wie die Wolken hier sind, geregnet hat es aber nicht. Der Hyllsjön hat auch ein paar Inseln.

Hyllsjön: Der Hauptsee in Richtung Parkplatz an der RW25.

Uferpfad an einem Seitenarm des Hyllsjön.

Hier ist der zweite Bach, der durch unseren Weiler fließt. Er tritt aus dem Seeseitenarm aus und mündet unterhalb des Weilers in den unteren zweiten See.

Abendstimmung am Seitenarm des Hyllsjön See.

Abendstimmung am Hyllsjön. Übrigens haben wir jetzt eine Tageslänge von 17 Std. + 44 Min. im Gegensatz zu Walzbachtal 16 Std. + 9 Min. Die Sonne ging heute um 04:03h auf und geht um 21:52 h unter.

Abendfahrt mit unserem Kanu.

Zusammenkunft mit dem anderen Boot.

Still ruht der See im Abendlicht.

 

Wirklichkeit hinter dem Sinnenschein

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Mentalpsychologie – Mentalenergetik.

Zuversichtsglaube:  „Ein wahrer Esoteriker ist ein Mensch, der die Wirklichkeit hinter dem Sinnenschein erkennt. Wenn einer über das Wesen der Wahrheit meditiert, stellen sich in seinem äußeren Leben die Folgen seines inneren Wachstums ein. Darum handelt der Mensch weise, der zunächst in seinem inneren Leben für Ordnung und Einssein sorgt; die äußere Welt, die nur der Schatten der inneren ist, folgt dann von selbst.“ [511] Siehe auch: „Die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit“  oder „Der äußere Anschein der Wirklichkeit.“ (MP-Netz)

Einfach alles wunderbar

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Mein Ausblick vom Küchenfenster. Die Natur ist innerhalb kurzer Zeit regelrecht explodiert, so schnell war alles grün.

Mein Ausblick vom zweiten Küchenfenster hinauf zum Felsenplateau. Dahinter liegt dann der See Hyllsjön.

Ausblick vom hinteren Flurfenster hinaus. Der Wegpfad geht an den unteren Seeabschnitt vom Hyllsjön.

Mein Ausblick vom ersten Fenster meiner Philosophenstube.

Mein Ausblick vom zweiten Fenster der Philosophenstube.

Blühstreifen am Weg zu unserem Haus.

Blühstreifen an unserer Grundstücksgrenze.

Am unteren Teil von unserem Bach.

Genieße all diese An- und Ausblicke mit vollem Herzen. Kann mich auch nicht satt sehen, immer wieder erfreuen mich all die schönen Fleckchen Erde hier und bin einfach glücklich und dankbar.  Halte mich an den Ausspruch: Augen auf, die Welt ist voller Wunder. Allein wie die Natur so schnell überall übig den Farbenkasten verwendet hat ist immer wieder ein Wunder. Wer nicht verlernt hat die Augen auf zu machen um sich an all den Anblicken der Natur zu erfreuen wird immer zufriedener sein wie ein achtloser Mensch. Die Liebe zu den kleinen Dingen des Lebens ist der Garant zum Glück.

Besser leben mit weniger

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Mit weniger auskommen, geht das überhaupt?

Diät für die Seele und weniger tun, aber das mit mehr Hingabe. Weniger verbrauchen, aber mehr auf Qualität achten und Umweltverträglichkeit. So entsteht ein Klima, in dem Menschen menschlicher leben und in dem Kinder besser gedeihen können. Glück bedeutet: Sich am Einfachen erfreuen können, Zeit füreinander haben, Austausch pflegen, spontan feiern, spontan einfach etwas unternehmen. Überflüssigkeiten durch neue Notwendigkeiten ersetzen. Nur so kann die große innere Not und Verflachung in uns allen gewendet werden. So wie wir Diät für den Körper brauchen, brauchen wir Diät für die Seele.

Die Dinge dir zufrieden und glücklich machen, müssen nicht zwangsläufig etwas kosten. Frau Gemahlin ist da kreativ tätig, während ich selber meine Zufriedenheit aus dem „Denken“ ziehe.

Von den überflüssigen Gütern dieser Welt

«Von den Gütern dieser Welt sind die einen überflüssig, die anderen notwendig. Hier sei kurz darüber die Rede, seid aufmerksam, und lasst uns unterscheiden, sofern wir können, zwischen den überflüssigen und den notwendigen Gütern dieser Welt, damit ihr (ein) seht, dass Christus weder wegen der überflüssigen, noch wegen der notwendigen Güter zu verleugnen ist. Wer vermag die überflüssigen (Güter) dieser Welt aufzuzählen? Wollten wir sie erwähnen, müssten wir uns lange dabei aufhalten. Beschränken wir uns also auf das Notwendige. Was immer sich verändert, dies gehört zum Überflüssigen. Zum Notwendigen gehören in dieser Welt lediglich diese zwei (Güter), das Heil und der Freund: Diese sind hoch einzuschätzen und nicht zu verachten. Das Heil und der Freund sind natürliche Güter. Gott schuf den Menschen, auf dass er sei und lebe: Es gibt das Heil; aber auf, dass er nicht allein sei, ist ihm die Freundschaft beigesellt. Es beginnt also die Freundschaft bei der Gattin und Söhnen, und sie reicht bis zu den Fremden» (Predigt Denis 16,1).

 

Sehnsuchtswelten

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Sehnsucht!

Heimweh und Sehnsucht haben das Suchen gemeinsam, das Suchen nach etwas Verlorenem oder noch nicht Gefundenem, beiden Gefühlslagen ist das Unbehagen an der Gegenwart gemeinsam.
Sehnsucht und Heimweh nach kosmischer Beheimatung.

Sehnsuchtswelten – Wunderland

Sehnsucht
Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!

Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.

Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht. –

[Eichendorff: Gedichte [Ausgabe 1841].
Bei solchen Gedichten geht mir die Fantasie und die Melancholie durch.

Laß deine Träume in bessere Welten reisen.

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Jetzt kann ich Bachträume tatsächlich am eigenen Bach träumen. Leider ist das Wetter noch nicht dazu ideal. Auch heute zeitweise wieder Regen.

Traum von einer heilen Welt.

Das Wasser murmelt Dir ein Lied… Setz Dich an einen Bach und sei einfach da. Das Lied des Wassers wird Deine Sorgen aufnehmen und sie hinab zum Meer tragen. Imagination und Selbstsuggestion kann sehr viel bewirken und befreiend sein.

Schick deine Träume auf die weite Reise.

Die enge und falsche Matrix zu überwinden, führt in andere Dimensionen. Sie läßt die Sinne, die Fantasie, die Imagination auf der letzten Ebene des Seins, den Baum des Paradieses erkennen.
Auf immer grünendem Zweig,
saß ein Vogel und sang
die ewige Melodie
der Freiheit.
Dieses Lied wird aber gar nicht mehr so gerne gehört.

Dieser unser Bach kommt aus dem oberen See und fließt in diesen unteren See.

Ferne Paradieswelten
Oskar träumte und sinnierte heute mit Kröte Willy auf der Bank im hinteren Gartenbereich. Da wir einen Naturgarten haben, hat sich da im Laufe der vielen Jahre eine ökologisch und natürliche Artenvielfalt eingestellt. Dazu gehören auch Kröten, Salamander, kleine Lurche, Grillen in allen Schattierungen und Größen und viele andere.

Oskar saß sinnierend auf der Bank, genoß die himmlische Ruhe, daß noch schöne Spätsommerwetter, ja man kann schon von Altweibersommer sprechen. Und plötzlich kam wieder, die doch größere Kröte Willy. Er blieb bei mir da hinten sitzen und man konnte den Eindruck gewinnen, als wenn er es mir gleichtun wollte. Wir schauten uns eine Weile gegenseitig an, dann hing jeder wieder seinen eigenen Gedanken nach. Oskar nahm wieder sein hinfort gleiten zu den glückseligen Inseln auf. Oder anders ausgedrückt, er tat Zazen (ein Begriff aus der meditativen Praxis). Zazen ist Sitzen in der Stille. Wenn man sich zur Stille hingesetzt, hört man jeden geringsten Lärm, jedes Geräusch: wie die Autos vorbeifahren, (bei uns Gott sei Dank nicht der Fall, weil kein Durchgangsverkehr, sondern eine ruhige Sackgasse) wie der Wind die Blätter bewegt, wie ein Bach rauschend fließt, wie Stimmen oder ferne Musik herüberweht…. Die Gedanken frei fluten lassen, einfach nichts Bestimmtes denken wollen, die Gedanken in ferne Welten und schöne Tagträume entfliehen lassen. So langsam spüren, wie sich das Gefühl des getragenen Seins und des Einswerden mit sich selbst einstellt. (dies schrieb ich vor Jahren einmal auf dem MP-Netz unter der Rubrik >Sehnsuchtswelten< )
Nun habe ich noch mehr solche stille Plätze und kann nach Herzenslust Zazen. Ja, und eine ähnliche Kröte habe ich am Haus und Bach auch schon gesichtet.

Bei dem Wetter mußte ich einfach wandern gehen

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Blick vom Weingartener Kirchberg in die Rheinebene.

Den Kirchberg und das Weinbaugebiet umrundet. Es war einfach ein herrlicher milder Tag. 14° C waren es heute.

Diese Wege laufe ich auch immer gerne. Weinberge werde ich in Schweden nicht durchwandern können, da ich aber kein Weintrinker bin kann ich es verschmerzen.

Die Kraichgau Abruchkante zur Rheinebene hin. Im Hintergrund – wie so oft diesig – Grötzingen und Durlach. Das Straßenband ist die B3.

Weg nach Weingarten runter.

Blick in die Rheinebene. Auch hier sieht man sehr genau, wie dicht die Rheinschiene bevölkert ist. Landkreis Karlsruhe ohne die Stadt Karlsruhe: Einwohner: 446.852 (31. Dez. 2020) Bevölkerungsdichte: 412 Einwohner je km2

Weingarten auch sehr dicht bebaut. So mitten drin im Ort wollte ich auch nicht wohnen, noch nicht einmal in einem Dorf. Wobei Weingarten eh kein typisches Dorf mehr ist, mit knapp 10 000 Einwohner.

Blick auf den Weingartener Baggersee.

Der Walzbach vor Weingarten.

Der Walzbachstausee.

So einen Stausee haben wir in Schweden oberhalb von unserem Grundstück.

Solche Nebenwege sind nach meinem Geschmack, da laufen auch nicht so viele Menschen. Heute waren auch schon viele Vögel zu hören, besonders auch die Meisen.

 

Was uns trägt

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Grafik aus vergangenen MP-Netz Zeiten.

Was uns trägt… Diese und ähnliche Fragen markieren den Übergang zur transpersonalen Entwicklung. Wir sehen, daß das Leben selbst uns dorthin führt, uns spirituelle Fragen zu stellen. So wird irgendwann natürlicherweise eine spirituelle Sehnsucht in uns erwachen. Es ist die Sehnsucht nach einer tieferen Sicherheit, als sie uns das normale menschliche Leben bieten kann. Die Sehnsucht nach einem tieferen Sinn, als uns äußerer Wohlstand, Ansehen oder Bedürfniserfüllung geben können. Und die Sehnsucht, uns selbst und das Leben an seiner Quelle zu berühren, zu erkennen, wer wir wirklich sind, jenseits oberflächlicher Rollen und Eigenschaften.

Dem Glück und Ausstieg ein Stück näher

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Vater Eiche, Mutter Linde von Alfred Zenz – Heilende Naturwesen: Die verborgene Kraft der Bäume für ein gesundes Leben

Heilende Naturwesen: Die verborgene Kraft der Bäume für ein gesundes Leben

Seit jeher wurden Bäume als kraftvolle Seelenbegleiter und Verbündete des Menschen verehrt. Sie spenden Lebensfreude, Stärke und Klarheit oder unterstützen als sanfte Heiler bei körperlichen Leiden. Viel von ihrem heilsamen Wesen ist mittlerweile jedoch in Vergessenheit geraten. Dabei hält noch immer jeder Baum sein eigenes Geschenk für uns bereit, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.

»Seelengärtner« und Natur-Coach Alfred Zenz kennt die feinstoffliche Wirkung unserer Bäume wie kaum ein anderer. In Vater Eiche, Mutter Linde bringt er uns die verborgene Kraft der Bäume näher und erklärt, wie wir durch den bewussten Kontakt mit ihnen wieder in Berührung mit unserem eigenen innersten Wesen kommen.

»Indem du dich bewusst mit dem Geist der Bäume verbindest, verbindest du dich mit der Kraft, die aller Schöpfung zugrunde liegt.« Alfred Zenz, Seelengärtner

Liebevoll gestaltete Porträts der wichtigsten heimischen Bäume und Sträucher zeigen, was Birke, Buche und Co. auf seelischer wie körperlicher Ebene für uns tun können, und helfen, in jeder Lebenslage den richtigen Baum als Kraftspender und Seelenbegleiter zu finden. Aus dem Inhalt:

Das Baumportrait, der Baumgeist und der Pflanzengeist
Was der Baum für Ihr Seelenheil tun kann
Wie Sie die Kraft des Baumes nutzen
Naturheilkundliche Anwendungen
Die Nutzung als Wildgemüse und Lebensmittel
Die Verwendung des Holzes

»Ein notwendiges, heilsames Buch in einer Zeit, in der sich viele Menschen in naturfernen, virtuellen Realitäten verirren.« Wolf-Dieter Storl

Geben Sie den Bäumen bewusst mehr Raum in Ihrem Leben und lassen Sie die heilenden Naturwunder zu Ihrem Seelenbegleitern, Kraftspendern und Verbündeten werden!
Inklusive CD mit Baummeditation

Acht Stunden mehr Glück Maike van den Boom

Warum Menschen in Skandinavien glücklicher arbeiten und was wir von ihnen lernen können

Die Skandinavier zählen zu den glücklichsten Menschen der Welt. Und zwar 24 Stunden lang – zu Hause und im Job. Wie machen sie das nur? Und was können wir von ihnen lernen? Um das herauszufinden, reiste Maike van den Boom 2 Jahre lang durch Dänemark, Norwegen und Schweden und sprach mit Bauarbeitern, Krankenschwestern, Piloten, Wissenschaftlern und Vorständen. Überall traf sie auf Menschen, die mit Leidenschaft und Neugier arbeiten und leben. Draufgänger, die milde urteilen, bescheiden sind und einander helfen, wo immer sie können. Denn »zusammen« lautet das Zauberwort des Nordens. Und was heißt das für uns? Dass Arbeiten auch Glück bedeuten kann, und dass dieses Glück in unseren Händen liegt.

Ruhe bewahren Oskar! In knapp 4 Wochen ist es geschafft und du bist in einer anderen Welt.

Es ist bald geschafft!
Am Mittwoch war die Restkaufsumme in Schweden angekommen.
Am kommenden Mittwoch wird unser Immobilienbesitz eingetragen und wir sind offizielle Besitzer von unserer Trauminsel.

Traumhaus RH2

Das Kartongebirge wächst

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Hier sind es schon einmal 58 Kartons nur mit Bücher aus dem Raum und ein Teil aus dem Flur.

Durch diese Gasse muß er kommen … 😆

Da sind die Wände weitgehend frei und alle Bücher verstaut.

In dem Regal rechts stehen die Bücher aber noch in 3er Reihen. Ja, und immer wieder staune ich wie schwer doch Bücher sind. Meine Bibliothek eilt halt auf 7000 Bücher/Bände zu. Möbel werde ich gar nicht so viele mitnehmen.

 

Diese Stadt war mir gleich sympathisch

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Växjö, die Bezirkshaupstadt von Kronoberg. Växjö ist eine Universitätsstadt in Südschweden. Die Residenzstadt liegt in der historischen Provinz Småland und ist die Hauptstadt der Provinz Kronobergs län. Växjö als Hauptort der gleichnamigen Gemeinde hat 71.009 Einwohner und ist damit die 18. größte Stadt in Schweden. Wikipedia

Växjö 
Von unserem zukünftigen Anwesen ist Växjö nicht allzu weit entfernt. Mit dem Auto sind es knapp 25 Minuten zu fahren und rund 30 km. Es wäre auch möglich, mit dem Bus oder dem Zug hinzufahren. Jeweils rund 5 Minuten ist es zu den zwei Nachbargemeinden mit allen wichtigen Einrichtungen, die man so braucht (Supermarkt, Apotheke, Ärzte, Bank, Tankstelle, Kfz-Werkstatt usw.)
Muß lange zurückdenken, daß ich so sehnlichst mir etwas gewünscht habe, so in diesem Fall endlich dort gelandet zu sein. Voller Erwartung bin ich auch auf den kommenden Frühling dort.
Die Bilder, auch von den Häusern und den Räumlichkeiten sowie von der Umgebung kann ich immer wieder ansehen.

Obwohl ich ja nun wirklich kein Stadtmensch bin, habe ich mir vorgenommen dort in der Stadt öfters einzukaufen, um auch den örtlichen Handel zu unterstützen. Traurige Beispiel ist ja Karlsruhe wie viele Läden dort dicht gemacht haben durch den Coronairrsinn.

Einkaufsstraße in Växjö.

Was mir generell gleich aufgefallen ist, dort in der Stadt und auch allgemein in Schweden geht es viel rücksichtsvoller und entspannter im Verkehr zu. Die Aggressivität und Rücksichtslosigkeit in D. geht mir schon lange auf den Wecker.

Växjö shopping street.

Allein in unmittelbarer Umgebung haben wir 7 Seen und auch die Ostsee ist nicht allzu weit entfernt, nach Kalmar und der Insel Öland ungefähr eine knappe Stunde.

 

 

Ein neues Jahr ein neues Glück

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Wössingen 59 Breitengrad.

Das nächste Weihnachtsfest und auch Silvester werde ich mit meiner Familie ein paar Breitengrade weiter nördlich begehen. Bin auch sehr davon überzeugt, daß mir mein Lebenskompass auch diesmal die richtige Richtung und Entscheidung signalisiert hat. Bislang war ich in den allermeisten Fällen ein genauer Seismograf der künftigen Entwicklungen. So gut wie alle Entwicklungen habe ich richtig gedeutet und vorhergesagt. Meine Antennen funktionieren noch gut.
Das vergangene Jahr war dermaßen von Wahn- und Irrsinn geprägt. Wird aber eine dementsprechende Fortsetzung haben. Trotz allem hat mich aber zu keiner Zeit eine irgendwie geartete Angst- oder Panik heimgesucht. Die Entwicklung habe ich im Frühjahr 2020 vorhergesagt, so z.B. im nächsten Winter 2021/22 treiben die Vasallen der Ober- und Hintertanen es noch doller. Auch das ein um die anderen Virenmutanten sich abwechseln und mit neuen Gedöns durch die Zeitläufe gejagt werden. Nicht umsonst schrieb ich ja von einer Plandemie und Virendiktatur, die bei Bedarf nahtlos in die Klimadiktatur übergeht.

Glück ist eine Sache der Begabung und Einsicht in die elementaren Dinge.

Was ist stärker als die Angst?

Das Bedürfnis nach Geborgensein und unerschütterlichem Urvertrauen gehört zu den elementarsten überhaupt.

Doch heute gehört dieses Bedürfnis auch zu den bedrohtesten. Viele Menschen fühlen sich heimatlos und entwurzelt, leiden an Angst, Selbstzweifel und Desorientierung.
Als sinnesorientiertes Wesen kann der Mensch echte Geborgenheit nur in einer geistigen Heimat, in seinem transzendenten Ursprung finden. Alle Versuche, ihn auf dieser Erde Wurzeln schlagen zu lassen, müssen scheitern, wenn nicht zugleich die „Himmelswurzeln“ entfaltet werden. Der Mensch muß sich mit der allumfassenden energetisch-kosmischen Energie kurzschließen, um seinen Energiekreislauf, die Bio- oder Lebensenergie, auf hohem Niveau zu erhalten.

Des Weiteren braucht der Mensch einen „Sinn“ im Leben, der uns anspricht, der für sich selbst spricht, der aufleuchtet und einleuchtet, er ist der passende Motor, der menschliches Dasein über die Klippen und Hürden der Lebensangst und eines schwankenden Urvertrauens hinweg der optimalen Vollendung zuführt. Ängste breiten sich am ehesten in einem inhaltsleeren Leben aus. Ein Leben, bis an den Rand gefüllt mit Sinn und Werten, erweist sich ihnen gegenüber als immun.
Erkennen, wie krebsartig die Innenweltverschmutzung vorangeschritten ist und sich diesem negativen emotionalen Sog entziehen.

Literatur:

56

Kummer, Peter

Nichts ist unmöglich -konstruktives Denken

Herbig Verl. München

6.Aufl. 1995

57

Freitag, Erhard F.

Erfolg ist die Kunst des Machbaren

Ewert-Verl. Lathen

1999

58

Lukas, Elisabeth

Geborgensein – worin?

Herder Verl. Freiburg

2. Aufl. 1994

59

Lukas, Elisabeth

Lebensbesinnung

Herder Verl. Freiburg

1995

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern von Absurd-AG einen guten Start in ein Jahr 2022. Nicht Bange machen lassen und endlich die Lügenbarone und Panikmacher durchschauen.

 

 

Verstandesschwund im Medien(ver)wunderland

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„Schon viele Male hat sich gezeigt, daß eine Kultur an Falschinformationen und irrigen Meinungen nicht unbedingt zugrunde gehen muß. Aber es ist noch nicht erwiesen, daß eine Kultur überleben kann, wenn sie sich ihr Urteil über die Welt anhand von fünfzehn Minuten Fernsehnachrichten bildet.“
(Prof. Neil Postman 1996)

Bei sich sein

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Einer der wenigen Filme, die ich anschaute und auch für gut befand.

Herbsttag

Foto von Bild/Gemälde: Edvard Munch Melancholy.

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke – 1902)

In diesen irren Zeiten bin ich immer bestrebt geistig – seelischen Ausgleich zu finden. Gehöre zur Minderheit der Menschen, die in Gedichten schwelgen können. Hermann Hesse ist nach wie vor mein Lieblingsschriftsteller. Auch viele seiner Gedichte sprechen mich an.
Wenn ich im Kloster Maulbronn mich verweilt habe, war es immer auch mit Hermann Hesse verbunden. Die dortige Klosterbuchhandlung ist auch auf Hesse bezogen.

Die allzeitige Vergänglichkeit.

 

Immer noch aktuell und zutreffend

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Die Furcht vor der Freiheit
Fromm ist der Meinung, daß die Psychologie von einem expliziten Begriff der menschlichen Natur ausgehen muß. So kann sie die Feststellung wagen, daß der Mensch auf Freiheit hin angelegt ist; aber ob und wie er diese Freiheit verwirklicht, hängt sehr von individuellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten ab.

An sich ist der Mensch etwas unverwechselbar Einmaliges, aber er kann dieses Individuelle verleugnen und verdrängen, da er sich eventuell vor dem sozialen Isoliertsein und vor der Verantwortung fürchtet.

Die German Angst geht um.

Nach Fromm zieht sich die ganze Geschichte hindurch die Tendenz der Menschen, im Kollektiv unterzutauchen, um das Geschenk des Freiseins irgendwie loszuwerden.

Fromm schreibt ausführlich über den Autoritarismus unserer Lebens- und Wirtschaftszustände. Sie alle sind nicht dazu angetan, den Menschen zum Bewußtsein seiner Freiheit gelangen zu lassen. Marx und seine Schüler haben darauf hingewiesen, wie sehr der moderne Produktionsprozeß die menschliche Entfremdung fördert. Wir sind alle in eine ungeheure Maschinerie eingespannt, die wir weder verstehen noch überblicken in ihrer Gesamtheit. Von daher erfährt das Individuum seine grenzenlose Bedeutungslosigkeit, über die es sich gerne hinwegtäuscht. Es greift zu sogenannten „Fluchtmechanismen“, die den Sinn haben, Angst und Isolierung zuzudecken.

Fromm beschreibt drei Fluchtmechanismen, nämlich die „autoritären Tendenzen“, den „Zerstörungstrieb“ und die „automatische Anpassung“.

Nach Fromm hat der moderne Mensch viel zu wenig Möglichkeiten, um ein produktives Leben (aus sich selbst heraus) zu führen. Gerade in der Neuzeit besteht ein wuchtiger Druck zur automatischen

Da helfen auch keine Heiligen.

Anpassung, der wir uns nur schwer entziehen können. Jedermann meint zwar, er sei „er selbst“; aber in Wirklichkeit sind sein Denken, Fühlen und Verhalten fast durchgehend normiert, und die Sozietät in uns bestimmt darüber, was wir für wahr, für wertvoll und für schicklich halten. Die überragende Macht des „Man“ oder der kollektiven Lebensform in jedem von uns hat auch Heidegger in seiner Existenzphilosophie grundlegend erörtert. [102, 117, 118, 119]

117 Fromm, Erich Die Furcht vor der Freiheit EVA Frankfurt / EBG 1996

118 Fromm, Erich Wege aus einer kranken Gesellschaft-Eine sozialpsychologische Untersuchung dtv Verl. München 1980 / 1991

102-  Rattner, Josef Klassiker der Tiefenpsychologie Psychologie Verlags Union München 1990

German Angst siegt: Fast die Hälfte aller Deutschen wollen „nach der Pandemie“ weiter Maske tragen. Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl, eingeschränktes Sichtfeld, Kommunikationsprobleme, geschwächtes Immunsystem, Treppenstürze, verstörte Kinder und beschlagene Brillen. Trotz dieser Beschwerden möchte fast die Hälfte der Deutschen „nach der Pandemie“ weiter Maske tragen.

Der Psychiater und Psychologe Hans-Joachim Maaz beschreibt:

„Der Mundschutz ist ein Symbol für Un-mündigkeit, für Un-säglichkeit und als Maulkorb für Un-Bissigkeit.

Außerdem und besonders störend verbirgt die Maske unsere Mimik. So wird mit einer Gesichtsmaske sehr wirksam der verbale Ausdruck, die Lebensenergie durch die Atmung und unsere Kommunikationsmöglichkeit eingeschränkt. Damit ist Maskenpflicht ein erhebliches Machtmittel zur Einschüchterung, Schwächung und Hemmung. Und für die Maskenträger eine hervorragende Möglichkeit zu gehorchen und sich zu unterwerfen.“

 

Nachtgedanken 160 vom 19.11.21

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Nachtgedanken vom 19.11.2021

„Lebe mit deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf; leiste deinen Zeitgenossen, aber was sie bedürfen, nicht was sie loben.“
(Friedrich von Schiller)

Abendhimmel über Wössingen am 19. Oktober 2021.

„Unbedingter Gehorsam setzt bei dem Gehorchenden Unwissenheit voraus.“
Quelle: Montesquieu, Vom Geist der Gesetze (De L’esprit des Loix), 1748

Abendhimmel über Wössingen am 19. Oktober 2021

Weisheit:
“Ich atme ein und bin mir meiner Augen bewußt.
Ich atme aus und lächle meinen Augen zu.
Wenn du dir das beim Atmen sagst, erkennst du,
welches Glück es ist, gesunde Augen zu haben.“
(Thich Nhat Hanh)

Wir sind wieder zurück (leider) von unserem Kurztrip

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Wir sind jeweils nachts mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg und umgekehrt unterwegs gewesen. Auf der Hinfahrt hatten wir Schiffsschaukelwetter, auf der Rückfahrt etwas weniger. Es ist halt Herbst.

So schön wie es in Schweden war, so sauer stieß uns die Rückkehr ins Maulkorbparadies auf. Dann noch die vielen Corona- und Maskengläubigen und sehr viele Menschen schauen unzufrieden und grimmig in diese absurde Welt.

Växjö: Wir waren nochmals in der Stadt. Mehr Stadtbesuche hier wie in den letzten Jahren in Karlsruhe. Hier Blick auf den Dom. https://de.wikipedia.org/wiki/Dom_zu_V%C3%A4xj%C3%B6

 

Straße in Växjö. So viele male, war ich die letzten Jahre nicht in Karlsruhe zum Bummeln oder schoppen. Hier macht Stadt noch Spaß.

Växjö: In diesem Bankgebäude hatten wir zu tun.

Meine erste schwedische Freundschaft. Diese Begegnung war so anrührend, weil mir dieser Vogel so genau zugehört hat und immer wieder so ulkig den Kopf geneigt hat wie, wenn er dachte was ist denn dies für eine Sprache…. Bin mir nur nicht so ganz im Klaren, war es eine Amsel? Dann wäre sie etwas kleiner als eine deutsche Amsel und hätte einen anderen Schnabel.

 

Noch etwas von Växjö

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Noch ein Bild von einer Einkaufstrasse in Växjö.

Blick aus einem Bistro – Kaffee in Växjö. Eigentlich bin ich ja ein Teetrinker, hier schmeckte mir der Kaffee jedoch mal wieder und die süßen Stücke waren auch nicht zu verachten. Stadtleben hat nach langer Zeit Spaß gemacht.

Anschließend sind wir noch in den Einkaufscenterkomplex. Da waren wir ja gestern schon. Auch heute entspanntes einkaufen und flanieren. All die Tage hier habe ich noch keinen Menschen mit Maulkorbmaske rumlaufen sehen. Wie befeiend dieses Erlebnis ist brauche ich ja wohl nicht extra zu erörtern.

Eingangsbereich von diesem Einkaufscenter.

Sehr ansprechend und sauber dieses Centrum. Die VerkäuferInnen freundlich und zuvorkommend  in Deutschland schon lange nicht mehr so durchgängig erlebt.

Växjö Einkaufszentrum.

Växjö Einkaufscenter Informationssystem.

Bezeichnend für dieses Einkaufscenter.

Weitere Maßnahmen möglich „Wird starke Einschränkungen für Ungeimpfte geben“ (Meldung von ntv)

Die vierte Welle rollt mit Macht über das Land. Die Infektionszahlen steigen. Bei Kanzlerin Merkel wächst die Sorge. Bei einem Spitzentreffen der CDU stellt die Kanzlerin nun neue Schritte in Aussicht. Im Fokus: die Ungeimpften.
Dann gibt es wohl unterschiedliche Viren???

Testen, Booster-Impfung, 3G: Wie Spahn in den Corona-Winter gehen will

  • Der scheidende Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich einmal mehr gemeinsam mit Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, für Booster-Impfungen gegen das Coronavirus ausgesprochen.
  • Sie traten am Mittwochvormittag gemeinsam vor die Presse.
  • „Das Tempo beim Boostern stimmt noch nicht“, sagte Spahn.
    (Meldung von RND-Netzwerk.)

 

Nochmals ein Ausflug nach Växjö

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In dem grünen Bereich auf der Landkartentafel befinden wir uns. Im Kronoberg Glasbruk Land.

In Växjö war gerade ein kleiner Markt.

Växjö: Kulturleben geht auch anders. Wenn ich die Meldungen aus Deutschland lese mag ich gar nicht mehr zurück.

Bummel durch die Innenstadt von Växjö. Auch heute war die Atmosphäre wieder sehr entspannt.

Erfreulicher Weise kam auch noch die Sonne heraus.

Eine der vielen Einkaufstrassen von Växjö.

Es macht sich um die späte Nachmittagszeit der Häuserschaden bemerkbar.

Einkaufsstrasse in Växjö.

 

Noch ein Bericht aus Schweden

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Heute waren wir in Växjö auch noch im Grand Samarkand Einkaufscenter.

Dieses Einkaufscentrum ist rund angeordnet. Trotz der vielen Menschen auch hier eine entspannte Atmosphäre.

Bezeichnend für dieses Einkaufscentrum. Auch hier die Toiletten umsonst und sehr sauber.

Viele Sitzgelegenheiten und Ruhezonen in diesem Centrum. Ja, und verdursten und verhungern muß man hier gewiß nicht.

Es weihnachtet sehr.

Sehr viele Geschäfte vorhanden.

Da muß ich überlegen wie lange ich schon nicht in Karlsruhe zum Einkaufen war, jedenfalls schon sehr lange her. In dieser obigen Mail war der Bummel so was von entspannt. Wir haben z.B. Kaffee getrunken und ein Stück Kuchen gegessen. Die Atmosphäre einfach super. Anschließend waren wir hier drinnen noch im Super – Maxi ICA Stormarknad. Dieser Supermarkt ist sehr groß und hat eine Fülle von Artikeln. Dort habe ich mir u.a. ein RäkSandwich mitgenommen und soeben verspeist. Hat mir sehr geschmeckt.

 

Leider spielt heute das Wetter nicht mit

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Dies ist der Hyllsjön See. Dort waren wir schon zweimal, leider war heute Regenwetter.

Gestern sind wir frühmorgens mit der Fähre in Trelleborg angelandet. Auf der Fahrt nach Kalmar haben wir einen wunderschönen Sonnenaufgang erlebt. So einen Anblick habe ich schon lange nicht erblickt. Das Wetter war auch vielversprechend, leider hielt es nicht bis heute.

Nochmals Blick auf den Hyllsjön.

Gestern und heute waren wir auch in Växjö (Bezirkshauptstadt von Kronoberg).

Das hat ein unwahrscheinliches Freiheitsgefühl ausgelöst. Kein Anblick von Maulkorbmasken  Made in Absurdistan Germanistan. Auch in den Geschäften keine Masken. Der Autoverkehr die reinste Erholung. Keine depperten Raser und aggressive Drängler. Die ganze Atmosphäre entspannter und gelassener.

Nochmals Växjö einer der entspannten Einkaufsstrassen. Da macht mir sogar Stadt wieder Spaß.

Ganz ungewohnt, keine Parkgebühren an diesem Platz, keine WC-Gebühr.

Nochmals eine der Fußgänger Einkaufsstrassen in Växjö.

In Lessebo waren wir nun auch schon mehrmals. Erstaunlich viele Wörter und Begriffe auf schwedisch verstehe ich auch. Es wird ja immer behauptet Schweden sei so teuer, dies kann ich überhaupt nicht bestätigen. Die meisten Preise sind so wie in Deutschland. Viele Produkte und Marken aus Deutschland gibt es hier auch.

Leider sehen es die meisten Menschen nicht

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Die Schönheit der Natur sehen und genießen.

Geistige Erbauung im Wald.

Die meisten Menschen geistern achtlos durch die Gegend. Gewöhnlich wird starr auf den Daddelkasten (Handy) GEKLOTZT.

Die Schönheit des Unscheinbaren entdecken.

Der Natur sind wir entfremdet. Wenn wir uns schon mal in ihr aufhalten, dann nicht aus Zuneigung zu Pflanze und Tier oder um Muße zu finden – sondern zwecks Rekreation. Das Motto lautet nicht mehr „Wie herrlich leuchtet mir die Natur…“, sondern: ‚Wie regeneriert man sich optimal im Wald und auf der Flur?‘ Bäume und Blüten sind die großen Fitmacher. Reichen sie nicht aus, so gibt es immer noch Medikamente oder ein Kurbad. Und schon ist eine neue Mode und Masche geboren, mit der sich vortrefflich mit der Dummheit und dem Narzißmus des Menschen, wunderbar Geld abzocken läßt.

Die Vielfalt in der Natur.

Diese Welt glaubt,
der zivilisatorisch-technische Fortschritt bringe sie dem irdischen Paradies näher. Sie produziert hemmungslos – und zerstört dabei mit jedem Tag mehr die Natur, die Luft und das Wasser.

Der ganze Technikkram, der ganze Konsum kann eine intakte Natur und das Wohlfühlen in ihr nicht ersetzen.

 

 

Wunderbare Herbstwanderungen 3

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Es ist geschafft, ich bin oben.

Steiner Feldlandschaft.

Steiner Landschaft.

Jetzt ging es wieder in den Wald. Herrlich die Licht – und Schattenspiele.

Wald in der Abendsonne.

Balsam für die Seele und das Gemüt.

Wohl dem, der diese Augenblicke noch zu genießen weiß.

Blick zurück im Abendwald.

 

Warten ist auch nicht sehr gefragt

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Herbst – Warte, warte, bald ist wieder Weihnachtszeit.

Warten…
ist „eines der am wenigsten gewürdigten Glücks…gefühle“

Warten und warten können bedeutet „Zeit haben“ – und das ist etwas Besonderes und etwas Attraktives. Es ist eine Zeit, die nicht unter dem Druck steht, rasch zu Resultaten zu kommen. Wer etwas ernten will, der muß – wie das jeder Bauer erzählen kann – warten können. Und jene, die die Kunst des Wartens am besten beherrschen, erhalten die schönsten Äpfel. So ist warten nicht Handlungsverzicht, sondern produktives Handeln.

Ein solches Warten führt weg von der mechanischen Logik der Uhr und eröffnet Zeiterfahrungen, die anderes möglich und erlebbar machen, als das, was die Zeitmesser vorgeben. Die Diktatur der Uhr läßt kein fruchtbares Warten zu. Wartezeit ist ein Geschenk. Nietzsche beschreibt es: „Warten und sich – vorbereiten; das Aufspringen neuer Quellen abwarten; in der Einsamkeit sich auf fremde Gesichte und Stimmen vorbereiten; (…) den Süden in sich wieder entdecken und einen hellen, glänzenden geheimnisvollen Himmel des Südens über sich aufspannen…“

Sils-Maria
Hier saß ich, wartend, wartend doch auf nichts,
Jenseits von Gut und Böse, bald des Lichts
Genießend, bald des Schattens, ganz nur Spiel,
Ganz See, ganz Mittag, ganz Zeit ohne Ziel.
Da, plötzlich, Freundin! wurde eins zu zwei –
Und Zarathustra ging an mir vorbei..

„In Wirklichkeit warten wir alle – auf das Glück nämlich. Und ohne dieses Warten könnten wir´s in dieser Welt nicht aushalten.

Da sich das Glück aber – glücklicherweise – nicht kalkulierend herbeiholen läßt, müssen wir uns öffnen für die Zeit und ihre unterschiedlichen Qualitäten, für das Anderswo und Irgendwie. Es sind die Wartesäle unseres Lebens, in denen wir die Zeit erleben und erfahren können, wo wir uns selbst begegnen – und anderen Menschen ebenso. Der Wartende lädt die Zeit ein (Benjamin). Dann heißt warten nicht mehr nur auf etwas warten, sondern ist schon ein Teil jener Erfahrung des Glücks, auf das wir alle warten.

Wer warten kann, hat viel getan. Wir kommen mit noch so viel Anstrengung und Hektik nicht ans Ziel – aber wenn wir warten, kommt das Ziel vielleicht zu uns. Glücklich jene, die warten können, denn, so ein Versprechen der Verheißung, „dem Geduldigen gehört das Himmelreich“. (S. 168/169) [1]

Literatur:

[1] Geißler, Karlheinz A. : Zeit – verweile doch…- Lebensformen gegen die Hast – Herder Spektrum, 3. Aufl. 2000

[2] Geißler, Karlheinz A. : Zeit leben – Vom Hasten und Rasten…Leben und Sterben – Aspekte des Menschen bei Beltz Verl. 1985

[3] Held, Martin; Geißler, Karlheinz A.: Ökologie der Zeit, Edition Universitas- im Hirzel Verl., 1993

[4] Nowotny, Helga: Eigenzeit – Entstehung und Strukturierung eines Zeitgefühls – Suhrkamp Verl. 3. Aufl. 1990

[5] Martin, Ruth: Zeitraffer – Der geplünderte Mensch -, Krüger Verl. 1993

[6] Cramer, Friedrich: Der Zeitbaum – Grundlegung einer allgemeinen Zeittheorie – Insel Verl., 1. Aufl. 1993

Im Dreieck Wössingen, Jöhlingen und Wöschbach. Natur bringt die Fähigkeit zum Warten.

 

Die Nacht der Nächte

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Nachthimmel über Wössingen.

Die Nacht

Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.

Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauen Wind,
Obs gedanken oder Träume?-

Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen:
Leise doch im Herzengrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.

(Joseph v. Eichendorff)

Abendhimmel über Wössingen.

 

Herz tröste dich: Nächtliche Fahrt

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Stadtbahnen Wössingen: Fahrt in den Abend / Nacht.

Nächtliche Fahrt

Jüngst im Traum ward ich getragen
Über fremdes Heideland;
Vor den halbverschlossnen Wagen
Schien ein Trauerzug gespannt.

Dann durch mondbeglänzte Wälder
Ging die sonderbare Fahrt,
Bis der Anblick offner Felder
Endlich mir bekannter ward.

Wie im lustigen Gewimmel
Tanzt nun Busch und Baum vorbei!
Und ein Dorf nun – guter Himmel!
O mir ahnet, was es sei.

Am Waldesrand (Wössingen)

Sah ich doch vorzeiten gerne
Diese Häuser oft und viel,
Die am Wagen die Laterne
Streift im stummen Schattenspiel.

Ja, dort unterm Giebeldache
Schlummerst du, vergeßlich Herz!
Und daß dein Getreuer wache,
Sagt dir kein geheimer Schmerz.
– Ferne waren schon die Hütten;
Sieh, da flattert’s durch den Wind!
Eine Gabe zu erbitten
Schien ein armes, holdes Kind.

Wie vom bösen Geist getrieben
Werf ich rasch der Bettlerin
Ein Geschenk von meiner Lieben,
Jene goldne Kette, hin.

Herbstwald.

Plötzlich scheint ein Rad gebunden,
Und der Wagen steht gebannt,
Und das schöne Mädchen unten
Hält mich schelmisch bei der Hand.

»Denkt man so damit zu schalten?
So entdeck ich den Betrug?
Doch den Wagen festzuhalten,
War die Kette stark genug.

Willst du, daß ich dir verzeihe,
Sei erst selber wieder gut!
Oder wo ist deine Treue,
Böser Junge, falsches Blut?«

Und sie streichelt mir die Wange,
Küßt mir das erfrorne Kinn,
Steht und lächelt, weinet lange
Als die schönste Büßerin.

Walzbachtal Herbstwald:

Doch mir bleibt der Mund verschlossen,
Und kaum weiß ich, was geschehn;
Ganz in ihren Arm gegossen
Schien ich selig zu vergehn.

Und nun fliegt mit uns, ihr Pferde,
In die graue Welt hinein!
Unter uns vergeh die Erde,
Und kein Morgen soll mehr sein!
[Mörike: Gedichte (Ausgabe 1867). (Mörike-SW Bd. 1, S. 669)]

Die Träume und Gedanken von Abschied, Heimatlosigkeit, was ist Heimat? Warum lernt die Menschheit nicht aus und wiederholt immer die gleichen Fehler, beschäftigt mich vermehrt.